Mina - Bin ratlos und die Hoffnung schwindet

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Hallo zusammen,


    Ich bin 40 Jahre alt, seit 15 Jahren verheiratet und habe 3 Kinder 14/13/8.

    Mein Mann hat ein Alkohol Problem welches sich immer mehr zuspitzt. Er trinkt täglich abends mindestens 1 Bier und 2 Flaschen Rotwein an manchenTagen gibts nen schnaps obendrauf . Er geht keiner geregelten Arbeit mehr nach seit 5 jahren . Seine Mutter unterstützt ihn finanziell. Seit dem Tod des Vaters irrt er Beruflich herum. Er hat psychische Probleme seit der kindheit gibt diese nicht zu. Eine begonnene Psychotherapie wurde von seiner Seite vor 5 Jahren abgebrochen. Er kann nicht normal schlafen, wacht nachts ständig auf und benötigt seit neuestem auch nachts nochmal nen schluck alk zum weiterschlafen. Er hat massive Schmerzende Hautprobleme seit diesem Jahr an Händen und Füßen. Alkohol Problem streitet er gänzlich ab. Depression wird durch die hautsituation schlechter.


    Er kommt normalen Erledigungen nicht mehr zuverlässig nach. Ist schnell gereizt. Keine Freunde. Kein Hobby. Mit den Kindern bemüht er sich.


    Mich macht es so traurig und wütend, dass er so ignorant ist und sein Leben nicht mehr in den Griff bekommt.


    Ich habe ihn normal trinkend kennengelernt und da mein Vater auch immer getrunken hat war das das für mich normal. Er hatte vollzeitjob, Freunde und hobbies.

    Ich war bei etlichen Beratungen, gehe zur Psychotherapie aber meine Angst zu gehen ist noch zu groß. Das Haus gehört ihm. Ich arbeite teilzeit.


    Er ist im alkoholisiert Zustand meist müde, depri und leicht provokativ. Ab und an kommen Dinge unter der Gürtellinie. Selten rastet er verbal voll laut aus. Dennoch ist das sehr verletzend immer wieder.


    Die Fahne, der Blick und seine veränderte Art lassen mich immer mehr auf Distanz gehen.


    Ich weiß einfach nicht wie es weitergehen soll und was richtig oder falsch ist, auch für die Kinder :cry:

  • Liebe Mina,


    willkommen im Forum, schön, dass du hergefunden hast. Wenn du dich hier umschaust, dann findest du viele Geschichten, die deiner ähneln. Wie du vielleicht von Beratungsstellen schon erfahren hast, kannst du ihm nicht helfen solange er keine Einsicht hat.


    Ich habe auch eine Beratung für Angehörige aufgesucht. Die Frage nach richtig oder falsch, die kann dir niemand beantworten. Die Frage ist: Wie willst du leben? Wenn du einen Wunsch frei hättest, was wäre das? Vielleicht kann dir das ein Anstoß geben, welche Richtung für dich passt.


    Jetzt sind noch drei Kinder im Spiel. Kinder leiden oft sehr unter einem suchtkranken Elternteil. Was kannst du für dich und die Kinder tun, um euch zu schützen?


    LG,

    Kintsugi

    Alles was man über das Leben lernen kann, ist in 3 Worte zu fassen: es geht weiter.

  • Danke für deine Antwort kintsugi.


    Ja das ist die Frage, ob die Kinder so oder so mehr leiden. Unser Alltag läuft rund. Bis auf die Abende.


    Rückblickend war ich ja auch Kind eines Alkoholkranken Vaters, der abends eben durch den Alkohol verändert war. Mir hat das damals manchmal Angst gemacht und auch Sorgen bereitet, die ich aufgearbeitet habe. Aber lange Zeit war es normal für mich, weil niemand signalisierte dass was nicht stimmt oder auf mich einging.


    Ich versuche das bei meinen Kindern anders zu machen bzw mit ihnen im Gespräch zu bleiben und fragen ehrlich zu beantworten. Aber ob das gut ist weiß ich nicht.


    Fakt ist meine Kinder leben hier in einem Haus, haben hier ihre Wurzeln, Freunde, hobbies und Schulen. Sie sind finanziell abgesichert. Das würde ich ihnen mit einem Schlag nehmen. . .


