Beiträge von restart

    In der stationären Reha habe ich auch erlebt, dass bei einmalig Rückfälligen die "Zügel angezogen" wurden. Das wurde von vielen als Bestrafung missverstanden, war aber als Hilfestellung gedacht.

    Ich verstehe es nicht als Bestrafung, sondern verstehe es einfach nicht.

    Hätte es man mir erklärt (so oder so ähnlich wie du), dann wäre das vielleicht etwas anderes...

    Hmmmm....m.M.n. eine doofe Routine. Wenn ich es hätte verheimlichen wollen, dann hätte ich einfach nichts gesagt. So eine Test auf Ansage zu machen würde nicht mal das verheimlichen aufdecken,da die Nachweiszeit viel zu gering ist...macht für mich einfach mal null Sinn...

    Zeit und Ressourcen...naja, jetzt sind es meine Zeit und Ressourcen....und das für etwas was ich nicht verstehe. Sowas mag ich mal gar nicht und ich ärgere mich darüber es nicht gleich bemerkt zu haben und es ansprechen zu können.

    Ich lese weiterhin hier Seher viel, in allen Bereichen und finder immer mehr echt gute Posts.

    Heute war ich beim Doc bei der Suchtberatung, ein bisschen Blabla war das aber sonst nichts. Am Ende sagte er dann, dass die Kollegen wollen, das ich einen Test auf Alkohol mache und nun in ca 2 Wochen eine Urinprobe abgeben soll.

    Hmm...hat mich im Gespräch ein bisschen überfahren, aber klar ist ja kein Problem. Auf dem Heimweg habe ich dann darüber nachdenken müssen und finde es echt ein bisschen schräg...ich habe ja aktiv von meinem Rückfall berichtet und es thematisiert und jetzt in 2 Wochen einen Test? Wieso? Irgendwie empfinde ich das dann doch ein bisschen als ...ich weiß gar nicht als was...einfach sehr komisch ( vielleicht finde ich noch den passenden ausdruck). Auch sehr komisch finde ich, ich soll einen ETG Test machen...was soll der denn zeigen? Ich habe die letzten paar Tage nichts getrunken? Und das mit Ansage? Wenn, dann hatte ich doch direkt die Probe abgeben sollen...wäre auch kein Problem gewesen...


    Ein sehr seltsamer Termin für mich heute...


    Liebe Grüße restart

    Klar ist die Wut auf den saufenden Partner und vermutlich auch auf sich selbst absolut nachvollziehbar.

    Auch wenn hier immer davon gesprochen wird, dass die Entscheidung aus mir kommen muß (also nicht mehr zu saufen) so ist es trotzdem ein guter weiterer Punkt das immer wieder zu verstehen, was ich meiner Familie angetan habe.

    Hallo Elly,


    gute Tips, vielen Dank!

    Das Wochenende war schön, auch wenn zu kurz, aber das nächste kommt ja auch.

    Ich lese derzeit viel im Forum, auch bei den COs und EKAs. Das finde ich sehr hilfreich für mich, auch wenn es manchmal echt krass und sehr hart ist. Vieles trifft auch auf mich und mein Verhalten zu, aber es wird doch teilweise sehr pauschalisiert. Für mich ist es trotzdem sehr hilfreich und ich nehme das mit, was mir hilft.


    Liebe grüße restart

    Arbeit war alles ganz easy, keiner hat mich darauf angesprochen. Finde ich zwar sehr komisch, aber vermutlich traut sich keiner oder weiß wie. Passt aber für mich auch.

    Naja, irgendwie finde ich es nervig, ich bin alleine im Schlafzimmer und daddle rum, bzw. schreibe hier, meine Frau schaut Fußball und die Kinder spielen. Finde das eigentlich sehr traurig. Habe allerdings meist keine Lust auf das was meine Frau im TV schaut und so geht eigentlich jeder seine eigenen Wege, mit einander reden tun wir eigentlich nur das notwendige organisatorische. Vielleicht ist das ja aber auch so nach gut 12 Jahren ehe...ob ich mich damit abfinden will, weiß ich noch nicht.

