Hallo! Ich bin Schwesterherz_81

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Ja das werde ich auch tun. Nur manchmal ist es wirklich schwer, weil alles so normal erscheint. Wir unternehmen auch sehr viel mit unserem Sohn und eigentlich ist es sehr harmonisch hier Zuhause. Aber ich weiß dass er eben doch weiter trinkt. Auch morgens nach dem Nachtdienst steht immer eine leere Flasche Bier in seinem Versteck. Das zeigt mir dann doch immer wieder, dass ich eigentlich richtig gehandelt habe.

  • Es spricht ja auch nichts dagegen, trotzdem mal gemeinsam etwas mit dem Sohn zu unternehmen.


    Ich glaube, viele Menschen sträuben sich so sehr vor einer Trennung, weil sie mit einem Beziehungsende ein grundsätzliches Ende verbinden. Eine Trennung kann tatsächlich ein absoluter Kontaktabbruch bedeuten. So war es bei mir und meinem trinkenden Ex.


    Aber bei dem Vater meiner Kinder z.B. (der zwar nicht getrunken hat aber mir auch absolut nicht gut tat und von dem ich lange Zeit emotional abhängig war) war es „nur“ ein Beziehungsende. Wir sind kein Paar mehr und werden es auch nicht wieder, da sich am Trennungsgrund (seine Art) nichts geändert hat. Aber wie haben einfach „nur“ die Ebene gewechselt.


    Als Eltern klappt es gut (nach dem erstmal Gras über alles gewachsen war). Ich habe ihn auch noch gern, obwohl ich überaus glücklich bin, dass er nicht mehr mein Lebenspartner ist. Wenn es noch etwas Gutes zwischen Euch gibt, auch was Euren Sohn betrifft, dann ist das doch ok.


    Aber eine Beziehung mit einem Alkoholiker: Wird niemals funktionieren!


    LG Cadda

  • Du hast Recht, Cadda. Danke für deine Worte!

    Ich traue mich im realen Leben gar nicht mehr darüber zu sprechen. Die meisten, die von unserer Trennung wissen, verstehen unser gutes Verhältnis zueinander überhaupt nicht. Die die von seiner Alkoholsucht wissen, verstehen nicht, warum ich nicht froh bin ihn bald los zu sein.

    Das bin ich nicht. Ich finde das Ende unserer Beziehung und meiner Vorstellung von unserer Zukunft einfach sehr traurig und tragisch. Eine ganze Weile war ich sehr gefasst und habe mich distanzieren können. Momentan bin ich sehr traurig und nah am Wasser gebaut. Ich spreche mit niemandem mehr über die Trennung.

    Trotzdem bin ich voller Hoffnung, dass es meinem Freund hilft, vielleicht doch noch den richtigen Weg zu finden. Und wenn nicht, dann war die Trennung ja auf jeden Fall die richtige Entscheidung.

  • Dieser nahtlose Übergang von Beziehung zu „normalem“ Umgang (sofern man mit Alkoholikern von einem normalen Umgang sprechen kann) wird aber vermutlich nicht möglich sein. Zunächst würde ich die Trennung (vor allem auch räumlich) durchziehen, damit der Abstand zustande kommt und es auch als Trennung begriffen wird.

    Danach wirst Du sehen, wie es weiter funktionieren kann mit dem Umgang untereinander und mit Eurem Sohn.


    LG Cadda

  • Die Trennung bzw den Umzug werden wir definitiv durchziehen. Wir schlafen ja auch seit 1,5 Jahren in getrennten Betten. Ich bin gespannt wie sich alles entwickelt, wenn wir nicht mehr zusammen wohnen. Diese räumliche Trennung steht ja jetzt schon ewig im Raum. Es war irre schwer hier eine Wohnung zu finden und hat sich jetzt über fast 1,5 Jahre hingezogen. Vielleicht ist auch alles etwas einfacher, wenn der Umzug gelaufen ist.

  • Es ist euer gemeinsames Kind. Und das ist nicht egal, man kann sich normal und erwachsen verhalten. Was wäre schöner wenn das Kind trotz Trennung mama papa evtl mit neuen Partnern glücklich erleben kann. Trennung heißt nicht Ende, kann besser werden! Man muss so fest an sich arbeiten und Menschen genauer unter die lupe nehmen. Mehr Skepsis bevor man ihn oder sie zu sich auf Dauer holt. Derzeit wär ich nicht in der Lage an sowas zu denken, hätte Angst vor ein wiederholten Situation. Bleib für mich, heile mache. Aber ich würde lügen wenn ich mich für immer verschließen würde!

