Willkommen in unserem Forum : Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unter Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Hallo und ein guten Tag.


    Ich konnte mit den alten Titel nicht mehr soviel anfangen. Er passt zu 2011. Heute habe wir 2021 und meine letzten Jahre waren trocken aber nciht einfach.

    Zwei Themen würde ich gerne hier hin mitnehmen.




    Das ist vom Oktober 2017



    Nach langer Zeit hier zu schreiben ist immer wieder ungewöhnlich für mich. Einiges ist bekannt, anderes wieder vollkommen neu. Wie Personen oder Eindrücke oder auch einfach Erfahrungen.

    Selbst für mich gibt es jeden Tag immer wieder noch etwas dazu zu lernen. Sei es um mich selbst weiter zu bringen oder auch immer noch von Anderen etwas neues zu erfahren, zu erlernen.

    Dazu kommen die vielen Eindrücke, die ich mitnehme, wenn ich auf anderen Seiten lese.

    Die Fremden Personen rücken dann ein wenig näher und werden zu Bekannten, Wegbegleiter und irgendwann vielleicht zu Freunden; auch

    wenn es virtuell ist.

    Das bewegt mich, auch nach einer Pause, immer wieder hier zurückzukommen. Die Pausen brauchte ich, um soziale Kontakte zu knüpfen (fern vom Alkohol) und um nicht immer nur am PC zu sitzen und zu lesen, sondern auch um die gewonnenen Erfahrungen zu leben.

    Das tat ich allerdings erst nach einem Jahr trocken sein. Hier fühlte ich mich sicher und gut aufgehoben so 2008 als ich mich hier anmeldete.

    Ich war bzw. bin (heute auch noch) ja nicht mehr abgestumpft, sondern eigentlich neu geborene worden, die ohne Alkohol sich wieder neu erfinden oder das eigentliche "Ich" kennen lernen musste, um am Leben wieder teilzunehmen.


    Mein wieder kommen


    Hallo guten Tag.


    Lang, lang ist es her . Seit 01.05.2008 trocken und bis heute geblieben. Habe mich mit vielen Tiefs und Hochs ins Jahr 2021 geschoben, gelebt oder wie immer ich es beschreiben soll. Ich bin Älter geworden; auf jeden Fall. Noch immer trocken; auf jeden Fall . Klar und Reifer im Kopf ,hmmm, ich lerne immer noch dazu und bin für vieles offen; nur nicht zum Alkohol.


    Hier im Forum konnte ich alle Facetten unserer Krankheit lesen und bei jeden einzelnen miterleben, wie es gut wurde oder nach einem Fall wieder

    neu aufgestanden wurde. All das half mir, ohne Alkohol zu leben, nein falsch, zu leben. Den mit Alkohol ist kein Leben.

    Den 1. Schritt trocken zu werden, tat ich wegen oder für meine Tochter. Den 2. Schritt für mich, weil ich Leben wollte.


    Jetzt sind viele Tiefs und Hochs hinter mir und ich bin noch im Leben; weil ich trocken geblieben bin.


    Wenn ich in meinem Thread lese, frage ich mich, bin ich das?! Und ja das bin ich und ich freue mich, den Weg gegangen zu sein.


    Das klingt jetzt echt geschwollen. Aber so bin ich. Wenn ich glücklich und zufrieden bin, muss ich es sagen, schreiben oder mitteilen.

    Leider schaffe ich es bis heute nicht jeden Tag die Waage zu halten. Wenn es hoch oder tief geht, dann aber auch gleich ganz hoch oder tief.

    Aus meinen Hochs habe ich mich glücklich und zufrieden gemacht und die Tiefs konnte ich mit klaren Kopf bewältigen. Die Abstinenz hilft mir

    dabei, Probleme anzugehen und zu bewältigen. Der nächste Tag sieht ganz anders aus, wenn es klar ist.


    Ich bin eine positive denkende und lebende Person geworden. Dabei haben mir ganz viele hier im Forum geholfen.


    Ich bin dankbar wieder hier zu sein. Leider konnte ich mich wegen anderer Baustellen hier nicht mehr austauschen. Ich hatte keine Zeit dazu.

    Auch nach so langer Zeit Pause, wünsche ich mir einen Austausch.

