77BombayStreet - Ich stelle mich vor

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Hallo liebe Mitglieder

    Seit ca. 5 Jahren lese ich hier mit und habe heute den Mut und die Kraft gefunden mich vorzustellen. Bisher habe ich noch gedacht das lohnt sich nicht, mein Mann schafft das schon. Eine absolute Fehleinschätzung.

    Ich bin weiblich, 36 Jahre alt, habe drei Kinder und mein Mann ist Alkoholiker. Er weiss davon und kämpft mehr oder weniger erfolglos dagegen an.

    Aktuell ist er gerade in einer Phase in der er nicht trinkt und sich Veränderung wünscht. Mein Problem dabei ist, dass er gerne davon redet was ich alles verändern könnte und sollte und was ich in seiner nassen Zeit alles falsch gemacht habe. Ich kann mit diesen Vorwürfen ganz schlecht umgehen. Ich bin mir nämlich überhaupt keiner Schuld bewusst. Klar, ich habe einiges gemacht was eigentlich nicht geht, aber wenn der Partner und Vater tagelang 1,5 Promille hat ist das für mich quasi Notwehr wenn ich ihm einfach mal seinen Hausschlüssel oder seinen Geldbeutel entwende.

    Kennt das jemand? Wie kommt man da raus? Es gab Zeiten in denen er mich damit absolut verunsichert hat. Eigentlich immer noch, aber nicht mehr so stark.

    Ansonsten ist unsere Geschichte ungefähr so wie man sie hier immer wieder liest. Er hat schon immer viel getrunken, ich früher auch. Irgendwann kamen aber unsere Kinder und ich habe mich anderweitig orientiert und gar keinen Alk mehr getrunken. Bei ihm ist es parallel dazu immer mehr geworden. Damals war er ein klassischer Pegeltrinker. Immer lustig und gesellig. Dann hat er angefangen auch alleine zu Hause zu trinken und es wurde unfassbar viel und von lustig und gesellig war keine Rede mehr. Inzwischen wird er schon nach dem ersten Bier anstrengend. Oft kann er tagelang nicht mehr aufhören zu trinken und lungert dann volltrunken in unserem gemeinsamen Haus rum. Gewalttätig war er nie. Aber ungepflegt, herrisch, bösartig und manipulativ. Er war schon mehrere Male stationär zum Entzug.

    Aktuell würde ich mich gerne trennen, schaffs aber nicht. Ich hoffe immer noch auf das schöne Leben das wir eigentlich hätten, wenn nur die Sauferei nicht wäre. Gleichzeitig bin ich gerade ein bisschen neidisch auf euch, die diesen mutigen Schritt schon gemacht haben und endlich in Ruhe wieder zu sich zu finden können. Ich hoffe das passt erst mal so und freue mich auf Austausch.

    Liebe Grüsse

  • Hallo liebe Bombay street! Uff, 5Jahre stille Mitleserin- da sag ich erst mal, super,dass du den Schritt ins Laute gemacht hast!

    Du hast selber schon geschrieben: hier gibt es sehr, sehr viele Schilderungen von Angehörigen, welche deiner gleichen. Und bei Dir im Kopf scheint der Entschluss irgendwie auch schon so halb gemacht (deswegen der „Neid“)-Dein Herz hängt noch sehr fest, richtig?

    Du musst Dich fragen: welches Leben möchtest Du, welches Leben möchtest Du für Deine Kinder. Ist es das was du gerade erlebst? Wenn die Antwort: Nein! Ist, kennst Du Deinen way out bereits. Da kann man auch nichts beschönigen, ihn ändern wirst Du nicht. (Lies dir deinen Beitrag noch einmal selbst durch und reflektiere, was Du der Frau sagen würdest, die das geschrieben hat)

    Wenn ich lese, dass dein Partner die Fehler und Verantwortung für seinen Konsum bei Dir sucht, habe ich kein gutes Gefühl- da ist noch „nasses“ Denken. Das ist nicht das Denken eines Alkoholikers, der dauerhaft trocken sein möchte.


