Urlaub und Urlaubsvorbereitung

  • Hallo,


    auch wenn es risikoloser ist, das erste Jahr im neuen Leben keinen Urlaub zu machen, weil es dort zu Situationen kommen kann, die in gewohnter Umgebung nicht gegeben sind, möchte ich dieses Thema des Urlaubs bzw. der Urlaubsvorbereitung ansprechen.


    Was sollte man tun, wenn man das erste mal in den Urlaub fährt, um das Risiko, in alte Gewohnheiten zu verfallen, zu minimieren?


    Gruß
    Karsten
    _________
    Hier noch ein Thema: Was tun gegen Langeweile?

  • Hallo Karsten,


    dieses Thema interessiert mich natürlich besonders, da es für mich ja bald soweit ist.


    Ich denke oft darüber nach, komme dann aber immer wieder zu dem Ergebnis, dass ich auch auf Reisen nicht mehr tun kann, als ich es hier auch der Fall ist.
    Heißt also, trinkendes Umfeld meiden, im Restaurant nach Alkoholgehalt im Essen fragen, usw...


    Die Grundbausteine eben.


    Gruß
    Oliver

  • Hi,


    wir wollten eigendlich nach Schottland.
    Haben uns aber dagegen entschieden, weil ein Grund dorthin zu fahren damals ein besonders trinkfreudiges Fest war!!!


    Jetzt fahren wir nach Norwegen, Schweden.
    Viel Natur und Alkohol ist da auch schlecht zu bekommen. Also ideal!


    Liebe Grüße Sabine

  • Hallo Karsten,


    ich hatte ja nun auch ein bisschen bammel vor meinem ersten alkoholfreien Urlaub, aber der war im nachhinein unbegründet.
    Es ist schon so wie Oliver schreibt. Die gleichen Verhaltensmuster an den Tag legen wie zu Hause und dann wird auch der Urlaub schön.
    Natürlich registriert man das der Alkohol gegenwärtig ist, doch gibt es genug Möglichkeiten ihm aus dem Weg zu gehen. Bei den Bekanntschaften die ich gemacht habe sagte ich, ich trinke keinen Alkohol und gut war. Es kamen keine negativen Reaktionen oder gar Überredungsversuche.
    Mir kam in diesen 14 Tagen nur einmal der Gedanke an Alkohol und der beschränkte sich darauf: Wie hättest du das angestellt, wenn du noch trinken würdest, dir hier "unauffällig" genug Alkohol zu besorgen (trotz AI)? Eigentlich ein absurder Gedanke, aber so schoss es mir mal durch den Kopf.


    Bis bald, Andreas

    "Und mein Weg ist immer noch nicht zu Ende, und wird es auch nie sein, denn die Alkohol-Krankheit tragen wir in uns, zwar schlafend solange wir abstinent leben, und abgespeichert in unserem Suchtgedächtnis." (Rose)

  • hallo zusammen,


    es gäbe viele punkte die man jetzt aufschreiben könnte. für mich, und den erfahrugen aus der therapiezeit, kann ich folgenden rausfiltern.


    ich denke eine große gefahr im urlaub könnte das "toppen" der glückssituation werden. in dem man völlig losgelöst von alltagssorgen durch die city schlendert, sich in ein cafe setzt und zum espresso noch einen rotwein bestellt. weil man die situation einfach noch schöner, noch besser gestalten will.
    hier würde ich mir einen absoluten "aufdenkopfschlaghammer" mitnehmen um nicht in so eine situation zu geraten.


    viele grüße
    carnel

  • Es steht in nächster Zeit kein Urlaub an bei mir, aber ich habe mir schon vor ein paar Monaten was überlegt: Kein All-inclusive mehr, sondern HP, besser noch Bed-and-Breakfast. Bei HP darauf achten, dass das Essen als Buffet angeboten wird, so dass ich mir was aussuchen kann und um die Speisen einen großen Bogen machen kann, die arg nach Alkohol müffeln. Dann natürlich weiterhin das Meiden von Orten, wo vordergründig Alkohol konsumiert wird. Beispiel Ballermann - aber das hat mich eh nie gereizt.