    Danke

    Wir sind, was wir denken.

    2 Mal editiert, zuletzt von carolinefeifer () aus folgendem Grund: Ich habe ein neue erffnet n Titel gewählt. 2. wichtige Punke aus dem alten Thema waren mir wichtig.

  • Hallo Caro,


    ich erinnere mich noch gut an Dich! Schön, dass Du wieder hier bist und noch schöner, dass Du jetzt schon auf so viele trockene Jahre zurückblicken kannst.
    "Ich bin eine positive denkende und lebende Person geworden" - das gefällt mir besonders gut!! :)


    Viele Grüße
    Sue

  • Hallo Caro,


    ich weiß nicht, ob wir in der Vergangenheit schon zusammen geschrieben haben, aber ich freue mich jedenfalls, dass du hier am Austausch teilnehmen willst.


    Das Bedürfnis, zu sagen, dass ich mich heute als glücklichen Menschen betrachte, habe ich übrigens auch. :)


    Dir weiterhin alles Gute, ein schönes Wochenende und einen netten Gruß!


    Thalia

  • Hallo Sue,


    ich erinnere mich auch an dich. :) Es freut mich , dass du noch hier bist.




    In erster Linie bin ich ja für mich hier. 13 Jahre trocken leben hinterläßt Spuren. Positives aber auch negatives. Das Negative für mich, sind die Eindrücke,

    die ich hinterlassen habe, bei Personen aus meinem Umfällt, als ich noch trank.


    Ich hatte die Möglichkeit und die Kranft, mich dem zu stellen. Es war nicht einfach aber nötig.

    Mein Umfällt besteht heute und jetzt, aus meiner Familie. Davon ist eine gegangen.

    Leider sind auch 2 gute Freundinnen gegangen, die ich in den letzten 4 Jahren kennen lernen durfte.


    Das alles macht etwas mit mir. Es verändert mich und die Sicht auf die Dinge. Wieder Gut machen kann man nichts. Man kann auch die Vergangenheit

    nicht ändern, sich aber dem Stellen. Nicht um Pluspunkte zu sammel, sondern anderen zu helfen.


    Leider kann ich nicht zum Unsiversum sagen - Hallo ich habe es begriffen, schick mich zurück - , zu spät.


    Ich hatte die Möglichkeit, mich meiner Vergangenheit zu stellen. Dafür bin ich Dankbar.


    Caro

  • Hallo und guten Morgen.


    Heute ist ein guter Tag. Ich bin aufgewacht, mir geht es gut. Etwas raus gehen und spazieren. Einen Besuch machen und mich freuen.

    Ich hoffe die S Bahn streikt heute nicht wieder, damit muss ich fahren.


    Ich habe gestern hier viel gelesen. War enttäuscht und traurig.Aber das ist Okay. Das darf auch sein. Mir ist viel durch den Kopf gegangen.

    Warum ich hier wieder gekommen bin und was ich mir erhoffte. Die Annahme, hier wieder anzuknöpfen und mit Hilfe der Gruppe auch

    andere Bausteine zu bewältigen war von mir eine zu hohe Erwartung.


    Es hat sich vieles verändert. Viele sind noch hier und tauschen sich aus. Sind wiedergekommen. Das spricht für Vertrauen in diese Selbsthilfegruppe.

    Deshalb bin ich ja auch wieder hier. Vertrauen. Meine persönliche Gedanken habe ich ja hier hinterlassen. Und das ist gut so. Ich möchte auch weiterhin hier schreiben und mich austauschen, nur nicht ganz so persönlich, dass ist mir zu öffentlich.


    Ich bin seit 13 Jahren trocken und bleibe es auch. Das steht an erster Stelle. Ich habe auch noch meinen Notfallkoffer und die Grundbausteine

    sind mir auch noch sehr gut in Erinnerung geblieben. Nun, der Alkohol ist aber nicht der einzige Baustein, welcher mich wieder hier zurück in die

    Selbsthilfegruppe brachte.

    Neben Alkohol muss ich andere Punkte bewältigen, tiefe Trauer, meinen Unfall, Schuldgefühle ohne wieder in eine

    Depression zu fallen. Meine Annahme die Gruppe könnte mich auch dabei unterstützen, war wohl falsch.

