Ehefrau eines Quartalstrinkers sucht Hilfe

Willkommen in unserem Forum : Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unter Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später hier dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • hallo,


    ich würde die neueste nehmen.


    Bitte frag dich mal, wofür du die Suchtfibel haben möchtest?

    Für dich zur Info, oder suchst du noch weitere Ansatzpunkte um besser helfen zu können?

    Es wäre verständlich, bringt dich aber leider keinen mm weiter. Fang an, dich und dein Kind in den Mittelpunkt zu stellen.

    Mir hat mal eine Beraterin in der Suchtberatung gesagt, es sei der Größenwahnsinn der COs, wenn sie glauben helfen zu können.

    Ich war natürlich stocksauer, aber rückblickend muß ich sagen, sie hatte recht.

    Es fällt so schwer zu akzeptieren, das man nicht helfen kann.


    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Für mich zur Info. Um vielleicht einiges besser verstehen zu können. Ich bin jemand, der alles wissen muss, um mit etwas ok zu sein. offene Fragen zermürben mich. Das war schon beim Studium so, das alle genervt waren, weil ich immer hinterfragt habe warum etwas so und so ist und jeder fragte, kannst du das nicht einfach so hinnehmen? Nein kann ich nicht, und das genauere Verständnis hat dann auch zu den einen geführt, weil ich mir Dinge dann erklären oder herleiten konnte, die anderen gefehlt haben...

    Vielleicht bleibt ein Stück Hoffnung, irgendwas hilfreiches zu finden,.aber eigentlich möchte ich für mich klar bekommen, wie ein alkoholkranker tickt, warum er was kann oder nicht kann, um für mich zur Ruhe zu kommen. hoffe das war verständlich...

  • ich kann dir nur empfehlen, lies es ohne Hintergedanken der Hilfe.

    Ich arbeite seit 40 Jahren auch in diesem Bereich, und es hat mich vor nichts geschützt.

    Allein der Gedanke ich kenne mich aus , hielt mich in falscher Sicherheit und später wurde die Verzweiflung nicht helfen zu können immer größer.

    Ich wußte ja alles, aus den Büchern usw. Das mußte ich ja nur richtig umsetzen.

    Pass auf dich auf.

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Liebe Blume,

    weil ich immer hinterfragt habe warum etwas so und so ist und jeder fragte, kannst du das nicht einfach so hinnehmen? Nein kann ich nicht, und das genauere Verständnis hat dann auch zu den einen geführt, weil ich mir Dinge dann erklären oder herleiten konnte, die anderen gefehlt haben...

    darin erkenne ich mich auch schon ein Stück weit wieder. Ich habe auch gern Antworten auf meine Fragen und auch Spaß an der Recherche. Ich denke nur, dass ich als Nicht-Abhängige die Sucht nicht verstehen kann. Wir können unserem Gegenüber nur bis vor die Stirn schauen. Alles was sich dahinter befindet, entzieht sich unserem Blick, auch wenn wir uns manchmal anderes einreden wollen.


    aber eigentlich möchte ich für mich klar bekommen, wie ein alkoholkranker tickt, warum er was kann oder nicht kann, um für mich zur Ruhe zu kommen. hoffe das war verständlich...

    Hm, ich glaube, mit dem Ansatz wirst Du schlecht zur Ruhe kommen, weil sich immer neue Fragen auftun. Wir reden hier von der Psyche eines anderen Menschen. Ich kann vielleicht Handlungen, Einstellungen, Worte eines Menschen, mit dem ich lange zusammen bin, erahnen, aber warum er was kann oder nicht, wird sich mir sicher nicht erschließen, denn ich bin ja ich mit meinen eigenen Erfahrungen, Prägungen, Neigungen, die niemals mit denen meines Gegenüber übereinstimmen. Wie schon gesagt, hatte ich vor 9 Jahren gleiche und ähnliche Fragen und wollte meinen Mann unbedingt verstehen. Heute bin ich mir sicher, dass ich das nicht kann. Das bestätigt sich auch immer wieder, wenn ich meine Tochter sehe. Sie sieht mir unwahrscheinlich ähnlich und ich hab sie groß gezogen und trotzdem sieht sie Dinge so anders als ich bzw. manches was sie denkt und tut kann ich nicht verstehen. Das muss ich auch gar nicht. Sie muss zufrieden sein mit ihrem Leben. Wie würde es sich für dich anders herum anfühlen? Stell Dir vor, jemand versucht auf Biegen und Brechen rauszubekommen, wie Du tickst, damit er zur Ruhe kommt. Ist das ein gutes Gefühl für Dich?