    Und als Reiseziel, klar, die Länder wo der Alkoholverkauf stark eingeschränkt ist und mit hohen Steuern belegt ist, das ist auch ne gute Idee :D .

  • Hallo zusammen,


    tja, da ich ja der Fraktion der ‚Urlauber im ersten Jahr’ angehöre, mag ich kurz meine Erfahrungen preisgeben:


    Zunächst einmal bin ich kein Mensch, der Urlaub generell damit verbunden hat, es mal wieder ‚ordentlich krachen’ zu lassen. Ich denke, man sollte sich das mit dem Urlaub genau überlegen, wenn man in der Vergangenheit zu solchen Aktionen tendiert hat.


    Darüber hinaus habe ich meinen Urlaub über Weihnachten gemacht und bin damit den heimischen Familienfeierlichkeiten (Schwiegereltern - Pflichtveranstaltung!) aus dem Weg gegangen, die mir zu Liebe definitiv nicht alkoholfrei gestaltet worden wären.


    Ein weiterer Punkt: Ich war nicht allein unterwegs. Mit meiner Partnerin an der Seite hatte ich deutlich mehr Sicherheit vor irgendwelchen dummen Gedanken. Am Strand den Sonnenuntergang zu bewundern und sich dabei allein zu fühlen, ist sicher überhaupt keine gute Idee.


    Zu guter Letzt noch ein Tipp: Wir haben im Vorfeld so viele Infos über unser Reiseziel eingeholt und entsprechende Aktivitäten geplant, dass wir ein halbes Jahr hätten bleiben können, ohne dass Langeweile aufgekommen wäre.


    Unter diesen Vorzeichen hatte ich einen wirklich schönen Urlaub und der Gedanke an Alkohol war mir in dieser Zeit ferner, als in den Wochen davor und danach im heimischen Umfeld.


    Liebe Grüße


    J.

  • Hallo ihr!
    Muss sagen, ich bin ein bisschen erschrocken, als ich diesen Thread gefunden habe. Aber dann, beim Lesen, war ich schnell beruhigt.
    Unser Urlaub findet nämlich schon in zwei Monaten statt, wie fast immer in der Ferienwohnung. Da können wir doch ganz normal kochen und weiter trocken leben. Und wenn wir essen gehen, dann zu den üblichen "Konditionen".
    Aber das war eigentlich wieder typisch: Angst vor dem Rückfall meines Mannes.
    Hoffentlich bin ich da bald ruhiger.
    LG Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hallo,


    da ja jetzt die Urlaubszeit ansteht, möchte ich diesen Thread nochmal aufgreifen.
    In einigen Themen ist ja auch zu lesen, dass die Gefahr einen Urlaubes wohl unterschätzt wird.


    Wie Gotti hier auch schreibt, wird wohl das Hauptaugenmerk auf alkoholfreie Speisen und Aktivitäten gelegt.


    Die Gefahr im ersten Jahr oder am Anfang der Nüchternheit liegt aber auch auf einen anderen Gebiet.
    Durch den Beginn des neuen Lebens hat er oder sie die ersten Lebensveränderungen vollzogen, sich einen neuen Tagesablauf angeeignet und nun kommt wieder alles ganz anders, weil die neuen Tagesstrukturen wieder unterbrochen werden.


    Kommt man dann aus dem Urlaub zurück, gilt es wieder, die gerade am enstehenden Veränderungen zu verinnerlichen, die durch den Urlaub wieder durchbrochen wurden.


    Für mich besteht die Gefahr deshalb weniger im Urlaub, wenn man eine gute Urlaubsvorbereitung getroffen hat, sondern eher im Nachhinein.


    Gruß
    Karsten

  • Hallo,
    möchte nun auch mein "Senf" dazugeben.
    Ich habe ja auch im meinem ersten trockenen
    Jahr eine Urlaubsreise unternommen. Wichtig
    war mir, das das "Band" zu meiner Krankheit
    nicht abreisst. Täglich bewußt sich in Erinnerung
    rufen, in welcher Situation man ist. Vielleicht
    noch ein Buch zu diesem Thema ins Gepäck.