    Und auch das ist Okay.


    Ich werde mal schauen, nach einer Gruppe, die sich und Maskenpflicht trifft oder Online da ist. Mit der Zeit werde ich bestimmt auch dort

    vertrauen. Bitte nicht Mißverstehen, ich suche keine anders Forum. Das wird hier meine einzige Selbsthilfegruppe sein und bleiben.

    Ich werde nur nicht alles hier lassen und nicht so oft schreiben.

    Ich hoffe, das geht so weit in Ordnung.


    Baustellen konnte ich mir nicht aussuchen, aber einen Weg finden, damit zu leben.


    Ich wünsche euch einen schönen Tag und bleibt gesund.


    Gruß Caro

  • Guten Abend,


    ich hatte heute einen guten Tage. So wie das Wetter heute; sonnig aber auch etwas regnerisch. Mit Regenschirm ging das.


    Meine starke Angst vor einen Rückfall stößt mich immer wieder mal aus meiner Linie; aus mein aufgebautes - wie ich annehme - gut eingerichtetes Leben.

    Diese Angst steckt seit von Beginn meiner Trockenzeit in mir. Gegen meine Ängste habe ich eine Therapie gemacht und 2017 ging es mir recht gut damit.

    Meine Familie steht hinter mir, kann aber den Umfang, einer Alkoholsucht gar nicht

    richtig erfassen. Bis auf Betroffene.


    Im Dezember 2017 habe ich eine pflegebedürftiges Familienmitglied bei mir aufgenommen und versorgt. Die Zeit dafür hatte ich und auch die Stärke.

    Die Stärke bleibt aber nicht auf Dauer. In dieser Zeit fand ich Unterstützung in der AG für pflegebedürftige Angehörige. Dort konnte ich mich austauschen und meine Ängste verarbeiten und diesen Schutzschirm. Anders kann ich das nicht beschreiben.


    Es half mir, trotz allem Schwierigkeiten, die eine Pflege mit sich bringt, liebevoll zu bleiben und meine Trockenarbeit im Auge zu behalten.


    Letztes Jahr im September verstarb die Person. Zurück blieb Trauer; Schuldgefühl und Angst. Die Kraft ist dabei ganz schon raus, nicht die Geistige aber die Körperliche. 2019 hatte ich noch einen Unfall und kann seit dem nicht mehr richtig Sport machen.


    Joggen geht nicht mehr, schnelleres Gehen habe ich heute wieder ein wenig geschafft.


    Die Gruppe fehlt mir. Seit Corona konnte wir uns nicht mehr treffen. Heute hatte ich ein gutes Gespräch. Ich kann zwar nicht mehr zur Gruppe gehen, aber Kontakte können wir pflegen, wenn auch wenig; Zeitmangel.


    Ich fühle mich wohl stark und habe auch meine Glücksmomente, durch die ich Kraft schöpfen kann.


    Die Angst eines Rückfalls bleibt, wenn viele Dinge auf einmal auf mich zustürzen.


    Ich achte auf meine Gedanken, denn nur sich führen mich zu Handlungen, die ich nicht

    möchte.


    Gruß Caro

  • Hallo Caro,


    magst Du beschreiben, warum Du solche Angst vor einem Rückfall hast? Du scheinst ja über all die Jahre sehr an Dir zu arbeiten und Dich mit der Krankheit zu beschäftigen, so dass Du doch immer ein wachsames Auge darauf hast. Warum vertraust Du Dir da nicht genügend, so dass die Angst verschwindet?


    Schnelleres Gehen finde ich eine gute Alternative zum Joggen :)


    LG Cadda

  • Die Angst eines Rückfalls bleibt, wenn viele Dinge auf einmal auf mich zustürzen.

    Nun liest sich das nicht gut. Hat irgendwie den Touch das du einen Rückfall als Alternative im Kopf hast. Das ist meiner Erfahrung heraus nicht zu unterschätzen. Hast du irgendwie bemerkt, dass du dein Verhalten oder sich dein Denken verändert hat? Oder läuft diese Angst schon immer mit?