    Nur am Wochenende ist das dann anders, da unternehmen wir meist was tolles. Deshalb freue ich mich ja auch aus morgen und Sonntag..

    Erste Woche nach dem Rückfall ist vorbei und es war sehr gut. Kaum Gedanken an Alkohol und wenn sie kamen, dann könnte ich sie gut ziehen lassen.

    Bei der Suchtberatung hatte ich ein langes Gespräch mit meiner Beraterin, war denke ich sehr offen und ehrlich. Nächste Woche ist wieder Gruppe, da werde ich es dann auch ansprechen...bin gespannt.

    Soll nun auch nochmal zum Doc in der Beratung gehen, was ich da machen soll, ist mir allerdings nicht klar. Ich lasse es mal auf mich zu kommen.

    Meiner Familie kann ich mich weiterhin nicht wirklich öffnen, tagsüber bin ich zwar zu Hause, arbeite ja im HO und gerade ist echt genug zu tun, Abend essen wir zusammen, schauen noch etwas TV und das war's dann im großen und ganzen...das nervt mich zunehmend, aber ich kann derzeit nicht über meinen Schatten springen und es ändern.

    Ich freue mich auf das WE, da unternehmen wir immer zusammen etwas.


    Liebe Grüße restart

    Hi Stern,


    ganz lieben Dank für deine Worte, ja das hilft enorm! Meine Frau und die Kids waren natürlich nicht Happy letzte woche, denke aber sie haben es verstanden...und ich auch.

    Bei der Arbeit wars gut, wobei ich auch kaum mit jemanden gesprochen habe. Mit einem Kollegen ( einer der es weiß und auch ein Freund ist )schon, da war es kein Problem. Mit den anderen wollte ich einfach heute gar nicht sprechen und das war auch ok...auch dank HO kein Thema.


    Liebe Grüße restart

    Ja, habe versucht mehr auf mich zu hören, da bin ich aber noch am üben. Habe mir ein Hobby gesucht, welches ich gerne mache.

    Schuld? Für mich ja, habe es ja verheimlichen wollen und gelogen. Das ist für mich schon schuld sein.

    Manche, sehr wenige wissen es von mir. Aber ich bin mir sicher, dass es schon viel mehr wissen, auch vor meinem Rückfall und ohne das es jemals ausgesprochen wurde. Ich denke es ist ein Irrglaube wenn man denkt das es niemand mitbekommen würde.

    Kleines Update von mir:

    Heute auch ohne Alkohol sehr gut überstanden. Saufdruck, wie ich ihn schonmal hatte ist auch nicht da. Körperlich geht es mir soweit auch ganz gut, nur diese Schuldgefühle es nicht geschafft zu haben, rückfällig geworden zu sein sind einfach da...bin gespannt morgen wieder zu arbeiten...dort ist mein Rückfall aufjedenfall einer größeren Gruppe aufgefallen...hab ja schiss, aber da muss ich durch...

    Es tut mir gut hier zu schreiben, weil ich sonst es gerade nicht kann (mit jemand darüber zu sprechen, was mir wieder sehr unangenehm ist, auch nicht mit meiner Frau) und mein Tagebuch mir eher kein Feedback geben wird. Auch hier erwarte ich nicht gleich/ immer Feedback, aber ich weiß das ich hier verstanden werde.


    Viele Grüße restart

    Hallo Elly,

    ich wusste es auch vorher, aber es fehlte an der Umsetzung. Mit meiner Familie schaffe ich es leider null. Hier hoffe ich, das ich üben kann (weil es mir leichter fällt mit Leuten die ich nicht kenne und auch mein Problem haben und kennen).

    Außerdem gefällt mir die Klarheit und teilweise etwas provokante Kommunikation hier im Forum.

    Es ist gut zu hören, das es irgendwann leichter wird es auf dem "Schirm" zu haben...wobei ich es in meinen (und ich sage wieder trockenen phasen) nicht schwer gefallen ist, nichts zu trinken. Nur es dann auch wirklich zu verinnerlichen, ist mir noch nicht gelungen, auch wenn ich es will.