    Bestünde denn die Möglichkeit der räumlichen Trennung?


    Lg

  • Hallo liebe Mona

    Danke für deine Antwort und deinen Input.

    Mein Herz hängt eigentlich an einer Person, die ich schon lange nicht mehr in ihm sehe. Ich habe schon mal versucht mich zu trennen, das ist allerdings gar nicht so einfach. Ohne Anwalt verlässt er unser gemeinsames Haus nämlich nicht. Zudem haben wir drei Kinder, ich bin finanziell von ihm abhängig und möchte nicht, dass die Kinder hier weg müssen.

    Ich bin wenigstens inzwischen an einem Punkt angelangt, an dem ich mir nicht mehr so viel gefallen lasse. Seine Diskussionen, Vorwürfe und Ablenkungsmänöver kann ich recht zügig abweisen und es geht mir auch nicht mehr so nah.

    Er gibt mir nicht die Schuld an seinem Konsum, aber an 1000 anderen Dingen. Er sagt hauptsächlich, dass ich übertreibe, er hätte mir ja nichts getan und dass ich entsprechend überreagieren würde. Ich tappe tatsächlich jedes Mal wenn er mir so kommt in seine Rechtfertigungsfalle und versuche verzweifelt an seinen Verstand zu appellieren. Er verdreht dann einfach irgendwas was ich gerade gesagt habe und bindet mir daraus einen Strick.

    Mein Ziel für heute: Mich auf keine Diskussion einlassen.

    Liebe Grüsse

  • Guten Morgen Bombay,


    herzlich Willkommen hier bei uns. Wenn Du die Geschichten der anderen Co.Abhängigen liest, dann wirst Du feststellen, dass es fast immer das gleiche Muster ist. Der Alkoholiker trinkt und rechtfertigt sein Trinken damit, dass es ja in der Beziehung so schlecht läuft oder dass andere Dinge im Leben so fürchterlich schlecht laufen, so dass der Alkoholiker quasi trinken "muss". Das ist absolut falsch und ich bitte Dich, Dir auf gar keinen Fall die Schuld dafür zu geben. Selbst wenn Du mal Fehler machen solltest, das gehört dazu und rechtfertigt überhaupt nicht, dass der Partner trinken muss.


    Das Problem an der Sache ist, dass Du ihm nicht helfen können wirst. Selbst wenn er sich ganz fest vornimmt, mit dem Trinken aufzuhören: Theorie und Praxis unterscheiden sich eben leider deutlich voneinander. Er kann den Schritt nur allein gehen, Du kannst nichts richtig genug machen, dass Du in irgendeiner Weise Einfluss darauf hast.


    Möchtest Du Dich hier mit den anderen Angehörigen austauschen? Es wird Dir sicherlich helfen, Dich zu sortieren und in andere Richtungen zu denken. Ich sende Dir mal den Link, den Du kurz ausfüllen könntest, damit wir Dich für den offenen Bereich freischalten können.


    LG Cadda


    Bewerbung - Alkoholiker Forum
    Bewerbung für die Teilnahme am Forum
    alkoholiker-forum.de

  • Cadda

    Hat den Titel des Themas von „Ich stelle mich vor“ zu „77BombayStreet - Ich stelle mich vor“ geändert.
  • Das ging ja schnell :)


    Ich habe Dich für den offenen Bereich freigeschaltet und in den richtigen Bereich verschoben. Deinen Usernamen habe ich mal vor den Betreff gesetzt, das ist übersichtlicher.


    Hier geht es nun für Dich weiter :)

  • Guten Morgen, so wie Dir geht es hier vielen, insbesondere die finanzielle Abhängigkeit macht die Entscheidung dann noch zusätzlich schwer.


    Für die Kinder ist das Zusammenleben mit einem Alkoholiker sehr anstrengend und es hinterlässt tiefe Spuren. Es gibt hier auch ein Unterforum für Kinder von Alkoholikern. Die Geschichten dort sind eindringlich und zeigen deutlich, dass man gerade auch für das Wohl der Kinder das Weite suchen sollte, wenn der Partner nicht ernsthaft trocken werden will.


