Beiträge von Seeblick

    Hallo Schnuppihase,

    willkommen in dieser Selbsthilfegruppe. Leider kennt sich nicht jeder Arzt mit Suchterkrankungen aus. Hast du einen anderen Arzt, dem du dich anvertrauen kannst? Die Suchtberatungsstelle kann dir vielleicht auch Mediziner aus der Umgebung nennen.

    Ich möchte dich auch ermutigen, den Weg weiter zu gehen. Alle anderen Baustellen (Feunde, Familie, Beruf, Erkrankungen) kannst du nach und nach mit klarem Kopf angehen. Am Anfang steht der Ausstieg aus der Sucht. Habe Geduld , alles Schritt für Schritt.

    Viele Grüße
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    Hallo Mauseweich,

    willkommen hier bei uns und Glückwunsch zu deinem Entschluss und der bisherigen nüchternen Zeit.

    Wie geht es dir denn mit deiner Abstinenz? Ist dein Zuhause alkoholfrei? Kennst du deinen persönlichen Notfallkoffer, falls es Mal kritisch wird?

    Du findest hier einige Artikel zu den Grundbausteinen und auch dem Notfallkoffer, die gerade am Anfang interessant für dich sein können.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Eva,

    gib dir etwas Zeit: Mit Alkohol hast du deine Gefühle unterdrückt, vieles nicht wahrgenommen und deinem Körper und Geist ordentlich geschadet. Nun erholt sich alles und das kann anstrgend sein - auch das Aushalten.

    Die meisten (mich eingeschlossen) machen die Erfahrung, dass man mit der Nüchternheit gar keine Lust mehr auf das alte Leben hat: Das Feiern, Veranstaltungen auf den viel getrunken wird, usw. Das wird dein neues "normal".

    Viele Grüße
    Seeblick

    Hallo Eva,

    deine Ärzte solltest du informieren, dass du Alkoholikerin bist – vor allem wenn es um Medikamente geht.

    Gerade am Anfang kann alles ein wenig viel sein. Wenn dir der Besuch jetzt schon nicht passt, sag das Treffen ab. Falls das nicht geht, sorge dafür, dass du danach etwas entspannen kannst.

    Zum Trinken im Büro: Vielleicht kannst du den Raum verändern. Die Möbel umstellen, dort, wo der Alkohol stand etwas anderes Hinstellen. Bei deinen Autofahrten kannst du eine andere Route wählen.

    Und zur Belohnung: Da fallen mir auch ganz viele Dinge ein. Von Süßigkeiten über Musik hören, Blumen oder einfach ein paar Minuten die Stille genießen.

    Viele Grüße
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    Hallo azadi,

    willkommen in unserer Selbsthilfegruppe und Glückwunsch zu (über) 1,5 Jahren Freiheit.

    Wie geht es dir denn mit deiner Abstinenz? Fühlst du dich sicher oder hast du eher das Gefühl, dass du hier und da noch nachbessern solltest?

    Viele Grüße
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    Hallo Eva,

    willkommen hier im Forum. Die Anfangszeit kann anstrengend sein. "Nur nichts trinken reicht nicht", heißt es. Und so sehe ich es auch und das hast du ja auch schon erkannt.

    Es braucht Zeit, um sich mit der neuen Situation zurecht zu finden. Vielen hilft es, in kleinen Schritten zu denken: "Heute trinke ich nicht".

    Genauso mit deinen Baustellen. Hier kannst du auch Schritt für Schritt voran gehen. Deine vorrangige Baustelle ist deine Alkoholkrankheit und deine Abstinenz. Zum einen, weil es da um dein Leben geht und zum anderen kannst du erst mit klarem Kopf deine anderen Probleme lösen.

    Kannst du sagen, warum genau es dir schwer fällt, nichts zu trinken?

    Viele Grüße

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    Hallo Schmidtty,

    wenn ich das lese, werde ich wütend. Für das Bestehen seines Abis ist er ja wohl selbst zuständig. Und die anderen Aussagen, die ich hier schon gelesen habe: so geht man nicht mit anderen Menschen um.

    Und wenn er zu Hause nicht lernen kann, kann er doch woanders hingehen. In eine Bibliothek oder zu Freunden. Ist ja auch deine Wohnung.

    Nun habe ich keine Kinder und halte mich eher zurück, was Lösungen angeht. Aber ich wollte dir einmal hier lassen, dass ich es unverschämt und respektlos finde.

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    Hallo 05,

    willkommen in unserer Selbsthilfegruppe. Es ist mutig, dass du die ersten Schritte gehen konntest und dir hier Hilfe suchst. Du hast kein "Problem" mit Alkohol - es ist eine Krankheit. Daher ist der Besuch beim Arzt wichtig. Sei dort offen und ehrlich. Sag, dass du Alkoholikerin bist und die Hilfe brauchst. Sei ehrlich bei den Angaben deiner Trinkmengen.

