Beiträge von dagmar007

    Lieber Groundhog,
    was mir - unabhängig von dem Weg den Du gehen möchtest - maßgeblich aufgefallen ist ist die Tatsache, dass es Dir, stimmungsmässig, gut oder schlecht so geht wie die Verfassung "Deiner Frau" ist.

    Für mich war das irgendwann einmal zu anstrengend eine Verfassung zu haben von vielen ???, die ich dann umgestellt habe je nachdem, wie mein Partner eben gerade drauf war. Bewußt war diese Entscheidung keinesfalls.

    Dein Weg ist ebenso wenig oder ebenso viel steinig wie der der meisten hier. Nur die wenigsten haben sich wohl entschlossen den Partner liebend loszulassen ohne gekämpft zu haben wie Wolf und Wölfin, wie alle die hunderte von Geschichten erklären. Wenn Du auf Seite xxendlos liest, wer sich wie trennt, dann wäre auch Seite 1 wichtig. Da nämlich schildern viele selbiges wie Du....

    Viel Glück wünscht Dir Dagmar

    Hallo Ihr Lieben,
    ich würde mal in Frage stellen, ob seine neue Freundin das überhaupt blickt, da er ihr es kaum sagen wird. Bei einer Wochenendsbeziehung kann man/frau viel vertuschen (so begann es ja auch bei uns). Davon mal abgesehen wird er es so treiben wie bei mir "die böse Ex", hatte ich aber nicht tiefer nachgehackt weil mich das damals echt nicht interessierte.

    Ich denke, ich versuche mich, so gut wie möglich zu schützen indem ich mich mit Dingen auseinandersetze, die mich erfreuen.

    Eigentlich sollte ich GuV-Aufstellungen machen - statt dessen genieße ich die morgigen Sonnenstunden hier und kümmere mich um Frühjahrs- und Herbstbepflanzung. Blumen, die mich im Frühjahr erfreuen und Chrisanthemen, die mich jetzt freuen.

    Gerade in diesen Wutzeiten ist für mich wichtig zu sehen was ich jetzt gewonnen habe. Und wenn es nur das freie Wohnen im Grünen sein sollte, dann ist schon das Lebensqualität. Die gesundheitlichen Aspekte sind ebenfalls sehr weitreichend!

    Ich kann zwar nicht für mich selber sicherstellen, immer die Kraft zu haben, diese Angriffe an mir abperlen zu lassen, aber ich kann es versuchen. Und jede 24 Stunden ohne Stress sind schöne 24 Stunden. Letztens lag ich im Bett, kurz vor dem Einschlafen, konnte nur danke sagen für 24 gute Stunden und dachte "huups, ähnlich einem Alkoholiker, der auch für die nächsten 24 Stunden und sich selber bitten dürfte".

    Lieben Gruß von Dagmar

    Es ist auch ein gutes Gefühl - zwar wie gesagt, noch nicht ganz so wie ich es gerne hätte, aber der Weg ist das Ziel.

    Ich spüre es so, wie meine Kraft sinnlos verpufft in aller Wut. Meine Kraft, die viel besser beim Unkrautzupfen untergebracht ist. Meine Kraft, mit der ich doch so viel schönes machen kann und kreatives.

    Klar, ich mache mir schon meine Gedanken und freuen tu ich mich nicht über solche Beleidigungen. Dennoch: seine Kraft und seine Zeit, die er aufwenden muss um sich eine anonyme E-Mail-Adresse zu beschaffen, sich in meinem Forum anzumelden um dann den Eintrag 6 Stunden später doch gelöscht vorzufinden.
    Hier denke ich mal, er behindert sich selber in seinem Weg und lebt nicht in seinem Leben und seiner neuen Beziehung sondern in unserer ehemaligen, alten Beziehung, wenn auch nur durch Wut und Hass. Wobei ich denke, Wut und Hass sind sich ziemlich ähnlich: sie binden und sie kosten Kraft.

    Lieben Gruß von dagmar

    Dem kann ich nur beipflichten - Träume helfen beim verarbeiten.

    Ich selber habe immer davon geträumt, dass mir Handy, Schlüssel und Auto gestohlen werden. Klar stehen für Kommunikation, Weiterentwicklung und eigene Grenzen. Diese Träume gab es in der schlimmen bedrohlichen Zeit.

