Brigitt58- Schwanken zwischen Erleichterung, Trauer, Zweifel.

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Liebe Brigitt,

    Ich möchte wirklich verstehen was in Ihm vorgeht....er ist so verschlossen.

    Ob nass oder trocken, wenn sich deine Gedanken nur um ihn kreisen, dann wirst du nicht bei dir ankommen. Und das ist meiner Meinung nach der einzige Weg um aus dem alten Kreislauf auszusteigen. Was er jetzt weiter tut ist seins. Was machst du für dich? Ich bin der Meinung, dass zu der Suchtdynamik in einer Beziehung immer beide gehören und es wirkt, als würdest du von deiner Position nicht abweichen. Ist jetzt mal meine Außenansicht auf deinen Beitrag. Nimm mit, was dir helfen kann, den Rest, lass liegen 😉

    Alles was man über das Leben lernen kann, ist in 3 Worte zu fassen: es geht weiter.

  • hallo Brigitt,

    ich würde es sicher verstehen wenn er sprechen würde

    das kenne ich soo gut.

    Anekan hat aber recht, die Trockenheit ist seins. Er muß auch erst einmal im trockenen Leben ankommen. Sicher hat er auch vieles zu verarbeiten.

    Ich kann dir nur empfehlen, mal bei dir hinzuschauen.

    Er muß jetzt Alternativen zum Alkohol finden, um zufrieden trocken zu sein.


    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Ich denke ich muss einfach die Ruhe bewahren und Geduld haben und schauen was die Zukunft bringt.

    Hallo liebe Birgitt,


    ich kann deine Gefühle, Gedanken gut nachvollziehen, bin ebenfalls Ehefrau eines alkoholabhängigen Partners.


    Für mich bedeutet aber:


    "Ruhe zu bewahren".......


    zuerst auf mich zu schauen, meinen eigenen Seelenfrieden, mein inneres Gleichgewicht wieder herzustellen, nach langen kräftezehrenden, nervenaufreibenden Zeiten mit einem alkoholkranken Menschen........mich durch nichts mehr, was allein in den Händen meines Mannes liegt, aus meiner neugewonnenen, friedlichen Ruhe bringen zu lassen, mich nicht mehr verantwortlich und schuldig für seine Alkoholerkrankung zu fühlen.


    "Geduld zu haben" mit mir.....


    jeden Tag daran zu arbeiten, mich und meine Bedürfnisse nie mehr aus den Augen zu verlieren, mir zu verzeihen, wenn mich Trigger aus der Vergangenheit überrollen und alte Verhaltensmuster der CO Abhängigkeit kurzzeitig aufflammen lassen........zügige gedankliche Selbstreflexion in Augenblicken, wohin ich nie wieder möchte.


    "Schauen, was die Zukunft bringt".........


    für meine Selbstfürsorge, für meine gute Lebensqualität.

    Dafür kann nur ich alleine sorgen, unabhängig von meinem suchterkrankten Partner.

    Dieser muss herausfinden, was für ihn in erster Linie in seinem zukünftigen Leben wichtig erscheint oder auch bleibt, welche Hilfen er annehmen möchte, worauf er sich einlassen kann.......oder auch nicht.....ehrlich, glaubwürdig und authentisch.

    Loslassen in Liebe....wie es so schön heißt.


    Nur dann wird aus meiner Sicht, die Chance auf einen gemeinsamen Neuanfang überhaupt gewahrt bleiben.

    Neue "gesunde" Entwicklungen in einer Partnerschaft können dann entstehen, wenn von beiden Seiten....unabhängig voneinander.....die eigenen Anteile im "kranken" Suchtsystem erkannt und aufgearbeitet werden.

    Und darin gebe ich dir Recht........all das braucht Ruhe, Geduld und Zeit.


    Vielleicht konnte ich ein paar Denkanstöße durch meinen Beitrag vermitteln.

    Ich wünsche dir viel Glück!


