Beiträge von Morgenrot

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Hallo Lotta,


    Weißt wie ich meine?

    er drückt sehr erfolgreich deine CO - Knöpfe und du bist wieder auf Spur. Das ist das Los der CO`s so lange wir selbst nichts ändern.


    Ich findes es gut, das du das Schweigen durchbrochen hast, was hat die Familie dazu gesagt?

    Warum suchst du nach Verstecken, glaubst du dadurch hast du eine Kontrolle? Du wirst nie die Kontrolle über einen trinkenden Menschen haben, diese Kraft darfst du für dich nutzen.


    Ich könnte mir vorstellen, dass es deinem Mann so noch schwerer fällt, etwas zu ändern. Denn du arbeitest ja gegen ihn.

    sie muß auch nicht für ihn arbeiten, sondern einzig und alleine für sich. Er ist der einzige der am Trinken etwas ändern kann.

    Was du beschreibst führt immer weiter in die COabhängigkeit und ist wenig hilfreich.




    lg Morgenrot

    Hallo Lotta,


    Ich behaupte mal sie bekommt nicht sooooo viel mit.

    Kinder bekommen soviel mehr mit, als wir denken. Sie machen es an kleinsten Dingen fest, ich selbst habe auch immer gedacht, sie bekommen nichts mit.

    Meine Tochter hat mir dann später erzählt, was sie wahrgenommen hat. Ich war schockiert, alle meine Versuche die sog. heile Welt zu erhalten waren fehlgeschlagen.


    lg Morgenrot

    Hallo Anna,


    Entschuldige bitte, aber der Therapeut labert Stuß. Der kennt sich bestimmt nicht mit Sucht aus.

    Selbst wenn er der Therapeut deines Mannes ist, darf er sich nicht so klar positionieren, denn damit schickt er dich noch tiefer in die COabhängigkeit, aber auf ganz direktem Weg.


    Aber ich habe die ganzen Beleidigungen, Lügen und dergleichen eben 7 Tage lang gehört - wie soll ich das denn auf Knopfdruck vergessen?

    Das kannst du auch nicht, mein Mann ist jetzt 5 Jahre trocken und auch bei mir wirkt vieles nach.

    Auf Knopfdruck geht schon mal gar nichts.

    Ich würde bei seinem Therapeuten die Wahrheit sagen, nichts mehr mit verpacken und schön reden. Ich weiß, das dies ein schmerzhafter Prozess ist, aber nur dadurch kannst auch du Hilfe bekommen.

    Gibt es hier im Forum Erfahrungswerte oder Meinungen, ob es erfolgversprechender ist, den Betroffenen in Ruhe zu lassen oder eher zu intervenieren?

    du hast doch schon genug interveniert und hast ihn auch rausgeschmissen. Das alles ist deutlich genug, du mußt nicht ständig intervenieren.

    Ich habe das auch getan, weil ich dachte, ich muß ihn doch erinnern. Lass es, es bringt nichts.

    Kannst du dir vorstellen mal zu überlegen, wo du ihm deine Unterstützung entziehst?

    Was könnte das sein?

    Du solltest dann aber auch den Mut zur Konsequenz haben und es durchziehen, sonst nimmt er dich nicht mehr ernst.

    Deine momentane Hilfe, fördert eher seine Sucht, wenn du sogar schon mit Geschäftspartnern verhandelst. Wenn er nichts tut für seinen neuen Job,

    ist es sein Problem. Du kannst dich nicht für ihn bewerben.






    lg Morgenrot

    Hallo Anna,


    deine Bewerbung ist eingegangen und du wirst bals freigeschaltet.


    Zu dem Therapeutenverhalten kann ich dir nur eines sagen, du bist nicht verantwortlich für deinen Mann. Alkoholismus zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten und macht auch vor Akademikern nicht halt.

    Ehrlich gesagt: Seit Monaten nehme ich ihm alles ab, vertusche seine Ausrutscher (auf sein Flehen hin) bei der Arbeit und vor seinem sozialen Umfeld und gehe selbst dabei völlig unter. Sein spitzenmäßiger Therapeut gibt mir gute Ratschläge, wie ich bei einem Rückfall einfühlsam mit ihm umgehen soll, aber wie es mir dabei geht interessiert absolut keinen Menschen.

    das ist genau das Verhalten, bei dem er in Ruhe weiter trinken kann, denn du schützt ihn.