    Nach dem Auszug träumte ich wieder von Handy, Schlüssel und Auto, aber da konnte ich den Diebstahl verhindern.

    Nun träume ich diese Dinge nicht mehr und versuche bei mir anzukommen und meinem Ex Partner einfach nur aus dem Weg zu gehen.

    Ich habe schon als Teenager begonnen mit meinen Träumen zu arbeiten und sie für Lösungen zu benutzen, die mir mein Hirn durch die Logik verstümmelte.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Oh, liebe Amy,
    aus meiner Sicht muss ich sagen, gut wenn er sich nicht bei mir meldet, dann ist wenigstens Ruhe im Karton.

    Ich erhalte derzeit von meinem ehemaligen Sondermodell jede Menge Drohungen und Eintragungen in meinem Forum, die Beleidigungen der übelsten Art sind. Gut, eine Anzeige wäre schon erfolgreich, aber bringt mir nichts, da ich dadurch wieder an ihn gebunden wäre.

    Ich weiß, dieses nicht wissen ist blöde, zumal im Regelfall bei uns ja noch Gefühle zu finden sind und wir ja immer noch hoffen. Aber ich befürchte unser Erdling hilft uns sehr mit seiner Betrachtungsweise, weil wir mit unserer Logik arbeiten, die ganz anders funktioniert als eine suchtabhängige Seele.

    Ob die Familie etwas von der Sucht weiß? Nun ich kann Dir nur sagen, in meinem Fall wurden sichtbar immer nur drei kleine Bier konsumiert. Die Familie sprach von nur drei kleinen Bieren, ob es mehr versteckt und unsichtbar gab, weiß ich nicht. Dieses "nur" steht schon dafür, dass die Familie ihn mit anderen Augen sieht als ich. Nun gut, ich muss nicht Recht haben, ich stemple vielleicht meinen Ex-Partner als Alkoholiker ab, ohne dass er es tatsächlich ist. Aber: Fakt ist er tut mir nicht gut !

    Es scheint doch zu schaffen zu sein?
    Wohl nur von ganz, ganz wenigen!
    Wohl nur von jenen, die die Bereitschaft haben in sich selber zu blicken und etwas zu ändern, so habe ich den Eindruck.
    Ich persönlich maße mir für mich an zu vermuten, dass ein nasser Alkoholiker, der von Wut und Aggression begleitet wird diese Einsicht (noch) nicht haben kann sondern alle Schuld bei anderen sucht. D. h. für mich sich nicht klar über die Eigenbeteiligung.
    Bei jenen, die selber mit sich hadern könnte das anders sein. Ich kann mir vorstellen, dass diejenigen - auch nassen - die mit sich selber versuchen "ins Gericht zu gehen" eine andere Basis für die Problemlösung besitzen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Raissa,
    ich für mich musste erkennen, dass der kranke Alkoholiker voller Wut und Gewalt und Hass ist. Diese "guten" Gefühle, die ich bei ihm kannte, die mögen wohl auch da sein, aber ich hatte sie einfach überbewertet und die negativen Seiten langsam aber sicher verdrängt. Verdrängt habe ich auch ganz extrem die Gefahr, die für mich durch sein Handeln bestand - die harmloseste Sache war noch der Gerichtsvollzieher, weil ich jedes meiner Dinge mit Kaufbeleg versehen musste.

    Frozen Tears sagt "Alkoholiker sind unberechenbar" dem kann ich nur zustimmen und das sagt schon alles aus was noch passieren kann - wenn auch nicht muss.

    Gewalt - oh je, auch ohne Alk wäre das kein Partner für mich, wenn so ein großes Aggressionspotential zu finden ist. Bei meinem Ex gab es diese Gewalt nicht und dennoch drohte er am Ende der Beziehung das Haus abzubrennen und andere Dinge. Alles Dinge, die ich ihm zutraue in einer für ihn ausweglosen Situation - für ihn gibt es nichts zu verlieren außer die eigene Gesundheit, die er ja so und so schon dank Prinzessing Alk ruiniert haben dürfte.

    Wut habe ich viel verspürt weil plötzlich nur ich der Sündenbock sein muss und ich mir beständig Lügen anhören muss, die er zum Umfeld schickt.

