Beiträge von dagmar007

    Liebe Tanja,
    ich selber habe nie verstanden, warum mein Ex so freud- und lieblos durchs Leben ging, in allen den Jahren habe ich nie Freude gesehen - so das spontane über etwas freuen - sondern eigentlich nur Misslaunigkeit und Wut. Da ich mich damals in meiner Haut selber nicht wohl fühlte maß ich dem keine Bedeutung bei.

    Jetzt, beim packen meiner Kisten zum Umzug, ist so eine reale Trennung nah und da spüre ich einfach dass diese Lügen des Konsums, die Unzufriedenheit und alles das was in Wut ausartet wohl in der Person sitzt und durch den Alk enthemmt wird.

    Ich musste letzte Woche einen lautstarken Streit meines Ex mit dem Ortsvorsteher hören, der von ihm inszeniert wurde. Ich saß nur im Obergeschoss, hörte das Geschrei aus dem Erdgeschoß und habe mich gefreut, dass ich solche Situationen nicht habe und nicht kenne. Ich hasse solche unnötigen Kleinigkeiten.

    Was Erdling erzählt kommt mir auch bekannt vor, wenn auch in anderer Zeitfolge. Es gab da einen Alkspiegel, der im Regelfall erst im Laufe des späten Abends wirkte, da war mein Ex dann auf versöhnlich und liebesbedürftig aus. Habe ich jedoch darauf nicht reagiert, dann kam mehr Alk und als Folge Wut und Agression. Beispielsweise dann, wenn ich körperliche Nähe ablehnte oder einfach nur nicht mit ihm essen ging und die Einladung ausschlug.

    Ich für mich muss sagen, mir ist das alles zu viel und ich bin glücklich es nicht mehr sehen zu müssen, es kostet so viel Kraft imun zu bleiben gegenüber den wechselnden Stimmungen. Denn gerade ich gehöre zu der Kategorie, dass ich mich unwohl fühle bei Wut der anderen und gelöster bin sind die ausgeslassen. Somit also nicht bei mir und von eigenen Stimmungen gesteuert... Co halt....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hey Summerdream,
    das sehe ich auch so - versuchen muss man es immer. Davon mal abgesehen, wenn in absehbarer Zeit etwas passiert, so sind mir die Namen der Beamten bekannt, bei denen die Anzeigen oder Informationen gemacht wurden.... nur leider hilft das Opfern nicht weiter....

    Das mit dem Schweigen, da hast Du Recht, denn es ist auch ein Weg raus aus dem Verstecken.

    Übrigens war der Beamte der mich befragte ein helles Kerlchen - auch wenn es nicht so den Eindruck am Anfang hatte - er hinterfragte Zeiten und Auslöser, gerade so, als wolle er sich ein Bild machen warum ich erst spät reagierte. Die Fragen waren klug aufgebaut und zielten klar in Richtung co ab. Ist sie oder ist sie nicht....

    Ich denke, den Rest wird das Schicksal machen - hoffentlich ohne fremde Opfer.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Tja, liebe Bluevelvet,
    nun ist es Dir ja gelungen bei Dir zu sein und mit Dir glücklich zu sein. Es geht - und wenn es nur stundenweise geht, dann kannst Du Dich immer wieder später an diesen erfolgreichen Versuch erinnern :)

    Ich bin ja nun glücklich am umziehen - zwar noch fertig mit Kraft und Nerven - aber ich freue mich schon auf ein ruhiges Leben.

    In den letzten Wochen habe ich oft bei mir bemerkt dass ich nicht bei mir war. Gleichzeitig habe ich aber auch realisiert, dass es nicht der Partner als solcher ist bei dem ich bin sondern bei Wunschgefühlen. Ich denke, ich war bisher nicht in der Lage mir selber die Zufriedenheit zu geben, die ich benötige. Jeder Partner ist damit aber überfordert. Wäre ich in mir zufrieden gewesen, so wäre ich nicht immer gedanklich "abgedriftet". Ich habe es ja versucht Kontakt abzublocken, neutralen Kontakt zu pflegen und nun bin ich wieder beim abblocken weil mir diese Nähe nicht gut tut und ich dadurch nicht mehr bei mir bin.

