Beiträge von dagmar007

    Hey Ihr Lieben,
    es muss am Wetter liegen ;) Auch ich bin so ein bischen erschossen. Also liebe Crevette, lad mal Dein "Magazin" nach und gib ein Lebenszeichen ob Deine Zielgenauigkeit etwas besser ist als meine.

    Lieben Gruß von Dagmar
    ...die sich gerade über die neue Waschmaschine freut, die im Dauereinsatz ist. Somit also keine Zielgenauigkeit von mir was die Wäschetrockenplätze betrifft.

    Na, meine Liebe, die Alkoholiker scheinen sehr unterschiedlich zu sein ;) "das nächste, was mir durch den kopf geht: der alkoholiker ist doch nur mein werkzeug. er macht doch genau das, was ich haben will." Das konnte ich in meiner vergangenen Zeit überhaupt nicht sagen.

    Ich sehe es so, dass wo mal "Liebe" war - egal ob wirkliche oder nur eingebildete - auch der Gegenpool von Wut/Hass, vielleicht auch Feindbild, vorhanden ist. Wohl als Antwort auf Lügen, Wut und viele Dinge, die wir uns als Co selber mit uns machen ließen.

    Auch halte ich es nicht für ungewöhnlich von einem extrem ins andere zu fallen. Das, was mal war, das war für uns nicht gut, dieses haben wir wohl oftmals erkannt. Nun aber den feinen Grad zu finden zwischen dem, was uns zukünftig gut tun würde und dem was wir früher mal zuließen oder taten zu finden ist schwer. Davon einmal abgesehen, wenn wir uns erstmalig gesund verhalten (was früher krank war) so dürfte es sich falsch anfühlen.

    Diese Schutzhandlungen von denen Du sprichst, die haben wohl manche von uns auf dem Weg des Versuches sich selber zu finden, ist das nicht menschlich? Ist es nicht so, dass ein Prozess des Abnabelns auch bei Kindern langsam geht, ist es nicht immer so, dass die Entfernung zu einem geliebten Menschen weh tut? Ist es nicht immer so, dass man/frau sich vor Schmerzen schützen möchte? Ist es nicht so, dass dieser Weg des Erkennens ein verdammt harter ist, der steinig seine Zeit einfordert. Von mir ganz sicher! Ich selber bin noch viel zu gefangen in kleineren Schmerzattacken und den Versuchen blinde Wut der Gegenseite zu verarbeiten.

    Ich bin nach wie vor der Meinung, dass jede/r seine eigene Art hat mit Schmerz und Verlust fertig zu werden, jeder einen eigenen Zeitmesser und manche es vielleicht nie schaffen. Nicht, weil sie es nicht wollen, sondern weil diese verdammten Co-Wurzeln viel zu tief in ihnen vergraben sind.

    Mir hilft es nicht so sehr viel zwar zu wissen, dass ich auf fremden Baustellen bin, aber diese dann doch zu wechseln geht bei mir nur mit vollster Konzentration und einem imensen Kraftaufwand. Und es gelingt mir nicht immer....

    Das sind meine Falltüren, vor denen ich mich selber hüten muss, aber es dauert bei mir sicherlich noch eine gewisse Zeit und ein paar Umwege.... Und genau während der Zeit hilft mir Austausch, manches nach zu vollziehen und anderes für mich umzusetzen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Würde - eine sehr gute Frage!
    Ich denke mal, über einen langen Zeitraum habe ich sie verloren. Als ich nämlich "in den Wind geschossen wurde" und kämpfte um eine Beziehung, die wohl niemals eine ehrliche und fundierte gewesen war.

    Meine Würde hatte ich zu diesem Zeitpunkt an der Garderobe abgegeben und dafür eine Pfandmarke erhalten, nach der ich gerade alle Taschen absuche.

    Sie kommt langsam wieder, je mehr Taschen ich durchwühlt habe, denn ich weiß, sie ist noch da, aber wieviele Taschen ich noch durchsuchen muss, das weiss ich leider (noch) nicht....

    Das Problem sehe ich darin, dass ich meine Würde mir selber genommen habe. Nicht mich gesehen und was für mich richtig ist, sondern das, was ich meinte halten und besitzen zu müssen. Sprich ich habe mir Würde und Selbstwert selber genommen. Kein gutes Resümee für mich.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Nein, liebe Gani,
    ich hatte 8 Jahre eine Partnerschaft mit einem Problemtrinker, der sich langsam aber stetig zum Spiegeltrinker entwickelte. Eine Sterbefälle in seiner Familie brachten ihn zum gnadenlosen Trinken und zum Seitensprung. Er versuchte dann quasi die Beziehung mit mir unter der Woche aufrecht zu halten und mit seiner neuen Alkoholikerin am Wochenende.

