Beiträge von dagmar007

    Nein Amy,
    die Sachen sind noch nicht da.

    Beim Telefonat am Mittwoch ging es auch darum. Er meinte ich solle doch einfach mal ins Haus kommen und sehen was da noch wäre. Als ich dann sage "Ich möchte Dich nicht mehr sehen" kam erst die Frage ob er mir ein Sicherheitsteam engagieren wollte und es ging dann wieder in die Droh-/Schimpfrichtung. Ich konnte dann nur sagen: "Mach was Du für richtig hältst, Du hast Dich die letzten Jahre nicht dafür interessiert was ich will, ich werde mit jeder Deiner Entscheidungen oder Anlieferungen fertig.

    Eben war er wohl bei der Bank und hat zumindest mal das erledigt.

    Gestern war Ruhe und heute - wenn ich mich nicht wieder verrechne ;) dürfte er wieder übers Wochenende weg sein und erst am Montag wieder da sein. Vielleicht ein ruhiges Wochenende ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Vom "richtigen" allumfassenden "Glück" diesem über längere Zeit mit sich und dem drumherum glücklich zu sein, da bin ich noch weit entfernt.

    Ich freue mich wenn ich einen Tag gut verbracht habe, kleine Erfolgserlebnisse für mich mitnehmen konnte (wie der Zusammenbau einer Apothekerkommode, der schwierige Transport eines Gefrierschrankes in meinem kleinen Auto). Ich freue mich an Pflanzen, an den erblühenden Blumen - das gibt mir einen Hauch glücklich sein.

    Aber auch, wenn ich abends beim einschlafen bin und den Tag an mir vorbeiziehen lasse, dann spüre ich eine gewisse Ruhe, weil die Quälereien der letzten Jahre weggefallen sind. Dieses mit hohem Herzschlagrhytmus ans Fenster springen ob der andere heil angekommen ist oder in welchem Zustand.

    Glücklich, nein glücklich bin ich noch nicht - aber ich spüre was es sein könnte!

    Ich war glücklich weil ich in den letzten Tagen gespürt habe, ich muss wieder mehr nach aussen gehen. Wie von Zufalls Hand traf ich am Dienstag jemanden aus dem alten Berufsleben, wir tranken Kaffee und beschlossen uns bald wieder zu treffen - dann zu dritt.
    Gestern lernte ich meinen neuen Nachbarn kennen, wir hatten stundenlang ein tolles tiefsinniges Gespräch. So etwas, was ich über Jahre mit dem Ex vermisste - das sprechen über Gefühle, Menschen, Veränderungen, aber auch Kunst, Gestaltung und Kreativität. Das war ein kleines Glück für mich, den Tag so zu beenden....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Leider muß ich Papi zustimmen. Denn unsere Mechanismen und die "Zuneigung" (die wir uns oftmals einbilden!) funktioniert noch genial. Wir haben innerhalb von wenigen Wochen noch nicht den Abstand alles was uns gesagt wird neutral zu sehen.

    Und dann, liebes Bienchen, dieses "ich weiß nicht" wie oft habe ich das gehört. Dieser Weg um einfach selber keine Verantwortung tragen zu müssen, dieses einfach so weitermachen wie bisher.

    Warum bist Du enttäuscht? Dir ist doch klar, dass er krank ist, oder? Wie bitteschön, soll er mit und durch diese Krankheit Dir zu Liebe auf Alkohol verzichten. Der Körper schreit dananch und wenn er es nicht bekommt, der Körper, dann gibt er Krankheitszeichen von sich! Ihr liebt Euch? Das dachte ich auch ....

    Liebe - sagte ich zu meinem Ex einmal: Ich spreche Dir ab das Wort Liebe verwenden zu dürfen. Solange Du keine Gefühle lebens kannst und in Alkohol gepackt bist ist das ein Frevel an all jenen, die dieses Wort verwenden, die Gefühle nüchtern ausleben müssen.

    Sicher keine faire Aussage, aber ich persönlich bin der Meinung, dass jemand der suchtKRANK ist einfach anders funktionieren muss als jemand, der empfinden kann, darf und muss. Kann es sein, liebe Biene, dass Du zuviel von ihm verlangst und zu wenig auf die tatsächlichen Folgen dieser tödlichen Krankheit achtest.