    Das kopfkarusell hört einfach nicht auf sich zu drehen. . .

  • Guten Morgen Mina,


    schön, dass Du hergefunden hast. Der Austausch hier wird Dir sicherlich helfen, Du wirst hier sehr viele ähnliche Geschichten finden. Wenn Du möchtest, dann klicke bitte folgenden Link an und fülle das kurz aus, dann können wir Dich für den offenen Bereich freischalten.


    Bewerbung - Alkoholiker Forum
    Bewerbung für die Teilnahme am Forum
    alkoholiker-forum.de


    LG Cadda

  • Hallo Mina,

    ich kenne das Kopfkarussell leider sehr gut. Ich habe mir genau wie du viele Gedanken gemacht, was ich meinen Kindern nehme, wenn wir uns trennen. Ich habe lange Zeit übersehen, was es mit ihnen macht, wenn wir bleiben. So wie er für mich durch den Alkohol nicht mehr ganz erreichbar war, war (ist) er es auch für die Kinder nicht. Auch bei uns war es so, dass die Kinder und ich uns sehr oft nur noch wie auf rohen Eiern bewegt haben, weil der trinkende Papa dauergenervt, depressiv, kaum belastbar und leicht reizbar war. Auch wir übrigen waren dauerangespannt. Es war unerträglich. Ich habe sehr lange gehofft, dass er zur Einsicht kommt. Diese Einsicht ist bis heute nicht da, aber nun hoffe und warte ich nicht mehr, denn wir sind getrennt. Ich würde lügen, wenn ich sage, dass das einfach war. Aber jetzt ist es auf jeden Fall leichter als vorher.

    Du kannst dich, wenn du das möchtest, hier im Forum durch die vielen ähnlichen Geschichten lesen. Mir hat das das sehr geholfen, v.a. weil ich so nicht mehr das Gefühl hatte allein mit diesem Problem zu sein. Du bist es auch nicht!


    LG, Saphira

  • Elly

    Hat den Titel des Themas von „Vorstellung, bin ratlos und die Hoffnung schwindet“ zu „Mina - Bin ratlos und die Hoffnung schwindet“ geändert.
  • Hallo Mina,


    willkommen in unserer Selbsthilfegruppe!


    Du bist jetzt freigeschaltet und hier bei den Angehörigen geht es für Dich weiter.


    Der Austausch bei uns im Forum findet in den jeweiligen Themen statt. Du kannst

    jetzt auch bei den anderen Teilnehmern schreiben.


    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Elly


    ---------------------------------------------------------------------------------------

    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    *06.01.2013*

  • Hallo Mina,


    du kannst dich hier im Forum mit jedem austauschen. In den jeweilige Fädchen.

    Aber einen privaten Austausch über private Nachrichten möchten wir hier nicht. Der Austausch findet in der Gruppe statt.


    Liebe Grüße

    Aurora

    Es ist nicht genug zu wissen, man muß auch anwenden;

    es ist nicht genug zu wollen, man muß auch tun.


    Johann Wolfgang von Goethe

  • Mein Mann hat extreme Hautprobleme die momentan scheinbar explodieren. Kein hautarzt sprach ihn bisher auf Alkohol an.

    Durch die Hautprobleme an den Fußsohlen kann er kaum laufen. Dazu kommt eine Depression. Er hat keine Einsicht irgendwas stationär anzugehen. Er streitet alle Probleme bis auf haut ab..


    Weiß ein alkoholiker denn dass er alkoholiker ist auch wenn er es nicht vor anderen zugibt?

  • Hallo Mina,


    Ja, ich denke ein Alkoholiker weiß das.

    Und täglich 2 Flaschen Rotwein plus 1 Bier und ggf. noch nachts nachtanken, ……ja, er weiß zumindest dass er da ein Problem hat.

    Bestimmt auch möglich sich das wegzutrinken, nicht wahrhaben wollen. Und eigentlich dauernd unter Promille zu stehen und zu verdrängen.


    Aber ändern, ihn zur Einsicht bringen ist nicht möglich. Das kann wirklich nur er selber.

    Ich wünsche Dir noch einen ruhigen Abend, eine ruhige, erholsame Nacht.

