Beiträge von Speranza

Willkommen in unserem Forum : Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unter Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später hier dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Huhu Cayenne!


    Manchmal geht es hier hoch her hat aber trotzdem ein Ziel jeder möchte im Grunde nur helfen. Als ich anfangs hier war wusste ich zwar genau was ich wollte aber wusste noch nicht soviel über Co-Abhängigkeit. Mein Denken änderte sich aber langsam, ich habe hier viel geschrieben aber auch sehr viel gelesen und mir ging so manches Lichtlein auf.


    Ich sah nur eine Seite und zwar meinen betrunkenen Ehemann der einfach nicht kapieren wollte daß es gesundheitsschädlich ist wenn man soviel trinkt. Mit aller Gewalt wollte ich ihn dazu bringen damit doch aufzuhören damit dieses Theater endlich aufhört und ich wieder in Ruhe leben konnte. Was ich dabei übersehen habe daß auch mein Mann ein freier Mensch ist und trinken kann soviel er will. Er war der Typ der immer sagte:"Du hast ja recht, ich höre damit auf" wahrscheinlich sagte er das aber auch nur um mich hinzuhalten und an mein Schimpfen hatte er sich längst gewöhnt.


    Ich habe die Flucht ergriffen weil ich die Nase voll hatte und total frustriert war. Mich habe ich erst wenig hinterfragt denn ich tat ja nichts Schlimmes, hielt alles in Ordnung, war fleissig und habe mich abgerackert um alle zufrieden zu stellen. Ich hatte irgendwann viel Wut im Bauch und dachte (sagte) zu ihm: "Du kannst mir jetzt den Buckel runterrutschen, ich will das nicht mehr".


    Später kam ich dann hier zum Nachdenken warum nur habe ich diese Spielchen in denen ich ja auch ein Hauptakteur war überhaupt so lange gefallen lassen? Daran musste ich arbeiten und mich soweit ändern daß ich mich nie wieder so behandeln lasse, egal von wem. Nun sind schon viele Jahre vergangen und ich bin anders geworden. Ich mache meine Wertigkeit auch nicht mehr vom Partner oder anderen Menschen abhängig - Ich bin Ich und wer mich so nicht will hat Pech gehabt. Daß heisst aber jetzt nicht daß ich keine Kompromisse eingehen kann oder einen Ego-Trip auslebe aber ich muß mich wohl fühlen bei dem was ich mache.


    Es geht ja auch darum letztendlich zu erkennen daß die Beziehung mit einem Suchtkranken total schräg ist und daß man die Macht das zu ändern in der eigenen Hand liegt und man häufig aus so einer Beziehung ausbrechen muß um überhaupt etwas zu erreichen.


    LG Marie

    Hallo lütte!

    Das hört sich für mich sehr nach Provokation an oder meinst du das so wie du es sagst?

    Es steht da ja "Viele" und nicht "Alle" und es wirklich eine Tatsache daß hier ein Kommen und Gehen ist, aber du musst dir den Schuh doch nicht anziehen, tue ich auch nicht ;).


    LG Marie

    Hallo Hartmut!

    Der CO kann sein Suchtmittel, in den meisten Fällen den Mann, in die Tonne treten aber es laufen ja noch andere Männer rum .

    Das geht nur über die psychische Ebene.

    Eben wenn kein Umdenken stattfindet wird der Co vielleicht den einen Trinker los um sich direkt den nächsten Trinker anzulachen. Deswegen ist es ja so wichtig sich mit den eigenen Verhaltensweisen zu befassen um zu begreifen was da so schiefläuft.

    Viele wollten einfach nur Gleichgesinnte treffen, die ihr Gejammer verstehen (sollen). Es geht doch da noch nicht, um Hilfe annehmen. Sie haben ja im Moment nur das Problem Jammern.

    Ja das ist so das ist auch in realen Selbsthilfegruppen so. Aber solche Leute sind noch so in sich gefangen daß sie noch nicht soweit sind. Das ist sogar in meiner Selbsthilfegruppe (Schmerzerkrankung) so manche jammern nur und sind doch nicht bereit etwas zu ändern und fühlen sich unverstanden wenn niemand Mitleid hat. Aber es ist hier im Forum und real auch so sie werden wieder verschwinden wenn sie nicht das finden was sie suchen.


