Beiträge von Sonne72

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Hallo Erna,

    hab ich das richtig verstanden, du willst nur tun was dir gut tut und daher deine ambulante Therapie beenden?


    Wäre bei aller Selbstfürsorge nicht ein Pflichtthermin-z.B.1 Stunde in der Woche ambulante Suchttherapie möglich?

    Gruß Sonne

    Hallo Natze,

    es liest sich gut bei dir. Neben dieser Online-Gruppe gehst du noch zu den AA's, hast mit deinem näheren Umfeld gesprochen, ich finde da kannst du schon mal stolz auf dich sein.


    Angst vor einem Rückfall hatte ich anfangs auch. Der Gang durch dem Supermarkt war schlimm. Mir hat das Denken:heute lasse ich das 1.Glas stehen,geholfen.


    Wenn ich heute einkaufen gehe schaue ich mit Absicht in das entsprechende Regal und denke- so als Übung- euch nehme ich nicht mit.


    Auch esse ich viele Süßigkeiten,als Ausgleich für Sekt.

    Gruß Sonne

    Hallo Erna,

    dieses Mittelmaß an Gefühlen kenne ich auch. Jetzt bin ich z.B.im Büro und draußen wird mit gefühlt 10 Mähern der Rasen gemäht.Früher wäre ich genervt, hätte die Fenster zugeknallt. So ist es mit vielen Sachen,ich bin einfach entspannter, kann mich über den Wald freuen,dessen Blätter so vielfältig grün sind.

    Achtsamer gehe ich durch den Tag.

    Überhaupt bleibe ich mehr bei mir,wenn andere ein Problem haben, lasse ich es dort und mache es nicht zu meinem. Das habe ich inzwischen bei den Co,s gelernt.

    Gruß Sonne

    Hallo Achelias,

    eine gute Frage,wie kündigt sich ein Rückfall an. Wann beginnt ein Rückfall eigentlich? Ist es schon ein Rückfall, wenn ich 'fast 'etwas trinke? Also z.B. Alkohol kaufe,dann aber wegkippe. Oder gibt es da noch Vorstufen, einen 'halber Rückfall" z.B. ?

    Seit über 200 Tagen habe ich nichts getrunken,auch nichts gekauft.

    Saufdruck habe ich ca. 2- 3 in der Woche. Meist wenn ich von der Arbeit Nachhause komme,also zum Start meiner alten Saufzeit.

    Ich trinke dann ganz viel Brause und esse Süßigkeiten. Ich glaube mehr als 30 min hält der Spuk nicht an. In dieser Zeit bin ich traurig,ich erlebe es als Verzicht, ich verurteile mich,dass ich mir den normalen Umgang mit Alkohol versaut habe,ja auch Selbstmitleid ist dabei.


    Es ist jedesmal innerhalb dieser 1/2 Stunde kaum ein rationales Denken möglich.

    Da hilft mir das alkfreie Zuhause sehr.


    Auf weitere Antworten bin ich gespannt.

    Gruß Sonne

    Hallo Erna,

    deine Beiträge habe ich gelesen.

    Ich finde gut,dass du dich intensiv mit der Sucht beschäftigst und dazu auch regelmäßig ins Forum schaust.


    Der Mensch vergisst ja gerne das Schlecht und verharmlost die " Alkohol-Karriere ", so ist es bei mir jedenfalls. Und damit das nicht passiert, ist eine Beschäftigung mit der Sucht so wichtig.


    Manchmal tut mir meine vertane Zeit Leid,die ich mit Alkohol totgeschlagen haben. Auch ein Gedanke den ich akzeptieren muss. Aber lieber spät mit der Trinkerei aufhören als nie.


    Ich wünsche dir einen schönen Urlaub.


    Gruß Sonne

    Von meinem gestrigen Erlebnis möchte ich kurz berichten.

    Mein Freund und ich waren an der Ostsee.

