allein-Alkohol in der Partnerschaft = Trennung ?

  • Hallo Ihr Lieben,

    nun habe ich es auch getan - mich hier angemeldet. Ich verfolge schon seit geraumer Zeit dieses Forum, lese mir die unterschiedlichsten Beiträge mit deren Erfahrungen und Erlebnissen durch und stelle dabei auch fest, dass bei aller Schwere der Problematik doch meist das gleiche Ergebnis am Ende heraus kommt.

    Ehen, Partnerschaften, Lebensgemeinschaften gehen den Bach runter, zerbrechen am Alkohol - der Alkohol hat gesiegt.

    Gibt es hier denn auch Erfahrungen von Beziehungen, Ehen, Partnerschaften ... die gehalten haben? Was ist deren "Erfolgsrezept" ? Wie haben sie es geschafft?

    Ich wäre euch dankbar, wenn es Menschen hier gibt, die mir darüber berichten könnten.

    LG allein

  • Hallo allein!

    Willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Es gibt Beziehungen, welche die Alkoholsucht überstanden haben. Aber die sind sehr, sehr selten.

    Mein Mann und ich z.B. Aber es gehört einiges dazu sich wieder auf normalem Level zu finden.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo allein,

    herzlich Willkommen hier bei uns.

    Was führt dich hierher?

    Suchst du Hilfe für dich selbst? Und wenn ja, bist du Alkoholiker/in oder Angehörige/r?

    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo allein,

    vor allem sollte der Partner gewillt sein, das Alkoholproblem anzugehen. Damit meine ich keine Versprechungen (die dann meistens eh nicht gehalten werden), sondern Aktivität. Arzt, evtl. Klinik, Nachsorge, SHG´s.

    So lange so etwas nicht gegeben ist, wird es immer diese kranke Beziehung in der Spirale der Sucht bleiben.

    Und wenn der Partner etwas tut, ist es leider auch nicht gesagt, ob man sich danach noch auf einer Ebene wieder treffen kann. Oft verändert die Trockenheit einen Menschen im Handeln und Denken und hinterher befindet man sich trotzdem nicht auf Augenhöhe.

    Magst du etwas über deine Situation schreiben?

  • Hallo Elly,

    vielen Dank für deine Willkommensgrüße und Respekt ... Respekt vor dem, was du und dein Mann geleistet haben. :thumbup:

    Hallo Linde,

    auch dir Dank für dein Willkommen in der SH-Gruppe.

    Was führt dich hierher? Es ist natürlich auch wie bei so vielen hier - der Alkohol

    Suchst du Hilfe für dich selbst? Und wenn ja, bist du Alkoholiker/in oder Angehörige/r? Ja, ich bin nun an einem Punkt, wo ich Hilfe sehr gut gebrauchen kann. Ich bin nicht Alkoholiker "nur" Angehörige.

    Hallo Twizzler,

    Magst du etwas über deine Situation schreiben? ... und ja gerne.

    Vor 11 Jahren habe ich meinen Lebensgefährten kennengelernt und ich wußte sehr schnell (bereits beim zweiten Treffen), dass es da "ein Problem" gibt. Bereits in meiner Kindheit/Jugend gab es Menschen in meinem Umfeld, die Alkoholiker/in waren. Trotzdem habe ich mich mit vollem Bewusstsein auf ihn eingelassen, obwohl mir klar war, dass ich damit nicht den einfachen Weg im Leben bestreite. In den ersten Jahren unserer Beziehung habe ich mich langsam ran getastet und die Problematik immer mal wieder zum Thema gemacht. Zu dem Zeitpunkt hatte er als alleinerziehender Vater eine hohe Verantwortung und dementsprechend war das ein guter Motivator ihn zum Handeln zu bewegen. Mehrer Anläufe zum Entzug bis es dann beim 5.Versuch und einer Langzeitteraphie geklappt hat.

    Das ist 7 Jahre her bis im Oktober letzten Jahres der Rückfall kam. Es kam für mich nicht überraschend. Denn es hatte sich schon in den letzten Jahren angekündigt, dass da wohl bald was kommen könnte. Es war immer wieder die Rede davon, ....wie toll, das eine oder andere schmeckt.... ich werde nicht bis an mein Lebensende auf all die guten Sachen verzichten... spätestens, wenn ich Rentner bin , dann ... ich gehöre zu denen, die es schaffen, kontrolliert mal das eine oder andere Getränk zu sich zu nehmen ...usw.

