Beiträge von andreas57

    Servus live2008 !

    Rückfälle kommen bei Alkoholkranken immer wieder mal vor.
    Das muß keine Katastophe sein sollte aber ernst genug und zum Anlaß genommen werden deine ganze Situation und den eingeschlagenen Weg in die Trockenheit nochmal zu überdenken und gegebenfalls zu ändern.
    (Siehe Hinweis auf die Grundbausteine).
    Schämen brauchst du dich dafür jedenfalls nicht - es liegt eben im Verlauf unserer Krankheit und zeigt auf, dass etwas nicht stimmt. Ich finde es jedenfalls sehr ehrlich von dir, deinen Rückfall auch hier im Forum zuzugeben und dir wieder Hilfe zu holen.

    Ich bin mir sicher, dass dein Sohn dich so nicht beschimpfen wollte.
    Er war einfach maßlos enttäuscht und hat bei seiner Wortwahl nicht nachgedacht. Rede in einer ruhigen Minute mit ihm und erkläre ihm was du jetzt vorhast um solche Vorfälle in Hinkunft zu vermeiden.

    Wünsche dir auf deinem Weg in die stabile Trockenheit alles Gute!

    Lg
    Andreas

    Servus Currlinger!

    Will hier keine näheren Angaben machen, zum einen weil ich diese Form der "Selbsttäuschung" absolut ablehne zum anderen weil auch die Betreiber dieses Forums diese Meinung vertreten und bei niemanden falsche Hoffnung, die es ohnehin nicht gibt geweckt werden soll.
    Wenn es dich dennoch interessiert was so alles unter dem Stickwort "kontrolliertes Trinken" an Unqualifiziertem verzapft wird brauchst du nur dazu zu googeln.
    Es ist jedoch verlorene Zeit sich mit dem Thema näher zu beschäftigen.
    Viel wichter ist an der eigenen Trockenheit zu arbeiten.

    Lg
    Andreas

    Servus Koko !

    Auch wenn dir in einer fremdsprachigen SHG nicht alle Vokabeln einfallen - die Körpersprache sagt doch viel mehr aus und du wirst sehen, die Signale die du aussendest werden erkannt. Gerade trockene Alkoholiker haben für so etwas ein feines Gespür.
    Am Wichtigsten ist , dass du hingehst und du Erfahrung, Kraft und Hoffnung erfahren und teilen kannst. In deiner Muttersprache kannst du ja hier in diesem Forum schreiben wo du innerhalb kürzester Zeit Antworten und Rückmeldungen erhältst. Das und die Vielzahl an Forenteilnehmern unterscheiden sich eben von einer realen SHG.

    Zu deinen momentanen Problemen kann ich dir nur aus eigener Erfahrung sagen:
    Kein Problem kann nüchtern betrachtet so ausweglos sein wie durch die
    "rosarote Brille" des Alkoholnebels betrachtet. Momentan scheinen die Probleme weg zu sein, da ja betäubt aber am nächsten Tag ist alles noch viel schlimmer.

    Wünsche dir alles Gute auf deinem weiteren Weg!

    LG
    Andreas

    Servus Michaela81827 !

    Spedi hat dir in seiner Antwort bereits alles erklärt.
    Genauso ist es und dem ist nichts hinzuzufügen. Das kann ich dir als trockener Alkoholiker nur bestätigen. Auch ich habe lange Zeit der Selbsttäuschung vom "kontrollierten Trinken" erlegen. Wurde die unsichtbare Grenze vom Alkoholmißbrauch ( der natürlich auch gesundheitsschädlich ist ) zur Alkoholsucht einmal überschritten gibt es im ganzen Leben kein zurück mehr.

    Auch wenn sogar Ärzte und eigene Therapieformen das "kontrollierte Trinken" vertreten und bewerben gibt es bis dato keine verläßlichen Langzeitstudien die das belegen. Hier handelt es sich um reine Geschäftemacherei die auf dem Rücken gutgläubiger und vor allem
    uneinsichtiger Alkholkranker begangen wird.