    Aber ich denke, das lerne ich auch noch :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Da hast Du wohl recht liebe Skybird, als er sich aber mit Gewalt Sex holen wollte, da war es bei mir vorbei mit Achtung und Respekt! Auch wenn ich weiß dass der Mensch krank ist, so akzeptiere ich das nicht.
    Gut, seine Gefühle oder Nicht-Gefühle lassen wir einfach mal in den Raum gestellt, denn ich denke einfach die muss er mit sich vereinbaren. Sollte allerdings nochmals eine sexuelle Attacke laufen, dann geht es zur Anzeige, bisher konnte ich mich verbal recht lautstark wehren.

    Ich gehe einfach mal davon aus, dass wir uns nicht mehr großartig sehen werden und ich seine Hände nicht mehr an meinem Körper spüren muss, trotz Abweisung meinerseits. Denn Leute, Alk hin oder her.... habe ich nicht das Recht meinen Körper zu verweigern??? Wenn ein lautes und deutliches Nein nicht genügt, dann muss es eben etwas anderes geben. Aber gut, aus den Augen aus dem Sinn - und aus den Augen bin ich nun :)

    Nur aufgrund seines Alkoholproblems bin ich echt nicht bereit mich aus dem Hinterhalt an Brüsten oder Hintern fassen zu lassen ect.... Aber das war hoffentlich, war an einem anderen Ort....

    So Ihr Lieben, jetzt gehe ich in die Sonne, hier - weit weg vom Horror....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hey Ihr Lieben,
    Leiden verlängern.... erst so jetzt - zwischen Umzugskartons und diesem und jenem fällt mir so viel auf, was wir Co als Unterstützung mitbringen (Mülltonne leeren, Kühlschrank füllen - auch wenn es nur ist, um unser Leben abzusichern, der Kranke profitiert ebenfalls.

    Ich musste jetzt auch bemerken, weil mein Blick ein anderer wird, diese Agression, Umzufriedenheit und Stänkerei meines Ex war auch schon am Anfang unserer Beziehung da. Sein Spiegel war damals wesentlich niedriger und dennoch, dieses Besserwissen war schon damals da.

    Bei meinem Ex spürte ich schon immer, dass er Glück oder Freude nicht kennt, aber so richtig in Verbindung bringen konnte ich das nicht mit Alkohol oder Depressionen oder oder oder. Letzte Woche sah er mich an wie ein frisch geschlüpftes Vogelkücken welches die Welt nicht mehr versteht:
    ich sagte ihm dass ich mich auf meinen Garten freue, auf den Laminatboden und darauf mit den Katzen im Grünen zu leben. Mich freue auf den Beistellherd um mit Holz zu backen und zu heizen. Dabei merkte ich ein betroffenes Gesicht - nicht weil ich weg bin - nicht weil das ohne ihm läuft - sondern weil ich den Eindruck habe sich zu freuen, den Sinn lebt er nicht mehr. Dabei sehe ich es seit Jahren bei ihm wie missmutig er ist, aber nie sah ich den Zusammenhang im Alk. Wäre ich früher gegangen, wer weiß, vielleicht hätte er für sich früher überlegt oder gehandelt. Jetzt hat er wohl nur noch geringe Chancen, was mich aber nicht betrifft und ich auch nicht mehr sehe.

    Handgreiflichkeiten - ist es nicht so, dass immer wieder die Gefahr einer Wiederholung besteht, wenn einmal diese Grenze gefallen ist. Mein Ex hat sich extremst versucht Sex zu holen, allerdings hat es nicht bis zur Gewalttätigkeit gereicht, mein Schandmaul war wohl zu beängstigend, aber schon diese Situation war bedrohlich.

    Da ist nämlich jemand, der empfindet Wut, hat kein Gefühl mehr für Neutralität und Gerechtigkeit oder Mitschuld, derjenige könnte einfach hohle drehen. Ich empfand es in meinem Fall so und hatte oftmals Angst, dass noch mehr passiert - so oft war es kurz vor der Oberkante....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Eine Meldung wird nicht immer angenommen. Mein Ex wurde von Nachbarn angezeigt (sogar mit detaillierter Fahrtroute und Zeitdauer) es passierte nichts. Einige Tage später, eine weitere Meldung bei der Polizei, gab es wohl eine Verkehrskontrolle aber keine Folgen. Der Restalkohol hätte evtl. nicht gereicht.

