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Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Guten Morgen,


    ich habe es gerade geschafft, meinen Laptop in Gange zu bringen. Wer weiß, wie lange, ständig stürzt das Ding ab. Ich muss mich dringend um etwas Neues bemühen, bin da auch schon dran, denn übers Handy hier im Forum unterwegs zu sein, das ist wirklich nicht so toll mit dem Schreiben :)


    Es geht mir momentan nicht so gut. Hier zu Hause ist es schwierig mit anzusehen, welches Leid eine Krebserkrankung mit sich bringt. Ich fühle mit, kann da sein, aber mehr auch nicht. Aber so geht es vielen, vielen anderen Menschen eben auch.

    Dann habe ich vorgestern auf der Arbeit einen Anruf erhalten, dass eine sehr gute Bekannte von mir, mit der ich mich ab und zu treffe und in Kontakt stehe, einen tödlichen Unfall hatte. Es hat mir ehrlich gesagt ein bisschen den Boden unter den Füßen weggerissen. Ich wollte weiter arbeiten, aber es ging nicht, ich wurde nach Hause geschickt und habe mich gestern auch für den Tag abgemeldet. Heute gehe ich allerdings wieder hin, ich habe das Gefühl, dass ich gerade jetzt die Leute um mich herum brauche. Ob es richtig ist, weiß ich nicht, weil ich das Gefühl habe, dass ich mich nicht gut konzentrieren kann, aber ich möchte es versuchen. Wieder gehen kann ich ja immer noch....

    Dass das Leben schnell vorbei sein kann, das weiß ich spätestens, seit dem meine Mutter mit Mitte 50 ohne krank zu sein von jetzt auf gleich gestorben ist. Es hört sich jetzt vielleicht kalt an, aber seit dem haut mich so schnell nichts mehr um.


    Die gute Bekannte, ich nenne sie nur deshalb nicht Freundin, weil ich zu meinen richtigen Freunden nur eine Hand voll zähle, mit denen ich wirklich über alles rede und das mache ich mit ihr nicht, habe ich damals über einen guten Kumpel kennengelernt. Sie kam mit ihm zusammen und zog hier zu uns auf die Ecke. Ich mochte sie von Anfang an und sie mich auch. Sie hat sich immer so bemüht. Weihnachtskarten selbst geschrieben, sich immer gemeldet und sie war es auch immer, die Treffen angezettelt hat, bei denen sie, meine beste Freundin und ich Essen gegangen sind. Nach ein paar Jahren trennte sich mein Kumpel leider von ihr und sie zog wieder zurück in ihre Gegend. Sie hielt aber immer den Kontakt zu uns. Mein Kumpel verunglückte kurz nach der Trennung bei sich auf der Arbeit. Er wurde von seinem eigenen LKW bei Reparaturarbeiten überrollt, weil dieser nicht richtig gesichert war. Das war damals tatsächlich schwer, weil ich mir immer vorgestellt habe, wie das wohl war, ich bin die eigenen Bilder, die ich mir da gemacht habe, bis heute nicht richtig los. Sie, diese gute Bekannte ist daran wirklich zunächst fast verzweifelt und dann hat sie sich aber berappelt. Kurz danach bekam sie Krebs mit Chemo und allem drum und dran, den sie vor ca. 2 Jahren besiegt hatte. Und nun fährt sie aus einer Straße, übersieht ein Auto und ist tot. Das Leben ist schon manchmal wirklich ungerecht.


    Vor drei Wochen war ich mit ihr auf einer Veranstaltung verabredet. Ich habe abgesagt, weil mir das zu viele Menschen dort waren. Ihre letzte whats app Nachricht an mich war, dass sie mich vermisst hat dort und dass sie mich so gerne ganz bald wieder treffen würde. Wir hatten vereinbart, dass ich mich darum kümmere (weil meine beste Freundin auch mit sollte) und dabei ist es geblieben. Das macht mich total traurig und macht mir auch ein sehr ungutes Gewissen. Ich weiß, dass ich das ja nicht ahnen konnte, aber trotzdem. Es zeigt mir, dass man mehr darauf achten sollte, was andere auch glücklich macht. Sie war immer mehr auf uns fixiert, als umgekehrt. Ich hätte das Treffen längst mit ihr haben können. Sie war so ein fröhlicher Mensch und hätte es im Grunde genommen viel öfter verdient gehabt, dass man sie mehr auf dem Schirm hat.

    Ich hoffe, dass überhaupt eine Trauerfeier stattfinden kann, wo wir uns von ihr verabschieden können. Ich rechne aber nicht damit.


    Ich schicke mal ab, weil ich Angst habe, dass mein Laptop wieder abstürzt, werde aber noch ein Thema, was mir auf der Seele liegt, schreiben. Auch wenn das wieder mal eine Lawine auslösen sollte, die mir vermutlich gar nicht gut tut. Noch weniger gut tut es mir, es auf meiner Seele zu behalten. Also gleich mehr von mir...


    LG Cadda

  • Es betrifft das Thema Corona/Impfungen, wo ja hier in den letzten Tagen etwas mehr geschrieben wurde. Ich möchte gleich einmal vorweg sagen, dass ich heute Nachmittag erst meine Impfung haben werde. Ich habe lange überlegt, ob ich das überhaupt zugeben soll oder ob ich einfach behaupten soll, dass ich schon länger geimpft bin. Das ist aber nicht meine Art unehrlich zu sein und wenn man sich für etwas entschieden hat oder eben nicht entschieden hat, dann sollte man auch dazu stehen. Nein, nicht man sollte dazu stehen, ICH stehe dazu. Wohl fühle ich mich nun nicht damit, das hier zu schreiben, aber genau DAS ist eben der springende Punkt. Ich finde es schade, dass es hier schon soweit ist, dass ich mich unwohl fühle, weil ich nicht wie die Mehrheit empfinde.


    Ich habe das Gefühl im echten Leben und manchmal bei Einigen (nicht bei Allen) eben auch hier, dass man als ungeimpfte Person direkt als Coronaleugner und unsozial hingestellt wird. Ich kann mit der Pandemie als ungeimpfte Person wirklich verantwortungslos umgehen, indem ich mich nicht impfen lasse, alles schlecht mache, die Politik als ätzend hinstelle, weiterhin alle Veranstaltungen besuche, mich sozusagen wie die Axt im Wald benehme und munter und fröhlich in Kauf nehmen, dass ich mich anstecke und auch Andere dann wieder anstecke. Die Menschen, die ihre Reden halten, wie schrecklich die Impfung doch ist und mir Zahlen über die Nebenwirkungen an den Kopf werfen, die gehen mir ehrlich gesagt auch höllisch auf den Geist. Ich habe ein Familienmitglied, das so tickt und obwohl ich selbst noch nicht geimpft bin, habe ich mich mit ihm in die Haare bekommen, weil ich Partei für die Geimpften ergriffen habe, denn ich kann an einer Impfung nun wirklich nichts erkennen, was man Jemanden vorwerfen kann. Er tut schließlich etwas dafür, das Risiko einer Erkrankung zu verringern und somit die Pandemie schneller zu bekämpfen.


