Ehefrau eines Quartalstrinkers sucht Hilfe

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Liebe Tami,

    sorry das ich jetzt erst antworte, aber im Moment ist bei mir grade die Hölle los (also zeitlich gesehen, bin sehr eingespannt). Aber ich möchte dir jetzt trotzdem kurz ein paar Worte da lassen.


    Wie so oft hoffe ich, dass ich die richtigen Worte finde, und es nicht zu gemein rüber kommt oder ich jemanden verletze; aber das erste was mir bei Deinem Beitrag durch den Kopf ging war, oh nein, ich möchte eigentlich gar keinem Mut machen, weil sich derjenige sonst an eine falsche Hoffnung klammert... Nun ist es ja bei uns ersten schon mal so, dass ja noch gar nicht gesagt werden kann, ob das alles so bleibt (also, warum an etwas Hoffnung hängen, wo der Ausgang doch auch noch ungewiss ist...?). Mut könnte es meiner Meinung nach wenn überhaupt machen, wenn ich hier in 2 Jahren berichte, mein Mann ist immer noch trocken.

    ABER zweitens, jede Konstellation, Partnerschaft, Alkoholkrankheit, also das gesamte Gefüge ist so individuell, dass man meiner Meinung nach gar keine Vergleiche ziehen kann; man sollte sich besser an Fakten halten, oder daran, wie ist es derzeit gerade bei Dir (nicht bei mir). Zum einen habe ich überhaupt nicht das Gefühl, dass dein Mann an der Stelle ist, an der mein Mann vor 6 Monaten war. Was ich da lese ist, ich will nicht mehr trinken und ich schaffe das alleine. Fakt ist da eher, dass das alle Alkoholiker irgendwann mal sagen bzw. sogar oft sagen. Aber kurze Zeit später kommt er ja schon wieder "hackedicht aus seinem Zimmer" wie du schriebst. Wäre das so bei uns gewesen, wäre ich weg gewesen!

    Mein Mann kam nach seinem Absturz, als er mit ärztlicher Begleitung (also unsere Ärztin, die uns seit langem betreut, wusste Bescheid, sie hatte ihm auch ein Medikament zur Verfügung gestellt) angefangen hatte zu entgiften und wieder einigermaßen nüchtern war von sich aus auf mich zu und sagte mir, dass er mir und dem Kind das so nicht mehr antun möchte, und dass er jetzt alles an Hilfe annehmen möchte, um dauerhaft nüchtern zu bleiben. Er hat dann den Termin bei der Suchtberatung gemacht und er ist dann in die SHG gefahren usw.

    Ja, vielleicht gehören wir zu den glücklichen, die es dauerhaft schaffen werden, aber die Statistiken sprechen da nun mal auch eine eindeutige Sprache; nämlich dass das eher selten ist (und ich glaube den alten Hasen hier da einfach mal). Das ist zum Beispiel auch ein Grund, warum ich eher vorsichtig optimistisch bin. Aber ja, natürlich bin ich das auch irgendwie, denn wenn ich dauernd nur negativ denken würde, das klappt sowieso nicht, dann wird das durch meine negative Energie zusätzlich erschwert (ich setze mich seit kurzem auch mit dem positiven Denken/der Autosuggestion auseinander und höre da ein Hörbuch; vielleicht kennt es jemand, kurz gesagt, wenn ich meinem Unterbewusstsein positive Sachen eingebe, dann werden die auch passieren. Andersrum, wenn ich immer nur negativ denke, dann tritt das auch mit hoher Wahrscheinlichkeit ein "self fulflling prophecy")

    Puh, jetzt bin ich etwas weit abgedriftet... was ich dir eigentlich sagen wollte, schau nicht darauf, ob es vielleicht doch bei euch klappt, was du doch eventuell noch tun könntest, damit dein Mann trocken wird usw.