    In meiner Region passiert da nichts - selber aktiv miterlebt. Nun gut, da müssen hier eben die alkoholisierten Fahrer länger warten bis sie aufwachen - leider hören deren Opfer nicht immer die Wecker...

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ähhh, entweder drücke ich mich nicht klar aus, oder wir haben unterschiedliche Wellenlängen.

    5 % an dem Menschen habe ich sehen wollen, die anderen 95 % habe ich in meinem Co-Dasein übersehen. D. h. aus diesen 5 % wollte ich mehr machen um ihn zu meinem Traumtypen zu machen. Ich habe also nicht das Original genommen, sondern mein Wunschbild, mein Co-Anteil!

    Die Eskalationen seines Missbrauches treten nun offen zu Tage, ich wollte sie aber in diesen 95 % der letzten 8 Jahre nicht sehen sondern mein Wunsch-/Trugbild mit dem "Was wäre wenn...."

    Nicht deshalb ist er ein Seelenkrüppel, sondern deshalb, weil er durch seine Krankheit vermutlich keiner Gefühle empfinden kann, denn sonst würde er ja wohl kaum versuchen seine neue mit der alten - mir - zu betrügen, mich im Schlaf "quasi zu nehmen" ect. Es ist noch mehr passiert, auf Grund dessen ich seine Existenz registriere aber keine weiteren Gefühle weder gut noch schlecht investieren möchte.

    Vergeudete Zeit..... ob es klappt wird sich zeigen....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Ette,
    bitte um Entschuldigung, das ist mir eigentlich egal ob Du es als respektlos betrachtest. Dieser Mensch ist krank - auch an der Seele!

    Ich akzeptiere ihn als Mensch, der wie ich auf der Erde wandelt und sein Leben selbstbestimmt führen kann und darf. Ende und Schluss!

    Lieben Gruß von Dagmar

    p.s. wer sagt Dir, dass ich mich nicht selber als Seelenkrüppel sehe ?

    Wisst Ihr, was für mich Co ist - einfach nur von den Stimmungen des anderen abhängig zu sein! Egal, welche anderen Handlungen damit verbunden sein könnten: wenn ich von den Stimmungen einer anderen Person so leicht zu beeinflussen bin und mich selber nicht mehr spüre oder verliere, dann bin ich nicht mehr autonom, und somit co-abhängig.

    Ich habe keine Hilfestellung für meinen schluckenden Ex-Freund getätigt. Aber: war er schlecht gelaunt, litt ich - somit war ich nicht durch meine Stimmung zu manipulieren sondern durch seine!!! Mit dieser Grundvoraussetzung ist dann abschließend jede coabhängige Handlungsweise möglich.

    Verzeihen ist wunderschön - für uns selber - weil wir somit uns verzeihen können. Wir können dem anderen verzeihen und uns endlich nicht mehr um sein Handeln drehen. Verzeihen heisst ja nicht mit ihm nun freundlichen Kontakt zu hegen, oder? ich versuche für mich ihm zu verzeihen dass er ein respektloser "Arsch" ist und gebe mir Mühe, ihn mit meinem "Arsch" nicht mehr anzusehen!

    Pardon, aber mir fiel kein besserer Vergleich ein ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach, liebe Crevette,
    Ich musste für mich in den letzten Wochen erkennen, dass ich das Wort "Sehnsucht" nicht verwenden kann, da ich mich selber belüge!

    Sehnsucht nach was? In meinem Fall waren es 5 % Glück und 95 % Kummer aller Art und Belastungen. Das, was für mich Sehnsucht war, war der Wunsch, dass er nicht nur 5% o.k. wäre. Das aber liegt nicht in seinem Naturell!

    Ich rannte also einem Wunsch nach, der nicht der Realität entsprochen hat! Ich habe nur 5% von einer Person geliebt, die anderen 95% habe ich von Anfang an abgelehnt und nicht sehen wollen. Ich wollte also nicht den, den ich "habe", sondern den, den ich mich mir wünschte....

