orangeblau - Partner Alkoholiker oder bilde ich es mir nur ein

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  • hallo orangeblue,


    Lies dir deine Beiträge bitte selber von vorn durch und dann diesen von dir. Merkst du was? Er hat dich genau da, wo er Dich haben will. DU traust dir und deiner Wahrnehmung nicht.


    Jetzt aber mal völlig unabhängig davon, das er definitiv ein Alkoholproblem hat…angenommen er wäre kein Alkoholiker, meinetwegen sogar von einem Arzt/Psychologen offiziell bestätigt. Was genau macht das für dich für einen Unterschied??? DU bist nicht glücklich, DICH stört sein Komsum, sein Verhalten den Kindern gegenüber, DIR gegenüber als Partner, Ehemann. Wozu braucht es hier überhaupt die Diagnose Alkoholiker???

    Warum siehst du nicht die Fakten, die dich dich so fühlen lassen? Warum hat es wichtig, ob du nun richtig liegst oder nicht? An was genau hältst du fest?

    Es spielt doch gar keine wirkliche Rolle, ob er süchtig ist oder nicht- oder wäre eure Ehe, das Familienleben und Du damit auf einen Schlag gesund, normal und glücklich?


    Du sorgst dafür, deinen Kindern ein normales Leben vorzuspielen…Vorspielen? Sie haben ein normales Leben verdient. Ja, die Umstände sind alles andere als einfach, ja, finanziell mit dem Rücken an der Wand stehen, ist sch…. Aber du lebst in Deutschland. Du wirst nicht samt Kindern auf der Straße stehen und Lösungen finden sich immer, auch wenn man mal durchs tiefe Tal muss, man kann den Berg auch wieder erklimmen. und das ist etwas, was du deinen Kindern vorleben solltest, aber sicher nicht Leid und Traurigkeit auszuhalten, um ggf. ein Haus halten zu können. Was lebst du ihnen damit vor?

    Normales, harmonisches Familienleben mit Papa gibt’s doch bei euch gar nicht…eine glückliche und zufriedene Frau bist du ebenfalls nicht.


    Dreh dich doch bitte nicht weiter im Kreis und löse Dich mal von einer möglichen Diagnose, weil sie im Grunde irrelevant ist, wenn du dir die Frage stellst, wie du und deine Kinder leben wollt vs der Ist-Zustand.


    Verzeih, wenn meine Worte emotional kühl wirken…

  • Liebe Orangeblau,


    ich habe mich auch erst vor kurzem hier angemeldet.

    Auch ich habe eher nach "Beweisen" gesucht, dass kein Alkoholismus vorlieg, dass alles noch gar nicht so schlimm ist und ich bin erstaunt, dass du das auch tust, obwohl ich deinen Fall als eindeutig ansehe! Ich möchte dir auch meine Bestärkung aussprechen, für dich deine Grenzen zu ziehen, dich und deine Kinder zu schützen. Es ist so fies, bei euch hängt so viel daran. Am schrecklichsten finde ich es immer, wenn Kinder so direkt betroffen sind, weil ein Elternteil Alkoholiker ist.

    Ich kenn deine Hin- und Hergerissenheit, hätte man es doch nicht ausgesprochen, dann wäre doch noch alles gut- aber das ist es nicht, das wäre es nicht. Es sind ja Dinge vorgefallen, die dich zu diesem Schritt getrieben haben. Vielleicht hättest du noch eine kurze Zeit ausgehalten, den Mund zu halten. Aber nicht lange! Und je früher man einschreitet, desto größer sind die Chancen, da besser heraus zu kommen.

    Ich finde es furchtbar, dass deine Eltern (hatte ich das richtig verstanden?) sich da araus halten- sie sollten dir beistehen! Ich hoffe du hast jemanden Vertrautes, eine Freundin, Tante, Cousine die dir helfen!

    Ich wünsche dir sehr, dass du einen guten Weg für dich findest und cih kann deine Wut verstehen, dass ER das alles kaputt macht, was ihr habt. Ich kann zum Beispiel diese Ignoranz/ Scham/Sucht oder was es auch immer ist, nicht nachvollziehen, warum man sich keien Hilfe sucht, wenn man angesprochen wird von einem lieben Menschen. Ja, im ersten Moment reagiert man vielleicht ablehnend, aber wenn man in Ruhe darüber nachdenkt mus man doch refelektieren udn Einsicht zeigen. Aber das ist wohl die Sucht, die hat ihre eigene Dynamik...