    Sitzenlassen? Eigentlich war unsere Beziehung schon am Ende weil ich diese ständige Flasche in seinen Händen nicht sehen konnte, den Geruch nicht mehr riechen konnte, die Wut nicht mehr ertragen konnte. Aber schwupps, als er weg war, da begann mein Co-Baby in mir zu strampeln als wäre es größer als ich selber. "Ich will ihn zurück", so schien es zu schreien.

    Mein Co-Baby schien zu schreien aus Wut und aus Enttäuschung und nicht nach Hunger. Denn mein Ex-Partner konnte weder Hunger noch andere Grundbedürfnisse einer Partnerschaft wie Vertrauen oder Ehrlichkeit stillen.

    Ich werde noch lange daran arbeiten müssen und mich besinnen müssen, um aus einem solchen Teufelskreis heraus zu kommen - mir immer wieder auf die Füße treten und sagen "Hallo, bleib bei Dir...."

    Ich bemerke bei mir Mechanismen, die schlimm sind, bemerke unsere Wechselspiele. Seine Wut, meine Enttäuschung und immer noch ist dadurch eine ganz, ganz schlimme Bindung aneinander da. Diese gilt es zu trennen. Mein Leben von seinem. Bisher gelingt es mir äußerlich, manchmal auch innerlich - aber eben nur manchmal.....

    lieben Gruß von Dagmar

    Ich versuche gerade mal wieder mich mit mir selber zu treffen und freue mich über die gerade eingetroffene Waschmaschine, die mich wohl in den nächsten Tagen zum Herr über zerknitterte Küchentücher werden lässt ;)

    Ich denke mal, ich warte einfach mal ab was passiert - sollte eine Frage nach dem Freund aus dem nachbarschaftlichen Umfeld kommen, so beziehe ich Stellung (aber nicht ungefragt).

    Nachdem er selber sagte in den nächsten zwei Wochen würde er mein Zeug bei mir abladen steht zu vermuten, dass er sich selber nicht so ganz traut. Wut und Hass hätten ihm ja die Kräfte verleihen können alles ganz schnell zu erledigen. Ich kann mir vorstellen, dass er diese Aktion nicht einmal hinbringt, kann es nicht garantieren, könnte es mir aber vorstellen. Somit versuche ich erst einmal zur Ruhe zu kommen, alles so weit wie möglich zu richten und Platz zu schaffen, falls tatsächlich eine Lieferung von ihm hier eintrifft.

    Ach Caro, Du schreibst von Zielstrebigkeit und Willen, aber auch mir fällt es zuweilen sehr, sehr schwer den Weg auch nur so zu verfolgen wie ich es tue (ganz zu schweigen von dem, was ich mir erwünschen würde).

    Ja, du hast recht mit der Zeit, die das ankommen bei sich selber benötigt, die Bewältigung aber auch zu überlegen, welchen Situationen ich mich nun nicht mehr aussetzen muss. Denn vor allen Dingen die sexuellen Übergriffe taten mir sehr, sehr weh. Quasi so sein Einstieg in die Zeit der Beziehung, die mal nicht so am Ende war, aber nur als seelenloses Objekt zu dienen tut weder gut und hinterlässt einen schalen Geschmack. Mich zu wehren und deutlichst "NO" zu sagen, brachte Riesenzinober und Ärger.

    Komisch, dass sind die Momente, an denen ich denke für diesen Menschen sind alle Mitmenschen nur auf Zweckmässigkeit reduziert. Mit der Ex schlafen wollen, eine neue haben und dabei den Alkkonsum erhöhren spricht nicht gerade vom Glück der Welt.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Mir persönlich schaden Treffen und Telefonate mit meinem Ex. Alles wirft mich zurück und vermittelt ein falsches Bild über die Vergangenheit. Ein gezielter Blick, ein geübter oder von mir falsch interpretierter Blick und ich würde gerne beginnen mir etwas vor zu machen.

    Genau dieses "mit Dir selbst" ist schwer für mich nach Telefonaten oder Treffen - eine Woche Funkpause weil er im Urlaub war war so genial, weil ich nur mit mit und meinem Umzug kommunizieren musste. Seit meinem Auszug ruft er täglich an und ich verliere mich zuweilen.