    Liebe Crevette, betrogen mit Frauen, besoffen durch Alk - alles das sind keine tollen Momente oder? Ich kann nicht von "Deinem" auf meinen "Ex" schließen, das weiß ich. Nur ich musste in den letzten Wochen bemerken, dass mein Ex keine Gefühle besitzt - weder für mich noch für seine Rotweindrossel. Er will ständig mit mir schlafen und macht mich aufs derbste an - sogar wenn ich schlafe. Er benützt sie und mich (wenn sie es zulässt ihre Sache, ich nicht!) Er will Sex zumeist, vielleicht auf mal Zärtlichkeit, dann will er es und will es sich holen - ohne Rücksicht auf den anderen. Der Alk erlaubt nämlich so was wie Rücksicht, Moral oder Respekt nicht zu!

    Es widert mich an - eine solche Kreatur will ich nicht an meiner Seite - auch wenn es mal 5% schöne Momente gab.... Das was ich gerade beobachte ist so vulgär, primitiv, gefühllos und einfach jenseits von gut und böse oder allem normalen. Um Gottes Willen Crevette, so was dürfen wir uns nicht antun!!!! Um Himmels willen, solche "Seelenkrüppel" dürfen doch nicht an unserer Seele schrauben!!!!!

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Ihr lieben,
    Welcome back im Kommunikationsleben. Mittlerweile wieder mit Telefon und Internet bin ich im neuen Heim angekommen. Noch viele Kartons, noch Arbeiten vom Maler und Laminatleger stehen in den nächsten Tagen an aber ich bin weg.

    Weg aus einem Leben voll Agression und Alkohol und ständiger HabAchtStellung in ein friedliches Leben im Grünen. Leider sind meine Katzen noch nicht hier weil noch so viele Handwerkerarbeiten ausstehen (die Bude wurde übel hinterlassen, also ganz anders als vereinbart) somit muss ich noch auf meine Pfötchen verzichten. Ich arbeite als tagsüebr hier mit einräumen und bin abends und morgens bei der Rasselbande.

    Meine Pflanzen sind fast alle hier - die Palme begann am zweiten Tag hier zu blühen, das habe ich noch nie erlebt. Ich hatte noch nie eine blühende Palme.

    Alles hell hier, meine hellen Möbel, noch weiße Tapeten einfach mein Stil, mein Heim, mein Wohlfühlen. Vor allen Dingen dann, wenn mal alles fertig sein sollte und die alte Bruchbude von mir gereinigt wurde.

    Nun ist es also soweit, mein Ex bleibt mit seiner Rotweindrossel und Prinzessin Alk im Dunstkreis der Sucht während ich im Grünen bin, mein Beet angelegt habe und den Duft von frischem Holz um die Nase habe.

    Wie zu vermuten war die letzten Wochen mit meinem Ex viel los. Von friedlicher Kameradschaft über Wut und vor allen Dingen - was mich so anwiderte - die ständigen Versuche mit mir zu schlafen. Vor einer starken Woche fummelte plötzlich etwas an mir rum. Ich war geschockt ohne Ende, schmiss ihn raus und sprach ihn am nächsten Tag auf diese Respektlosigkeit an.

    Nun, am vergangenen Donnerstag wieder der x-te Versuch mit mir seinen Hormonspiegel zu regulieren. Ich wurde immer deutlicher, aber dank Prinzessin Alk und eigenem Willen, der keine Rücksicht auf andere nimmt, prallte alles ab. Letztendlich hatte ich eine solche Wut, dass ich nachts - wohl im ganzen Ort hörbar - schrie: "Geh zu Deiner Schlampe nach Würzburg, Du Drecksack, aber fasse mich nie wieder an." Wohl ärgerte ich mich, da er eine solche Wut bzw. einen solchen Energieaufwand nicht verdient, aber x-mal sagte ich "no", "Fass mich nicht an" "Geh zu Deiner Würzburgerin" Alles ungehört, ich konnte das nicht mehr ertragen diese ständige Anmache.

    Nun danach schrie er "Wenn ich aus dem Urlaub zurück bin, dann bist Du hier weg".

    Gerne, mein Freund! Der Umzug war nämlich bereits für den ersten Tag seines Urlaubes festgegelegt. Er war der Meinung, ich schaffe das ohne ihn nicht und nun habe er mich unter Druck gesetzt.