    LG Marie

    Was mir auch noch eingefallen ist es gibt Unterschiede zwischen Co und Alkoholiker, der Alkoholiker macht zuerst eine Entgiftung und wirft sein Suchtmittel in die Tonne und dann fängt er an an sich zu arbeiten. So kann der Co-Abhängige nicht vorgehen er kann ja nicht entgiften und sein "Suchtmittel" in die Tonne werfen sondern muß erstmal lernen umzudenken. Dieses Umdenken kann selbst im Rahmen einer Psychotherapie recht lange dauern.


    Das Schwierigste finde ich immer Jemanden begreiflich zu machen daß er selbst sich ändern muß, das kommt oft lange nicht an. Ich dachte früher immer

    ich tue und mache ja, hab ich auch, aber mein einziges Ziel war ihn von der Sauferei wegzubringen weil ich auch dachte es ist doch falsch daß er trinkt wieso kapiert er das nicht?


    Manchmal bin ich aber selber entsetzt was manche sich hier vom trinkenden Partner gefallen lassen, mir sind die Gedankengänge von manchen hier auch fremd, besonders wenn jemand einen Partner den er gerade kennengelernt hat retten will. Also da würde ich sofort die Flucht ergreifen ohne Wenn und Aber.


    LG Marie

    Hallo Sunshine!

    Da bricht wohl das oftmals stark vorhandene Helfersyndrom der CO-Abhängigen durch.

    Da du keinen eigenen Thread hast schreibe ich dir hier, ich würde noch nichtmal sagen daß es das Helfersyndrom ist. Die meisten Co-Abhängigen sind von Natur aus langmütige und sehr geduldige Menschen, mir ist diese Eigenschaft auch erhalten geblieben. Weil man aus eigener Erfahrung weiß wie lange es oft dauert bis man überhaupt umdenken kann wird halt fleissig hin- und hergeschrieben.


    Im Grunde genommen weiß auch der Co-Abhängige daß etwas verdammt schief läuft aber findet doch lange (vielleicht nie) den Weg da raus weil er auch oft denkt sein XY wäre anders.


    Es ist hier ein Selbsthilfeforum ich lasse Hilfe zur Selbsthilfe hier. Ob der andere das annimmt liegt nicht in meiner Macht und darüber zerbreche ich mir auch nicht den Kopf. Real bin ich da viel rigoroser ich habe eine Nachbarin mit einem trinkenden XY ich habe mir die ewig gleiche Leier nicht lange angehört sondern zu ihr gesagt nur sie könne was machen, habe ihr meinen Weg erzählt mehr könnte ich ihr da auch nicht helfen.


    LG Marie

    Liebe Cayenne!


    Ich war auch nicht mehr die Jüngste als ich gegangen bin. Ich lebte in einem großen Haus mit Garten, mein Mann ging trotz seiner Trinkerei regelmässig arbeiten und hat sehr gut verdient. Tja es hätte alles gestimmt - wenn er nicht so getrunken hätte. Viele Jahre hatte ich gewartet und gehofft er hört damit auf und alles wird wieder gut. Soviel Angst hatte ich zu gehen und habe andere beneidet die sich getrennt haben.


    Also daß du gleich und sofort gehen sollst habe ich auch gar nicht gemeint, ich war schon 55 und 32 Jahre verheiratet als ich ging. Es wurde nichts besser es wurde immer schlimmer. Ich habe ihm so viele Chancen gegeben und ihm letztendlich ein Ultimatum von einem halben Jahr gestellt. In dem halben Jahr habe ich meine Dinge geregelt weil ich im Grunde wusste er ändert sich nicht, für mich war die Beziehung auch am Ende angelangt.


    Es war für mich auch nicht einfach mein Zuhause zu verlieren aber so weitermachen im goldenen Käfig? Nein und nochmals nein ich wollte auch noch etwas vom Leben haben. Einen Ausflug machen z.B. bei dem der Partner sich nicht mittags oder nachmittags den Alkohol reinschüttet, Leute einladen ohne lallenden oder gröhlenden Partner neben mir, so einfache Dinge wünschte ich mir.


    Wenn ich dir schreibe meine ich ja nicht daß du jetzt und gleich ausziehen sollst, ich schreibe einfach von mir vielleicht kannst du ja etwas mitnehmen. Wenn nicht kann ich auch damit leben, ich stelle bestimmt keine Erwartungen an dich.


    LG Marie

    Hallo Cayenne!