    Ich selber habe immer mehr Kontakt gemieden, immer ein Stück weiter - vielleicht mal ein Schritt zurück - aber immer das Wissen in mir "er tut Dir nicht gut, egal ob mit oder ohne Alkohol".

    Glücklich sein - ja das möchte ich auch - das geht aber wohl nur in und mit mir. Wie, das muss ich noch richtig lernen. Ich glaube in der Vergangenheit hätte ich gerne gehabt dass eine Beziehung so ist wie ich sie mir erträume und dadurch eine Zufriedenheit entsteht.
    Zu hohe Forderungen an den Partner und eine Beziehung.

    Viel Glück wünscht Dir
    Dagmar

    Hallo Elocin,
    das ist für mich eine gute Erklärung! Ich versuche seit Mai an mir und meiner Freundin Co zu arbeiten und an ihr zu wachsen, während für meinen Ex alles gleich geblieben ist wie zuvor. Zwar haben sich seine Konsummengen erhöht und das Niveau seines Umfeldes ist gesunken - aber ansonsten war für ihn alles gleich. Nebst mir, die immer noch im selbigen Haus wohnte und zumindest dafür sorgte, dass die Müllabfuhr ihren Eimer bekam.

    Nun kam er nach seinem Urlaub nach Hause und die Bude war leer, der Mülleimer voll, aber auch das wissen, dass sich niemand mehr darum kümmert. Jetzt also erst stellen sich kleine soziale Änderungen ein, die noch nicht einmal etwas mit der Sucht zu tun haben.

    Ich denke auch, dass es aufhören wird, denn auf Dauer bringt es ja weder Befriedigung noch Ergebnisse. Ich bin halt anders, ich habe nie versucht anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben wenn ich bewußt einen Fehler gemacht habe, einfach weil Fehler menschlich sind und uns dem liebevollen und liebenswerten Wesen machen, welches wir sind.

    Ich versuche nun wieder langsam bei mir anzukommen, diese Sichtweise aber zu verarbeiten. Denn vermutlich fällt mir dadurch die kommende Zeit leichter. Denn auch für mich beginnt nun der nächste Trauerprozeß, der es endgültigen "weg seins".

    Lieben Gruß und Danke für Deine Sichtweise
    Dagmar

    Vielleicht zu bedingungslos, liebe Gani - Dich vergessen um ihn zu lieben - Dich nicht getröstet um ihn zu trösten?

    Du, auch in mir nagt das verlassen werden am Ego. Aber daran merke ich, dass es sich bei mir um ein krankes Ego handelt. Denn ich wünsche mir eine ehrliche Partnerschaft und nicht das was ich hatte. Es gibt in meinem Fall keinen Grund etwas nachzuweinen, was nicht gut war und nur Probleme mit sich brachte.

    Mein Fazit: es ist für mich krank mir Gedanken um etwas schlechtes zu machen, somit bin ich mir selber nicht genug. Ich bin also nicht mit mir zufrieden und muss ausmerzen warum - das aber ohne Beteiligung einer weiteren Person.

    Mir muss egal sein, was meinen Ex getrieben hat, ich muss ihm (was ich ihm auch sagte) dankbar sein, dass er die Beziehung beendet hat, was ich selber nämlich nicht oder nie getan hätte. Eigentlich gebührt meinem Ex noch die Ehrenmedaille, dass er mich zurück ins Leben gestoßen hat.

    Wir lassen uns verletzen - warum? Weil wir in uns noch nicht stark genug sind? Dann müssen wir es versuchen zu lernen, oder?

    Lieben Gruß von Dagmar

    So Ihr Lieben,
    nun stecke ich also drin im Aus-/Umzug und bekomme die geballte Ladung Wut ab. Ich möchte das alles nicht nochmals schilder, habe ich in meinem Thread schon ausführlich getan.

    Es ist für mich ganz schwer realsierbar, dass mein Ex sich Geschichten erdenkt, die absolut nicht den Tatsachen entsprechen und er mir quasi vom Zerstören seiner Gerätschaften bis zum Mietnomadentum (hallo, meine Miete war immer da, im Gegensatz zu seiner) und ähnlichem hinterherknallt. Anrufe ab 21.30 Uhr bis rund um Mitternacht - nüchtern sicher nicht, wie er sich anhört.
    Zuvor hatte er die Schlüssel verlangt, vor Ablauf der Kündigungsfrist, so dass mir eine Reinigung und endgültige Leerung der Wohnung nicht möglich war. Nun aber, wird mir genau das zum Vorwurf gemacht.