    Nun habe ich mich jahrelang immer wieder mit der Loslösung vom Alkohol beschäftigt. Nicht das physische, das ist lange her, sondern die psychische Loslösung. Nichts was geschieht mit Alkohol in Verbindung zu bringen. "Nasse" Gedanken, wenn sie mal aufkommen in die Ecke des kranken Hirns geschoben.

    Gruß Hartmut

    ---------------------


    Wer will findet Wege , wer nicht will, findet Gründe !

  • Hallo Cadda, Hallo Hartmut,


    spontan kann ich erstmal nur sagen; die Angst kam ohne Ankündigung und ohne sie näher zu definieren.


    Ich musste eure Fragen mehrmals lesen, um zu difinieren; in mich gehen.

    Oder läuft diese Angst schon immer mit?

    Wenn ich ganz in mich gehe, muss ich ja sagen. Eine Angst war wohl schon immer da, in der Kindheit, im Berufsleben, als alleinerziehende Mutte, als

    Hamster im Arbeitsrätchen, da war der Alkohol gut um die Angst zu unterdrücken. Ich war schon immer ein introvertierter Mensch, konnte nie auf

    Menschen zu gehen, sei den Vorträge halten. Alkohol, so meinte ich, machte mich zu einen sozialumgänglichen und mutigen Menschen.

    Ich verlor die Angst. Meinte ich.

    magst Du beschreiben, warum Du solche Angst vor einem Rückfall hast?

    Mein Tiefpunkt half mir den Schritt ohne Alkohol zu gehen und ich fand hier her. Das lesen bei den Langzeittrockenen zeigte mir, dass es auch ohne Alkohol geht aber auch was passiert, wenn ich weiter trinken würde. Ich hatte wirklich Glück. Die Erkenntnis, was aus mir geworden wäre, machte mir das 1. Mal Angst vor einen Rückfall. Ich wusste und weiß es jetzt auch, ich kann nicht mehr aufhören, ich würde sterben.


    Ich habe es geschafft, bis jetzt, mit meinen Ängsten umzugehen. Mein Leben neu aufzustellen und nicht mehr so sein zu wollen, wie andere mich gerne hätten.


    Ich glaube, weiß es aber nicht, dass der Tod meiner Mutter im letztem Jahr etwas auslöste, was ich jetzt nicht mehr mit ihr aufarbeiten konnte.

    Ich bin nicht bei ihr aufgewachsen, sie lebte 19 Jahre mit einem Alkoholiker zusammen, bevor sie sich trennte.

    Als ich sie pflegte hatte ich eine verbitterte Co-Abhängige fremde Frau vor mir. Mehr kann ich jetzt nicht dazu sagen.


    Ich fühle mich an die Anfänge versetzt. Nicht denken, sich bewegen viel trinken und meine Ängste überwinden.

    Ich habe das Gefühl etwas von mir verloren zu haben.


    Mehr geht heute nicht mehr.

    Danke fürs lesen und antworten.


    Gruß Caro

  • Guten Morgen.


    Gestern habe ich hier viel zu viel geschrieben. Immer stark zu sein, fällt mir im Augenblick nicht leicht.

    Ich habe sogar vergessen, mich gestern hier abzumelden. Bin spazieren gegangen um meinen Kopf frei zu bekommen.

    Der wenige Austausch den ich hatte, war auch nicht gerade gut für mich. Mein Arztbesuch gestern hat mir gut getan.

    Da konnte ich ein wenig los lassen. Heute kann ich auch noch mal zu Gespräch gehen.

    Streß abbauen und das eine vom Anderen trennen.


    Hat irgendwie den Touch das du einen Rückfall als Alternative im Kopf hast.

    Kann das sein? Durch Streß? Damit muss ich mich auseinander setzen. Alkohol ist keine alternativ um Streß abzubauen.


    Nicht das physische, das ist lange her, sondern die psychische Loslösung.

    Ich glaube da muss ich etwas tun. Das ist wieder aufgetaucht.


    Ich brauche einen Austausch und auch Wege aufgezeigt. Vielleicht anderen als vorher. Denn ich habe mich ja auch verändert.


    Danke


    Gruß Caro

  • Guten Morgen.


    Meine Ängste sind mir im Augenblick ziemlich heftig angegangen. Dem werde ich mich jetzt stellen; bzw. habe ich begonnen.


