Beiträge von Lanananana

    Verlierst du die nicht ggfs. auch, wenn Du bleibst? Lies Dir nochmal Deinen ersten Post durch. Ich weiß nicht, ob 1,5 gute Tage auf Dauer all das neutralisieren können.


    Ich sag Dir, wie das bei mir war: Ich bin immer schwächer und kraftloser geworden, desto länger ich mich von den „Launen“ meines Ex-Partners abhängig gemacht habe. Und musste trotzdem irgendwann einsehen, dass ich uns so nicht retten kann sondern allenfalls auch Schaden nehme.

    Lass es nicht so weit kommen.

    Es geht aber vor allem um Dich. Ist das eine Partnerschaft, wie Du sie Dir wünschst?


    Hast Du das Gefühl ihr tut euch gegenseitig gut bzw. helft euch gegenseitig beim Wachsen?

    Ich meine das gar nicht böse aber auch für mich liest sich deine Situationsbeschreibung ein wenig gönnerhaft bzw. so als wärest Du aus Deiner Sicht die „Erwachsenere, Vernünftigere“ …

    Und ich meinte mit: Der Alkoholiker kann doch nach einer Therapie froh sein, noch ein Zuhause/Familie zu haben,

    Da mein Mann schon seit Jahren immer mal wieder trinkt, habe ich schon fast eine halbe Wohnungsausstattung aus einer Wohnungsauflösung (wg. Tod) im Keller. Er könnte jederzeit gehen und ich würde ihm noch alles mögliche mitgeben,

    Habt ihr aus deiner Sicht eine Partnerschaft auf Augenhöhe?

    Er kann gerade nicht klar denken was in seinem Kopf vor sich geht es täte ihm leid.

    Ah - das bestätigt ja meine These. Und das zeigt, dass er zumindest sieht, dass er gerade evtl. nicht immer „vernünftig „ agiert. Was ich verstehen kann. Aber das verpflichtet dich zu nichts.


    Ich glaub, es ist für euch beide wichtig alles mal mit Abstand sacken zu lassen und ggfs. neu zu betrachten.

    Versuch ihm das ruhig zu erklären. Ihr müsst doch nicht im Streit auseinandergehen.

    Ich bleibe dabei - aus meiner Sicht, ist er noch überhaupt nicht in seinem neuen abstinenten Lebensabschnitt abgekommen - und seine Drohung, dass er wegen Dir sonst wieder anfängt, bestätigt das für mich.


    Natürlich kann er nicht morgen eine neue Wohnung beziehen - deshalb habe ich ja weiter oben mögliche Szenarien skizziert, die das Ganze auch überbrücken könnten.


    Er sagt, er will raus - also sollte er ja durchaus auch froh sein, wenn er die Zeit zu zweit verkürzt indem er vorübergehend ein Provisorium bezieht (Ferien- oder Monteurswohnung)

    Liebe DDT, ich kann mir vorstellen, dass Du gerade sehr ausgelaugt und aufgewühlt bist - aber im Grunde ist es vielleicht besser, wenn diese Beziehung- nach all dem was im Raum steht und passiert ist - beendet wird.


    Die Wohnsituation, wie sie gerade ist, stell ich mir auch sehr belastend vor. Du willst in der Wohnung bleiben, richtig? Dann nenn ihm eine Frist und bitte ihn sonst darum eine Zwischenlösung für sich zu suchen (Ferienwohnung, Freunde, Monteurszimmer etc.)


    Vielleicht kannst Du vorübergehend auch für Dich eine solche Möglichkeit in Erwägung ziehen, um die Situation zu entspannen und abzukürzen.


    Und was seine Schuldzuweisungen angeht - für mich klingt es eher danach, dass er noch nicht wirklich in seinem neuen abstinenten Leben angekommen ist und evtl. auch nicht ganz bereit dafür ist. Seine Kälte und all das was Dich verletzt hat in jedem Fall ausschließlich mit ihm aber nicht mit Dir zu tun. Das ist wichtig, dass Du Dir das bewusst machst.

    Wie kommt der „Co“ eigentlich zu so einer Erkenntnis?

    Ich wollte mich in eine romantische Liebe und meinen Partner aus der Sucht „retten“. Ich war es gewohnt, in schwierigen Beziehungen zu überleben. Und auch für Liebe zu kämpfen.


    Da mein Partner mir versichert hat, dass er selbst glaubt, ein Problem zu haben und aufhören zu wollen, habe ich gedacht: zusammen schaffen wir das und dann wird alles gut! Für uns beide!

    Und warum merkt Co nicht, dass sie (meistens sie) auch nichts unter Kontrolle hat? Warum hört sie mehr auf Wahlkampfversprechen, auf Versuche des Alkoholikers, sich irgendwie darzustellen, als darauf, was sie erlebt? Das ist doch ausserhalb dieses Themas das Normalste auf der Welt, sich zu trennen, wenn es nicht mehr passt.

    Das glaube ich nicht, dass das das „Normalste“ ist. Auch Paare ohne Suchtproblematik bleiben ja zusammen und stressen sich.


    Aus meiner Sicht sind es falsche Glaubenssätze, mangelndes Selbstbewusstsein, kein Vetrauen in die Selbstwirksamkeit und ein nicht ausgeprägtes Selbstwertgefühl., die Cos (und andere) in Beziehungen halten, die ihnen nicht guttun. Bei mir war das so. Und ich lese das zumindest aus vielen Fäden raus.


    Und so rackern sich Menschen ab, in der Hoffnung den Karren doch noch aus dem Morast zu ziehen … zur Not alleine - und in der Hoffnung, dass dann doch noch alles gut wird.

    vl wäre es auch leichter, wenn der andere zugeben würde, dass er ein Problem hat.

    Nein - mein Ex-Freund hat sogar eine Langzeittherapie während unserer Partnerschaft erfolgreich und mit bester Prognose durch seine Therapeuten abgeschlossen.

    Ich fand es trotzdem unfassbar schwer loszulassen.

    Seine Krankheitseinsicht war für mich eher ein zusätzliches Band, das soooo viel Hoffnung geschürt hat. Ich dachte, er sieht doch ein, dass er krank ist - dann schaffen wir das doch gemeinsam. Aber so funktioniert das nicht.

    Klar - Einsicht ist die Voraussetzung, dass der Kranke genesen kann … aber sie rettet nicht automatisch den Alkoholiker oder die Partnerschaft- oder macht das Gehen leichter … im Gegenteil…