    Nicht denken jetzt schalt ich mal ab, habe mich
    letzte Zeit genug um meine Alkoholkrankheit
    gekümmert. Das ich mich am Urlaubsziel -genauso
    wie hier -von Orten an denen vordergründig Alk.
    getrunken wird fernhalte, muß jedem klar sein.


    Meine Gedanken dazu.
    Paolo

    Als ich auf einer Kaufhaus-Kundentoilette in meiner eigenen Kotze aufwachte, hätte ich aufhören müssen zu saufen.
    Da war ich gerade mal 20 Jahre alt.
    Es sollten aber noch 30 Jahre vergehen!

  • Hallo,


    da ja jetzt die Urlaubszeit im vollen Gange ist, sollte sich jeder wirklich überlegen, wenn er oder sie denn in den Urlaub fährt, was wichtig ist.
    Durch die Möglichkeit des Internet ist ja auch der Erfahrungsaustausch zum Beispiel hier im Forum weiterhin möglich, wenn man keine SHG vor Ort findet.


    Nur weil Urlaub ist, sollte die Arbeit an der Nüchternheit nicht aufhören.


    Gruß
    Karsten

  • ja ich denke schon sehr viel an meinen urlaub
    aber mit grosser angst im nacken,
    wir fliegen am 3.9. nach rhodos,wir habe silberhochzeit,es ist wieder ein AI urlaub. :lol:


    man es wird schwer wir haben bei ai urlaub immer
    getrunken bis zum ....,und diesmal soll ich garnichts trinken,natürlich nicht aber es ist schon komisch
    wie wird es ablaufen,ich hoffe gut,es ist eine harte probe für mich da mein mann 100% zuschlägt dort. :roll:


    kerstin

  • Hallo ihr Lieben,
    bin gerade mal wieder beim Stöbern in alten Threads und habe den hier gefunden. Wenn ich richtig informiert bin, sind ja in den ersten Bundesländern schon wieder die Sommerferien losgegangen - von daher genau die richtige Zeit, oder? :wink:


    Ich persönlich habe im vergangenen Jahr komplett auf Urlaub verzichtet und versucht, es mir hier zu Hause so schön wie möglich zu machen. Ich ertappe mich dabei, dass ich auf die "alte Art" Urlaub zu machen, nicht nur zugunsten meiner Abstinenz gerne verzichte, sondern dass mich der Gedanke daran sogar eher langweilt.


    Wie geht's euch dieses Jahr?


    LG
    espoir

  • Hallo


    Bei mir haben sich auch die Prioritäten geändert.
    Als ich noch Alkohol konsumiert habe,schloss jeder einzelne Urlaubstag mit "einem" Sundowner ab.
    Schon mittags gab es mindestens ein Glas Alk und dann lag "man" bräsig in der Sonne.
    Mein Mann hat im Urlaub auch nicht "'reingespuckt".
    Geändert hat sich das,als wir eine Familie gegründet haben.
    Getrunken wurde dann abends,wenn sie Kids schliefen.
    Vor dem ersten "trockenen" Urlaub hatte ich ein mulmiges Gefühl.Ich hatte Angst vor Verzichtsgedanken.Da ich mit Göga und Kids aber völlig zurückgezogen Urlaub gemacht hatte mit Selbstverpflegung usw. war ich dem Anblick von alkoholtrinkenden Menschen nicht ständig ausgesetzt(Hotel ,Clubanlage)
    Es wurde eine ganz neue Art Urlaub "gefunden" und ich freute mich jeden Morgen über meinen klaren Kopf und über meine Unternehmenslust und über meinen gesunden Hunger!:-)
    Ausserdem :dass Fahrrad wurde von uns "entdeckt" und so kommt auch eine sportliche "Komponente" hinzu!:-)