    Ich bin häufiger draußen, auch wenn es kalt ist. Mein Umfeld und mein zu Hause war und ist Alkoholfreie. Meine Gedanke versuche ich durch Meditation

    und Yoga streßfrei zu halten. Leider geht das nicht jeden Tag.

    Was ich hier mitnehmen kann, tue ich durch lesen. Beginne die Threads von 2008 bis heute zu suchen. Da gibt es soviel, was mir geholfen hat und es

    bestimmt wieder tun wird. Eine gute Erinnerung " es ist gut auch wenn nicht alles Gut ist".

    Nicht Kämpfen, annehmen und leben.


    Schönen Tag wünscht Caro

  • Diesen Post von 2006 habe ich gefunden und hier kopiert. Er ist nicht an mich gerichtet, hat aber etwas bewirkt.

    Man ist ja plötzlich anders aufgetreten und hat im gewissen Sinne ein ganz anderes Bewusstsein zu Tage gelegt.
    Und das müssen die Anderen auch erst einmal lernen im Umgang mit dem Betroffenen.


    Meine Familie wurde schon früh über meine Alkoholkrankheit informiert. Meine Abstinenz wurde positiv angenommen und respektiert, dass es bei Feierlichkeiten keinen Alkohol bei mir gibt. Und meine Veränderungen und Gespräche an denen ich mich dann eingebracht habe, wurde auch positiv aufgenommen. Ich habe mich immer mehr wohler gefühlt und meine Veränderungen angenommen, weil meine Veränderung positiv aufgenommen wurde. Mein Umfeld veränderte sich auch. Es wurde weniger getrunken. Das hat mir gut getan und unsere Familie kam sich wieder näher.


    So nach 13 Jahren muss ich gestehen, dass es irgendwie nachgelassen hat. Nich bei mir, aber bei meiner Familie. Die Alkoholsucht ist nicht mehr so verinnerlicht. Es wird nicht mehr so ernst genommen; habe ich den Eindruck. Die Feierlichkeiten sind ja nicht sehr oft. Schon wegen Corona, aber wenn

    wir dann mal zusammen kommen, komme ich mir schon blöd vor, zu erwähnen, dass ich nicht trinke. Dann kommt ein, aja stimmt.

    Das streßt manchmal.


    Es ist auch die nächste Generation unterwegs. Und leider auch ganz häufig der Satz "mir ist es lieber sie trinken zu Hause als im Park".

    Alkoholsucht ist leider kein Thema mehr.


    Es macht einfach traurig. Das in der eigenen Familie zu sehen.

  • An die Alkoholkultur in deiner Familie habe ich keine Erinnerung mehr,

    aber ich glaube, dass in diesem Falle das gilt, was uns bei allen feuchten Gesellschaften schützt.

    Sollen sie trinken, aber sobald mensch bemerkt, dass der Alkohol seine Wirkung auf die Teilnehmer zu entwickeln beginnt, ist es Zeit zu gehen.


    btw:

    Dass mit dem "lieber zu Hause als im Park" ist natürlich ein Schmarrn.

    Grundsätzlich entziehen sich Kinder ihren Eltern, wenn sie "etwas erwachsenes" machen wollen.

    Die Mühen der Gebirge liegen hinter uns.
    Vor uns liegen die Mühen der Ebenen. (Bert Brecht) 8)

  • Hallo guten Tag.

    Sollen sie trinken, aber sobald mensch bemerkt, dass der Alkohol seine Wirkung auf die Teilnehmer zu entwickeln beginnt, ist es Zeit zu gehen.

    Das sehe ich genauso. Da stehe ich mir ganz nahe.

    Ich finde es sehr traurig, dass dieser Familienteil aus den Erfahrungen mit unserer Familie nichts gelernt hat. Leider wird unsere Familie immer kleiner.

    Es sind nicht mehr so viele da. Und wie sie oder ich waren, ist schnell im Hintergrund verschwunden.


    Ich bin Dankbar, dass mein Kind aus meiner Alkoholsucht gut rausgekommen ist. Wir es zusammen aufarbeiten konnten und sie ganz anders damit umgeht.

    Dass mit dem "lieber zu Hause als im Park" ist natürlich ein Schmarrn.