    Wenn ich jetzt meine Koffer packen würde: Ich wüsste auch gar nicht wohin. AUch mit meiner Familie habe ich den Kontakt abgebrochen.

    Ich habe monatelang ganz konkret geplant wie es weitergehen soll. Ich habe mich umgeschaut wo ich wohnen könnte, wie ich es finanziell machen werde usw. Ich hatte zu dem Zeitpunkt keine Menschenseele der ich mich anvertrauen konnte. Aber ich hatte den ganz festen Willen es zu schaffen und ich habe es geschafft. Als ich anfing hier im Forum zu schreiben hatte ich die Trennung zwischen Tisch und Bett bereits vollzogen.


    Mir ging es bereits besser als ich anfing den Weg zu gehen, nichts ist schlimmer als in der Untätigkeit zu verharren und darauf zu hoffen daß ER etwas ändert.


    Versuche den Schalter umzulegen, nicht was ER tut oder nicht tut ist wichtig sondern was DU tust. Die Angst es nicht zu schaffen hatte denke ich mal jeder von uns aber wo ein Wille da ein Weg.


    LG Marie

    Hallo Owline!

    Gestern hatte ich ein ziemlich schlimmes Gespräch mit seiner Mutter.. In dem sie mir doch wirklich vorgeworfen hatte, dass ich nichts machen würde im Haushalt und er daher so überfordert wäre und ich auch mal einkaufen fahren müsse..

    Da siehst du wie er alles zu seinen Gunsten dreht und wendet und seine Mutter darauf reinfällt. Es ist wahrscheinlich nichtmal böse gemeint, sie will halt Friede, Freude, Eierkuchen und glaubt selber an das was sie sagt. Ausserdem haben die meisten Menschen überhaupt keine Ahnung von Alkohol- oder anderen Süchten und denken es wäre eine Willensschwäche oder es müsse einen Grund geben warum er trinkt und erkennen das wahre Problem überhaupt nicht.


    Da muß schonmal die Ehefrau herhalten die ja ganz bestimmt etwas falsch macht daß der Arme wieder trinkt. :rolleyes: Ärgere dich nicht zu sehr, kläre die Sache wie du es siehst und damit genug, du musst dich nicht bis Ultimo verteidigen. Ausserdem sollte es die Mutter oder andere Verwandte nichts angehen was bei euch vorfällt. Mein Mann hat meine beiden erwachsenen Kinder gegen mich aufgehetzt und hat sich über mich beschwert, natürlich stellte er sich als das Opfer dar.


    Ich meine ja auch wenn er sich so überfordert fühlen würde wäre ja der richtige Weg es mit dir zu klären. Wenn er den Alkohol weglassen würde würde es vielleicht auch mit seinen Hausaufgaben besser klappen aber da er süchtig ist fehlt ihm diese Einsicht bestimmt.


    Mich haben nachdem ich bereits ausgezogen war immer noch seine Nachbarn angerufen und mir erklärt ich müsse doch etwas tun damit er nicht angetrunken Auto fährt. Ich habe immer geantwortet: "Sage es ihm selbst, ich habe damit nichts mehr zu tun" und bin damit auf Unverständnis gestossen.

    Manchmal hatte ich das Empfinden die Alkoholsucht meines Mannes war wie eine Krake die sich immer enger um mich schlingt und mir den Raum zum Leben wegnimmt.


    LG Marie

    Hallo Sensual!

    Er wird mir immer fremder. Selbst Redensarten und gewisse Verhaltensweisen kenne ich so rücksichtslos von ihm nicht. Er war nicht mal in der nassen Zeit so. Ich möchte nur verstehen, ob es wirklich so ist, wie man liest, dass von dem Menschen „nichts“ mehr überbleibt, bzw. er zu sich zurückfindet…

    Er macht gerade eine starke Wandlung durch. Wie es sich entwickeln wird steht in den Sternen. Vielleicht bist sogar auch du ihm fremd da er dich ja in seinen nassen Zeiten kennengelernt hat. Wenn er seine Arbeit an sich selbst fortsetzt wird er sich noch mehr verändern, wie und inwieweit weiß keiner, nichtmal er selbst.