    Ich habe in der Zeit vor 9 Jahren versucht, mein Herz zu ignorieren und den Kopf bestimmen zu lassen. Hat mehr schlecht als recht funktioniert, aber mit der Zeit konnte ich mich auf andere Dinge als ihn fokussieren und es ging mir besser damit. Nach ca. 1,5 Jahren konnte ich ihn dann innerlich wirklich loslassen. Das war ein gutes Gefühl. Wir sind immer noch in Liebe zusammen, aber wir wissen um die Verantwortung für uns selbst.


    sonnige Grüße

    Lütte

  • Ich glaube das "verstehen wollen" bezieht sich meist auf die inneren Kinder, die die Enigma knacken wollen.

    Wenn ich dies und jenes so und so verstehe, kann ich ja im Umkehrschluss dieses und jenes machen, um ihn zu retten / heilen / überzeugen.

    Wenn sich jemand Heroin spritzt, wollen wir doch auch nicht verstehen, was die Beweggründe fürs Nadelsetzen sind. Wir wissen, Drogen = Sucht. Wir wollen das gar nicht nachvollziehen / verstehen, warum jemand sowas macht. Warum will man das dann bei dem Partner, der Alkoholiker ist? Auch hier, Drogen = Sucht. Und auf der Suche nach Millionen Antworten läuft man außerdem Gefahr, sich selbst viel tiefer in die Abhängigkeit / Spirale / Karussell zu steigern. Ich habe das und das gelesen, wenn ich dann dies und so mache, könnte ich ihn vielleicht beeinflussen. Und am Ende hat man viel unnötige Zeit und Energie verschwendet.


    Sei mir nicht bös, Blume. Aber ich denke dein persönlicher Perfektionismus an dieser Stelle wird dich in den emotionalen Selbstruin stürzen.


    XLausi

  • Dante

    Hat das Thema geschlossen
  • Dante

    Hat den Titel des Themas von „Ehefrau eines Quartalstrinkers sucht hilfe“ zu „Ehefrau eines Quartalstrinkers sucht Hilfe“ geändert.
  • Hallo liebe Blume!


    Ich schreibe dir mal in deinen Thread, ich habe aufmerksam im Vorstellungsbereich mitgelesen. Ich verstehe deine Aufregung über den rauen Ton aber so rau ist der Ton gar nicht sondern durchaus berechtigt. Nur so kann man erst jemanden dazu bringen der ein Alkoholproblen hat (oder meint es zu haben) jetzt mal genau nachzudenken was Sache ist. Er gibt ja an daß er von sich der Meinung ist zuviel zu trinken und meiner Meinung nach meldet er sich im Forum um Hilfe zu bekommen.


    Wenn jemand ernsthaft gegen seine Sucht tun will gehört als allererstes eine Entgiftung unter ärztlicher Aufsicht dazu. Bei einer Entgiftung kann es zu lebensgefährlichen Komplikationen kommen deswegen ist es so wichtig den Entzug entweder im Krankenhaus oder unter enger ärztlicher Aufsicht zu machen. Alles andere ist ein kalter Entzug den viele Alkoholiker immer wieder praktizieren und sich damit in Lebensgefahr begeben. Meinen alkoholkranken Mann hat ein kalter Entzug das Leben gekostet. Es kommt dabei nicht auf die Trinkmenge an ob es zu Komplikationen kommt oder nicht.


    Ich hatte auch beruflich viel mit Suchtkranken zu tun und weiß aus Erfahrung daß ein Alkoholiker der trocken werden will einen sehr weiten Weg vor sich hat. Es gehört ja nicht dazu daß er einfach aufhört zu trinken sondern er muß nach und nach sein Suchtgedächtnis überschreiben, lernen verschiedene Situationen in denen er zur Flasche gegriffen hat zu umgehen usw. Er wird sich oft stark verändern das ist aber auch wichtig und richtig.


    Wir als Co-Abhängige neigen ja dazu dem kranken Partner gut zuzureden, Drohungen auszusprechen die man dann doch nicht einhält usw. oder man versucht zu ergründen was im Kopf eines Suchtkranken vorgeht. Meistens scheitert man kläglich und die Jahre gehen ins Land, nichts ändert sich und selber wird man immer kränker dabei.


    Alkoholismus ist eine schwere Krankheit die auf Dauer zu schweren körperlichen und psychischen Schäden führen kann und kann nur dann gestoppt werden wenn der Kranke einsieht daß er ein Suchtproblem hat und sich Hilfe sucht. Dieses Hin und Her was viele praktizieren führt zu nichts. Warum jemand suchtkrank wird weiß man nicht so genau aber es hinterfragt ja auch niemand warum jemand herzkrank wird, es muß auf jeden Fall behandelt werden.


