Achillea - Ich möchte mich vorstellen

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Ich bin 56 Jahre alt und Mutter eines 36jährigen alkoholkranken Sohnes. Ich bin seit über 14 Jahren in einer neuen Beziehung, nachdem ich meinen 1. Mann, den Vater meiner Kinder, Tochter 37, verlassen habe. Auch mein erster Mann ist Alkoholiker, jedoch zum Unterschied zu meinem Sohn Spiegeltrinker. Da lässt sich die Problematik ja nicht so einfach besprechen, weil... ist ja nix. Nach langem Leidensweg ( Freunde, die freudig zu jeder Zeit in unserem Haus aus und eingehen durften, waren netter, als die immer öfter "lästige" und nicht verständnisvolle Frau) habe ich den Absprung geschafft. Die damals schon erwachsenen Kinder haben es nicht verstanden, weil, ist ja nix...

    Meine Tochter als Psychologin hat den Widerstand gegen mich jedoch bald aufgegeben, doch die Loyalität blieb doch vermehrt beim Vater, der diese Ungerechtigkeit des Verlassen Werdens bis heute nicht versteht und als alleingelassener Mann, der keine neue Beziehung eingegangen ist, und in Invalidenrente aufgrund eines Arbeitsunfalls ist, natürlich mehr Zuwendung benötigt, als die Mutter, die einen neuen Partner gefunden hat und sich sozial und beruflich engagiert. Mit meinem, unseren Sohn hat er sich schon früh über den Alkohol eine enge, freundschaftliche Bindung aufgebaut. Gerechterweise muss und kann ich sagen, dass mein erster Mann seine Kinder und unsere Enkelkinder sehr liebt. Alkohol war auch im Dorf ein anerkanntes Mittel der Kommunikation. Der Sohn hat eigentlich seit der Scheidung den Kontakt immer mehr reduziert und je enger er sich an seinen Vater gebunden hat, dann abgebrochen. In den letzten Jahren haben sich die sozialen Kontakte meines ersten Mannes, der schon 2x alkoholbedingt den Führerschein abgenommen bekommen hat, sehr reduziert, daher sind Vater und Sohn, unverheiratet, ziemlich beste Freunde.

    Mein Sohn hat studiert und bekleidet eine leitende Position in einer Firma, wo er außerhalb Dekaden arbeitet. Daher ist die Alkoholproblematik lange nicht aufgefallen bzw wurde von den Kollegen lange gedeckt, da er ein beliebter und wahrscheinlich auch fähiger Vorgesetzter war. Bis zum ersten Aussetzer, wo sie ihn nicht mehr decken konnten. Offenbar Trinken bis zur Bewusslosigkeit bzw alkoholisiert mit dem Auto Alkohol besorgen, falls zuwenig vorhanden und nicht mehr zeitgerecht erscheinen, um Verhandlungen zu führen. Zuerst wurde es nett als Überforderung umschrieben. Eventuell Depressionen, von Alkohol war keine Rede. Depressionen wären nicht ausgeschlossen, da meine Mutter leider psychisch krank war. 1 Woche Aufenthalt in einer Psychiatrie, sofortige Besserung, 3 Monate Krankenstand und als "geheilt" wieder in den Arbeitsprozess. Seit damals immer wieder Rückfälle, die in kürzesten Abständen mit extremsten Alkoholexzessen einhergehen. Selbstmordversuch, Flucht vor den Rettungskräften, mit Polizeibegleitung in die Psychiatrie. Am nächsten Tag Entlassung, da das Krankenhaus offenbar vom Selbstmordversuch nix mitgekriegt hat. Trinken bis zur Bewusstlosigkeit und nie mehr in Gesellschaft, sondern dann sperrtver sich tagelang ein. Ein Motorradunfall aufgrund von Bewusstlosigkeit, leichte Verletzung. Danach Hoffnung, geht brav zum Psychologen und zum ambulanten Entzug. Was er denen erzählt, keine Ahnung. Die Firma hat ihm noch eine Chance gegeben. Neue Baustelle, neues Firmenauto. Nun Arbeitsbeginn, Autounfall, wegen Bewusstlosigkeit aufveinen parkenden LKW aufgefahren, mittelschwer verletzt. Und wie es weitergeht, keine Ahnung. Einen stationären Entzug lehnt er ab.

    Den Kontakt zu mir lehnt er weiterhin ab. Ich weiß, dass ich ohnehin nicht helfen kann. Doch das Wissen, dass es meinem Kind, auch wenn er ein erwachsener Mann ist, schlecht geht, ist fast Nicht auszuhalten. Ich bin Lebensberaterin und weiß, dass ich gut auf mich und meine Kräfte aufzupassen habe. Doch andere zu beraten ist halt viel einfacher, als das Wissen selbst anzuwenden. Ich habe Angst um mein Kind und würde meinen Sohn so gerne vor Leid bewahren. Tja, Utopie. Wir müssen unsere Erfahrungen alle selber machen. Doch das Wissen macht nichts leichter.