    Ich will nicht mehr trinken und hoffe es wird mir gelingen dauerhaft Abstinent zu bleiben.

    Guten morgen seeblick,


    Ich bin on meiner selbstwahrnehmung leider total bescheiden. Das war ich irgendwie schon immer und das hat die sauferei nicht verbessert.

    Ich habe große Probleme mein innerliches / meine Gefühle zu sehen/ merken und noch viel größere Probleme darüber zu sprechen. Auch nicht mit meiner Frau oder mit Freunden. Ich habe immer alles in mir behalten und mit mir ausgemacht. Ich weiß das dass nicht gut so ist und das ständige "ich brauche keinen, weil ich bin jaaa so start bin" mich nicht wirklich weiterbringen wird.

    Derzeit kann ich es aber (noch) nicht.

    Wenn ich es mir heute anschaue, dann war ich zu sicher oder arrogant, es lief soweit alles gut, hatte quasi nie Druck und privat als auch im Job lief es gut. Im Grunde muss ich es mir (zumindest bis ich es wirklich verinnertlich habe) jeden Tag wieder neu ins Hirn rufen. Wird das irgendwann anders?

    Hi Elly,


    körperlich geht's mit eigentlich ganz gut. War heute viel an der frischen Luft, einkaufen heute morgen.


    Trockene Phasen deshalb, weil ich ja rückfällig geworden bin. Trinken kann und will/ wollte ich schon damals nicht mehr.

    Den Artikel werde ich gleich mal lesen.

    Das mit dem wegschütten hatte ich so nicht auf dem Schirm gehabt, hat sich aber jetzt auch erledigt. Hab's ja in mich geschüttet bist die Pulle leer war.

    Der Haushalt ist soweit alkoholfrei, das dachte ich eigentlich bis dahin auch. Ich hatte meine Vorräte weg geschüttet. Irgendwie ist mir die Pulle aber erst beim Aufräumen jetzt in die Hände gefallen und ich war so doof sie nicht direkt weg zu schütten...also ins Klo meine ich jetzt.

    Hausarzt und Beratungsstelle habe ich diese Woche.

    Klar, denke das habe ich schon vor längerer Zeit gesehen .

    Denke auch das es nur mit absoluter Abstinenz geht, aber das ist leider nicht so einfach. Deshalb bin ich ja auch hier, um von euren Erfahrungen zu lernen.

    Hallo Stern,


    lieben Dank für das Feedback. Doch, heute wie damals ist das Ziel keinen Alkohol mehr zu drinken, weil es einfach nicht funktioniert.

    Der Rückfall war keine 24h, aber ändert ja nichts, das er das war.

    Ich weiß gar nicht wo und wie anfangen. Also schreibe ich einfach mal was wir so einfällt.

    Lange Zeit habe ich mal am Wochenende und mit Freunden getrunken, teilweise auch mal bis zum Blackout. Anfang der Corona Zeit und damit verbundenen Homeoffice hat sich es komplett gewandelt. Eigentlich täglich Schnaps, meist schon morgens angefangen und natürlich alleine.

    Hatte dann eine ambulante Reha gemacht und war ca 1,5 Jahre trocken.

    Anfang 23 habe ich dann wieder mit dem saufen angefangen und war auch ziemlich schnell auf meinem lvl mit Schnaps, schon am Morgen.

    Habe jetzt gut 9 Monate wieder eine trockene Phase und mache seit einiger Zeit wieder eine Reha...bis Donnerstag, da stand die Flasche welche ich total vergessen hatte und beim Aufräumen gefunden hatte...

    Tja, ich hatte mich soo sicher gefühlt, aber der "Freund" war auf einmal wieder ganz nah und brach über mich hinein.

    Das war jetzt erstmal ein "ausrutscher"?! Aber ich bin natürlich total durch den Wind.

    Habe in der Woche wieder meine regelmäßigen Treffen bei der Suchtberatung und werde es natürlich auch ansprechen.

    Musste mir das jetzt aber einmal von der Seele schreiben...


    Liebe Grüße restart