Beiträge von Hexe

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Hallo,

    aktuell ist alles so geregelt, dass Elterngeld, Kindergeld und ein Teil der Miete für die Hausrate und alle Nebenkosten ausreichen. Mein Partner muss eigentlich nur für unseren Lebensunterhalt sorgen, sprich Essen Kleidung usw., was unsere kleine so braucht.

    Er hatte bis vor kurzem eine Nebentätigkeit, mit der es knapp war, aber es ging. Meine Eltern haben uns von sich aus unterstützt mit Einkäufen für unsere Tochter, Pampers Babybrei.. Was da so anfällt. Dann ging mal das Auto kaputt, mir passt nach der Schwangerschaft nix mir von meinen alten Sachen... Mein Partner wurde bei der Nebentätigkeit gekündigt, weil sie einen Vollzeitersatz für ihn gefunden haben. Meine Eltern(vorrangig meine Mutter) haben immer Hilfe angeboten und wir haben sie dankbar angenommen. Allerdings kommt jetzt die Quittung, wie schon gesagt ich hätte es wissen müssen. Mein Partner und ich reden natürlich über das finanzielle, er sucht auch so schnell es geht nach einem neuen Job. Bisher ohne Glück...wieder springen meine Eltern ein...

    Ich kann es nicht ausstehen weiter von meinen Eltern und von meinem Partner finanziell abhängig zu sein.

    Heute hat mir meine Mutter gesagt, ich hätte sie falsch verstanden. Ich könnte gerne in Teilzeit bei meinem Arbeitgeber anfangen, sie passt natürlich auf meine Tochter auf. Ich finde nicht, da was falsch verstanden zu haben.

    Jetzt werde ich auf jeden Fall mit meinem Chef sprechen und zwei mal die Woche arbeiten gehen. Ob es schon ab Januar geht, werde ich dann sehen. Einer der Beiden wird die Betreuung übernehmen müssen. Ich sehe sonst keine Lösung, auf die ich mich verlassen kann. Parallel erkundige ich mich zwecks Tagesmutter um auch da keinerlei Abhängigkeit mehr spüren zu müssen. Meine Mama kann dann meine Tochter natürlich sehen aber bei uns und zu unserern Regeln. So habe ich mir meine Baby Zeit nicht vorgestellt, aber so ist sie jetzt nunmal. Mein Partner hält an seinem Studium fest und möchte es so zügig wie möglich durchziehen. Lösungen hat er zur Zeit keine parat. Zumindest kommt da keine die Geld heim bringt.

    Eigentlich sind mein Partner und ich sehr glücklich. Er ist ein gütiger, lieber und lustiger Papa, lernt von morgens bis abends und ist wirklich fleißig. Ich bin sauer weil er mich, meinen Eltern gegenüber in diese Situation gebracht hat. Ich weiss allerdings nicht, ob ich jetzt nicht bloß aufgestachelt worden bin, von meinen Eltern.

    Vielleicht liegt genau da unsere Disfunktionalität in der Familie: anstatt einander zu helfen, wenn es darauf ankommt, zerfleischen wir uns, genau dann, wenn es sowieso schon so richtig schön schwierig ist.

    Guten Morgen Aufdersuche,

    Danke für deine vorsichtige Einschätzung.


    Es erging mir, was das finanzielle angeht, ähnlich wie dir. Schon in der Schule hatte ich immer den Einserdurchschnitt angestrebt, weil ich eines Tages von niemandem mehr abhängig sein wollte. Ich habe beruflich sehr hart daran gearbeitet, mir einen Namen zu machen und keine Überstunden war mir zu viel.


    Was die verschiedenen Milieus angeht, ich habe zuvor nix davon gehört, kann mir aber vorstellen was darunter gemeint ist. Ich lese gerne und bilde mich gerne weiter. Meine Eltern sind aus der ehemaligen UdSSR, nach Deutschland gekommen als ich 6 Jahre alt wurde. Sie sind fleißige Menschen der Arbeiterklasse. Ich war schon immer etwas anders, in unserer Familie.

