Saphira - meine Geschichte mit meinem Mann

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  • Ich habe tatsächlich bis heute Nacht so sehr gehofft, dass er einsichtig wird. Ich habe so sehr um den Erhalt dieser Familie gekämpft und ich habe mir nichts so sehr in meinem Leben gewünscht wie diese Familie. Wir waren einmal so glücklich und so normal und jetzt das!

    Es tut mir sooooooooooooooo unendlich leid.

    Ich kenne diese Hoffnung. Ich versehe dich gerade zu 100%

  • das alleinige Sorgerecht dem Vater übertragen. Und warum solltest du sie nur unter Aufsicht die Kinder sehen dürfen???? Da müsste schon Kindeswohlgefährdung im Raum stehen!!! Anders sieht es bei dem 50:50 Modell aus. Ist im Moment ein gerngesehenes Modell. Berufsbedingt kann ich dir berichten, dass diese Modell nur in den seltensten Fällen klappt. D

    Er will nicht das alleinige Sorgerecht, sondern das geteilte, aber die Kinder sollen quasi bei ihm leben u ich darf sie sehen. Wie er auf Begleitung kommt, weiß ich nicht. Das bräuchte wohl eher er.

    Das 50:50 Modell halte ich für den größten Schwachsinn und eine absolute Zumutung für die Kinder. Die haben kein richtiges Zuhause mehr, müssen pendeln u so den Sch der Eltern noch mehr ausbaden.

  • Das 50:50 Modell halte ich für den größten Schwachsinn und eine absolute Zumutung für die Kinder.

    Ja, diese Modell klappt meist nur, wenn sich Ehepaare auseinandergelebt haben und sich beide einig sind sich zu trennen. Meist bleibt der Partner in der engeren Umgebung. Dieses Modell bedingt einen gute Vorbereitung. Sehe ich genau wie du.......schwierig. Leider wird es jedoch in letzter Zeit oft von den Anwälten benutzt damit die andere Partei die die Kinder in der Regel nicht betreut, keine zusätzlichen Kosten hat. Aber wie schon zuvor geschrieben, so leicht bekommt man das Modell vor Gericht nicht durchgesetzt!

  • Weißt du schon wie er auf so eine absurde Idee kommt?

    Das muss ja nicht mal von ihm kommen. Eventuell vom Anwalt. Maximalforderung stellen und schauen was man bekommt. Ich weiß nicht, ob ein Gespräch mit ihm gerade sinnvoll ist. Da würde ich mich rechtlich beraten lassen, ob der Schuss nachher nicht in den Ofen geht. Seine Beweggründe sind doch im Grunde egal. Wichtig ist, dass Saphira das für sie und Kinder beste rausholt. Das geht nur über das Gericht. Er hat mit seiner Aktion Tatsachen geschaffen, darauf gilt es zu reagieren. Aber ein Treffen? Da sagt mein Bauchgefühl nein.

    Alles was man über das Leben lernen kann, ist in 3 Worte zu fassen: es geht weiter.

  • Hallo Saphira

    ich kann Dein momentanes Gefühlschaos verstehen. Das geht von " wir waren so eine tolle Familie" bis hin zu grenzenloser Wut auf ihn...das ist auch nachvollziehbar.


    Wegen den Kindern:

    Der Anwalt hat einen Brief aufgesetzt mit seinen Forderungen. Was er bekommt, ist allerdings eine ganz andere Sache, glaub mir das mal :wink:

    Wenn Du Dir nichts erhebliches zuschulden kommen lassen hast bezüglich der Kinder, wird sie Dir niemand wegnehmen können, das is mal Fakt.

    Zu einem 50:50 -Modell müsstest Du zustimmen, das kann weder er noch sein Anwalt bestimmen.


    Das beste wäre, sich nun selbst einen Anwalt zu nehmen und dem alles ungeschönt erzählen, was so passiert ist.

    Keine Mutter muss ihre Kinder einem aktiven Alkoholiker geben.

    Solltest Du den Eindruck haben, das er alkoholisiert ist, brauchst Du sie ihm trotz Besuchsrecht nicht mal aushändigen.


    Wenn mit Hilfe des Jugendamtes keine Einigungen möglich sind, geht die Sache eh vors Familiengericht. Aber auch davor musst Du keine Angst haben.

    Ein Besuchsrecht kann auch mit Auflagen belegt werden,aber ob er so weit gehen möchte, bezweifel ich. Denn das könnte für ihn Konsequenzen haben, die ihm gar nicht gefallen würden.


    Saphira, ich bin keine Anwältin, aber wir haben eine ähnliche Sache im engsten Familienkreis miterleben müssen. Der Kindsvater stellt absurde Forderungen per Anwaltsbriefe, das es schon mitunter lächerlich war. Er bekam nix von seinen Forderungen, im Gegenteil, das Familiengericht stellte ihm gegenüber Forderungen in Form von Auflagen.

    Seitdem krakeelt der Kindsvater überall rum, wie ungerecht es hier in D wäre.