    Aber es wird an der Zeit daß du etwas für dich tust, du hast doch bestimmt auch noch ein eigenes Leben. Du befasst dich ja nach wie vor nur mit ihm. Lasse ihm doch etwas mehr Raum in seiner neuen Entwicklung. Wie es mit eurer Partnerschaft weitergeht kannst du zu diesem Zeitpunkt weder wissen noch beeinflussen. So manche Partnerschaft geht kaputt wenn der Partner trocken wird eben aufgrund dieser Veränderung.


    Richte den Fokus jetzt so weit wie möglich auf dich, beobachte einfach nur mit Abstand ohne ihn ständig zu bewerten.


    LG Marie

    Hallo Franzl!

    Und da liegt glaub bei den meisten das Problem, ich bin doch nicht derjenige der alles kaputt gemacht hat, aber ich muss mir hilfe suchen, da ich sonst wer weiß wo und wie enden werde!?

    So habe ich auch mal gedacht und war verbittert und wütend daß mein Mann mir so etwas antut, zum Glück hat er finanziell sparsam gelebt und es ist mir erspart geblieben irgendwelche Schulden abzuzahlen. Aber als meine Gedanken etwas freier wurden dachte ich mir wieso habe ich mir das so viele Jahre gefallen lassen? Ich hätte schon viel früher auf den Tisch hauen müssen und sagen:"Mit mir nicht"! Aber da man die Vergangenheit ja nicht ungeschehen machen kann bleibt nur die Gegenwart um die Probleme nach und nach zu lösen und wieder Licht am Horizont zu sehen.


    Du hast ja schon einen Anfang gemacht und bist aktiv geworden das war schonmal der erste Schritt. Sich Hilfe zu holen ist sehr wichtig damit man auch wieder zu Kräften kommt und die Sache anders sehen kann.


    Schreibe dir einfach mal alles von der Seele das tut schonmal gut. Hier sind ja auch viele Leute die wissen wovon du schreibst weil sie Ähnliches erlebt haben.


    LG Marie

    Hallo Franzl!


    Herzlich willkommen hier im Forum, ich wünsche dir einen guten Austausch.


    Deine Situation ist wirklich schlimm ob ein Ende in Sicht ist liegt jetzt auch mit an dir. Ein alkoholkranker Mensch macht seine ganze Familie mit krank kein Mensch hält das auf Dauer aus. Du merkst auch selber daß du mit deinen Kräften am Ende bist.


    Deine Frau wird sich wahrscheinlich nicht ändern auch wenn sie sagt sie trinkt seit 3 Wochen nicht mehr. Nasse Alkoholiker lügen wie es ihnen gerade in den Kram passt aber das weißt du ja. Warum zieht sie nicht in ihre Wohnung um, kannst du sie nicht vor die Tür setzen? Das wäre schonmal ein Anfang sich räumlich zu trennen. Wie du merkst geht das ja schon lange so ob sie sich je ändern wird kannst du nicht wissen und nicht beeinflussen. Aber bringe wenigstens deine kleine Tochter vor ihr in Sicherheit damit sie nicht noch mehr Schaden nimmt. Die größere Tochter hat es richtig gemacht mit dem Auszug und ihrer Kontaktsperre.


    Ich bin auch nach vielen Jahren gegangen, ich war regelrecht krank von der Trinkerei meines Mannes. Ich glaube ich hätte mir irgendwann etwas angetan so furchtbar fand ich alles. Weisst du was jetzt bin ich endlich frei, kein Alkoholgestank, keine Streiterei, keine Beschimpfungen meiner Person, nachts ruhig schlafen wie herrlich war das als ich den Schritt vollzogen hatte.


    10 Jahre ist das jetzt her, natürlich ist auch nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen und ich habe wie jeder meine Probleme. Aber bis jetzt ist mir nie wieder so etwas Schlimmes widerfahren wie mit meinem trinkenden Ehemann.


    LG Marie

    Liebe Blume!

    Aber das abweisen fand ich recht hart, grade bei Sonne denn mein Eindruck war, dass sich da ziemlich was in ihr getan hat und sie wirklich Hilfe hier gesucht hat.

    Ich kenne Sonne nicht und kann es daher schlecht einschätzen wie ernst es ihr war, das soll jetzt aber keine Unterstellung sein. Solche Vorstellungen habe ich schon viele gelesen und nach einigen Beiträgen waren die Leute wieder im www. verschwunden. Gerade deshalb ist es auch so wichtig daß bestimmte Regeln eingehalten werden wer an einem Punkt angekommen ist daß er wirklich Hilfe sucht wird sich nicht gegen die Regeln sträuben.


