Von Rosa und Blauen Elefanten

Willkommen in unserem Forum : Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unter Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Für beide Gruppenbereiche kannst du hier Vorstellen und hier bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Salü miteinander


    Hatte soeben meine erste Einzelsitzung beim "Blauen Kreuz".


    Habe ihr vom Satz "Es reicht nicht, nicht zu trinken" erzählt... ein toller Satz, im Übrigen. Sagt eigentlich so ziemlich alles.


    Die Dame legte mir ein Bild von einem rosa Elefanten hin, und dann ein Bild von einem blauen Elefanten. Der rosa Elefant sei der Alkohol, und der blaue Elefant sei jetzt das, was ich tun müsse. (Neuropsychologie) "Weg vom Alkohol heisst (u.a.) nicht 'ich darf jetzt keinen Alkohol trinken', sondern 'Ich möchte jetzt lieber Orangensaft trinken'. Man soll keine negative Formulierung in welcher Alkohol vorkomme benutzen, sondern eine positive Formulierung. Denn es würde für das Gehirn keinen grossen Unterschied machen ob man etwas nicht macht, woran man denkt. Wenn man also dem Alkohol die Macht im Gehirn wegnehmen will muss man in Alternativen denken (und handeln). So verstehe ich einen Teilbereich dieses Satzes: "Es reicht nicht, nicht zu trinken"....


    Blaue Elefanten... sehe da Schwierigkeiten auf mich zukommen.. was ist mit der Band? Da wird Bier getrunken. Muss ihnen wohl sagen dass das zukünftig nicht mehr geht, oder ich muss Bandproben sausen lassen oder gar aus der Band austreten? Wie knallhart muss ich sein?


    Auch an Konzerten werden mir blaue Elefanten sehr schwer fallen. Seit Jahrzehnten machte ich alkoholisiert Musik. Heisst das, dass ich mein Bandleben an den Nagel hängen muss, weil's mich zu sehr triggert?

  • Hallo Flo,


    dein Post von gestern

    Zitat

    Die Grundbausteine habe ich mir gestern bereits reingezogen. Guter Stoff. Und so einleuchtend korrekt. Ich werde sie leben!


    Gestern Euphorie und heute schon die ersten Zweifel ? Alkoholfreies Umfeld ist gerade in der Anfangszeit einer der wichtigsten Bausteine.

    Zitat

    was ist mit der Band? Da wird Bier getrunken. Muss ihnen wohl sagen dass das zukünftig nicht mehr geht, oder ich muss Bandproben sausen lassen oder gar aus der Band austreten? Wie knallhart muss ich sein?

    Ich weiß das die Sucht ungestoppt tödlich endet . Knallhart oder ?


    Im ersten Jahr empfehle ich alles zu meiden was mit Alkohol zu tun hatte. Diese frei werdende Zeiten aber nicht absitzen sondern mit neuen trocken Aktivitäten besetzen. Hast du eigentlich auch Hobbies die nichts mit Alkohol zu tun haben ?


    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

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    Wer will findet Wege , wer nicht will, findet Gründe !

  • Hm... habe eher Ängste... oder zumindest Fragen. Meine Zweifel bestehen nicht darin, mein Vorhaben abzubrechen, nein. Die bestehen darin, wie weit ich andere damit belästigen soll... ich hab ein Problem mit Verlassenwerden und mit Einsamkeit.. (werd ich therapieren, hab den Termin schon)


    Also du empfiehlst, der Band klipp und klar mitzuteilen: lasst Euer Bier zu Hause, oder ich werde nicht in die Probe kommen? Ok, werd ich machen.


    Wie ist es mit Konzerten? Schau... Musik ist mein allergrösstes Hobby. Ich muss dieses Hobby irgendwie alkoholfrei bekommen, sonst fehlt mir mein Lebenselixier... aber ich kann nicht alle Konzertbesucher dazu ermahnen dass ich weggehe, wenn ich sie mit einem Bier oder sonstwas sehe... hm.... das muss ich irgendwie mit mir selber aushandeln.. meine Frage: ist sowas realistisch?

  • Zitat von Hartmut


    Hast du eigentlich auch Hobbies die nichts mit Alkohol zu tun haben ?