    Aber: wer es glauben will, der soll das tun - ich bin mir nicht sicher, ob der regelmässig mit Bierflasche bewaffnete Mann glaubwürdiger ist als meine Person.
    Meine Wut und Enttäuschung hatte mich an ihn gebunden in dem Wunsch, er möge endlich seine Lügen einstellen. Quatsch, warum denn? Ich muss ja die böse sein um sein Bild nach Außen gut erscheinen zu lassen. Aber ob das so einfach ist? Und wen interessiert es?

    Für mich war so, so, so wichtig mich von ihm fern zu halten und mein Leben in den Griff zu bekommen. Für mich zu versuchen Freude zu spüren und mich selber zu spüren. Dadurch wurde die Wut weniger - auch die Angst vor seinen unvorhersehbaren Handlungen. Mittlerweile versuche ich so zu leben dass er doch tun solle was er will - wenn er mir tatsächlich eine Menge Mülle vors Haus schütten will, dann muss ich den halt entsorgen. Aber zuvor muss er den Müll auf einen Anhänger stapeln ;) also muss auch er arbeiten!

    Hass und Wut lohnt sich nicht - benötigen aber Zeit und Bearbeitung für sich selber. Ich merke an mir selber, wie viel ich ruhiger werde. Bewältigt habe ich alles noch nicht, bin aber auf dem Wege dahin.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Mir geht es recht gut, auch wenn ich wie auf Kohlen sitze, dass endlich in den nächsten Wochen die Möbel kommen. Ein Wohnzimmer ohne richtige Sitzmöglichkeit ist einfach nicht so prickelnd.

    Tulpen- und Narzissenknollen sind gekauft, nachher hole ich Erde um mal alles für das blühende Frühjahr vorzubereiten. Die ersten zaghafte Versuche in einer noch unvollständigen Küche wurden in Form von Pizza (Gewürze ect. fehlen noch großteils) mir Erfolg absolviert :)

    Nächtliche Telefonanrufe gegen 1.30 Uhr und dann wieder 2.00 Uhr konnte ich ohne Schlafverlust durch drehen auf die andere Seite in die Schublade "armer Wüterich" legen.

    Etwas mehr genervt hat mich dass er in meiner Katzencommunity Beschimpfungen wie "Mietnomadin" gegen mich vom Stapel ließ. Nun gut, sein Problem, wenn er solche Wut in sich verspürt.

    Ist komisch, diese Geschichte von den Dingen, die noch im Haus sind weil er mir ja die Schlüssel abverlangte.
    Erst drohte er mir einen Container auf meine Kosten zu schicken - dann wollte er mit dem Anhänger vor die Türe schütten - dann sollte ich es abholen.
    ...kurze Ruhepause....
    Nun kommt wieder die Drohung mir alles vor die Türe zu schütten. Fotos meiner Hinterlassenschaften wären gemacht.

    Nur gut, dass meine Umzugshelfer integer sind und dass wir gemeinsam in diesem Haus wohnten. Er also von Anfang bis Ende der Mieter des Hauses war und ich nur Untermieter..

    Hier konnte ich für mich nur spüren schlimm wenn er in sich selber so viel Wut verspürt dass schon wieder Drohungen los geschossen werden. Ist das vielleicht die Unzufriedenheit dass ich losgelassen habe? Ist das vielleicht die Wut eines Narzissten, der tatsächlich nicht mehr kontaktiert wird?

    Was auch immer es ist - mir schadet es jetzt weniger als ihm selber konnte ich feststellen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Wenn ich Deine Geschichte lese, lieber Groundhog, da denke ich an die ersten Tage als ich den wahren Grad des Alkoholmissbrauch in meiner letzten Beziehung registriert habe und ein Verhalten des Partners ebenso wie das Deiner Freundin.

    Ich habe gelitten wie Du! Das Leben erschien mir eine Qual zu sein - manchmal frage ich mich jetzt noch, wie ich da durch bin.

    Aber ich bin durch ... über ihn und seinen Werdegang will ich nichts erzählen, der scheint ziemlich konfus zu sein, aber meiner geht ziemlich geradlinig. Hin zu meiner Gesundung und zu einem schöneren Kontakt mit meinen Mitmenschen.

    Bitte, erzähl mir nichts von Schmerz und Sinnlosigkeit - das habe ich selber noch vor Wochen so verspürt wie Du! Nur, wenn Du Dich selber darin gefangen hältst, so kann es nicht besser werden. Ich habe mir die Zeit erlaubt traurig zu sein, trotzig zu sein und durch den Trotz zu sagen : Erst recht!