    Dazu gehört eben daß er zu seiner Sucht steht und sie auch erkennt. Er kann ja im Forum im Vorstellungsbereich weiterschreiben wenn er möchte.

    Ich war auch mal co-abhängig und habe anfangs wie du gedacht. Seitdem habe ich viel an mir gearbeitet und sehe vieles anders. Manchmal denke ich mir auch wir bräuchten manchmal eine klare Ansage ;) weil wir so lange nicht erkennen was bei uns selber so schief läuft, aber das nur mal am Rande :)


    Wenn du länger hierbleibst wirst du aber auch vieles erkennen und das tut gut und erleichtert. So nun ist es aber gut!


    LG Marie

    Sorry habe mich vertan ich habe aus Versehen den Beitrag gelöscht ich stelle ihn nochmal rein.


    Hallo Owline!

    Zitat
    Zitat von Owline Und natürlich bin ich auch kein perfekter Mensch und ich habe bestimmt einige Verhaltensweisen in meiner Kindheit übernommen, aber ich arbeite wenigstens an mir und versuche das beste aus meinen Leben zu machen.

    Wer ist schon perfekt, weder du noch ich noch dein Ehemann. Aber es ist wichtig seine Defizite zu erkennen und daran zu arbeiten, Respekt daß du das machst.

    Zitat
    Zitat von Owline Vielleicht hänge ich nun aber auch so in dieser Ehe, weil ich mich wieder um jemanden kümmern wollte, als Austausch zu meiner Mutter.
    Man sagt ja man sucht sich immer wieder ähnliche Situationen bis man diese bearbeitet hat.. Wer weiß das schon..

    Wer weiß das schon ich habe schon oft gelesen man sucht sich seinen Ehemann nach den Mustern und Werten aus die man selber erlebt hat aber erkennt das oft nicht. So geraten manche Frauen z.B immer wieder an Männer die trinken oder sonstiges. Sie haben nicht gelernt ihre Verhaltensweisen die zur Katastrophe führen zu überdenken und zu bearbeiten.


    LG Marie

    Hallo liebe Blume!


    Ich schreibe dir mal in deinen Thread, ich habe aufmerksam im Vorstellungsbereich mitgelesen. Ich verstehe deine Aufregung über den rauen Ton aber so rau ist der Ton gar nicht sondern durchaus berechtigt. Nur so kann man erst jemanden dazu bringen der ein Alkoholproblen hat (oder meint es zu haben) jetzt mal genau nachzudenken was Sache ist. Er gibt ja an daß er von sich der Meinung ist zuviel zu trinken und meiner Meinung nach meldet er sich im Forum um Hilfe zu bekommen.


    Wenn jemand ernsthaft gegen seine Sucht tun will gehört als allererstes eine Entgiftung unter ärztlicher Aufsicht dazu. Bei einer Entgiftung kann es zu lebensgefährlichen Komplikationen kommen deswegen ist es so wichtig den Entzug entweder im Krankenhaus oder unter enger ärztlicher Aufsicht zu machen. Alles andere ist ein kalter Entzug den viele Alkoholiker immer wieder praktizieren und sich damit in Lebensgefahr begeben. Meinen alkoholkranken Mann hat ein kalter Entzug das Leben gekostet. Es kommt dabei nicht auf die Trinkmenge an ob es zu Komplikationen kommt oder nicht.


    Ich hatte auch beruflich viel mit Suchtkranken zu tun und weiß aus Erfahrung daß ein Alkoholiker der trocken werden will einen sehr weiten Weg vor sich hat. Es gehört ja nicht dazu daß er einfach aufhört zu trinken sondern er muß nach und nach sein Suchtgedächtnis überschreiben, lernen verschiedene Situationen in denen er zur Flasche gegriffen hat zu umgehen usw. Er wird sich oft stark verändern das ist aber auch wichtig und richtig.


    Wir als Co-Abhängige neigen ja dazu dem kranken Partner gut zuzureden, Drohungen auszusprechen die man dann doch nicht einhält usw. oder man versucht zu ergründen was im Kopf eines Suchtkranken vorgeht. Meistens scheitert man kläglich und die Jahre gehen ins Land, nichts ändert sich und selber wird man immer kränker dabei.


