Kyra - Ich stelle mich vor

  • Richtigerweise antwortete er, dass ich mir dann wohl eher aus der Garage ein Bier holen würde. Daraufhin sprach ich darauf an, dass wir darüber auch reden müssten. Seine Reaktion war im Tonfall etwas heftiger. Er werde auf sein Bier nicht verzichten, das sei Genuss für ihn. Heute ist Samstag. Er wird also heute Abend (nicht nur ein oder zwei, sondern neun oder zehn) Bier trinken.

    Ich hatte Dir ja schon mal etwas zu dem Verhalten Deines Mann Dir gegenüber geschrieben. Musst Du wissen, was Du daraus machst.

    Du solltest Dir darüber im klaren werden, daß in Zukunft für Dich Deine Abstinens das allerwichtigste sein sollte. Denn damit steht oder fällt Dein zukünftiges Leben.

    Ich rate Dir dringend: kümmere Dich um Dich! Werde Dir wichtig. Sei gut zu Dir.

    Bist Du bei einer Suchtberatung? Gehst Du zu einem Therapeuten? Ich würde mal über eine Langzeitterapie nachdenken. Das geht auch ambulant. Das ist zwar nicht so hilfreich wie eine Selbsthilfegruppe aber ich hatte dabei doch einiges, was mir heute sehr hilft.

    Weisst Du, mir ist es heute egal, was andere machen. Ich habe gelernt, für mich und mein Leben Verantwortung zu übernehmen. Heute weiss ich ganz genau, was mir gut tut und was nicht. Was nicht gut ist, fliegt aus meinem Leben.

    Sei wachsam und pass gut auf Dich auf. Du hast nur ein Leben.

  • Wie geht es mittlerweile deinem Bruder-Kater?

    Dem geht es gut. Er wird sehr verwöhnt und hat uns im Griff :)

    Alkohol und Nikotinentzug nicht gleichzeitig

    Ich muss auch dringend was machen. Rauche locker 30 Zigaretten am Tag. Seit gestern um 9 Uhr bin ich auf einen Heater umgestiegen. Sehr anders aber wenn es der Gesundheit dient. Ich weiß es gibt mittlerweile Studien, dass es auch nicht so gesund ist wie die Tabakindustrie erzählt aber besser als normale Zigaretten. Bin mal gespannt wie lange ich durchhalte :)

  • Ich hatte Dir ja schon mal etwas zu dem Verhalten Deines Mann Dir gegenüber geschrieben. Musst Du wissen, was Du daraus machst.

    Hallo Stromer,

    ja, ich weiß noch, was du mir geschrieben hast. Nur, wenn er selbst Alkoholmissbrauch betreibt, dann ist sein Verhalten nicht einfach nur eine egoistische mangelnde Rücksichtnahme mir gegenüber.

    Bist Du bei einer Suchtberatung? Gehst Du zu einem Therapeuten? Ich würde mal über eine Langzeitterapie nachdenken. Das geht auch ambulant. Das ist zwar nicht so hilfreich wie eine Selbsthilfegruppe aber ich hatte dabei doch einiges, was mir heute sehr hilft.

    Wie ich bereits schrieb, habe ich nächste Woche einen Termin bei der Suchtberatungsstelle und will dort das Thema ansprechen. Ich sehe ja durchaus das Problem, bin aber allein für mich bei dieser Frage einfach vollkommen überfordert. Auch deshalb hole ich mir ja die Unterstützung vom Experten.
    Und ich schrieb ja auch schon, dass ich meinen Mann zum zweiten Termin dann mitnehmen will (das wird keine Schwierigkeit sein, da er bereits von sich selbst aus gefragt hatte, ob er mich zum ersten Termin begleiten solle).

    Ich denke auch, dass ich mit der Beraterin über den Beitritt zu einer Selbsthilfegruppe reden werde, und hoffe, dass ich eine passende Gruppe finde.

    Was verstehst du unter einer ambulanten Langzeittherapie? Was kann ich mir konkret darunter vorstellen? Danke dir im Voraus für deine Erläuterungen.