    Wenn der Partner mich liebt, dann hat er die Chance zu reagieren - wenn er das nicht tut, dann ist die Liebe zum Alk größer. Und ich bin mir mehr wert als auf Position 2 oder 3 zu stehen!

    Und Du solltest Dir das wert werden!!!!

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebes Herzchen,
    ich bin stolz darauf meine cola oder meine antialkoholischen Mixgetränke zu trinken. Ich habe erst mit 27 den Führerschein gemacht und dieser ist in meinen Augen eine Waffe, der niemals zusammen mit der Waffe Alkohol auftreten darf. Ich trinke also nicht - und es schmeckt mir nicht.

    Auf Feten frage ich mich meinen Teil, auf den örtlichen Dorffesten (wo die Frau den Mann sucht und im Regelfall zuerst die Schuhe findet) frage ich mich nicht mehr, denn ich sehe die Folgen.

    Da wo mich jemand zum Drink einladen will und bei Cola sagt "nee, was alkoholisches, da weiß ich gleich, von wem ich mich nicht einladen lassen möchte. Alles schon passiert! Und erst jetzt weiß ich daß ich darauf stolz sein darf immer bei Limo und Wasser geblieben zu sein!

    Ich bin ja schon geschockt wenn 6 kleine Bier als normal pro Abend betrachtet werden. Nun gut, normal für wen oder was? Normal für die Leber bestimmt nicht - oder sagen wir mal, nicht gesund.

    Was ist gesunder Umgang mit Alkohol? Nicht als Medikament verwenden, nicht als Pflaster für die Einsamkeit, nicht in Übermaßen (wo beginnen die?). Ich denke, hier muss jeder für sich entscheiden - manchen gelingt es - andere kommen in den Suchtkreislauf. Wir, liebes Herzchen kommen zumindest nicht in die Sucht der Alkoholkranken, lässt sich vermuten.

    Allerdings spreche ich mir eine gewisse Intoleranz nicht ab - und da beginnen meine Selbstzweifel: das was ich nicht mag lehne ich ab, eventuell mache ich jemanden zum Trinker, der keiner ist...
    Da wären wir wieder bei meiner letzten Beziehung angekommen.

    Irgendwann einmal stellte ich jedoch fest, die Beziehung ist krank - ob er mit dem Alkohol, das muss er sich selber beantworten.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Willkommen im Märchenland!

    Es war einmal eine erwachsene Frau, die mit allen Beinen und Händen im Leben stand. Job in der Öffentlichkeit - aktive Kung-Fu-Ausbilderin und aktive Freizeitmanagerin von 4 renomierten Amateurbands.

    Diese Frau dachte sie habe alles im Griff, sie wäre bewußt in der Lage mit Gefahren umzugehen, ein Bewußtsein darüber zu besitzen, in welcher Gefahr sie sich aktuell befindet und jederzeit hellwach- und hellhörig aussteigen zu können.

    Und wenn sie nicht gestorben ist, dann liegt es nur daran, dass sie (nämlich ich) von Freunden dermaßen in den Hintern getreten wurde dass es schmerzhaft war....

    In diesem Sinne wünsche ich Dir mehr als wache Ohren und Augen - denn die alleine genügen bei Sucht nicht.

    lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Esmeray,
    auch mir ging es so, wenn Ruhe einkehrte, dass ich mich fragte: "ist es wirklich so schlimm?" vielleicht ist er kein Alkoholiker, oder oder oder.....

    Es wurde nach diesen Phasen schlimmer, denn recht schnell kamen Wut und Gewalt hinzu.

    Immer noch kann ich jedoch nicht sagen, ob mein Partner zur Kategorie Alkoholiker gehört oder nicht (vermutlich ja, aber auch ich wanke hier noch). Wo ich jedoch nicht wanke ist die Tatsache, was alles passiert ist und dass es offene Wut gab und sexuelle Übergriffe. Einfach Dinge, die sehr belastend waren. Irgendwann habe ich mich nicht mehr in erster LInie gefragt ob er ein Alkoholiker ist oder ob nicht schon genug passiert ist, was mich verletzt und in Probleme stürzt.