    LG

    Dagmar

  • Hallo Mina,


    durch den stetigen Alkoholkonsum werden die seelischen und körperlichen Probleme Deines

    Mannes immer schlimmer.


    Alkohol ist ein Nervengift.


    Wenn es Deinem Mann ganz schlecht geht, dann zögere nicht die 112 zu rufen.

    LG Elly


    ---------------------------------------------------------------------------------------

    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    *06.01.2013*

  • Ich möchte einfach nur weg mit den Kindern ...

    Liebe Mina


    Das ist mal eine klare Aussage, die deine Blockade lösen kann, auf der kannst du bauen.


    Vor gut drei Tagen warst du noch in einer viel blöderen Situation, als du geschrieben hast:

    Ich weiß einfach nicht wie es weitergehen soll und was richtig oder falsch ist, auch für die Kinder :cry:


    Dein Entschluss steht nun fest, sehr gut; jetzt kannst du die Umsetzung solide angehen, nur nichts überstürzen - gehe die technischen Fragen mit bedacht an; es gibt Checklisten für die Trennung und Scheidung, zu finden im Internet - deren Übersicht z. B. so daher kommt:

    1. Trennungsdatum fixieren. Den Tag der Trennung festhalten. ... (bedingt kein verlassen des gemeinsamen Wohnraums)
    2. Hilfe suchen. Frühzeitig kompetenten Rat einholen. ...
    3. Unterlagen richten. ...
    4. Umgang und Sorgerecht. ...
    5. Konten. ...
    6. Laufende Kosten. ...
    7. Gemeinsame Wohnung/Haus. ...
    8. Unterhalt.

    Als erster Schritt empfehle ich dir ein eigenes Bankkonto, wo nur du Zugriff hast; auf das alle deine eigenen Zahlungen wie Lohn oder Gehalt geleitet werden, falls du berufstätig bist und es noch nicht so eingerichtet hast. Es ist so oder so unverzichtbar, dass Frau ein eigenes Konto hat, sei es nur schon für das Selbstwertgefühl und für alles, was da kommen mag.


    Eine Trennung ist ein unschöner Prozess, der katastrophale Züge annehmen kann, wenn schlecht vorbereitet, besonders wenn Kinder im Spiel sind.


    Wieso ich dir das schreibe;

    meine zwei Schwestern hatten wenig Glück mit ihren Ehemännern, wie es sich im Laufe der Zeit herausstellte. In der Trennungsphase war ich beide Male auf ihre Anfragen nahe dabei und sie in der Planung ihrer Neuausrichtung unterstützt. Rückblickend glaube ich, dass in beiden Fällen einen Terminplan da war, eine Liste mit einzelnen, datierten ToDo's (angepasst auf ihre spezifische Situation), die erledigt werden mussten, hat ihnen in dieser schmerzlichen Zeit Richtung und Perspektive gegeben - in neues, besseres Leben ...

    ... und ich glaube - dir und deinen Kindern steht auch ein besseres Leben zu!


    LG Ste55

  • Hallo Mina,


    Du fragst, ob ein Alkoholiker weiß, dass er Alkoholiker ist und trotzdem weiter trinkt. Du sagst, er gibt es nicht zu. Er redet das Problem also klein oder weg.


    Darf ich eine Gegenfrage stellen? Weißt Du, dass Du co-abhängig bist und dass er Dir und Deinen Kindern nicht gut tut und Du trotzdem bisher noch bei ihm bist? Du beschreibst Deinen Mann im alkoholisierten Zustand als müde, depressiv, provokant, ab und zu unter der Gürtellinie mit Worten und manchmal rastet er verbal völlig aus, das alles mit Alkoholfahne.


    Doch als es darum ging, ob für die Kinder eine Trennung besser wäre sagst Du, dass der Alltag rund läuft, bis auf die Abende (allein das ist ja auch schon ein Widerspruch in sich).


    Mina, ich führe Dir das so direkt vor Augen, nicht um Dich zu verletzen. Glaub mir das bitte, denn ich habe so ein Verhalten (von mir selbst) auch hinter mir. Ich möchte Dir lediglich vor Augen führen, dass Co-Abhängige sich mitunter nicht "besser" verhalten, als ihr trinkender Partner.


