Maria - Hallo ich bin Maria und ich glaube mein Mann ist Alkoholiker

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Vielen Dank für eure Antworten. Ich bin gerührt.


    Sam das ist erschreckend für mich zu lesen, was der Psychiater dir geraten hat. So ähnlich war es wsh. auch bei meinem Mann. Mein Mann hat dem Psychiater erzählt, dass ich ihn gerne herumkommandiere (ja ich kann schon eine Nervensäge sein....ich weiss das) und offenbar hat ihm der Psychiater dabei zugestimmt, dass ich anstrengend wäre. Und natürlich die Belastung durch Familie etc.


    Ich habe je länger je mehr ein schlechtes Gewissen, wenn ich etwas für mich unternehme. Gleichzeitig wünsche ich mir, er würde mehr für sich machen. Aber das macht er gar nicht. Er arbeitet oder trinkt und wenn er nicht trinkt dann schmollt er. Und wenn er schmollt bekomme ich wieder ein schlechtes Gewissen, weil ich das Gefühl habe, dass ich schuld bin oder nicht gut genug bin oder weil ich mich um mich selber kümmere. Mein Verstand weiss, dass ich nicht schuld bin aber das Gefühl ist trotzdem da.


    Ich glaube auch, dass er tief innen weiss, dass er ein Alkoholproblem hat. Zurzeit sucht er aber genau Bestätigung, dass es nicht so ist. (Ich ertappe mich selber sogar dabei, wie ich mich (kurz) freue wenn jemand das herunterspielt).

    Er hat auch seinem Arbeitskollege (und Freund) erzählt, dass ich denke, dass er Alkoholiker ist. So konnten sie sich gegenseitig vormachen, dass ja alles halb so schlimm ist.

  • Hallo Maria,


    so ging es mir vor 10 Jahren. Ich hatte Bauchschmerzen beim nach Hause kommen und ein schlechtes Gewissen, wenn ich was für mich unternahm und dabei noch Spaß hatte. Mein armer Mann saß derweil alkoholisiert auf der Couch, hat sich bemitleidet und auf Gott und die Welt geschimpft. Ich bin wie auf Eiern nach Hause und war froh, wenn er schon eingeschlafen war. Das ist kein schönes Leben. Dann fand ich dieses Forum und begann mein Leben zu ändern. Zu Anfang waren da so viele Fragen. Natürlich war ich diejenige, die ein Problem hatte, natürlich trank er nicht mehr als die anderen, natürlich war ich die Böse, die immer meckert und rumkommandiert. Ich hab mich nach solchen Gesprächen, in denen es um den Alk ging, immer so richtig mies gefühlt. Irgendwann hatte ich die Nase voll und bin gegangen, heimlich und mit ganz schlechtem Gewissen. Damit war das Thema nicht erledigt, aber ich konnte leichter Grenzen setzen und zur Ruhe kommen.

    Am Ende ist es egal, was er sagt, wo er sich Bestätigung holt. Du fühlst dich an seiner Seite nicht mehr wohl. So wie es sich liest, wird er den Alkohol nicht lassen, also ist es an Dir, Dir zu überlegen, wie Du leben möchtest.


    Viel Kraft und Geduld wünsche ich Dir.

    sonnige Grüße

    Lütte

    "Die Definition von Wahnsinn ist, immer das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten" (Albert Einstein)

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