Beiträge von Mona

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Ja er sieht nur noch von außen ( Aber auch nicht Scharf ), also der Zentrale Sehnerv ist abgestorben und somit der Tunnel Blick…

    Er läuft in den Laden und kauft sich seinen Alkohol selber 🤷🏼‍♀️

    Dann ist der Gedanke,er wäre ohne Dich hilflos ja absoluter Quatsch! Insofern: denke an Dich, schnapp Dein Kleines und weg!

    Bzgl AA und bei denen entschuldigen, denen man "geschadet" Hat: das sind sogar zwei Schritte. Zunächst der Schritt, sich darüber klar zu werden, WEM man Unrecht getan hat und der nächste ist es "wieder gut machen"- wobei hier nicht die Absolution des Alkoholikers im Vordergrund steht, sondern die verletzte Person. Dh: mit einer aufrichtigen Entschuldigung ist es da nicht zwingend getan, wichtig ist, was diese Person braucht- so sie will. Ist ein feiner Unterschied, der den AA aber wichtig ist 😉

    Alles Gute liebe Nudeltante - ich lese seit dem ersten Post still mit! Heute möchte ich auch was schreiben. Ich bin selbst Partnerin eines (momentan-das betont er selbst, da man sich da lieber nicht selbst zu sichern sein sollte) trockenen Alkoholikers und Kind eines leider noch "nassen" Alkoholikers.


    Wir haben zwei Kinder (beide schon im Schulalter), die Große weiß, warum Papa jeden Freitag Abend weg ist (AA Meeting)


    Zum Eingangspost: auch meinem Mann ist alles sehr unangenehm, er schämt sich nach wie vor. Ich habe allerdings ein paar Freunde und nahe Verwandte ins Vertrauen genommen-weil ich es nicht ertragen konnte, ständig Erklärungen zu finden, warum mein Mann jetzt kein Bier mehr mittrinkt. Die, Erfahrungen waren total positiv, viel Verständnis und Zuspruch für uns.

    Ich bin stolz auf den Weg den er gegangen ist, den viele nicht schaffen.

    Das sich selbst als Alkoholiker bezeichnen war bei ihm übrigens wichtiger Bestandteil der Genesung. Einfach das Verständnis, das Alkohol ihm schadet und das wirklich anzuerkennen. Mit der Konsequenz, dass er nie wieder Alkohol anrühren darf.


    Bzgl. "Darf ich mir Hoffnung machen? "


    Ich mache mir KEINE Hoffnung mehr und ich konnte mich auch wirklich erst aus der Co-Abhängigkeit lösen, als ich das anerkannt habe. Ich habe mich und mein Leben für mich festgelegt, meine Kinder und mich an Platz 1gesetzt - da hat Alkohol keinen Platz.

    Ich habe ihn natürlich auf seinem Weg unterstützt, ich trinke selber gar nichts, wir reden viel über Alkohol in der Gesellschaft und tauschen uns aus. Ich war am Freitag beim offenen Meeting, weil ich mich auch wirklich für die Leute dort interessiere und ihnen dankbar bin, dass sie meinem Mann so viel Stabilität geben.

    ABER: sobald er wieder zur Flasche greift und sich der Sucht wieder hingibt, ist er hier raus!

    Das ist die Linie die ich für MICH und meine Kinder gezogen habe.


    Das hat mir sehr geholfen, ihn auf dem Weg zu unterstützen ohne ihm das Händchen zu halten - den Weg raus muss er sowieso alleine finden.

    Vom Gefühl ist das glaube ich, was die anderen dir vermitteln wollten: lerne in dieser Zeit bei dir selbst zu sein und genau zu festzulegen, bis wohin du mitgehst. Und stelle dich und deine Kinder dabei in den Mittelpunkt.

    Ganz liebe Grüße

    Er hatte heute im Klinikum noch einen weiteren Anfall. Morgen kommt er in die Entzugsklinik, er hat eingewilligt. Seine letzte Option was unsere gemeinsame Zukunft angeht

    Das mag nun hart klingen aber: ich finde diese Gedanken gefährlich- ich hatte sie genauso und sie sind trügerisch!

    Momentan solltest du dir über eine Zukunft mit ihm keine Gedanken machen-du und dein Kind, ihr seid jetzt die Hauptpersonen in deiner Zukunft. Ob er da mal wieder eine Rolle spielt muss nebensächlich sein, sonst hat die Co-Abhängigkeit dich gleich wieder in den Fingern! Gehe weiter so toll geradeaus wie bisher!