  • Ob dein Mann Alkoholiker ist, weiß nur er. Dass du es nicht wahrhaben willst und insgeheim hoffst, dich zu täuschen, ist deins. Dass du ihn dadurch indirekt verteidigst, ist die Folge.


    Welche Hilfe möchtest du nun hier für dich erfahren? Ist doch so dann alles in Ordnung. Oder nicht?


    Dein Wahrnehmen, deine Zweifel kann dir auch keiner nehmen. Auch wenn die Indizienkette darauf hinweist, dass dein Mann Alkoholiker ist, wirst du hier es auch nicht erfahren. Ich halte auch die Mutmaßungen, Ferndiagnosen hier für nicht zielführend.


    Es geht hier also nur um dich, es belastet dich. Was kannst du für dich jetzt tun? Im Moment machst du dein Leben von seinem Saufen abhängig. Lebst sein Leben mit.

    Gruß Hartmut

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    Wer will findet Wege , wer nicht will, findet Gründe !

  • Auch wenn ihr jetzt alle den Kopf schütteln werdet, habe ich vorerst entschieden kein Drama zu machen und zu bleiben.

    Wie haben besprochen eine Paarberatung zu machen.

    Es hängt einfach zu viel dran, ich kann das nicht von heute auf morgen beenden. Die letzten 2 Tage waren auch normal, mir ist nichts aufgefallen und er war auch zu den Kindern toll.


    Aber ja..ich habe leider mittlerweile Verfolgungswahn. Werde nervös wenn er in den Keller oder die Garage geht und versuche gut zu lauschen. Ich muss leider zugeben, dass ich auch ein bisschen gesucht, aber zum Glück nichts gefunden habe. Furchtbar dieses Kontrollbedürfnis.

  • Und ja, meine Eltern wollen sich raushalten. Genauso wie seine.

    Beide Paare wissen von meinem Verdacht.

    Die einheitliche Meinung ist, ich solle ihm sein Bier gönnen. Männer wären nun mal so, ich wäre zu streng, solle doch auch mal abends gemütlich was mit ihm trinken im Garten (schwiegermutter).


    Vollräusche hat er wie gesagt ja nicht. Genauso geht er mittlerweile so gut wie nie feiern oder so. Auf Geburtstagen trinkt er 2-3 Bier. Das was mir Angst macht läuft nur zuhause ab bzw. eben heimlich (?).


    Unsere Eltern meinten einheitlich, dass es da ganz andere geben würde, die eben regelmäßig total besoffen von Festen heimkommen und sowas.


    Ich glaube deswegen denken die alle, dass ich übertreibe.

  • Auch wenn ihr jetzt alle den Kopf schütteln werdet, habe ich vorerst entschieden kein Drama zu machen und zu bleiben.

    Hallo orangeblau,


    als ich schüttle nicht mit dem Kopf weil du bleibst und dich nicht trennst. Ich verstehe dich sogar sehr gut und ich bin wirklich die Letzte die sich darüber ein Urteil erlauben dürfte . Siehe meine Geschichte!


    Aber dennoch schüttle ich mit dem Kopf, weil du an deiner Wahrnehmung zweifelst!!!! Weil du dich beeinflussen lässt, von deinem Mann, deinen Schwiegereltern und wer weiß noch wem alles. Und dir geraten wird mit ihm zu trinken????


    Wir können in der Tatsache nicht beurteilen ob er ein Problem mit dem Alkohol hat. Aber die Signale die du und geschildert hast sind schon recht eindeutig.


    Wenn du dir schönredest dass es NORMAL ist belügst du dich selbst.


    Du sollst ihn ja nicht gleich verlassen! Du sollst ihn auch nicht überwachen, denn das machen wir Cos immer sehr gern.


    Höre auf dein Gefühl und wenn es dich stört, sprich es an. Es wird der Tag kommen wo du nicht mehr wegsehen kanns/willst. Alles braucht seine Zeit. Gib dir/euch die Zeit.


    Ich wünsche dir und deiner Familie, dass sich alles zum guten wendet. Er irgendwann Einsicht zeigt und ihr die Probleme angeht.