    Das mein Partner jetzt einen akademischen Weg durchziehen möchte, finde ich gut, finanziell macht es mir aber Angst. Er wird unsere Tochter diese Art zu leben, vorleben können. So schaffen wir für sie den Weg raus aus der Arbeiterklasse. Ich hätte auch gerne studiert, das Risiko finanziell abhängig zu sein, hat mir aber viel zu große Angst gemacht. Nun stecke ich aber doch drin.


    Ob ein Hausverkauf oder Vermietung hilfreich wäre? Ich weiß nicht, ob Miete zahlen oder Hausrate, einen Unterschied macht. Ich schätze ich muss mich von dem Gedanken verabschieden, mich vollzeit um meine Tochter kümmern zu können und muss wieder arbeiten gehen. Andere schaffen das doch auch. Wenn das Studium beendet ist, bin ich wieder voll und ganz für meine Tochter da. Ich habe mir einfach mehr Unterstützung von meinen Eltern erhofft, was die Betreuung meiner Tochter angeht. Eine Tagesmutter ist jemand Fremdes, deshalb habe ich da etwas Bauchweh..

    Es wird für eine gewisse Zeit hart bleiben, aber mit einem Ende in Sicht.


    Liebe Grüße

    Hexe

    Hi,

    ich schreibe hier einfach mal drauf los, was mir sonst so den Kopf zerbricht..

    Meine Eltern haben kürzlich beide, unabhängig voneinander, ein Gespräch mit mir gesucht. Indem sie mir im Grunde mitgeteilt haben, mein Partner sei verantwortungslos, weil er aktuell studiert, anstatt Geld für die Familie zu verdienen. Und ich mir wieder einen Loser gefunden habe, sie ihn ja aber total mögen... Sie gehen tatsächlich davon aus, das mein Partner und ich damit zufrieden sind, von Ihnen Geld anzunehmen. (Zugegeben, mit meinem Helferkomplex, habe ich dabei desöfteren ins Klo gegriffen) Bei dem Vater meiner Tochter, habe ich dieses Gefühl aber nicht.

    Dazu etwas Kontext: Den Papa meiner Tochter habe ich rund 350km von meinem Heimatort kennengelernt. Wir drei sind sehr glücklich. Weil er sich nach einer Weile entschieden hat, zu mir zu ziehen, hat er das zum Anlass genommen, doch noch ein Studium in Angriff zu nehmen. Dann wurde ich schwanger mit meiner Tochter. Was für meine Eltern Grund genug sein muss, das Studium sausen zu lassen. Und in einem miesen Job bis zur Rente akkern zu müssen. Sie haben das schließlich auch so gemacht. Sicher es ist jetzt sehr knapp, mit dem Geld. Ich habe ein Haus, das ich abzahlen muss und mein Partner, kann nur in Teilzeit, neben dem Studium zuverdienen. Ich würde gerne neben dem Elterngeld plus, ebenfalls arbeiten gehen. Dazu bräuchte ich aber Betreuung für meine Tochter..Meine Eltern haben uns finanziell unterstützt, freiwillig. Regelmäßig auf unsere Tochter aufpassen, möchte meine Mutter jetzt nicht...Da zu dieser ohnehin knappen Situation, währenddessen auch noch meine Cousine aus der Einliegerwohnung ausgezogen ist. Dabei mehrere Monate einfach keine Miete mehr bezahlt hat und dadurch all meine Ersparnisse aufgebraucht wurden. Waren wir tatsächlich sehr froh darüber, dass meine Eltern uns Hilfe angeboten haben.

    So jetzt der Knaller.. Sie schmieren mir diese Unterstützung jetzt aufs Brot. Zudem haben sie scheinbar das Gefühl, sich in meine Beziehung, zu meinem Partner einmischen zu dürfen. Sind beleidigt, weil ich nicht finde ihnen Rechenschaft ablegen zu müssen, welche Gespräche ich mit meinem Partner zur finanziellen Lage führe und warum ich überhaupt zugelassen habe, das mein Partner jetzt studiert, statt zu arbeiten.