    Meene Jüte, es schütteln schon alle längst den Kopf über ihn.

    Die Sachbearbeiterin vom Jugendamt hat ihm neulich sogar mündlich mitgeteilt, das seine Forderungen absurd sind und kein Gericht in D sich darauf einlassen würde.


    Also, es wird alles nur halb so heiß gegessen, wie es gekocht wurde.

    Dir steht jetzt eine blöde Zeit bevor, weil vieles entschieden werden muss, Laufereien zwischen den Ämtern, Anwaltsgespräche und pipapo.

    Aber es wird auch wieder besser!

    Eure Ehe ist zerrüttet und zerstört, also mache Dir da bitte nix mehr vor. Schöne nix mehr, es ist, wie es ist...aber es kommen auch wieder schöne und bunte Momente in Dein Leben...immer mehr und mehr...


    Wenn eine Ehe gescheitert ist, dann ist das auch kein Versagen. Das kann passieren, auch wenn die Pläne mal ganz anders waren.

    Aber wir Menschen sind sehr anpassungsfähig an neue Situationen, auch wenn's anfangs unendlich schwer erscheint.

    Du schaffst das!

    Und lass Dich keinesfalls einschüchtern durch ein Anwaltsschreiben! Ein Anwalt ist ein Anwalt...und sicher kein Richter :wink:


    LG Sunshine

  • Wenn Ehen geschieden werden, es geht es nur um Recht, Recht vor dem Gesetz, nicht um Recht haben oder Gefühle.

    Es geht um pure Fakten, nicht um subjektive Befindlichkeiten. Fakten bedürfen oft einen Beweis, wenn sie nicht offensichtlich sind.


    Das schließt Kinder und menschliche Beziehungen ein. Das muß man sich immer wieder bewußt machen. Es geht nicht darum, wie sich Dritte (Kinder) ggf. fühlen, es geht darum beide Parteien „halbwegs fair“ zu trennen, zu befriedigen – vor dem Gesetz.


    Gefühlschaos oder schwelgen in der Vergangenheit hilft da wenig, im Gegenteil, damit wurde noch kein „Rosenkrieg“ gewonnen.


    Deshalb ist es ja auch so wichtig, sich anderen anzuvertrauen, sich mit ihnen auszutauschen, sich von Außenstehenden Hilfe zu holen.

    Zum Glück wurde das Scheidungsrecht in den letzten Jahren liberalisiert, doch bleibt es ein Balanceakt, sind sich beide Parteien nicht einig, ist anwaltliche Vertretung zwingend notwendig.


    Ich gab mal bei google scheidung ein und entdeckte div. Informationen, gerade in Bezug auf die aktuelle Rechtslage, natürlich auch viele kommerzielle Angebote.



    Jede Partei versucht mit allen (!) Mitteln das Beste für sich herauszuschlagen, wie im richtigen Krieg, es gilt den Gegner zu schwächen (mit jedem Mittel), möglichst zu vernichten, das versucht der gegnerische Anwalt auch.



    Bereite dich in Ruhe vor. Treffe im Vorfeld weder Absprachen, noch mache Zugeständnisse, die dir später zum Nachteil gereicht werden könnten.

    Bei einer Trennung ist nur Vernunft und Wissen gefragt, nichts anderes!

  • Du bist wütend, dass er überhaupt so etwas ausspricht. Jetzt muss dir bewusst werden das er mit allen Mitteln dagegenwirkt. Am besten du führst Protokoll über die vergangenen und die noch anstehenden Situationen. Das hilft bei dem Rechtsgespräch und vor dem Familiengericht.

    Du hast auch den Beweis des Polizeieinsatzes. Dies erst einmal du den Fakten.

    Ich habe viele Textnachrichten, in denen er mich beschimpft. Auch eine, in der er mir mal gedroht hat die Kinder zu nehmen und ich glaube auch eine, in der er mit Suizid gedroht hat.

    Außerdem war ich beim Hausarzt, bei der Familienberatung/Paarberatung, bei der Psychologin für mich, für die Kinder, die Polizei war da und was weiß ich, was noch alles.

  • Hallo Saphira,


    Deine Situation ist ja absolute Schei*e. Nutze einfach Deine Wut als Motivation und behalte kühlen Kopf. Es geht um Dich und Deine Kinder, deinem Mann bist du zu nix verpflichtet. Du darfst egoistisch und kalt ihm gegenüber sein.


    Ich wünsche Dir viel Kraft und Geduld

    sonnige Grüße

    Lütte

    "Die Definition von Wahnsinn ist, immer das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten" (Albert Einstein)

  • Weißt du schon wie er auf so eine absurde Idee kommt?

    Ich habe nicht die leiseste Ahnung. Das schafft er ohnehin nicht. Die letzten 10 Jahre war die Kinderbetreuung zu einem sehr großen Teil meine Sache, v.a. die letzten 2 Jahre. Er hat keine Nerven mehr dafür. Wie will er dann Vollzeit daneben arbeiten und sich um die Kinder, Hausübung, Freiteitgestaltung, Haushalt etc kümmern?

