Beiträge von andreas57

    Servus Eric!

    Das Leben ist generell ein harter und steiniger Weg!
    Umso mehr wenn so einschneidende Veränderungen im zuge des Trockenwerdens anstehen.
    Mir persönlich sind die ersten Wochen und Monate am Schwersten gefallen, vor allem auch deswegen, weil ich zwar sehr viel Hintergrundwissen über die Alkoholkrankheit hatte, aber erst durch dieses Forum hier auch Informationen bekam was sonst noch alles an Veränderungen für eine stabile Trockenheit wichtig ist. Nicht alles konnte ich gleich umsetzen und an einigen Veränderungen arbeite ich immer noch.
    Neuen Forumsteilnehmern sollte man auf allen Fällen reines Wasser (abgewandelt) einschenken was auf sie alles zukommt, denn wie schon so oft geschrieben wurde: nur nicht trinken reicht nicht!
    Gleichzeitig wird sich aber jeder Neue hier selbst ein Bild machen können von den vielen nassen Alkoholikern, dier hier schon trocken geworden sind, deren Leben sich grundlegend geändert hat und die nun ein zufriedenes, trockenes Leben führen.
    Wem das nicht zu denken gibt und der für sich selbst so ein Leben haben will, dem ist sowieso nicht zu helfen.

    Wünsche mir noch recht viele "Neue" die dies schaffen!

    LG
    Andreas

    Servus Lori!

    Auch Alkoholiker können eine Co-Abhängigkeit entwickeln, darum pass bitte auf dich auf - so wie dir hier schon geraten wurde. Es steht zuviel auf dem Spiel. Nicht nur deine eigene Trockenheit sondern auch eine neue und gefühlsbetonte Liebe.
    Der Egoismus in Sachen Nüchternheit steht an erster Stelle.
    Denk nur an dich und deine eigene Trockenheit. Deine Freundin weiss was sie zu tun hätte - vielleicht ist sie wirklich noch nicht so weit.

    Alles Gute für dich und deine neue Liebe - auch ich weiss seit ich meine jetzige Frau liebe, was wahre Liebe ist.

    Lg
    Andreas

    Servus Ery!

    Habe auch die Erfahrung gemacht, dass es grundsätzlich hingenommen wird, wenn ich sage ich trinke keinen Alkohol, weil ich damit nicht umgehen kann bzw. Probleme hatte und haben würde bzw. alkoholkrank bin. Bohrende Nachfragen und Diskussionen über Alkohol kommen meist mit den Menschen auf, die vielleicht selbst Probleme mit Alkohol haben bzw. ihren Alkoholkonsum schon kritisch hinterfragen. In diesen Fällen, wenn jemand über die Alkoholkrankheit etwas wissen will gebe ich gerne Auskunft, denn vielleicht kann ich den Einen oder Anderen dazu bewegen etwas gegen seinen Alkoholmissbrauch oder auch -krankheit zu unternehmen.

    Das Gefühlsleben kommt natürlich in der Trockenheit ungeschminkt und unbetäubt ans Tageslicht und du entdeckst deine wirkliche Persönlichkeit.
    Das kann auf den ersten Blick ganz schön verwirren und wenn du nicht selbst damit klar kommst ist es ein sehr guter Schritt dir Hilfe in Form einer Therapie zu holen. Das Abenteuer - eigenes Ich - kann beginnen.

    Das Lob deiner Frau kannst du schon mal auf der positiven Seite verbuchen und stolz auf dich aber auch auf deine Frau sein, die deine Krankheitsbewältigung mitträgt und versteht. Mir geht es mit meiner Frau ebenso und sie sagt seit dem ich trocken bin hat sich auch ihr Leben grundlegend geändert.

    Zitat

    Obwohl ich eigentlich glücklich sein sollte, bin ich es nicht wirklich

    Glück lässt sich nicht erzwingen. Wenn du es nicht suchst stellt es sich von ganz alleine ein!

    LG
    Andreas

    Servus brit123 !

    Die Schuldgefühle die auftauchen, wenn man aus dem Alkoholnebel wieder erwacht kenne ich nur zu gut. Ich habe auch viele Menschen gefühlsmäßig verletzt speziell meine damalige Ehefrau. Aber halte dir eins vor Augen:

    Du bist nicht bösartig und auch nicht charakterschwach.
    Du hast eine Krankheit und die sogenannten Schlechtigkeiten die wir in unserer nassen Zeit begangen haben sind eben auch Ausdruck dieser Alkoholkrankheit. Das solltest du auch deinem Kind sagen bzw. von kompetenter Stelle (Arzt, Therapeuten) bestätigen lassen.

