schmusekatze - Neu hier

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Ich bin 56 und seit fast 35 Jahren verheiratet. Mein Mann ist auch 56.

    Er trinkt seit seinem 14/15 Lebensjahr etwa. Er hat mit 8 seine Mutter verloren und sein Vater war dann mit 2 Jungs alleine. Der Vater meines Mannes hat dann massiv getrunken und die Jungs waren auf sich alleine gestellt. Den Tod der Mutter und die Erlebnisse danach hat mein Mann mit in die Ehe gebracht.

    Als wir uns kennengelernt haben trank er schon ordentlich, aber ich habe das Problem nicht erkannt oder wollte es nicht sehen. Wir haben 2 eigene Kinder, die schon selbst Kinder haben. Auch sind wir für weitere KInder verantworlich.
    In den Jahren gab es immer auf und ab´s wie in jeder Ehe und ich hatte oft dei Möglichkeit mich zu trennen. Dies stellte für mich noch keine Option dar.


    Aber Seit etwa 4-5 Jahren stelle ich aber eine massive Veränderung an ihm fest. Sein Ausbrüche, Beleidigungen, Beschimpfungen nehmen zu. Sein Eßverhalten hat sich massiv negativ geändert. Er hat hat im Wechsel Zahnschmerzen, Rückschmerzen und Hautjucken. Die Haut ist komisch (grau), der Bauch ist dick. Es wird ihm alles zu viel. Es brauch nur einen "Funken" und er ist auf 180....


    Ja was soll ich sagen, ich weiß gerade nicht wo ich mit ihm gerade stehe.


    ich habe stark die Vermutung das da irgendwas "läuft". Er sieht 10 Jahre älter aus und nicht gesund. und wie schon erwähnt machen die wechsel der schmerzen mir sorgen. Auch hat arg zu genommen das er mehr über den Tod redet, das kenne ich von ihm gar nicht.

  • Hallo und willkommen Schmusekatze,


    da hast du ja eine lange Zeit schon hinter dir. Mit einem nassen Alkoholiker.


    Das, was du über den Zustand deines Mannes schreibst, hört sich nicht gesund an sondern wie die Folgen der Sucht. Der dicke Bauch zum Beispiel, das ist schon ein Zeichen. Alles andere auch. Alkoholiker vernachlässigen im Laufe ihrer Zeit mehr und mehr ihre Gesundheit bzw ihren Körper. Sie verlieren das Interesse weil die Suchtbefriedigung immer dringender wird. Da ist für nichts anderes mehr Platz in ihrem Leben. Der Alkohol "zerfrisst" nach und nach alles, Organe, Gehirn... Was sagt er denn dazu? Will er mal zum Arzt gehen?


    Ja was soll ich sagen, ich weiß gerade nicht wo ich mit ihm gerade stehe.

    Im Grunde genommen hast du es ja schon beschrieben. Sein Gesundheitszustand scheint bedenklich, er macht sich Gedabnken über den Tod, er ist aggressiv... er trinkt und trinkt. Da steht ER gerade.


    Und DU? Wie geht es dir denn? Wie sieht deine Gesundheit aus? Und wie schaffst du das mit den "weiteren Kindern"? Sind das Pflegekinder?


    Das sind erst mal schon Fragen, die mir da einfallen. Wenn du dich austauschen möchtest mit anderen Angehörigen, Coabhängigen, wenn du Wege suchst um für dich was zu erreichen, dann klicke diesen Link an:


    Bewerbung - Alkoholiker Forum
    Im Alkoholiker Forum Bewerben auf geschütztere Bereiche.
    alkoholiker-forum.de


    Liebe Grüße

    Aurora

  • hi

    ja ich bin vor fast 20 jahren schwer erkrankt und stand dem tod näher als man glaubt. ich versuche taf zu sein und alles zu wuppen. ich mache es einfach...

    im moment geht es mir gut und ich hatte trotz unserer probleme keinen weiteren rückfall.

    ja es sind pflegekinder und die haben nur noch eine begrenzte zeit vor sich und dann ist hier schluß. ich höre dann auf.