    Dieses Schön-Reden, "ist doch alles gar nicht so schlimm, es gibt viel schlimmere Geschichten" und so verharren sie weitehin in der Siuation. Sowohl der Trinker, als auch der co-abhängige Partner.



    In Deinem letzten Beitrag schreibst Du, dass Du nur noch weg möchtest mit den Kindern. Dann folge Deinem Gefühl.

    Du kannst hier jederzeit schreiben und Dich seelisch unterstützen lassen. Es gibt hier so viele Geschichten, wo dieser riesige Berg, der vor einem steht, unüberwindbar scheint. Doch im Nachhinein betrachtet ist der Berg gar nicht so groß, wie er zunächst wirkt.


    LG Cadda

  • Danke für eure Antworten. Abends denke ich fast täglich so. Tagsüber suche ich mir noch irgendwelche Hoffnungsschimmer.

    Ja ich weiß dass ich co abhängig bin. War in etlichen Beratungen und gehe zur Psychotherapie, aber meine Angst ist derzeit einfach noch größer es alleine nicht zu schaffen. Ich habe finanziell, trotz teilzeitjob einfach zu wenig um 3 Kinder durchzubringen.

    Danke dennoch für eure Gedanken

  • Danke für eure Antworten. Abends denke ich fast täglich so. Tagsüber suche ich mir noch irgendwelche Hoffnungsschimmer.

    Ja ich weiß dass ich co abhängig bin. War in etlichen Beratungen und gehe zur Psychotherapie, aber meine Angst ist derzeit einfach noch größer es alleine nicht zu schaffen. Ich habe finanziell, trotz teilzeitjob einfach zu wenig um 3 Kinder durchzubringen.

    Danke dennoch für eure Gedanken

    Hallo Mina - nochmals ich ...


    Verstehe ich, wenn du schreibst: ... aber meine Angst ist derzeit einfach noch größer es alleine nicht zu schaffen. Ich habe finanziell, trotz teilzeitjob einfach zu wenig um 3 Kinder durchzubringen.


    Ist das nur ein Baugefühl oder hast du dich diesbezüglich schon mal beraten lassen?


    Gerade in D gibt es für Frauen in deiner Situation viele Möglichkeiten (gerade weil es so schwierig ist mit Kindern zu gehen), wie

    • Kindergeld
    • Elterngeld
    • Unterhaltsvorschuss
    • Unterhalt
    • Steuerentlastungen
    • Arbeitslosengeld II
    • Sozialhilfe

    und dazu meist verständnisvolle, spezifische Beratung, die du getrost in Anspruch nehmen darfst - sie wird dich entlasten, unterstützen und ermutigen, das Richtige zu tun. Es kann doch nicht sein, dass du und die Kinder, der Finanzen wegen, diesen täglichen Alptraum über sich ergehen lassen müssen und nur du kannst es augenscheinlich ändern - es liegt leider an dir, mach was!


    LG Ste55

  • Meine Situation Gestaltet sich wirklich schwierig.

    Mein Mann ist mittlerweile nicht mehr wirklich berufstätig. Das wenige selbstständige was er macht ist nicht annähernd Familientauglich.also wird es später mit Unterhalt etc schwierig. Aber seine Familie ist sehr wohlhabendend. Beide Kinder suchterkrankt. Einer Medikamente. Einer Alkohol. Ich habe das Gefühl sie unterstützen die Kinder einfach um sich nicht mit dem Thema auseinander zu setzen..wobei die Mutter schon besorgt ist aber nichts ausrichten kann. Mein besitzt auch Häuser die alle vor der Ehe überschrieben wurden. D.h. wir haben ein nicht beschuldetes Haus das wir uns schön eingerichtet haben. Aber gehören tut eben alles ihm.


    Ich selbst bin ebenfalls selbstständig. Alg fällt für mich komplett weg.


    Ich bin durch einen gutartigen hirntumor letztes Jahr froh überhaupt wieder arbeiten zu können aber vollzeit wäre derzeit noch nicht möglich. Meine Eltern können mich Finanziell wenig unterstützen.


    Ich lote schon alles mögliche aus. Vielleicht geh ich auch nochmal zum Anwalt. .

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!