Kolja Wie mache ich es richtig?

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Kolja, ich würde zunächst mal bei der Station anrufen und fragen, ob das Personal einen Besuch überhaupt als hilfreich erachtet. Auf der Entgiftungsstation braucht man engmaschige Überwachung und Medikamente. Der Austausch mit anderen Patienten ist wichtig, ebenso Zeit dafür, die eigene Misere zu erkennen, in der man sich befindet. Ein Besuch kann da, vor allem in den ersten Tagen, eher kontraproduktiv sein.


    EDIT: Das klingt nach typischen Wahnvorstellungen, ja. Ich fühlte mich auch mal auf der Entgiftungsstation bedroht, aber das waren nichts als Hirngespinste. Später stellte sich der Typ, vor dem ich Angst hatte, als wirklich netter Kerl heraus.

  • Hallo Kolja,

    ich möchte mich Hanseats Worten anschließen.

    Lieber auf Station anrufen, und nachfragen, normalerweise gibt das Pflegepersonal auch Informationen an nahe Verwandte weiter, und ihr seid schließlich seine Eltern. Auch wenn ein Arzt nicht gleich telefonisch greifbar ist, kann man um Rückruf bitten.

    Was ist das denn für ein Krankenhaus, wo euer Sohn ist?


    Kolja, auch wenn ihr die 700km da hin fährt, was versprecht ihr euch davon?

    Ihr könnt dem Sohn da auch nix helfen, er muss letztendlich allein durch den Entzug durch.

    Und glaubt auch bitte nicht alles, was er erzählt. Die Stimmung ist bei Entzügigen sehr kippelig und die Medikamente sorgen auch nicht gerade für den klarsten Kopf. Darum ist die Stimmung heute so und morgen wieder anders...

    Die Leute, die hier erfolgreich ihre Sucht bekämpfen bestätigen euch sicher, dass man auch wenn man Medikamente gegen den körperlichen Entzug bekommt (die stoppen z.B. das Schwitzen etc) der psychische Entzug aber nicht gedämpft wird. Der "Saufdruck" bleibt und mit ihm kommen eventuell all die Gefühle hoch, die man mit dem Alkohol weggetrunken hat. Sich und die eigene Situation nach vielleicht Jahre

    Ich kann das nicht bestätigen!

    Durch die Medikamente kam ich nicht mehr auf Entzug und so bekam ich auch keinen Saufdruck.

    Im Gegenteil, für mich war es wie ein Wunder, das nicht die üblichen Entzugserscheinungen auftraten.

    Auch habe ich mir nicht Gefühle weggesoffen, das war nicht mein Weg in die Sucht.

    Bitte nicht alles so verallgemeinern, auch wenn sich das Suchtverhalten bei den Betroffenen wie ein Ei dem anderen gleicht, sind die Wege in die Sucht oft sehr unterschiedlich.


    Kolja, ich kann gut verstehen, wie ihr Euch fühlt...gerade auch Deine Frau nach diesen Schicksalsschlägen, natürlich hat sie Angst, den Sohn auch noch zu verlieren.

    Aber ich glaube es ist der falsche Zeitpunkt, da jetzt hinzufahren. Euer Sohn ist in professioneller Betreuung, mehr kann momentan gar nicht für ihn getan werden.


    Familiäre Unterstützung ist trotzdem wichtig, aber es gibt auch Situationen, wo man alleine durch muss.

    Später werdet ihr ihn besser unterstützen können.

    Bei mir war es so, das meine Angehörigen mich immer besuchen konnten, weil das KH nicht weit entfernt war.

    Aber ganz ehrlich, helfen konnten sie mir nicht wirklich. Ich brauchte die professionelle Hilfe von Außenstehenden zu dem Zeitpunkt!

    Aber sie brachten mir Sachen, die ich gern haben wollte...einen bestimmten Tee, ne Zeitschrift etc.

    Es wäre aber auch ohne das gegangen ;). Später aber war ich sehr froh undankbar für ihre Unterstützung.


    Kolja, macht Euch jetzt mal nicht verrückt und lasst Euch auch nicht verrückt machen. Euer Sohn ist dort, wo er die Hilfe bekommt die er braucht.

    Ob er sie annehmen kann und wird, steht auf einem anderen Blatt. Das liegt allein an ihm.


    Liebe Grüße, auch bitte an Deine Frau! Ich wünsche ihr sehr, das sie sich beruhigen kann. Falls nicht, soll sie sich bitte auch selbst was vom Arzt verschreiben lassen, ein mildes Beruhigungsmittel oder so.