    LG

  • Was verstehst du unter einer ambulanten Langzeittherapie? Was kann ich mir konkret darunter vorstellen?

    Ich war bei der Suchtberatung von der Caritas. Die hatten mir zu einer ambulanten Langzeitterapie geraten. Das war bei denen im Haus, ein mal die Woche 2 Stunden Gruppenterapie und alle 2 Wochen Einzelgespräche mit einem Therapeuten. Das ganze ging über 6 Monatem, ich hätte aber noch verlängern können. Das ganze wurde von der Rentenversicherung bezahlt und den ganzen Papierkram hatte mein Therapeut erledigt.

    Für mich waren da einige gute Dinge dabei die ich mitgenommen habe.

  • Stromer

    War das eine Psychotherapie? Wenn ja, eher eine Verhaltenstherapie, eine tiefenpsychologisch fundierte Therapie oder systemische Therapie? Reichte Alkoholismus als Diagnose für die Bewilligung aus? Brauchtest du ein Attest von einem Arzt?
    Ich war in der Vergangenheit bereits in psychotherapeutischen Behandlungen. Da brauchte ich immer für die Genehmigung einen Arztbericht sowie - nach ein paar Probesitzungen - einen ausführlichen begründeten Antrag des behandelnden Psychotherapeuten.

  • Das ganze war auf Basis meiner Alkoholkrankheit. Ich habe sonst keine Probleme mit meiner Psyche. Ich habe von der Caritas einen Zettel bekommen, den mein Arzt ausfüllen und unterschreiben sollte. Ich weiss nicht mehr, worum es da ging.

    Die Gruppe wurde von einer Psychologin geleitet, meine Einzelgespräche waren bei einem anderen Psychologen. Wir haben uns da ganz normal über meine Sucht usw unterhalten. Ich kam mir da nicht so vor wie in einer Therapie.

    Ich musste dann einmal vorher zu einem Amtsarzt und dann nach Abschluss der Therapie noch einmal. Der hat mich im Anschluss genau untersucht und ausgefragt. Da ging es darum ob ich bleibende Schäden durch meine Sucht habe, noch voll arbeitsfähig bin usw.

    Ich kann jederzeit wieder zur Caritas gehen, wenn es mir nicht gut geht. Ich habe da echt sehr gute Erfahrungen gemacht. Die machen da halt den ganzen Tag nichts anderes, als mit uns umzugehen.

    Am besten hat mir aber die Selbsthilfegruppe geholfen. Die Therapeuten tun zwar ihr bestes, die wissen aber trotzdem nur theoretisch, wie es in mir aussieht.

  • Hallo und ein frohes Neues Jahr hier ins Forum.

    Ich hatte gestern meinen Termin bei der Suchtberatung. Es war ein richtiger Schritt.
    Ich habe zunächst wöchentliche Termine. Wenn ich Interesse habe, könnten wir auch Hypnose versuchen, damit ich wieder mehr meinen Körper fühle und nicht nur mit dem Kopf arbeite. Es sei keine Hypnose mit „Schnipp, du bist wieder da“, sondern eher ein von ihr geleitetes In-mich-Fühlen, bei dem ich jederzeit die Kontrolle über mich behalte.

    Die Therapeutin hat mir auch in Bezug auf Prozesse im Gehirn sehr verständlich erklärt, warum Verhaltensänderungen so wichtig sind, warum „einfach nicht mehr trinken“ nicht ausreicht, um dauerhaft abstinent bleiben zu können. Grob gesagt erklärte sie im Ergebnis, dass sich mein Gehirn hinsichtlich der durch Alkohol verursachten Dopaminausschüttung und damit verbundener Zufriedenheit im Laufe der Zeit eine Autobahn gebaut habe, die es immer wieder befahren will. Ich müsse neue Verknüpfungen (neue Wege)im Gehirn herstellen und ausbauen, deren Nutzung alternativ zum Alkohol zu einer Dopaminausschüttung und damit zu meiner Zufriedenheit führt. Diese neuen positiven Verknüpfungen entstünden aber nur durch neue Verhaltensweisen, die mir Spaß machen.