    Anders herum finde ich es aber absolut nicht gut, wenn Geimpfte wirklich mit aller Gewalt alle nicht Geimpften in einen Topf werfen. Es gibt nun einmal auch Menschen und dazu gehöre ich, die schlicht und ergreifend Angst vor Langzeitfolgen oder Impfnebenwirkungen haben. Ich habe irgendwie den Anschluss am Anfang verpasst, als alle sich impfen ließen, weil ich einfach so verunsichert war. Je länger ich gewartet habe, umso mehr wurde über irgendwelche Folgeschäden bekannt. Nun ist es ja auch so, dass jeder in seinem persönlichen Umfeld andere Dinge erlebt. Ich habe von einem Fall gehört, wo ein junger Mensch auf der Intensivstation um sein Leben kämpft. Das erschrickt mich natürlich. Denn ich gebe ganz offen und ehrlich zu, dass ich keine Angst vor der Corona-Krankheit habe, zumindest hält sie sich in Grenzen. Ich bin noch relativ jung. Ich rauche nicht. Ich trinke nicht. Ich treibe fast täglich Sport und bin nicht übergewichtig. Ich fühle mich körperlich so fit wie noch nie und ich bin auch so gut wie nie krank. Ich habe einfach das Gefühl, dass ich eine Corona-Erkrankung überstehen würde. Aber ich weiß es natürlich nicht. Solche Berichte machen mir dann auch Angst, wenn ich lese, das ein Mensch, der sich vermutlich ähnlich fühlte, wie ich jetzt, auf der Intensivstation landet.


    Aber es gibt auch andere Dinge, die passieren und das ist zum Beispiel in meinem Umfeld so. Meine Arbeitskollegin, die noch viel jünger ist als ich, die hat sich impfen lassen und ist direkt danach im Krankenhaus mit schweren Herzrythmusstörungen gelandet. Dort war sie eine Woche lang und es ging ihr so richtig schlecht. Die Ärzte haben gesagt, dass das definitiv von der Impfung kam. Dass es zwar nur sehr selten vorkommt, aber so war es halt. Ihr wurde aufgrund der Reaktion ihres Körpers von der zweiten Impfung abgeraten. So und da sind sie nun, die seltenen Fälle. Der junge Gesunde, der wegen Corona im Krankenhaus landet und die junge Gesunde, die aufgrund der Impfung im Krankenhaus landet.

    Eine andere Arbeitskollegin ist geimpft, die ganze Familie von ihr ist geimpft. Sie sind 5 Personen und alle haben sich trotz Impfung gegenseitig angesteckt und lagen flach. Solche Dinge, die um einen herum passieren, die verunsichern mich. Ich habe schon so oft zu meiner Freundin gesagt: Ich wäre so gern die Angst vor der Impfung los, dann würde ich es machen und dann ist Ruhe. Ich habe aber so ein ungutes Bauchgefühl, ich kann mir einfach nicht helfen. Ich würde mir so sehr wünschen, dass von der Politik mehr dafür getan wird, einem die Angst zu nehmen, anstatt solche Fehlentscheidungen zu treffen, wie Karneval zu erlauben und den Schülern im Unterricht danach wieder die Maske zu verpassen. Ich bin so wütend über manche Dinge und fühle mich so in die Enge gedrängt. Ich bekomme von einem anderen Familienmitglied einen Brief mit der Bitte, mich doch impfen zu lassen, damit ich meine krebskranke Freundin wieder umarmen kann. Das würde ich aber doch auch als Geimpfte nicht machen können, denn auch als Geimpfte kann ich anstecken.


    Ich möchte einfach nur mal aufzeigen, dass es auch Menschen gibt, die nicht geimpft sind, weil sie Angst haben. Nicht weil sie zu denen gehören, die auf die Straße rennen und Corona klein reden. Ich weiß auch, dass mir keiner diese Angst nehmen kann. Ich finde mich auch selbst affig, dass es so ist. Ich habe mir Jahre lang das pure Gift in den Hals gekippt und hab jetzt Angst vor Nebenwirkungen? Das ist bescheuert, das müsst ihr mir nicht sagen, ich weiß es selbst. Aber dennoch fühle ich so. Genau so bescheuert finde ich es aber auch, wenn mir ein Kunde erzählt, dass ich mit einer Nichtimpfung in Kauf nehmen würde, im Krankenhaus zu landen und damit dem Personal auf der Tasche zu liegen, wenn er danach raus geht, um sich schön eine Kippe anzustecken.


    Ich bin ein sozialer Mensch und gerade weil ich mich eben nicht verantwortungslos verhalten möchte, teste ich mich seit Wochen TÄGLICH. Ich möchte die Krebskranke, die ich jeden Tag treffe, nicht gefährden. Wenn ich einen Negativtest in der Hand halte, dann bin ich für den Moment doch ein geringeres Risiko für meine Mitmenschen, als wenn ich Geimpft bin und trotzdem Corona haben- und weitergeben kann. Ich gehe seit Ewigkeiten nicht mehr auf Veranstaltungen. Ich wäre nie und nimmer zum Karneval gegangen, auch nicht, wenn ich das eh wegen meiner Alkoholkrankenheit nicht machen würde. Ich gehe nicht zu großen Geburtstagen usw. Auf dem Jahrmarkt, wo ich neulich war, das war die absolute Ausnahme wegen der Kinder und da habe ich Maske getragen und war wie gesagt getestet. Ich fühle mich nicht verantwortungslos. Ich fände es viel, viel wichtiger, dass mehr getestet wird, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. Warum ist es jetzt so, dass ich einen Gast, der geimpft ist ins Cafe setzen darf. Er kann doch Corona haben und ansteckend sein?! Warum darf ich einen negativ Getesteten nicht ins Cafe setzen? Von ihm geht doch das geringere Risiko aus.


    Bitte helft mir, meine Zweifel zu beseitigen. Bitte überzeugt mich. Ganz ehrlich, ich würde mir wünschen, dass ihr mir erklärt, warum ich nicht das Risiko selbst abwägen darf? Jetzt sagt bitte nicht, das kannst Du doch, denn wir haben keine Impfpflicht. Denn das sehe ich nicht so. Ich muss auf der Arbeit einen Negativtest vom Testzentrum vorweisen. Das kann ich zeitlich gar nicht schaffen, aufgrund meiner Arbeitszeiten jeden Tag ins Testzentrum zu fahren und ich bin auch ganz ehrlich, natürlich möchte ich auch nicht so viel Geld dafür bezahlen. Diejenigen, die nun die Ungeimpften als Impf-Assis sehen, die werden sich nun freuen, weil solche Leute wie ich nun indirekt doch dem Druck nicht mehr standhalten können und sich impfen lassen. Wie gesagt, ich werde es heute noch machen. Aber ich stehe nicht hinter dieser Entscheidung. Ich würde wirklich wahnsinnig gern hinter der Entscheidung stehen. Vielleicht könnt ihr mir ja helfen, dass es mir besser geht damit. Vielleicht könnt ihr mir ja Argumente sagen, weshalb es verantwortungsvoller ist, sich impfen zu lassen, weiterhin Menschen anstecken zu können, anstatt sich täglich zu testen und Veranstaltungen zu vermeiden.

    Wie bekomme ich mich selbst in den Griff? Wie kann ich das Gefühl bekommen, dass ich mir mit der Impfung einen Gefallen tue, obwohl ich keine Angst habe, einen schweren Verlauf zu erleiden und die Angst größer vor Nebenwirkungen oder Langzeitfolgen ist?


    Ich meine es wirklich ehrlich und keineswegs ironisch, dass ich mich wirklich über Gedankenansätze freuen würde. Vielleicht kann ich ja noch ein bisschen etwas davon lesen, bevor ich nachher meinen Termin habe.