    Du solltest Deinen Weg, den du eingangs in deinem Thread auch genannt hast, weiter verfolgen. Wie gehe ich meinen Weg alleine... Konto eröffnen hast du ja schon gemacht; Wohnung suchen, mache dir ein eigenes schönes Leben. Und sollte dann dabei bei rum kommen, dass dein Mann aufwacht und es dann doch schafft trocken zu werden: Wunderbar! Wunderbar vor allem für ihn! Vielleicht dann auch wunderbar für Euch; aber das kann man jetzt auch nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, dass ihr dann einfach mit Eurer Ehe weitermacht. Das würde sich dann aber zu gegebener Zeit zeigen, ob es noch ein Wir geben kann. Aber da seid ihr ja noch nicht!!! Also darüber keine weiteren Gedanken machen, sondern auf heute, morgen, übermorgen usw. schauen und Schritte gehen!

    ich hoffe, ich habe dich jetzt nicht nur demotiviert sondern auch motiviert ^^

    VG Blume

    Lieben Gruß,

    Blume


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    Steve Jobs

  • Hallo blume,


    es freut mich sehr für Deinen Mann und auch für Dich, dass er diesen Weg gegangen ist und auch weiter geht.

    Mein Lebensgefährte, der ebenfalls Alkoholiker ist, befindet sich derzeit bei seinen Eltern und macht dort einen ärztlich überwachten Entzug, da er ab sofort auch abnstinent leben will.

    Ob es bei Ihm wirklich Klick gemacht hat, wage ich noch zu bezweifeln. Auch er denkt wohl noch, dass er es alleine schaffen kann, was ich allerdings nicht glaube. Derzeit haben wir uns vorerst getrennt, da ich Abstand brauche.

    Ich wünsche Euch beiden alles Gute.


    LG Sutera

  • Danke dir, blume52. Insgeheim spüre ich schon, dass du Recht hast. Ich brauche einfach noch Zeit, mein Gespür einzuordnen und danach zu handeln. Fakt ist, dass ich durch eure Begleitung hier gefühlt 1000 Schritte weiter gekommen bin. Und dafür danke ich euch von Herzen. Es hat so sein sollen, dass mein persönlicher Tiefpunkt am 5 11 2021 erreicht war und ich es erkannt habe. Gegen den Alkohol habe ich keine Chance, so weh diese Erkenntnis mir tut.

  • Nach ca. 1,5 Jahren konnte ich ihn dann innerlich wirklich loslassen. Das war ein gutes Gefühl. Wir sind immer noch in Liebe zusammen, aber wir wissen um die Verantwortung für uns selbst.

    Entschuldige wenn ich nur das aufgreife, aber was bedeutet es, innerlich loszulassen und dennoch in Liebe zusammen zu sein?

    Innerlich loszulassen in Form von Abgrenzung? Was er tut geht mich nix an bzw. liegt in seiner Verantwortung?

    Wenn ihr gemeinsam etwas unternehmt und er trinkt, gehst du?

    Solche Gedanken mache ich mir gerade. Ich kann nicht "loslassen" und ihn verlassen, wenn ich damit etwas aufgebe, was ich so noch nie hatte und was so intensiv ist.

  • Hallo MaBee,

    du hast ein Zitat von Lütte bei mir eingefügt und dazu was gefragt. Leider kann ich die Frage daher also nicht beantworten, da der Inhalt ja nicht von mir stammt.

    Wenn Du aber auch eine Frage an mich hattest, immer her damit :)

    Ich lese immer noch täglich hier im Forum mit, komme aber leider wirklich aus Zeitgründen überhaupt nicht mehr dazu im Moment, mich mit Beiträgen zu beteiligen. Manchmal möchte ich so gern was schreiben, aber bis ich dann abends das Kind im Bett habe, fehlt mir wieder die Energie, mich noch an den PC zu setzen (über Handy tippen finde ich meeega anstrengend).

    Aber jetzt habe ich mir mal eben mit Laptop geschnappt und wollte mal eben antworten.


    Dein eigener Thread war mir sofort auch aufgefallen und bei dir hätte ich sogar gerne was geschrieben, denn es gibt ein paar Ähnlichkeiten zwischen dem Trinkverhalten deines Partners und meines Mannes; bzw. meines Mannes als er noch trank, denn er ist nun bald seit 10 Monaten abstinent (auf dem Weg zu einer hoffentlich stabilen und dauerhaften Trockenheit). aber wie gesagt, die Zeit...