    Für mich sichere Anzeichen, dass es da noch gar nicht richtig 'Klick' gemacht hatte. Nun ist der Alkoholkonsum das eine, aber die Ursache dessen ist seine Depression. Diese schwere Depression und die damit verbundene Unlust am Leben wird nun wieder mit Alkohol bekämpft. Ich muss hier nicht niederschreiben, was aus seiner Sicht alles Gründe waren mit dem Trinken wieder zu beginnen, das kennt ein jeder hier. Aber es gibt eben jetzt auch eben so viele vorgeschobene Gründe nicht in den Entzug zu gehen. Sein Motto, ich schaff das auch zu Hause.

    Wir wohnen nicht zusammen, nur sehr nah beieinander. Ich bin in 20sec. drüben. Kalter Entzug - ich habe aller höchsten Respekt davor und habe auch seiner Psychologin (aus der Entzugsklinik, zu der in in unregelmäßigen Abständen geht, es gibt also kleine Aktivität) erklärt, dass ich jegliche Verantwortung nicht übernehmen kann. Natürlich ist er bei all seinen Versuchen in den letzten Monaten (seit Okt. 2022) nicht über "6 Tage trocken" hinaus gekommen.

    Es gibt auch bereits gesundheitliche Veränderungen, die er nicht wahr haben möchte - Vergesslichkeit, Verdrehen von Wahrheiten bzw. wirklich Geschehenem, verbale Aggressionen ...

    Wenn Alkohol zu sich genommen wird, dann ist es auch nicht ein paar Bier, x Flaschen Wein ... nein, es ist Wodka in Flascheneinheiten. Dann kommt sehr schnell zu Wort, was der Grund ist ... er sieht keinen Sinn in seinem Leben mehr. ...am nächsten Morgen sitzt der Mann wieder hinterm Steuer seines Autos oder gar auf dem Motorrad. Es ist so gruselig.

    Ich kenne meinen Partner also mit und auch ohne Alkohol über einen längeren Zeitraum.

    Kurz nach seinem Entzug vor 7 Jahren gab es tatsächlich auf meiner Seite auch die Erkenntnis, wer ist dieser Mensch ohne Alkohol, seh ich uns auf Augenhöhe, komme ich mit der "Geschichte", die dieser Mann mit sich trägt klar?

    Diese 7 Jahre waren so schön, sie waren toll. Gemeinsame Reisen, lachen, Spaß haben, Motorradfahren als gemeinsames Hobby entdecken ... nur das all diese wunderbaren Erlebnisse und Erinnerungen eine tief sitzende Depression, die bereits in der Kindheit seinen Anfang nahm, die dann unbehandelt bleibt, nicht wegzaubert, habe ich total unterschätzt.

    Ich suche Rat, dringend Rat. Ich bräuchte Werkzeuge an die Hand, um sanft aber mit gewisser Hartnäckigkeit ihn erneut zu motivieren, sich seinem Problem, seiner Krankheit zu stellen. Sich mit seiner Krankheit zu arrangieren, sie zu akzeptieren ist ihm momentan nicht schmackhaft zu machen. Es gibt zur Zeit keinen greifbaren Motivator und leider eben auch nicht die Einsicht auf 100%tigem Verzicht. Das diese Einsicht von ihm selbst kommen muss, Voraussetzung ist für ein Gelingen des Entzugs, ist mir durchaus bewußt und dennoch möchte ich nicht 100%tig untätig hoffend zugucken müssen. Ich möchte meinen Partner nicht einfach aufgeben, nur weil es für mich bequemer ist. Das es beidseitig Kraft kostet, müsste Elly bestätigen können und daher suche ich Menschen, die mit mir in den Austausch treten könnten, denen es gelungen ist, trotz Alkohol ihre Partnerschaft zu erhalten Ihre Beziehung, ihre Liebe zueinander zu retten. Nur weil jemand eine Krankheit - die Alkoholkrankheit hat, ihn fallen zu lassen, kann nicht immer und bei jedem die Lösung sein.

    So jetzt habe ich versucht in Kürze zusammenzufassen, was meine Situation ist und was mich hierher führt.

  • Hallo allein,

    vielen Dank für Deine ausführliche und offene Schilderung!

    Für den Austausch im Forum gebe ich Dir den Bewerbungslink:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Anklicken und kurz etwas dazu schreiben.

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema zu den “Erste Schritte für Angehörige”

    in das offene Forum verschieben.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo allein,

    schreibe hier als Tochter eines Alkoholikers. Meine Mama ist über 50Jahre verheiratet wobei sich das Suchtproblem in den letzten 15Jahren manifestiert hat. Meine Mutter wollte schon oft ihre Sachen packen schafft es aber dann immer wieder nicht und gibt ihm auch wieder eine Chance. Mein Vater weiss das für ihn kontrolliert Trinken keine Option ist, nur absolute Abstinenz das klappt Mal besser und Mal weniger gut. Ich finde es wichtig zu wissen daß er trocken bleiben will und alles dafür tut. Ich glaube ich hätte Mühe damit zu hören irgendwann trinke ich auch wieder ....usw.

