Beiträge von dagmar007

    Hallo, liebe Crevette,
    ich habe sie, die Marmelade, noch nicht probiert - aber ich denke schon, dass sie gelungen ist. Muss noch eine aus hellen Beeren machen, bin heute aber einfach schlapp.

    Nun geht es ans Abschrauben der Gardinenstangen und das reinigen von denen. Es nähert sich alles dem Auszugstermin. Leider noch keinem zuverlässigen INternetanschluss. Aber nach eins kommt zwei.

    Die Situation im Haus mit ihm ist schwer zu ertragen und mir gelingt es zwar im Verhalten ein "egal" zu signalisieren, aber mich beschäftigen dennoch viele Fragen. Und ich fühle mich unter Druck gesetzt (schreibst Du mein Testament mit Dir als Nutznießer, wer weiß ob ich demnächst noch die Fahrt bis hierher überlebe, ob mir nicht jemand am Auto rumschraubt, gehen wir ein letztes Mal Pizza essen, wer weiß ob ich nächste Woche noch lebe - er meint ihm wolle jemand etwas böses, der seine neue Kampftrinkerin zur Freundin möchte).

    Mir ist aufgefallen, dass es meinem Ex noch viel schwerer fällt ohne Internet und Telefon allein im Haus zu sein. Da ich mich auf keine Gespräche einlasse verläßtn er dann das Haus. ICh hoffe still für mich, dass er das auch die nächsten beiden Wochen tut, bzw. gleich weg bleibt, denn da geht es ja in meinen Umzug rein.

    Alles nicht einfach und der letzte Schritt, das endgültige Lösen, dauert bestimmt auch noch und bringt sicherlich auch noch viel Schmerz mit sich.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ist auch mein Problem: Wut oder offene Fragen halten mich an denjenigen gebunden, von dem ich mich lösen möchte. Dazu ist es notwenig, dass ich bei mir selber bleibe. Was mir noch nicht so gelingt, wie es sein muss.

    Nur wenn er mir egal ist, ich mir keine Gedanken mache, mich weder unsinnige Lügen noch Telefonanrufe beeindrucken, dann schaffe ich den Weg in meine Freiheit. NOch gelingt mir das nicht.

    Deshalb bin ich glücklich, eine neueWohnung zu beziehen. Ja, ich habe HOrror vor dem Umzug, aber es ist mein neues Reich, in dem er keine Spuren gelegt hat.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hm liebes Schneewittchen, bedingt hast Du Recht, was den Persilschein für Abhängigkeitskranke betrifft, vor Gericht konnte ich das mehrfach bei mein Mitmenschen erleben. Einfach weil die Gerichte wissen, dieser Mensch handelt weder
    kontrolliert noch logisch.

    Ja, schon muss der Co handeln. Aber eigentlich für sich und nicht für den Abhängigkeitskranken. Für mich persönlich bedeutet das in der Übersetzung: ich muss ausziehen und dem Abhängigen die komplette Verantwortung überlassen. Aufgrund des beständigen Konsusm, der beständigen Lügen und regelmässigen Gefühlsumschwünge ist ein Leben für mich persönlich so nicht erträglich.

    Ja, auch ich wollte die Trinkmengen wissen um zu wissen ob es gefährlich für mich wird weil wenn es mehr als der Spiegel war Gewaltandrohungen auf mich warteten. Aber genau das ist CO - genau das ist unsere Sicherheit auf den Konsum des Abhängigen zu richten. Weil mir meine Sicherheit wichtig ist ziehe ich aus. Ein Gespräch lohnt in meinem persönlichen Fall nie: egal ob hoher oder geringer Konsum 1) ist der Konsum immer da und 2) selbst wenn heute kein Konsum da ist, dann wird wohl noch die Wirkung von gestern da sein.

    Ich wollte auch immer gerne alles zu einem sauberen Ende bringen, ohne Rosenkrieg. Aber jegliche Gespräche führten zu nichts, außer zu Verdrehungen oder Wutgefühlen der Gegenseite. Davon mal abgesehen, was hilft es mir persönlich heute über etwas zu sprechen, was der Betreffende morgen vergessen hat oder anders sieht.