    Es würde doch einfach ausreichen mir zu sagen, dass sie nicht weiter finanziell unterstützt wollen, Punkt.

    Nun möchte ich mir einen Putzjob für vorübergehend suchen, weil ich das abends machen kann, wo mein Krümelchen von meinem Partner betreut werden kann. Währenddessen suche ich nach einer Tagesmutter. Mein Chef nimmt mich mit Freuden jeder Zeit auch in Teilzeit zurück. Mir fehlt nur noch eine Betreuung.

    Es ärgert mich nur alles so sehr.:

    Ich wusste eigentlich von Anfang an, dass meine Eltern mir dieses "Versagen" wieder unter die Nase reiben werden und es dabei noch nicht einmal bemerken. Es ärgert mich auch, mich wieder von Ihnen abhängig gemacht zu haben. Obwohl ich schon direkt nach der Schule das Weite gesucht hatte, aufgrund solcher Verhaltensweisen.

    Dabei ist unsere Situation schon schwer genug und meine eigenen Eltern machen es mir nur noch schwerer. Warum sind sie so? Ich verstehe das nicht. Es gibt sicher Momente in denen ich gerne Dinge hätte und mit meiner Mama darüber quatsche. Ich erwarte aber nicht, dass die mir diese Sachen bezahlen. Habe ich selbst irgend einen Denkfehler und dieses Verhalten durch sowas provoziert?


    Meine Eltern sind in Trauer, daher versuche ich es ihnen nicht zu doll übel zu nehmen und ihr Verhalten als menschlich zu verbuchen. Sie sind Menschen mit Fehlern und ich liebe sie trotzdem. Verstehen kann ich sie jedoch überhaupt nicht. Vor kurzem erst habe meine Mutter gefragt ob sie nicht auf meine Tochter achten kann und ich suche mir einen Teilzeitjob. Meine Mutter ist jetzt sowieso zuhause und wenn sie auf meine Tochter aufpasst, lenkt sie das von ihrer Trauer ab. Diese Lösung wollen sie aber nicht, sie wollen das mein Partner das Geld alleine nach Hause schafft und aufhört zu träumen. Dabei macht er das ja für unsere gemeinsame Zukunft. Sicher ist es sorum finanziell schwer, aber das ist doch unsere Entscheidung. Ich finde ihre Einmischung geht zu weit, egal ob sie gut gemeint ist oder nicht.


    Liebe Grüße

    Hexe

    Hallo Aufdersuche, ich danke dir vielmals für deinen Austausch. Es hat sehr gut getan.

    Ich neige und neigte in der Vergangenheit durchaus, mich in Dinge reinzuhängen die mich eigentlich nix angehen. In dieser Sache habe ich versucht die Dinge auf andere Weise zu lösen und dein Feedback hat, gerade deshalb, sehr gut getan. Mir ist diese fehlplatzierte Verantwortung noch nicht lange bewusst, daher bin verunsichert.


    Liebe Grüße

    Hexe

    Guten Abend Aufdersuche,

    Danke für deine Einschätzung. Ich bin mir ganz sicher, dass die Beiden über die Meldung meinerseits nicht glücklich sind. Ich habe mir deshalb zuvor auch viele Gedanken gemacht. Der Papa kommt nicht aus einem intakten Zuhause und hat selbst einiges auf dem Kerbholz. Daher sieht er ein paar Dinge einfach zu locker, macht es sich damit zu einfach. Wenn es ein stabiles Mädchen mit einem guten Urvertauen wäre, das Dolche Freiheiten mit zarten 12 Jahren genießen dürfte, dann wäre ich vielleicht nicht diesen drastischen Schritt gegangen. Aber die Kleine hat das leider nicht mit auf den Weg bekommen. Ich habe schon versucht mit dem Papa darüber offen zu reden, da ging es um andere Dinge. Er ist leider Beratungsresistent. Mir wäre es echt lieber die Beiden in Ruhe, machen zu lassen und ihren gemeinsamen Weg zu finden. Das habe ich auch ne gute Weile so probiert, mich zurück gezogen. Nicht das die Kleine weiterhin zwischen zwei Stühlen stehen muss. Ging leider nach hinten los.

