Beiträge von Lanananana

    Erst heute morgen im Bad beim Zähneputzen kamen mir wieder Dinge in den Sinn, die ich vermisse, die ich so nie mehr erleben werde.

    ich befürchte auch, dass ich so eine Intensität nicht mehr erleben werde

    Es ist aber auch möglich, dass noch was viel Intensiveres wartet … ich zum Beispiel habe unbemerkt meine Beziehung zu mir sehr intensiviert. Ich wusste vorher gar nicht, dass da noch so viel Luft nach oben ist …

    Der eigentliche Punkt ist allerdings, dass solche Gedanken bremsen und runterziehen. Warum nicht überzeugt sein, dass die nächste Beziehung definitiv noch intensiver und vor allem eine ohne Suchtproblematik ist?!

    Willkommen - ich habe deine Zeilen mit Interesse gelesen und möchte Dir gern meine Gedanken dazu dalassen

    Er ist ein guter Mensch ,er ist für seine Kids da

    So lang er als Alkoholiker nass ist, schadet er seinen Kindern - da ist nichts schön zu reden. Ich bin selbst in einem suchtbelasteten Elternhaus aufgewachsen.

    Ich fühle mich so verantwortlich für Ihn

    Du bist nicht verantwortlich für ihn. Du bist verantwortlich dafür, dass es deinen Kindern gut geht - und Dir! Das ist unmöglich in einem suchtbelasteten Haushalt. Einfach weil die Belastung - ausgesprochen oder unausgesprochen - viel zu groß ist.

    Das letzte Mal wurde mir alles zu geschoben weil ich ja so schwierig furchtbar wäre ,da muss man ja trinken!

    Das muss ich eigentlich gar nicht kommentieren … das steht ja für sich. Oder? Du bist nicht Schuld. Und das weißt Du. Aber ich frage mich, warum Du ihn in Schutz nimmt, wenn er Dir sowas an den Kopf wirft.


    Kein Haus dieser Welt ist es wert, dass man das Wohl der Kinder dafür opfert - und auch nicht das eigene.


    Lies mal bei den Erwachsenen Kindern von Alkoholikern. Ich wünsche Dir einen hilfreichen Austausch hier.

    Lass Dich nicht verunsichern. Ich kann sehr gut nachvollziehen, wie Du gehandelt hast. Deine Bekannte weiß doch gar nicht wovon sie spricht. Leute, die nicht in so einer Situation waren wie Du und so fühlen wie Du können das gar nich wirklich beurteilen.

    Dass Dich das aufwühlt verstehe ich sehr gut - aber für mich liest sich die Zusage für das Haus unter diesen Bedingungen nach einem unglaublich tollen Wink des Schicksals und nach einer großartigen Chance, Dir und den Kindern was Neues, ganz eigenes aufzubauen. Was kann daran falsch sein! Nur Mut! Ich wünsche Dir, dass die (Vor-)-Freude Angst und den Blick zurück verdrängen kann!

    Liebe Grüße!

    Ich habe wieder angefangen, mit anderen darüber zu reden, dass mein Mann wieder trinkt.…

    an anderen Tagen macht es mich wütend, bereitet mir Sorgen oder macht mich traurig. Unserer Beziehung geht es sonst gerade erstaunlich gut.

    Daran bin ich hängen geblieben. Für mich ist es ein Widerspruch, dass dein Mann wieder angefangen hat zu trinken und du deshalb in Sorge und z.T. auch wütend bist … es euch sonst aber gut geht … Wie kannst du das so ausblenden?


    Aber wenn du dich in der Beziehung gerade „erstaunlich gut“ fühlst, scheint das für dich ja aktuell überwiegend zu passen?!

    Verlierst du die nicht ggfs. auch, wenn Du bleibst? Lies Dir nochmal Deinen ersten Post durch. Ich weiß nicht, ob 1,5 gute Tage auf Dauer all das neutralisieren können.


    Ich sag Dir, wie das bei mir war: Ich bin immer schwächer und kraftloser geworden, desto länger ich mich von den „Launen“ meines Ex-Partners abhängig gemacht habe. Und musste trotzdem irgendwann einsehen, dass ich uns so nicht retten kann sondern allenfalls auch Schaden nehme.

    Lass es nicht so weit kommen.

    Es geht aber vor allem um Dich. Ist das eine Partnerschaft, wie Du sie Dir wünschst?


    Hast Du das Gefühl ihr tut euch gegenseitig gut bzw. helft euch gegenseitig beim Wachsen?

    Ich meine das gar nicht böse aber auch für mich liest sich deine Situationsbeschreibung ein wenig gönnerhaft bzw. so als wärest Du aus Deiner Sicht die „Erwachsenere, Vernünftigere“ …

    Und ich meinte mit: Der Alkoholiker kann doch nach einer Therapie froh sein, noch ein Zuhause/Familie zu haben,

    Da mein Mann schon seit Jahren immer mal wieder trinkt, habe ich schon fast eine halbe Wohnungsausstattung aus einer Wohnungsauflösung (wg. Tod) im Keller. Er könnte jederzeit gehen und ich würde ihm noch alles mögliche mitgeben,

    Habt ihr aus deiner Sicht eine Partnerschaft auf Augenhöhe?

    Er kann gerade nicht klar denken was in seinem Kopf vor sich geht es täte ihm leid.

    Ah - das bestätigt ja meine These. Und das zeigt, dass er zumindest sieht, dass er gerade evtl. nicht immer „vernünftig „ agiert. Was ich verstehen kann. Aber das verpflichtet dich zu nichts.


    Ich glaub, es ist für euch beide wichtig alles mal mit Abstand sacken zu lassen und ggfs. neu zu betrachten.

    Versuch ihm das ruhig zu erklären. Ihr müsst doch nicht im Streit auseinandergehen.

    Ich bleibe dabei - aus meiner Sicht, ist er noch überhaupt nicht in seinem neuen abstinenten Lebensabschnitt abgekommen - und seine Drohung, dass er wegen Dir sonst wieder anfängt, bestätigt das für mich.


    Natürlich kann er nicht morgen eine neue Wohnung beziehen - deshalb habe ich ja weiter oben mögliche Szenarien skizziert, die das Ganze auch überbrücken könnten.


    Er sagt, er will raus - also sollte er ja durchaus auch froh sein, wenn er die Zeit zu zweit verkürzt indem er vorübergehend ein Provisorium bezieht (Ferien- oder Monteurswohnung)