    Auch ich ziehe mir den Schuh so nicht an. Aber der Pantoffel des Selbstbetruges, der steht doch neben meinem Bett: Habe ich mich nicht oft gefragt, ob ich den Abhängigen als Alkoholiker abstemple und er es nicht ist? Weil ich mich mit meinem Eindruck selber in Frage stellte - obwohl ich doch weiss, dass zumindest jeden Tag konsumiert wird.

    Dennoch, lieber Spedi, ich für meinen Teil habe versucht mich umfassend über den Alkohol zu erkundigen und habe dennoch ganz viel nicht begriffen. Ich verstehe diese Kette des Lügens, davon rennens, vermeidens, geographischer Flucht ect. nicht. Nachvollziehen kann ich es, aber es ist für mich so wenig nachvollziehnbar, weil ich es für mich nicht könnte, dass ich mich blockiere. Ich weiß nichts über die Sucht - und werde es auch nie erfahren (so hoffe ich, weil ich selber nicht süchtig werden möchte).

    Lieber Spedi, für mich ist es persönlich unendlich schwer zu begreifen, dass eine Lüge der anderen folgt, auch wenn ich mir denke, dass diese Lügen ein Überlebenstrieb des Suchtkranken sind.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Ihr Lieben,
    auch mein Versuch mich und mein Verhalten zu beleuchten lief über das Thema "Wirkung des Alkohols" verstehen. Ich lese, registriere, meine zu begreifen und merke doch, ich kann es nicht nachvolziehen.

    Ich denke, da gibt es so viele Dinge, wie auch Kindheit des Kranken, gelernte und erworbene Mechanismen, die zusammen mit dem Alk einfach eine nicht nachvollziehbare Konstellation ergeben.

    Liebes Bienlein, in meiner ehemaligen Beziehung habe ich nicht den Eindruck, dass der Ex-Partner die Lügen verdrängt, sondern ich vermute er benötigt die Lügen für sich und glaubt sie ansatzweise selber. Sicherlich verlore er seine sozialen Kontakte, suchte neue Kampftrinker, amüsiert sich mit denen und lügt diese nun auch an, wie ich mitbekommen musste.

    Ich glaube es ist weder wollen noch manipulieren - ich denke, es ist Selbstschutz.

    Traurig, aber erst wenn mal dieserSelbstschutz versagen könnte, dann ist vielleicht ein "Hallo Wach" Moment zu erreichen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hey Ihr Lieben,
    eine Weile wird das Drama noch gehen. Zwar hier nur noch eine starke Woche, in der neuen Hütte werde ich wohl über Modem ins Netz müüsen - am Anfang mal zumindest.

    Tja, heute morgen habe ich Johannisbeeren gepflückt, die nachher zu Marmelade verarbeitet werden.

    Die Situation hier ist nicht gerade genial, Selbstmitleid, er wollte sein Testament auf mich schreiben, woran ich kein Interesse habe. So manche Dinge dieser Art.

    Allerdings ist nun folgendes passiert: Seine Kündigung von Telefon und Internet hat wohl zur Folge, dass er durch Schufa-Eintrag vorerst gar kein Telefon oder Internet hier im Hause bekommen wird. Einen Umzug hat er sich wohl abgeschminkt, da er keine von ihm gewünschten Objekte angeboten bekommt.
    Da er nun auch am Arbeitsplatz Surfverbot hat, ist auch er abgeschnitten.
    Nun hatte er dummerweise sein Handy verloren und ist nun selber der Dumme weil er eben ohne Tel war und auch zukünftig da größere Probleme bekommen könnte.

    Die habe ich zwar auch, aber nicht wege Bonität sondern weil dort eben nicht viel geht....

    So Ihr Lieben, bis hoffentlich bald,

    erst jetzt habe ich begriffen, was Loslassen und Nichthilfe ist - nach dem Auszug bringt niemand den Müll weg, sorgt niemand für WC-Papier und holt niemand Brot. Darüber hatte ich mir nie Gedanken gemacht, weil ich es zum Leben brauche und es selbstverstädlich ist - dadurch aber, musste er sich keine Gedanken machen.....

    Ach liebe Crevette,
    doch, Du kannst loslassen - genau wie ich - genau wie bei mir schmerzt es manchmal. Und genau wie ich wirst Du bald in Dir spüren, dass es weniger wird.