    Liebe Grüße Petra

  • ... Die letzten 2 Tage waren auch normal, mir ist nichts aufgefallen und er war auch zu den Kindern toll.


    Aber ja..ich habe leider mittlerweile Verfolgungswahn. Werde nervös wenn er in den Keller oder die Garage geht und versuche gut zu lauschen. Ich muss leider zugeben, dass ich auch ein bisschen gesucht, aber zum Glück nichts gefunden habe. Furchtbar dieses Kontrollbedürfnis.

    Mach` dich bitte nicht verrückt!

    Vertraue deinen Wahrnehmungen.

    Vielleicht verändert er sich ja gerade, vielleicht auch nicht. Ich weiß es nicht.

  • Das was mir Angst macht läuft nur zuhause ab bzw. eben heimlich (?)

    !


    Liebe orangeblau,


    im Prinzip haben deine Schwieger-/Eltern ja recht. Lass ihn sein Bier trinken. Wer sind wir jemanden anderen was vorzuschreiben? Ob Alkoholiker oder nicht. Nur bitte, schau auf dich! Wenn es dir mit seinem Konsum nicht gut geht, dann liegt es an dir, etwas daran zu ändern. Dein Weg ist gerade der, dass du deine Einstellung dazu ändern willst, weil andere sagen, dass du übertreibst. Also dir selbst deine Gefühle absprichst, dass es dich gefälligst nicht zu stören hat. Hm. Orangeblau, ich glaube das geht nach hinten los. Deine Schwieger-/Eltern leben nicht mit deinem Partner zusammen, sie haben nicht die Verantwortung für eure Kinder, der Mensch im Mittelpunkt bist du.


    Ich habe es auch mit einer Paartherapie versucht und da wurde mir klar, dass alle Probleme der Welt vermutlich lösbar sind...aber nicht wenn Alkohol in der Beziehung eine Rolle spielt. Wie geht es dir bei dem Gedanken, dass dein Mann weiter trinken wird? Glaubst du, du kannst dich genug verbiegen, sodass es sich gut für dich anfühlt (so liest sich deine Lösung für mich)?


    Ich schüttle nicht den Kopf, ich wünsche dir, dass du den Mut hast weiter hinzuschauen. Nicht kontrollieren aber bitte, bitte schau nicht weg. Pass auf dich auf!


    LG,

    Anni

    Alles was man über das Leben lernen kann, ist in 3 Worte zu fassen: es geht weiter.

  • Liebe orangeblau,

    ich finde es schlimm, wie die eltern und schwiegereltern reagieren und in welche situation DICH das bringt.

    sie verharmlosen es, du sollst es ihm „gönnen“.

    na prima.

    und du bleibst alleine mit DEINEN sorgen, beobachtungen, hinterfragst DICH. DU lebst mit ihm zusammen, DU erlebst es jeden Tag und kommst in X Situationen in denen DU ein komisches Bauchgefühl hast.


    Das ist ja genau das Problem von uns CO‘s!

    Ich wünsche Dir hier im Forum dolle, dass Du Dich unterstützt und richtig wahrgenommen fühlst!!!

    :!:


    Ich finde es glaube ich auch deshalb so schlimm, weil mich persönlich das total fertig machen würde. Es ist schon so schwer genug mit einem alkoholabhängigen Partner und ich welches Dilemma man da „rutscht“.


    Wenn ich kurz von mir erzählen darf.

    Ich reibe mich gerade daran auf, dass meine Stimmung davon abhängt, wie es trinkmäßig läuft.

    Ich mag/kann nicht mehr so wegschauen wie früher.

    Ich versuche - eigentlich- nichts mehr zu sagen, schaffe es aber fast nie.

    Außerdem reicht es auch schon, wenn ich mich reserviert verhalte. Es ist ja klar für beide Seiten, dass was nicht OK ist. Wenn ich „ES“ besser unter den Tisch kehren könnte (so wie er), dann wäre die Stimmung auch besser. Das gelingt mir aber immer weniger. So ist ständig Streit. Und ich bin müde, kaputt, meine Hoffnungen schwinden immer mehr. Ich mag nicht mehr! Alles deutet darauf hin, dass ich mich trennen muß/werde, weil die Belastung für mich zu groß ist.

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