    LG Cadda

  • Hallo Cadda,


    ich habe lange überlegt, ob ich mich dazu äußern möchte. Ich möchte keine endlosen Diskussionen lostreten. Aber du hast Angst vor der Impfung. Ich weiß nicht, ob man dir das Gefühl nehmen kann. Alles was für die Impfung spricht, ist rational.


    Wenn du noch eine kurze Zusammenfassung sehen möchtest, kann ich dir das Video von Mai-Thi empfehlen (MyLab) oder auch einen guten Artikel im Spiegel von Sascha Lobo. Ich weiß nicht, ob ich hier verlinken darf, daher nur die Stichpunkte, mit denen du googeln kannst.


    Kurz gesagt:


    Ja, man kann als Geimpfter Corona bekommen. Aber die Erkrankung wird höchstwahrscheinlich milde verlaufen.


    Ja, man kann als Geimpfter andere anstecken. Aber die Viruslast bei Geimpften ist geringer und eine Ansteckung unwahrscheinlicher. Außerdem wird auch den Geimpften empfohlen, sich zu testen und sich weiterhin an die AHA Regeln zu halten und Kontakte zu vermeiden.


    Eine Testung kann gerade in der ersten Zeit negativ ausfallen, obwohl man infiziert ist und auch schon andere anstecken kann. Die sind gesundheitlich vielleicht angeschlagen und sterben durch das Virus.


    Ja, es kann Nebenwirkungen und Folgen geben. Aber auch hier ist die Wahrscheinlichkeit verschwindend gering. "Langzeitfolgen" treten schon Tage oder Wochen nach der Impfung auf. Die Datenlage ist riesig, weil schon so viele Menschen geimpft sind.


    Eine Impfung schützt dich und andere vor einer tödlichen Krankheit.


    Und zum Schluss: Du musst dich nicht rechtfertigen warum du jetzt erst zur Erstimpfung gehst. Du gehst zur Impfung. Das zählt.


    Viele Grüße

    Seeblick

  • Hallo Cadda,


    auch von mir kurz zum Thema Impfen...


    Es ist gut, dass Du Dich für die Impfung entschieden hast!


    Mir ging es ähnlich, ich war verwundert, wie schnell Impfstoff gefunden wurde. Aber auch erleichtert...


    Sobald ich wusste, die Prioritätenliste ist aufgehoben, habe ich mich registrieren lassen. In meinem Umfeld waren schon

    so viele geimpft. Und da habe ich alle Impfreaktionen, von gar nichts bis umliegen nach der Impfung registriert.


    Wir hatten im Bekanntenkreis zwei Männer, die auf der Intensivstation landeten. Damals gab es noch keine Impfung.

    Einer hat es nicht geschafft... Der andere gerade so.


    Mir war die Impfung auch nicht einerlei, aber ich war froh, dass ich mich dazu entschieden hatte. Es gibt momentan

    nur diesen einen Weg raus aus der Pandemie!


    Man läuft eindeutig weniger Gefahr auf der Intensivstation zu landen! Muss man sich nur mal TV Berichte über die

    Intensivstationen anschauen! Dort liegen fast nur Ungeimpfte!


    Ich hoffe ich konnte Dir ein wenig Denkanstösse geben, damit Du nachher ohne Angst zum Impftermin gehst!

    LG Elly


    ---------------------------------------------------------------------------------------

    Das Leben ist nicht immer einfach, aber eindeutig einfacher ohne Alkohol zu bewältigen!

    *06.01.2013*

    Einmal editiert, zuletzt von Elly ()

  • Ich verstehe es nicht, warum um die Impfung so ein Hickhack gemacht wird. Früher in der Grundschule wurden wir alle geimpft und entwurmt, sage ich mal so, da gab es überhaupt keine Diskussionen. Nochmal, früher: Da gab es die Zeugen Jehovas, die man milde ob ihrer Weltferne belächelte, aber das war eine kleine Minderheit, die man irgendwie verschmerzen konnte. Heute haben wir 30 % oder so, die sich nicht impfen lassen wollen, weil es in einem von einer Million Fälle Komplikationen geben kann. Da haben wir Nichtdenker, Skeptiker, Anthroposophen, Ängstliche, Religiöse, Abergläubische, Esoteriker -- die Aufklärung scheint auf dem Rückzug zu sein. Vielleicht hilft es mal, zur eigenen Erheiterung den Beipackzettel von Ibuprofen durchzulesen ...


    Für mich ist die Sache klar: Ich habe mehr Angst vor einer Infektion, wenn ich ungeimpft bin, als vor einer Impfung. Denn eins ist klar: Jeder wird sich anstecken, ob geimpft oder nicht. Ich bin dann lieber geimpft. Hinzu kommt der soziale Aspekt: Wer sich impft, schützt auch andere und leistet seinen Beitrag dazu, daß das öffentliche Leben weitergehen kann. Ich finde schon, daß Ungeimpfte sich völlig zu Recht den Vorwurf anhören müssen, sie handelten egoistisch.


    Ein guter Freund von mir ist nicht geimpft. Er ist 60 und raucht, er sieht auch sonst nicht besonders gesund aus. Er wartet auf einen "Totimpfstoff". Warum der weniger gefährlich sein soll als der Impfstoff von Biontech, kann er mir auch nicht erklären. Das soll ich dann einfach so ohne Argumente akzeptieren. Ich sehe ihn schon zu Weihnachten auf der Intensivstation liegen ... Das ist noch ein wichtiger Punkt: Im Krankenhaus liegen fast nur Ungeimpfte.


    Außerdem habe ich dieses Jahr auch sonst nochmal alle Impfungen auffrischen lassen: Hepatitis, Tetanus, Pneumokokken. Ohne Tetanus-Impfung gehe ich nicht in den Wald, um Pilze zu sammeln.


    Vorgestern war ich nach langer Zeit mal wieder auf der RKI-Seite und habe mich verjagt: Die vierte Welle sieht aus wie eine Wand. Ich sehe meinen Weihnachtsurlaub jetzt schon sehr gefährdet. Vermutlich werden wir wie Österreich in den Lockdown gehen müssen. Dazu sage ich: Vielen Dank, liebe Ungeimpfte.


    Ich weiß, das alles hat nicht mit dem Forenthema zu tun, aber mich belastet das im Moment auch sehr, deshalb, liebe Cadda, nutze ich mal die Gelegenheit, mir meine Sicht auf die Dinge von der Seele zu schreiben. Ich verurteile und beschimpfe Dich nicht, sondern kann Dir nur den guten Rat geben: Laß Dich impfen!

  • Liebe Cadda,


    erst mal: Du musst Dich überhaupt nicht rechtfertigen! Es ist Deine Entscheidung. Punkt!