    Liebe Grüße,

    Christrose

  • Liebe Brigitt,


    jetzt habe ich deinen ganzen Faden gelesen und ich habe richtig Bauchschmerzen bekommen. Was ist mit deiner Wohnung? Was mit der Scheidung? Wie bist du für dich weitergekommen? Du hast ihn während des Entzugs besucht und ihr habt euch gegenseitig Hoffnung gemacht, dass ihr das gemeinsam schaffen könnt? Jetzt ist er zuhause und was hat sich geändert, außer, dass er nichts trinkt? Vermutlich nichts. Was war seine Motivation für den Entzug...wenn ich bei dir so lese, dann ziemlich sicher, weil er dich wieder einfangen konnte. Du hast mal was von Freundinnen erzählt, deren Geduld du nicht überstrapazieren möchtest. Puh, ich sehe hier eine Ehrenrunde auf dich zukommen. Ich hoffe, ich täusche mich. Aber so liest sich das ganze für mich.

    LG,

    Anni

    Alles was man über das Leben lernen kann, ist in 3 Worte zu fassen: es geht weiter.

  • Liebe Brigitt,


    jetzt habe ich deinen ganzen Faden gelesen und ich habe richtig Bauchschmerzen bekommen. Was ist mit deiner Wohnung? Was mit der Scheidung? Wie bist du für dich weitergekommen? Du hast ihn während des Entzugs besucht und ihr habt euch gegenseitig Hoffnung gemacht, dass ihr das gemeinsam schaffen könnt?

    Anekan,


    ich kann Deine Bauschmerzen nachvollziehen.

    Nach all den schmerzlichen abnabeln, meinen hadern und meinen immer wieder drehenden Gefühlen.

    Ich weiß auch nicht was am Ende herauskommt...ich bin nur ein Mensch der einen anderen Menschen nicht aufgeben möchte...wir haben uns mal sehr geliebt und vielleicht ist es nur die Hoffnung das es wieder gut wird.


    In der Zwischenzeit hatte ich unser Haus übernommen....die Scheidung habe ich erst einmal ruhen lassen....ist aber für mich noch nicht vom Tisch.


    Gerade ist er in Wartestellung und wartet auf seine Anschlusstherapie, ich/wir wollen diese Zeit nutzen zu schauen, ob ich/wir das noch mit uns möchten und wie ich mich damit fühle.


    Damit das für mich funktioniert muss ich seinen Zustand verstehen...was ich echt schwierig finde, da er sich mental ziemlich verändert hat.

    Ich selber stelle für mich auch fest das ich Triggerpunkte habe und ich die nicht einordnen kann und immer wieder erkennen muss.


    Ich möchte nicht mehr in diese Abhängigkeit rutschen davor habe ich wirklich Respekt, da es echt schnell und lautlos passieren kann.


    LG Brigitte

  • Hallo Brigitt,

    Ich selber stelle für mich auch fest das ich Triggerpunkte habe und ich die nicht einordnen kann und immer wieder erkennen muss.

    Darauf sollte sich deine Aufmerksamkeit richten. Diese Triggerpunkte kennen viele Angehörige und es ist wichtig darauf zu schauen, vielleicht auch zu schauen, wo kommen sie her.

    Vorher kann sich für dich nichts ändern, so wirst du zur CO eines trockenen Alkoholikers, nur eben mit anderen Vorzeichen. Das ist genauso anstrengend als sei er noch nass.

    ich/wir wollen diese Zeit nutzen zu schauen, ob ich/wir das noch mit uns möchten und wie ich mich damit fühle.

    da würde ich erst einmal die Langzeittherapie abwarten, da setzt häufig die Veränderung erst so richtig ein.



    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hallo Birgitt,


    du kannst nur mit deinem Mann reden.

    Er muß dir sagen, wie es mit euch weiter gehen soll.

    Ihr beide solltet einen Weg finden, gemeinsam.

    Nun kann man auf die Langzeittherapie warten und hoffen, daß dein Mann sich verändert und/oder miteinander reden.

    Es muß doch heraus zu bekommen sein, wie dein Mann sich seine/ eure Zukunft vorstellt.

    Das ist doch überhaupt das Fundament.

    Dieses ständige Herauszögern, hoffen, verändert doch nichts.

    Dein Mann ist doch kein Idiot, er kann sich doch äußern.

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