    Dieser Satz entstand aus einer Diskussion herraus. Dabei ging es um Sucht und ob jedes alkoholische Getränk abhängig macht.

    Ich konnte nicht verhindern, dass sich eine 17 jährige mit S..... - (ich glaube es ist zu erkennen was ich meine) betringt.

    Bei dieser Gelegenheit ist der Satz - lieber zu Hause als im Park - von der Mutter gefallen.

    Ich empfand es als Zurechtweisung. Ist ja nur meine empfindsamkeit.


    Heute ist diese Generation 18, 21 und 22 Jahre alt und Alkohol bereits alltäglich.

    B.... und S..... macht nicht süchtig und ist ja keine harte Droge, so die Aussagen.

    Nicht jeder würd süchtig, nicht jeder kann nicht mehr aufhören zu trinken. Das es so ist, erfährt man leider erst, wenn ist zu spät ist.

    Aber warum muss man das ausprobieren?


    Nun es sind nicht meine Kinder und werde mich da nicht mehr einmischen und Einfluss habe ich auch nicht. Mich erinnert es an meine Kindheit. Zu der Zeit gab es auch als Baby Hustensaft mit Alkohol. Geb ja nichts anderes.


    Ich bin was Alkohol betrifft, hart geworden, wie es so heißt. Beeinflussen kann ich es nicht. Ich nehme es hin und so traurig es auch ist, halte mich da

    fern und gehe wenn es mir zu dumm und blöd wird.

    Es sind Liebevolle Menschen und ich mag sie sehr. Es fällt mir schwer da auf Abstand zu gehen. Werde es aber tun.Gruß


    Danke


    Gruß Caro

  • Hallo guten Morgen.


    Mir geht es gut und ich bin immer noch trocken. Zur Zeit genieße ich die intensive Zeit mit meiner Familie. Gesundheitlich hatte ich in den letzten Tagen

    ganz schön mit dem Rücken zu tun. Mir fehlt mein Sport und wenn ich es dann übertreibe, geht anschließend für 2, 3 Tage gar nichts mehr.


    Mir hat die Pflege und Begleitung bis zum Schluß meiner Mutter sehr zu schaffen gemacht. Es hat mich körperlich und psyschich an meine Grenzen

    gebracht. Mich auch isoliert. Die Gruppe für Angehörige Pflegebedürftige hat mir in der Zeit sehr geholfen. Jetzt muss ich mich aber wieder auf mich besinnen.


    In dieser Zeit, es waren ja 3 Jahre, habe ich meine Alkoholsucht bzw. meine Trockenarbeit nicht aus den Augen verloren. Auch nicht meine Ängste.

    Es war aber anders. Zuerst kam da der Bedürftige und dann ich. Es gab kaum Pausen für mich selbst. Es gab auch kein, jetzt komme ich. Es gab mich

    da nur noch am Rande. Dann kam die Trauer und die Erkenntnis, dass sich alles ändert und geht. DA bin ich in ein anderes "Ich" gefallen.

    Eines was ich noch nicht kannte und womit ich nicht gerechnet habe. Dies war ein Verlust, denn ich nicht so leicht abstreifen kann, bis heute.


    So langsam kommt mein Wille wieder, freude erfahren zu wollen. Mich wieder um meine Hobbys zu kümmern und vielleich noch etwas anderes zu endecken. Und auf jeden Fall trocken zu bleiben. Die letzten 13 trockenen Jahre habe viel von mir verlangt. Traurigkeit, Depression und Verluste.

    Ich bin froh, dass alles erleben zu dürfen und durfte, trocken.


    Für mich beginnt jetzt wieder ein anderer Lebensabschnitt, auch mit Höhen und Tiefen und Ängsten, ohne Alkohol. Ich habe viel in meinem Leben und in meinem Umfeld und in meiner Wohnung minimiert. Nicht weil ich es musste sondern weil ich es wollte und bin damit zufrieden. Es gibt noch vielles was ich loslassen will. Ich lerne gerade wieder, jeden einzelnen Tag nehmen wie er kommt.


    Gestern konnte ich seit langen wieder mal richtig durchatmen, loslassen und die Sonne genießen; ohne Angst.


    Gruß

    Caro

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