    Mir ging es ganz genau so wie Dir: ich hatte Bedenken bzgl. direkten Nebenwirkungen und Langzeitfolgeschäden, hab mich in meinen Augen auch sehr (!) diszipliniert verhalten und in meinen Augen somit ein minimales Risiko dargestellt, jemanden anzustecken. Ich hatte (und habe immer noch) überhaupt keine Angst mich selbst anzustecken (also mache mir überhaupt keinen Kopf, dass ich evtl. mit einer Ansteckung ernsthafte gesundheitliche Probleme bekommen könnte - obwohl ich natürlich weiss, dass auch bei völlig gesunden und immunstarken Menschen schwere Verläufe auftreten können). Ich hatte ganz einfach ein wirklich ungutes Bauchgefühl dabei, mir ging das alles viel zu "hoppla-hopp" mit der Entwicklung des Impfstoffes.
    Ich bin generell "vorsichtig" bei allem, was irgendwelche Medikamente angeht. Ich achte sehr auf meinen Körper (ja, als ich noch alkoholabhängig war, habe ich das nicht, aber seit 9 Jahren hat sich da ja einiges bei mir geändert), ernähre mich wirklich sehr gesund, achte auch mich, nehme keine Medikamente, nicht einmal Aspirin für Kopfschmerzen. Was Impfungen angeht, bin ich auch eher zurückhaltend. Ich habe - bedingt durch meine Arbeit - die Hepatitis-Impfung (weil eine solche Ansteckung wirklich gravierende gesundheitliche Folgen hätte) und die "gängigen" Impfungen (Tetanus, etc.). Aber ich käme z. B. nie darauf, mir eine Grippe- oder Zeckenimpfung verabreichen zu lassen - weil ich für mich persönlich (!) hier die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung (Zeckenbiss) für gering bzw. Folgen der Krankheit (Grippe) als nicht schwerwiegend erachte.

    Im Juli habe ich mich dann doch impfen lassen. Wieso? Ehrlich gesagt, der Hauptbeweggrund war, dass ich die ganzen Einschränkungen bei der Arbeit satt hatte (FFP2-Maske, ständiges Testen, die schon fast "anklagenden" Blicke der Geschäftsführerin, weil ich mich nicht impfen lassen wollte) und ich mir auch einfach wieder etwas "Normalität" gewünscht habe. Ich dachte, je mehr sich impfen, desto schneller würde die Normalität wieder eintreten. Mein Bauchgefühl war auch nicht mehr so "dagegen", sonst hätte ich es nicht getan.



    Tja, und jetzt? Meine Bedenken bzgl. der Folgeschäden sind nicht mehr da bzw. kaum noch - man findet diesbezüglich inzwischen mehr Information im Netz. Ich hoffe immer noch auf eine Normalisierung des Alltagslebens durch höhere Impfzahlen.
    Allerdings ist die Realität momentan leider wieder eine andere: so hohe Inzidenzen wie noch nie, obwohl doch so viele schon geimpft sind. Impfdurchbrüche. Gefühlt sind es wirklich viele Geimpfte, die sich trotzdem anstecken. Bei der Arbeit wurden die Regeln aufgrund der Inzidenzen wieder verschärft, ich muss mich jeden zweiten Tag trotz Impfung testen, muss schon seit ca. 2 Monaten wieder mit FFP2 arbeiten. Die Bewohner im Heim leiden so extrem unter diesen ganzen Regelungen, es ist einfach nur schrecklich. Von Normalität keine Spur. Eine Impfpflicht soll eingeführt werden (was ich nach wie vor absolut unmöglich finde!), die "2+"-Regelung kommt, aber aktuell finden noch Fußballspiele mit Publikum statt (oder irre ich mich?) und viele Weihnachtsmärkte finden statt. Das passt für mich einfach alles nicht zusammen...
    Ich habe aber auch eine Lösung oder Idee, wie die Pandemie in den Griff zu bekommen ist. Ich habe nur das Gefühl, dass alle Regelungen und die Impfungen einfach aktuell zu keinem Erfolg führen. Und das finde ich allmählich unglaublich frustrierend....


    Du siehst, liebe Cadda, auch mich beschäftigt das Thema. Ich schaue keine Nachrichtensendungen und schalte das Radio aus, sobald irgendwelche Berichte über dieses Thema kommen. Ich kann es einfach nicht mehr hören...


    Ich wünsch Dir ein schönes Wochenende!

    lg Sue

  • Hallo Cadda,

    ich finde es sehr gut, dass du dir deine Gedanken zu diesem Thema machst und deine Gedanken hier mitteilst. Vielen Dank dafür.

    Die wenigsten, die sich nicht impfen lassen möchten, sind Impfgegner oder Coronaleugner.


    Warum ist es jetzt so, dass ich einen Gast, der geimpft ist ins Cafe setzen darf. Er kann doch Corona haben und ansteckend sein?! Warum darf ich einen negativ Getesteten nicht ins Cafe setzen? Von ihm geht doch das geringere Risiko aus.

    Beantworten kann ich dir das nicht. Vermutlich ist das auch gar nicht zu beantworten, denke ich.

    Ich denke auch: Der einzige, der eventuell (zumindest für den Moment) weiß, dass er gesund ist, ist der negativ getestete.

    Dass man dem Ergebnis aber nicht wirklich vertrauen darf, zeigt die Realität leider auch.


    Ich würde wirklich wahnsinnig gern hinter der Entscheidung stehen. Vielleicht könnt ihr mir ja helfen, dass es mir besser geht damit. Vielleicht könnt ihr mir ja Argumente sagen, weshalb es verantwortungsvoller ist, sich impfen zu lassen, weiterhin Menschen anstecken zu können, anstatt sich täglich zu testen und Veranstaltungen zu vermeiden.

    Liebe Cadda, ich kann dir wohl nicht helfen, zu deiner Entscheidung zu stehen.

    Mir wäre auch wohler mit dem Gedanken, ich dürfte das Risiko selbst einschätzen, genau wie ich (noch) einschätzen darf, ob ich mich z. B. gegen die Grippe impfen lasse oder ob ich das Risiko eingehe, daran zu erkranken und sogar zu sterben. Oder ob ich meine Tetanusimpfung auffrischen lassen möchte.


    Ob es verantwortlicher ist, sich impfen zu lassen?

    Wenn man den Informationen aus Wissenschaft und Politik glauben darf/will/soll, ja.

    Zumindest soll die Mehrheit der Geimpften nicht so schwer erkranken, dass das Gesundheitssystem total zusammen bricht. Es wären ja dann nicht nur Coronapatienten von der Überlastung betroffen, auch die ganz normale Knie-op. könne mangels Platz- und Personalmangel nicht mehr durchgeführt werden. Den Herzinfarkt-oder Schlaganfallpatienten wird es auch immer geben und da brauchen wir Intensivbetten und die entsprechende Betreuung.


    Dass wir alle früher oder später mit dem Virus infiziert werden, davon bin ich überzeugt. Vielleicht hatten wir auch schon Corona, ohne es überhaupt bemerkt zu haben.


    Ich wünsche dir nicht nur, dass du die Impfung gut und ohne Nebenwirkungen verträgst, sondern auch, dass du dich mit deiner Entscheidung gut fühlst.

    Viele Grüße

    Stern


    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Moin Cadda,


    du bist Cadda, eine liebenswerte Frau, die sich Gedanken macht, Gedanken die dir zustehen. Du hast Angst vor der Impfung. Andere Leute haben Angst vorm Zahnarzt und gehen nicht hin.


    Ich vergleiche die Impfung mit dem Sicherheitsgurt im Auto. Sicher kann er dich bei einem Unfall verletzen, aber er verhindert mit hoher Wahrscheinlichkeit meinen Tod.


    Vielleicht hilft dir das etwas.


    LG PB

    Es nützt nichts Jemandem eine Brücke zu bauen, der gar nicht auf die andere Seite will.

  • Liebe Cadda,

    Du hast schon viele gute Antworten bekommen, und ich kann mich den Ausführungen im Grunde auch nur noch anschließen.

    Habe zu dem Thema auch eben noch was bei mir geschrieben...wenn Du Zeit und Lust hast, kannst Du ja reinlesen.


