Kinderprodukte mit Alkohol

  • Moin,


    die leider übliche sinnlose Diskussion über die Abstinenz anderer.
    Das ist der Grund, warum ich nichts von Begriffen wie "trocken", "nüchtern", "nasse Birne", "Trinkpause", "Trockenrausch", "gedanklicher Rückfall", etc. halte -
    es sei denn der Betroffene verwendet sie selbst, um etwas zu beschreiben.
    Dann lasse ich mir auf deutsch erklären, was er wirklich meint.


    Den "Vogel" schoss jemand ab, der mir in einem minutenlangen Vortrag erklärte, wie er nach seiner Alkoholabstinenz Jahre später zunächst auf Cannabis verzichtete und dann irgendwann auf Zigaretten.
    Da war er dann endlich "nüchtern" geworden - in seinen Augen die Steigerung von "trocken" - , worauf ich entgegnete - ok dann war ich ja vom 1. Tag an "nüchtern" - alles klar.


    Mir ging es bei meinem Beitrag nicht um den Alkoholgehalt der eingenommen Dinge, sondern um das "Füttern des Suchtgedächtnisse" aufgrund ähnlichen Verhaltens.
    Ich sehe jedenfalls keinen Sinn darin, mich mit alkoholfreiem Sekt, Bier, Wein o.ä. für irgendetwas "zu belohnen".
    "Orale Belohnung" durch Einnahme von Flüssigkeiten praktiziere ich gar nicht mehr.


    Gruß Jürgen

  • Hallo Jürgen,


    empfindest du wirklich das Kaffeetrinken als eine orale Belohnung ?


    Ich trinke zum Beispiel schon immer gern eine Tasse Kaffee zum Frühstück und auch mal eine Tasse am Nachmittag.
    Für mich persönlich ist das eine Vorliebe, andere trinken halt gerne Tee.



    Gruß Olli

  • Hallo Olli,


    ja - ist bei mir so, es werden schon mal 5-6 an einem Tag.
    Ich gönne mir des öfteren einen Milchkaffee (zuviel) und zwar nicht, weil ich Durst hätte.
    Mit 15-20kg Übergewicht kann ich das Prinzip der "oralen Belohnung" auch nur schwer leugnen ... ich esse häufiger aus Appetit denn aus Hunger.
    Es wird aber besser, da ich bewusster esse.


    Gruß Jürgen

  • Hallo Jürgen,


    ich akzeptiere es natürlich wenn du für dich sagst es ist zu viel und es vielleicht auch ändern möchtest.


    Wie gesagt ich persönlich halte es für eine Vorliebe und wenn du zum Frühstück 3 Tassen Kaffee trinkst und am Nachmittag noch mal 2 Tassen würde ich es nicht für grenzwertig halten. Aber das ist ja wie immer nur meine Sichtweise.
    Ich gehe jetzt dabei natürlich davon aus, dass deine Kaffeetasse nicht 500ml fässt :D


    Ich habe ja auch Übergewicht aber bei mir liegt es an der Bewegungseinschränkung, da habe ich mit der Zeit auch immer mehr auf die Rippen bekommen :roll:


    Ich möchte dir jetzt auch keinen Knopf an die Backe quatschen aber ich persönlich möchte auch nicht immer alles gleich direkt mit meiner Alkoholabhängigkeit in Verbindung bringen.
    Manchmal trinkt oder isst man eben ein bisschen mehr, weil es eben schmeckt und man es gerne verdrückt aber das machen andere Menschen doch auch.
    Natürlich könnte ich zum Frühstück einen schönen und gesunden Tomatensaft trinken aber schmeckt mir dann mein Frühstück noch ? :D


    Wir sind und bleiben halt Menschen mit Stärken und Schwächen, das macht uns Menschen doch auch aus finde ich :)




    Gruß Olli

  • Hallo Oli,


    ich wollte da gar keinen Zusammenhang zur Alkoholabhängigkeit herstellen.
    Bestenfalls weil meine "Chipstütenleeresssucht" - die ich schon immer habe - auch unter "selbstschädigendes Verhalten" fällt und ich solche Verhaltensweisen ablegen möchte.
    Die Sache mit dem Kaffee ist deswegen "kritischer", weil ich unter ständigem Brustdruck leide ( "Somatisierungsstörung" sagen die Ärzte ) und Kaffee das eher noch verstärken kann bei mir.
    Das kannst Du aber natürlich nicht wissen.


    Im übrigen habe ich vor einigen Wochen beschlossen, mich nicht schlechter als meinen Hund zu behandeln und seitdem läuft einiges (noch) besser. Habe bereits 5 kg abgenommen seitdem.
    Dem schenke ich ja auch keinen Rum in seinen Napf ein, stecke ihm keine Kippen oder Joints ins Maul, hau ihm nicht 1 kg Mett am Tag in den Napf und gönne ihm viel Bewegung, Entspannung und frische Luft.


    Gruß Jürgen

  • Hallo Jürgen,


    stimmt das wusste ich nicht und ich musste auch erst mal Tante Google bemühen was eine Somatisierungsstörung ist, das kenne ich nicht.


    Nur mal so aus reiner Neugier, hast du mal den Kaffee ganz weggelassen um zu sehen wie sich das auswirkt ?


    Bei dem Hund gebe ich dir vollkommen recht, das machen wir mit dem Wuffi auch nicht. Wenn es nach ihm ginge könnte ich ihm aber schon das Mett geben :D


    Ich will dich nicht nerven aber darf ich dich aus persönlicher Neugier noch fragen wo du bei "selbstschädiges Verhalten" die Grenze ziehst ?
    Ich habe jetzt nur einen Moment darüber nachgedacht aber wenn ich intensiver darüber nachdenke würde stelle ich mir das recht schwierig vor weil die Grenzen doch oftmals fließend sind.



    Gruß Olli

  • hallo andreas


    ich akzeptiere auch deine sichtweise, und ich kenne den unterschied zwischen alkoholfreiem und 0,0% bier.
    dies ist nun mal meine meinung, und ich halte alkoholfreies und 0,0% bier für ein spiel mit dem feuer.


    ich bin jetzt 1 jahr und 6 monate trocken, ohne rückfall oder sonst irgendwelche ausrutscher. und da ich möchte das dies so bleibt halte ich mich von sowas fern.


    ich möchte nicht über deinen kumpel urteilen oder sonst was, er kann machen was er will, ich habe gesagt was ich davon halte, mehr nicht.


    wie auch immer, ich finde wir sollten das thema jetzt nicht unnötig hochschaukeln und wieder zum eigentlichen thema kommen.
    schöne grüße
    NNGNeo


  • Moin Neo,


    das ist ein vernünfiger Vorschlag, den ich gerne annehme. Find ich übrigens sehr angenehm, daß wir auch bei einem recht kontroversen Thema einfach mal die Meinung des Anderen so stehenlassen können.


    Schönen Gruß und schöne Zeit Dir


    Andreas

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