    Eigentlich, ja eigentlich könnte er sich doch nun mit seiner ebenfalls alkkonsumierenden neuen Freundin amüsieren und müsste froh sein mich endlich aus dem Haus zu haben. Was sind das für Attacken? Ist das einfach Macht, ist das in Kontakt zu bleiben - wenn auch nur durch Hass und Wut - ist das die Schuldzuschreibung für das eigene Unglück - ist das Neid auf meinen Neuaufbau? Ich kann das so gar nicht nachvollziehen, weil (mal wieder ;) keine Logik im Suchtverhalten zu finden ist.

    Für mich muss ich noch lernen mit durch diese verbreitete Wut nicht von mir selbst weg bringen zu lassen, was derzeit noch der Fall ist. Ich frage mich, ob diese Menschen ein so gutes Gespür haben, dass auch Wut aneinander bindet?

    Ist es nicht auch für den Suchtkranken hinderlich eine solche kranke Bindung aufrecht zu halten, auch wenn es nur durch Wut passiert? Schadet sich den der Suchtkranke nicht auch selber und quält sich selber?

    Bin ich auf dem Holzweg, oder habe ich etwas noch nicht verstanden, was die Ausmasse von süchtigen Beziehungen betrifft? Was ich für mich ausarbeiten muss, denke ich zu wissen, dass ich daran arbeite bis zum geht nicht mehr auch - nicht aber, welchen Nutzen gegenseitiger Terror haben soll...

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich für meinen Teil akzeptiere dass ich traurig bin, dass ich etwas empfinde, was nicht gut für mich ist und dass es etwas ist, was ich mir antue, mich selbst quasi malträtiere.....

    Es gibt viele Dinge, die schöner sind als unsere kranken Partner. Ein liebendes Tier, ein schönes Essen, ein toller Garten, eine schöne Pflanze, vielleicht auch ein kleiner Einkauf. Einfach etwas Abwechslung. Freunde, die ehrlich sind, die man schätzt. Das ganze Repertoire dessen, was uns gute Gefühle bereiten kann.

    Ich glaube nicht, dass es die alkoholkranken Partner sind. Mir geht es ähnlich wie Dir, ich mache mir auch noch Gedanken, aber es wird weniger .... Denn wenn ich wache Augen habe, dann weiß ich dass das was ich mir selber antat - durch die Partnerschaft - viel mehr ist, als ich verkraften kann und will (!).

    Lieben Gruß von Dagmar

    Oh je,liebe Steffi,
    ich habe mir erst über eine Zigarette überlegt, ob ich Dir antworten soll: das was ich zu sagen hätte ist nicht das was Du hören willst, befürchte ich.

    Wenn Dein "Lover" nicht ganz dumm ist, dann weiß er, dass es in einer Langzeittherapie viel "schöner" ist als im Knast. Ich halte das für einen nicht unwichtigen Beweggrund. Das ist meines Erachtens ein viel wesentlicher Grund als die Zuneigung zu Dir. Ich musste erfahren, dass der Alk wahre Zuneigung verhindert. Ich befürchte, die anderen hier werden Dir ähnliches sagen müssen.

    Du fragst, wie kannst Du ihm helfen? Ich habe den Eindruck, Dir geht es nicht gut und Du fühlst Dich einsam. Vielleicht wäre der erste Weg Dir zu helfen und Dir ein schönes Leben zu ermöglichen. Vielleicht ist in diesem, DEINEN, Leben später noch Platz für ihn, vielleicht aber auch nicht.

    Verhaftet - Strafe - egal, was warum und wieso, Du bist Dir aber im Klaren, dass da auch Du noch so manches erleben könntest bzw. in manches hineingezogen wirst? Ich fand schon den Gerichtvollzieher übel, eine fast vollzogene Haftstrafe wegen nicht bezahlter Rechnungen und die Polizeibesuche bei meinem Ex wegen Gefährdung von Fußgängern, Vandalismus ect. Willst Du Dir diesen Nervenkitzel antun????

    Die Freunde, mit denen Du Dich nicht abgeben würdest, die könnten auch später noch seine Freunde sein. Vielleicht nicht diese - aber doch das Niveau. Das Niveau meines Partners war nicht das höchste als ich ihn kennenlernte, aber das was jetzt daraus geworden ist ist die unterste Schublade.