    Ich habe mich auch nicht gleich hoppla-hopp impfen lassen, habe mir auch meine Gedanken dazu gemacht...und habe mich auch ausreichend informiert.

    Seeblick hat dir ja auch schon gute Informationsquellen gegeben, da kann ich mich auch nur anschließen.

    Trotz aller Argumente für die Impfung war mir an dem Tag dann aber doch ganz schön mulmig, habe auch die Nacht vorher noch hin-und her überlegt, so war die recht schlaflos...

    Als ich es dann hinter mir hatte, fühlte ich eine große Erleichterung...und so war es gestern nach dem Boostern auch wieder.


    Cadda, vielleicht hat es auch damit zu tun, inwieweit man persönlich mit der Erkrankung konfrontiert wird.

    Bei uns im Familien-und Bekanntenkreis hat es schwere Corona-Fälle gegeben, und zwar bei Menschen, die keinesfalls unfit waren oder Vorerkrankungen hatten.

    Habe ich auch was zu geschrieben bei mir.

    Akut haben wir einen Fall im Bekanntenkreis, wo wir nicht wissen, ob er die Krankheit überleben wird, er liegt auf der Intensiv unter Beatmung...

    Dieses Virus ist nicht mit einer Grippe vergleichbar, es ist nämlich keine Atemwegserkrankung, sondern eine Gefäßerkrankung!


    Ich bin froh, das Du Dich nun doch für eine Impfung entschieden hast!!

    Wir haben momentan ja noch nix besseres als diese Impfung. Aber auch da wird es weiterhin Fortschritte geben, die Impfstoffe werden besser werden, Anfang nächsten Jahres werden Totimpfstoffe auf den Markt kommen, die sich ja einige angeblich sooo sehr wünschen.

    Wobei ich nicht glaube, das sich dann damit ausgesprochene Impfgegner impfen lassen werden, das ist doch nur so ne billige Ausrede, und dann werden sie was neues finden, warum nun wieder nicht...is doch eh schon klar.


    Es werden Medikamente auf den Markt kommen, die helfen sollen, das es gar nicht erst zu schweren Verläufen kommt.

    Auch da setze ich Hoffnungen rein. Und es laufen ja auch schon erste aussichtsreiche Testungen.

    Aber momentan ist es eben noch nicht so weit.

    Und bis dahin haben wir nur diese Impfung, die leider auch nicht den erhofften Erfolg gebracht hat, denn die Impfung schützt ja nicht so lange wie erhofft.

    Auch das weiß ich alles...und auch, wie viele Geimpfte mittlerweile auf der Intensiv liegen.

    Von daher sehe ich die Impfung auch nicht als den alleinigen Ausweg aus dem Dilemma, schon gar nicht zeitnah.

    Denn bis die wirkt, dauert es auch wieder seine Zeit...es werden leider noch viele Menschen sterben müssen in den nächsten Wochen.

    Und es trifft nicht immer nur die anderen, wie man sich ja oftmals heimlich denkt, weil man selbst so vorsichtig und umsichtig ist wie nur möglich.

    Es kann einen selbst ebenso erwischen, egal wie fit man ist.

    Und es wird uns auch alle treffen, ich gehe auch davon aus.

    Dann aber bitte lieber geimpft, denn das die Impfung auch eine gewisse Zeit einen sehr guten Schutz bietet, ist ebenso erwiesen.

    Nur halt leider nicht so lange wie erhofft.


    Mich macht die Pandemie mitunter schon recht hoffnungslos...

    Es gibt Tage, da denke ich, wir werden nie wieder das Leben zurück bekommen, was wir mal hatten. Und das macht ich traurig und bestürzt mich auch.

    Als mir anfangs gewisse Leute genau das prophezeiten, habe ich gesagt, ach komm, nu übertreib es mal nicht, Du Hobbypessimist, auch das hier geht vorbei.

    Heute bin ich da erheblich kleinlauter geworden... X/

    Ich hoffe so sehr für unsere Kinder, und natürlich auch Enkelkinder, das wir diese Pandemie zerschlagen können, gute Impfungen und Medikamente bekommen werden und dann so ein normales Leben wie möglich führen können.

    Meine jüngste Enkeltochter ist 5, fast ihr halbes Leben lang war nun schon Pandemie! Was ist das für ein Mist??

    Ich habe immer wieder versucht, ihnen Mut zuzusprechen, das diese Sache vorbei gehen wird.

    Aber manchmal sehe ich auch kein Licht mehr am Ende des Tunnels....

    Und das mir als Optimistin... nicht gut :/


    Ich würde übrigens nie jemanden den Vorwurf machen, warum er/sie erst jetzt impfen lässt?

    Hauptsache, man ist doch noch zur Vernunft gekommen.

    Und ich hoffe, es können auch noch einige andere Impfskeptiker überzeugt werden, und zwar durch sachliche und wissenschaftliche Aufklärung, nicht durch Zwang, denn Zwang ist immer das schlechteste.


    Überzeugte Impfgegner hingegen sind nicht mehr erreichbar, denn die sind längst zu weit weg in ihren eigenen Blasen und machen dort gegen die Impfung mobil.

    Ich kenne auch diese Menschen nur zu gut...leider auch persönlich.

    Eines ist ihnen allen gemein: Sie sind Argumenten gegenüber derart unzugänglich, das sie einem nicht mal mehr zuhören bei diesem Thema (auf das sie selbst merkwürdigerweise immer ruck-zuck kommen)

    Jedes Argument, was sie bringen, könnte ich ihnen widerlegen, aber soweit darf es gar nicht erst kommen, sie stellen schon vorher auf Durchzug, sodas sie gar nicht mehr erreichbar sind.

    Ihren Argumenten gegen die Impfung soll man aber bitte zuhören, und wenn man ihnen nicht glaubt, gilt man eh als dummes Impfschaf, was alles macht, was die "da oben" sagen, oder Bill Gates oder sonstwer :rolleyes:

    Na schönen Dank auch :rolleyes: , wo ist da noch der Unterschied zu denen, die mit Ausdrücken wie Impf-Assi kommen?


    Es ist zum Kotzen, gerade jetzt, wo so dringend Zusammenhalt nötig wäre, spalten sich die Lager immer mehr.

    Macht mich echt traurig, und auch hilflos... denn ich bin immer FÜR ein gesellschaftliches Miteinander und nicht für so dämliche Spaltungen, das man schon nicht mehr miteinander reden kann und anfängt, sich gegenseitig zu beschimpfen.

    Aber das Nicht-mehr-miteinander-reden können (oder wollen) geht von Beiden Seiten aus! Nicht nur von einer.


    LG und alles Gute für den kleinen Pieks, Cadda !

    Sunshine

  • Ich danke Euch Allen, dass ihr Euch mal die Mühe gemacht habt, auf meinen Beitrag zu antworten, ohne niedermachende Worte zu finden. Ich kann das Meiste nachvollziehen. Nicht alles, deshalb an einer Stelle vielleicht nur ein "halbes Danke" :S , aber da möchte ich auch nicht näher auf einen Vorwurf eingehen, weil ich eben NICHT wollte, dass es zu einer Endlosdiskussion wird.


    Ich habe gehofft, dass das nicht passiert, weil es hier ja auch kein Gegeneinander werden sollte. Nie und nimmer würde ich mich hier hinstellen und etwas Negatives über die Impfung sagen, so wie eben manch Corona-Leugner. Ich hatte mir halt erhofft, außerhalb von Zeitungsberichten mal die Gedanken von Euch persönlich zu lesen in der Hoffnung, dass ich dadurch etwas mehr meine Bedenken verliere.