    Also ein Hobby wie Lesen, Malen, alleine Musik machen... das kann ich sehr wohl ohne Alkohol machen, oder? Also... wenn ich jetzt beim alleine Musizieren ein Bier getrunken habe, liegt es dann drin, dass ich mich insofern umprogrammiere, dass ich halt ne Cola, oder Gummibärchen bereit habe, und trotzdem Klavierspielen darf?...


    Was anderes ist es mit Hobbies, welche man nicht alleine durchführt... da muss ich - so Deine Worte, welche ich akzeptiere und umsetzen werde - mein Umfeld sensiblisieren, ehrlich sein, kommunizieren, und durchgreifen, wenn ich nicht auf Verständnis und angepasste Verhaltensweise stosse....

  • Hallo Floh


    Zitat

    Die bestehen darin, wie weit ich andere damit belästigen soll... ich hab ein Problem mit Verlassenwerden und mit Einsamkeit..

    in einer gefühlten Einsamkeit kamen mir die besten Ideen die ich nie am Tresen gehabt hätte. Belästigen? Ich denke mal so. Deine Musik hat auch nicht jedem gefallen aber sie war nicht schädlich für dich.


    Und Menschen die mir nahe standen/stehen belästige ich nicht, die waren froh das ich nicht mehr Saufen musste. Zudem du am Ende immer alleine bist mit dir. Ohne ein gesunder Egoismus wird es schwer trocken zu werden/ bleiben.


    Natürlich sind da auch alte Saufkumpanen die es nicht so ernst nehmen, weil sie ja dann automatisch auch ihr Trinkverhalten überprüfen . Da ist es doch einfacher dir alles madig zu machen ,damit du schön wieder ins Boot zurück kommst.

    Zitat

    umprogrammiere, dass ich halt ne Cola, oder Gummibärchen bereit habe, und trotzdem Klavierspielen darf?...

    solange ich meine Umprogrammierungen in einem alkoholfreies Umfeld mache dann hat das gepasst. Finde ich gut das du dir Gedanken machst. Ich hatte auch wieder angefangen Sport zu machen . Vielleicht gibt es noch was bei dir, was du bevor du gesoffen hast, gemacht hattest ?


    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

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    Wer will findet Wege , wer nicht will, findet Gründe !

  • DANKE HARTMUT!! Wollte Dir das zwar per PM schreiben, konnte aber nicht, bin erst Basis-Mitglied.


    Ich habe soeben begonnen mein Umfeld zu informieren. Also die Band weiss jetzt seit 10 Minuten was Sache ist. Partnerin wusste es gestern schon. Jetzt kommen dann die Verwandten dran.


    Sport... würg... ich war früher mal sportlich... das wäre dann wohl "next level"... sowas wieder auszugraben. Wer weiss, unser neues Dorf (sind umgezogen) bietet eine Vielfalt an Vereinen, und ich fahre gern mit dem Fahrrad.

  • Hallo Florian,


    ich habe früher gerne beim PC Zocken gesoffen... das wollte ich auch nicht aufgeben,


    Habe aber ganz klar den Leuten mit denen ich gespielt habe gesagt: wenn ich merke mir wirds zuviel bin ich raus, egal welchen Endgegner ihr grade macht, mein Leben ist mir wichtiger.


    hat bisher gut funktioniert, würde ich heute etwas anders formulieren ;)


    Wenn du halt merkst dass du beim Klavierspielen Saufdruck verspürst ware meine Empfehlung: "die Situaition verlassen" also aufstehen, eine Runde um den Block oder durchs Treppenhaus, dabei nen Liter Wasser runterspülen und durchatmen, mich dann Fragen ob ich ins Zimmer/ans Klavier zurück will ... (nicht denken, dass ich muss oder ob ich sollte sondern ob ich WILL) und wenn ich will (und mir nicht was anderes einfällt das ich mehr will, dann würde ich wieder zurück gehen.


    Das klappt bei mir ganz gut (und auch immer öfter "nur" im Kopf wenn ich grade nicht rausgehen kann)

  • und BTW.


    Radfahren ist ein tolles Hobby ;) wie siehts mit "Radpendeln" aus, ich mache seit ich mein neues Rad haben 20km/eine Strecke, jeden Tag (aber nur wenn ich will)...


    Hat alles ganz viel damit zu tun auf sich selbst zu hören und sich im kleinen klar zu warden was man eigentlich möchte.