    Es hat hier alles seine Richtigkeit es geht ja auch darum jemanden aufzurütteln damit er an sich arbeiten kann das gilt für uns Co-Abhängige genau so. Wie soll es uns besser gehen wenn wir drehen und wenden und doch nichts verändern wollen.


    LG Marie

  • Liebe Marie,


    Ich kann das verstehen was du meinst. und es wird auch alles ok sein was ihr macht. Ich bin halt nicjt Alkoholkrank und sehe es aus meiner Sicht, das mag was anderes sein. Ich finde halt trotzdem und das ist eigentlich der einzige Punkt, dass man jemanden hier nicht sofort abweisen sollte, wenn er nicht gleich zum arzt geht. hinweisen, Offen und klar reden, auf jeden fall! und wenn man nach einiger zeit das gefühl hat, derjenige trinkt z.b. weiter oder ist uneinsixhtig oder sowas, kann man ja immer noch sagen, hier endet jetzt erstmal der Weg bei uns.

    Wenn ich an meinen mann denke, dann denke ich, er würde hier auch abgewiesen, weil er nun gerade den Punkt auch nicjt erfüllt. Aber vielleicht hülfe es ihm ja zusätzlich hier (also rein hypothetisch). Er ist bei der suchtberatung und geht wöchentlich zur selbsthilfegruppe, bekennt sich erstmalig zu seiner Sucht.

    Es fühlt sich hier so extrem stringent an, aber es gibt doch auch manchmal noch was dazwischen. Ich könnte es im live Gespräch glaube ich besser rüber bringen was ich meine. Ich bin bei euch, Arzt Besuch ist extrem wichtig, Begleitung zu haben. Aber das abweisen fand ich recht hart, grade bei Sonne denn mein Eindruck war, dass sich da ziemlich was in ihr getan hat und sie wirklich Hilfe hier gesucht hat. Nun gut, es ist wie es ist und ich bin auch nicjt böse oder sowas. Wollte einfach mal meinen Eindruck bzw. Meinung sagen, auch wenn dies vielleicht sogar komplett falsch ist. Alles ist gut

  • Hallo Blume52,


    Meinungen sind Ok und da sind wir dankbar. Ich habe es auch nicht für schlimm empfunden. Jedoch verlassen wir uns lieber auf Erfahrungen .


    Was meinst du was wir hier in den letzten 17 Jahre an Erkenntnisse sammeln konnten, was eventuell ein neuer User, der das erste Mal hier aufschlägt, gar nicht erfassen kann? Einfach mal emotionslos darüber nachdenken.


    Aber ist es nicht auch ein CO- Indiz dich für andere einzusetzen, obwohl du selbst Hilfe benötigst? Schaut ein CO lieber woanders hin als auf sich selbst?


    Ich bin kein CO und das sind ernst gemeinte Fragen.

    Gruß Hartmut

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    Wer will findet Wege , wer nicht will, findet Gründe !

  • Liebe Blume!

    Aber das abweisen fand ich recht hart, grade bei Sonne denn mein Eindruck war, dass sich da ziemlich was in ihr getan hat und sie wirklich Hilfe hier gesucht hat.

    Ich kenne Sonne nicht und kann es daher schlecht einschätzen wie ernst es ihr war, das soll jetzt aber keine Unterstellung sein. Solche Vorstellungen habe ich schon viele gelesen und nach einigen Beiträgen waren die Leute wieder im www. verschwunden. Gerade deshalb ist es auch so wichtig daß bestimmte Regeln eingehalten werden wer an einem Punkt angekommen ist daß er wirklich Hilfe sucht wird sich nicht gegen die Regeln sträuben.


    Dazu gehört eben daß er zu seiner Sucht steht und sie auch erkennt. Er kann ja im Forum im Vorstellungsbereich weiterschreiben wenn er möchte.

    Ich war auch mal co-abhängig und habe anfangs wie du gedacht. Seitdem habe ich viel an mir gearbeitet und sehe vieles anders. Manchmal denke ich mir auch wir bräuchten manchmal eine klare Ansage ;) weil wir so lange nicht erkennen was bei uns selber so schief läuft, aber das nur mal am Rande :)


    Wenn du länger hierbleibst wirst du aber auch vieles erkennen und das tut gut und erleichtert. So nun ist es aber gut!


    LG Marie

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