    Bis bald

    Lieben Gruß,

    Blume


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    Steve Jobs

  • ja, das Problem mit der Zeit verstehe ich und kenne ich ja selbst. Momentan komme ich nicht mal jeden Tag dazu hier zu lesen.

    Ich versuche mich etwas mehr abzugrenzen. Er ist alt genug, muss wissen was er tut, wir wohnen ohnehin getrennt und sehen uns nur am Wochenende. Weiß noch nicht so recht wie es funktionieren kann und ob er tatsächlich Abstinent sein möchte. Das ist auch sicherlich nicht sehr einfach wenn man sich in einer Welt bewegt in der eine Menge Bier dazugehört... Wir lieben beide Metal, Konzertbesuche, Festivals und Abende mit Freunden in geselliger Runde. Das gibt es quasi nicht ohne Alkohol.

    Ich selbst möchte dieses Umfeld aber auch nicht noch mehr missen.

  • Hallo ihr Lieben,


    heute melde ich mich mal wieder mit unserem Meilenstein :)


    Seit nunmehr einem Jahr ist mein Mann trocken. Ich freue mich sehr für ihn, aber auch für uns und natürlich unser Kind. Ich bin sehr dankbar, dass wir zu den wenigen gehören, die dieses Glück erleben dürfen. Natürlich bleibt aber immer mal wieder die Angst, der Alkohol könnte in einem schwachen Moment stärker sein und unser harmonisches Leben wieder zerstören. Aber ich versuche positiv zu sein; mit jeder wackeligen Situation konnte ich mein Vertrauen in meinen Mann stabilisieren. Ich bin noch lange nicht bei 100 Prozent (ich weiß aber auch gar nicht, ob das überhaupt jemals so sein wird; hat man doch wirklich schlimme Dinge und Enttäuschungen und Verletzungen an der Seite eines Alkoholikers erlebt), aber ich habe ein gutes Vertrauen entwickelt und bin nicht mehr ständig in Habachtstellung oder Sorge.


    Ich lese natürlich immer noch täglich hier im Forum mit (komme aber einfach zeitlich nicht dazu, mich intensiv einzubringen; denn wenn ich was schreibe, soll das auch vernüftig sein, und nicht nur kurz dahin geschrieben) und bin immer wieder schockiert und manchmal auch wütend (wütend in Bezug auf die Kinder, die sich nicht wehren können und dem weiter und weiter ausgesetzt sind), was sich doch einige Partner alles gefallen lassen und immer noch nicht das Weite suchen. Und das meine ich todernst! Ich bin auch geblieben, würde jetzt natürlich sagen, aber bei uns war das was anderes. Ich habe es gespürt, dass mein Mann das schaffen kann, er muss nur einsehen, dass er Alkoholiker ist. Und das sagt natürlich jeder... Aber es war schon so, dass ich bei dem letzten Absturz mich hier angemeldet habe, weil ich wusste, so geht es für mich auf keinen Fall weiter, denn meinem Kind möchte ich das ersparen. Ich hatte begonnen mir Hilfe zu holen und war zu der Entscheidung gekommen, dass ich mich trennen werde. Ich kam nur nicht mehr dazu, eine Trennung auszusprechen weil mein Mann mir zuvor kam und mir mitteilte, dass er mir und dem Kind das nicht mehr antun möchte und er alle Hilfe in Anspruch nehmen wird, damit er nie wieder trinkt. Ja, das war vorher noch nie so und ich habe ihm diese Chance gegeben. Und er hat sie (bisher) genutzt. Er war schon vorher ein unglaublich fürsorglicher und liebevoller Vater, aber mit tagelangen Aussetzern alle fünf bis sechs Wochen. Das war nicht mehr tragbar für den Kleinen; nun kann er fast 365 Tage im Jahr von seinem Papa profitieren. Möge Gott weiterhin seinen Beistand und Kraft schenken!


    Trotzdem kann ich nur jedem Partner von einem Alkoholiker/in eindeutig sagen: Geht bitte, für Eure Kinder!!! Sie können sich nicht wehren und werden in den meisten Fällen verhaltensauffällig oder psychisch krank und tragen diese Last ein Leben lang mit sich rum. Wenn ich hier von angeblichen Rückfällen lese, die bereits drei Tage nach der Entlassung aus dem Krankenhaus passierten, kann ich nur den Kopf schütteln. Was ist denn daran ein Rückfall.... und trotzdem wird weiter gemacht und die Kinder hintenan gestellt. Oh man, mich macht das oft ziemlich traurig was ich hier lese...