    Da dachte ich an dich Soapstar , an deinen Bericht, dass du mit deinem Leben ohne Alkohol irgendwie unzufrieden bist. Die Therapeutin sagte mir, wenn ich z.B. Lesen total doof finde, dann wird das neue Verhalten „Lesen“ nicht zu einer neuen Verknüpfung mit Zufriedenheitsempfinden führen. Ich würde ein Buch lesen und mich dennoch nicht zufrieden fühlen und die Autobahn vor der Tür sei weiterhin da.
    Je gefestigter die neuen Verbindungen im Gehirn werden, desto mehr baue es die Autobahn zu einer Bundes-, Landes-, Gemeindestraße zurück. Ein Pfad werde aber für immer bestehen bleiben, den mein Gehirn auch wieder ausbauen könnte. (Mir hat diese Erläuterung geholfen, meine Sucht besser zu verstehen. Und es ist ein schönes Bild für mich, mir vorzustellen, wie die Straße im Laufe der abstinenten Zeit zurückgebaut wird.)

    Also heißt das für mich, alte liebe Hobbys, die ich vernachlässigt habe, zu reaktivieren. Darüber hinaus habe ich festgestellt, dass mir Gesellschaft, der Kontakt zu anderen Menschen fehlt. Deshalb werde ich ab nächste Woche eine Selbsthilfegruppe besuchen. Diese Gruppe ist offen für alle Suchtformen, für Abhängige und Angehörige und es finden unabhängig von den Gruppenabenden gemeinsame Aktivitäten statt, Auch gibt es eine Gruppe, die sich einmal im Monat zu einem zwanglosen gemeinsamen Frühstück trifft. Da werde ich ebenfalls reinschnuppern. Eine Nachbarin fragte mich mal, ob ich nicht hin und wieder Lust hätte, auf einen Kaffee vorbei zu kommen. Ich habe ihr Angebot nie angenommen. Ich werde das nun umsetzen.

    Ich habe gestern mit meinem Mann ausführlich über das Gespräch geredet. Ich erklärte ihm, welche von den 6 Punkten (Entzug, Verlangen, Kontrollverlust, Toleranzentwicklung, soziale Belange, medizinische Belange) bei mir warum zutreffen und dass ich danach definitiv Alkoholikerin bin. Ich hatte das Gefühl, dass er anfängt, das zu verstehen, für sich zu akzeptieren, und welche Konsequenzen sich für mich daraus ergeben. Ich glaube auch, dass er selbst ins Grübeln gekommen ist.
    So lehnte er den Vorschlag der Therapeutin, dass er sich immer nur zeitnah das Bier besorgt, was er samstags abends trinken will, nicht einfach ab, sondern erklärte, dass wir das so machen sollten, wenn es mir helfe. Und er fängt samstags immer später an und trinkt dann immer weniger. Heute meinte er sogar, dass es gar nicht richtig Spaß mache, allein oben in einem separaten Raum Bier zu trinken, und hat sich vorhin nur 2 Flaschen mitgenommen. (Er trinkt in meiner Anwesenheit gar nicht mehr.) Zu Silvester fragte er mich, ob ich Lust hätte, aufs Neue Jahr mit einem Fruchtsaftmix mit ihm anzustoßen. Wir haben beide den Jahreswechsel komplett ohne Alkohol gefeiert.
    Es fühlt sich gut für mich an, wie es gerade läuft.

    LG

  • Guten Morgen Kyra,

    eine sehr bildhafte und aktuell auch wirklich auf mich passende Beschreibung.