    Naja ich hoffe das ihr so geholfen werden kann und wenn sie dadurch sauer auf mich ist, muss ich damit leben. Hauptsache sie bekommt wieder Boden unter den Füßen. Vielleicht versteht sie es irgendwann, oder kommt sogar von sich aus zu mir, um darüber zu sprechen.

    Ich hoffe das beste für Sie und auch für den Papa. Eventuell braucht er ja auch nur jemand, der ihm dabei hilft. Mit dem Jugendamt im Rücken, nimmt er die Hilfe vielleicht auch an.

    Guten Morgen Aufdersuche,

    Wenn ich lese, keine Verantwortung für das Mädchen übernehmen zu müssen, ist da was dran und irgendwie auch nicht. Ich denke schon das ich ein zwei Probleme habe und möchte hier dem Ganzen auf die Schliche kommen. Also ich bin nicht zartbeseitet und durchaus kritifähig. Wenn ich also Denkfehler habe die jemand erkennt, nur raus damit. Wenn ich das Gefühl habe diese, trotz einer Ansprache darauf, nicht zu erkennen, werde ich nur weiter nachhaken um es besser greifen zu können. Also danke für jede Mithilfe...


    Ich hole mal etwas weiter aus: Der Vater des Mädchens hat keine, kaum Verwandtschaft, die Mutter ist aktuell in Behandlung wegen Drogen, Alkohol... Zumindest denke und hoffe ich das es noch so ist... Ich bin ihre Patentante wir haben und hatten immer eine gute Bindung miteinander. Obwohl sie im Moment "so cool" ist, möchte sie Zeit mit mir verbringen und freut sich, wenn ich mich bei ihr melde. Ich glaube schon, dass sie zu mir kommt, wenn sie selbst glaubt ein Problem zu haben. Das hatte sie in der Vergangenheit schon getan als sie nicht mehr zu ihrer Mutter wollte, sie hatte Angst vor ihr. Sie wäre am liebsten bei mir geblieben, aber das wollte ich nicht...Eben weil meine Tochter an erster Stelle kommen muss und auch mein Partner. Ein pubertierendes Mädchen, das viel Zuwendung braucht und dann noch die Probleme des Mädchens wären mir zu viel gewesen...Und sie hat schließlich einen Papa der sie liebt. So war meine Meinung, ich habe sie überzeugt zu ihm zu ziehen und ihr versprochen, weiter für sie da zu sein. Der Vater ist nur aktuell offensichtlich überfordert, verharmlost alles. Das Mädchen nutzt das natürlich für sich, logisch. Sie ist dem Ganzen ausgesetzt und bekommt immer noch keinen Boden unter den Füßen. Ich würde mich am liebsten nicht rein hängen. Mich um mich selbst kümmern, mein Glück genießen und innere Ruhe finden können. Deshalb habe ich mich dafür entschieden, mich nicht weiter mit dem Papa auseinander zu setzen um dem Kind zu helfen...Das hatte bisher sowieso auch nix gebracht... Sondern das Jugendamt informiert. Da sind Profis und schließlich für solche Fälle da. Ich denke ich will damit, die von mir gefühlte Verantwortung, an die Sachbearbeiter des Jugendamts abgegeben. So wollte ich es auch indem das Mädchen zum Papa kommt, aber das hat leider nicht so gut geklappt.