  • Die Trennung bzw den Umzug werden wir definitiv durchziehen. Wir schlafen ja auch seit 1,5 Jahren in getrennten Betten. Ich bin gespannt wie sich alles entwickelt, wenn wir nicht mehr zusammen wohnen. Diese räumliche Trennung steht ja jetzt schon ewig im Raum. Es war irre schwer hier eine Wohnung zu finden und hat sich jetzt über fast 1,5 Jahre hingezogen. Vielleicht ist auch alles etwas einfacher, wenn der Umzug gelaufen ist.

    Liebe Schwesterherz

    Habt ihr denn einen festen Umzugstermin? Puh, 1,5 Jahre .. das stelle ich mir wirklich schwierig vor... ich dachte, der Umzug sei schon gewesen...

    Ich denke oft an Dich und Eure Geschichte, die ja ein paar Parallelen zu unserer hat - jetzt drück ich mal fest die Daumen!

    LG

  • Habt ihr denn einen festen Umzugstermin? Puh, 1,5 Jahre .. das stelle ich mir wirklich schwierig vor... ich dachte, der Umzug sei schon gewesen...

    Ich denke oft an Dich und Eure Geschichte, die ja ein paar Parallelen zu unserer hat - jetzt drück ich mal fest die Daumen!

    Eigentlich sollte der Umzug auch schon im März/April gewesen sein, aber der Vermieter der anderen Wohnung hat den Mietvertrag vorher aufgehoben.

    Jetzt zieht er am 01.07. in eine sehr schöne Wohnung hier in der Nähe. Unser Sohn kann die Wohnung innerhalb von fünf Minuten zu Fuß erreichen und sie liegt auf seinem Schulweg.

    Die letzten Monate ging es ja relativ gut mit dem Trinken, weil er es wirklich sehr reduziert hat. Es lief sogar alles recht harmonisch muss ich sagen.


    Habt ihr denn einen festen Umzugstermin? Puh, 1,5 Jahre .. das stelle ich mir wirklich schwierig vor... ich dachte, der Umzug sei schon gewesen...

    Ich denke oft an Dich und Eure Geschichte, die ja ein paar Parallelen zu unserer hat - jetzt drück ich mal fest die Daumen!


    Wir sind da!

    ❤️

  • Oh das ist ja lieb, dass du fragst 😊

    Es geht mir soweit gut. Der Auszug rückt jetzt näher. Am 1.7. ist es soweit. Ich habe heute schon mal den Stromanbieter informiert. Die Vermieterin weiß auch Bescheid. Ansonsten hat mein Ex Freund sich noch nicht um viel gekümmert was seine neue Wohnung angeht. Ich musste mich schwer zurückhalten da auch nichts für ihn zu unternehmen. Ich habe sonst immer alles mögliche für ihn organisiert.

    Er trinkt weiterhin täglich heimlich sein Bier, wenn wir im Bett sind. Ich sehe öfter leere Dosen auf der Terrasse versteckt, aber sonst bekomme ich nichts davon mit.

    Ich bin momentan noch ziemlich distanziert von dem Gedanken an den Auszug und habe schon Angst davor, wie es mir gefühlsmäßig gehen wird, wenn es dann tatsächlich soweit ist. Mein Ex Freund bemüht sich sehr mich im Alltag zu unterstützen und es läuft soweit alles normal. Die Nachbarn werden wahrscheinlich auch aus allen Wolken fallen, wenn der Möbelwagen vor der Tür steht.

  • ...heimlich Bier aber gleichzeitig im Alltag unterstützend und normal...das ist irgendwie bitter. Da fällt es bestimmt schwer, nicht zu denken "hätte, sollte, könnte..."


    Viel Kraft und Glück weiterhin in den nächsten Wochen!!


    Lg Api

  • ganz ok! Durch die Behinderung unseres Sohnes und den Schub, den er vor ein paar Wochen hatte dreht sich grade aber sehr viel um unseren Sohn.

    Und es gab ja eine klare Aussprache meinerseits mit Ernst gemeinter Ankündigung, bei einem "weiter so" meines Lebensgefährten auszuziehen. Die hat eine Umstellung bewirkt. Er trinkt viel weniger, schläft viel mehr und kümmert sich sehr um unseren Sohn!


    Aber es ist ja grade eine Ausnahmesituation und ich bin gespannt bis misstrauisch, ob er gewillt ist, grundlegend etwas zu ändern, auch wenn bei uns wieder der Alltag einkehrt.


    Trotzdem tut es gut!

    Lg

    Api

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!