    Ich glaube bei Dir heraus zu lesen, dass Du diese ganze Einsicht schon hast und auch weißt, dass der Schritt ansteht.

    Wie wäre es denn, wenn Du Dir fachliche Hilfe holst? Für Frauen gibt es auch häufig Rechtsberatung bei unabhängigen Trägern-da könntest Du auch einen Termin ausmachen. Häufig ist die Situation nämlich gar nicht so ausweglos, wie man denkt, man braucht nur jemand mit Sachverstand, der in die richtige Richtung deutet.

    Du erscheinst mir eine starke und sehr kluge Frau zu sein- du kannst das in jedem Fall schaffen!

  • Herzlich Willkommen Bombay,

    du bist ja schon um einiges länger hier als ich es bin.....

    aber wenn der Partner und Vater tagelang 1,5 Promille hat ist das für mich quasi Notwehr wenn ich ihm einfach mal seinen Hausschlüssel oder seinen Geldbeutel entwende.

    Kennt das jemand?

    So in etwa! Da war ich jedoch noch sehr jung und ohne Kind. Da habe ich ihn zu vor gewarnt , sollte er Betrunken heimkommen lass ich ihn nicht rein. Dann kann er gleich bei seiner Stammfamilie übernachten wo er getrunken hat. Gesagt getan. Tür wurde von innen verschlossen und er übernachtete am Dachboden.......Tja, vielleicht hätte ich da schon hellhörig werden sollen????

    Ohne Anwalt verlässt er unser gemeinsames Haus nämlich nicht.

    Hast du schon mal eine Information eingeholt? Vielleicht kann dir das bei deiner endgültigen Entscheidung helfen!


    Bist du bereit die nächsten Schritte zu gehen?

  • Hallo Mona

    Danke für deine Anregung.

    Ich war tatsächlich schon mal bei einer Anwältin und kenne die rechtliche Situation. Es ist ja blöderweise gar nicht so einfach einen Betrunken auf die Schnelle aus dem Haus zu kriegen. Schnell geht das gegen seinen Willen nur wenn er gewalttätig ist. Das ist bei uns nicht der Fall.

    Ich glaube auch, dass ich den Entschluss schon gefasst habe, mir aber die Kraft fehlt um zum Anwalt zu gehen. Ausserdem ist mir das auch unglaublich unangenehm und peinlich. Eigentlich schiebe ich es raus, weil ich mir nicht sicher bin was ich schlimmer finde. Meinen Partner oder das was mir da alles bevorstehen würde.

  • Ich glaube auch, dass ich den Entschluss schon gefasst habe, mir aber die Kraft fehlt um zum Anwalt zu gehen.

    Hallo liebe BombayStreet, willkommen im Forum!

    Als ich vor ein paar Wochen das erste Mal beim Anwalt gesessen bin, war mir das auch schrecklich peinlich. Er hat mich beruhigt, dass er erstens Schweigepflicht hat und zweitens regelmäßig solche Geschichten hört und es für ihn sozusagen Alltag ist.

    Eigentlich schiebe ich es raus, weil ich mir nicht sicher bin was ich schlimmer finde. Meinen Partner oder das was mir da alles bevorstehen würde.

    Dieses Argument kann ich verstehen und auf die Schnelle konnte ich keine Entscheidung zwischen den beiden Möglichkeiten treffen, nach ein paar Sekunden des Nachdenkens aber schon: es ist schlimmer nichts zu machen und eine unbefriedigende Situation hinzunehmen und dabei selbst immer unglücklicher zu werden.

    Mein Problem dabei ist, dass er gerne davon redet was ich alles verändern könnte und sollte und was ich in seiner nassen Zeit alles falsch gemacht habe.

    Du kannst ändern, was du willst, wenn er nicht dazu bereit ist sich selbst zu verändern, wird sich nichts ändern. Es kann sich jeder nur selber verändern!