    Wobei mein Vater das am Anfang auch gesagt hat. Heute ist er offensichtlich weiter und weiss das das nicht geht.

    Obwohl er immer wieder rückfällig wird.

    Ich wünsche dir viel Kraft und manchmal lohnt es sich zu kämpfen und nicht sofort aufzugeben.

    Aber ich bin auch "nur" eine Tochter und keine Partnerin.

  • Hallo Luna 18,

    vielen Dank für deine Zeilen und "nur" Tochter zu sein ist nicht minder schwierig als Partnerin.

    Meine ersten Kontakte mit der Krankheit "Alkohol" hatte ich auch als Tochter. Meine Mutter war mit einem Alkoholiker ein paar Jahre zusammen, der allerdings keinerlei Einsicht hatte und auch sehr schnell aggressiv wurde, wenn überhaupt Jemand das Thema ansprach. Ich konnte damals (ich war 11/12 Jahre alt, als er zu uns zog) gar nicht verstehen, wie man mit so Jemanden zusammen sein kann, ohne daran zu verzweifeln.

    An vielen Stellen in meinem Leben ist das Thema immer wieder aufgetaucht und ich habe mich sehr viel damit auseinander gesetzt, deshalb denke ich, kann ich doch nicht den Menschen, der diese Krankheit hat ...und auch dafür gibt es immer Ursachen, nicht einfach fallen lassen.

    Ich danke dir für deine Wünsche. Ich kämpfe seit 11 1/2 Jahren und bin nicht bereit, diesen Menschen einfach aufzugeben nur weil er mit einer Krankheit behaftet ist, sie ihn nicht automatisch zum schlechteren Menschen macht, er aber einfach noch keinen Weg gefunden hat, sich mit der Krankheit zu arrangieren, sie zu akzeptieren und das Leben trotzdem als extrem lebenswert zu empfinden.

  • Hallo allein,

    ich glaube nicht das man dir eine Anleitung an die Hand geben kann, wie du ihn aus der Alkoholsucht befreien kannst. Du bist schon eine ganze Weile mit ihm zusammen und hast ja anscheinend alles versucht ihm dabei zu helfen abstinent zu bleiben. Ich habe leider die Erfahrung machen müssen, das man nichts machen kann, wenn der Partner nicht einsichtig ist und sich seinen Problemen nicht stellen möchte.

    Liebe Grüße, Luna

  • Hallo allein, mein Partner ist Alkoholiker und seit fast 3 Jahren trocken, nach mehreren Anläufen über ca 4 Jahre.

    Du wolltest Ratschläge und eine Art „Anleitung“ und hast bereits gelesen, dass es dies nicht gibt.

    Ich kann Dir sagen, was bei meinem Mann „geholfen“ hat: nicht zu helfen. Ich hab ihn vor die Tür gesetzt und gesagt, der Alk ist sein Problem, nicht meins und schon gar nicht das unserer Kinder.

    Danach hat es bei ihm Klick gemacht. Ob das von Dauer bleibt, kann niemand sagen, die Erfahrung hast du selbst gemacht.

    In den letzten 3 Jahren hat er sich allein darum gekümmert trocken zu bleiben-ich halte mich raus, das ist sein Ding. Das einzige was ich mache ist, selbst nicht zu trinken und auf mich zu achten.

    Das ist übrigens auch das was mein Mann sagt: er kümmert sich ums trocken bleiben, und jeder Alkoholiker der es ernst meint wird das genau so halten. Und dahin kommen, muss der Alkoholiker auch alleine.

  • Hi Mona,

    das ist ja ähnlich wie bei mir. Mein Mann hat auch aufgehört, nachdem ich ihn rausgeschmissen habe. 3 Jahre sind ja schon spitze. Bei uns sind es bislang acht Monate, ich hoffe sehr, dass es viel mehr werden, bin aber noch misstrauisch.

    Hast du hier auch ein Tagebuch?

  • Hallo Mona , hallo Panama,

    vielen Dank für eure Zeilen und eure Erfahrungen mit der Problematik "Alkoholsucht".

    Ja, das ist ja genau das, was in 9 von 10 Fällen in Partnerschaften, wo ein Teil mit dieser Krankheit zu kämpfen hat, passiert - Rauswurf, Trennung.