    Irgendwann einmal wirst Du spüren, dass Du Dich vielleicht, wie es bei mir ist, nicht nach dem Menscen sehnst und auch nicht nach seiner Nähe, noch nichteinmal nach seiner Person - sondern dass "nur" unser Ego schreit.

    Für mich ist es auch durch die Kontaktarmut derzeit schwer und ich bin auch etwas trauriger. Ich merke nun aber wenigstens, dass ich nicht bei mir bin und ihm viel zu viel Raum gebe durch meine Gedanken. Ich setze mich dann bewußt hin und sage "Daggi komm zu Dir, treff Dich in Dir - denke über Dich und an DIch aber nicht an Dein Suchtmittel.

    Es wird weniger liebe Crevette, langsam aber merklich..... Auch bei DIr, aber erlaube DIr das zu sehen.

    Das mit dem genießen klappt bei mir auch nicht immer - muss es auch nicht, schön, wenn ich irgendwann am Tag sagen kann "das war schön" oder "das tat mir gut" das kann auch nur ein Bad, ein gutes Essen oder Buch sein.

    Halt DIch wacker bis demnächst
    Lieben Gruß von Dagmar

    Packen, putzen, Baumärkte besuchen, Lampen kaufen und nach Asyl erscuchen ;( heftige Tage und schwer wenn man wenig Kontakt haben kann. Aber nur noch ein paar Tage und ich bin eine "Schlüsselgewaltige".

    Ich kämpfe noch mit den Internetmöglichkeiten. Mein Ex will etwas testen und hat sich wohl dort angemeldet. Er meint das funktioniere sicher,,, nur meinte er schonn viel....

    Er versucht gerade auf Frieden, er würde mir wieder Telefon und I-Net ermöglichen. Nun, ich denke mal, es trifft ihn wohl eher selber, als dass er mir gegenüber etwas tun will.

    Das freundliche Angebot mir eine günstige Sat-Anlage zu besorgen habe ich angenommen, sein "installieren" werde ich nicht annehmen, wenn es möglich ist, um ihn nicht auch noch selber in meine Wohnung zu führen und einzulassen.

    Ist alles etwas übel und schwer durch die Kontaktarmut, aber das lässt auch nach..... Ich verspüre zwischendurch den Gnom, der mir in die Knie tritt "Ey Mann, der beherrscht sich grad, ey Mann, Du bildest Dir den Alkoholiker ein.

    Und dann kommt der Suppenkasper und sagt "ein, nein, nein - wie dumm bist DU eigentlich? Du weißt doch, dass man sich immer kurzfrstig zusammenreißen kann! Nein liebe Co - es ist nichts anders - Du verlierst nichts - gewinnst - und sei endlich mal ehrlich Du Co-Gnom, den Menschen, willst Du nicht, mit dem Du noch zusammenlebst. Wollen würdest Du nur eine Illusion. "

    Recht hat der Supenkasper, der mich auch mein verletztes Ego anblöckt! Mehr ist es nicht, der Mensch und seine Handlungen sind mir unangenehm, das einzige was zu leiden scheint ist das Ego - was mir aber nie bewußt war.

    So, und lasst mal die kontaktlose Zeit vorbei sein und mich umgezogen sein, dann geht es mir wieder gut. Denn wenn ich mich jetzt - so ohne Tel und Internet - mit dem Struwelpeter unterhalten kann, so wird es nachher viel besser, wenn ich wieder im Forum schreiben kann oder mit Menschen reden kann.

    Ja, liebe Claudi, ich denke, was Dein Bruder sagt ist sooooo richtig und sooooo wichtig! Ich laß ihn laufen - keine Angst. Denn während er läuft freue ic mich auf meine Umzugs-Klettertouren. Ich denke zu wissen, dass alles Planung und Manipulation ist. Eine Lüge folgt der anderen, aber wenn er es braucht, dann soll er das tun.....