    Wobei ich mich schon über weitere Erklärungen freuen würde, warum das typisch Co ist, Dinge dann anders zu betrachten und einfach das negative unter den Tisch kehren zu wollen. Ist das eine Schutzbehauptung für uns selber, damit wir überhaupt noch die Kraft haben alles durchzustehen? Lässt unser Verstand nur soviel zu, wie die Seele verkraftet und belügen wir uns deshalb selber.

    Belügen? Ja - immer wieder denke ich ebenso wie der Alkoholiker sich belügt habe ich das getan. "So schlimm ist es nicht" "Jetzt, ja jetzt gerade hat er sich im Griff" aber .... lange hielt das nicht.... Selbst wenn es dauerhaft halten würde, so wäre der Auslöser der Problemverdrängung nicht gefunden, oder?

    Ich glaube in den seltensten Fällen geht es jemandem gut und er wird abhängig, oder? Ich denke viel eher, dass irgendein Manko mit Alkohol als Medizin weg"therapiert" wird und dadurch zur Sucht führt. Auch hier lasse ich mir gerne mehr erklären als ich weiß.

    Psychogewalt hinterlässt böse Narben, die schwer heilen - das was Du schreibst, liebe Esmeray kenne ich aus meiner Anfangszeit, wo ich alles nur halbherzig machte. Wo ich noch die heimliche Hoffnung sah - wo ich persönlich noch nicht am Ende war...

    Als es dann soweit war, da taten sich plötzlich Lösungen auf - denn nun konnte, wollte und musste ich sie lösen, diese offenen Fragen. Ich habe selber inseriert um ein passendes Haus zu finden. Denn selber zu antworten bedeutet mit einem sind noch zig Personen, die Interesse an einer Wohnung hatten.

    Ich wünsche Dir viel Kraft
    Dagmar

    Für "ihn" Plunder, ich freue mich dass diese Dinge nun wieder da sind. (Er forderte die Schlüssel vor Mietende ab und ich konnte weder alles abholen, noch entrümpeln).

    Nun habe ich meine verbliebenen zwei Katzentoiletten abholen können - super, Red hat nämlich bereits sein Winterquartier bezogen ;) Es gefällt ihm so im Gewölbekeller, den ich derzeit bei den warmen Temperaturen zum austrocknen offen habe, dass er bereits darin liegt :)

    Mein guter, steinalter Frotteemorgenmantel, den ich vermisst habe und einiges an Küchenkräutern, die zwar gelitten haben, bei meiner guten Pflege aber hoffentlich wieder bald "hallo" sagen werden.

    Das alte, gemeinsame, Heim löste nahezu keine Gefühle aus - nicht einmal negative. Einfach nur schnell weg hier, es erschlägt und erdrückt Dich sogar wenn Du nur kurz etwas abholst. Auto bepackt und aus dem dunklen, noch schattigen Ort wo um mich herum nur Beton ist raus ins Grüne, in mein Heim, wo nun die Sonne aufgeht, meine Katzen durch die Gegend tigern und der Brunnen gleich mal Wasser für die verdursteten Blumen gab.

    Nachbar Alois hat gestern meine Müllmarke gefunden (die werden nach Leerung abgerissen und somit entwertet) und mir gleich ans Auto gesteckt, damit ich sie nochmals verwenden kann :) Super, der Mann.

    Der KFZ-Doktor hat mein Vehikel gestern auch wieder auf Fordermann gemacht - beide hinteren Radlager defekt, zu einem humanen(humansten, denkbaren) Preis und somit bin ich wieder im Besitz eines Autos und nicht eines Autos, welches sich fährt wie ein Traktor und auch ähnliche Geräusche macht .... ganz zu schweigen vom Fahrgefühl :) Ich habe ihn noch gestern, als Freunde da waren auf einen gemütlichen Kaffee eingeladen und wir sind dann ins "Du Nachbar" übergegangen.

    Wieder ein Part erledigt :)

    Wie muss das erst sein, wenn ich wieder Kräfte habe - wie muss ich mich dann erst fühlen. Alleine das, was die Menschen hier ausströmen ist so ganz anders. Genauso weitflächig wie die Gegend hier so offen sind die Leute - im anderen Ort, so eng wie der war, so eng waren auch die Menschen gestrickt. Der alte Ort übrigens war schon seit Bestehen ein Ort, den niemand wollte. Dieser Ort wurde von Mätresse zu Mätresse weitergeschenkt. Niemand wollte den Ort ... und genau so fühlte ich mich dort .... ein Ort, den niemand wollte..... Ein Ort, der nichts geben konnte .... Baulichkeiten, die erdrückend waren....