    Natürlich hätte ich auch weiterhin hier alles lesen können und mir denken können "Mir doch egal, ich sag einfach gar nicht, dass ich geimpft bin", weil ich es ja auch gar nicht sagen muss. Aber irgendwie bin ich nicht der Typ dafür, Dinge zu lesen, die mich selbst beschäftigen und meinen Senf dann für mich zu behalten :wink:


    Ich kann Euch übrigens beruhigen: Ich hatte eben das Gefühl, der Rest der Welt will sich an dem Ort impfen lassen, wo ich gerade war. Ich hätte sogar stundenlang dort gewartet, um es hinter mich zu bringen, aber leider gab es keine Nummern mehr und sämtliche Gänge waren vollgestopft mit Warteschlagen. Wie ich in einem Streit rausgehört habe, standen dort auch schon viele Menschen seit Stunden ohne Nummer, weil es ja keine mehr gab. Umsonst, denn ohne Nummer keine Impfung. Das klang logisch und von daher musste ich wieder von Dannen ziehen.


    Ich habe allerdings meinem Hausarztteam bereits eine e-mail geschrieben, dass sie mir den nächsten Termin nennen sollen, wann auch immer der ist, nehme ich mir dann eben auf der Arbeit frei.



    Ansonsten wurde ich eben in dem Parkhaus, von einer Oma angebrüllt, ich solle mal zusehen, dass ich aus meiner Parklücke komme, weil sie dort parken wollte. Leider KONNTE ich aber nicht aus meiner Parklücke heraus, weil auf der anderen Seite ein Mann ebenfalls in meine Parklücke wollte. Beide Autos fuhren so dicht an mich heran, beide wollten als erstes reinfahren, wenn ich rausfahre. Ich habe wirklich gedacht, ich bin im falschen Film, als die mich angemacht hat. Ich hab ihr gesagt, dass ich gerne wegfahren WÜRDE, aber wie sie sieht, KANN ich nicht daran vorbei. Ich könne ja schon mal losfahren, damit der Andere dann wegfährt. HÄ?! Sollte ich den wegschieben oder was? Ich hab dann einfach mein Auto ausgemacht, mir mein Kuchen, den ich mir zuvor gekauft habe, rausgeholt und ein Stück abgebissen und gesagt, ich fahre dann weg, wenn irgendjemand mich lässt.

    Daraufhin hat der Mann mich dann gelassen, weil er vermutlich Angst vor der Oma hatte....


    Ich werde mich jetzt hinlegen. Ich habe die letzten zwei Nächte so gut wie gar nicht geschlafen, ich bekomme einfach keine Ruhe in meinen Kopf.

    Gute "Nacht"....


    Cadda

  • Guten Morgen,


    ich bin ein bisschen seltener hier, weil ich dafür mehr Zeit meines Lebens im Testzentrum verbringe. Die Meisten hier wird es diebisch freuen :mrgreen:

    Ich nehme es sportlich, ganz nach dem Motto: "Den Letzten beißen die Hunde..." 8)


    Ich komme allerdings aus dem Staunen nicht mehr heraus. Wenn ich bisher in ein Testzentrum gefahren bin, musste ich logischerweise meinen Personalausweis vorzeigen. Völlig klar, denn wenn MIR ein negativer Corona-Test bestätigt wird, damit ich auf die Menschheit losgelassen werden kann, dann muss ja auch bewiesen sein, dass ICH da auch Diejenige bin, die getestet wird.

    Pünktlich zu den neuen Bestimmungen, dass ein Selbsttest nicht mehr ausreicht, um auf der Arbeit zu erscheinen, wurden die gesetzlichen Regelungen hinsichtlich des Vorzeigens des Personalausweises geändert. Dieser ist nun nicht mehr vorzulegen.

    Das bedeutet, ich fülle also meinen Zettel aus, lasse mich negativ testen, will meinen Personalausweis vorzeigen und dieser wird abgewehrt mit der Aussage "Nein, das Testen erfolgt ohne Vorlege des Ausweises". Ich hab dann gesagt, dass ich das ganz toll finde, weil dann könnte ich ja ab jetzt meine arbeitslose Freundin vorbeischicken, um mir MEIN negatives Testergebnis zu holen. Die Dame meinte "Ja, das können Sie und auch alle Anderen hier gern tun. Macht Sinn oder?" Ähm ja.....


    Ich habe nun schon überall um mich herum gehört, dass getrickst und geschummelt wird, wie verrückt. Da machen Leute Corona-Schulungen, unterschreiben die Selbsttests und kassieren pro Mal 10 Euro, um den Leuten die Zeit im Testzentrum zu ersparen.

    Also ganz im Ernst, dann sollen sie doch wirklich lieber den A...... in der Hose haben und sagen, es gibt den Impfzwang und fertig. Das ist doch eh schon ein Zwang, nur dass die Arbeitgeber jetzt die Marionetten des Ganzen werden, um das schön abzuschieben.


    Egal... ich werde mir nicht irgendwo eine Unterschrift holen und dafür Geld bezahlen oder andere Leistungen erbringen :mrgreen:

    Und ich werde auch keine Freundin mit Langeweile für mich ins Testzentrum schicken.

    Ich ziehe das jetzt durch, wie gesagt ganz nach dem Motto von oben :)


    Ansonsten geht es mir nicht so gut. Es kommt irgendwie gefühlt alles auf einmal. Aber ich bin dabei, die Baustellen nach und nach abzuarbeiten. Zumindest die, die ich abarbeiten kann.


    Der November ist irgendwie so schön und trist zugleich. Ich mag die Weihnachtsbeleuchtung und die Luft beim Spazieren gehen. Aber gleichzeitig ist das immer eine Zeit, wo ich meine Mutter wahnsinnig vermisse. Seit dem sie nicht mehr da ist, war Weihnachten nie wieder so wie früher. Ich weiß, dass es vielen, anderen auch so geht oder noch viel schlimmer. Trotzdem betrübt es mich oft. Dann ist es aber auch manchmal so, dass ich dadurch, dass ich in dieser Zeit viel an sie und auch an andere Personen, die mir nah standen und nicht mehr da sind, denke. Das zaubert mir dann auch manchmal ein Lächeln aufs Gesicht, weil es ja auch sehr viele schöne Geschichten gibt, an die man zurückdenkt. Bei meiner Mutter fällt mir das nicht schwer. Sie war so wahnsinnig gutherzig, hilfsbereit, lebensfroh und lustig. Da weiß ich gar nicht, an welche positive Sache ich zuerst denken soll.


    Was ich zuerst MACHEN soll, weiß ich hingegen sehr genau: Ich mache mir jetzt meinen zweiten Kaffee und lese hier mal ein bisschen im Forum.


    LG Cadda

  • Guten Morgen, Cadda,

    was du da über die neuen Bestimmungen im Testzentrum schreibst, lässt auch mich nur mit dem Kopf schütteln.

    Nachvollziehen kann ich diese Bestimmungen nicht.


    Was du über die Novemberzeit und deine Trauer über den Verlust deiner Mutter schreibst, kann ich gut nachvollziehen. Mir geht’s ganz ähnlich.