    Mensch Biene, glaub nicht dass es mir leicht fällt zu begreifen dass sich jemand selber ins Abseits befördert. Immer wieder denke ich, Mensch, der kriegt sich selber auf die Reihe - für sich und sein Leben. Aber es war nie so....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, liebe Samie,
    was Du so schreibst gibst mir zum Nachdenken. Mir war aufgefallen, dass die wenigen Kollegen, die damals noch bei meinem Ex aufgetaucht waren lange lange nicht mehr da waren (die hatten damals zusammen Autoreparaturen oder Touning gemacht). Als es gerade bei uns gescheitert war war das "Gerücht" noch schneller durch die Firma durch als unser Ende weil gesagt wurde die Freundin des asozialen Alkoholikers hätte sich von ihm getrennt und nun würde er im Wohnwagen wohnen müssen, weil ich ihn rausgeschmissen hätte.

    Alles Quatsch, weil es sein Haus war - ich war nur Untermieter und der Wohnwagen stand außerhalb. Da er aber oftmals dort gesehen wurde hat wohl die Fantasie der Kollegen sich eingeschaltet. Er drehte damals durch, als dieses Gerücht durch die Firma ging. So naiv wie ich war dachte ich, was regt der sich auf, wenn ein Gerücht falsch ist, dann ist es doch egal. Das aber das Außenbild zerstört war und eventuell nun das heimliche Wissen der Kollegen Nahrung bekommen hatte, das läßt sich jetzt vermuten.

    Aber Samie "angeschwärzt" finde ich das nicht. Ich denke, es ist ein Weg vielleicht Eigenverantwortung zu übernehmen und zu sagen, das ist nicht gut und es ist gefährlich. Denn ehrlich Samie, ich denke, wenn jede-/r versuchen würde offen das Thema Alkoholmissbrauch rechtzeitig anzusprechen, würden vielleicht ein paar wenige rechtzeitig abspringen können. Dieses schweigen - nicht nur was Alkohol betrifft - in unsere Gesellschaft ermöglicht doch erst ganz viele grausame Dinge wie Kindestötung, Kindesmissbrauch oder soziale Verwahrlosung allgemein, oder?

    Ehrlich gesagt, ich ziehe von diesen "anschwärzern" den Hut (sofern sie es nicht aus Karrieregründen getan haben).

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Ihr Lieben,
    ich habe gestern einen sehr kreativen Tag gehabt und eine Apothekerkömmödchen selber zusammengeschraubt (ich habe mir ja nun einen Aku-Schrauber zugelegt, weil "selbst ist die Frau" ;-). Das erste Modell dieser Kommode, da hatte ich Probleme mit den Schlössern und ein Freund half. Gestern, jippieh, habe ich das zweite alleine geschafft und heute abend (nach Friseur, Farbe und Schnitt) geht es ans Einölen des Kieferkommödchens.

    Nach dem stundenlangen Schrauben habe ich mir einen Backcamembert und ein langes Bad gegönnt. So, zufrieden mit mir und stolz auf mich (mit der Planung heute morgen einen Angebotsgefrierschrank zu kaufen) konnte der Abend kommen.

    Der Abend an dem sich zeigte, wie schnell ich mich verrechnen kann, wenn ich meine, einen Alkoholiker Berechnen zu können ;) In dem vermeintlichen Wissen er ruft Mittwochs eh nicht an und wirft mir nichts vor die Türe, habe ich mich verrechnet - zufällig war er mal nicht bei seiner Freundin sondern zuhause und rief hier an.

    Gestärkt und stolz ging ich ans Handy, der Anfang des Gespräches war (s)ein Versuch der Noramlität bzgl. des Mietkontos. Unüberhörbar waren die Promille im Blut.

    Während er nicht einmal mehr die Kontonummer weiß und die Kontoauszüge direkt vor der Nase nicht sehen kann oder sehen will schraube ich also meine Kommode selber zusammen. Während er wieder im Laufe des Telefonates zu Drohungen überging war ich stolz auf meine "Baukunst". Ich habe das Telefonat ohne Gruß beendet als die Drohungen begannen. Er regte sich auf, dass ich ihn als Alkoholiker bezeichnete. Da musste ich leider sagen, in meinen Augen wäre er ein narzistischer Alkoholiker, der ebenfalls sexsüchtig sei. Damit habe ich dann das Telefonat beendet, da wieder "dann ist 8er-Bahn" kam. Sein Drohsatz, den ich so liebe :)

    Genau diese Gegensätze sind es, die mich spüren lassen, wie ich jetzt mein Leben in meinen Händen habe und wie anders dieses Leben ist, als das zuvor gemeinsame. Während bei mir der Aufbau beginnt und ich beginne mich zu festigen, so hängt er in Kontaktversuchen oder Groll zurück. Während ich hier beginne alles zu sortieren und mich wieder bewerbe wie der Weltmeister findet er nicht einmal die Kontonummer des von ihm ursprünglich eröffneten Kontos. Diese Welten, die so anders sind, diese Welten haben uns getrennt. Der Alkohol ist nur ein Stück davon ...