    Dein Mann scheint wirklich noch nicht soweit zu sein, sich seine Alkoholsucht einzugestehen und auch nicht willig daran etwas zu ändern.
    Aber das ist seine Sache - vielleicht muss er noch seinen persönlichen Tiefpunkt erreichen ab dem er nur mehr eins will:
    Mit dem Trinken aufzuhören!

    Wie es dir mit seiner Trinkerei geht ist da viel wichtiger!
    Tue etwas für dich! Empfehlungen bzw. Threads in denen andere Frauen ihre Co-Abhängigkeit beschreiben und auch davon losgekommen sind gibt es in diesem Forum genug.

    Wünsche dir die Weisheit die richtigen Schritte zu setzen und deinem Mann die Einsicht, dass das kontrollierte Trinken noch nie funktioniert hat und nie funktionieren wird.

    LG
    Andreas

    [/b]

    Servus live2008 !

    Mein Beileid zum Verlust eines geliebten Menschen :( !

    Es ist gut, wenn du deine Gefühle auslebst und den Tränen freien Lauf läßt.

    Es ist bei weitem nicht dasselbe aber nach dem schweren Kletterunfall (Mein Thread " Eine Bewährungsprobe" ) meiner Frau sind auch bei mir die Tränendrüsen übergegangen und ich habe geweint.
    Gott sei Dank bin ich nun soweit auch negative Gefühle zuzulassen und hinzunehmen- früher hätte ich sie mit Alkohol betäubt.

    Weiterhin alles Gute!

    Lg
    Andreas

    Servus Lori!

    Den "Übeltäter " hast du ja schon lange identifiziert - es ist der Alkohol!

    Zum Unterschied zwischen Wollen" und " müssen"
    meine Meinung:

    Müssen tu ich gar nichts - auch nicht aufhören zu trinken .
    Jedem Menschen steht es frei sich mit dem Saufen umzubringen.
    Aber das ist gar nicht so einfach - es ist ein langes, qualvolles Dahinsiechen. Nicht sehr erstrebenswert :cry: !

    Erst als ich meinen persönlichen Tiefpunkt (mit Notarzt ins KH zur Entgiftung) erreicht hatte wollte ich mit dem Trinken aufhören.
    Ich kam zu der Einsicht, dass ich Alkoholiker bin und suchte mir Hilfe.
    Ambulanter Entzug - reale und virtuelle SHG.
    Der persönliche Tiefpunkt muss nicht für jeden gleich sein.
    Dem Einen ist das der Führerschein-, oder Arbeitsplatzverlust, dem Anderen der Schlafplatz unter der Brücke. Entscheidend ist nur, wenn man glaubt am Tiefpunkt angelangt zu sein etwas zu unternehmen und Hilfe zu suchen und anzunehmen, denn sonst geht es noch weiter runter.

    Wünsche dir den uneingeschränkten WILLEN zum Trockenwerden, denn MÜSSEN tust du es nicht!

    LG
    Andreas

    Servus Lori!

    Ich glaube zu wissen woran du gerade leidest, denn mir ging es am Anfang meiner Trockenheit ebenso.
    Das ist das IaS ( Ich arme Sau) Syndrom. Der Alkohol, der dir "Lebensfreude" beschert hat ist auf einmal nicht mehr da und alles scheint sinnlos und leer. Aber so ist es nicht. Die Wirkung die dir der Alkohol vorgegaukelt hat war nicht echt, das warst nicht wirklich du.
    Jetzt ist es an der Zeit sich selber neu zu entdecken, die Zeit die du früher mit dem be- und entsorgen und dem Trinken von Alkohol verbracht hast, steht dir nun uneingeschränkt zur Verfügung und kann mit wirklich sinnvollem für dich gefüllt werden.

    Gehe in dich, überleg dir welche Hobbys hattest du mal welche sonstigen Interessen sind vorhanden. Tausch dich mit Gleichgesinnten aus virtuell und real und beginne an deiner Trockenheit zu arbeiten. Es ist nicht leicht und auch ein lebenslanger Prozess aber die Alternative wäre nur ein qualvolles Dahinsiechen in der Alkoholsucht.