    Nun hast du ja die Gelegenheit, wenn schon nicht alles gutmachen zu können so doch dein weiteres Leben anders zu gestalten und dein wahres Ich zu finden das sicherlich zu einem guten Menschen gehört.

    Den Gelassenheitsspruch möchte ich hier nicht zitieren du findest ihn aber fast auf jedem Kalender oder auch im Internet. Ihn ihm steckt viel tieferer Sinn und der Leitfaden für ein zufriedenes, trockenes Leben.

    Lg
    Andreas

    Servus live 2008!

    Sieh den Auszug deines Sohnes als deinen perönlichen Tiefpunkt an
    kapituliere dem Alkohol gegüber und unternimm was dier hier schon mehrfach geraten wurde. Nur so kannst du die Spirale die immer weiter nach unten führt stoppen. Noch ist es nicht zu spät - es kann alles wieder gut werden.

    Nimm alle Hilfe an, die du kriegen kannst und verfalle bitte nich in Selbstmitleid - du bist gefordert etwas zu tun!

    Wünsche dir die richtigen ENtscheidungen zu treffen:
    Und zwar für dich und dein Leben und gegen den Alkohol!

    LG
    Andreas

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    Servus Blizzard!

    Bin selbst ein großer Verfechter der Lehr von Viktor Frankl und kann deinem Beitrag nur zustimmen.

    Auch glaube ich, dass sowohl Unter- als auch Überforderung speziell für Alkoholiker große Gefahrenquellen birgt. Fangen doch schon Leute die nicht alkoholkrank sind in unserer heutigen Gesellschaft aus diesen Gründen zum Trinken an und der Weg in eine spätere Alkoholsucht ist nicht mehr weit.

    Am Besten wäre es die goldene Mitte in allen Dingen zu finden und vor allem Gelassenheit. Ich bemühe mich jeden Tag dies zu tun doch gefunden habe ich den allseits gültigen Mittelweg noch nicht!

    LG
    Andreas

    Servus ollic123!

    Ich glaube viele der hier vertretenen Forenteilnehmer könnten Bücher schreiben über ihren Werdegang vom nassen Alkoholiker zu einem trockenen zufriedenen Leben.
    Bücher erachte ich als Ergänzung und ggf. als Informationsquelle den Alkoholismus betreffend. In erster Linie steht für mich der Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen an erster Stelle sei es hier im Internetforum von Karsten oder in meiner realen SHG.
    Aber wie heisst es so schön und auch wichtig:
    " Nimm alle Hilfe an, die du kriegen kannst"

    LG
    Andreas

    Servus brit123!

    Das finde ich sehr gut, dass du viel und intensiv Sport machst. Welchen Sport machst du?
    Das gibt Selbstbestätigung und Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten
    und so wie du schreibst hier auch wenn du schon ausgepowert bist einen Schritt weiter zu machen als gestern, so soll es auch bei der Trockenheitsarbeit sein. Jeden Tag einen (kleinen) Schritt weiter als gestern - auch mit kleinen Schritten kommst du ans Ziel bzw. dem Ziel näher.
    Die oben zitierte Selbstbestätigung und das Selbstvertrauen sind Gefühle die uns in unserer nassen Zeit so lange gefehlt haben und es tut gut über den Sport an diese für unsere Psyche so wichtigen Gefühle wieder heranzukommen.
    Beim Sport wirst du auch überwiegend Menschen kennenlernen die mit Alkohol wenig bis gar nichts zu tun haben und vielleicht findest du Ersatz für Personen mit denen du den Umgang beendet hast. Das wünsche ich dir jedenfalls.

    Alles Gute weiterhin!

    LG
    Andreas

    Servus brit123!

    Mit dem Offenlegen ( outen) unserer Alkoholkrankheit machte auch ich die unterschiedlichsten Erfahrungen. Das reichte von Bewunderung über Respekt bis zum absoluten Unverständnis und Ablehnung.
    Anfänglich haben mich negative Reaktionen auch getroffen aber mittlerweile durch viele Gespräche in der SHG und vielen Beiträgen hier im Forum gestärkt geht es mir wie Spedi so schön geschrieben hat - am Allerwertesten vorbei - was andere darüber denken.
    Ich bin nur für mich selbst verantwortlich und mein Leitspruch ist:

    Ich bin nicht auf die Welt gekommen um anderen Menschen zu gefallen, sondern um meinen eigen - trockenen und nüchternen - Weg zu gehen!