  • Der Anwalt hat einen Brief aufgesetzt mit seinen Forderungen. Was er bekommt, ist allerdings eine ganz andere Sache, glaub mir das mal :wink:

    Wenn Du Dir nichts erhebliches zuschulden kommen lassen hast bezüglich der Kinder, wird sie Dir niemand wegnehmen können, das is mal Fakt.

    Zu einem 50:50 -Modell müsstest Du zustimmen, das kann weder er noch sein Anwalt bestimmen

    Das hat die erste Anwältin, mit der ich heute gesprochen habe, auch gesagt. Schreiben kann der Anwalt ja mal.

    Er kann seinem Anwalt wohl nicht die ganze Wahrheit gesagt haben.


    Meine 2 engsten Freundinnen haben heute beide unabhängig voneinander gesagt, seine Forderungen sind zum Lachen. Einfach nur gestört!

  • Bereite dich in Ruhe vor. Treffe im Vorfeld weder Absprachen, noch mache Zugeständnisse, die dir später zum Nachteil gereicht werden könnten.

    Bei einer Trennung ist nur Vernunft und Wissen gefragt, nichts anderes!

    Ich spreche vorerst mit ihm gar nicht mehr ohne Anwalt. Ich werfe ihn auch nicht treffen ohne Begleitung.

  • Ich habe heute auf das Schreiben des Anwaltes in keiner Form reagiert.

    Gegen Mittag hat mir mein Mann eine Sprachnachricht gesendet - zuckersüß...er will eine friedliche Lösung, er will mir nicht schaden, er will das beste für die Kinder, es kann alles so weiterlaufen wie bisher, nur der Tag des Polizeieinsatzes war ihm zu viel, das hat ihm - haltet euch fest - DIE AUGEN GEÖFFNET!!! Wirklich? Die Augen geöffnet???? Dann hätte er zum Psychiater, aber nicht zum Anwalt gehen müssen.


    Eines weiß ich - die Kosten einer strittigen Scheidung kann er sich auch nicht leisten.

  • Ach ja - eine Sorge hat sich heute bereits zumindest vorübergehend gelöst. Wir teilen uns ja die Arbeitsräume unserer beiden Firmen und ich will da nicht mehr hin. Eine Freundin hat mir angeboten, ich kann vorübergehend für 2-3 Monate kostenlos in ihrem Haus einen Raum für meine Kundentermine nützen. Das habe ich dankbar angenommen. Ich könnte da sofort morgen anfangen, nur ich glaube, morgen brauch ich frei. Ich starte nä. Woche.

  • Für so amtliche Schreiben gibt es doch bestimmt Fristen und du musst nicht gleich antworten. Lass Dir Zeit, dich beraten und hole dir alle Informationen, die Du brauchst. Lass dich auf keine Diskussionen mit ihm ein.


    sonnige Grüße

    Lütte

    "Die Definition von Wahnsinn ist, immer das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten" (Albert Einstein)

  • Ich habe 14 Tage Zeit das Schreiben zu beantworten.

    Morgen kontaktiere ich einen Anwalt, der mich dann hoffentlich vertreten kann.

    Meine heutige Rechtsberatung hat mir auch geraten auf nichts zu antworten und ja nicht emotional zu reagieren.

    Später am Nm hatte er mir noch mal eine Nachricht hinterlassen: wenn es mir psychisch u körperlich nicht gut geht, kann ich ihn jederzeit anrufen, auch nachts, er kommt dann zwar nicht, aber er ruft mir die Rettung oder den Notarzt und kümmert sich um die Kinder.

    Tickt er noch richtig? Wenn mich der Schmerz überrollt, weiß ich schon, wen ich anrufen kann oder ich schreibe hier. Aber ich bin weder suizidal noch stehe ich vorm Nervenzusammenbruch. Ich bin traurig, zutiefst verletzt und wütend.

  • Tickt er noch richtig?

    Nein, der läuft völlig unrund.


    Saphira, kann es sein, dass er Drogen nimmt? Der Gedanke kam mir nämlich mehrfach

    wegen Deiner Schilderungen...


    Bewahre die Ruhe, Du hast schon viele Tipps bekommen. Die erscheinen alle sehr realistisch

    und nützlich, lass Dich nicht in die Enge treiben!


    Ich wünsche Dir viel Kraft für diese schwere Zeit!

    LG Elly


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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    *06.01.2013*

  • Liebe Saphira,


    versuche mal, dir über ihn keine Gedanken zu machen. Auch wenn er neben dem Alkoholismus noch eine andere Krankheit haben sollte, ist es seine Aufgabe, sich darum zu kümmern. Du hast jetzt doch wahrlich genug mit deinem Leben zu tun. Das sollte meiner Meinung nach in deinem Fokus stehen. Sonnige Grüße

    Lütte

    "Die Definition von Wahnsinn ist, immer das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten" (Albert Einstein)

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