    Du hast hier schon einiges an Motivation bekommen, nimm sie an und vor allem unternimm etwas. Der Zustand den du gerade hast wird allmählich besser und wenn du diese Sturm-und Drangperiode, die dich nahe an den Alkohol bringt überstanden hast winkt als Belohnung ein trockenes, zufriedenes Leben. Etwas Schöneres kann es für Alkoholiker nicht geben.

    LG
    Andreas

    Servus Micha!

    Gratulation zu den 2 trockenen Jahren und das alle deine Lebensjahre trocken und zufrieden verlaufen mögen.

    Bin selbst noch nicht ganz soweit (1 1/2 Jahre) aber alles was du schreibst kann ich nur vollinhaltlich unterstreichen. Auch ich beschäftige mich täglich mit meiner Krankheit um Gedanken die mir nicht gut tun schon im Ansatz zu erkennen und gegensteuern zu können.

    So oft es mir möglich ist, lese oder schreibe ich hier im Forum und habe mir schon wertvolle Anregungen, Tipps und Ratschläge geholt aber auch schon so manchen Rückfall geistig mitdurchlitten. Immer wieder kommen Anregungen und durch die Vielzahl der Forenteilnehmer gibt es eine große Anzahl an Einzelmeinungen zu ein und dem selben Thema.


    [/quote]Mir hat es geholfen - und das tut es noch -, hier aus dem großen Pool von Erfahrungen zu fischen und täglich bestätigt zu bekommen: Jeder kann es schaffen!

    Wenn er es wirklich will !

    Lg
    Andreas

    [/quote]

    Servus ottonv !

    Gratualtion zu den "ersten fünf Monaten Trockenheit" und auf das noch eine nicht enden wollende Anzahl an Monaten folgen solle !

    Es ist schön zu lesen, dass sich dein Leben so erfolgreich verändert hat.

    Du schreibst:

    Zitat

    Mein Interesse an Alkoholika ist momentan auf einem absolutem Nullpunkt angelangt

    Ich wünsche dir, dass das nicht nur "momentan" so ist, sondern auch weiterhin so bleibt. Auch ich konnte im Laufe der Trockenheit feststellen, dass mir der Alkohol gleichgültig wurde. Er ist eben auf dieser Welt vorhanden so wie viele schlechte Dinge auch, aber nicht für mich.

    Bleib weiterhin "achtsam" - so wie ich auch und am Ball der Veränderung ( guter EM-Ausdruck!).

    Lg
    Andreas

    Servus dagmar007 !

    Nachem du so viele Antworten in deinem Thread bekommen hast entnehme ich nun aus deinem letzten Beitrag, daß du vieles für dich beantworten konntest.

    Eines sollte man jedoch nicht vergessen:
    Alkoholsucht ist eine Krankheit und läuft eben nach den Merkmalen der Alkoholkrankheit ab. Dazu gehören Lügen - auch sich selbst gegenüber-Selbstmitleid und das Treiben des Partners in die Co-Abhängigkeit ebenso dazu wie manchmal auch kriminelle Handlungen. Der Alkoholiker ist nicht mehr er selbst und macht Dinge die ihm im nüchternen Zustand nicht im Traume einfallen würden. Der Mensch ist zweigespalten - Dr.Jekyll/Mr.Hide Syndrom - und kann sich an viele seiner Taten unter Alkoholeinfluß nicht erinnern.

    Wie furchtbar es ist trinken zu müssen kann ich dir aus eigener Erfahrung bestätigen. Dieser Zwang, dieses Getriebensein - alles dreht sich nur mehr um den Alkohol- ist furchtbar. Das kann sich ein Nichtalkoholiker in den schlimmsten Albträumen nicht vorstellen. Der Körper funktioniert nur mehr unter Alkohol und der Geist ist im Nebel des Alkohol gefangen. Ich bin dankbar meinen persönlichen Tiefpunkt erreicht zu haben und Hilfe annehmen konnte. Seit dem muss ich nicht mehr trinken und mein Leben hat sich geändert.