    Bevor wir an den Strand gingen,haben wir noch ein Fischbrötchen an einem Imbissstand gegessen. Am Nachbartisch sass eine Familie (Mutter,Vater,Kind) . Die Mutter fragte ihren Partner, wieviel Bier er hatte, weil sie bezahlen gehen wollte. Er sagte: 5

    Ich dachte es wäre ein Scherz,aber nein sie bezahlte 18Euro für 5 Flaschen Bier.


    Am Nachmittag um 15.00Uhr mit Frau und Kind,bei Sonnenschein, an der Ostsee


    Ich will nicht weiter urteilen,das steht mir garnicht zu, aber ich bin so froh,das ich mich entschieden habe, mich von dieser Sucht zu lösen.

    Liebe Grüße Heike

    Hallo Mond,


    Schön,dass du auch aussteigen willst und dich für das echte Leben entschieden hast.


    Seit 4 1/2 Monaten trinke ich nicht mehr. Ich zähle meine abstinenten Tage und Wochen und will mir diese nicht versauen.


    Mit dem Einkaufen im Supermarkt wird es immer leichter,aber abends (wo sonst meine Sektzeit begann), gehe ich nicht einkaufen, höchstens zum Bäcker.


    Gruß Sonne

    Hallo Mone1,

    schön, dass du hergefunden hast.

    Wie funktioniert denn ein Schnippsgummi?

    Mein "Trick" sind neben viel Wasser trinken,Süßigkeiten. Ich weiss es ist nicht gesund,aber es beruhigt mich. Schokolade und Kuchen sind ja genauso süß wie früher mein Lieblingsgetränk (Sekt).

    Naja,eins nach dem anderen.

    Als ich hier anfing,hab ich viele Lebensgeschichten hier im Forum gelesen.

    Gruß Sonne

    Die große Liebe, gibt's die überhaupt? Ist das nicht so eine Phantasie, aus Filmen und Romanen?

    Andererseits,bin ich die große Liebe meines Mannes? Wie verhält man sich,um vom Partner als

    "die große Liebe "bezeichnet zu werden? Ich frage mich das selbst oft in meinem Leben.

    Hallo Audrey

    das kenne ich auch.

    Manchmal hätte ich anfangs heulen können,weil ich so gern etwas getrunken hätte.

    Aber es lässt nach.

    Das Aushalten solcher Situationen hat mich,im Nachhinein sehr stolz gemacht. Irgendwo hab ich sinngemäß gelesen: Kein Sekt,Bier ( oder was auch immer) schmeckt/wirkt so gut,wie Nüchternheit sich anfühlt.

    In diesem Sinne wünsche ich dir und allen anderen in und außerhalb es Forums einen schönen Tag.

    Gruß Sonne

    Hallo Alba,

    als ich deine Nachricht las,musste ich gleich an das Buch denken,das ich gerade lese.Dort geht es um das Sonnenkind und das Schattenkind.

    Diese hat jeder-in unterschiedlichen Stärken-in sich, insgesamt ist es das innere Kind.

    Das Schattenkind ist voller negativer Gefühle aus der eigenen Kindheit. Und sobald im Heute der kleinste Teil der alten neg.Gefühle angesprochen wird, schaltet der Mensch um,und ist im Kindheitsmodus und durchlebt die Trauer,Wut,Angst,Enttäuschung des kleinen Kindes.

    In deinem Fall könnte es sein,dass dein Schattenkind sich abgewiesen,nicht wichtig genommen fühlt.

    Du hattest erwartet,das dein Partner auf den Ausflug verzichtet,weil es dir nicht gut geht.

    Hat er aber nicht und du,in "Gestalt" deines inneres Kindes (Schattenkind), bist enttäuscht, wie in deiner Kindheit.


    Gruß Sonne

    Hallo Hanseat,

    am Handy kann ich nicht zitieren,aber was du am Dienstag um 11.05 Uhr geschrieben hast,ist so schön.

    Mir geht es ähnlich. Die Erkenntnisse, Erlebnisse der alkoholfreien letzten Tage, habe ich sonst in Jahren vorher nicht gemacht.