    Mensch Ihr, ich hatte echt gedacht so aus Trotz reißt er sich zusammen und beweist sich und dem Umfeld wie gut er alles im Griff hat. Ich war echt der Meinung, er renoviert das Haus und zeigt sich aus der Strahlemann-Position. Ich dachte, nun würde er wenigstens für eine gewisse Zeit, sich und seine neue Beziehung leben und dafür versuchen stabile Grundlagen zu legen. Aber eventuell habe ich mich auch hier verrechnet.

    Ich kann nicht einmal sagen, was ich nach bzw. während dem Telefonat empfand. Es war kein Mitleid, es war kein Verlustgefühl, keine Trauer sondern irgendwie ein Gefühl wie "alles unverändert, aber du musst es nicht mehr beobachten und keine Auswirkungen tragen."

    Heute morgen habe ich dann den Gefrierschrank erstanden und mich mal wieder "verrechnet". Die Unbekannte war nämlich die Verpackung, so nämlich passte das Gerät nicht in mein Vehikel.

    Aber, wie gesagt, mittlerweile ist je angesagt "selbst ist die Frau": die Verpackung im Laden entsorgt, den Vordersitz auf Liegeposition und mit viel Krechz, Ächz, Stöhn das Gerät auf den Beifahrersitz manövriert. Zugegeben, die Fahrt war nicht das Non-Plus-Ultra, aber er steht nun in meiner Küche :) Wieder etwas geschafft - ohne jemanden, von dem ich meinte es geht "ohne" nicht.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Sag Samie,
    hat sein Arbeitgeber auch aus falscher Loyalität geschwiegen, bzw. wodurch ist das dann gekippt. Ich habe hier immer das Gefühl - bei Polizei, Behörden und manchen Arbeitgebern, daß es einfach so hingenommen wird dass in meiner ländlichen Region viel konsumiert wird und damit babela.

    Ehrlich gesagt, ich kenne es aus der Großstadt und der Großindustrie ganz, ganz anders! Denn ich sehe es schon so, dass der Arbeitgeber im Fall von nicht registrieren wahre Zeitbomben arbeiten lässt, die Arbeitssicherheit ect. nicht erfüllen können. Klar, deren Sache. Nur: würde jeder (wie wir Co) diese Sachen begreifen, nicht mehr unterstützen oder wirklich einen Promillefahrer gezielt suchen und stop(p)en wäre das Thema vielleicht klarer in Deutschland. Wenn ich schon an das Stammtischgerede denke, "Was, Deine Freundin hat auch gesagt Du bist Alkoholiker, blöde Kuh oder" "Noch ne Runde für uns Alkoholiker" Witz, witz toll.....

    Weißt Du Samie, dass ist das was ich erst jetzt begriffen habe: eigentlich muss alles schief laufen, damit auch nur ein Fünkchen Hoffnung besteht. Als Co habe ich wegen meiner Existenz die Mietzahlungen überprüft, die Mülleimer rausgestellt, die Stromrechnungen überwacht, die Müllbeutel gekauft und die Waschmittel besorgt. Alles Selbstverständlichkeiten für mich - ihm gegenüber Hilfe bei seiner Lebensbewältigung. Das aber wollen wir so schwer begreifen! Genau diese Hilfe leistet der Polizeiposten, der die Anzeigen ingnoriert und der Arbeitgeber, der auch nichts riechen will und hofft, dass das wie eine Grippe von selber weg geht.

    Es geht mir nicht darum die Schuld anderen zu geben. Würde aber jeder sein Päckchen Verantwortung tragen, so wäre manch ein Süchtler ebenso dazu gezwungen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Samie,
    das ist eine Chance für Dich, die Du auch wahrnimmst habe ich das Gefühl: Du überlegst, es geht Dir nicht gut, also be- und verarbeitest Du.

    Schau Samie, Du hast die Chance gesund zu werden, vielleicht sogar gemeinsam mit ihm - und eventuell zusammen ein neues Kennenlernen oder Leben zu starten. Ich denke mal, dass sind doch gute Ausgangsbedingungen. Viel bessere, als viele von uns sie haben.

    Ich habe ewig gehofft, dass mal wieder der Führerschein flöten geht, dass eine der vielen Anzeigen wegen betrunkenem Fahren für Nachdenken und Gesundheitswunsch führen. Ich hoffte und hoffte auf Einsicht, ich hoffte und hoffte dass der Arbeitgeber einschreitet, weil nichts mehr zu übersehen und zu über"riechen" war. Keine meiner Hoffnungen erfüllte sich.