    So, das war es aber jetzt erstmal von mir, habt eine gute Nacht

    Lieben Gruß,

    Blume


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    Steve Jobs

  • Trotzdem kann ich nur jedem Partner von einem Alkoholiker/in eindeutig sagen: Geht bitte, für Eure Kinder!!! Sie können sich nicht wehren und werden in den meisten Fällen verhaltensauffällig oder psychisch krank und tragen diese Last ein Leben lang mit sich rum. Wenn ich hier von angeblichen Rückfällen lese, die bereits drei Tage nach der Entlassung aus dem Krankenhaus passierten, kann ich nur den Kopf schütteln. Was ist denn daran ein Rückfall.... und trotzdem wird weiter gemacht und die Kinder hintenan gestellt. Oh man, mich macht das oft ziemlich traurig was ich hier lese...

    Hallo Blume52,


    dem möchte ich mich uneingeschränkt anschließen. Danke!


    MfG ein Betroffener

  • Guten Abend,

    ich möchte heute mal wieder etwas in mein Tagebuch hier schreiben und natürlich auch loswerden. Und da ich keinen anderen Thread dafür "kaputt" machen möchte, tue ich das lieber in meinem...

    ich bin gerne hier im Forum; aber ich finde es manchmal wirklich nicht gut, wie neue, meistens Alkoholiker, behandelt werden bzw. unter Druck gesetzt werden. Ich hatte das schonmal ins Gespräch gebracht und dann gut sein lassen, weil ihr viele Argumente dafür habt. ich finde es auch total in Ordnung, auf alles hinzuweisen, gerne auch mit Nachdruck. Aber was heute z.B. bei Angik stellenweise geschrieben wurde fand ich sehr anmaßend. Es wurde alles gesagt, Cadda war meiner Meinung nach die einzige, die gut reagiert hat, Angik melde dich wieder, wenn du beim Arzt warst, mehr ist hier grad nicht zu sagen. Aber das andere? na dann nimm man noch Pfingsten und Fronleichnam usw. mit, finde ich voll daneben. Und ja, ich weiß, ihr habt eure Erfahrungen und wisst es alles besser, aber nochmal, jeder ist unterschiedlich, vielleicht braucht jemand auch ein paar Tage um das alles klar zu bekommen. Ich finde das ist nicht unsere Entscheidung. Das auch kein kalter Entzug hier diskutiert wird und davon nichts geschrieben werden soll, auch völlig klar und in Ordnung! Aber lasst doch jedem sein Tempo oder seine Entscheidung. Ich höre so oft, lasst den Alkoholiker doch, er ist frei in seiner Entscheidung, wenn er sich totsaufen will, dann kann er das tun, denn es ist seine Entscheidung und Verantwortung. Ja! Aber gilt das nicht genauso für die die hier ankommen, und nicht haargenau euren Empfehlungen folgen? Es ist doch dann ihre Entscheidung ob sie sich der Gefahr aussetzen wollen. Und wenn sie noch ne Runde drehen müssen um irgendwann dann erst soweit zu sein, auch ihre Entscheidung. Gesagt ist ja immer alles, genug Ratschläge und Tips werden gegeben, aber was derjenige draus macht, bleibt doch seine Entscheidung. Auch wenn die Alkoholkrankheit in ihren Mustern oft ähnelt sind die Menschen trotzdem unterschiedlich! Der harte Ton der für den einen wichtig und gut ist, ist aber nicht für alle gut! Nicht alle Alkoholiker sind hartgesottene, die das schon vertragen. Manchmal braucht es auch einen anderen Weg oder Ton!


