Pamela71 - Mein Mann ist ein Alkoholiker

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Liebe Pamela,


    leider habe ich gerade kaum Zeit ausführlich hier zu schreiben. Jedoch glaube ich, wäre es im Moment besser, wenn sich die Gemüter jetzt erst einmal beruhigen.


    Beim Schreiben und Lesen hier, fehlt die Mimik und Gestik um einordnen zu können, wie der andere es gemeint hat.


    Lea ist eine EKA und sieht die Dinge aus ihrer (ein Kind das bei ihrer alkoholkranken Mutter aufgewachsen ist) Sicht!!!!


    sunshins Sicht und Erfahrung resultieren wiederum auf der anderen Seite.


    Ich glaube. keiner meint es böse mit dir. Sie wollen uns wachrütteln, auf ihre Art. Wir Menschen sind alle sehr unterschiedlich. Die einen brauchen einen Aschtritt, die anderen einen sanfteren Umgang.


    Wenn ich mich früher ungerecht behandelt fühlte, schlug ich auch mit Worten um mich, wie du im Moment. Oft sieht man dann in der Wut nicht die gutgemeinten Ratschläge. Bitte denke darüber nach.


    Ich habe mich am Anfang, auch einmal hier geärgert. Ich habe mich dann zurückgezogen und habe in den Tagebücher der anderen hier gelesen und bemerkt, dass mir das sehr viel weitergeholfen hat. Ich bemerkte, dass ich wütend war, weil ich mir einige Dinge nicht eingestehen konnte. Also es lag an mir!


    Vieleicht versucht du es auch einmal, (Tagebücher lesen) so lernt man die anderen hier ein wenig besser kennen und kann ihre Aussagen besser einschätzen.


    Oft hilft es auch, erst eine Nacht darüber zu schlafen wenn man sich ärgert. Dann kann man reflektierter und besonnener antworten.


    Liebe Pamela, ich glaube, alles wollen dir nur helfen.

  • einige Dinge nicht eingestehen

    Hallo Pamela,


    da melde ich mich auch mal kurz. Und nur zu dieser Aussage.


    Habe mich schon sehr oft aufgeregt. Vor nicht langem meinte sogar jemand - frei übersetzt - ich hätte keinen A... in der Hose.

    DAS wollte ich nicht hören. Aber die Umstände, und es ist so schwer, und die haben leicht reden, usw.


    Erst mal abkühlen lassen und mich dann gefragt, aus welchem Grund ärgert mich das so?

    Weil es gestimmt hat *grummel*


    Und dann ist es passiert und ich habe endlich etwas getan. Und genau z. B. diesen, eigentlich unfreundlichen Satz hat es wohl gebraucht.


    Also, ohne auf alles hier einzugehen. (Mein Vater war übrigens gewalttätig) Warum regt mich der eine oder andere Satz auf? Wäre gar nichts dran, würde ich mich gar nicht ärgern.


    Einfach mal sacken lassen. Emotionen brauchen immer etwas Zeit.

  • Pamela, wenn Du Dich in zwei Jahren allein siehst, auf meine Frage hin… dann versuche bitte nach Lösungen zu suchen, denn die gibt es. Wenn sich alle, die ein gemeinsames Geschäft- oder eine pflegebedürftige Schwiegermutter haben nicht trennen könnten, dann wäre das Leben für die meisten Menschen von uns sehr traurig. Es gibt IMMER Lösungen.


    Was die Ansicht angeht, es wäre nicht schlimm für ein Kind, wenn sie den Elternteil „nur“ betrunken erleben müsste, mehr nicht… da bin ich nach wie vor verstört drüber. Zumal ich das nach den Ausführungen (es wird noch mehr Ausraster geben) nicht glauben kann.



    Im Grunde genommen reicht es, sich den Beitrag von Blume ganz genau durchzulesen und nachzuvollziehen. Damit ist alles gesagt.


    LG Cadda

  • Sunshine_33

    Bin ich und das sogar ganz klar - nur Hilfe sieht bei mir anderes aus als das was hier von Dir kommt. Du verurteilst und machst Druck und dann kommt wieder keiner will Dir was……..das tut keinem gut der Hilfe sucht…..

    Pamela, ich erwarte mir hier keine direkte Hilfe - es ist nämlich eine SELBSTHILFEgruppe. Den Weg müssen wir nämlich letztlich alle alleine und selber geben. Du hast ein Kind zur Welt gebracht. Du hattest wahrscheinlich eine Hebamme und vielleicht war dein Mann bei dir. Kriegen musstest du deine Tochter aber selbst. Den Geburtsschmerz musstest du alleine aushalten. Den konnte dir niemand abnehmen und die Kraft dein Kind aus deinem Körper zu pressen musstest du auch alleine aufbringen. Die Hebamme und dein Mann waren "nur" Begleiter auf diesem Weg.

    So sehe ich die Menschen hier. Sie rütteln wach, sie bohren in Wunden, sie bekräftigen und motivieren. Sie sagen manchmal, was du hören willst (Verständnis für deine Situation), manchmal aber auch, was du hören MUSST! Nur das bringt uns weiter!

    Es ist aber auch völlig in Ordnung dort zu bleiben, wo wir jetzt sind.

  • Hallo zusammen,

    bevor es weiter hochkocht, sollten wir uns mal besinnen, warum wir hier sind. Es geht um Erfahrungsaustausch, um keine Beratung oder Auffordern, wie das ein anderer User nun umzusetzen hat.


    Pamela, es hat aber auch einen Grund, warum das passiert. Es werden eigene Erinnerungen wach, das eigene Leid kommt hoch, es wird mit deiner Situation abgeglichen, projiziert und dann wird es auch mal etwas ruppiger. Gerade wenn es von außen so aussieht, dass „die Umsetzung“ etwas schleppend ist oder gar die Ernsthaftigkeit fehlt.


    Ich kann dir die Geschwindigkeit nicht vorgeben, wie du es zu machen hast. Ich trage nicht die Konsequenzen. Die trägst du mit dem Umfeld selbst. Ich weiß, aber was passiert, wenn es halbherzig umgesetzt wird. Es wird nicht besser, es verlängert das eigene Leiden.


    Ich kenne es aus dem Alkoholiker Bereich, wenn der Entschluss aufzuhören gefasst wurde, aber nicht schnell umgesetzt wird hat das Folgen. Wer dann als Alkoholiker weiter säuft, verreckt schneller, setzt er es nur schleppend um und versucht sich im kontrollierten Saufen, verreckt dann langsamer. Das Endergebnis ist dasselbe. Nur leidet er auch länger, bis der Tod ihn holt.


    Nun kenne ich es auch aus der Sicht eines EKA. Ich hatte als Kind einiges mitbekommen, es jedoch anders einsortiert als ein Erwachsener. Je älter ich wurde, umso besser grenzte ich mich auch ab.


    Ich weiß nicht, wie es deine Tochter sieht oder ob du darüber schon mal mit ihr gesprochen hast. Ich weiß jedoch, dass ich mit 24 schon so weit war und mich abgrenzen konnte.

    Gruß Hartmut

    ---------------------


    Wer will findet Wege , wer nicht will, findet Gründe !

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!