    Ich möchte natürlich trotzdem weiter ein Teil in dem Mädchen seinem Leben sein, als Tante. Ich habe sie sehr lieb und von dieser Seite der Verwanschaft gibt es nicht viele von uns. Das Mädchen kann nix dafür, in was sie hinein geboren wurde. Ich bin eine Erwachsene die sie gerne hat und ich finde die Kleine hat genug durchlebt und verdient ein faire Chance im Leben. Das Jugendamt ist bestrebt die Kinder immer zu ihren Eltern zurück zu führen, ich wünsche der Kleinen auch das sich ihre Eltern gut um sie kümmern, in Zukunft. Aktuell läuft das aber leider nicht gut, von beiden Elternteilen. Die Sachbearbeiter wissen jetzt um die Missstände und können prüfen wie ihr geholfen werden kann.

    Ich hoffe so loslassen, ruhen zu können, was diese Geschichte angeht.

    Habe da Denkfehler, oder ist das so ok? Gesund? Gesünder? Ich bin verunsichert..

    Hallo,

    ich stehe mit ihm nur telefonisch in Kontakt, des Kindes wegen. Er hält mich ab und an auf dem Laufenden, wie es ihr geht? Ob sie zurecht kommt? Jetzt habe ich aber raus gefunden, dass er nur beschönigt. Nix von Den Problemen die das Mädchen hat, oder macht, erzählt. Warum verstehe ich nicht..er könnte doch auch keinen Kontakt halten, wenn ihn meine Meinung nicht interessiert...Ich habe ihm schon offen meine Bedenken was seine Entscheidung anbetrifft angesprochen und ihm auch angeboten Hilfe für Sie in Anspruch zu nehmen...Das Jugendamt ist schließlich zum helfen da...er vertraut ihr einfach zu sehr und sie nutzt das natürlich für sich. Sie ist ein cleveres Mädchen.

    Hätte ich das Gefühl ein weiteres Gespräch würde Sinn ergeben, wäre mein Weg nicht direkt zum Jugendamt, nach den neuesten Neuigkeiten. Ich befürchte nur, der Kontakt bricht dann komplett ab und das Mädchen ist verloren.

    Die zwei scheinen sich einig zu sein. Das Mädchen macht was es will und er hat damit seine Ruhe und mir erzählen sie davon lieber nix. Weil ich seh das alles viel zu streng.. Hab vergessen wie es war, wenn man jung ist..

    Hallo AmSee,

    Meine Mama kennt meine Bedenken sehr gut und sieht sich selbst auch als Co-Abhängig, bis zu einem gewissen Grad. Sie kann nur nicht aus ihrer Haut und meinen Papa verlassen, kommt auch nicht in Frage. Er ist schon, so lange ich denken kann, ein Alkoholiker. Er arbeitet vollzeit, ist dort auch nüchtern, nur sonst nicht. Die beiden sind ein eingespieltes Team und schon seit Teanager ein Paar. Wenn sie ihn jetzt verlassen würde, wäre er nicht mehr lange am Leben. Das will ich auch gar nicht. Ich weiss, glaube ich, selbst nicht, was ich will...Das er aufhört zu trinken und sich benimmt.. Opa ist, da ist. Wird nur nicht passieren...Eine Lösung habe ich aber auch nicht...

    Deshalb der Kompromiss, Krümelchen dann bei mir zu betreuen. Bequemer ist es nur dann bei ihr zuhause...die Vorsätze halten für gewöhnlich nicht lange bei unserer Familie. Es wird auch alles Verharmlost..

    Es fällt mir schwer darauf zu vertrauen, dass es klappt.

    Vielleicht sollte ich mich tatsächlich um eine Tagesmutter im Anschluss an den Kindergarten kümmern. Wenn es sowas überhaupt gibt? Meine Arbeitszeiten sind leider meistens nicht nur von 08-17 Uhr.

    Ich habe für meine Mama einen Psychologen gefunden. Hätte nie gedacht, dass sie sich auf sowas einlassen würde. Seit dem tot von meinem Bruder ist sie doch bereit dazu.