  • ich versuche ihm zu sagen was ich sehe. er ignoriert es total.

    es war ein kampf ihn überhaupt mal zum hautarzt zu bekommen oder das er seinen rücken kontrollieren lässt. da bin ich ja froh das er wenigstens dort hin geht.

    ob er beim hautarzt überhaupt war .. denke ich nicht. da gibt es verschiedene sachen die nicht zusammen passen (ich denke das er nicht dort war).

    aber beim rückenarzt war er. das kann ich sagen.

    tja es ist nicht einfach.

    sogar meinen eigenen kindern ist der zustand aufgefallen. meine tochter sagt heute das es ihr aufgefallen ist das er sich seit 2-3 jahren verändert hat. mein sohn nr. 1 sagte das er eine veränderung seit 4-5 jahren feststellt. mein sohn nr. 2 meint dies auch.

    ich sage das es seit 10-11 jahren so läuft. nach dem tod des vaters. besonders schlimm wurde es nach dem tod meiner mutter. seit derzeit ist es extrem. ich sehe da keinen zusammenhang aber der zeitraum stimmt überein.


    ich habe angst.


    sein bruder ist auch schwerer alkoholiker und dem wurde gerade aktuell das bein abgenommen. genau wie dem Vater. dejawü

  • Liebe Schmusekatze,


    du schreibst:


    ich habe angst.

    Es ist halt - schon wieder ;) - eine Frage, die mir da in den Sinn kommt. Nämlich, wovor hast du Angst?

    Mir kommt es so vor, als würden sich all deine Gedanken nur um ihn und seine Gesundheit drehen.

    Hier bei uns darfst aber DU im Mittelpunkt stehen. Denn Angehörige von Alkoholikern sind auch schwer betroffen von der Sucht und entwickeln meistens eine ungesunde Abhängigkeit.

    Hier hab ich mal was zu lesen für dich, wenn du magst



    Ich habe selbst mehr als 20 Jahre lang eine Ehe geführt, in der mein damaliger Mann mehr und mehr in die Sucht rutschte. Die letzten Jahre waren schier unerträglich und doch war es schwer für mich, mich selbst zu finden. Aber im Grunde genommen ist das der einzige Weg, der gangbar ist. Es sei denn, der Alkoholiker hat den eigenen, ganz starken Wunsch, aufzuhören.


    Das bedeutet, du als Angehörige oder auch eure Kinder könnt nichts machen. Er ist erwachsen und für sich und seinen Körper selbst verantwortlich. Für euch Angehörige ist es wichtig, dass ihr zu einem guten, eigenen Leben findet. Ohne ständig auf den Abhängigen fixiert zu sein. Denn dem ist nicht zu helfen, wenn er die Hilfe nicht will. Und anscheinend will dein Mann das ja auch nicht, er will keine Hilfe. Traurig aber wahr.


    Meine einzige Chance auf Glück war damals, dass ich mich getrennt habe. Das war sehr schwer für mich aber es ging nicht anders. Ich habe durch diese erste Ehe viele Wunden erhalten, zum Teil leide ich heute noch unter den Folgen. Und mein erster Mann ist vor 3 Jahren an den Folgen seiner Sucht verstorben. Er hatte zuvor alle Hilfe abgelehnt um da auszusteigen.


    Es ist gut, dass es dir nun gesundheitlich wieder so weit gut geht. Das ist so wichtig! Sei dir wichtig, dass es so bleibt.


    Und auch das mit den Pflegekindern... das ist eine große Verantwortung, die du da hast. Aber in einem alkoholgeschwängerten Umfeld ist das für sie auch nicht wirklich toll... ohne dir da nahe treten zu wollen. Es ist ja toll, dass es Menschen wie dich gibt, die sich dazu bereit finden. Es ist sicherlich für dich gut, dass du damit abschließt. Alles hat seine Zeit.