    Alkoholismus ist eine schwere Krankheit die auf Dauer zu schweren körperlichen und psychischen Schäden führen kann und kann nur dann gestoppt werden wenn der Kranke einsieht daß er ein Suchtproblem hat und sich Hilfe sucht. Dieses Hin und Her was viele praktizieren führt zu nichts. Warum jemand suchtkrank wird weiß man nicht so genau aber es hinterfragt ja auch niemand warum jemand herzkrank wird, es muß auf jeden Fall behandelt werden.


    Es hat hier alles seine Richtigkeit es geht ja auch darum jemanden aufzurütteln damit er an sich arbeiten kann das gilt für uns Co-Abhängige genau so. Wie soll es uns besser gehen wenn wir drehen und wenden und doch nichts verändern wollen.


    LG Marie

    Hallo Owline!

    Ich glaube wenn man die Situation selber nicht hat, kann man sie auch schwer verstehen. Da mache ich ihr gar keine Vorwürfe.

    Aber sie sieht bei meinem Mann noch keinen Alkoholiker. In ihrer Familie gehört aber auch mindestens einmal im Monat eine Kellerparty dazu und da nehmen Großeltern, Eltern, Cousinen und wer sonst noch alles teil.

    Vertraue deiner Wahrnehmung und zweifle nicht an dir, dich stört es ja. Alkoholkonsum wir leider in unserer Gesellschaft bagatellisiert und als harmlos abgetan, mich würden solche Kellerpartys nerven obwohl ich sehr gesellig bin. Mich nervt es wenn in Gesellschaft die Leute alle so betrunken sind daß man keine vernünftige Unterhaltung mehr führen kann.

    Er sagte immer, dass er sich so einsam fühlen würde und von seinen Freunden im Stich gelassen.

    Mit mir wäre er unendlich glücklich, aber Freunde würden ihm fehlen.

    Ich bin ja der Meinung daß die Familie Vorrang an und das mit den Freunden ist eine Ausrede um zu trinken. Irgendwann ist die Zeit dieses Feierns wenn man jung ist ja vorbei und man fokusiert sich auf die Familie. Einen Freundeskreis könnte man ja trotzdem haben bloß mit anderen Interessen eben.

    . Man muss dazu vielleicht wissen, dass meine Mutter eine narzisstische Persönlichkeitsstörung hat und es mich wirklich sehr trifft, wenn er mich mit ihrem Verhalten vergleicht

    Es ist gemein dich immer mit deiner Mutter zu vergleichen du kannst ja nichts für deine Mutter und es war für dich bestimmt schwer genug. Aber halt auch typisch man wird mit solchen Totschlagargumenten konfrontiert damit wird man dann mundtot gemacht und zweifelt an sich. So hat er immer andere Argumente um zu trinken, mal sind es die fehlenden Freunde, die Arbeit oder sonstiges. Oder die allseits beliebten Aussagen man würde aufhören zu trinken, bräuchte keine Hilfe, so schlimm wäre das gar nicht usw. Bleib stark du merkst ja selber wie zerrissen er ist, einmal ist er sehr glücklich mit dir dann wiederum bist du so schlimm wie deine Mutter, merkt er eigentlich was er so von sich gibt?


    LG Marie

    Hallo Cayenne!

    Ihr könnt doch nicht über mein Schicksal urteilen.

    Natürlich möchte ich nicht urteilen aber dein Schicksal war vor vielen Jahren auch ähnlich meinem Schicksal das heißt ich möchte dir einfach die Erfahrungen die ich gemacht habe mitteilen und weitergeben. Vielleicht hilft dir das ja etwas weiter vielleicht auch nicht das kann und möchte ich gar nicht beeinflussen es liegt ja nicht in meiner Hand was du daraus machst.


    Aber nun ist es gut von meiner Seite du sollst dich ja nicht unter Druck gesetzt fühlen, jeder geht in seinem Tempo und lebt sein Leben.


    LG Marie

    Hallo Sunnyday!

    ... so, jetzt habe ich endlich Zeit zu antworten. Ist immer so schwierig, tagsüber ist man arbeiten und Nachmittags schwirrt der Mann um einen rum. Er würde es mit Sicherheit nicht mögen, wenn er wüsste, in welchem Forum ich jetzt bin und dass und vor allem "was" ich über ihn schreibe.

    Setze dich bloß nicht unter Streß mit dem Antworten, lasse dir ruhig Zeit damit. Du brauchst ihm ja vorerst nicht erzählen daß du hier schreibst er darf zwar alles essen aber braucht nicht alles zu wissen. Versuche erst mal Kraft für dich zu schöpfen indem du deine Gedanken niederschreibst und sortierst manchmal sieht man dadurch alles klarer.

