Richtigerweise antwortete er, dass ich mir dann wohl eher aus der Garage ein Bier holen würde. Daraufhin sprach ich darauf an, dass wir darüber auch reden müssten. Seine Reaktion war im Tonfall etwas heftiger. Er werde auf sein Bier nicht verzichten, das sei Genuss für ihn. Heute ist Samstag. Er wird also heute Abend (nicht nur ein oder zwei, sondern neun oder zehn) Bier trinken.
Ich hatte Dir ja schon mal etwas zu dem Verhalten Deines Mann Dir gegenüber geschrieben. Musst Du wissen, was Du daraus machst.
Du solltest Dir darüber im klaren werden, daß in Zukunft für Dich Deine Abstinens das allerwichtigste sein sollte. Denn damit steht oder fällt Dein zukünftiges Leben.
Ich rate Dir dringend: kümmere Dich um Dich! Werde Dir wichtig. Sei gut zu Dir.
Bist Du bei einer Suchtberatung? Gehst Du zu einem Therapeuten? Ich würde mal über eine Langzeitterapie nachdenken. Das geht auch ambulant. Das ist zwar nicht so hilfreich wie eine Selbsthilfegruppe aber ich hatte dabei doch einiges, was mir heute sehr hilft.
Weisst Du, mir ist es heute egal, was andere machen. Ich habe gelernt, für mich und mein Leben Verantwortung zu übernehmen. Heute weiss ich ganz genau, was mir gut tut und was nicht. Was nicht gut ist, fliegt aus meinem Leben.
Sei wachsam und pass gut auf Dich auf. Du hast nur ein Leben.