    Überhaupt waren auch die Aktionen, in der er über Kameradschaft versuchte den Kontakt zu halten nicht gut. Erstens hat er mir tausend Dinge (zu meinem Besten) aufdrücken wollen und dann wollte er alles mögliche für mich bauen oder basteln, was ich vielleicht selber nicht möchte. Seine besserwissereische Art versuchte natürlich immer noch Entscheidungen von mir ins Zwielicht zu ziehen. Irgendwann einmal sagte ich: "Es ist mein Haus, mein Leben und mein Zeitplan - alles wird so laufen wie es mir gefällt und nicht wie Du es für mich als richtig und gut empfindest. Ich bin mir keinesfalls sicher, ob ich Dich in 6 Wochen noch ertragen kann.

    Nun, als habe ich es geahnt .... ich ertrage es nicht. Dieses ständige Streit bekommen mit Ortsvorsteher oder Nachbarn, es nervt so. Ich genieße hier die Ruhe, wenn ich auch fertig bin ohne Ende, mein Hirn funktioniert schon nicht mehr richtig.

    Demnächst aber später, die Kartons rufen,

    tschüss Ihr LIeben

    Dagmar

    Liebes Bienchen,
    ich möchte mich Spedi anschießen: teste mal, was er sagt wenn Du sagst "Alk oder ich". Ich habe es getan, mit dem Resultat, dass sich ruckzuck eine neue Gesellschaftstrinkerin eingefunden hat.

    Zwar gab es noch einige halblebige Versuche des Exlovers, aber der Alk hat Position 1. Ich vermute, egal welcher neue Partner auch in ein Leben treten kann, so kann ein neuer vielleicht länger eine Trockenphase bewirken, als der angestammte Partner, weil dieser vielleicht neu neu und prickelnd ist. Aber die Prinzessin Alk ist sicherlich mächtiger als alle Zuneigung und alle Logik.

    Weißt Du was das Schlimmste sein dürfte Bienchen,was mich betraf, zu begreifen, eigentlich sind die anderen Menschen alle egal, mal mehr, mal weniger Alk, aber immer wieder ein schubweises Chaosverhalten.

    So gelingt es uns kaum zu uns selber zu finden, wenn wir in diesem Hamsterrad bleiben und alle Energie verstrampeln.

    Viel Glück wünscht Dir Dagmar

    meine Schaltknöpfe auf. Ich stelle es dann ein, wenn ich wieder mit I-Net-Zugang bin. Vielleicht wäre es wirklich ein Vorteil uns die jeweiligen Schaltmechanismen klar aufzuzeigen. Denn mir persönlich war vieles nicht klar, was über das soziale Zusammenleben läuft

    "Essen wir zusammen" - Hebelwirkung

    Wut, Aggression, Trauer - bedeutete bei mir ebenfalls auch Mechanismen.

    Ich finde das Theme auch interessant, hätte ich etwas darüber gelesen, so wäre es damals für mich an Hand von Beispielen leichter gewesen meine Mechanismen zu begreifen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Tja, liebes Bienchen,
    meine Geschichte kennst Du ja. IN den letzten Tagen habe ich jeden Versuch meines Ex abgeschmettert weil ich der Meinung bin, dass Gespräche unter Alkoholeinfluss keinen Sinn haben.

    Nun, hat er es geblickt oder will er einfach meine Worte dieser Art nicht mehr hören? Ich weiß es nicht, in jedem Fall verbringt er keine Zeit mehr hier. Natürlich war mein erster Gedanke, seit ich ihn bei den Kurzbesuchen ohne Fahne erlebe, aber hallo - er schafft das wohl doch. Ich habe ihn wohl falsch eingeschätzt. Wobei das in keinem Fall bedeutet, dass ich eine Partnerschaft hätte weiterführen wollen oder sollen, weil diese auch an anderen Punkten krankt.

    Ich denke einfach, wir machen uns etwas vor, wenn wir uns einbilden, Zuneigung oder Beschützen hütet vor dem Mehrtrinken bzw. dem Absturz. Auch wenn ich derzeit das Gefühl empfinde, dass mein Ex wohl anders oder woanders oder weniger trinkt, so sind seine Charakterzüge dennoch krank, sein Leben dennoch chaotisch und das, war vielleicht kurzzeitig unterdrückt scheint, dürfte früher oder später wieder ans Tageslicht kommen.

