Saphira - meine Geschichte mit meinem Mann

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Darf ich fragen, was dich dazu bewogen hat, etwas anderes zu wollen (also mit dem Trinken aufzuhören)?

    Das da etwas nicht richtig läuft, ist mir ja schon ewig klar. Konnte mir aber wunderbar vormachen, das alles ok ist. Arbeit lief, Kind halbwegs geraten. Das die Bude aussieht wie Sau, meine Freundinnen nichts mehr von mir wissen wollen, das es eben da und dort doch hakt sah ich zwar,bin ja nicht völlig verblödet, aber ich konnte nicht aus meiner Haut.

    Hab mir zig mal vorgenommen, jetzt trinke ich nicht mehr. Was jetzt anders ist? Da bin ich noch auf der Suche. War nur mal wieder ein Absturz, der mich mal wieder zum Nachdenken brachte. Nur dass ich jetzt gerade dran bleibe und ich nicht nach 3 Tagen die miesen Auswirkungen des Alks in den Hintergrund treten lasse. Das Forum half mir, aber der fruchtbare Boden war schon vorbereitet.


    Eure Männer müssen selbst merken, dass sie ein Problem haben.....nur dann ist Hilfe möglich. Aber das habt ihr ja schon zigmal gelesen. Aber da gilt wohl die Divise, viel hilft viel.

  • Zitat
    ...: Nicht jeder Alkoholiker erreicht jemals seinen Tiefpunkt.

    Doch. Nur ist er überhaupt in der Lage diesen zu bemerken?


    Hmmm...also ich denke, einige Alkoholiker landen tatsächlich nicht an besonderen Tiefpunkten.

    Ich kenne Frauen, die sicher seit 20-30 Jahren an der Pulle hängen, aber kein Problembewusstsein haben bezüglich ihres Konsums.

    Ich sehe sie auf Feiern grundsätzlich mit einem Alk Getränk in der Hand...ein Sektchen hier, ein Aperol dort...Verdauungsschnäpschen...paar Gläser guten Rotwein und so geht das immer weiter.

    Ich weiß von einigen auch, das es wochentags ebenso läuft. Treffen mit Freundinnen, schon vormittags diverse Sektchen und Weinschorle...ich glaube nicht, das diese Damen überhaupt mal nüchtern sind...

    Klar geht's denen wohl auch mal schlecht...dann trinkt man halt gleich wieder schnell was, Klosterfrau is ja die reinste Medizin...und alles läuft wie gehabt.

    Kein wirklicher Tiefpunkt.

    Irgendwann hat man sich dann ne Fettleber oder gleich ne Zirrhose angesoffen. Aber auch damit wird weiter gemacht...


    Von daher, ich glaube, das sich einige ganz einfach totsaufen, ohne absoluten Tiefpunkt oder Problembewusstsein. Dafür sprechen wohl auch die Zahlen der Alkoholtoten jedes Jahr. Die wenigsten schaffen es heraus aus der Alkoholsucht.

    Das muss man sich immer wieder mal klar machen!


    Leider versteht der Co die Alkoholkrankheit nicht und will auch nicht wahrhaben, wie gering die Chancen für ihren Alkie sind.

    Es wird auch lange nicht verstanden, das ein Co nicht helfen kann.

    Und noch schwieriger ist es für den Co, zu verstehen, das er nicht nur Opfer, sondern ebenso Täter ist aufgrund seiner eigenen Handlungsweise.


    LG Sunshine

  • Leider versteht der Co die Alkoholkrankheit nicht und will auch nicht wahrhaben, wie gering die Chancen für ihren Alkie sind.

    Mhm - das ist es wahrscheinlich. Hier im Forum trifft man gesammelt die, die es geschafft haben, rauszukommen. In der Realität geht diesen Weg aber wohl nur ein geringer Prozentsatz.

    Es wird auch lange nicht verstanden, das ein Co nicht helfen kann.

    Yes! So ist es. Langsam kommt es aber an! Das ist ein Prozess.

    Und noch schwieriger ist es für den Co, zu verstehen, das er nicht nur Opfer, sondern ebenso Täter ist aufgrund seiner eigenen Handlungsweise

    Auch das ist hart. Aber es war so. Zu viel ausgehalten, zu bequem gemacht, zu viel abgenommen, zu verständnisvoll gewesen, zu sehr gehofft, keine klaren Grenzen gesetzt, zu viel zu retten versucht geredet statt gehandelt...😔

  • Anders ausgedrückt: Manche Alkoholiker erreichen ihren PERSÖNLICHEN Tiefpunkt nicht.


    Alle um ihn herum, die auf ihn drauf schauen, haben längst erkannt, dass der Tiefpunkt erreicht ist. Das kann Haus versoffen, Ehe versoffen, Beruf versoffen, Gesundheit versoffen sein. Ganz offensichtlich Tiefpunkt. Für manch einen Alkoholiker aber offensichtlich nicht Tiefpunkt genug, um aufzuhören. Deshalb bleibe ich dabei, dass sie ihn für SICH PERSÖNLICH eben nie erreichen.


    Ich behaupte mal, wenn ich bereits meinen Führerschein versoffen habe, meine Familie mir abgehauen ist und ich mit einer Leberzirrhose im Krankenhaus liege, dann werde ich wohl wissen "da bin ich aber schon ganz schön weit unten".

    Dennoch kein Grund für manche Alkoholiker, mit dem Trinken aufzuhören. Weil sie nicht können oder wollen, das wissen nur sie selbst.

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