    Egoismus wird zwar immer als schlechte Charaktereigenschaft dargestellt, doch in unserem Fall als Alkoholabhängige ist er überlebenswichtig.

    Lg
    Andreas

    Servus Fantasie!

    Schließe mich dem Beitrag von sweety 15 vollinhaltlich an und kann ihn aus eigener Erfahrung nur bestätigen.

    Ich wünsche es dir nicht, dass du noch gezwungen bist weiterzutrinken um deinen persönlichen Tiefpunkt zu erreichen.
    Bei mir waren es auch immer nur mehr oder weniger lange Trinkpausen bevor ich meinen persönlichen Tiefpunkt nach einer Woche durchtrinken (mit Notarzt ins Spital) erreichte. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich kapitulieren und es ging aufwärts in ein trockenes, nüchternes Leben.
    Belüge dich nicht selbst mit dem langsamen runtertrinken, sondern nimm bitte die Erfahrungen der anderen tróckenen Alkoholiker an - es muß nicht jeder seinen Tiefpunkt erreichen. Manche überleben ihn nämlich nicht!


    LG
    Andreas

    Servus Ollic!

    Kümmere dich nicht darum, was andere denken oder sagen wenn du bekanntgibst Alkoholiker zu sein. So wie Vaan schon schrieb beziehen manche Menschen das Alkoholproblem von dem eigentlich du sprichst auf sich selbst. Aber das zeigt manchmal, dass mit ihrem Alkoholkonsum auch etwas nicht in Ordnung ist oder sie machen sich zumindest Gedanken darüber. Und erklären kannst du einem Nicht-Alkoholiker unsere Krankheit sowieso nicht.
    Ich habe einen gesunden Egoismus in Sachen Nüchternheit entwickelt und achte auf mich.

    Zitat

    wenn das erst die runde gemacht hat das ich alki bin,werden ein paar leute bestimmt hinter meinen rücken reden.
    wie gehe ich damit um?

    Was jetzt hinter deinem Rücken geredet wird kann nicht so schlimm sein als dass was hinter deinem Rücken geredet wurde als du besoffen warst !

    Also denk an dich und deine Trockenheit!

    LG
    Andreas

    Servus Roberto!

    Das mit dem Saufdruck kommt auch bei mir nach 1 1/2 jähriger Trockenheit immer wieder mal vor. Es gibt da einen Spruch:

    " Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten! "

    und Achtsamkeit gegenüber sich selbst ist immer wieder notwendig, um bei auftretendem Saufdruck entsprechend gegensteuern zu können.
    Mir ist es beim letzten Urlaub so ergangen, dass ich nach 19 stündiger beschwerlicher PKW-Anreise mit allen möglichen und unmöglichen Hindernissen (Staus ohne Ende, Baustellen, Fähre ausgefallen,etc.) am Ende psychisch und auch physich ziemlich groggy war und schon war der Gedanke an Entspannung und Erleichterung im Hinterkopf wieder da - und wie haben wir das früher gelöst? Einmal darfst du raten - und genauso ist es jetzt eben nicht mehr. Habe meine Gefühle und Befindlichkeiten hinterfragt und bin draufgekommen viel zu wenig getrunken zu haben.
    Mit viel Wasser und Eistee hat sich wieder alles aufgelöst und so schnell wie er gekommen war, war er auch wieder weg - der Saufdruck!

    Deinem 9 jährigen Sohn kannst du, meiner Meinung nach ohne weiteres zumuten ihn über deine Krankheit aufzuklären. Kinder in diesem Alter vestehen es sehr wohl , wenn man ihnen auch etwas kompliziertere Zusammenhänge erklärt und ein Vater hat immer einen besseren Zugang zu seinem Kind als Erklärungen von außenstehenden Personen.

    Dass deine Exfrau deine Krankheit nicht verstehen kann ist weiters nicht verwunderlich, denn
    kein Nicht-Alkoholiker kann einen Alkoholiker verstehen und mitfühlen. Das passiert im täglichen Leben immer wieder.^

    Gute 24h

    LG
    Andreas

    Servus ollic123!