    Deshalb hoffe ich für Euch, weil die Vorzeichen anders sind, dass Ihr alles für Euch zu einer glücklichen Lösung bringen könnt.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Oh je Renate,
    oh wie ich das kenne - wie ich das hasse: Wut, Aggression und alle diese Facetten während des Umzuges.

    Für Dich Pünkterl würde ich wünschen, dass es wirklich so fair abläuft wie es gerade den Anschein hat. Das nämlich würde für ich bedeuten, dass in Deinem Mann doch ein guter Kerl steckt. Ich persönlich denke, wenn Wut und Agression nicht so stark bei einem Suchtkranken auftreten ist er/sie eher bereit sich selber zu hinterfragen, was letztendlich dann auch eine Krankheitseinsicht ermöglichen könnte.

    Viel Glück wünscht
    Dagmar

    Weißt Du Billi, ich sehe meine Aufgabe bei meinem Ex - oder sah sie auch nicht so an:
    Seine Ohre, seine Augen oder sein Gehirn zu sein. Vor allen Dingen sah ich nicht ein Krankenschwester zu spielen oder mich für seine Gesundheit verantwortlich zu zeichnen.

    Wenn er selber eines hat, so soll er es nutzen. Wenn er es sich (pardon) versoffen hat, dann hat er es getan und es ist seine Aufgabe es wieder (falls möglich) gesunden zu lassen.

    Nein Billi, Ratschläge kann ich Dir beispielsweise keine geben, denn jeder muss für sich ausloten was er/sie ertragen will und kann. Nur jeder für sich selber kann Ketten lösen um dann zu versuchen frei die ersten alleinigen Schritte in Freiheit zu gehen. Es ist nicht jedermanns Sache auf sich selbst gestellt zu sein und nunmehr nur noch Verantwortung für sich selber zu tragen. Mir fällt es nicht leicht - aber ich möchte es lernen.

    Viel Glück wünscht Dagmar

    Salue, liebe Billi,
    grundsätzlich kann ich Deine Gedanken und Ablehnungen verstehen.

    Nur kann er wieder weich in Mutters - also Deinen - Schoß fallen weil Du seine Entscheidungen abnimmst. Sind wir ehrlich Billi, wäre er fit und ohne Alkohol, so wäre er nie in diese Situation gekommen oder aber er könnte sich selber befreien.

    Weißt Du, ich fand immer Wege oder Institutionen denen ich die Schuld zuweisen konnte, weil ich der Meinung war, sie sind nicht kompetent oder haben etwas falsch gemacht. Aber mit welchem Recht will ich das beurteilen? Selbst dann, wenn ich die medizinischen Wissensvorsprünge hätte, dann wäre ich nicht 24stündlich anwesend und wüßte warum welches Medikament in welcher Situation verabreicht wird.

    Ich spüre ja, dass Du für ihn das Beste willst - aber was willst Du für Dich? Ich habe mittlerweile für mich lernen müssen auf mein Wohlfühlgefühl achten zu müssen und mich nicht für einen anderen verantwortlich fühlen zu müssen oder zu wollen. Ganz schnell nämlich sagt der andere später "Du bist schuld dass nicht...."

    Das Problem welches in meinem Leben bestand war dass ich aus meiner Sicht entscheiden wollte was für andere das Beste ist. Kann ich nicht, darf ich nicht und will ich nicht mehr! Hilfe zur Selbsthilfe jederzeit - aber ich übernehme keine Verantwortung mehr für andere.

    Ich wünsche Dir das Beste auf Deinem Wege und dass Ihr auch in Folge die richtigen Entscheidungen treffen könnt und durchzieht.

    Billi - solange Dur hier wohnen musst .... ich habe Anzeigen geschaltet und die Zeit wurde kürzer bis ich gehen konnte. Ich bin nun weg und überlasse ihn seiner Verantwortung und kümmere mich um meine. Es geht alles nicht von heute auf morgen, aber mit kontinuierlicher Arbeit kommt man dem Tag 0 des Auszugs immer näher.

    Nach dem Tag 0 kommt dann die wirkliche Arbeit an der Trennung und Loslösung.

    Die viel Glück für Euren Weg und viel Kraft von

    Dagmar

    Hey Billi,
    Achtung, Dir geht es ähnlich wie mir habe ich den Eindruck es tut sehr weh, man/frau ist voller Wut und einfach hilflos.

