Beiträge von soul42

    hallo merle,
    was ich von dir gelesen habe ist schon ziehmlich krass, aber wie es aussieht, bekommt dein mann nicht die kurve, er scheint auch nicht den willen zu haben, mit dem trinken auszuhören.
    wie ich es aus eigener erfahrung mitbekommen habe, muss man wohl doch erst am boden liegen, eh man als alkoholiker den gedanken hat: halt!! ich MUSS jetzt was tun!!!
    das die kinder ihn beschimpfen, kann ich sehr gut nachvollziehen, aber bei einem abhängigen kommt in einem "vollen" kopf dieses "scheiss-egal-gefühl", und er hat WIEDER einen GRUND, zu trinken, denn es gibt IMMER WIEDER gründe, um zu trinken.

    ich weiss nicht ob es für dich der richtige weg ist, aber wie ich sehe, machst du dich selbst sehr kaputt, durch die exzesse deines mannes.
    warst du schon bei einer beratung für angehörige?

    ICH, wie gesagt, ICH, wenn ich an deiner stelle wäre, würde ihn vor die wahl stellen: ENTWEDER ICH, ODER DER ALKOHOL

    lg soul

    hallo,
    wie ich sehe, haben fast alle das gleiche problem:
    zigaretten, kaffee und süsses.
    mit kaffee und süsses kann ich leben (wenn mich meine kleinen röllchen am bauch nicht so stören würden :roll: )
    aber am zigarettenkonsum sollte man was ändern, nur DAS ist so schwierig. bin nur heilfroh, das zigartten zwar auchsehr stark meine gesundheit angreift, aber trotz allem behalte ich meinen klaren kopf.

    ( soul, jetzt keine ausreden wegen dem rauchen finden, auch rauchen gefährdet deine gesundheit **mal mit mir selber schimpf** :oops: )

    soul

    Guten morgen,
    mich würden mal die verschiedenen "gründe" interessieren, wie ihr zum alkohol gekommen seid.
    ich bin quasi damit aufgewachsen. meine eltern haben gertrunken, und so bekam ich schon relativ früh, so ca. mit 14 oder 15 mein erstes bier. zu silvester wurde auch schon mal mit sekt angestossen, oder vom opa mal einen kleinen eierlikör (ist ja süss, also lecker :()
    in meinem umfeld, sprich schule, wurde auch getrunken, bei freunden mal paar bier, oder ne flasche sangria. dann kamen auch die ersten disco besuche, bis dahin, das man sagte, ohne sich vorher in "stimmung" getrunken hat, ists eh langweilig.
    dann kam meine lehre, ich lernte in einem kaufhaus in der lebensmittelabteilung. dort wurde auch viel sekt und bier in der abeilung verkonsumiert. nach feierabend ging es dann auf ein feierabendbierchen natürlich in die kneipe. (wie man sehen kann, IMMER alk im spiel).
    so zog sich das durch mein leben, nur ich selbst merkte nicht, das es immer mehr wurde, es war für mich schon "normal" zu trinken, es gehörte schon zu meinem leben. dazu kommt, das wohl niemand der mittrank wusste, was so richtig alkoholkrank ist oder bedeutet.
    ich rutschte immer tiefer, keiner klärte mich auf, das zog sich durch mein halbes leben, ich bekam zwei kinder, wurde aber auch einmal obdachlos, aber es ging alles weiter, mit der trinkerei, bis hin zum "scheiss-egal-effekt". das ich dann fast mein zweites kind verlor, ich meine durch das jugendamt und einem richter, hat mich wohl doch vor dem trinkertot gerettet.
    ich machte eine therapie.
    und DAS ist das schlimme an dieser krankheit, man trinkt, und trinkt, über wochen, monate, jahre. ich selbst merke gar nicht so richtig, das die alkoholika immer mehr und härter wurden, angefangen mit einer flaschen sekt, fast am ende meiner "karriere" waren es schon locker 24 dosen bier UND eine flasche apfelkorn.

    ich kann auch heute nicht sagen, ob ich einen GRUND hatte zu trinken, kann ich sagen ja, weil ich stress mit meinen eltern hatte? oder war es weil es schmeckte? oder weil ich es anders nicht kannte?
    keine ahnung, aber es kam, und das war für mich schlimm genug.
    wie war es bei euch?
    lg soul

    oh oh,
    da bin ich ja froh, dass ich nicht die einzige bin, also, kuchen, schokolade etc ess ich auch leider ZU gern, aber ist nascherei auch eine suchtverlagerung? ich esse kuchen etc leider in den 13 jahren trockenheit schon. hat sich bisher auch nicht viel geändert :oops:
    macht nix, lieber zu einem süssen kuchen greifen als zu einem süssen likör.
    zum rauchen, ja, das ist bei mir auch so eine sache, ich rauche auch einfach ZU viel vorallen dingen in stresssituationen, müsste ich auch mal runterfahren...
    ich wünsche euch allen noch einen schönen, trockenen abend, bei kuchen ;) und zigarette ;)
    lg soul

    hallo,
    seit ich nicht mehr trinke, verkonsumiere ich reichlich kaffee. am anfang meiner trockenzeit war es extrem, jetzt geht es eigentlich, "nur" eine kanne am tag, früher waren es schon mal 2 oder 3.
    wie sieht es bei euch mit "ersatz" aus?
    lg soul