    Wer weiss vielleicht ändert das dann doch noch etwas.

    Ich muss jetzt mal die Zeit nutzen, solange die kleine schläft und mich um meinen Haushalt kümmern.


    Vielen vielen Dank für die lieben Worte und Fragen zu meiner Geschichte. Es tut gut. Ich werde morgen wieder weiter schreiben.

    Danke und einen schönen Abend allerseits.

    Liebe Grüße Hexe

    Schuldgefühle kenne ich übrigens auch gut....


    Schon von klein auf habe ich mich für meine Eltern und auch für meine kleine Schwester verantwortlich gefühlt....


    Kennst du das von dir auch so?

    Ich habe für alles und jeden verantwortungsgefühle und hänge mich in Sachen rein, die mich eigentlich nicht kümmern sollten. Das ist mir noch nicht besonders lange so bewusst. Aktuell fühle ich mich verantwortlich für mein Patenkind. Tochter von meiner Cousine. Sie hat in der Wohnung unter mir gewohnt und ist jetzt beim Papa gelandet, weil ihre Mutter aggressiv, drogenabhängig, Alkohol, Medikamente ...

    Der Vater ist mit ihr überfordert und das Kind 12 Jahre, nimmt jetzt auch Drogen, trinkt Alkohol, schwäntzt Schule..

    Mir ist jetzt bewusst, ich sollte mich um mich, mein Kind, meinen Partner kümmern. Versuchen selbst glücklich zu sein. Vor allem für meine Tochter.

    Aber wie kann man da weg gucken, sich nicht um Sie kümmern wollen, wenigstens Sie retten?

    Ich habe jetzt das Jugendamt informiert und versuche einfach nur Zeit mit ihr zu verbringen. Ob das so ein gesünderer Weg ist, weiss ich nicht? Ich kann nicht aufhören mich um Sie zu sorgen. Oder auch mich um meine Mama zu sorgen.

    Gesund ist das bestimmt nicht.. Aber wie macht man das anders? So das man sich noch im Spiegel angucken kann, es einen aber nicht fertig macht...

    Hallo AufderSuche,

    Eile schon und irgendwie nicht..

    Ich muss bald wieder vollzeit arbeiten und meine Mama wird auf meine Tochter aufpassen müssen. Dabei wird auch mein Papa um sie herum sein. Er wird laut und beschimpft alles und Jeden, wenn was nicht nach seiner Nase läuft. Vor allem wenn er getrunken hat, was täglich ist. Meine Mama wird ihn decken wenn sowas vorfällt. Sie ist eine super Omi, alleine. Im Moment sagt sie zwar, sie wird Krümelinchen bei mir betreuen. Aber ich kenne sie und meine Familie, das wird so nicht sein. Sie wird sich bei mir unwohl fühlen und meine Kleine mit zu meinen Eltern holen. Sagen es ist nicht notwendig, er wäre ja gar nicht mit ihnen, sondern wo anders im Haus....Ich werde dann keine andere Wahl haben, weil ich Geld verdienen muss. Mein Job bringt viel Verantwortung mit sich und ich brauche ihn auch. Ich glaube nicht, dass das Verhalten meines Papas kindertauglich ist.

    Vielleicht mache ich mich jetzt auch verrückt über ungelegte Eier, aber ich kenne das Spiel mittlerweile gut genug. Am Liebsten würde ich sie gerne selbst betreuen, aber das kann ich mir nicht leisten. Ich bin es sooo sehr leid und soo satt mich wegen jemandes Sucht und dessen Verhalten auseinander setzen zu müssen. Und doch muss ich es schon mein Leben lang und es nimmt kein Ende.

    Hallo Hexe,

    ich konnte nicht einmal Hunger und Durst auseinander halten - und das sind ja "Anfängergefühle".

    Sowas wie Trauer, Freude... waren für mich nur Worte. Ich war gefühlsmäßig wie abgestellt, abwesend.