    Die Ex-Frau hat ihm sicherlich nicht die Flasche angesetzt, oder? Du, wenn ich mich richtig entsinne, dann hat mein Ex über seine Ex auch hergezogen ohne Ende. Wenn ich mir jetzt alles überlege (er habe die Wohnung renoviert und dann habe sie ihn rausgeworfen) so muss ich sagen, auch hier wollte er renovieren um mich wieder unter Kontrolle zu haben. Je neutraler ich werde und desto mehr Randinformationen ich bekomme, desto mehr muss ich sagen, es wurde gelogen. Und Billi, ich möchte nicht wissen was mein Ex bei seiner jetzigen Perle über mich vom Stapel lässt. Er tönt ja auch in seinem Bekanntenkreis wie ich das Haus verlassen hätte (vergißt aber zu sagen dass er die Schlüssel trotz meiner Mietzahlung zwei Wochen zuvor abverlangt hat).

    Weißt Du Billi, in der Verantwortung steht ER - nicht seine Ex, nicht Du. Schau Billi, haben wir nicht schon gelitten in den Jahren der Beziehung. Sind wir jetzt aber nicht etwas klüger geworden? Sollen wir uns immer noch die Schuhe anziehen, dass irgendjemand für den Süchtigen verantwortlich ist außer ihm/ihr selber?

    Siehst Du Billi, Du kennst auch das Toben. Ich denke, dann kennst Du auch das Gefühl der Angst. Das Gefühl sich schlafend zu stellen, nur um Ruhe zu haben. Vor ihm aus dem Haus zu gehen nur um nicht wieder Fights zu erleben. Unterstellungen, die einem die Haare zu Berge stehen lassen, die nur dazu da sind um Streit zu provuzieren.

    Ach Billi, ich weiß doch, wie schwer dennoch eine Trennung ist, vieles schiebe ich immer wieder in den Hintergrund, weil ich es nicht wahrhaben will. Dann aber gibt es Momente, in denen spüre ich meine Angst, die ich damals hatte als wir zusammenlebten. Ich spüre in gewissen Momenten meine Hilflosigkeit und das Alleine-Gelassen-sein von ihm.

    Schau Billi, mein Ex droht oder tobt oder was auch immer. Das verletzt mich, ich wäre gerne anders auseinander gegangen. Für mich ist nun alles in den Dreck gezogen, auch das, was mal gut war. Schau, immer wieder bin ich in Versuchung nochmals zu versuchen eine friedliche Ebene zu erreichen. Das aber wäre genau das tödlichste und Co-hafteste überhaupt, was ich tun könnte. Meinen Seelenfrieden versuchen zu holen um ihm das Händchen zu reichen. Ihm also quasi noch zu sagen, das war ja doch nicht so schlimm was Du getan hast? Herrgott, liebe, liebe Schutzengel und meinereiner selbst - lasst so was nie vorkommen. Denn genau das wäre der Moment der schon wieder hindert aufwachen zu müssen. Genau diese dummen Dinge, die mich begleiten, die verhindern das Aufwachen. Mein Weggehen hat nichts bewirkt, denn die neue Freundin trinkt ebenso gerne wie er, da lebt es sich lockerer und besser. Aber soll er doch seine Wut gegen mich spüren - in sich - soll er mit ihr trinken und leben - aber ihm die Hand reichen und quasi nur damit ich mein Harmoniebedürfnis erfüllt habe ihm wieder eine Rechtfertigung geben neeeeeee....

    Ähnlich sehe ich es, wenn Du sagst, ein erzwungener Entzug ist keiner. Er kam ja nicht rein weil er so lieb und nett war und kein Problem hat. Er hatte einen Absturz und die Beamten wussten eben keine andere Lösung! Und glaub mir, denen wäre anderes evtl. lieber gewesen, weil das jetzt nämlich Schreibkram bedeutet ohne Ende. Sein Verhalten hat ihn doch dorthin gebracht oder? Dann soll er doch sehen, wie er wieder rauskommt. Ich persönlich würde ihn auch dort nicht abholen. Er hat dafür gesorgt reinzukommen, dann soll er ebenso viel Klugheit beweisen wieder nach Hause - oder wohin auch immer - zu kommen.

    Also Billi, halt Dich wacker!

    Lieben Gruß von Dagmar

    Du hast mich nicht verstanden Summerdream! Alle Anzeigen wurden nicht verfolgt. Sogar bei Angabe der Abfahrt und Fahrziel sowie Rückkehrzeitpunkt - also detaillierte Routenangabe wurde nichts - absolut nichts getan. Es erfolgten rund 10 Anrufe dieser Art!!!!

    Genau das Auge des Gesetzes hat 10 !!! diese Informationen bzw. Anzeigen ignoriert !!!!

    Lieben Gruß von Dagmar

    Weißt Du, liebe Billi,
    ich hatte vor einigen Wochen ein Gespräch mit einem Polizisten, der gar nicht dumm war. Der hat nämlich ganz gewiefte Fragen gestellt im Sinne von wie lange wäre ich denn mit meinem Ex zusammen gewesen, wann hätter er das Trinken angefangen, wann welche Mengen ect.
    Fragen, deren tieferen Inhalte ich nicht blickte, die mir dann aber später erklärt wurden.