    Ich weiß wie Du Dich fühlst, dass meine Zeilen für Dich "ganz übler Tobak" sein dürften und dass Du denken wirst, bei Dir wird alles anders. Auch ich dachte das schon, es war anders, ja, noch viel schlimmer als mir von anderen gesagt wurde.

    Überleg Dir gut, was Du für Dich tun kannst bevor Du an ihn denkst.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Nach allem, liebe Fish, was ich erlebe und erlebte hat es auf mich den Anschein, als ob Dein Mann sehr wohl einen hellen Aufwachmoment hatte als Du gegangen warst. Ich denke auch, er wollte wirklich etwas ändern.

    Du warst auch weiterhin für ihn da, warst seine Partnerin (nur einfach woanders wohnend) und es scheint so zu sein, dass langsam aber beständig der Alk wieder zurück kehrte.

    Ist es bei Dir ähnlich wie bei mir, dass der Partner spürt, man macht sich immer noch Gedanken und hat nicht los gelassen? Könnte es sein, dass wir dadurch (eben wegen dieser Gedanken und des Nicht-Egal-seins) ihnen eine Sicherheit geben? Sie müssen es nicht wissen, es genügt, wenn sie es spüren können....

    Ja, bei den Finanzen scheiden sich die Geister und plötzlich wird alles ganz anders. Ja, und es ist ja bei ihm nicht so schlimm und überhaupt irgendwann einmal nichts mehr (aber die Zeit bis dahin genießen ;) und überhaupt, Alk ist für unsere Partner ja nicht so wichtig dass sie noch wissen müssten, wann sie das letzte Mal etwas zu sich genommen haben.

    Fishlein, schwing Deine Schwimmflügelchen und lass uns gemeinsam versuchen uns bei uns selber zu treffen. Während mich die Angst vor meinem an ihn bindet ist es bei Dir diese Sicherheit, die Du ihm gibst, dass Du noch immer bei ihm bist. Oder sehe ich das falsch?

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Crevette,
    ich glaube nicht, dass die Zeilen so gemeint waren dass Du Dich "zusammennehmen" sollst und einfach weniger schreiben sollst. Ich habe beim Lesen von Spedi's Zeilen auch gedacht "harter Tobak" aber auch ich musste mittlerweile bemerken wie gefährlich Co für Leib und Seele sein kann, ja tödlich, dass es eben einfach gefährlich ist oder sein kann sich selber nicht ausreichend zu schützen.

    Ich weiß nun nicht, wie ich das rüberbringen soll, ohne dass es falsch klinigt. Ich selber hatte ups and downs, es gab downs, die so tief waren dass ich nicht mehr leben wollte. Genau diese Gefahr ist "co" und genau diese Gefahr sehen wir oft nicht und sie schlägt zu ohne dass wir eine Chance haben uns zu wehren. Heute ziehen wir uns selber ins Lächerliche und in 5 Minuten ist so ein "Down" da, gegen das wir nicht mehr ankommen können.

    Wir heisst in meinem Fall ich - aber vielleicht geht es anderen ähnlich.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, diese Veränderungen konnte ich auch bei diversen Menschen oder Partnerschaften feststellen (die nicht immer meine sein mussten). Eine gewisse Zeit besinnt man sich, dass etwas schief lief aber ganz schnell hat einen der Alltag und darin wohnenden Mechanismen überrollt.

    Da kann ich an der eigenen Nase kratzen. Wie oft nehme ich mir etwas grundlegendes vor an meinem Freizeitverhalten zu ändern, oder der Ernährung, und wie schnell schleicht sich wieder das alte und eingefahrene ein. Ich denke grundlegende Änderungen sind immer möglich, bedürfen aber eines imensen Aufwandes an Kraft, Willen und Energie.

    Das sind genau diese Momente, der kurzzeitigen Wandlung, die uns als Co gefährlich werden. Keimt doch jetzt wieder unsere Hoffnung auf. Flackert doch nun wieder das Lichtlein der erhofften Erkenntnis und wie schnell, viel zu schnell, sind wir bereit das Gewünschte als nun gegeben zu projezieren. Und wie tief ist der Fall wenn genau die Rückverwandlung wieder eintrifft, von der Ingrid spricht.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Wie kann es sein das man/frau bleibt? Bequemlichkeit, Angst vor dem neuen, finanzielle Probleme, die einen Umzug unmöglich machen, die von mir betreuten Streunerkatzen, alles das gibt einen Verbleib, der die Seele krank macht.