    Dann hoffe ich mal, dass wir beide (und natürlich alle, die noch am Anfang stehen) den Trampelpfad hinbekommen. Phasenweise rauscht da bei mir noch die A8 Stuttgart - München 😬

    VG Soapstar

  • Heute meinte er sogar, dass es gar nicht richtig Spaß mache, allein oben in einem separaten Raum Bier zu trinken

    Guten Morgen Kyra, das mit dem Spaß machen kenne ich auch noch und stell mir inzwischen die Frage was am trinken Spaß macht? Es ist doch die Sucht die einem suggeriert das es Spaß macht. Trinken ist eine Notwendigkeit, es befriedigt ein Bedürfnis aber Spaß macht es doch eigentlich nicht. Es macht Spaß Motorrad zu fahren oder irgendein Hobby aber trinken und essen sind Grundbedürfnisse, das gute Essen macht ja auch nur "Spaß" wenn die Familie oder Freunde dabei sind, wenn ich mir alleine was zu essen mache hat das nichts mit Spaß zu tun.

    Versteh das nicht als Kritik an deinem Mann, der macht das super mit der Unterstützung. Ich bin da gerade nur drüber gestolpert und mache mir jetzt Gedanken. Bin ja auch noch relativ frisch dabei...

    LG R/no

  • das Bier besorgt, was er samstags abends trinken will, nicht einfach ab, sondern erklärte, dass wir das so machen sollten, wenn es mir helfe. Und er fängt samstags immer später an und trinkt dann immer weniger. Heute meinte er sogar, dass es gar nicht richtig Spaß mache, allein oben in einem separaten Raum Bier zu trinken, und hat sich vorhin nur 2 Flaschen mitgenommen.

    Da wäre mir der Alkohol viel zu nah dran und auch die Vorstellung meine Frau trinkt jeden Samstag seperat wäre bei mir garnicht gut

    Abstinent seit 10.11.2025

  • Hallo Kyra, mir gefällt die Erklärung mit der Autobahn, Landstraße usw sehr gut. Ich kann mit solch greifbaren Erklärungen gut umgehen.

    Du liest Dich sehr toll, Dein Weg sieht seht positiv und entschlossen aus, bravo!

    Auch das Du deinen Mann mit ins Boot holst, finde ich sehr wichtig. Auch er muss lernen, wie er in Zukunft mit Dir umzugehen hat. Das kann er ja nur mit Deiner Hilfe lernen, woher sonst? Ich bin sehr froh darüber, daß meine Frau auch ein grosses Interesse an dem Thema Alkoholismus zeigt.

    Auch die Gurppe liest sich toll. Aber schrecke nicht ab, wenn es beim ersten Mal nicht so gut läuft, geh da mindesten 4 - 5 mal hin und probier ggf. weitere Gruppen aus.

    Ich wünsche Dir alles Gute.

  • Hallo,

    gestern habe ich die Mitteilung erhalten, dass in der zu mir passenden Sportgruppe noch ein Platz frei ist. Am 19.01. geht’s los. Da werde ich nun am Samstag mit meinem Mann einen kleinen gemütlichen Einkaufsbummel machen, um mir passende Sportkleidung zu besorgen.

    Heute war ich zum ersten Mal bei einer SHG vor Ort. Am Freitag telefonisch Kontakt mit der Gruppenleitung aufgenommen wegen einer für mich notwendigen Mitfahrgelegenheit, am Samstag Nachmittag Problem gelöst.
    Die Fahrerin, die gar nicht weit weg wohnt, war super nett. Wir verstanden uns auf Anhieb sehr gut. In der Gruppe dachten sie, dass wir beide uns schon länger kennen und sie mich zur Gruppe geholt hätte.

    Obwohl die Gruppe grundsätzlich für alle Süchte und Angehörige offen ist, waren heute nur Alkoholiker da. Es war eine gemischte Gruppe, abstinent von Monaten bis Jahrzehnte.
    Ich fand zwar nicht jede Person auf Anhieb sympathisch, aber das ist, denke ich, normal. Ich wurde aber sehr herzlich empfangen, konnte Fragen stellen, wurde auch gefragt. Insgesamt kam ich mir gar nicht wie ein Eindringling in eine schon lange zusammengewachsene Gemeinschaft vor.
    Gerade wird ein Schnupperkurs für die SHG in Tai Chi organisiert. Eine Person aus der Gruppe bietet Kurse an und würde einen für die SHG leiten. Es gab auch eine Bastelgruppe, die sich allerdings zuletzt wohl nur für ein bestimmtes Projekt zusammengefunden hatte. Und da kamen bei mir Gedanken an ein weiteres früheres Hobby (neben puzzeln) auf, dem ich auch schon zig Jahre nicht mehr nachgegangen bin: Stricken oder Häkeln. Meine Liste von Alternativen wächst.