    Ich verstehe Deine Zweifel und Deine Wünsch. Auch ich gerate immer wieder ins schleudern und denke, uuupss, der hat sich im Griff. Nur .... als nächstes Frage ich mich für wie lange .... und dann kommen noch viele andere Fragen.

    Ich für mich habe kapituliert. Beginne zu begreifen, dass es bei ihm keine Krankheitseinsicht geben wird und das es höchste Zeit ist ihm alle seine Verantwortung zurückzugeben. Auch die für die alltäglichen kleinen Bagatellen, die uns schon nicht mehr auffallen.

    Ich drücke Dir die Daumen liebes Bienchen, dass DU alles unbeschadet für DIch auf die Reihe bekommst.

    Spedi sagt "Sucht ist uniform" d. h. die in Büchern beschriebenen Phasen und Ablaufformen? Das anfängliche Gesellschafts- oder Problemtrinken, welches dann in der Gewöhnungsphase steckt und die Phase kommt Entzugserscheinungen zu vermeiden. Letztendlich müsste dann die GAU-Situation kommen, in der der Kranke sich für Tod durch Weiterkonsumierung oder für Weiterleben mit fachlicher HIlfe entscheidet. Sehe ich das richtig, dass Du das unter "uniform" meinst.

    Individuelle sind vermutlich nur die Zeitabläufe, schätze ich mal. Bzw. ob aus Alkoholabhängigkeit der Alkoholiker wird, bzw. wann er / sie das wird.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja Ihr Lieben,
    es geht in den Endspurt. Übermorgen fahre ich als Putzmittelexpress zur Schlüsselübergabe - zeitgleich sollte die erste Anhängerladung mit leichten Dingen ankommen.

    Ich bin schon in Gedanken dabei die ersten Autofuhren zu bepacken, gleich mal die Brotbackautomaten, damit frischer Geruch von frischem Brot durch die Wohnung zieht.

    Ich überlege derzeit, ob ich irgewie tricksen kann und kleinere Möbelstrücke alleine die Treppen runterbringe. Mal sehen, ob mir da was einfällt.

    Schade, dass hier keine BIlder oder Verlinkungen möglich sind, sonst würde ich eUCH mal mein Hexenhäuschen zeigen.

    Die Pizza zum Einzug, liebe Jenny, ist eine klasse Idee, mal sehen, ob bzw. wie sich das realisieren lässt.

    Ich denke schon auch, dass es dann eine Umstellung sein wird dort zu leben. Das Chaos habe ich nicht gebraucht, aber es hat mich lange Jahre begleitet. Wenn es dann nicht da ist, da bleibt viel Zeit - Zeit in der man sich sonst verrückt machte oder an die Fenster rannter, oder oder oder

    Ich denke mal, dass alles in Ruhe von statten gehen dürfte. Mein Ex hat in dieser Woche nicht mehr versucht mich umzustimmen sondern er ist täglich wohl bei seinen Trinkkumpels. Übernachtet auch nicht hier, was mir Ruhe gibt - aber auch immer mehr Abstand. Er kommt wohl nur um nach seiner Post zu sehen, weil er wohl Bedenken hat dass ich ihm seine Post nachschicke. Denn ich habe ihm mitgeteilt, dass ich keine Unterschrift leiste oder auch keinen Handwerker ins Haus lasse, dass ist einfach sein "Bier".
    Ich weiß nicht, vielleicht hat er auch jetzt begriffen, dass es kein zurück mehr geben kann.

    Ach weißt Du Minibine, seine schlechte Laune und die Begleiterscheinung des Alks, das denke ich wohl auch. Nun gut, vielleicht hat er sich derzeit besser im Griff, oder er ist "nur" alkoholabhängig, oder bekam die wundersame "Läuterung" - aber alles das ist seine Sache. Denn wenn er wirklich so entgegenkommend bleibt, und einfach nur täglich kommt um seine Post zu holen, dann wäre das sehr nett von ihm.

    Ich versuche mich so oft wie möglich zu melden, weil Ihr mir gehörig fehlt, gerade jetzt in der abschließenden Trauerphase bin ich zuweilen schon in einem Karussel, auch wenn es die Richtung nicht verändert, mein Karussel, so dreht es sich manchmal doch so schnell, dass es mir schlecht werden könnte.