    Steig aus dem Kreislauf auf, den ersten Schritt hast du mit deiner Anmeldung hier im Forum getan.

    Tu etwas für dich, und stell dich nicht mehr schützend vor ihn, das nimmt immer weiter zu, und am Ende erledigst du alle seine Dinge.

    Gib ihm seine Verantwortung zurück, und sorge gut für dich.



    lg Morgenrot

    hallo,

    Er soll nächste Woche ein MRT gemacht bekommen.

    lass dir nichts vormachen, ein MRT wird routinemäßig gemacht. Ich bin in diesem Bereich tätig, und gerade was Neurologie und Psychiatrie betrifft ist das ein ganz normaler Vorgang. Zur Diagnostik von Parkinson ist ein MRT sicher nicht die erste Wahl.

    führt der Alkohol zu der Persönlichkeitsveränderung oder ein organisches Krankheitsbild?

    Alkohol führt definitiv zu Wesens- und auch organischen Veränderungen.


    Lass dir nichts einreden, bleib bei deinem Entschluß. Er versucht gerade alle Register zu ziehen um dich auf Spur zu bekommen.



    lg Morgenrot

    hallo Lotta,

    Darf man eigentlich wütend auf einen Alkoholiker sein?

    natürlich darfst du wütend sein, ist nur zu verständlich.

    Jetzt kommt das große ABER:

    es wird dir nichts nützen, Wut ist ein Gefühl, das dich lähmt. So war es bei mir. Wut hat dann wieder mal alle Gedanken auf den nassen Alkoholiker gerichtet und ich war meilenweit von mir selbst entfernt.

    Als Angehörige muß ich auf mich sehen, was ich für mich ändern kann, damit ich aus diesen Gedankenschleifen aussteigen kann. Jeden Tag auf`s neue. Selbst wenn "dein" Alkoholiker jetzt aufhören würde zu trinken, damit ist noch lange nicht alles gut.


    lg Morgenrot

    Ich hab Dinge aufgedeckt und kann und will sie nicht ansprechen.

    du mußt nichts aufdecken, du bist nicht bei der Polizei. Du hast sicherlich vieles schon angesprochen, brauchst du also auch nicht mehr.

    Du kommst mit dem Trinken eines Angehörigen nicht klar, das alleine reicht vollkommen aus.

    Wichtig ist auch Konsequenz. Wenn du etwas ankündigst, solltest du es auch durchziehen. Gelingt das nicht, nimmt er dich nicht mehr ernst und spielt seine Spielchen mit dir um dich wieder "in die Spur" zu bekommen.

    Hallo Lotta,


    Will wissen ob ich mit all‘ meinen Vermutungen etc.richtig liege.

    du liegst richtig, dazu mußt du keine Trinkmenge wissen. Glaub das, was du siehst und vertrau deinen Wahrnehmungen.

    Viele nasse Alkoholiker täuschen, tarnen und tricksen die Angehörigen aus. Ich habe auch immer gedacht, ich tue ihm Unrecht und wollte alles überblicken.

    Den Überblick hast du definitiv nicht, meiner hat sogar Wasser in die leeren Bierpullen gekippt, und wollte mir erzählen das es bei der Flaschenreinigung in der Brauerei passiert sei. Mein erster Gedanke war, das ist total absurd.

    Nach längerem Nachdenken darüber kamen mir immer mehr Zweifel, ob ich ihm nicht doch unrecht tue. Du hast zu keinem Zeitpunkt irgendeine Kontrolle über seinen Konsum.


    lg Morgenrot

    Hallo egah,

    .meine Frau möchte nicht und hat es mir quasi auch strickt verboten, mit anderen in unserem Freundeskreis darüber zu sprechen...es ist die Scharm sagt sie.

    Scham ist bestimmt nur ein Aspekt und war bei meinem nassen Alkoholiker nicht der wichtigste.