    Liebe Grüße

    Aurora

  • Linde66

    Hat den Titel des Themas von „Neu hier“ zu „schmusekatze - Neu hier“ geändert.
  • ich weiß das ich eine riesen verantwortung gegenüber meinen pflegekindern habe. das ist mir schon bewußt. ich versuche noch die pflege zu ende zu bringen , aber da gibt es schon einen plan b. also da bin ich dran.

    was du sagst ist grundsätzlich richtig. ich versuch mehr auf mich zu achten und mir auch auszeiten zu nehmen. das ist manchmal nicht so einfach, aber ich versuch es wenigstens.


    ja du hast ja recht. meine gedanken drehen sich nur um ihn und seine gesundheit.

    und ich habe angst davor was noch kommt. wie gesagt ich habe das schon 1x durch.

  • Hallo schmusekatze,


    Nicht AN IHM, cadda hat eindeutig gemeint, du solltest an der Situation MIT IHM, sprich ihn betreffend, was ändern. Nicht die Kinder sollten umgeändert werden, sondern z.b. eigene Wohnung, Trennung, alleine mit den Kindern glücklich werden. IHN kannst DU NICHT ändern!

    Lieben Gruß,

    Blume


    ________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

    You can´t connect the dots looking forward. You can only connect them looking backwards.

    Steve Jobs

  • Liebe Schmusekatze, hast du denn mal für dich selbst überlegt, wann deine Grenze erreich wäre?


    Hast du es nicht verdient glücklich zu sein?

    Haben deine Kinder und Pflegekinder keine glückliche Mutter verdient?
    Das Leben ist so kurz, willst du nicht jeden verbleibenden Tag für dich und deine Kinder das Beste raus holen?


    Bist du dir selbst denn wirklich weniger wert als die Flasche Schnaps am Hals deines Mannes?


    Und wie wertvoll sind deine Kinder und Pflegekinder für dich? Möchtest du ihnen auf ihren weiteren Lebensweg mitgeben, das sie weniger wert sind als Alkohol?


    Ich will dich nicht ärgern, nur mitteilen, was mir heute durch den Kopf geht.


    Liebe Grüße, Lea


  • liebe lea,


    danke für deine worte.


    wie ich schon beschrieben ich kenne ihn schon sehr lange und es ist halt auch schwierig auch zu erklären warum, wieso und warum man es nicht einfach tut. ich habe mit ihm schon schlimme zeiten durch und bin immer noch bei ihm. mittendrinne unsere eignen kinder.


    ja ich muss ich für die kidis present sein und auch glücklich. ich bin "glücklich" darüber das die kinder (alle) und ich gesund sind. ich geh meiner "arbeit" nach und kümmere mich um die dinge die erledigt werden müssen.

    ich habe mit den pflegekindern ein abkommen, das besagt das ich sie behalte bis sie 18 sind, außer es ist so dramatisch das es nicht mehr geht. der große hat nur noch 1 jahre und 8 monate... und der kleine ist noch etwa 3 - 4 jahre hier. da kommt es darauf an wann wir in in einer besonderen einrichtung unterbringen können. (er ist mit 14 schon schwerbehindert). und momentan ist diese unterbringung nicht gegeben, die ist erst ab 17 möglich....


    ja also ich mach mir die entscheidung wirklich nicht einfach. wenn man es so will leben wir getrennt in unserem haus. jeder geht seinen "weg".


    meine grenze... uff... die wäre errreicht wenn er schwer verletzt irgendwo liegt oder mich schlägt.


    ich finde es nur so schade das er so massiv abnimmt. mit allem. man kann jeden tag etwas neues entdecken was einfach nicht mehr geht. wo ich einfach nur noch den kopfschüttle.

    man schaut nur noch zu...und ist traurig darüber.

    wir haben uns vor vielen jahren versprochen das wir immer zusammen halten egal was ist... dies ist jetzt nur noch schal und rauch.

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