    LIeben Gruß von Dagmar
    Es wirkt gerade so, als könne er nicht ertragen was er sieht und er benutzt sein übliches Muster: davonrennen (was wohl mein Vorteil ist, in diesem Fall) seine Wäsche stapelt sich, seine Handykarte liegt auf dem Regal (die neue als Ersatz fürs verlorene Handy) mittlerweile tankt er wieder normalen Sprit (vermutlich ist ihm das Tanken mit Speiseöl zu aufwendig). Es scheint als so zu sein, dass alles anstrengend wirkt. Jedoch muss ich sagen, in den 10 Minuten Anweseneheit bemerke ich keinen Alkohol. Er sieht zwar fertig aus, aber ich habe keine Ahnung, ob er für sich seinen Alk gerade mal auf NULL fährt.

    Ach Ihr Lieben,
    bals ist es soweit: ich bekomme die Schlüssel für das Haus und kann dann mit dem Umzug beginnen, der wohl einige Zeit dauern wird. Aber es geht los: das ist schon Gold wert.

    In Sachen Internetzugang habe ich mich für eine Schüssel, Zweiweg, entschieden, weil in dem Örtchen sonst nichts geht. Ein Mitbewerber bietet zwar eine halbe Flatrate, das ist aber auch eine Mogelpackung - somit Schüssel und Flat.

    Vermutlich erst so um den 10. August, aber nach eins kommt zwei! Nun bin ich dabei meine Unmenge an Papier zu richten und das Katzenasyl langsam auch abreisefertig zu machen. Viel Arbeit, Mist ohne Telefon und I-Net, aber bald, bald, bald, gibt es einen morgendlichen Blick ins Grüne.

    Was mir sehr zu schaffen macht ist die Aggression meines Ex, wenn er mal im Hause ist. Ich halte den Mund und es gibt keine unkontrollierten Handlungen meinerseits, aber dieses Wutpotential ist nicht schön für mich. Ich denke aber, wenn er in sich eine solche Wut verspürt, dann muss er ein unzufriedener Mensch sein. Ich ziehe es mir nicht an daran "schuld" zu sein. Ich freue mich auf meine neue "Hütte" und habe Respekt vor allem, was mit dem Umzug zusammenhängt.

    Vor allen Dingen mit den ganzen Tieren, die auch mit umziehen werden.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, liebe Crevette, ich für mich muss feststellen, dass es mir nicht gut geht, wenn mein Ex im noch gemeinsamen Haus auftaucht. Zum ersten belasten mich seine Wut und seine Aggression und zum zweiten ist einfach das wissen wir waren mal Partner. Ich verliere mich selber und fühle mich traurig.

    Erst nach ca 30 Stunden bin ich wieder bei mir und auf mich und mein Leben konzentriert. Für mich ist eine Begegnung mit ihm schädlich, weil ich mich dann selber wieder ins Nachdenken über ihn bewege. Für mich nicht gut!

    Ob gute Zeiten oder schlechte Zeiten ist für mich allerdings nicht mehr relevant, denn ich will eine Zukunft für mich. Die ist mich einem Suchtkranken nicht denkbar.Ach liebe Crevette, zwar verstehe ich, was DU sagen willst, dass die Großzahl der Jahre schön war, aber das, was derzeit läuft ist alles andere als schön, oder? Und genau das ist es auch bei mir, deshalb will ich ihn nicht sehen - und muss es auch nicht mehr lange. Am Donnerstag ist Schlüsselübergabe und die nächsten 10 Tage geht es ans umziehen.

    Also ich trickse mich eigentlich immer schön selber aus wenn ich unruhig werde und mich nicht bei mir befinde ich lasse mir ein schönes Bad ein, danach im kuscheligen Bademantel ein paar nette Minuten bei einem guten Frühstück. Da merke ich dann, ich gehöre mir... Oder ich gehe zu meinen Tieren und kuschele mit denen, auch dann bin ich bei mir.

    Ich verstehe Deine Sehnsüchte Crevette, aber ich denke, wir müssen daran arbeiten in uns und mit uns glücklich zu werden. Egal, was, wo oder wie der Ex.Partner nun ist.

    Halt Dich wacker,

    lieben Gruß von Dagmar

    Ja, Ihr LIeben,
    diese Lügengeschichten sind schon harter Tobak.