    Mir geht es ähnlich wie dir. Dieses klein machen kenne ich zu Genüge. Er ist kein Mann, der einem Komplimente macht. Wenn, dann kommen nur negative Äußerungen. Das macht er bei allen so. Wenn jemand in seinen Augen irgendwas falsch macht, dann sagt er "Holzkopf" oder ähnliche Dinge.

    Jaja oder alle sind dumm reden Schwachsinn und können nichts nur er ist der King :rolleyes: so etwas nennt sich mangelndes Selbstvertrauen indem man andere schlecht macht hebt man sich hoch ein normal denkender Mensch hat so etwas gar nicht nötig.

    Das ich mein Leben in den Griff bekommen habe, ist aber auch zum Teil meinem Mann zu verdanken. Er hat mir beigebracht zu kämpfen, wenn es schwierig wird (ja, ich weiß, er macht es selbst aktuell nicht) und nicht so schnell aufzugeben.

    Frauen wie wir sind oft sehr tüchtig, leisten viel oft aber nur um es jedem (besonders ihm) Recht zu machen damit er endlich auch mal etwas Nettes sagt und ihm zu gefallen. Meiner hat mich zwar gelobt aber dann kam immer ein "aber" und dann eine Kritik hinterher. Auf Augenhöhe wird man nie kommen das lässt so ein Partner erst gar nicht zu.

    Aber ansonsten muss ich sagen, ist mein Selbstwertgefühl nicht sehr hoch. Ich verkrieche mich auch mittlerweile nur noch in meine Arbeit und treffe mich kaum noch mit Freunden.

    So etwas ist nur noch traurig ich hatte zwar noch einen kleinen Freundeskreis habe aber nie jemanden eingeladen weil er schon besoffen war wenn die Leute kamen. Wenn wir mal eingeladen wurden war er immer sehr betrunken und ich habe mich total geschämt. Als ich mich getrennt habe hat jeder nur zu mir gesagt:"Endlich hast du die Kurve gekriegt" und das Verständnis der anderen Menschen tat mir richtig gut.


    Dein Selbstvertrauen wird wiederkommen wenn du es schaffst für deine Rechte einzutreten und dein eigenes Leben zu führen - ob mit ihm oder ohne ihn wird sich ja noch ergeben.


    LG Marie

    Hallo Owline!

    Tatsächlich war das meine erste Idee, als ich gestern begann nach Unterstützung zu suchen. Eigentlich hatte ich nach einer Selbsthilfegruppe gesucht und bin dabei auf dieses Forum gestoßen und dann dachte ich, ich probiere es einfach mal.

    Das Forum hier ist eine gute Selbsthilfegruppe mir hat das Schreiben hier sehr geholfen und gutgetan. Ich habe nie über meine Probleme mit ihm zu anderen Menschen gesprochen und fühlte mich total einsam und alleine gelassen. Oft ist es so wenn man liest was man schreibt geht ein Licht auf und es ist sehr wichtig aus der Osolation rauszukommen.

    Aber auch sie wird jedes Mal von ihm so belabbert, dass sie am Ende Verständnis für ihn hat und Punkte aufzählt, die ihn an meinem Verhalten stören..

    Das lässt mich schon teilweise wirklich verzweifeln und selbst dran glauben.

    Ja die lieben Mütter :rolleyes: so ging es mir mit der Schwiegermutter auch manchmal sagte sie auch ich solle ihm doch das Bierchen gönnen :rolleyes: Ich neigte aber leider auch dazu mir für alles Mögliche die Schuld zu geben.

    Dadurch, dass ich selber nicht diesen familiären Rückhalt habe, kämpfe ich immer alleine dagegen an und manchmal wird das einfach zu viel. Dann fang ich an den Schwachsinn auch zu glauben

    Ohja wie bekannt mir das vorkommt ich bin selber als Halbwaise aufgewachsen und hatte keine schöne Kindheit. Ich bin wegen ihm in den Ort gezogen und kannte keine Menschenseele. Er hat alles was ich ihm von früher erzählt habe gegen mich verwendet in diesen Wunden rührte er mit Vorliebe herum. Ich fühlte mich immer minderwertiger dabei.


    LG Marie