    Mein Herz hängt eigentlich an einer Person, die ich schon lange nicht mehr in ihm sehe.

    Dieses Problem teilst du mit sehr vielen hier, ebenso die finanzielle Abhängigkeit.

    Mein Anwalt sagte zu mir beim ersten Treffen, aus finanziellen Gründen muss heute niemand mehr in einer unglücklichen Ehe bleiben.


    LG, Saphira

  • Hey BombayStreet,

    Wie alt sind eure Kinder? Was kriegen sie mit und was sagen sie zu seinem (Trink-)Verhalten?

    Du schreibst, dass du seit 5 Jahren still mitliest.. ich spüre dermaßen mit, dass muss sich ja auch auf dich auswirken..

    Ich habe so viele Fragen gestellt, entschuldige bitte aber deine Geschichte trifft mich, wie viele hier, sehr..

  • Hallo Yasmin

    Unsere Kinder sind 10 und 7 Jahre alt, das Jüngste ist 8 Monate alt.

    Ich muss vielleicht dazu sagen, dass es in den letzten fünf Jahren eine lange Phase (über 2 Jahre) gab, in der er wegen Führerscheinproblemen erwiesenermassen gar nichts getrunken hat.

    Bei ihm liefs in der Zeit richtig gut. Beruflich sowieso finanziell auch und wir haben uns wieder angenähert. Bei ihm entstand dann für mich überraschend noch ein Kinderwunsch. Ich habe mir gedacht, dass er die anderen beiden quasi verpasst hat und was nachholen möchte. Kaum war ich schwanger hat er mit „kontrollierten Trinken“ angefangen. Von einem Tag auf den andern war der alte überhebliche Klugscheisser wieder da und es hat nicht lange gedauert und von „Kontrolle“ konnte keine Rede mehr sein. Kurz nach der Geburt unserer Jüngsten war er zur „Entgiftung“. Da hat er zwar mit Alkohol aufgehört, wurde aber auf irgendwelche Benzos umgestellt. Bei manchen Ärzten fragt man sich wirklich. Im Frühling war er mit viel Geheule und Versprechungen nochmal zur Entgiftung. Ich glaube die guten Vorsätze haben ungefähr 3 Wochen gehalten.

    Die beiden Grossen kriegen das natürlich voll mit. Er ist manchmal tagelang völlig dicht, zeitlich und situativ desorientiert. Ich raste dann komplett aus, wenn er in der Früh schon völlig ungepflegt und noch in Schuhen vom Vortag vor der Glotze liegt und einfach nur voll ist. Für die Kinder ist das sicher äusserst unangenehm, die hassen das Gestreite. Ich kann nicht genau sagen wie sie das alles empfinden. Sehe aber, dass sie ihrem Vater gegenüber erstaunlich loyal sind. Das tut mir immer unglaublich leid, weil ich sehe, wie er ihre Loyalität mit Füssen tritt. Sie wissen im Groben von seiner Krankheit, wie weit sie das verstehen weiss ich nicht. Ich verstehs ja selber nicht.

    Aktuell ist es so, dass ich Anfang September wieder zum arbeiten angefangen habe und mein Mann in der Zeit auf die Kinder aufpassen sollte.

    Er hat sich kaum war ich weg beim Pizzakurier Bier und Wein bestellt und die Kinder vor dem Fernseher geparkt. Als ich heim kam, lag er betrunken im Bett von unserer Mittleren, das Baby hat wenigstens geschlafen obwohl es kein Abendessen bekommen hat. Seither ist meine Mutter als Babysitter eingesprungen. Das war ihm wohl doch etwas unangenehm. Seit zwei Wochen hat er nichts getrunken. Dafür macht er mir durchgehend Vorwürfe weil ich ihn unter Anderem als Arschloch bezeichnet habe (meiner Meinung nach völlig zu Recht). Auch sonst ist er ständig beleidigt, sucht nach einem Haar in der Suppe und hat einen Radius der knapp von der Küche bis zur Coutch reicht.