    Wenn der Tag heute um ist,habe ich 100 Tage keinen Alkohol getrunken. Heute will ich den Tag und das Leben allgemein feiern.

    Gruß 🌞

    Ja,mit dem Aufschreiben ist gut, mach ich auch hin und wieder.Im Grunde ist es immer das gleiche Problem um das ich mich drehe. Mir ist so klar,dass ich da endlich ins Handeln kommen muss,aber ich hab dann,so viele andere Argumente im Kopf und aus Angst/Feigheit etwas falsches zu entscheiden, handle ich nicht. Noch vor 3 Monaten hätte mir der Alkohol "geholfen ". Das Motto:Lieber eine falsche Entscheidung, als keine", finde ich in der Theorie so gut.Im www kann ich nicht konkreter werden. Vielleicht sollte ich mich hier doch für den geschützten Bereich bewerben.

    Gruß Sonne

    Ja,es ist großartig, nicht mehr trinken zu müssen,

    soviel aktive Zeit am Tag zu haben,die ich gestalten kann,wie ich will.

    Es würde bei einem Glas ja nicht bleiben, das weiss ich ja.

    Fliehen möchte ich aus meinem Gedankenkarussell. Aber es wäre auch nur ein kurzes "Pausieren" mit anschließender Weiterfahrt. Wenn ich das so schreibe komme ich mir auch undankbar vor. Bei welcher Krankheit gibt es schon die Chance, durch weglassen einer Substanz eine Verbesserung der Gesundheit zu erzielen.

    LG Sonne

    In mein Fädchen möchte ich kurz etwas zum Stand schreiben.

    Jetzt bin ich bei Tag 85.

    So ca.alle 2 Tage habe ich kurzes Verlangen. Ich versuche es als Übung zu sehen nicht zu trinken. Als Erinnerung:das Leben ist schön,ich halte jedes Gefühl aus. Es ist schon verlockend, zuzugreifen, aber dann kommt schnell der Gedanke, diese Flucht aus dem Alltag wäre nur kurz und das Problem ist danach wieder da.

    Übers Wochenende waren wir in Familie auf einer deutschen Insel. Es war sehr schön,wobei ich merkte,dass ich wie ein Radar Ausschau nach Bier/Sekt hielt.

    Wir waren als Zuschauer auf einen Sportfest mit Alkohol-Ausschank.

    Das es für mich nie wieder Sekt geben wird, ja an dem Verständnis dafür,werde ich noch arbeiten müssen.

    LG Sonne

    Hallo Nudeltante,

    wenn ich deine Beiträge und die Reaktion des Forums lese,frage ich mich,was schlimmer ist:abhängig oder Co abhängig zu sein.

    Der Trinker braucht ja seinen Stoff, um über den Tag zu kommen. Je mehr er trinkt,um so mehr wird sein Denken eingeschränkt. Das ist- jedenfalls war es bei mir so- auch gewünscht. "Meine Logik": weniger denken=weniger neg. fühlen.

    Der Co Abhängige hat doch seinen Verstand nicht durch eine Substanz verkleinert/ausgestellt, trotzdem reagiert er,was du ja auch Stellenweise erkennst, oft ohne nachzudenken,mit Scheuklappen.

    Aber vielleicht ist das wie in vielen Bereichen, was man nicht selbst erlebt,kann man nicht nachempfinden oder verstehen.

    Ich wünsche dir,liebe Nudeltante,dass du für dich erkennst,was für dich in deinem Leben wichtig ist.Ich als Außenstehende würde sagen, lebe dein Leben als Mutter .

    LG Sonne

    Hallo Fibonacci, Hallo Achelias,


    Warum ich so oft und wie aus dem Nichts wütend werde, frage ich mich auch .Ich weiß es einfach nicht,welchen angemessenen Grund es dafür gibt. Noch vor einigen Wochen war Alkohol -im negativen Sinn- meine Medizin.


    Eben -als ich eine 70 schreiben konnte-war ich jedenfalls stolz.

    LG Sonne