    Die SHG ist in einer WhatsApp-Gruppe organisiert, an die man sich auch wenden kann, wenn man in akuten Situationen Hilfe benötigt.

    Ich werde auf jeden Fall am Ball bleiben.

    Sie empfohlen mir auch die Teilnahme an einer (geschlossenen) Achtsamkeitsgruppe, die nächste Woche beginnt und 8 Termine (je einmal wöchentlich) umfasst. Da werde ich morgen in der Suchtberatung mal nachfragen.

    Positiver Nebeneffekt: ich habe nun einen Grund, endlich mein Zubettgehen und Aufstehen auf normale Zeiten zu ändern, da der Sport und die Achtsamkeitsgruppe vormittags sind.
    Also sage ich nun gute Nacht.

    LG Kyra

  • Das hört sich gut an, es bewegt sich was bei dir.

    Ich fand zwar nicht jede Person auf Anhieb sympathisch,

    Das ist ja auch eher unwahrscheinlich, denn erstmal ist das einzig Verbindende die Sucht, sonst sind es wildfremde Menschen aus allen Bereichen der Gesellschaft.
    Wichtig ist, dass du dich dort wohl fühlst und gut aufgenommen wurdest.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Der Einkaufsbummel hinsichtlich Sportbekleidung fand gestern statt und ich bin fündig geworden. Was mich total freute, ich musste bei der Sportleggins eine Kleidergröße weniger als üblich nehmen.
    Auch mein Mann hat abgenommen. Als er gestern ein Sakko anprobierte, konnte ich richtig sehen, dass sein „Bierbauch“ kleiner geworden ist.

    Ich habe mir auch Garn besorgt, um erstmal zum Einstieg Topflappen zu häkeln. Muster im Internet gesucht - nur Stäbchen häkeln ist ja zu einfach und langweilig - und gestern Abend ging es los. Das Häkeln hat richtig Spaß gemacht. Und ich musste mich wegen des Musters auch sehr darauf konzentrieren, da blieb einfach gar kein Platz im Gehirn für irgendwelche Gedanken an Bier. 2/3 eines Topflappens war geschafft. Allerdings ist das innere Muster zu stramm geworden, so dass ich heute alles wieder aufgelöst habe. Statt aber sauer auf mich zu sein (wie konntest du nur diesen Fehler machen? Hättest doch auch schon früher sehen können, dass es zu fest wird!) freue ich mich, dass ich nun länger als 4 Abende was Schönes zu tun habe. Das heißt aber nicht, dass ich nun jedes Teil kurz vor der Fertigstellung wieder aufriffel :lol:.

    Ich habe mich auch zur Teilnahme an der Achtsamkeitsgruppe angemeldet. Es ist keine Gruppe mit Hauptaugenmerk auf den Umgang mit der Sucht, sondern auf die Wahrnehmung des eigenen Körpers, der eigenen Gefühle, auf den achtsamen Umgang mit sich selbst. Ich bin gespannt, was mich erwartet.

    Das war ein kleines Update. Zwar ist nichts Weltbewegendes passiert (wer kauft nicht mal Kleidung oder Wolle?), aber für mich durchaus ein ereignisreicher Tag mit Elan.

    LG Kyra

  • Hallo Kyra,


    ich hab auch mit dem Trockenwerden wieder mit Häkeln angefangen - die Beschäftigung mit den Händen hat mir gut getan - dir viel Spaß dabei weiterhin. :)

    Ich find daran außerdem schön, dass dabei etwas entsteht, das ich angucken, anfassen kann, woran ich dann Freude habe (oder sogar jemand anderes, wenn ich was verschenke.)