    Es hilft niemandem, wenn ihr Eure gesamte Kraft verliert, die braucht ihr nämlich noch. Vor allem auch für Euch selbst!


    Sunshine

  • Wir fahren morgen hin. So wie ich das heute von unserer Tochter gehört habe ist das eine Klinik die auch ihr nicht so suspekt ist .Es hört sich nach geschlossener Psychiatrie an. Wir gucken uns das auf jeden Fall morgen an. Der Sohn sagt es gibt keine Tabletten und er liegt Schweißnass im Bett und es gibt nur eine Schwester am Abend. Ich werde euch berichten. Gruß Kolja

  • Hallo an alle. Ich weiß garnicht wo ich anfangen soll. Es war gut das wir hingefahren sind. Einen Arzt zu erreichen war trotz Voranmeldung am Anreiserag nicht möglich Der erste Eindruck von dieser Klinik wurde auch am zweiten Tag nicht besser. So etwas habe ich noch nie gesehen. Unsauber, kaum Personal. Die Patienten die ich sprechen konnte haben mir noch einige unglaubliche Dinge mitgeteilt. Mittlerweile habe ich auch Bewertungen im Netz gefunden die alles bestätigen. Dort kann man nicht gesund werden. Ich habe unseren Sohn mitgenommen und eine andere Klinik nimmt ihn auf. Zwar 100 km entfernt, aber das spielt keine Rolle. Sicher war das Personal unterbesetzt und schien überfordert. Aber großer Gott. Hätte ich nie für möglich gehalten. Mehr ins Detail mag ich garnicht gehen. Er ist nun viel besser untergebracht. Zwischen den beiden Kliniken liegen Welten. Nun sind wir wieder ruhiger. Er darf abends telefonieren und es freut uns seine Stimme zu hören. Wir hoffen er schafft das. LG Kolja

  • Rosanna Ja ist in Norddeutschland. Grauenhafte Zustände. Ich war dort vor Ort im Rathaus. So unglaublich es klingt, die Missstände sind bereits bekannt und es wird ermittelt. Im Augenblick geht's dem Sohn so lala. Die Klini ist jedenfalls um Welten besser. Er darf abends telefonieren wenn er gewisse Punkte sammelt. Was immer das heißt. Wir sind im Augenblick beruhigt. Gruß Kolja

  • Hallo an alle. Morgen ist der große Entlassungstag aus der Entgiftung. Der Sohn ist vollen Lobes über diese Klinik,die auch für mich einen positiven Eindruck hinterlassen hat. Mit Hilfe seines Sozialarbeiters ,der Ärzte und der Therapeuten ist es gelungen sofort eine Anschlusstherapie zu bekommen. Ab morgen für zunächst 12 Wochen. Auch diese Rehaklinik macht einen guten Eindruck. Natürlich wird sich erst noch herausstellen ob Ärzte und Therapeuten ebenfalls das Prädikat gut erreichen. Wir sind im Moment zuversichtlich. Auch der Sohn macht im Augenblick einen guten Eindruck. Hoffen wir also das Beste. Gruß Kolja

  • Hallo Kolja,


    schön zu lesen,daß es euch soweit gut geht und daß der Übergang in die LZ-Therapie so reibungslos klappt.

    Sicherlich ist es sehr wichtig,daß Patient und Therapeuten zusammen passen ,aber für einen Therapieerfolg ist in erster Linie die Bereitschaft eures Sohnes gefragt,ob er wirklich und auf Dauer etwas ändern will.

    Mein Sohn befindet sich derzeit im letzten Drittel seiner Langzeit-Therapie und gerade wurde nochmal eine dreiwöchige Verlängerung beantragt auf seinen Wunsch hin.

    Ich hatte mich die Zeit über sehr zurück gehalten in meinem Kontakt zu ihm,weil ich nichts beeinflussen wollte und nun merke ich,wie er wieder offener wird,auch mir gegenüber. Er wirkt irgendwie "geerdet" und auch äußerlich sehr zum Positiven verändert.In der Klinik hat er sehr viel Freiraum und Freizeit auch außerhalb des Hauses,was natürlich auch eine Herausforderung darstellt,aber die scheint er gut zu meistern.

    Nach all dem Negativen des letzten Jahres tut diese Veränderung gerade so gut ,aber es wird auch eine Zeit danach geben und die Heimtücke dieser Krankheit sollten wir nicht unterschätzen.

    Das Leben danach wird anders sein.

    Alles Gute auf eurem Weg und daß ihr bald

    wieder zur Ruhe kommt .


    Lg,Maritha

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