    Und an dieser Stelle möchte ich auch noch was anderes loswerden. Respekt wird hier doch eigentlich groß geschrieben, das finde ich toll! Aber dieser sollte dann auch jedem gelten und wenn jemand verletzt wird, sollte das thematisiert werden und bitte auch nicht öffentlich geschrieben werden dürfen. Ich als bekennende Christin und Katholikin fand es sehr verletzend und sogar unverschämt, dass hier von jemandem (ich möchte den Namen jetzt nicht nennen, weil ich ihn nicht diffamieren möchte) geschrieben werden durfte "ich traue den Katholiken nicht" und weiter dann aber empfiehlt, sich trotzdem bei dem nicht vertrauenswürdigen Volk Hilfe zu holen, weil dafür taugen sie dann vielleicht unter Umständen eventuell was. Die Caritas leistet großartige Arbeit! Ebenso viele andere Menschen in der Kirche! Nicht alle, nein, das ist leider so, es gibt auch einige unchristliche Gestalten, aber die gibt es überall. Ich schreibe ja auch nicht, ich traue den Heiden und ungläubigen nicht! Was wäre das für eine Botschaft an Euch...? Denn die meisten hier sind ja nicht gläubig.

    Und was unterscheidet uns Katholiken von den Evangelischen Mitbrüdern und -schwestern? warum sind nur die Katholiken vertrauensunwürdig...? Also ich finde diese Aussage wirklich sehr daneben.


    Ansonsten geht es mir und uns gut; ich mache nun seit vier Wochen mehr Sport und habe meine Ernährung umgestellt und hoffe nun, das ich das nun endlich in den Griff bekomme. Endlich kann es auch mal um mich gehen; eine schlimme Zeit liegt hinter mir und uns, aber es entwickelt sich immer noch alles gut und wird immer besser. Frohe Pfingsten!


    Gelobt sei Jesus Christus!

    Lieben Gruß,

    Blume


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    Steve Jobs

  • Liebe Blume,

    Endlich kann es auch mal um mich gehen; eine schlimme Zeit liegt hinter mir und uns, aber es entwickelt sich immer noch alles gut und wird immer besser.

    das liest sich sehr schön!


    Hm, ja ich kenne das schon auch, dass manche Beiträge hart klingen, oder pieksen. Bei den Alkoholikern halte ich mich oft raus, da fehlt mir die Erfahrung. Außer es betrifft mich in meiner Co-Expertise. Ich kenne auch das Gefühl, jemandem verteidigend zur Seite springen zu wollen. Weil ich Angst habe, dass die Person es nicht aushält. Das ist aber mein Problem und nicht das der Betroffenen. Mir hilft es dann die Beiträge nochmal zu lesen und dabei die Stimme in meinem Kopf umzustellen. Dann klingt es meist schon ganz anders. Geschriebene Kommunikation ist halt eine Herausforderung.


    Zu den Verallgemeinerungen, ähnlich. Mein Berufsstand wird häufig über einen kamm geschert und sogar als Schimpfwort verwendet. Ich kann mich davon abgrenzen weil ich weiß wo ich stehe und wie ich meine Arbeit mache und es mir gut damit geht. Kann aber auch sehen, dass es strukturell richtig blöd läuft und ich auch nicht alles gut finde was da läuft. Ich muss deswegen nicht den gesamten Berufsstand verteidigen.


    Was ich sagen will, lass es nicht so nah an dich ran. Du bist ja wegen dir hier und weil du für dich was mitnehmen willst. Wenn sich jemand beleidigt fühlt, kann er/sie das schon mitteilen und eigene Konsequenzen ziehen. Genauso kannst du für dich entscheiden, inwieweit du dich da "reinziehen" lässt.


    Wünsche dir ein schönes Pfingstwochenende und vielleicht hast du ja mal Zeit für ein längeres Update wie es dir zuhause geht. Wenn du magst.

    LG, Anni

    Alles was man über das Leben lernen kann, ist in 3 Worte zu fassen: es geht weiter.

  • Hallo Blume,


    danke für deine Gedanken!

    Auch ich empfinde oft mit den neuen Freunden so, wie du schreibst.


    Doch irgendwann hat man sich den Mund fusselig geredet und trotzdem folgt eine Ausrede nach der anderen. Manchmal ist auch ein etwas robusteres Wort nötig, wenn überhaupt keine Einsicht in das eigene Tun ersichtlich ist.