    Wichtig ist es für die Beamten zu erfahren wer den Alkoholiker unterstützt bzw. wer so in der Co-
    Abhängigkeit gefangen ist, dass er/sie im Notfall auch lügen würde - oder lügt - oder wie auch immer? Auch wollen die Beamte wissen, welche oder ob eine Gefahr der Person ausgeht wenn sie alkoholisiert ist und in wie weit der Partner eventuell in solch einer Beziehung gefangen sein will.

    Ich fand es erschreckend später zu erfahren warum diese Frage gestellt worden waren - gleichzeitig war ich zwar erleichtert als ich den Inhalt verstanden habe und mir ganz klar gesagt wurde, warum ich solche Fragen erhalten habe, aber mir wurde auch erzählt was so alles möglich ist wie Alkoholiker teilweise auch durch Partner gedeckt werden bzw. der Entdeckung entzogen und geschützt werden. Fälle nämlich wo eine Strafverfolgung dann immer schwerer wird obwohl bspw. Fahrerflucht oder ähnliches Leben auslöschte....

    Nein Billi, Du musst es Dir nicht antun! Du hast es Dir angetan mit der Wahl Deines Partners, bzw. dem Behalten des Partners! Es klingt hart und gilt ebenso für mich: nein, ich musste mir nicht den Besuch des Gerichtsvollziehers antun, immer und immer wieder - aber ich blieb .... also tat ich es mir doch an.

    Sag nicht: "Einfach daher geschwätzt" Denn ich weiß weis gott genau wie schwer es ist zu gehen und wie man/frau dabei leidet. Aber entweder wir leiden so richtig durch Trennung oder Tag für Tag immer ein bischen mehr. Bei jedem Gerichtsvollzieher, bei jedem Besuch der Polizeibeamten, bei jedem Absturz - wer weiß wo man "ihn" findet und einliefert.

    Nein Billi, DU musst es DIR nicht ANTUN!

    Lieben Gruß von Dagmar

    Im Fall meines Ex-Partners ist es so, dass er regelmässig alkoholisiert Auto fährt, die Polizei durch Nachbarn unzählige Male informiert wurde, wohl auch einemal eine Verkehrskontrolle durchführte, deren Auffälligkeit aber wohl nicht ausreichend war. Nun gut, ich kann nichts daran ändern, obwohl ich es als Gefahr für alle empfinde.

    Ich selber kann aber folgendes tun: nie zu alkoholisierten Personen ins Auto steigen (weil mir mein Führerschein zu viel wert ist).

    Sollte derjenige aggressiv veranlagt sein, käme er mir auch nicht als Beifahrer in mein Auto, nicht dass plötzlich ins Lenkrad gegriffen wird und der nächste Baum dann das Fahrziel ist.

    Alles leider schon passiert - und nicht das von mir erstrebenswerte.

    Ich empfinde es als unverantwortlich das Auto, welches einer Waffe gleichen kann alkoholisiert zu nutzen. Wenn aber leider in manchen Regionen die Ordnungsbehörden dieses zulassen, so kann Otto-Normalverbraucher wenig ändern - ausser eben sich selber von solchen Autofahrern fern halten.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, liebe Caro,
    die Lebensqualität hier im Grünen ist eine ganz andere. Zuvor das Haus war so etwas von "energietötend" dass nicht nur ich müde wurde, wenn ich in das Haus kam sondern auch meine Shiatsu-Therapeutin echt Probleme hatte in dem Haus Anwendungen zu machen.

    Egal, was man von Energie ect. hält, aber überall rund ums Haus nur Beton. Das was mal Terasse war nun nur noch Stützmauern rund ums Haus. Schlimmer ist es in Stammheim auch nicht. Denn da sieht man Grün zwischen den Umzäunungen ;)

    Schon alleine der Punkt läßt die Psyche gesunden. Meine Wohn-/Arbeitsebene ist nun so gestaltet, dass sie effektiv ist und nicht mehr wahllose Gänge durch ein Riesenhaus. Alles helle Möbel, wie ich es nunmal liebe. Oft sind sie sehr alt, aber hell.

    Das glaube ich auch, dass ich das verstecken irgendwann "vergesse". Derzeit ist ja alles noch frisch und keine Ruhe eingekehrt. Die Anlieferung gestern hat natürlich die bis dato eingekehrte Ruhe etwas gekippt. Aber irgendwann einmal ist wohl alles angeliefert oder genug gedroht, so dass wieder erneut Gras darüber wachsen kann.