    Das hat gegen die damalige Reizüberflutung, Ohnmacht, Angst, Überforderung in meiner Kindheit sicherlich geholfen. Aber als ich erwachsen wurde, war ich immer noch gefühlsmäßig abgestellt und musste das mühselig lernen. Gefühle benennen zu können ist manchmal gar nicht so einfach gewesen.

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Linde,

    So krass wie du es beschreibst ist es bei mir nicht. Ich spüre nur oft einfach nichts Leere, obwohl ich weiss ich sollte eigentlich etwas spüren. In dem Moment als ich erfahren hatte, dass mein Mama meinen Bruder tot aufgefunden hat, war da NICHTS. Ich hätte doch etwas spüren müssen.. Ich habe später geweint und mich vor allem schuldig gefühlt. Aber da war zwischendurch mehr leere als etwas anderes. Auch in anderen Situationen, wo ich bei jedem anderen mitfühlen würde, wenn es mir passiert, ist da einfach nix. Es fällt mir schwer Worte dafür zu finden.

    Liebe Grüße Hexe

    Hallo und danke erstmal.

    Ich habe schon sehr viel bei anderen gelesen. Die Sammlung über Merkmale eines EKA haben mir schon einige Aha Momente beschert. Es ist seltsam von anderen zu lesen, denen es genau so geht wie mir. Ich wäre nur nicht in der Lage gewesen, diese Gefühle so genau zu benennen. Schätze genau das, ist mein eigentliches Problem. Im Moment ist mein vorherschendes Gefühl tiefe Trauer. Trauer über meinen toten Bruder und das ich ihn nicht retten konnte. Trauer darüber, das ich ihn gegen Ende aufgegeben habe, um einfach nur glücklich zu sein. Und Trauer über den großen Haufen Misst in meinem Leben, der zwar hinter mir liegt, mich aber einfach nicht in Ruhe lassen kann. Trauer über die aktuelle Situation.. Warum kann ich nicht einfach eine ganz normale Familie haben??... Warum war mein Bruder wie er war? (Drogen, Alkohol, Schizophrenie und dabei wenn er nüchtern war, ein gaaanz lieber hilfloser Kerl. Besoffen unausstehlich)


    In meinem Kopf herrscht Chaos. Seit dem Tot meines Bruders noch mehr, das Gefühl Machtlos und Hilflos zu sein, noch größer. Ratlos wie ich das alles mit meiner Tochter in Zukunft regeln soll... Kontaktabruch zu meinen Eltern ist für mich undenkbar. Ich liebe sie, es sind meine Eltern, den Ballast möchte ich aber nicht für meine Tochter mitnehmen..


    Hoffe mit der Selbsthilfegruppe Ordnung in mein Chaos zu bringen.


    LG Hexe

    Hi,

    schätze ich brauche Hilfe. Mein großer Bruder ist vor kurzem am Alkohol gestorben und mein Vater ist weiterhin starker Alkoholiker. Ich weiss im Grunde, das sind Dinge, die ich nicht ändern kann. Ich habe keinerlei Süchte, mein Problem würde ich eher als "emotionale Überlastung",Hilflosigkeit bezeichnen. Meine Tochter ist erst 1 Jahr alt, ich wünsche mir das alles nicht für sie. Ich schätze ganz unbelastet bin ich nach alledem auch nicht und möchte für meine Tochter alles richtig machen. Ich weiss absolut nicht wie ich den Umgang mit meinem Vater regeln soll. Er liebt sein Enkelchen, ist aber seiner Sucht gegenüber, trotzdem absolut Machtlos. Meine Mutter passt regelmäßig auf meine Tochter auf, ohne sie würde ich das mit meinem Krümel auch nicht schaffen. Ich liebe meine Eltern, habe aber das Bedürfnis mein Kind vor den Problemen meiner Familie zu schützen. Möchte aber gleichzeitig keinen Kontaktabbruch oder jemandem weh tun. Wir haben alle genug gelitten...