    Ich habe es im Kopf dass er nicht gut für mich ist, bzw. wir nicht zusammen passen. Mir ist klar, dass unsere Welten so unterschiedlich sind wie Tag und Nacht. Dennoch beschäftigt mich das alles noch. Und sei es derzeit nur dadurch, dass er mit Terror droht, den dann meine neue Nachbarschaft mit erleben muss. Somit stört er weiter mein Leben und noch bin ich nicht zur Ruhe gekommen. Ich gebe ihm die Macht diese Ruhe zu verhindern und muss noch lernen, ihm mit dem Zauberstab "simsalabim" diese Macht zu entreißen.

    Co-Abhängig - ich weiß nicht, ob das an eine Person gekettet sein muß. Ich könnte mir vorstellen, dass ein überdimensionaler Wunsch zu helfen auch Co-Abhängigkeit sein kann ohne an eine spezielle Person gekoppelt zu sein. Quasi immer den Retter spielen zu wollen, die gute Seele, die andere aus der Misere holt.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Ingrid,
    boahh, jetzt im Ernst, schon vor Jahren fiel mir auf, dass ich in dem damaligen Haus furchtbar müde und kraftlos bin. Eine Freundin ist Shiatso-Therapeutin und beschäftigt sich mit Wasseradern ect. Sie meinte Haus und Umfeld sind so düster und lassen keine Energie zu.

    Na, und das letzte bischen, das habe ich mir noch abzapfen lassen.

    Gestern zeigte sich die Krux an der Sache: ich hätte meinen Umzug mit ihm absprechen sollen. Ganz vergessen hatte er die Tatsache, dass er mir sagte wenn er aus dem Urlaub zurückkäme habe ich nebst meiner Sachen weg zu sein.

    Was wir nicht alles beim Umzug zerstört hätten, blablabla. Nun ist er also soweit in seinem Denkgefüge, dass er in den nächsten beiden Wochen den Krempel auf meine Auffahrt stellen will.

    Ich will so gerne versuchen, dieses schlimmste abzuwenden, in dem ich nicht mehr an ihn und seine Greueltaten denke. Aber gerade so, als würde er das wissen verbreitet er dann immer Horror und Schrecken. Meine quasi Angst vor dem was passiert, die bindet mich an ihn und gibt ihm diese Macht, die eigentlich nur eine Ohnmacht ist.

    Es ist schon verrückt, was da abläuft. Wäre es nicht meine Geschichte, die ich erleben muss, so würde ich sagen das geht doch nicht, dass jemand so Tatsachen verdreht und sich ins Licht eines armen Opfers stellt.

    Weißt Du Ingrid, bei dem Terror fragte ich mich, ob er überhaupt in der Lage ist diese Kisten auf einen Anhänger zu packen. Ich fragte mich, ob das nicht einfach nur Drohworte sind. Ob diese rückgebliebenen Dinge (die mir teilweise viel wert sind wie Fotoalben) nicht für ihn noch ein Druckmittel darstellen. Denn ich hatte den Eindruck, dass es ihm nicht möglich ist den Draht zu kappen. Während ich auf SMS bisher nicht reagierte und auch erst jetzt auf die Anrufe, so gab es von ihm immer Kontaktversuche bzw. Drohungen, die ja auch Kontakt sind.

    Mit gesúnden (weniger narzistisch oder alkohlkranken) dürfte es möglich sein Gespräche zu führen und alles auf ein Level zu bekommen. In diesem Fall eben nicht. Jedes Druckmittel, welches er bekommt, spielt er aus. Hier ist es weniger der Verlust (der mich schon trifft) sondern die Aufmerksamkeit, die Vermieter oder Nachbarn auf die Tatsache des Rosenkrieges hinweisen. Natürlich kennt man mich dort nicht und so kann er mir schon einen genialen Einstand verpassen.

    Genau wissend, dass ich solchen Terror nicht brauche. Genau wissend, dass mich solche Dinge beschäftigen. Nun gut, auch wenn ich mich über ihn ärgere, so hat er erreicht was er will, er steht in meinem Leben und kriegt Power durch meine Angst. Leider gelingt es mir nicht das alles so cool zu sehen, dass ich nicht daran denke, was noch kommen könnte.

    Ich habe mir jedenfalls fest vorgenommen so viel wie möglich aus meinem Keller aus- und einzuräumen. Das, falls diese Lieferung kommt, wenigstens Platz für sie ist. Natürlich gab es hier keine Mülltonne zu kaufen - sind gerade mal wieder aus - also schon ein weiteres Problem für mich. Da mein Auto einen Macken hat möchte ich so wenig wie möglich fahren.