    So als kleine Stütze für mich habe ich deshalb ein spezielles Gras eingepflanzt, welches auch als Hängebambus verkauft wird, obwohl es "nur" ein Golfrasen ist "Green Twist" oder "Flechtstraußengras" heißt das Gute. Wächst bei mir in einer Korbampel in der die Katzen liegen. Die Stellen, die schon durchgelegen sind haben gestern neue Samen bekommen, wurden heute begossen und eventuell wächst da auch in drei, vier Wochen Gras drüber ;)

    Ich bin schon froh, dass es mir an sonnigen Tagen gut geht und an diesen die Kreativität zurückkehrt. An den grauen klappt das noch nicht so ganz, aber nach 1 kommt 2 - und dann lassen wir mal 3 Gerade sein ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Vermutlich bin ich wirklich naiv, aber das mit dem Hinknallen habe ich eher mit seiner Wut in Verbindung gebracht, aber durch das Läuten wirst Du schon recht haben mit dem Kontakt liebe Caro.

    Ganz ehrlich, meine Dankbarkeit gegenüber meinen Schutzengeln und dem eigenen Gefühl, die wächst von Tag zu Tag. Ein guter Freund war gestern da und hat mir Garderobe ect. aufgehängt. Schon da spürte ich in mir die Unruhe, wenn ein Auto auf der Straße langsam fuhr. Eventuell auch deshalb unterschwellig noch kein Licht in der Wohnung als es dämmerte. Das bot mir die Möglichkeit "Toter Mann, pardon, tote Frau" zu spielen.

    Vielleicht feige, vielleicht fremdbestimmt - aber ganz sicher zu meinem Besten! Telefonisch ist nichts passiert, vielleicht ebbt es langsam bei ihm ab, er hat ja nun wirklich anderes zu tun als bei mir Terror zu verbreiten, müsste man/frau meinen.

    Ich habe heute meine Psychotherapeutin gefragt woran es liegt, dass am Ende einer Beziehung die schlechten Dinge so in den Hintergrund rücken. Ich hatte den Verdacht, dass diese Verdrängung Selbstschutz ist.
    Sie konnte das zwar bestätigen meinte aber zusätzlich etwas, das ich logisch finde: "Es gab ja nicht nur schlechte Zeiten - diese guten Zeiten waren gemeinsame Zeiten. Einsamkeit ist nicht schön, sie ist unschöner als Zweisamkeit. Lebt man alleine fühlt man/frau sich zwangsläufig einsam .... somit die Kruxs : erinnert sich an Zweisamkeit und schöne Stunden.

    Das widerum ist einmal etwas was ich nachvollziehen kann. Was für mich einen logischen Hintergrund bietet ohne nur meine hervorragenden Co-Qualitäten als Auslöser zu sehen.

    Hier ist heute bombiges Wetter! Habe mir gleich mal 20 Miniröschen gegönnt, die gleich Wasser aus dem Brunnen bekommen.
    Heute Mittag kommt eine liebe Freundin, deshalb habe ich gestern hier erstmalig gebacken. Nicht ganz einfach in einer unfertigen Küche. Aber ich für mich weiß, dass es wichtig ist alles das, was ich gerne mache, jetzt zu machen. Gerade am Anfang.

    Ansonsten löst sich manches Problem von alleine, auch wenn meine Möbel noch nicht da sind. So kommt eben eines zum anderen. Auch wenn es noch eine Zeit dauern wird, bis ich stabil in mir selber bin.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Getäuscht - Enttäuscht - selber belogen.

    Richtig, wir (ich) sind Meister im Verdrängen von negativen Erlebnissen. Verflixt nochmal, aber woran liegt das? Ist es die Tatsache, dass ein Körper nur so und so viel Belastung erträgt und wir uns das "mehr" einfach ausknipsen.

    Ich selber stehe oft da und frage mich warum ich alles das verdrängen möchte, was an schlimmen und existenzbedrohlichem geschah? Warum erlebe ich Trauer, wo ich Glück verspüren sollte einige Belastungen jetzt nicht mehr erleben zu müssen? Warum will ich die kranken Verhaltensweisen, die auch schon in Schlägereien ausgeartet sind, einfach "vergessen"?

    Hilfe - Selbsthilfe- Überlebensdrang - Ich denke, diese Dinge fußen bei mir sehr langsam, aber doch beständig. Immer mehr aber frage ich mich, ob tatsächlich der Alkohol das Problem ist oder einfach zwei Menschen mit Defiziten, die sich treffen und versuchen diese auf die Reihe zu bringen.