    Eine räumliche Trennung kommt bei uns nicht in Frage - wir leben von Anfang an unserer Beziehung in getrennten Wohnungen. Kinder spielen auch keine Rolle, weil wir a) keine gemeinsamen haben und b) unsere Kinder bereits erwachsen sind.

    Nichts zu tun, mich aus der Situation rausziehen, zurückzuziehen in mein "Reich" ...sind auch meine Strategien. Dabei auf mich selbst zu achten ist auch nicht so das große Problem für mich, weil ich meine "Akkus" an ganz vielen Stellen (Arbeit, Freunde, Familie) wieder laden kann. Ich habe auch ohnehin in meinem Leben selten bis nie Alkohol getrunken, so dass ich auch da nicht auf die Idee komme, Alkohol in meinem Haushalt zu lagern oder auswärts zu trinken.

    Und doch gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass es hier in diesem Forum auch Menschen gibt, die ihre Partnerschaft halten konnten, die sich bei der Schwere der Krankheit nicht aus den Augen verloren haben und dessen Erfahrungen, Erlebnisse interessieren mich sehr.

    Hallo allein!

    Willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Es gibt Beziehungen, welche die Alkoholsucht überstanden haben. Aber die sind sehr, sehr selten.

    Mein Mann und ich z.B. Aber es gehört einiges dazu sich wieder auf normalem Level zu finden.

    Liebe Elly, deine Erfahrungen würden mich z.B. sehr interessieren.

  • Hallo allein,

    wenn der eine nicht trocken werden möchte und der andere sich nicht trennen möchte, läuft es im Endeffekt irgendwann auf Sterbebegleitung hinaus. Wobei man das ja auch bei anderen Krankheiten kennt. Wenn das für dich o.k. ist, dann stellt sich die Frage nicht, wo ist deine eigene Grenze ist. Denn es ist ja deine Lebensuhr die tickt und tickt.

    Wieso nennst du dich hier im Forum "allein"? Fühlst du dich in deiner Beziehung allein? Dann passt es vielleicht ja völlig unabhängig vom Alkohol nicht mehr?

    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Wieso nennst du dich hier im Forum "allein"? Fühlst du dich in deiner Beziehung allein? Dann passt es vielleicht ja völlig unabhängig vom Alkohol nicht mehr?

    ALLEIN ... weil ich das Gefühl habe, dass es kaum Menschen gibt, deren Partnerschaft, Ehe oder Beziehung die Alkoholkrankheit "überlebt" haben. Dass ich "allein" mit meiner Meinung bin, dass es doch möglich sein müsste, trotz Krankheit des einen Partners, gemeinsam zum Ziel (=trockener Alkoholiker) zu kommen.

    Ich fühle mich in meiner Beziehung nicht unbedingt allein, eher eingeschränkt. Denn in den letzten sieben trockenen Jahren haben wir natürlich auch sehr viel gemeinsam unternommen. Da wir aber nicht zusammen wohnen und ich auch allein immer aktiv war und bin, ist meine Freiheit in der Beziehung nie den Bach runter gegangen.

    Doch doch das passt schon ... hab ihn ja mit Alkohol kennengelernt :) , ohne Alkohol neu kennengelernt ;) und nun wieder mit Alkohol = muss ich mal schauen, was da alles jetzt so zum tragen kommt.

  • Zitat

    dass es doch möglich sein müsste, trotz Krankheit des einen Partners, gemeinsam zum Ziel (=trockener Alkoholiker) zu kommen.

    Wenn das auch sein Ziel ist und er alles dafür notwendige konsequent und langfristig umsetzt, könnte es klappen.

    Macht er das?

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Meine Partnerschaft hat die nasse Phase meines Mannes überstanden und wir sind uns näher als zuvor.

    Aber mit seinem trocken werden hatte ich nichts zu tun-außer dass der Rauswurf durch mich ihn wohl so hart aufkommen hat lassen, dass es bei ihm Klick gemacht hat. Aber das ist keine Garantie. Dass es bei anderen nassen Alkoholikern auch so klappt.

    Ich will nur sagen, helfen wollen ist Themaverfehlung- das muss der Alkoholiker selbst machen.

  • Liebe Elly, deine Erfahrungen würden mich z.B. sehr interessieren.

    Hallo allein,

    mein Mann war sehr erleichtert, dass ich aufgehört habe zu trinken. Wenn man täglich zusammen ist,

    dann ist ein trinkender Alkoholiker eine extreme Belastung.

    Du hast genügend Abstand und bekommst nicht so viel mit. Im Grunde gut für Dich!

