Hallo, hier ist Fee

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Hallo Fee!

    Ich habe deine Beiträge jetzt nachgelesen. Hängen geblieben bin ich bei diesem Einstieg:


    Ja, ich finde dieses Forum auch hilfreich und du hast es genauso geschrieben, wie ich es empfinde. Auch wenn es schlimm ist, aber es hilft mir, alles was ich erlebt habe anzunehmen und nicht persönlich zu nehmen. Sein Trinken hatte auch nichts mit mir zu tun. Ich habe auch derartige Beleidigungen erlebt, Erniedrigungen. Habe diese zwar nicht wirklich geglaubt, aber sie haben mir den Boden unter den Füssen weggezogen. Du hast geschrieben, dass er zum Teufel wird. Ich habe immer gesagt: er wird zur Fratze. Und es war tatsächlich so. Ein enormer Frauenhass, Drohungen, uvm.

    Ich habe mich jedes Mal gestellt. Im Nachhinein denke ich mir, v.a. wenn ich hier Ähnlichkeiten lese, denke ich mir, dass ich wohl manchmal eher die Polizei rufen hätte sollen. Aber dazu war ich zu stolz oder hatte Angst, dass es dann offiziell ist.


    Spannend ist für mich auch zu lesen, dass er am Anfang das Trinken reduzierte, "Einsicht" hatte, aber dann eh wieder in sein Muster verfallen ist. So erlebe ich es auch, wobei zu Beginn viel Vorwurf und Aggression war, derzeit eher Ruhe. Aber ich bin mir leider auch ziemlich sicher, dass es wieder anders werden wird. Irgendwann rechne ich damit, dass etwas Boshaftes wieder kommt. Ich hoffe nur, dass ich auch dann stark genug bin, so wie auch mir hier schon viele geraten haben, nicht zu reagieren.


    Ich wünsche dir und deinen Kindern alles erdenklich Gute, geh deinen Weg und genieße die Sicherheit! Gott sei Dank musste ich mir das nicht erkämpfen, da ich vor 4 Jahren zumindest wieder in meine Whg. zurück gegangen bin und somit zumindest ausweichen konnte. Ich fühle mit dir, wenn du traurig bist. Ich bin es auch oft und dann denke ich an die vielen Situationen, wo ich Angst hatte und einfach unter der Bettdecke kauerte oder weggelaufen bin und im Auto geschlafen habe. Das macht stark. Ich denke, das wirst du auch machen. Und es hilft .. manchmal nur ein klein wenig, aber es hilft.


    Alles Liebe!

  • Hallo Anita,


    schrecklich zu lesen, was auch du erlebt hast. Ich fühle alles ganz genau nach, wenn ich es lese. Gott sei Dank hast du deine eigene Wohnung. So habe ich es verstanden.

    Und mir hilft es auch, wenn ich an die schlimmen Situationen denke. Ich bin noch nicht einmal mehr traurig, dass ich meinen Mann nicht mehr habe. Ich will ihn gar nicht mehr......

    Ich bin traurig, dass ich soviel Zeit vergeudet habe. Und ich bin traurig, weil ich meine Unbeschwertheit verloren habe. Und dass Vertrauen in eine Beziehung.

    Es ist aber auch noch sehr anstrengend. Er versucht mich ständig zu kontaktieren, um MIR Vorwürfe zu machen. Ich habe ja die Familie kaputt gemacht. Denn ICH bin gegangen.

    Das nervt so sehr und ich frage mich, wann das mal aufhört.

    Bekloppt oder?

    Er säuft und ich bin schuld, dass alles kaputt ist.

    Oh mann.........

  • Hallo Fee,


    ich hab vor fast 10 Jahren mit dem Rauchen aufgehört, kurz bevor ich gegangen bin. Ich meinem Mann immer das Saufen vorgeworfen und er mir das Rauchen :roll: . Also hab ich beschlossen - damit er keine Angriffsfläche mehr hat - mit dem Rauchen aufzuhören. Eine sehr gute Entscheidung. Danach ging das ganze Drama los und ich hab das Rauchen echt vergessen :lol: .


    sonnige Grüße

    Lütte

    Suche nicht nach Fehlern, suche nach Lösungen.