  • Hallo Achillea ,

    jetzt hat es geklappt.

    Ich bin der, der dir per Mail geantwortet hat.


    Das hört sich sehr schlimm an mit deinem Sohn. Es ist immer schlimm, ich denke auch, dass du gleich einen Rat erhalten wirst.


    Gruß

    Alex

    Wenn etwas möglich erscheint, mach ich das, wenn das nicht klappt gehts ans Unmögliche und ansonsten das undenkbare.

    Die stärksten Bäume wachsen nicht im besten Boden, sondern im stärksten Wind.

  • Hallo achilea und herzlich willkommen,


    es ist schon schwer genug, aus einer Beziehung mit einem alkoholkranken Menschen rauszugehen.

    Wenn es das eigene Kind ist, ist es um ein vielfaches schwieriger. Ich kann mir gut vorstellen, dass du da sehr viel Angst hast.


    Du schreibst, dass du und dein Sohn keinen Kontakt habt. Woher weißt du diese ganzen Dinge über ihn?


    Liebe Grüße

    Aurora

    Es ist nicht genug zu wissen, man muß auch anwenden;

    es ist nicht genug zu wollen, man muß auch tun.


    Johann Wolfgang von Goethe

  • Meine Tochter informiert mich. Zwar nicht bei jedem Zusammenbruch, zum Glück, muss ich beinahe sagen.

    Sie bemüht sich um ihn. Sehr. Versucht sich auch abzugrenzen. Das ist wichtig und richtig, sie braucht Kraft für sich , ihre Kinder, ihren Mann, ihre Arbeit. Ich denke, sie übernimmt das, was ich machen tät, wenn ich mich nicht durch Scheidung aus der Familie begeben hätte.

    Es ist nicht so einfach. Dieses schon so lange weggestoßen werden, vom Sohn, der nicht unterscheiden kann, dass ich meinen alkoholkranken Mann nach 24 Jahren verlassen habe und nicht die Familie. Da wird und wurde ich in die Ecke der Schuld gestellt und durch Kontaktentzug bestraft. Das macht dann auch Schuldgefühle, wenn meine Tochter vermeindlich meine Aufgaben zu bewältigen hat.

  • Ich habe eine Frage. Immer wird davon gesprochen, dass der Betroffene die Änderung wollen muss. Verstehe ich ja auch, zumindest irgendwie. Doch, wenn Alkoholismus eine Erkrankung ist, die ja psychischer und auch mit der Zeit körperlicher Art ist, wie kann da der Freie Wille zum Tragen kommen?

  • Liebe achilea,


    das ist wirklich bitter, dass du gewissermaßen aussortiert worden bist. Das tut sehr, sehr weh...

    Deine Tochter übernimmt da Aufgaben, die nicht ihre sind. Sie scheint coabhängig zu sein oder schätze ich das falsch ein?


    Es ist weder die Aufgabe deiner Tochter noch deine, auf den Bruder bzw Sohn aufzupassen. Denn er ist ja erwachsen. Und macht sowieso, was er will. Das merkt ihr ja, bisher hat nichts Erfolg gehabt bei ihm. Er trinkt einfach weiter.


    Deine Frage mit dem Willen zum Aufhören können dir die trockenen Alkoholiker besser erklären als ich. Ich bin auch coabhängig gewesen. Und kann mich da nicht hineinversetzen, was in einem Alkoholikerkopf so vor sich geht...


    Ich lasse dir schon mal den Link für die Freischaltung zum Austausch hier. Denn wir sind noch im Vorstellungsbereich. Einen guten Austausch kannst du hier finden:


    Bewerbung - Alkoholiker Forum
    Bewerbung für die Teilnahme am Forum
    alkoholiker-forum.de


    Klick den Link einfach an und schreib kurz was dazu. Dann verschieben wir dein Therma von hier in den Bereich für Angehörige und Coabhängige. Da wirst du noch besser gesehen und gelesen.


    Liebe Grüße

    Aurora

    Es ist nicht genug zu wissen, man muß auch anwenden;

    es ist nicht genug zu wollen, man muß auch tun.


    Johann Wolfgang von Goethe

  • Danke vielmals. Co-abhängig war ich in erster Ehe mehr als. Hab Alkohol besorgt, damit mein Mann nicht fortgeht, habe zt. auch mitgetrunken.

    Es war wirklich überlebensnotwendig zu gehen.

    Vielleicht bin ich sogar jetzt bei meinem Sohn co-abhängig. Er geistert ja immer in meinem Kopf herum.

  • Vielleicht bin ich sogar jetzt bei meinem Sohn co-abhängig

    Das kann schon gut möglich sein. Bitte lies dir auch die Threads von anderen Co Abhängigen gerne durch. Vielleicht erkennst du dich da selber auch drin.

    Des Weiteren hat Aurora dir schon ein Bewerbungslink hinterlegt, damit du dich austauschen kannst mit anderen.


    Fülle diesen kurz aus, dann kannst du freigeschaltet werden.