    Die Einsicht und der Wille Hilfe anzunehmen muß aber von deinem Ex-Partner kommen. Bevor er nicht soweit ist, dreht sich die Spirale immer weiter nach unten und immer schneller.

    Wünsche dir dass du die für dich richtigen Antworten findest und dein Leben danach ausrichten kannst.

    LG
    Andreas

    Servus JoeDoe !

    Genauso halte ich es auch. Mir ist der Alkohol und sind die Alkohol trinkenden Menschen inzwischen gleichgültig geworden. Ich registriere es nicht mehr ob jemand am Nachbartisch sich ein Bier bestellt oder Apfelsaft. Es gibt Leute die mit Alkohol umgehen können und andere die es nicht können. Zu den Letzteren gehören wir und werden es immer bleiben.

    Besonders markante Alkoholauffälligkeiten bemerke ich natürlich schon - aber dann bin ich dankbar und froh nicht mehr in dieser Lage zu sein.

    LG
    Andreas

    Servus Theresa!

    Erstmal willkommen hier im Forum!

    Du weißt ja ziemlich genau bescheid, was du bist und was die Alkoholkrankheit im Endeffekt bewirkt. Das ist gut so, denn ohne diese Voraussetzungen wären weitere Schritte nur sehr schwer, wenn nicht unmöglich.
    Vielleicht kannst du noch etwas mehr über dich schreiben:
    was hat deiner Meinung nach zum Rückfall geführt bzw. wie hast du bis dahin gelebt und an deiner Trockenheit gearbeitet.
    Welche Grundbausteine der Trockenheit hast du umgesetzt und welche Veränderungen in deinem Leben hast du vorgenommen?

    LG
    Andreas

    Servus kissed80!

    So wie du deinen Freund beschreibst könnte auch ich in meiner nassen Zeit damit gemeint sein. Ich war ebenfalls Quartalstrinker (wobei das Quartal nicht wörtlich zu nehmen ist) konnte sehr gut auch längere Zeit ohne Alkohol auskommen hatte dann aber wieder meine sog. "Aussetzer"mit trinken bis zum abwinken. Auch das Verstecken von Alkohol, das Herunterspielen der Trinkmengen und das immer neue Suchen nach Gründen für das Trinken kenne ich nur zu gut.
    Die Abstände zwischen den Trinkpausen wurden bei mir aber immer kürzer und die Trinkmengen immer heftiger.Die Spirale abwärts hatte mich fest im Griff bis ich an meinem Tiefpunkt anlangte und zu trinken aufhören

    [/b]wollte[b]. Erst ab diesem Zeitpunkt konnte ich mit Entzug, Therapie und SHG trocken bleiben und bin es bis heute.

    Wenn dein Freund sagt er hat kein Problem mit seinem Alkoholkonsum dann kannst du gar nichts machen außer dich um dich selbst zu kümmern um in keine Co-Abhängigkeit hineinzugeraten. Nur er selbst kann die Einsicht und den Willen aufbringen sein Alkoholproblem, das nach deinen Schilderungen bei ihm zweifellos besteht in den Griff zu bekommen.
    Möglichkeiten gibt es zu jeder Zeit aus der Suchtspirale auszusteigen nicht jeder muß erst bis ganz nach unten kommen.

    Wünsche dir dass du die richtigen Entscheidungen triffst!

    Lg
    Andreas

    [/b]

    Servus Lori!

    Du schreibst, deine Tochter ist dir das Wichtigste auf der Welt.
    Das soll auch so sein aber in deiner jetzigen Situation solltest Du Dir selbst das Wichtigste sein um eine stabile Trockenheit zu erlangen.
    Kein Alkoholiker wird umhin kommen sich einen gesunden Egoismus in Sachen Nüchternheit aufzubauen, wenn er auf Dauer trocken bleiben will.

    Vielleicht kannst du auch abklären ob in deinem Fall eine ambulante Therapie möglich wäre.