    Ich habe"Alk" Von Simon Borowiak gelesen- fand ich sehr erhellend und hat bei mir tatsächlich dazu geführt, dass ich meine Co-Abhängigkeit erkannt und (toitoitoi) überwunden habe.

    Ich denke die AA werden mir nicht zusagen, da ich auch mit dem christl. Glauben absolut nichts am Hut habe und eher ein wissenschaftlich, faktisch basierter Mensch bin.

    Hi Skjaldar, schön dass du da bist!

    Ich bin "nur" Angehörige eines trockenen Alkoholikers.


    Mein Mann hat mit allen Arten von Religionen nichts am Hut (so wie ich) - wenn man ihn fragt hat "seine" AA Gruppe ihm mehr geholfen als jede Therapie. Ich war auch schon mal dabei (beim Angehörigen Tag) und war erstaunt-selten habe ich offenere, reflektierte Menschen getroffen als da. In der Gruppe von 10 Menschen hat "Gott" nur für einen eine Rolle gespielt - im Fokus steht immer die Schilderung des einzelnen und wie es geht, was man Teilen möchte. Deswegen, gib dem mal eine Chance- du kannst auch Gruppen wechseln. Mein Mann ist erst in der zweiten sesshaft geworden und für ihn sind die AA sein wichtigster Verbündeter gegen den Alk.

    Liebe Selene, habe gerade deinen Kommentar bei Theresa gelesen. Ich wollte Dir Liebe Grüße dalassen- ich freue mich total, dass du es geschafft hast den Schlussstrich zu ziehen. Bleib dabei-du schaffst das!

    liebe Savia, ich freue mich so für Dich, dass du diese Entscheidung getroffen hast und so ehrlich zu Dir bist - das ist der erste große Schritt in die neue Richtung, den du gemacht hast.


    Ich bin tatsächlich "nur" Partnerin eines Alkoholikers, bei dem diese Realisation auch viele Jahre gedauert hat - er ist seit 2 Jahren trocken!

    Er hat mir vor 2 Tagen etwas gesagt, was ich sehr gut fand: er findet es so befreiend zu wissen, dass er keinen Alkohol mehr trinken muss, nie wieder. Und das Geheimnis: man lässt das erste Glas stehen- weil man es nicht trinken muss.

    Er geht auch mit Kollegen weg und trinkt dann meist Wasser oder Spezi und auf Fragen sagt er, dass Alkohol ihm einfach nicht gut tut und er deswegen keinen mehr trinkt.


    Schön dass du da bist und herzlichen Glückwunsch zu Tag 1!

    liebe Hoffnung, schön, dass du her gefunden hast!


    Mir geht es ähnlich wie dir- ich bin Angehörige und Partnerin. Mein Papa und mein Mann - wobei mein Mann seinen Wendepunkt vor 2Jahren hatte und seitdem nun endlich stabil trocken scheint.


    Gerade wenn man selbst betroffen war (du ja anscheinend auch "aktiv") ist es nochmal schwieriger, andere Betroffene zu beobachten-und dabei zu wissen (!), dass man NICHTS tun kann, um zu helfen. Ich lasse dir ein ❤da!

    @tannenbaum: entschuldige, das habe ich tatsächlich ganz falsch verstanden!


    Danke, dass du mich hier nochmal aufgeklärt hast ❤


    Es ist wirklich schade, dass er für sich nicht erkennt, wie wertvoll dieses "zweite" Leben ist - und du hast völlig richtig erkannt: es ist nicht deine Aufgabe, ihm das klar zu machen!

    Hallo Tannenbaum, schön dass du her gefunden hast! Deine Gedanken klingen klar und fokussiert, das ist sehr gut!

    Die siehst es mMn absolut richtig: es gibt für Dich nichts mehr zu tun, er muss die Verantwortung für sich übernehmen.


    Als jemand der selbst im Gesundheitssektor arbeitet schockiert es mich, wie er mit dem Spenderherz umgeht! Mal abgesehen davon, dass die Immunblocker die man nimmt für alle Organe belastend sind und Alkohol on top selbstverständlich ein No Go - da ist jemand gestorben und hat sein Organ gegeben um das Leben deines Partners zu retten. Und er tritt das mit Füßen! Das Herz hätte mit Sicherheit auch jemand anderes gut gebrauchen können- jemand der es mehr zu schätzen weiß! Ich rege mich gerade total auf!

    wovor hast du genau Angst, Theresa? Angst ist ja genau das, was einen abhält, den wichtigen Schritt zu tun.

    Vielleicht können wir helfen, deine Ãngste kleiner zu machen?