    Viele Grüße

    Thalia

  • Rennschnecke ,

    du hast Recht, es geht um mich und nicht, was andere von mir denken.
    Aber diese Stimme meldet sich leider immer noch viel zu oft, obwohl ich weiß, wie sie entstanden ist. Vielleicht hilft da auchder Achtsamkeitskurs, dass ich mehr auf mich als auf die möglichen Meinungen anderer Wert lege.

    Thalia1913

    Ja, Handarbeiten ist ein schönes Hobby - Beschäftigung der Hände und Entstehung eines eigenen Werks.
    Ich freue mich auch schon, die Topflappen demnächst zu verwenden. Dann werde ich mich bestimmt einige Zeit daran erinnern, unter welchen positiven Umständen sie entstanden sind.
    Ich überlege auch schon, wen ich mit weiteren Topflappen beschenken kann :). Häkeln ist allerdings nur ein Einstieg, um zu schauen, ob mir vergessene Hobbys noch Spaß machen, da ich früher im Grunde viel lieber gestrickt habe. So habe ich noch eine weitere Sache, auf die ich mich schon jetzt freuen kann, und bei der ich in aller Ruhe überlegen kann, was ich als erstes nach Jahrzehnten stricken möchte.

    Und mir fiel gerade adhoc ein, ob ich nicht wieder anfange, Spanisch zu lernen. Auch dies war ein ehemaliges Hobby. An einen Tanzkurs habe ich auch schon seit längerer Zeit immer mal wieder gedacht, aber nie in Angriff genommen.
    Ich werde die Ideen, die mir zur Zeit kommen, zunächst mal aufschreiben, damit ich peu à peu in mich horchen kann, ob das (wieder) was für mich ist, ob ich die Idee umsetzen möchte. Denn im Moment habe ich genug mit all den Dingen zu tun, die ich bisher angestupst habe.

    LG Kyra

  • Hallo Kyra,

    habe mir deinen Faden durchgelesen und fand es sehr inspirierend teilweise. Zb mit den inneren Stimmen...ich kenne es als inneren Kritiker,der alle erlernten Glaubenssätze vertritt...nicht immer zum positiven wie du bereits geschildert hast. Bei mir ist es auch so...mir würde in Therapie mal gesagt man sollte lieber sein eigener Anwalt sein😅...das Versuch ich öfter Mal,wenn ich wieder mit mir schimpfe.

    Ein wenig erschrocken war ich über die Menge die dein Mann Samstag Abend dann noch getrunken hat als du ja schon alkoholfrei gelebt hast...mein ex Partner könnte auch soviel trinken,generell hat mich sein Freundeskreis auch sehr beeinflusst zu trinken. Ich hatte schon aufhören wollen und teilweise getan,aber durch seinen Konsum war es mir gar nicht möglich. Gut will nicht ausschweifend werden sorry🙈 ich würde mir sehr für dich oder euch wünschen,dass ihr den Weg zusammen geht. Es klang für mich als hätte er ebenfalls ein Problem. Ich glaube wie der Ritus ist spielt nicht die größte Rolle,aber ob man es auch einfach sein lassen kann. Und das scheint er nicht so ohne weiteres. Umso schöner zu lesen,wie er aber schrittweise mitmacht und sogar Einfälle hat👍🏻 also mit dem saftmix zum Beispiel😊

  • Hört sich mega an was du alles machst!!! Alle Dinge tragen doch zur Abstinenz bei. Bei mir z.b. hat das Puzzleteil mit der SHG gefehlt. Dumm aber manchmal ist das so. Dein Häkelhobby klingt super. Mach was dir guttut, lebe dein Leben und nicht das Leben was andere sagen. Wieviel Zeit man hat, was man alles machen kann wenn man trocken ist ist doch erstaunlich. Bald hast du einen Onlineshop für Topflappen haha

    Abstinent seit 10.11.2025

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