    Zitat

    mein ziel:ja,ich bin alkoholiker und will trocken werden.jeden tag etwas weiter kommen

    Es ist sehr gut, dass du dein Ziel erkannt hast und dich als Alkoholiker bezeichnen kannst. Mich würde interessieren was du für dein Ziel tun willst, denn allein mit dem Willen trocken zu werden ist es leider nicht getan. Das habe auch ich mehrfach feststellen müssen.
    Um ein zufriedenes, trockenes Leben zu führen sind viele Bausteine notwendig wie du auch hier im Forum in den Grundbausteinen der Trockenheit nachlesen kannst. Ich beschäftige mich jeden Tag mit meiner Krankheit um nur ja nicht zu vergessen was ich bin, was ich war und was ich nie wieder sein möchte!

    Zitat

    meine frau hat mir die augen geöffnet.

    Deine Frau kann zwar deinen Blick in die richtige Richtung lenken, aber die Augen öffnen musst du selbst - und hast es auch getan.
    Du sollst ja für
    dich selbst[b] trocken werden und bleiben und nicht einem anderen Menschen zuliebe. Das ein verständnisvoller Partner natürlich eine große Stütze sein kann, weiss ich von meiner Frau. Schätze dich glücklich so einen Menschen an deiner Seite zu haben -ich tue es auch.

    Alles Gute auf deinem weite Weg!

    LG
    Andreas

    Servus Roberto!

    Es ist schön zu lesen, dass du nach deinem Rückfall wieder auf die Beine gekommen bist und nun ernsthaft an deiner Trockenheit arbeiten willst.
    Auch bei mir mußte nach mehrmonatiger Trockenheit erst ein Rückfall mit Erreichen des persönlichen Tiefpunktes ( Notarzt) vorangehen bevor ich begriffen habe daß nur ich etwas für ein zufriedenes, trockenes Leben tun kann und auch will. Es ist harte Arbeit und manchmal nicht leicht aber dort wo ich einmal war will ich nie wieder hin.
    Besuche ebenfalls regelmäßig eine SHG und bin hier im Forum, soferne ich nicht gerade in den Bergen unterwegs bin.
    Am Ende meiner Trinkerlaufbahn litt ich an starken Depressionen die hauptsächlich durch den Alkohol entstanden sind bzw. verstärkt wurden.
    Im Laufe der Zeit hat sich dies weitesgehend rückgebildet auch wenn ich ein ernster introvertierter Mensch bin und nicht jeden Tag gleich gut drauf.
    Warum ein Rückfall sein muss kann dir keiner sagen aber wenn du wie du schreibst nun begriffen hast um was es geht dann hat alles seinen Sinn gehabt.

    Wünsche dir das Beste auf deinem weiteren Weg in die Trockenheit!

    LG
    Andreas

    Servus Gigi!

    Ich kann mir gut vorstellen, daß ein Alkoholiker einen Co-Abhängigen nicht verstehen kann und umgekehrt. Verstehen und nachvollziehen kann man eine Sucht nur dann, wenn man selber darunter leidet.
    Es soll - zumindest habe ich dies hier schon in Beiträgen gelesen- auch Menschen geben, die sowohl Alkoholiker als auch Co-Abhängige sind.

    Darum bin ich sehr froh, dass es dieses Forum gibt, denn hier konnte ich sehr viel über die Gedankengänge, Probleme und Gegenmassnahmen lesen die Co-Abhängige mit uns Alkoholikern haben bzw. ergreifen müssen um sich selbst zu schützen.

    Jetzt im trockenen Zustand mache ich mir auch viel mehr Gedanken darüber was auch meine Frau alles erleiden musste und wir reden oft von den gegenseitigen Gefühlen, die wir dabei hatten.

    LG
    Andreas

    Servus Lori!

    Freut mich für dich, dass es dir so gut geht. Du siehst nun wie schön das Leben ohne Alkohol sein kann und was dir alles offen steht.

    Bleib jetzt am Ball und setz die nächsten Schrirtte so wie Spedi es in seinen Stichworten geschrieben hat, denn die momentane Euphorie läßt auch wieder nach und es folgen Tage an denen du dich nicht so gut fühlst.
    Das kennen wir hier alle. Und wenn diese Tage kommen ist es gut gewappnet zu sein um gegensteuern zu können.

    Genieße erstmal dieses Gefühl:

    Zitat

    Es gibt nichts schöneres als nüchtern und klar durchs Leben zu gehen.

    Lg
    Andreas

    PS: Verabschiede mich für eine gute Woche, da ich klettern in Kroatien bin.

    Servus Koko !

    Gefühlsschwankungen kommen bei mir auch nach 1 1/2 jähriger Trockenheit fallweise immer noch vor. Noch dazu war ich ein Typ der seine Emotionen mit Alkohol entweder verstärkt oder betäubt hat.
    Mittlerweile habe ich es gelernt mich mit anderen Methoden zu entspannen bzw. abzulenken.