    Die Trauer zu empfinden tut weh. Manchmal schaffe ich es aber auch sie gedanklich für mich umzudrehen. Es sagt etwas über mich, meine Mutter und unsere Beziehung zueinander aus und auf gewisse Weise ehrt es meine Mutter (mich vielleicht auch?) und wird dem, wer sie war und was sie trotz allem, was geschehen ist, für mich getan hat, gewissermaßen gerecht. Insofern kann ich der Trauer, so weh Sie mir mitunter tut, auch etwas Positives abgewinnen.


    Ein zweiter Kaffee hört sich guuuut an. 😄


    Liebe Grüße

    AufderSuche

  • Das scheint da im Testzentrum ja zuzugehen wie auf dem Pferdemarkt. Die Leute sind halt alle am Limit, es fehlt an Personal, da fallen die Kontrollen wohl mal gerne unter den Tisch.


    Lustig war, als ich mein erstes Zertifikat einscannen wollte, da hat mich mein Handy auf eine Pokémon-Seite geschickt. Tolle Wurst. Also wieder hin zum Arzt, neues Zertifikat ausdrucken, Corona-Warn-App hat's nicht gebacken bekommen, dafür aber die CovPass-App. Das nächste Zertifikat kam vom Apotheker, war aber das falsche, da stimmte was mit der Numerierung nicht. Also wieder hin zum Arzt. Beide Apps meldeten erst einen Fehler, irgendwann hat es dann nach vielen Versuchen und Herumgewische irgendwie geklappt mit der Elektronik. Ich bilde mir ein, ein Handy bedienen zu können, aber das war wirklich ein Kampf. Wer da nicht so technikversiert ist, der hat dann halt das Nachsehen.


    Kontrollen kenne ich bisher nur aus dem Kino. Das läuft dann so, daß der Kontroletti kurz aufs Handy guckt, aber für Datum, Name und Personalausweis interessiert sich niemand. Man will ja die Kundschaft nicht verärgern. Im Prinzip könnte man also irgendeine präparierte Seite im Vollbildmodus anzeigen und kommt damit durch jede Kontrolle.

  • Zitat

    Im Prinzip könnte man also irgendeine präparierte Seite im Vollbildmodus anzeigen und kommt damit durch jede Kontrolle.

    In meiner Bäckerei umgehen sie das, indem sie einem den QR-Code anklicken lassen. Der QR-Code muß sich ja öffnen, damit die 2 oder 3 Impfungen angezeigt werden. Wenn sich nix öffnet, ist es ein abphotographiertes Bild. Aber das machen auch nicht alle Verkäuferinnen.


    Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Haha, bei meinem Bäcker sind alle ungeimpft, und die befreundete Kundschaft geht da ohne Maske ein und aus. Denn wie wir alle wissen, ist Corona ja nicht ansteckend, wenn man sich gut kennt. Außerdem kann man nicht mit EC-Karte bezahlen. Ich vermute, der Laden ist ein Fall fürs Gesundheits- und Finanzamt, aber Kaffee und Brötchen sind top.

  • Guten Aaaabend.


    Nein, das ist nicht untergegangen. Ich habe jetzt an allen 3 Tagen meinen Personalausweis angeboten und alle unterschiedlichen Mitarbeiterinnen sagten mir, dass die Vorlage des Personalausweises bei den Kontrollen im Testzentrum ohne Termin nicht mehr vorgeschrieben sind.

    Anders verhält es sich, wenn ich einen Termin online vereinbare. Mit der Reservierung des Termins fallen Kosten an und um diese in Rechnung stellen zu können, wird anhand des Personalausweises überprüft, ob die angegebene Adresse stimmt.

    Zur Kontrolle, ob es sich tatsächlich um die getestete Person handelt ist keine gesetzliche Bestimmung mehr. Das finde ich mehr als unlogisch.


    Linde, bei uns im Café scannen wir den QR-Code auch ein und überprüfen anhand des Personalausweises, ob es auch die Person ist.


    Gemäß gesetzlicher Bestimmungen dürfen wegen der Größe unseres kleinen Ladens nur wenige Leute gleichzeitig rein, der Rest steht in der Schlange draußen. Im Nebenraum darf aber eine Veranstaltung stattfinden mit sage und schreibe 40 Personen, weil sie ja geimpft sind. Sitzen dicht an dicht und könnten sich theoretisch munter anstecken, weil sie sich ja nicht testen lassen müssen.


    Das dann den Leuten zu erklären, die mit negativen Test abgewiesen werden, um einen Kaffee zu trinken, an dem sie allein am Tisch sitzen, das ist schon ein wenig unangenehm, wenn ich ehrlich bin. Aber gut, ich berufe mich dann immer freundlich darauf, dass das so vorgegeben ist und ich das nicht entschieden habe.


    Aufgrunddessen werden wir solche Veranstaltungen aber nicht mehr stattfinden lassen, auch wenn es erlaubt ist. Es wirkt sonst inkonsequent. Dieser Termin heute war aber schon lange gebucht und wir mochten ihn nicht so kurzfristig absagen.


    Hanseat, ich musste soooo lachen mit dem Pokémon!!! Das ist total gut :D

    Ich hab es übrigens mal gespielt. Peinlich irgendwie, aber ist nun mal so… :)


    ADS: Das was Du in Bezug auf die Trauer beschreibst, ist so wahr!! Danke für Deine Gedanken dazu. Ich hatte ein sehr, sehr enges und vor allem freundschaftliches Verhältnis zu meiner Mutter. Wir sind uns in vielen Sachen auch sehr gleich. Ich denke bei Schwierigkeiten sehr oft darüber nach, wie sie es wohl empfinden oder machen würde und ich kann es mir immer direkt beantworten. Oft handele ich ähnlich. Mir geht es gut dabei.


    Allerdings sind wir nicht in allen Dingen gleich. Sie war geduldiger und nicht so schnell auf 180. Daran arbeite ich nach wie vor und jetzt muss ich selbst etwas lachen, weil es mir gerade heute NICHT gelungen ist :mrgreen:


    LG Cadda

  • Guten Morgen,


    mal wieder eine Meldung von mir hier im offenen Bereich :) Ich bin ziemlich froh, dass ich das Thema Impfung hier nochmal angesprochen habe und auch auf der Arbeit wurde es natürlich zwangsläufig Thema wegen der neuen Anforderungen, arbeiten zu dürfen :mrgreen:

    Ich habe hier von Euch viele gute Gedanken mit auf den Weg bekommen, die meiner Entscheidung (die ich zugegebenermaßen ja auch treffen "musste") ein besseres Gefühl gegeben haben.

    Was ich auch ganz großartig fand war, dass mein Chef, also nicht der direkte Vorgesetzte, sondern der Geschäftsführer mich neulich gefragt hat, ob ich mal Zeit für ihn habe. Er kennt mich ja auch und meine Einstellung und weiß eben auch, wie ich ticke. Er wusste zwar schon, dass ich bereits einen Impftermin habe. Von daher hätte es ihm eigentlich egal sein können, was in mir vorgeht. War es ihm aber offensichtlich nicht und so haben wir eine Dreiviertelstunde gequatscht. Klar, auch über andere Dinge, aber hauptsächlich eben darum. Und er ist ein Mensch, der so unglaublich viel Ahnung hat. Ich hab ihn echt gefragt, ob er in seinem Parallel-Leben Virologe ist :mrgreen:

    Ich hab ihm zwei Mal gesagt, dass ich es ja nun auch mache und meine Entscheidung fest steht und ich mich eh nicht mehr davon abbringen lasse, auch wenn diese Testgeschichten inzwischen echt vereinfacht wurden. Aber was ich einfach toll fand war, dass es ihm darum ging, dass ich mit einem besseren Gefühl losziehe. Ich hab ihm erzählt, dass ich im privaten Bereich (ich meinte damit hier) schon viele Gedankenanregungen bekommen habe, aber trotzdem hat er sich echt nochmal ordentlich ins Zeug gelegt.