    Mich hätte die Geschichte des alten Hauses interessiert und irgendwann einmal werde ich versuchen sie zu erfahren. Dieses Haus hat mich so bedrückt, dass ich das Gefühl habe, in diesem ist - woher auch immer - eine schlechte Kraft. Oder die Wasserader die im Keller verläuft ich weiß es nicht, aber noch nie habe ich (von Anfang an) bei diesem alten Haus so viel Kraftraubendes verspürt.

    Schön, dass ich nun woanders angekommen bin.

    LIeben Gruß von Dagmar

    Mit diesen Gefühlen und diesem Wissen bin ich nur glücklich gegangen zu sein, da kann ich noch nicht einmal (derzeit) Wut oder Enttäuschung verspüren auf das, was ich hinter mir gelassen habe.

    Vorsicht, liebe Bluevelvet,
    die Nummer mit gutem Hormonellen Spaß ist eine nicht ungefährliche Geschichte! Ich bekam sie regelnmässig serviert, Anmache und dies und jenes, bis am Schluss definitiv üble Übergriffe von statten gingen. Schlafenderweise wurde gegrabscht ect.

    Ich will damit ausdrücken wenn er weiß, dass diese Geschichte bei Euch funktionierte, wird er dieses Wissen versuchen mit Charme und Verführung umzusetzen.

    Dieses "Band" wollte auch meiner bestehen lassen, durch Arbeiten hier am Haus. Allerdings habe ich es - entgegen seiner Rechnung ganz radikal zerrissen, am Ende steht nun seine Wut. Aber besser die, als eine Bindung, die mir - oder Dir? - vielleicht nicht gut tut.

    Ich denke mal, bei Euch wird sich das alles in den nächsten Monaten zeigen. Ich drück dir die Daumen für die richtige Entscheidung.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Oh, liebe Ribana, einem Treffen hast Du zugestimmt, weil Du mehr erfahren willst. Ich würde mal sagen, Du erfährst Geschichten aus seiner Sicht und seiner Phantasie. Du wirst nicht die Gegenseite hören und es bleibt Dir überlassen Geschichten zu glauben, die rührig sein müssen um sein Schicksal in erklärbare Bahnen zu reißen.

    Du, mein Ex erzählte mir Anfang unserer Beziehung, vor 8 Jahren, auch seine Schwester hätte gesagt er mit dem Alkohol hätte Probleme. Habe ich alles als "Problemchen" abgetan. Nun gut, was auch immer es für ihn war, für mich war es nur belastend - nicht nur belastend, es machte mich fast lebensunfähig, weil ich dem Druck nicht mehr standhalten konnte was wohl als nächstes passiert.

    Oh Ribana, hoffentlich ist es nicht bei Dir so, dass Du irgendwann einmal um die Liebe eines Menschen gekämpft hast, die Du nie erhalten hast und "er" nun derjenige ist, bei dem Du wieder kämpfen willst und wieder Liebe erfahren willst.

    Ja, er wird dieses besondere Lächeln haben der Kategorie "Hilf mir - außer dir kann es keine-/r...."

    Ich weiß, es ist schwer anderen zu glauben, auch ich hatte immer gehofft, bei mir läuft es anders - vielleicht läuft es anders - aber auf keinen Fall besser. Da, wo der Alkohol regelmässig die Finger "drauf hat", da poltert es im Hinterzimmer während Du das Wohnzimmer sauber machst.

    Allerdings vermute ich mal, Du bist schon gefangen in einem gefährlichen Netz, aus dem Du derzeit nicht herauskommen möchtest. Ich kenne Deine Gedanken und Gefühle nur zu gut, hatte ich sie doch auch. Nur war es anfänglich so, dass ich die Starke und selbstbewußte war, die sicher war aus der Geschichte aussteigen zu können. Immer mehr belastete mich die Situation, immer weniger stark war ich und immer mehr Macht hatte er.....

    Der Ausstieg, und Umzug, die Zeit zuvor waren die Hölle.... Überleg Dir gut, ob auch Du einen solchen Trip(p) machen möchtest.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Oh Amy, wenn er sich schon am Anfang so verhält, wie soll das den später werden? Du, ich hatte am Anfang einen liebenden Partner, der mich auf Händen trug und meine Wünsche erfüllte.