    Am Anfang war es schwierig für uns alle, weil ich auf einmal wieder fast so wie früher war. D.h. ich

    habe einiges nicht mehr so hingenommen, wie in der nassen Zeit.

    Hier im Forum habe ich gelernt, dass ich mich selbst wichtig nehmen muss und außerdem wurde

    ich wieder selbstbewusster.

    Aber das alles war in sich eine positive Entwicklung, die wir genauso wie früher mit viel Verständnis

    und Toleranz geschafft haben.

    Ist aber die Partnerschaft schon in früheren Zeit nicht ausgeglichen gewesen, dann ändert sich das

    mit Beginn der Trockenheit bestimmt nicht.

    Denn einiges liegt nicht nur am Alkohol.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Meine Partnerschaft hat die nasse Phase meines Mannes überstanden und wir sind uns näher als zuvor.

    Aber mit seinem trocken werden hatte ich nichts zu tun-außer dass der Rauswurf durch mich ihn wohl so hart aufkommen hat lassen, dass es bei ihm Klick gemacht hat. Aber das ist keine Garantie. Dass es bei anderen nassen Alkoholikern auch so klappt.

    Ich will nur sagen, helfen wollen ist Themaverfehlung- das muss der Alkoholiker selbst machen.

    Liebe allein, wie Mona schreibt, ist eine Trennung keine Garantie.

    Mein Partner wollte sich von mir kein Ultimatum setzen lassen und hat die Trennung hingenommen.

    Aber dadurch, dass ich mich die letzten Monate sehr viel mit meiner Sucht auseinandergesetzt habe, haben wir heute wieder ein sehr gutes Verhältnis. Tatsächlich schon wieder etwas mehr. Er ist nach wie vor nass, aber das interessiert mich nicht mehr. Ich verbringe ab und an mal schöne Tage mit ihm, denn da habe ich mit ihm ganz klar besprochen, dass es nur mit 0 Toleranz meinerseits geht und er diese Tage nüchtern sein muss, sonst funktioniert es nicht. Bisher hält er sich daran und noch ist das okay für mich. Trotzdem, solange er nichts ändert, ist es keine Partnerschaft und wird es vermutlich auch nie mehr werden. Irgendwann werden wir sicher getrennte Wege gehen. Denn ICH bin mir wichtiger geworden.

    Und das solltest du für dich auch erkennen.

    Ich wünsch dir dafür die nötige Kraft

    Nici

  • Meine Partnerschaft hat die nasse Phase meines Mannes überstanden und wir sind uns näher als zuvor.

    Aber mit seinem trocken werden hatte ich nichts zu tun-außer dass der Rauswurf durch mich ihn wohl so hart aufkommen hat lassen, dass es bei ihm Klick gemacht hat. Aber das ist keine Garantie. Dass es bei anderen nassen Alkoholikern auch so klappt.

    Ich will nur sagen, helfen wollen ist Themaverfehlung- das muss der Alkoholiker selbst machen.

    Meinen Glückwunsch dazu.


    Ich bin mit dem Wunsch, dass die nasse "Phase" (seit mehr als 30 Jahre) meines Mannes irgendwann überstanden ist, auf dieses Forum gestoßen.


    Als ich jedoch erkannt habe, dass die Erfüllung dieses Wunsches sehr selten ist, und mich stattdessen in den Anzeichen typischer Co-Abhängiger erkannte, habe ich mich aufgrund des letzten Rückfalles meines Mannes von ihm getrennt.

    Trotzdem bin ich mir noch nicht sicher, ob diese Trennung nun auch das Ende unserer Beziehung ist. Es ist verrückt, wie lange man hofft.


    Nach unserer Trennung bat er vor kurzem um ein Gespräch und wir telefonieren (ein Treffen lehnte ich ab).

    Sein aktuelles Ziel ist, nannte er mir sein Ziel, zunächst einen Monat "ohne Alkohol" zu schaffen. (Bisher hat er es höchstens 2 Wochen geschafft, bevor sein Versuch "kontrolliert zu trinken", in den nächsten Rückfall führte.)


    Ich nehme ihm daher auch nicht mehr ab, dass er diese Ziel mit der ernsthaften Absicht verfolgt, abstinent zu leben.

    Trotz all dieser Erfahrungen habe ich nach wie vor Hoffnung, dass auch wir die "nasse Phase" meines Mannes überstehen, und wieder das Paar sind, welches wir einmal waren.

    Gleichzeitig "beneide" ich die Co-Abhängigen Frauen, die früher den Absprung schafften.

    Wie lange ging die "nasse Phase" deines Mannes und wie lange wart ihr während der Zeit zusammen?

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