    Wünsche dir die Weisheit den richtigen Weg zu gehen!

    Lg
    Andreas

    Servus lydia2008!

    So wie du deinen Freund beschreibst könnte dies der Ex-mann meiner jetzigen Frau sein. In dieser Beziehung wurde sie ähnlich behandelt wie du war aber 24 Ehejahre zu schwach um daran etwas zu ändern.
    Erst als bei uns nach 10jährigem flüchtigen Kennen die Liebe entfachte, konnte sie gestärkt durch eben diese Kraft der Liebe endlich ausbrechen und die Beziehung beenden; ebenso wie ich - ich trennte mich auch aus einer für mich unglücklichen Ehe.

    Die Ex-Mann meiner Frau leidet meiner Meinung nach an einer Persönlichkeitsstörung - das könnte ich mir bei deinem Freund ebenfalls vorstellen. Bin aber kein Psychologe um dies zu untermauern.
    Du hast es jedenfalls nicht notwendig in so einer Beziehung weiter zu verharren noch dazu wo deine Trockenheit auf dem Spiel steht und oberste Priorität hat. Daher gebe ich dir mit der Trennung vollkommen recht. Warte ab was das Leben dir noch bringt - ich hätte nie gedacht dass ich einmal eine Frau (meine 3.) finden würde die wie ein Teil von mir aber trotzdem ein eigenständiges liebenswertes Wesen ist. Jetzt erst weiss ich was Liebe, Vertrauen und Harmonie ist.

    Wünsche dir ein zufriedenes, trockenes Leben!

    LG
    Andreas

    Servus JoeDoe!

    Man sollte es nicht für möglich halten, wo einem überall Alkohol begegnet und wo überall Trinkgelage veranstaltet werden.

    War voriges Jahr mit meiner Frau Klettern auf Mallorca und in einem sehr schönen Hotel untergebracht. Das Einzige das störte, war eine Horde deutscher (ist aber jetzt kein Vorurteil - könnten ebenso Engländer, Österreicher,etc.) Ballermann-Touristen, die von früh bis spät nur eins im Sinne hatten - saufen!!! Und damit verbunden, Krawall,Stänkereien,Erbrochenes im ganzen Hotel verteilt,etc.

    Ich nehme solche Erlebnisse zum Anlaß mir vor Augen zu halten wie ich einmal gewesen bin und wie ich nicht mehr sein will.
    Im Zug sollte es eigentlich möglich sein, denn Sitzplatz zu wechseln, wenn dir der Anblick alkoholgeschwängerter Mitreisender zuviel wird.
    Am besten ist sicherlich sich eine gewisse Gleichgültigkeit dem Alkohol"genuß" anderer gegenüber anzueignen, denn wir sind nur für uns selbst verantwortlich.

    LG
    Andreas

    Servus Blizzard!

    Wenn du meinen Post genau liest, wirst du feststellen, dass ich am Umgang mit Alkohol in unserer Gesellschaft keine "Kritik" geübt habe, sondern nur festgestellt habe, dass die sog. Alkoholkultur ( in Österreich "Weinkultur") eben fest verankert ist - und ein besonderes Lebensgefühl damit in der Werbung vorgegaukelt werden soll !

    Ich persönlich habe damit kein Problem und es schwingen auch keine Verzichtsgedanken mit - mir ist der Alkohol inzwischen gleichgültig geworden. Wer damit umgehen kann, dem vergönne ich von Herzen sein Trinken. Ich kann es nicht - das war so - das ist so- und das bleibt auch so.

    Was den Rummel um die EM angeht. Auch der ist mir gleichgültig.
    Wenn man aber sieht und hört was hier in Österreich an Vorkehrungen vor randalierenden betrunkenen Fans alles getroffen wird sieht man aber schon das selbst die Verantwortlichen einen erhöhten EM-Alkoholpegel erwarten.

    Bin selbst kein Fußballfan, würde jedoch der deutschen Mannschaft den Titel gönnen!

    Lg
    Andreas

    Servus Lori!