    Ich versuche das alles nicht so an mich ran zu lassen. Ich habe zum Glück meine eigenen Interessen, Freunde und Hobbys und gestalte mein Leben abgesehen von den Finanzen völlig unabhängig von ihm. Das hat ihn zwischenzeitlich mal genervt, inzwischen ist er aber wieder mit sich selbst beschäftigt.

    So, ist jetzt doch etwas länger geworden, ich hoffe es langweilt nicht zu sehr.

    Liebe Grüsse

  • Die Dimension, was von Angehörigen weggesteckt und kompensiert wird, wurde mir erst bei diesen Erfahrungsberichten klar..

    Ich bin erschüttert, schockiert und fühle bis ins Knochenmark mit..

    Mir geht es ähnlich, +/- hier und da..

    Ich sehe so viele Parallelen, und mir wird so einiges bewusst(er)..

    Eigentlich hast du eine Parallelwelt zu seiner Welt aufgebaut, arrangierst dich irgendwie mit der Situation..

    Aber, dass du mit dem 3. Kind in solch einer Situation gesteckt wurdest.. das er beim Betreuen der Kids solche Sachen erlaubt..

    Da fehlen einem die Worte..

  • Stimmt, die Betreuungssituation ist für mich so auch nicht tragbar. Ich bin wahnsinnig froh, dass meine Mutter mir versprochen hat im Notfall jederzeit einzuspringen. Das ist mir zwar unangenehm und peinlich, aber es entspannt die Lage ungemein.

    Wie funktioniert bei euch die Kinderbetreuung? Oder allgemein der Alltag? Am anstrengendsten sind für mich Wochenenden. Das liegt zu einem grossen Teil an mir selber, ich komm aus dieser destruktiven Endlosschleife nicht raus. Er liegt normalerweise auf der Coutch, liest Zeitung und weiss sonst nichts mit sich anzufangen. Allein das nervt mich. Ich mag aber auch nichts mit ihm unternehmen. Wenn er trotzdemkk irgendwohin mitkommt, dackelt er einfach hinter mir her und ist physisch anwesend. Eigene Ideen was er gerne machen Prechtl ist ja auch Mehr kommt von ihm nicht und das regt mich dann auch auf. Also bleibt er oft allein daheim und ich mach was mit den Kindern. Das wiederum nervt mich aber auch. Er macht sich einen schönen Lenz und lässt mich mit den Kindern allein. Eigentlich könnte mir das ja egal sein, wenn das Leben an ihm vorbei zieht, während er vor der Glotze liegt. Aber es nervt mich leider unglaublich.

  • Bei mir bzw. uns ist es etwas anders.

    Also prinzipiell hasse ich inzwischen alle Feier- und Urlaubstage.

    Er leidet dermaßen unter Müdigkeit, dass ich echt verzweifelt war. Er ist pathologisch müde, braucht 14 oder mehr Stunden Schlaf am Stück oder gegebenenfalls einen ausgiebigen Ganzmittagsschlaf.

    Corona, Homeoffice etc hat die Situation bei uns extrem zugespitzt.

    Er brauchte abends ab 19 Uhr seinen Alkohol, jetzt aber auch schon früher..

    Die Betreuung kannst du dir denken. Er ist extrem gereizt, angespannt und voller Wut. Ich kann ihn kaum alleine lassen mit den Kids, da es irgendwann nicht mehr erkennbar ist, wer noch kindlicher ist. Er diskutiert unendlich lang, schimpft und wütet und ist eingeschnappt auf die Kids. Sein Gemütszustand und Toleranz ist phasenweise gen Null. Er nimmt alles alles persönlich. Manchmal fragt man sich wer in der Trotzphase ist, er oder unser 3jähriger..

    Unser 4jähriger ist in der Kita halbtags, der 3jährige wird ab Mitte Januar eingewöhnt. Bis dahin habe ich zu 98% der Betreuung, Förderung und Freizeitgestaltung übernommen. Danach hoffentlich werde ich etwas Zeit für mich finden..

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