    Ich selber stehe nicht mehr als Sklave zur Verfügung :) Da sollte er sich nun eine andere Galeere raussuchen, auf der er den angeketten Sklaven die Signale und Anweisungen gibt. Wer weiß, vielleicht gibt es unter den Sklaven dann mal eine Meuterei ;) die wird dann vielleicht sogar besser als meine :)

    Lieben Gruß bis dieser Tage.
    Dagmar

    Danke, liebes Kaltblut. Ach nee, Klosterkeller lieber nicht - so ein bischen flirten sollte ja schon dabei sein :)

    Weißt Du, liebes Kaltblut, normalerweise kann ich mich in Trauer oder Sentimentalität an Telefon oder Intnet setzen und mich ablenken. Aber mein Ex hat alle Anschlüsse gekündigt und da geht nichts mehr . Es sei den ich bekomme bei Freunden Asyl, wie jetzt.

    Das ist doppelt hart - verarbeiten und abgeschirmt verarbeiten - aber : ich denke, es ist der härteste Weg, aber auch einer, der wirklich in mir läuft (weil er muss - ich kann mich nun nicht ablenken und selber bemogeln).

    Lieben Gruß von Dagmar
    die jetzt versucht ohne DSL eine Lösung fürs Internet fürs neue Haus zu finden ..... genial in einem paar hundert Seelen Dorf :)

    Nein, liebe Philina, leider kannst Du ihn nicht retten.

    Ich für meinen Teil musste alle die tollen Liebeserklärungen ganz weit nach hinten schieben. Denn ich für mich empfinde es so, dass diese Erklärungen ein weiteres Mittel waren, dass meine Helferleistungen auch funktionieren.

    Genau dieses Rädchen, rastete bei mir doch so schön ein und gab ihm die Möglichkeit mich wieder zu steuern - unbewußt und doch in dem Kurs, den er wollte. Mal mit mehr - mal mit weniger Erfolg, aber immer kam etwas dabei für ihn raus.

    Nein, Liebe, was das ist spreche ich meinem Ex-Partner in seinem jetzigen, benebelten, Zustand ab.

    Die Liebe Deines Lebens - noch steht viel Leben vor Dir, wer weiß, vielleicht lachst Du mal in vielen Jahren wenn du das hier liest. Geb der Zukunft eine Chance, egal mit wem - aber ich erwische mich auch ab und zu dabei nicht im hier und jetzt zu sein sondern in alten 2% Erlebnissen zu schwelgen und die 98% Horror zu vergessen.....

    Auch Du kannst Dir etwas aufbauen, wenn Du nachher daran teilnehmen lässt ist dann Deine Entscheidung - aber bau Dir Dein eigenes kleines Reich, mit Freuden und Zufriedenheit. Ich fange auch demnächst an --- wenn ich ins neue Haus kann... Mental beginne ich schon hier.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Oh nee,
    liebes Kaltblut - jetzt bin ich so mühsam am ver- und bearbeiten, da will ich Die 2% Glück oder weniger nicht mehr zurück - weil die nämlich an den restlichen 98 % Chaos hängen.

    Das ist dann irgendwie von mir falsch ausgedrückt worden. Genau diese Emotionen, die Dich so platt werden lassen, die versuche ich gerade zu be- und verarbeiten. Weder der eine Vergleich noch der andere, liebes Kaltblut.

    Ich denke, die 2% Erinnerungen gepaart mit den Ängsten, die vor mir stehen für Umzug ect. machen mich empfänglicher für diese ängstlichen Co-Gefühle. Denn wie gesagt, ich bin froh, dass die Situation anders wird, aber ich merke dass ich durch die Abgeschnittenheit wesentlich empfindlicher/sensibler und angreifbarer bin. Einfach, weil ich komplett in mir alleine aufarbeiten muss.

    ... und durch diese fehlenden Hilfsmöglichkeiten ganz viel nicht machen kann.... ohen Festnetz ist man aufgeschmissen - telekom vom Handy, ohn mann...

    Lieben Gruß von Dagmar

    Weißt Du, liebe Claudi, durch diesen Kontaktverlust Telefon und Internet bin ich gezwungen mich mit meinen Gedanken und Gefühlen auseinander zu setzen. Ich kann nicht flüchten. Es ist grausam und hilfreich zugleich.

    In diesem Haus, welches einem Gefängnis gleicht, oben und unten von Strassen eingerahmt, Bauarbeiten und Gitter für die Stützmauern, die aussehen wie ein Gefängnis machen einen fast krank. Dabei aber muss man dann an die schlechtesten Gefühle ran, die denkbar sind. Weil ja auch die Außensituation, der visuelle Eindruck, schlimm ist.