    Mir ist es am Anfang meiner Trockenheit ebenfalls schwer gefallen mich als Alkoholiker zu bezeichnen. Erst durch die Besuche hier im Forum (damals noch als nur Mitlesender) und die regelmäßigen Meetings in meiner realen SHG wo das Wort Alkoholiker wie selbstverständlich ausgesprochen wird konnte ich für mich annehmen Alkoholiker bzw. alkoholkrank zu sein.

    Es ist nicht deine Schuld diese Krankheit bekommen zu haben aber wenn es dein Wille ist ein trockenes, zufriedenes Leben zu führen musst du dazu stehen – denn hinter anderen Ausflüchten verstecken bringt nichts. Meine Familie, Freunde, nähere Bekannte und natürlich auch der Arbeitgeber wissen von meiner Erkrankung und behandeln mich auch danach. Im alltäglichen Umgang hänge ich mir jedoch kein Schild „Alkoholiker“ um. Ich behalte es mir vor näheres bekanntzugeben oder nur zu sagen „ich trinke keinen Alkohol“ was zu respektieren ist. Will dann noch immer jemand genaueres wissen bin ich gerne bereit einen Versuch zu wagen die Alkoholkrankheit zu erklären. Vorstellen kann sich das ein Nichtbetroffener sowieso nicht. Es schadet aber unserer Gesellschaft ganz gewiss nicht
    darüber Näheres zu erfahren.

    Bei medizinischen Belangen steht es für mich natürlich außer Frage meine Alkoholkrankheit
    wenn auch nur sicherheitshalber bekanntzugeben.

    Wünsche dir allzeit trockene 24h !

    Lg Andreas

    Servus Spedi!

    Freue mich zu lesen, dass dein Wiedereinstieg in die Arbeitswelt so reibungslos vonstatten ging und das Problem Führerschein auch in deinem Sinne gelöst wurde.

    Du bist mir als einer der Forumsteilnehmer aufgefallen, die oft ihre Beiträge knallhart und schonungslos offen aber völlig zu Recht gestaltet haben. Manchmal habe auch ich erst im Nachhinein begriffen was du eigentlich damit sagen wolltest und ich warte gespannt auf deine Beiträgezu so manchem Thread, wenn du in der Arbeit das Forum aus dem Hintergrund in den Vordergrund holst.

    Wenn du in deiner Herzsportgruppe unterfordert bist kann ich dir nur wärmstens eure schöne bayrische Bergwelt empfehlen (Kenne dort einige sehr schöne Wander,-Berg-und Klettertouren). Das reduziert weiter Gewicht und ist weitestgehend alkfrei.

    Unsere SHG führt ebenfalls Vorstellungen in Suchtkliniken durch und es ist sehr wichtig für uns trockene Alkoholiker immer vor Augen geführt zu bekommen, wo wir einmal waren und wo wir niemals mehr hin wollen.

    Alles Gute weiterhin!

    LG
    Andreas

    Servus Dagmar 007!

    Du hast ja schon sehr viele ausführliche und das eines Alkoholkranken betreffende Innenleben beschreibende Antworten bekommen.
    Ganz genau so ist es. Das kann ich dir als trockener Alkoholiker bestätigen. Aber die Quintessenz aus dem Ganzen steckt bereits in dem Titel deines Threads:
    " Ich kann einen Alkoholkranken nicht verstehen"

    Das wirst du als Nichtbetroffene auch niemals können, denn viele Alkoholkranke verstehen sich selbst nicht als Alkoholiker.
    Bevor dieser Bewußtseinsprozess nicht eingeleitet ist und der Betroffene sich als Alkoholiker sieht und vor allem den Wunsch hat daran etwas zu ändern wird nicht viel passieren, außer dass sich die Suchtspirale immer weiter nach unten dreht bis zum endgültigen Tiefpunkt.

    Ich wünsche dir, dass dein Freund doch noch die nötigen Einsichten zeigt und dir wünsche ich unbeschadet an Geist und Seele diese Situationen zu überstehen.

    Lg
    Andreas