    Es war die große Angst, das ich mit jemanden rede, denn sowie sich ein Angehöriger Hilfe holt, verändert sich etwas. Es könnte unbequemer werden für den nassen Alkoholiker. Das wichtigste ist es, das Schweigen zu brechen, damit begann für mich die Hilfe.


    lg Morgenrot

    Anstupsen: Diskutieren, Versprechungen abverlangen, gemeinsam ein Glas trinken und dann sagen: das reicht für heute, schau es geht auch weniger, .

    glaubst du nicht, das das die meisten Angehörigen alles schon, teilweise über Jahre oder Jahrzehnte gemacht haben?

    Genau das sollten sie nicht mehr tun, das ist eine Anleitung die in die direkte COabhängigkeit führt.


    lg Morgenrot

    Wie geht man dann in einer solchen Situation vor? Lehnt man es ab, weil es den Partner zum trinken animieren kann? Blöde Situation…

    ab dem Zeitpunkt als mein Mann trocken wurde, gab es in unserem Haushalt keinen Alkohol mehr, bei keiner Feier. Das wird auch so bleiben.

    Es ist niemand weggeblieben es wurde akzeptiert.


    lg Morgenrot

    hallo Becca,


    Er fragt mich dann, wie lange er denn nichts trinken darf, bis ich ihm dahingehend wieder vertraue. Ich hab gesagt, dass ich das nicht weiß. Dass es da keine Frist gibt.

    in meinen Augen meint er es nicht ernst. Er will von dir einen Termin haben, das geht gar nicht, und ist ein untrügliches Zeichen dafür, das er es nicht für sich macht.

    Vertrauen aufzubauen dauert sehr lange. Du hast ihm bestimmt schon genug Ansagen gemacht, jetzt ist er dran etwas zu tun und nicht nur mit dir um Termine zu feilschen.

    Eine Therapie bringt nur dann was, wenn er den Kopf klar hat, und gemeinsam hätte ich um keinen Preis der Welt eine Therapie gemacht. Mach etwas für dich, damit es dir besser geht.

    Mach klare Ansagen und bleib auch dabei, Konsequenz gehört zwingend dazu, sonst wirst du nicht mehr ernst genommen.


    Da kommen Zweifel hoch. Hat er denn wirklich was getrunken? Vielleicht irre ich mich ja auch. Er hat mir ja versprochen, dass er das niemals machen würde, wenn er mit den Kindern fährt.

    Vertrau deinen Wahrnehmungen, nasse Alkoholiker versprechen viel und halten das wenigste. Sie sind sehr gute Schauspieler.

    Mein Mann hat auch immer gesagt, mit den Kindern im Auto nieeeeeeemals. Das Versprechen war nichts wert.



    lg Morgenrot

    meine beiden Kindern haben bis heute ein eher distanziertes Verhältnis zum Vater und ich geschockt als meine Tochter an dem Angehörigenwochenende erzählte.

    Sowohl von meinen Entschuldigungen, die ich für meinen Mann hatte, als auch davon wie lange sie gespürt hat, das etwas nicht stimmt. Nur sie konnte es nicht artikulieren, und nachgefragt habe ich nicht, weil ich dachte, ich bin perfekt im vertuschen. ich wollte ihnen einen unbeschwerte Kindheit erhalten.

    Meine Tochter hatte den Kontakt zeitweise ganz abgebrochen, und auch zur Einschulung der Enkelin war er nicht eingeladen. Ich habe es mitgetragen.

    Mein Sohn geht da auf Distanz, er hat ihm auch ganz deutlich gesagt, dass er außer seinem Opa niemanden als männliches "Vorbild" hatte.


    lg Morgenrot

    Hallo Becca,

    Als es dann wirklich zu einem Aufeinandertreffen mit der Polizei führte, hat das aber nicht das bewirkt, was ich mir gewünscht hätte.

    auch von mir ein herzliches Willkommen bei uns.

    ich kann leider auch nur das bestätigen, was Saphira schreibt, denn bei meinem Mann hat auch eine Wegnahme des Führerscheins nicht geholfen. Keine Einsicht auf weiter Flur.

    Bei manchen kann es der Tiefpunkt sein, aber viele haben deshalb nur einen Grund mehr zum Trinken.



    lg Morgenrot