    (Henry Ford)

  • Da lass ich mal Glückwünsche für alle "Rauch freien" da!

    Ein Gedanke den ich gestern hatte: ist Euch schon mal aufgefallen, dass wenn man sagt : "ich rauche nicht mehr" eigentlich jeder gratuliert - und wenn man sagt "ich trinke keinen Alkohol mehr" fast nur Unverständnis kommt und man gefragt wird, ob alles ok ist?


    Ist doch irgendwie unfassbar

  • Da lass ich mal Glückwünsche für alle "Rauch freien" da!

    Ein Gedanke den ich gestern hatte: ist Euch schon mal aufgefallen, dass wenn man sagt : "ich rauche nicht mehr" eigentlich jeder gratuliert - und wenn man sagt "ich trinke keinen Alkohol mehr" fast nur Unverständnis kommt und man gefragt wird, ob alles ok ist?


    Ist doch irgendwie unfassbar

    ja, oder ich hörte auch schon "das tut mir leid für dich".....


    unfassbar? weiss nicht. aus "unserer" sicht bietets sich an, hierfür keinerlei fassung zu haben... aber ist es das? die sind ja alle noch gehirngewaschen... die könnens nicht besser. oder haben ein zu unbedeutendes Problem mit Alkohol, sodass sie sich den Konsum dessen leisten können.

  • Meine Überzeugung ist, dass "genußvoller Konsum" die Lüge ist. Wenn ich mich unter Bekannten/Familie umsehe, hat es bei 80% nichts mit "genußvoll" zu tun. Du hast völlig recht, wir sind wirklich alle brainwashed was Alkohol angeht! Nehme ich mich nicht aus, ich kann nur hoffen das meine Erkenntnisse mich da etwas wacher gemacht haben. Ich trinke selber nichts mehr, habe aber auch nie gerne was getrunken-eher aus gesellschaftlichem Zwang und bin froh, da jetzt gefestigt "Nein" sagen zu können. Auch wenn das dann oft von einem "ohhhh, bist du schwanger? " begleitet wird.

  • Beitrag von Florian73 ()

    Dieser Beitrag wurde von Linde66 gelöscht ().
  • Ist doch irgendwie unfassbar

    Das geht mir heutzutage mitunter auch durch den Kopf, ist aber eben auch Zeichen meines eigenen inneren Wandels. Früher war das Trinken-DÜRFEN für mich ja auch sehr wichtig und ich hab, obwohl sich die Anzeichen, dass mein Konsum nicht mehr „harmlos“ war, mehrten, daran festgehalten, es weiterhin zu „dürfen“, bis es dann eben „Klick“ bei mir gemacht hat.


    In unserer Gesellschaft ist das Trinken sowas von selbstverständlich, wie in Film und Fernsehen, Werbung, gesellschaftlichen Ereignissen und so weiter deutlich wird. Rauchen ist es hingegen anders als früher - erstaunlicher- und glücklicherweise - nicht mehr. - Gratuliere dir, Fee , dass du rauchfrei geworden bist! -


    Letztens zum Beispiel sagte mein Schwiegervater in einer Runde, in der die Familie zusammen war und die Erwachsenen außer meinem Mann und mir ihren Wein tranken, zu meiner 12-jährigen Nichte, sie dürfe ja auch bald Wein trinken. Ich vermute, er dachte dabei an ihre Konfirmation. Mich hat’s innerlich geschüttelt, als ich das hörte, und ich konnte und wollte mir einen entsprechenden Kommentar nicht verkneifen. Ob meine Botschaft angekommen ist? - Ich wage es zu bezweifeln, denn Großeltern und Eltern des Mädchens sind einem „edlen Tröpfchen“ nicht abgeneigt. 🤷‍♀️


    Viele Grüße

    AufderSuche

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!