  • Salü Barthell


    Radpendeln ist zwar ne gute Idee, aber die muss warten bis es wärmer ist. Bei Kälter mit dem Rad, da hab ich null Lust darauf. Ausserdem muss ich es erst wieder herrichten. Naja... alles wohl Ausreden. Muss mir das durch den Kopf gehen lassen... gesund wäre es auf jeden Fall.

  • Hallo Florian & Willkommen im Forum! :D


    Also, ich würde das Fahrrad jetzt herrichten. Das lenkt ab & hilft andererseits, seinen Kopf zu sortieren.
    Nicht umsonst hat jede Entwöhnungseinrichtung Ergotherapie im Programm.

    Die Mühen der Gebirge liegen hinter uns.
    Vor uns liegen die Mühen der Ebenen. (Bert Brecht) 8)

  • Also ich würde auch sagen, das das Herrichten des Rades auch schon ne prima Sache ist.
    So hast Du was sinnvolles zu tun, und Du kannst das Ergebnis auch sehen und greifen (Erfolgserlebnis)
    Dann baust Du Dir noch nen schicken Bonanza-Sattel plus Lenker dran und diese bunten Spiralen um die Bowdenzüge... oder macht man das heute nicht mehr 8) ??
    So hast Du auch noch ein nettes Einkauferlebnis mit dem Gefühl, was Gutes für Dich getan zu haben :wink:
    Hat auch ab und zu was für sich, so ein kleines Einkäufchen :wink:


    LG Sunshine

  • Ach so, nötiges Fahrradzubehör gibt es ja auch im Baumarkt ! :idea:
    Hach, ist das nicht das Paradies schlechthin für einen Mann?
    Im Baumarkt sein und auch noch Fahrradkram kaufen zu können.
    MEHR geht einfach nicht !! :P:lol:


    LG Sunshine

  • Ach menno.... habe erfahren dass mein befristeter Arbeitsvertrag nicht verlängert werden wird. Schlägt mir voll auf meine Laune. Es ist mir gar peinlich... und ich habe etwas Mühe, mir diesen Misserfolg einzugestehen. Gut ist, dass ich nicht "den anderen die Schuld" gebe, sondern die Fehler bei mir sehe... aber es zieht mich schon recht runter. Hat einiges davon abgehangen, und das verpufft jetzt einfach in's Leere, ins Unerreichbare... wie überaus doof. Und das gerade jetzt, da ich noch nicht wirklich tolle Nehmerqualitäten vorweisen kann.


    Eigentlich macht's mich traurig, dass mein Plan nicht aufgegangen ist..

  • Moin Florian,



    das tut mir sehr leid, deine Enttäuschung kann ich verstehen.


    Pass jetzt gut auf dich auf, lass die Flasche stehen, du bist auf einem guten Weg, geh ihn weiter.


    Lass hier Dampf ab.


    LG PB

    Nichts ist schlimmer als die Weltanschauung derer, die sich noch nie die Welt angeschaut haben.

  • Hallo Flo,


    das ist übel und das gerade zur Zeit als du einen trockenen Weg eingeschlagen hast. Achte nun auf deine Gedanken an Alkohol und sehe es nicht als aussichstlos. Denn das wäre Futter für das kranke Hirn. Schreibe alles auf was dir da durch den Kopf geht.


    Ist zwar kein Trost aber den Job hättest du auch als aktiver Alkoholiker verloren.


    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

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    Wer will findet Wege , wer nicht will, findet Gründe !

  • Mir tut das auch leid, gerade jetzt, wo Du die Kurve kriegst. Aber wer weiß, wofür das gut ist. Du wirst mit Deiner Motivation, Dein Leben zu verändern, bestimmt bald irgendwo einen Neuanfang angehen können. Deine Trockenheit ist jetzt das Wichtigste!!!

  • Schön, dass ich das darf.... bin eben leider etwas der "verkriecher"-Typ... sitz im halbdunkeln Büro zu Hause, sollte Lektionen vorbereiten und krieg grad nix auf die Reihe.. *g*... aber Flaschen anzufassen scheint keine Option zu sein. Haben noch Bier im Keller, das werf ich bei Gelegenheit noch weg - jetzt hab ich grad null Bock drauf, Alkohol überhaupt zu sehen, ich ignorier den jetzt einfach. Hatte das Bier eh völlig vergessen, dass da noch was rumsteht. Nervt eigentlich...

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