    Nach einer Spiegeltrinker-Karriere gibt es nur noch Wut, Hass, Agressionen und Übergriffe, dabei fing alles so gut an - im Gegensatz zu Dir - Willst Du das für Dich??? Du bist mehr wert als nur Chauffeur und "Frau für alle Fälle zu sein".

    Seine Probleme sind "seine" Du sagst es schon, Deines könnte "er" sein. Denkst Du wirklich er tut Dir gut???? Denkst Du, er ist ein verlässlicher Partner? Denkst Du, Du kannst auf ihn zählen, wenn Du beispielsweise das Bein gebrochen hast und zum Arzt musst ?

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, liebes Kaltblut: während Du in die Knie gegangen warst, so bin ich keinen Meter vorwärts gekommen.

    Oh ich finde in meiner Gesundheit und dem Körper so manche Erklärungen für manches, was mir nicht wohl tat "ich konnte kein Auge zumachen" während der Zeit der Trennung, war auch ganz gut so, da so manches passierte, was mit mir nicht geschehen sollte. Schlafen konnte ich erst, als ich keine Abholungen im alten Haus machen konnte.

    Ich befürchte, mir wird noch mancher Kronleuchter aufgehen.

    Bisher gab es noch keine Kampfesschreie und keine Kriegsbemalung, aber ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass es demnächst mal Freudentänze ums Lagerfeuer "Grill" gibt :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Auch ich war bereits unterwegs - heute morgen begrüßte mich ein genialer Sternenhimmel um 5.00 Uhr und ich wusste, es wird Zeit mir Gedanken um das von mir so lange erwünschte Teleskop zu machen.

    Bangen Herzens mit defekten Radlagern zum Einkaufen gefahren und festgestellt, hier im hinteren Eck der Welt bekomme ich keinen Zimt. Nun, dumm gelaufen, dann spare ich eben meine Energien und backe heute nicht ;)

    Auch ich freue mich heute über kreativen Besuch, der mir eventuell meine Garderoben und Spiegel und Regale anbringt, damit meine Baustelle etwas wohnlicher wird. Das Wetter hier ist genial und Leute: es ist wunderschön samstag morgens nur die Quelle/den Brunnen zu hören und nicht Schweine, die zum Transport verladen werden (etwas, das ich früher hören musste und das mich belastet hat).

    Im Wohn- und Arbeitszimmer stehen Blumen :) Alles das, was mir mein Leben lang wichtig war und was ich die letzten Jahre ausgeblendet hatte.... Langsam wird es.... Sehr, sehr langsam, aber es wird....

    Lieben Gruß von Dagmar

    p.s. ich überlege mir gerade für später noch ein Frühstück mit Ei, nun darf ich erst eimal warten, bis mein KFZ-Doktor kommt und eine hoffentlich nicht so schlimme Diagnose für meinen fahrbaren Untersatz stellt ;)

    Da gebe ich Dir Recht Ette,
    für mich war auffällig, dass ich als Teenager überall der Helfer sein wollte. Rund um die 30 begriff ich, dass ich so niemanden glücklich mache, weil die Leute meine Problemlösungen (die vielleicht auf sie nicht passen) annehmen und aber selber weder dazu stehen noch sich verantwortlich fühlen können.

    Im Berufsleben dauerte es viel länger bis ich sagte: Halt Stop - genug missbraucht. Die Angst den Job zu verlieren war stärker als die Eigenliebe. Eine Erleichterung ging durch mich als der Job wegrationalisiert wurde. Arbeitslos ist nicht toll, aber dadurch wurde ich wieder zum Menschen.

    Durch diesen Arbeitsplatzverlust musste ich mich und mein Leben hinterfragen: Was will ich, was will ich nicht. Da endlich brach das Gerüst einer Beziehung zusammen, die keine war sondern ein klammern von zwei süchtigen Menschen, die beide nur mit einem Bein im Leben standen und sich einbildeten gemeinsam zwei Beine zu haben. Dabei vergaßen diese Menschen, dass zwei Körper und Seelen hätten getragen werden müssen.