    Ich habe liebe Freunde erlebt, die es Tag um Tag hinauszögerten, sich endlich zum Arzt zu bewegen und dann tot in der Wohnung lagen. Sowas möchte ich nicht wieder erleben.


    Wo ist da die Freiheit der eigenen Entscheidung, wenn nur noch Sucht aus einem spricht und dann ein Tod folgt, der vermeidbar gewesen wäre? Dein zustimmendes "Ja!" für diese Entscheidung sich totzusaufen finde ich bedenklich.


    LG Peter

  • Hallo Anekan,

    Danke für deinen Beitrag. Aber ich muss das wirklich richtig stellen, weil das hier auch schnell unterstellt wird (also nicht von dir sondern ist früher schon passiert) da spricht die co abhängigkeit oder ich muss jemanden verteidigen. Nein, dem ist ganz und gar nicht so. Ich muss hier keinen verteidigen denn es ist mir im Endeffekt relativ egal, wenn derjenige die Hilfe nicht in Anspruch nimmt! Das ist sein oder ihr Problem und belastet mich in keinster Weise. Von daher stimmt der Satz auch gar nicht, ich soll das nicht so nah an mich ran lassen, tue ich nicht! Ich habe auch keine Angst, auch nicht ob derjenige das aushält. Nichts davon trifft zu, wirklich nicht…

    Ich finde es reicht aufzuklären, das wird ja schon meist in endlosen Beiträgen gemacht. Und Ratschläge und tips sind auch wichtig! Aber dieses stellenweise extreme eindringen, aufdrängen und stellenweise die Wortwahl finde ich nicht für jeden angebracht. Und wir wissen ja nicht, welche Persönlichkeit dahinter steht. Jeder ist doch anders !!! Der eine braucht den harten Gang, der andere eher das einfühlsame. Und jeder soll doch hier offene Tür haben und wieder kommen können. Aber ich kann verstehen wenn einige das nicht mehr tun, und das finde ich nicht ok. Durch einige Beiträge oder Wortwahl wird die Hilfe absurdum geführt…

    Und das finde ich einfach schade denn ich weiß, wie hilfreich dieses Forum sein kann! Und meiner Meinung nach hilft es auch durchaus jemanden da abzuholen, wo er steht und nicht immer nur Schema f jedem überstülpen.

    Es gibt Moderatoren, die machen und können das ganz wunderbar, zu merken, wann ist es genug, die ausgestreckte Hand da lassen aber die Person ihren Weg gehen lassen, egal wohin er führen mag. Das ist meiner Überzeugung nach effektiver als immer noch mal drauf und harte Realitäten oder was auch immer auf den Tisch zu knallen, weil man selber auch nur so den Schuss gehört hat. Nein, so tickt nicht jeder!


    Trotzdem danke für deine Zeit um mir eine liebe Antwort da zu lasen ♥️

    Lieben Gruß,

    Blume


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    Steve Jobs

  • Hallo Peter,

    Dein zustimmendes "Ja!" für diese Entscheidung sich totzusaufen finde ich bedenklich.

    Bitte richtig lesen! Das sind oder waren nicht meine Worte und Gedanken…

    Lieben Gruß,

    Blume


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    Steve Jobs

  • Guten Morgen Blume!


    Ich höre so oft, lasst den Alkoholiker doch, er ist frei in seiner Entscheidung, wenn er sich totsaufen will, dann kann er das tun, denn es ist seine Entscheidung und Verantwortung. Ja! Aber gilt das nicht genauso für die die hier ankommen, und nicht haargenau euren Empfehlungen folgen? Es ist doch dann ihre Entscheidung ob sie sich der Gefahr aussetzen wollen.


    Deine Gedanken kann ich natürlich nicht erkennen. Aber deine Worte kann ich lesen und ich lese daraus das, was ich schon vorher dazu geschrieben habe.

    Es geht nicht darum, den "Empfehlungen haargenau zu folgen", Blume. Wir bieten hier unsere Erfahrungen, um sich auf einen neuen und besseren Lebensweg zu begeben. Jeder und jede kann sich daraus nehmen, was aus diesem großen Schatz an Erfahrungen hilfreich ist.