    Hier im Forum gibt es viele Frauen, die ebenfalls abhängig geworden sind. Du bist nicht alleine. Zunächst konnte ich mir auch kein Leben ohne Alkohol vorstellen, aber es ist kein Verzicht und es lohnt sich so sehr!

    Viele Grüße
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    Hallo Chris,

    der Kontrollverlust und das heimliche Trinken sind schon deutliche Anzeichen einer Alkoholsucht. Die Einsicht und der Wille zur Veränderung sind wichtig für dein nüchternes Leben.

    Der nächste Schritt ist ein alkoholfreies Zuhause. Hier kannst du dich zurückziehen und es ist deine sichere Umgebung.

    Nutze die neu gewonnene Zeit für deine Hobbys. Du hast ja schon geschrieben, dass du diese vernachlässigt hast.

    Viele Grüße
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    Hallo Zwieback,

    du hast das Zeug geschmeckt und sofort das Glas gewechselt. So ist es richtig. Schlimm, dass man sich nicht einmal auf ein Wasserglas verlassen kann.

    Zehn Tage mit Suchtstimme empfinde ich als viel. Ging es dir sonst gut? Hast du in der Zeit gut für dich gesorgt?

    Und denke daran: diese Gruppe ist immer geöffnet. Hier kannst du schreiben, wenn es dir nicht gut geht

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Blendi,

    willkommen im Forum.

    Der Notfallkoffer ist für akuten Suchtdruck gedacht. Es ist nicht "unserer", sondern nur Beispiele. Du kannst du deinen eigenen packen mit dem, was dir hilft.

    Dann gibt es die Grundbausteine. Da geht es sozusagen um den Alltag, damit es gar nicht erst zu Suchtdruck kommt.

    Nur weil man nicht mehr trinkt, ist ja nicht alles toll und rosig. Es ist das normale Leben mit allem drum und dran. Das ist manchmal unspektakulär, aber ohne Alkohol im Grunde kunterbunt, da der Gleichmacher Alkohol wegfällt.

    Meine Frage wäre, was du mit Spaß meinst. Suchst du etwas, was dich mit Freude erüllt? Das kann ja vieles sein und oft sehen wir es nicht. Vielleicht kannst du deinen Blick auf die kleinen Dinge richten, die schön sind.

    Was das beruflich angeht, kannst du dir da Rat von anderer Stelle holen? also vielleicht jemand Außenstehendes? Kommt ja darauf an, worum es geht. Oft bleibt aber vieles die eigene Entscheidung.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo M3l,

    willkommen hier im Forum. Die Arbeit an einer zufriedenen Abstinenz ist eine Lebensaufgabe, einfach immer Schritt für Schritt. Die Veränderungen brauchen einfach Zeit.

    Als erstes steht die Entgiftung an, die eigentlich in ärztliche Behandlung gehört. Nach einer Woche bist du nun damit so gut wie durch. Zum Arzt solltest du trotzdem gehen, um zu checken, ob alles ok ist. Auch hilft es, offen und ehrlich darüber zu sprechen. Auch bei anderen Ärzten (z.B. Zahnarzt) ist es wichtig, dass dort deine Alkoholkrankheit bekannt ist.

    Dann geht es im dein neues alkoholfreies Leben. Ganz wichtig ist dein alkoholfreies Zuhause. Als nächstes kannst du austesten, woran du vielleicht Freude hast. Probier doch einfach ein paar Dinge aus. Wenn es dir nicht gefällt, lässt du es wieder. Das geht von Malen/Zeichen, Kochen, Sport, spazieren, Bienen züchten, Gartenarbeit, Sauna, Ehrenamt...Es gibt viele Dinge, die entweder allein Spaß machen oder wo du vielleicht nette Leute kennen lernst.

    Sorge dafür, dass es dir im Alltag gut geht: Ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung, ausreichend trinken, Dinge die gut für dich sind.

    Bei ganz akutem Suchtdruck hilft dann dein Notfallkoffer. Hast du den schon "gepackt"?

    Viele Grüße
    Seeblick

    Hallo Leonie,

    es ist doch dein Leben und du sollst glücklich sein. Nur weil andere einen anderen Lebensentwurf haben, muss es ja nicht für dich passen.

    Ich hatte nie einen Kinderwunsch und bin auch "kinderfei" geblieben. Auch das ist für viele in unserer Gesellschaft "merkwürdig", weil Kinder doch dazugehören. Für meinen Mann und mich war das nicht so und ich bin froh, dass wir diese Entscheidung so für uns gefällt haben.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Dein Bauchgefühl sagt dir doch schon jetzt, was das Beste wäre.

    Es gibt einige Strategien, die man anwenden kann, falls man bei einer Veranstaltung ist: Immer ein volles Wasserglas in der Hand zu haben, jederzeit gehen zu können, usw.

    Aber du hast jetzt schon ein ungutes Gefühl. Und bedenke, dass Suchtdruck und negative Gedanken auch nach der Veranstaltung auftreten können, wenn du schon wieder zu Hause bist.

    Eine Absage ist sicher eine gute Idee.

    Viele Grüße

    Seeblick