    Ich frage mich immer noch, wie kann so ein Leben wie seines sich so lange so bewegen ohne das gravierendes passiert? Nun, ich werde versuchen, meine Gedanken und Energien lieber an mein angenehmes Umfeld, den Wald und die Natur und die Menschen hier zu schicken statt an ihn. Ich muss einfach bemüht sein, jedesmal wenn mich schlechte Gedanken beschleichen, die positiven Eindrücke rund um mich herum wirken zu lassen. Ist halt im Umzugsstress nicht ganz so einfach.

    In diesem Sinne, hoffe ich ein ruhiges Wochenende zu haben, da er das normalerweise bei seiner neuen, trinkenden, Freundin verbringt. Herrgott und doch verstehe ich nicht, dass er mich terrorisiert während er doch alle Kraft in die neue promillehaltige Beziehung stecken könnte.....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Nächste Runde...
    Ich wäre ein Mietnomade - und ich Depp habe die komplette Miete auf dem Konto gelassen - und er würde mir in den nächsten Wochen oder Tagen allen Dreck vor die Türe werfen. Ich solle meinen Vermieter vorwarnen. Er würde alles auf der Auffahrt verteilen.

    Naa genial, mal sehen, was passiert und wann es passiert. Er habe alles fotografiert, ich hätte alles kaputt gemacht ect. pp. Dass aber vieles bereits seit Wochen bei ihm defekt war und er es gar nicht mehr registriert hat im Suff, auf die Idee kommt er nicht.

    Leute, Leute, ich weiß nicht wie das enden soll. Da hat der Suffkopf selber die Dinge verbockt und weiß es nicht mehr. Ich aber stehe hier dann da wie der Depp. Mann oh Mann

    Ich sagte ihm, dass ich dann wohl eine Anzeige bei der Polizei machen müsse (witzlos, aber ich kann ja mal pockern) Jetzt rief er zum zweiten Mal an und sagte ich könne ja gleich anrufen.

    Nur gut, dass beim Umzug ganz integere, nicht vorbestrafte Personen vor Ort waren, deren Wort sicherlich nicht weniger zählt als das seinige. Jetzt gibt es morgen wohl nur eins: zur Polizei, dort nachhacken und darauf hinweisen, dass er grundsätzlich alkoholisiert fährt und bei Abladung gleich ein Anruf an 110, sofern ich da bin.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Nein, liebe Eva, ich mache es nicht. Auch wenn das Gefühl früher mir das mal lächelnd anbot ;) Ich weiß, dass ich irgendwann einmal über mein Leben Bilanz ziehen muss, ich weiß nicht, ob ich damit klar käme was am Ende dabei herauskommen würde. Denn er war bereits auf deren Liste .....

    Hm, das könnte eine Idee sein, mich im nächstgrößeren Ort vorstellig zu machen. Darauf hinweisen, dass sie gerne mal seine Akte durchsehen könnten und was angesagt sein könnte. Selbst wenn sie mich nicht begleiten und keine juristische Auskunft geben können, so ist es dennoch bei den Unterlagen.

    Ich glaube auch Eva, dass er sich seiner Worte nicht einmal bewußt ist und das es einfach hilflose Wut ist.

    Zumal auch Unverständnis dabei sein dürfte, wer um Gottes willen hat meinen Umzug überhaupt gemacht (ehem, ich habe Freunde, nur eine Handvoll, aber das sind Freunde) ähem wer hat mir die Schüssel für die Internetverbindung angebracht, ist weder einfach noch kann das jeder. Ähem...... und nun ist auch noch klar, Mietzahlungen gibt es keine mehr.

    Wobei ich es schlimm finde, wenn solche Lapidardinge so enden: mir erst sofort die Schlüssel abverlangen obwohl ich noch Miete gezahlt habe, verlangen dass ich den 10 Jahre alten Teppich austausche bzw. reinige, ect. Aber komm bei so jemandem mit Logik ;)

    In diesem Sinne versuche ich einfach alles auf die Reihe zu kriegen und langsam zu wachsen an allen diesen Geschehnissen.

    Übrigens, der Ort ist so ganz anders als der, in dem ich zuvor wohnte. Es liegen nur 8 km dazwischen, aber hier kommen Dir die Menschen so offen und mit offenen Händen entgegen. Zuvor hatte ich keine Probleme, aber eine Unterhaltung wurde eigentlich nie mit Händedruck begonnen. Hier ganz anders. So wie die Weite hier im Haus ist, so scheinen auch die Menschen weitsichtiger zu sein. Eine ganz andere Harmonie liegt in diesem Teil.