    Anonymus fühlt sich ent oder getäuscht. Ich selber habe mich beständig belogen und frage mich jetzt noch "ist er tatsächlich Alki oder tue ich ihm Unrecht?" Ist es vielleicht einfach so, dass wir uns nicht so sehen wie wir wirklich sind sondern eben hier wieder die "Selbsttäuschung" oder "Wunschvorstellung" eines Partners eingebracht wird.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Denke ich nicht Amy, es ist zu dunkel (er müsste ja auch das Fahrzeug beladen). Ich kann überhaupt nichts einschätzen, weil mir auch die Strategie des Läutens nicht klar ist. Denn erhlich gesagt, das Scheppern war ja nicht zu überhören - ich wäre dann schon raus gegangen wenn ich etwas zu sagen hätte.

    Klar, ich fühle mich nicht wohl in dem Wissen es kommt noch was - aber ich weiß ja, dass die Hälfte schon da ist :) Und ich das überlebt habe :)

    Ich würde einfach nur hoffen, dass dieses Theater bald ein Ende hat und er sich ausgekotzt hat. Dann kann ich versuchen Ruhe zu finden. Es täte uns beiden besser wenn wir voneinander Ruhe hätten - ich denke er als auch ich haben genug mit unseren jeweiligen zukünftigen Leben zu regeln und zu arrangieren, dass solche Machtproben nicht sein müssen. Drohungen, nächtliche Telefonate ect. bringen doch uns beiden nichts.

    Auf die Bank muss ich noch um den Abschluss zu machen. Ist eben wichtig, dass das in den nächsten Tagen ist, bevor Miete für den nächsten Monat abgebucht wird. Damit ich nicht dastehe als Kontobesizter mit ungedecktem Dauerauftrag.

    Na ja, ich muss ja nun wohl überraschen lassen, welche Aktionen noch vor der Türe stehen und wann....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Oh Amy, ich fühle mich so an mich erinnert, mit diesen up's und down's. Jedesmal habe ich für mich etwas von Kraft verloren.

    Jetzt, wo ich ihn nicht mehr sehe (bzw. wegsehe wenn er vor der Türe steht, so wie heute um einen Teil meiner Sachen abzugeben bzw. abzuwerfen) mag meine Trauer sich einschleichen, aber an Kraft war wieder einiges zurückgekehrt.

    Mir geht es einigermaßen gut, glücklich bin ich ganz sicher nicht, aber die Relationen sind ganz anders. Dieses Nervenspiel was ich Tag für Tag erleben musste und welches mich kräftemässig aussaugte ist nun einem dumpfen Gefühl von Trauer gewichen. Nur Trauer wird ja zumeist mit der Zeit kleiner, eine kaputte oder defekte Batterie kann nicht mehr aufgeladen werden.

    Tiefpunkt? Wann hat man ihn? Mein Problem war dass es absolut tief war und an meine Gesundheit ging bzw. an meine Unversehrtheit konnte ich nicht aussteigen und einfach weggehen. Die Gefahr war latent in meiner Nähe. Da verfluchte ich mich, dass ich nicht schon Monate vorher reagiert hatte - aber .... da war mein Leidensdruck nicht hoch genug....

    Es ist eine sehr schwere und traurige Situation, durch die wir durch müssen. Egal ob als Paar oder als Getrennte - wir kämpfen gegen uns und vielleicht auch gegen den Alkohol. Ich selber würde mir auch wünschen, schon weiter zu sein und mehr Zeit verstrichen zu haben - einfach die Trauer abgeschlossen zu haben, aber wohl dauert auch das seine Zeit.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich versuche auch mit der Angst zu arbeiten, aber ich weiß, dass diese Angst in seinem Fall latent gegeben ist weil ich ja schon entsprechende Aktionen von Ferne begutachten musste.

    Mit der Bank habe ich heute telefoniert, ich werde das Konto kündigen. Per Mail habe ich ihn informiert (ob er die liest weiß der Teufel) dass ich das nach Mittwoch tun werde.

    So, meine "erste Lieferung" ist da, wenn auch kein ANhänger, sondern nur sein eigener kleiner LKW. Leider nicht die Dinge, die mir wichtig waren, sondern nur hunderte von Videos und Autoteile.

    Ungesehen konnte diese Lieferung verschwinden in meinen Keller. Niemand war hier.

    Er läutete noch, vermutlich um mir sagen zu wollen, dass alles da wäre - hat man schon gehört am hinwerfen ;) Allerdings hatte mein Alarmglöckchen schon zuvor geschaltet: im Haus war kein Licht - außer dem Pflanzenlicht - ich war im toten Eck und einen Teufel hätte ich getan zu öffenen. Mensch, ist das Timing, jetzt gerade fährt der Nachbar ein ;) UUps Schutzengel on Tour, oder?

    Lieben Gruß von Dagmar