    Im betreffenden Fall gibt es einen Grund nach dem anderen, um vielleicht später mal aktiv zu werden. Deshalb schrieb ich auch: "Hier schreibt die Sucht aus dem Menschen." ... Das ist lebensgefährlich. Darum meine sehr deutliche Sprache und darum vermutlich auch die Reaktion.


    Viele Grüße

    Peter

  • Und jeder soll doch hier offene Tür haben und wieder kommen können. Aber ich kann verstehen wenn einige das nicht mehr tun, und das finde ich nicht ok. Durch einige Beiträge oder Wortwahl wird die Hilfe absurdum geführt…

    Und das finde ich einfach schade denn ich weiß, wie hilfreich dieses Forum sein kann! Und meiner Meinung nach hilft es auch durchaus jemanden da abzuholen, wo er steht und nicht immer nur Schema f jedem überstülpen.


    Hallo Blume,

    Ja, hier fallen mitunter Worte, die hart sind und auch Menschen wieder aus dem Forum treiben. Das kann mehrere Gründe haben. Einer davon ist, das derjenige noch nicht so weit ist, sich vom Suff zu verabschieden.

    Ein anderer, das jemand hier tatsächlich mit der Wortwahl nicht zurecht kommt und woanders besser aufgehoben ist.


    Es gibt Moderatoren, die machen und können das ganz wunderbar, zu merken, wann ist es genug, die ausgestreckte Hand da lassen aber die Person ihren Weg gehen lassen, egal wohin er führen mag. Das ist meiner Überzeugung nach effektiver als immer noch mal drauf und harte Realitäten oder was auch immer auf den Tisch zu knallen, weil man selber auch nur so den Schuss gehört hat. Nein, so tickt nicht jeder!

    Liebe Blume, Du hast die Sucht nicht am eigenen Leib erlebt, von daher kannst Du bestimmte Reaktionen nicht nachvollziehen, sorry wenn ich das so deutlich schreibe.

    Ich sehe in den Reaktionen etwas anderes als Du, nämlich große Sorge. Man möchte einfach nicht, das ein anderer Mensch sich totsäuft. Und versucht alles, um ihn davon abzuhalten.

    Angi hat über ihren Zustand berichtet, viele erkennen sich darin wieder und wissen von daher, wie es um sie steht. Sie müsste ganz dringend ins KH allein aufgrund der eigenen Beschreibung ihres Zustandes.

    Auch bei mir bimmeln alle Alarmglocken wie verrückt, denn mir ging es ähnlich wie ihr.

    Mir wurde im KH gesagt, das ich nur noch 2-3 Wochen zu leben gehabt hätte, hätte ich weiter gesoffen.


    Und Blume, es stimmt NICHT, das ein abhängig Trinkender noch wirklich eigene Entscheidungen treffen kann, ob er weiter saufen will oder nicht.

    Und es ist auch eigentlich falsch, wenn wir hier sowas schreiben, nur können wir auch niemanden vom Saufen abhalten.

    Ein nasser Alkoholiker trifft nicht mehr allein klare Entscheidungen, denn seine ganze Denke ist triefend nass, der Alkohol bestimmt eigentlich die Entscheidungen, nicht mehr der Säufer.

    So war es jedenfalls bei mir.


    LG Sunshine

  • Und das finde ich einfach schade denn ich weiß, wie hilfreich dieses Forum sein kann! Und meiner Meinung nach hilft es auch durchaus jemanden da abzuholen, wo er steht und nicht immer nur Schema f jedem überstülpen.

    Wenn ich anfange jemand da abzuholen wo er gerade steht muss ich erstmal wissen wo er steht. ;)


    Ich weiß jedoch, wenn hier Alkoholiker aufschlagen und nicht entgiftet sind ,es keinerlei Kompromisse geben darf und jedes zu harte Wort dazu noch zu weich ist. Es liegt in der Entscheidung des Users, da gebe ich dir recht. Aber solange er diese nicht trifft, braucht es auch vorerst keinen weiteren Austausch.


    Ist ja der Vorstellungsbereich. Es hat nichts damit zu tun das wir den User abstrafen sondern andere User davor schützen so eine unverantwortlichen kalten Entzug nachahmen zu wollen.

    Gruß Hartmut

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