    Hier scheint wirklich eine Hand die andere zu waschen. Ein Nachbar, drei Häuser weiter, gelernter KFZ-ler hat versprochen meine Radlager zu einem günstigen Preis zu machen. Er kam gleich hier vorbei um sich das Auto anzusehen.

    Derjenige, der den Brunnen für den Ort auf eigene Kosten aufgebaut hat, ca. 70 Jahre meinte "Wenn Du Alois zu mir sagst, dann ist alles richtig". Sohn und Tochter hatte ich schon letzte Woche kennengelernt. "Wir sind selten hier, aber wenn Sie Hilfe brauchen, nur melden."

    Ach und meine Katzen sind bei den Leuten willkommen, bisher, ach, endlich mal Katzen, das war auch Zeit. Schön wäre es, wenn dieses positive Gefühl auch in einem Jahr noch so besteht. Aber das was ich derzeit fühle ist gut. Ebenso wie die Weite des Hauses, des Ortes, scheinen die Menschen zu sein.

    Freunde, die mir beim Umzug geholfen hatten sagten mir, dass sie das bedrückende des alten Hauses erst spürten als sie am Umzugstag den krassen Unterschied sehen mussten.

    Und mal ehrlich meine Lieben, in dem alten Haus muss man krank werden, oder süchtig. Wenn man objektiv ist, lässt sich das Leben dort nicht ertragen weil man/frau eingekastelt ist in Beton, schräge Mauern und eine herabfallende Straße.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Du Bluevelvet, mir geht es nicht darum, was mein Begleiter mit seinem Körper macht, nur dulde ich das in meinem Fahrzeug nicht. Egal ob alkoholkrank oder einfach bei Laune. Für mich ist ein Auto eine Waffe, ich habe durch den Führerschein den Waffenschein. Der Alk und das Auto wären eine Bombe, somit bin ich in diesem Thema ganz, ganz übel! Schon immer gewesen.

    Ich befürchte Umwege oder "Rückfälle" bzw. ein stagnieren sind nicht unüblich. Auch die Winde, die ich verspüre sind sehr heftig. Das schlimme an solchen Co-Alkohol-Beziehungen erscheint mir zu sein, dass man nicht so einfach raus kommt wie man/frau meint.

    Was müss eigentlich wirklich alles passieren, dass ein Co komplett loslässt? Damit meine ich mich. Die Trennung ist da, dennoch schafft er es noch mir Angst zu machen - somit schafft er es noch immer die Gedanken bei sich zu bündeln (erscheint mir ähnlich wie bei Dir) statt sie mir in meiner Stärke zu lassen. Warum lasse ich ihm diese Macht? Warum habe ich Angst vor diesen Drohungen?

    Für mich ist das sehr schwer zu begreifen, auch wenn ich spüre, dass ich immer ein bischen weiter komme. Und dennoch ....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hmm, mit einem Part Deiner Schilderung habe ich ein Problem: in mein Auto kommt niemand rein mit einer Alk-Flasche (eigentlich, ja eigentlich nicht einmal ein Besoffener).

    Nochmal Hmmm, jetzt hast Du ihm aber schon mehr als einmal geholfen und ich könnte mir vorstellen, daß er Deine Besoffenen-Beförderungs-Einrichtung noch mehrfach in Anspruch nehmen möchte. Einmal ist keinmal - zwei mal ist einmal zu viel .... was danach kommt ist ......

    Und ich weiß nun nicht, ob er später noch Lust hat sich zu erinnern wie Du ihm geholfen hast, wenn es ans Eingemachte geht. Sieh Dir meinen Terror an, daß er vor einem Jahr ohne mein o.k. finanzieller Art vom Mietkonto einen Gefängnisaufenthalt verhindern konnte weiß auch er nicht mehr.

    Irgendwie habe ich bei Deinen Schilderungen das Gefühl, die Eigeninitiative fehlt ihm. Ja, er will trocken werden, aber ohne selber einen Beitrag zu leisten. Die Einrichtungen tun einen Teil, Du bietest die Beförderung und er .... na .... er läßt sich gehen. Oder sehe ich das falsch?

    Paß auf Dich auf meine Liebe, nicht dass alles für Dich von der Gefühlsseite her noch schlimmer wird. Denn dieses derzeitige Auf und Ab, welches Du erlebst, würde mich in die Klappse schicken.

    Lieben Gruß von Dagmar