    Wenn etwas möglich erscheint, mach ich das, wenn das nicht klappt gehts ans Unmögliche und ansonsten das undenkbare.

    Die stärksten Bäume wachsen nicht im besten Boden, sondern im stärksten Wind.

  • Bitte bleib zunächst hier bei dir.

    Es ist dir noch nicht erlaubt, im offenen Bereich zu schreiben. Wir prüfen erst die Bewerbung, dann geht der Austausch los im offenen Bereich.

    Wenn etwas möglich erscheint, mach ich das, wenn das nicht klappt gehts ans Unmögliche und ansonsten das undenkbare.

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  • Elly

    Hat den Titel des Themas von „Ich möchte mich vorstellen“ zu „achilea - Ich möchte mich vorstellen“ geändert.
  • Hallo achilea,


    willkommen in unserer Selbsthilfegruppe!


    Du bist jetzt für den offenen Bereich freigeschaltet und hier geht

    es jetzt für Dich weiter.


    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch!

    LG Elly


    ---------------------------------------------------------------------------------------

    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    *06.01.2013*

  • Danke vielmals. Ich werde mich umsehen. Nur als Verständnisfrage. Und ich glaube, da geht es anderen auch ähnlich. Wir wollen keine Regeln, die ihr als sinnvoll erkannt habt, umgehen. Ich verstehe, ich werde nach 4 Wochen sozusagen aufgenommen, wenn... ich mich am Austausch beteilige. Für mich übersetzbar, wenn ich mich auch für andere Schicksale interessiere. Ansonsten bräuchte ich ja nicht in ein Forum, da würde es tun, mich mit einem Taschentuch und einer Selbsthilfe CD unter die Bettdecke zu flüchten. Da ich um die heilsamen Möglichkeiten eines gleichgesinnten Austausches weiß, habe ich gestern zum Glück euer Forum entdeckt, davor war ich einfach allein mit meinen Gefühlen. Langes schreiben, kurzer Sinn, ich möchte keine Regeln sprengen, möchte aber auch nicht den Eindruck erwecken, ich warte hier nurcauf Tröstungen und mache meine "Hausaufgaben" nicht korrekt, und würde dann nicht zugelassen, weil ich zu wenige Aktivitäten vorzuweisen habe.

    BITTE TEILT MIR, DIE VIELLEICHT EIN BRETT VORCDEM KOPF HABEN MIT, MIT WEM ICH NUN IN KONTAKT TRETEN DARF, SELBSTÄNDIG, ODER OB ICH WARTEN SOLL, BIS JEMAND AUF MEIN THEMA ANTWORTET, UND ICH ANTWORTE NUR!!!! 4 WOCHEN AUF DIESE. Für mich passt alles, ich sehe, dass ihr das Thema und uns sehr ernst nehmt. Dafür ein großes Danke. Aber es würde mir leid tun, nicht früher oder später in der großen "Freundesfamilie" der ähnlich Betroffenen aufgenommen zu werden, weil ich Formfehler begehe. Mit ganz lieben Grüßen, achilea

  • Guten Morgen achilea,


    ich war anfangs auch etwas verwirrt, aber wenn was nicht passt, melden sich die Mods sowieso. Mach dir nicht so viele Gedanken, du musst hier keine Aufnahmeprüfung bestehen 😉

    Bei den Alkis sieht es etwas anders aus, die müssen erst entgiftet sein, um schreiben zu dürfen, was auch Sinn macht.


    LG, Hera*

  • Hallo achilea,


    du bist jetzt fürs offene Forum freigeschaltet und kannst jetzt dort überall schreiben, d. h. du bist in der SHG drin.


    Das mit den 4 Wochen betrifft den Vorstellungsbereich. Bitte dort erst schreiben, wenn du selber mindestens 4 Wochen hier bist.


    Du erkennst den Vorstellungsbereich an der Farbe: Die Namen der Neuankömmlinge im Vorstellungsbereich sind in orangener Schrift. Dort bitte noch nicht schreiben.


    Das Forum ist riesig. Es dauert erfahrungsgemäß ein paar Tage, bis man sich zurechtfindet. Schreibe einfach über deinen Alltag, deine Gedanken, dann ergeben sich die Gespräche fast von selbst.


    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Danke, "Aufnahms" bze Prüfungen habe ich in meinem Leben genügend gehabt, jetzt hätte ich eigentlich gehofft, dass es leicht werden darf. Doch soll nicht sein. Es scheint doch Einen weitere Lernaufgabe, zu natürlicherweise viele, halt nicht so schwierigen, einen schwer alkokoholkranken Sohn zu haben, der grad mit mittelschweren Verletzungen im Krankenhaus liegt und ich ihm nicht helfen kann.

  • Hallo achilea,

    du kannst hier deine Sorgen und Gedanken lassen. Du musst hier nicht perfekt sein oder funktionieren.

    Auf Tippfehler oder die Autokorrektur kommt es nicht an.


    Lieber Gruß, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

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