    Ich muss leider widersprechen- dein Mann schätzt das Leben nicht, in jedem Fall nicht genug. Nicht sein eigenes, nicht deins, nicht dass seiner Kinder. Er sagt es vielleicht- aber es ist leider nicht wahr. Er glaubt es selbst- aber es ist leider nicht wahr.

    Ich hab hier schon mehrfach auf das Borowiak Buch hingewiesen- bitte besorge es dir und lese es!

    Liebe heißt im übrigen nicht "Selbstaufgabe". Mit einem nassen Alkoholiker in einer Beziehung zu bleiben und zu hoffen, dass es sich vielleicht irgendwann von selbst bessert, weil man sich ja liebt ist aber genau das: Selbstaufgabe! Und bei Familien werden die Kinder dann noch mit hineingezogen, ohne dass sie etwas dafür könnten.


    Mehrere schlaue Philosophen haben festgestellt, dass man, um zu lieben, erst mal sich selbst lieben muss. Das bleibt auf der Strecke, wenn man sein Leben nach dem Alkoholiker ausrichtet.

    Hallo Teresa!

    Wenn dein Mann nichts ändern möchte hast du 2 Möglichkeiten du akzeptierst ihn so wie er ist denn er möchte ja gar nichts gegen seine Sucht machen oder du stellst fest daß deine Liebe nicht ausreicht um etwas in ihm zu bewegen und gehst.

    ich würde zu Speranza ergänzen, dass es bei Partnern von Alkoholikern der größte Liebesbeweis ist,zu gehen, bzw die Sucht nicht mehr zu unterstützen.

    Und wo wir bei Liebe sind: deine Kinder liebst du auch, oder? Was ist mit ihnen? Hast du mal im EKA Forum nachgelesen, was es bedeutet mit einem alkoholkranken Elternteil aufzuwachsen?

    Geinsam eine Erkrankung zu besiegen mag zwar schön sein aber dein Partner kämpft ja gar mit dir zusammen. Du kämpfst alleine, er bemüht sich doch gar nicht obwohl es seine Krankheit ist.

    LG Marie

    Eine ganz wichtige Erkenntnisse von Speranza: Erkrankungen wie Krebs etc bekämpft man meist gemeinsam!

    Ein nasser Alkoholiker, der seine Erkrankung nicht anerkennt und sich nicht aktiv selbst um Hilfe bemüht, kämpft nicht gemeinsam mit Dir- er kämpft GEGEN dich.

    Also bin ich Mitschuld an allem wenn ich bleibe und seine Gesundheit gefährde?

    Ok, ich habe meinen vorherigen Satz gelöscht denn: NIEMALS BIST DU SCHULD, DASS ER TRINKT! NIEMALS! Das ist SEINE Entscheidung!


    Du ermöglichst ihm seine Sucht momentan, machst es ihm sehr leicht und verlierst Dich selbst! Dh: ja, damit es für Euch beide ENDLICH was ändert, musst du bei dir anfangen (- denn er wird es nicht tun)


    Dennoch solltest du Deine Entscheidung FÜR DICH fällen. Nicht, damit es IHM besser geht.

    Das ist dich genau, was wir dir hier alle sagen: es geht um DICH und, DEIN Leben - UND das Leben deiner Kinder!! Du MUSST Dich und sie vom Alkohol befreien - DU, nicht er.

    Für sich ist er selbst zuständig.

    Meine Überzeugung ist, dass "genußvoller Konsum" die Lüge ist. Wenn ich mich unter Bekannten/Familie umsehe, hat es bei 80% nichts mit "genußvoll" zu tun. Du hast völlig recht, wir sind wirklich alle brainwashed was Alkohol angeht! Nehme ich mich nicht aus, ich kann nur hoffen das meine Erkenntnisse mich da etwas wacher gemacht haben. Ich trinke selber nichts mehr, habe aber auch nie gerne was getrunken-eher aus gesellschaftlichem Zwang und bin froh, da jetzt gefestigt "Nein" sagen zu können. Auch wenn das dann oft von einem "ohhhh, bist du schwanger? " begleitet wird.

    Da lass ich mal Glückwünsche für alle "Rauch freien" da!

    Ein Gedanke den ich gestern hatte: ist Euch schon mal aufgefallen, dass wenn man sagt : "ich rauche nicht mehr" eigentlich jeder gratuliert - und wenn man sagt "ich trinke keinen Alkohol mehr" fast nur Unverständnis kommt und man gefragt wird, ob alles ok ist?


    Ist doch irgendwie unfassbar