    Sprich: Teile des Co-Verhaltens habe ich schneller abstellen können als andere. Je enger der Mensch rückte, desto schwerer trennte ich mich. Auch der Job damals in einem Pflegeheim war übel, zu viel musste ich erleben, was nicht astrein war. Aber vor lauter "Job behalten" hielt ich den Mund. Irgendwann ging es nicht mehr, die Misstände wollte ich nicht mehr in mir selber austragen.

    So kam eines zum anderen: beides kostete Kraft und machte mich zu krank zu erkennnen, wer und was da alles sich an meiner Batterie bediente. Wem ich alles so meine Energie spendierte um selber später nur noch vom Notstromaggregat abhängig zu sein.

    Die Grenzen, ja die setzte ich so hoch wie die Anforderungen waren - wie ich meinte leisten zu müssen, unabhängig, ob die Forderungen überzogen waren oder nicht. Ich ließ von mir fordern ohne zu sagen: halt !

    Ich denke, Grundmuster der Erziehung ergeben einen (Co-)Lebensstil; die Ergänzung durch einen Suchtkranken könnte sich daraus ergeben.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ruhiger, ja und langsam geht es in eine zufriedenere Richtung. Ich denke, Glück ist eine andere Sache, das wird noch dauern - aber das ist wohl auch gut so.

    Ich stelle nämlich fest, je mehr ich zur Ruhe komme und neutraler nachdenken kann, was ich so alles ausgeblendet habe im ersten aller-Welts-Schmerz. Mal nur Lapalien, mal die Hammerversionen: sie alle standen nicht mehr neutral im Raum als Punkte, die ich nicht in einer Beziehung haben möchte, sondern ich habe sie unter den Tisch gekehrt. Warum eigentlich dieser Verdrängungsmechanismus in Zeiten der Trennung, während diese während den aktiven Zeiten (soll ich sagen, in der Zeit, in der ich mir der Beziehung "sicher" meinte sein zu können?) diese mich doch soviel Unverständnis gekostet hatten?

    Während ich quasi nicht los lassen konnte (was ich auch immer noch lernen muss) sind doch genau die Dinge weiter gegangen, die mich innnerhalb der Beziehung wahnsinnig gemacht hatten. Warum nur erlaubt der vermeintliche Schmerz eine solche Verdrängung?

    Ich selber erledige negative Dinge oder komplizierte Dinge zumeist recht schnell, weil die lange Bank diese Dinge nicht einfacher macht. Genau der Gegenzug meines Ex-Partners. Ich aber habe das geschickt in eine Ecke gestellt, so als quasi "war ja nicht so schlimm" und komplett vergessen, welche Folgen das zuweilen hatte.

    Wenn ich dann so überlege, wie wenig ich damit klar kam, dass er vor jedem Problem davon lief. Und dass dieses immer noch der Fall ist - erst aus dem Elternhaus dahin wo wir beide wohnten, nun, wo das Umfeld droht alles zu erkennen, wieder eine räumliche Flucht. Alles Dinge, die meiner Meinung nach das Leben schwerer machen und einen imensen Schwanz mit sich bringen, aber auch alles Dinge, die ich damals nicht einmal sehen konnte. Geahnt schon irgendwie, sogar für mich in Worte gefasst, aber doch wieder als "nicht mein Ding" weg gestellt.

    Derzeit gehen die Überlegungen, da kein Kontakt ist und er mich derzeit nicht kontaktiert, recht neutral vor sich - eigentlich in Momenten wo es mir gut geht und der Gedanke kommt "gut, dass nicht" Hoppla, jetzt kommt genau das, was ich zuvor weggeschoben habe wieder ans Tageslicht. Das, was ich zuvor nicht sehen wollte, hätte ich doch Konsequenzen ziehen müssen, baut sich langsam vor mir auf. Wie eine Wand, gegen die ich renne - pardon rannte in der Zeit der Beziehung.

    Komisch, nun sehe ich den Berg vor mir, der in Beziehungszeiten lauter kleine Bergchen waren, die aufgrund der geringen Höhe dann einfach von mir "vergessen" wurden. Gerade so als wäre ich ein Freund der Mathematik scheint es so, als habe ich lauter Teilmengen gemacht, diese dividiert statt multipliziert um sie dann irgendwie auf nahezu o,4 zu bekommen um sie dann abzurunden. Schöne Mogelei gegenüber mir selber....

    Erschreckend....

    Lieben Gruß von Dagmar