    ...und ,hast DU schon Urlaubspläne ???
    L.G.
    Backmaus

  • Hallo Backmaus,
    ich plane in Deutschland zu bleiben, Südbayern, um genau zu sein, mit der Option, einen Abstecher nach Österreich zu machen.
    Urlaub im eigenen Lande, das kenne ich so gar nicht. Früher war stets Mittelmeer angesagt, weil ich dort fand, was ich in Deutschland vermisse - Sonne, Strand und Meer. Damit meinte ich ja nun nicht unsere heimische Nord- oder Ostsee, sondern das, was "man" sich gerne darunter vorstellte, inklusive Hitze, fremde Pflanzen und Blumen, und Küche.
    Mittlerweile langweilt mich aber der Gedanke daran, bereits mittags am Strand den ersten Sekt zu trinken und alkoholisiert in der Sonne zu brutzeln, um dann irgendwann völlig erschöpft im Zimmer anzukommen, Rausch auszuschlafen und gegen Mitternacht ausgehungert irgendwo im Lokal aufzuschlagen, mit der Begründung, die Einheimischen würden ja auch erst so spät nachts essen, weißt schon, Hitze und so... :roll:


    Ich kann dir eigentlich so konkret gar nicht sagen, was ich künftig von meinen Urlauben erwarte, ich weiß nur definitiv, wie ich ihn nicht mehr haben möchte. Und irgendwie habe ich die Einstellung bekommen, dass es schon allein deshalb schön wird, weil es anders wird als zu Hause. Mit der entsprechenden Vorbereitung kann es nicht langweilig werden, selbst, wenn es einmal regnen sollte.
    Früher dachte ich, der Urlaub wäre schon schön, wenn es nur überall ausreichend Alkohol gäbe, alles andere würde sich dann schon finden. Was ich für Bescheidenheit und Anpassungsfähigkeit hielt, war nix anderes als "wenigstens offiziell saufen zu können", schließlich habe ich ja Urlaub... :roll:


    LG
    espoir

  • Hallo,


    schreib einfach mal , auch wenn´s vielleicht gar nicht richtig passt.


    Bin nämlich in der glücklichen ? Lage zu sagen dass ich ,ausser dem letzten , Urlaub nicht mit Alkohol in Verbindung bringe.
    Ganz einfach weil ich in den Jahren überhaupt keinen Alk. getrunken habe und wir eigentlich immer Selbstverpfleger waren.
    Ausser in Ungarn auf dem Hausboot,dass war klasse, oder als ich mit meinen Jungs alleine auf Kreta war . Nie wieder so einen Urlaub,sage nur Liegenbeleger.


    Tja ,aber eben der letzte Urlaub, ich schon ziemlich schlimm drauf ,alleine , also ohne meine Männer , dafür aber mit meiner anderen Schwägerin und deren Freundin,in die USA zu eben der besagten Schwägerin .
    Schon im Flieger hin ,am hellichten Tag ein Rotwein nach dem anderen bestellt, denke da bin ich den Damen schon aufgefallen.
    Muss noch erwähnen dass dieser Urlaub der totale Reinfall war ,war zwar schon dass 3x da ,aber nie alleine .Hab gedacht ein kurz Trip nach New York , oder einmal zu den Amish ,eben etwas sehen .
    Was war , die Damen wollten nur shoppen ,shoppen und nochmal shoppen und wenn das nicht dann stricken oder Karten spielen.


    Na, seit dem war ich nicht wieder im Urlaub,hatte aber ein bißchen Bammel vor der einen Woche zu Hause.
    Vielleicht sollte ich noch erwähnen , selbst als wir in Schottland waren ,gab´s keinen Wisky für mich .


    Ich schweife ab ,kurz gesagt dieses Jahr steht kein Urlaub an .


    Viele Grüße
    Rowi

  • Hallo,


    alle Jahre wieder und wenn ich das Thema hier von vor acht Jahren lese, hat sich an meiner Sichtwiese dazu auch nichts geändert.


    Da ja jetzt die Urlaubszeit wieder ran ist, wäre es vielleicht gut, sich auch in dieser Richtung die richtigen Gedanken zu machen.


    Gruß
    Karsten

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