    Mal unabhängig von dem Thema hat mir dieses lange Gespräch nicht nur ein besseres Gefühl zum Thema Impfung gegeben, sondern vor allen Dingen ein sicheres Gefühl gegeben, dass ich für den besten Arbeitgeber der Welt arbeite :lol:

    Das sind einfach so gutherzige Menschen, die auch was bewegen wollen, ohne Geldgier und Machtgier wirklich schon viel dafür getan haben, dass die Welt ein kleines Stückchen besser wird, um es mal übertrieben auszudrücken. Es macht Spaß für solche Menschen zu arbeiten....


    Wobei es bei uns im Moment echt nervig ist. Neulich habe ich mich wirklich geärgert und wenn es nicht so schlimm wäre, würde ich eigentlich fast drüber schmunzeln, wie die Geschichte ausgegangen ist. Da waren knapp 10 Leute bei uns im Cafe und haben den Geburtstag einer Dame mit einem ausgiebigen Frühstück gefeiert. Thema des Vormittages war, dass sie es ja den Ungeimpften zu verdanken hätten, dass die Zahlen wieder so hoch sind. Irgendwie predigen das ja inzwischen sogar Menschen, von denen ich genau weiß, dass sie sich lediglich haben impfen lassen, damit sie besser verreisen können und ihre Ruhe haben, so haben sie es selbst damals gesagt. Genau die schimpfen jetzt am lautesten. Erinnert mich ein wenig an die Nichtraucher, die vorher geraucht haben was das Zeug hält. Jedenfalls war das großes Thema. Die Ungeimpften wären Schuld daran. Sie selbst haben wie gesagt mit 8 Leuten eng an eng gesessen, gelacht, sich umarmt und Küsse auf die Wangen verteilt. Ich hab mich die ganze Zeit gefragt, ob das deren Ernst ist.


    Nun kam jedenfalls gestern heraus, dass die eine Dame positiv war und nun zwei weitere Leute aus diesem lustigen, fröhlichen Beisammensein sich bei ihr angesteckt haben. Da frag ich mich wirklich, ob sie nun wenigstens mal eine Sekunde darüber nachdenken, ob vielleicht solche Situationen eben auch Schuld daran sind, dass es munter weiter nach oben geht mit den Zahlen.

    Eine Kollegin von mir tickt auch so. Sie hat neulich auch zu einer Kundin gesagt. "Tja, wem haben wir das alles zu verdanken". Ein paar Tage später hat sie gefragt, ob wir alle von der Arbeit aus uns nicht mal zu einer Adventsfeier treffen wollen, das wäre doch nett, so ein Spieleabend mit ganz vielen Leuten. Ihr Mann war im übrigen der Erste, der sich damals eine Maskenbefreiung geholt hat, weil er keinen Bock hatte, auf diese Sch.......". Wenn ich dann von solchen Leuten solche Aussagen höre, dann frag ich mich echt, ob sie wissen, was sie da eigentlich von sich geben. Das macht mich ehrlich gesagt wütend. Ich kann nicht oft genug wiederholen, dass ich mich auch nachdem ich meinen Impfschutz vollständig habe, weiterhin von Menschenmassen fern halten werde, mich weiterhin testen werde und brav und artig den kompletten Arbeitstag über meine Maske tragen werde.


    Ansonsten geht es mir so naja.... Ich habe viele Dinge um mich herum, die mich beschäftigen oder traurig machen. Ich versuche ganz doll, meinen Fokus auf die Dinge zu legen, die mich glücklich machen, aber es fällt mir momentan sehr schwer. Was mich wirklich freut (ich wollte erst schreiben "erstaunt", aber das trifft es nicht, denn es erstaunt mich nicht) ist, dass ich - egal wie schlecht es mir manchmal seelisch geht - absolut null Verlangen nach Alkohol habe bzw. nach dem euphorischen Gefühl der ersten Gläser, um gute Laune zu bekommen oder ähnliches. Das habe ich von Anfang an nicht gehabt. Es erstaunt mich aber wie gesagt nicht, weil ich einfach viel zu glücklich darüber bin, wie mein Leben jetzt ohne Alkohol ist.


    Ich fand die Diskussion über die Lebensmittel bzw. über die Dinge, die an Alkohol erinnern, sehr interessant. Bei mir ist es so, dass ich grundsätzlich einfach keine DInge zu mir nehme, die mich an Alkohol erinnern oder in denen offensichtlich Alkohol drin ist oder es nach Alkohol schmeckt. Dieser Satz von Carl Friedrich ist mir oft im Gedanken, ich glaube es war so was in der Art wie "ich hab mich früher nie an Balsamico betrunken" oder so ähnlich. Aber vom Grundsatz her sollte das ja aussagen, dass er es für ungefährlich hielt. So denke ich im Grunde genommen auch. Aber es gibt trotzdem so Ausnahmen, die zu diesem Gedanken irgendwie auch nicht passen. Da bin ich etwas hin und hergerissen. Ich esse also Tomate Mozzarella mit einem Klacks Balsamico. Damit hab ich mich nie zugeschüttet :) Aber ich habe mich auch niemals mit Eierlikör zugeschüttet und würde trotzdem keinen Eierlikörbecher essen.

    Aber wie gesagt, dass ich mir mein Hühnerfrikassee vom A...... selbst versaut habe, werde ich mir nie verzeihen ^^


    Irgendwo wurde noch Mate-Tee angesprochen. Den haben wir im Laden auch. Allerdings in keiner bierähnlichen Flasche. Von daher würde das für mich wieder gehen. Ähnlich wie die Fassbrause geschichte. Aus der Flasche nein. Wenn mir das jemand im Glas serviert mit Maracuja Geschmack, dann ja. Die Trigger sind halt echt unterschiedlich ausgelegt.


    Auf der Arbeit haben wir einen großen, selbstgebastelten Adventskalender. Ich hatte die 3 gezogen, also hab ich gestern mein Geschenk geöffnet. Es war das, worauf alle gehofft hatten, es bei sich zu finden. Eine richtig hochwertige Flasche Wein, 16 Euro. Sie ist direkt bei meiner Lieblingskollegin in der Arbeitstasche gelandet, bei der ich weiß, dass sie ihn gern trinkt und absolut null Probleme mit dem Trinken hat. Also nicht abhängig trinkt sie, sondern irgendwie ein Mal im Monat oder so was zum Essen.


    Mein erster Gedanke war, sie jemanden aus meiner Familie zu schenken, aber erstens möchte ich das nicht, weil sie eh zu viel trinkt und zweitens wollte ich gar nicht, dass diese Flasche überhaupt den Weg in mein Auto antritt. Also bin ich wirklich nur vom Kalender in den Personalraum, ab in die Tasche meiner Kollegin, die hat sich zum Feierabend gefreut und ich war den Müll los :mrgreen:

    Nun hoffe ich darauf, dass SIE dann irgendwann mal eine Tafel Schokolade zieht und vielleicht bekomme ich Die dann ja zum Ausgleich 8)


    Liebe Grüße


    Cadda

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