    Wie schon geschrieben wurde ist ein verplanter und geregelter Tagesablauf ganz wichtig. Ich plane zwar im voraus, lebe aber im hier und jetzt teile mir alles in kleine Schritte ein. Jeder trockene, zufriedene Tag ist wieder ein Erfolgserlebnis und gleichzeitig ein Baustein für den nächsten Tag.

    Ein kostengünstiges Hobby ist das Laufen, NordicWalking oder auch Wandern noch dazu in freier Natur und alkoholfreier Umgebung.

    WÜnsche dir noch viele ausgefüllte, trockene Tage!

    Lg
    Andreas

    Servus live 2008 !

    Mit dem Ausdruck "Kapitulation" hatte ich am Anfang auch so meine Schwierigkeiten.

    Laut Wikipedia definiert sich "Kapitulation" als "die Bereitschaft keinen Widerstand mehr leisten zu wollen" d.h. ich setze meiner Alkoholsucht keinen Widerstand (kein Kämpfen) mehr entgegen und nehme sie als (gegeben) an. Wenn dir das gelingt, deine Alkoholkrankheit als das anzunehmen was sie ist - nämlich eine Krankheit - gegen die man nicht ankämpfen kann ( du kannst auch nicht gegen eine Zuckerkrankheit ankämpfen) dann hast du einen entscheidenden Schritt in Richtung Trockenheitsarbeit getan.
    Aber diese Überzeugung muss erstmal in dir reifen und verinnerlicht werden. Das dies nicht so einfach ist kann ich nur bestätigen.

    Daraus ergibt sich auch, so wie Eric schrieb, dass ein Rückfall bereits in Gedanken vollzogen wird, bevor du noch das erste Glas zum Mund geführt hast. Dazu ein Sprch, der in meiner realen SHG immer wieder hervorgeholt wird: Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten!

    In diesem Sinne, alles Gute auf deinem Weg!

    Lg
    Andreas

    Servus Oliver!

    Ich möchte noch einen Aspekt ins Treffen führen, der mit dem Alter nicht unbedingt etwas zu tun. Meiner Meinung nach spielt auch die Dauer einer Alkoholabhängigkeit eine entscheidende Rolle. In jüngeren Jahren halten sich die körperlichen Schäden meist noch in Grenzen und bei stabiler Trockenheit ist eine völlige Wiederherstellung eines gesunden Körpers eher möglich als bei einem älteren und langjährigen Trinker wo irreperable Organschäden keine Seltenheit sind. Eins ist vor allem wichtig:

    Es ist nie früh genug mit dem Trinken aufzuhören !

    Aber auch nie zu spät. In meiner realen SHG bin ich einer der jüngsten
    ( bitte schau auf mein Alter :lol: ) und wir fragen uns oft selbst, woran es liegen mag, dass jüngere Menschen den Weg in die SHG nicht finden.
    An abhängigen Alkoholikern kann es ja nicht liegen, wenn mann unsere Gesellschaft so betrachtet. Aber egal!

    Jeder der den Weg in die zufriedene Trockenheit findet kann nur gewinnen und was andere mit Lebensqualität und Alkohol verbinden wird mir immer fremder.

    Alles Gute auf deinem weitern Weg !

    LG
    Andreas

    Servus mysec!

    Du hast nicht versagt. Zum Krankheitsbild der Alkoholsucht gehören Rückfälle dazu und manche von uns nun trockenen Alkoholikern haben den Ausstieg auch nicht beim ersten Versuch geschafft. Gehöre ebenfalls dazu.

    Aber schlußendlich kommt es darauf an, was du aus diesem Rückfall machst. So wie Spedi schon schrieb ist es fast nicht möglich im "Alleingang" gegen die Alkoholkrankeit anzukämpfen. Hol dir alle Hilfe die du kriegen kannst und bleib bei deinem Entschluß deine Süchte behandeln zu lassen. Möglichkeiten gibt es genug. Du musst sie nur annehmen.

    Gerade nach einem Entzug sind die ersten abstinenten Tage die schwierigsten. Wenn du diese Tage trocken überstehst wird es jeden Tag besser und der Scuhtdruck lässt nach. War auch bei mir so.

    Darum gib nicht auf - such dir Hilfe und nimm sie an!

    Alles Gute auf em Weg in die Trockenheit.

    Lg
    Andreas