    Ein Tobak, der bei mir persönlich erst mal sagt komme auf den Boden, verarbeite was die letzten Jahre war und beginne die Menschen neu kennen zu lernen. Damit später weder eine weitere Abhängigkeitsbeziehung noch Unterstellung aus der Suchtbeziehung eine eventuelle neue Beziehung begleiten. Viel Arbeit - für mich derzeit zu viel, da ich mich erst mal ganz aus der alten Beziehung lösen muss.

    Denn diese Lügengeschichten erinnern mich an Kinder, die im Mittelpunkt stehen wollen, die gehört werden wollen oder sich mitteilen wollen. Wenn eben nicht genügend reale Geschehnisse um den Menschen herum passieren, muss er eben etwas an den Haaren herbeiziehen. Vielleicht einfach nur um ein Gespräch in Gang zu bringen.

    Das ist eben einer der Punkte, an dem sich alles dreht und wendet und im Kreis dreht: ein Suchtkranker hat keinen Bezug zur Realität. Ich weiß das im Kopf, habe es aber noch nicht in mein Leben einbauen können, so dass mir das automatisch klar ist. Immer noch stutze ich bei dieser und jener Aussage ....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Ihr Lieben,
    ich vermute mal, auch wenn wir einen etwas rauheren Ton nicht so gerne hören, so dürfte er doch der einzige sein, den wir als co verstehen könnnen.

    Sind wir doch Meister im schönreden und finden von Erklärungen oder Entschuldigungen, so kann eigentlich nur ein klares Wort sagen was Sache ist. Zumal ich für mich nach wie vor der Meinung bin, Sucht nicht zu verstehen, auch wenn ich mich wohl informiert habe und wahrlich Bücher gefressen habe. Aber das ist Theorie aus einem sauber geschriebenen Buch.

    Nur muss ich für mich verstehen, dass die Sucht den Menschen verändert und ich nur nach mir sehen kann - jegliche Hoffnung macht mich als Begleiter nur noch schwächer und verhindert den eigenen Aufbau.

    Gerne hätte ich verstanden warum gelogen wird, gerne hätte ich kapiert warum geflüchtet wird statt sich Problemen zu stellen, gerne hätte ich begriffen, warum nur noch negative Gefühle wie Wut oder Unzufriedenheit in meinem Ex existieren. Aber nun gut, seine Sucht - eine Krankheit - die entgegen aller Logik geht, somit sind auch leider bei uns keine Gespräche oder kein friedliches Ende möglich. Ich knabbere daran, aber ich muss es hinnehmen.

    Wißt Ihr, so ein bischen kann ich den Sarkasmus von Spedi verstehen. Weiß er doch nur zu gut wie leicht wir unsere Knöpfe und Hebel anwerfen lassen. Ich denke, wenn ein Suchtkranker trocken wird, so kommen manche Erinnerungen zurück daran, wie andere Menschen manipuliert wurden (deshalb vielleicht auch bei manchen die
    Scham). Und wer, wenn nicht ein Betroffner, kann überdeutlich zur Sucht und dem Verhalten von Süchtigen Stellung beziehen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach liebe Crevette,
    die meisten von uns werden ab und zu mal "schnüffeln" am süchtig machenden Stoff.

    Wobei ich bei mir feststellen muss, dass jeder Kontakt mich zurückwirft. Zwei Tage nach seiner Abwesenheit komme ich wieder auf Normal-Stufe. Ich benötige also rund 30 Stunden um vom Up-Down wieder auf Normal zu kommen.

    Was natürlich bedeutet, mir muss mein Stoff fernbleiben, damit ich auf "Middle" einpendeln kann.

    Ich für mich muss einfach sagen, durch die vielen Knöpfe und Mechanismen, die der Suchtkranke kennt, der ebenfalls mich viele, viele Jahre kennt, erwischt er unter Garantie einen "Ein-"Knopf.

    Alleredings fühlt sich für mich der Kontakt mit meinem Ex nicht mehr gut an. Ich weiß, wenn ich den Alk auch als Thema weglasse, dass unsere Alltagsbewältigung anders ist und nicht vereinbar. Dennoch ist es trotzdem nicht einfach....

    Lieben Gruß von Dagmar