    ..ist getan :)
    ich begrüsse dich auch hier ganz herzlich :)
    als ich deinen beitrag las, sah ich mich, aber du bist mir einen schritt mehr voraus, als ich damals, du siehst ein, dass mit dir was nicht stimmt, DAS hatt ICH nicht.
    ich kann den anderen nur beipflichten, du brauchst als erstes eine entgiftung.


    "ich suche mir irgendwann eine tagesklinik" (zitat von dir), auf diesen satz bin ich gestossen. was heisst für dich IRGENDWANN?

    wie auch die anderen sagte, es ist wichtig, das du eine therapie machst, und dir eine gruppe suchst. es müssen ja nicht unbedingt die AAs sein, es gibt auch das "blau kreuz", mit denen ICH sehr gute erfahrungen machte.
    durchdenke das mit deinem studium, und überlege, ob du dir eine auszeit nehmen kannst, um dich erst auf die reihe zu bringen, denn irgendwann kommt auch die körperliche abhängigkeit, wenn sie nicht schon da ist.
    die uni rennt nicht weg, denk ich mal, aber deine abhängigkeit wächst von tag zu tag, wenn du nichts unternimmst.
    entferne doch auch mal alles bei dir zu hause, was mit alkohol auch nur im geringsten zu hat, sprich wein- und biergläser, korkenzieher, flaschenöffner, keine schnapps- oder bierflaschen mehr zu hause.
    ich wünsche dir erst mal viel kraft.
    lg soul

    mich würde es interessieren, wie es dir jetzt geht.
    du hast relativ lange nicht geschrieben.
    ich kann dir aber mal beschreiben, wie ich es geschafft habe, aus diesem sunf rauszukommen.
    ich hatte das glück, oder unglück, wie man es sieht, dass sich damals das jugendamt eingeschaltet hatte. ich stand vor dem familienrichter der mir sagte, entweder sie machen eine entgiftung und eine therapie, oder ihr kind ist weg (meine tochter war damals knapp ein jahr alt).
    ich enschied mich für die therapie.
    die bedingungen waren: ERST entgiftung, DANN therapie, die ging bei mir in einer mutter-kind einrichtung in gütersloh (bernhard-salzmann-klinik).
    es ging alles gut, in der klinik, ich war vor alkohol "geschützt", aber wie geht es DANACH weiter? ich glaube DAS war der schwierigste weg, trocken zu bleiben. beim einkaufen an alk regalen vorbei gehen, auf geburtstagen oder feiern zu gehen, OHNE zu trinken. wie ich aber fest stellte, es ging, und es geht nach 13 jahren IMMER noch.
    es zählt der WILLE, sich selbst zu sagen, ICH WILL NICHT MEHR !!!
    ich fühlte mich damals immer mehr gesünder, je länger ich nicht trank.
    heute ist es so, das mir es nicht fehlt, alle in meinem umfeld wissen, dass ich nicht trinke, wenn es mir zu viel wird, und die luft auf feiern mir zu "alkoholiesiert" wird, sag ich, danke, es war schön, aber ich geh jetzt.
    schreib doch mal, wie es dir jetzt geht, danny, ob du einen thearapieplatz bekommen hast.
    lg soul
    (viel zu viel geschrieben?!) :roll:

    Hallo zusammen,
    ich möchte mich hier einfach mal als neue vorstellen. vielleicht bin ich ja in der lage, einigen "neuen" zu helfen.
    ich selbst habe seit dem 14ten lebensjahr erfahrungen mit alkohol, aber jetzt im 13ten jahr trocken.
    es ist leider eine so schreckliche, schleichende krankheit, die mir mein halbes leben "genommen" hat, bis hin zur obdachlosigkeit.
    jetzt, nach 13 jahren geht es mir körperlich, aber auch OHNE ALK sehr gut. es ist für mich jetzt einfach, ohne auszukommen, auch wenn einem manchmal die probleme der heutigen zeit, wie arbeitslosigkeit, schulden oder aber auch eziehungsprobleme über den kopf wachsen. aber lieber gehe ich den "längeren" weg, und versuche meine probs zu lösen, als wieder zur flasche zu greifen, denn alkohol wird NIE eine lösung sein.
    das zum ersten, ich möchte mich hier auch nicht ZU lang vorstellen, aber hin und wieder werde ich wohl zu einigen themen posten.
    ich wünsche noch einen schönen tag,
    soul