    Wie gesagt, womit ich am wenigsten klarkomme sind einfach diese Verhaltensweisen, denen ich mich noch nicht entziehen kann, da ich hier wohne.

    Um mich zu treffen wird mir Telefon und Internet gekündigt (obwohl ich das mitzahle). Nun gut, es kann sein, dass er nicht mehr an seinen Arbeitsplatz zurückkehrt und somit auch nicht mehr in dieses Haus. Insofern fehlt es ihm nicht - dass er mir gegenüber respektlos ist und skrupellos, das weiss ich ja schon länger.

    Gleichzeitig aber nahezu täglich fragen ob er für mich kochen kann und ob wir gemeinsam essen, was ich ablehne, weil mir Kontakt zu ihm nicht gut tut.

    Ich kann diesen Wechsel von Wut und dem Versuch der Gemeinsamkeit nicht so einfach verarbeiten. Ebenso wie seine ständig schlechte Laune, er hat doch seine Trinkergesellschaft, warum fühlt er sich dann nicht wohl genug in seiner Haut um mich einfach in Ruhe zu lassen? Er müsste doch zufrieden sein und es müsste ihm besser gehen als mir.

    Ich selber muss mich und meine Gedanken ja gerade aufarbeiten und bewältigen. Er geht ja für sich den Weg des gesellschaftlichen Trinkens, somit kann er doch alles auf die Seite schieben und müsste sich relaxt fühlen.

    Nun gut, nicht in meiner Macht es zu ändern - nicht in meinem Hirnvolumen es zu verstehen. Aber schade in jedem Fall dass kein sauberes Ende möglich ist.

    Lieben Gruß von einer Lernenden
    Dagmar

    Tja Ihr Lieben,
    ich kann mir vorstellen, dass die meisten "Gespräche" mit Suchtkranken recht ergebnislos enden. In meinem Fall sah ich mich einem Gesicht gegenüber, welches ausdruckslos murmelte "Ich weiß selber nicht was ich will.".

    Nun, in meinem Fall muss ich dann entscheiden was ich will. Denn wie, bitteschön, soll jemand der selber für sein Leben keine Verantwortung mehr übernehmen kann, die Mitentscheidung für eine Beziehung tragen. Mein Ex versuchte sich alle Türen und Möglichkeiten offen zu halten, die für ihn von Vorteil hätten sein können. Nicht mehr und nicht weniger.

    Wie soll es weitergehen? Soll es, Deiner Meinung nach, weitergehen? Denn eigentlich wäre es vermutlich Deine Verantwortung Dir gegenüber ihm zu sagen wie es in Deinen Augen weitergehen kann (wenn es denn tatsächlich soll......) und was Du erwartest.

    Kann es überhaupt weitergehen, wenn Vertrauen erschüttert ist? Kann ein normales Leben überhaupt geführt werden wo zuvor Lüge und Skrupellosigkeit zu finden waren. Bei mir wohl nicht ....

    ***Du schreibst: die positiven beziehen sich natürlich auf seine liebenswerten, nüchternen seiten (wie im letzten thread beschrieben). hier emfinde ich für ihn nach wie vor liebe, freude, zärtlichkeit, zuneigung...
    für seine alkoholisierte seite empfinde ich mittlerweile nur noch resignation, wut, zorn, ja fast schon hass, ignoranz... ***

    Und was ist im hier und jetzt??? Was ist heute, gestern, die letzte Woche, der letzte Monat?? Wie oft gibt es da noch Deine Traumvorstellung? Bei mir gab es die schon lange nicht mehr ... ich wollte nur einfach die Dinge, die ich mal vor vielen Jahren erlebt hatte "wieder haben" aber es gibt sie bei ihm für mich nicht mehr ....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Wie, liebe LIchtwind, soll ein Suchtkranker sich selber real sehen. Würde er/sie es nämlich, so müssten sie bemerken, dass sie nicht so wichtig sind, wie sie es selber meinen. Sie müssten vielleicht sogar erkennen, dass sie keine Bereicherung für das Leben der Mitmenschen sind, weil sie nicht massgeblich Verantwortung tragen können /zumindest mein Ex.

    Unterschiedliche Botschaften wohl je nach Promille und der derzeitigen Gefühlslage. Ist nicht unlogisch oder, mal fühlt man sich weinerlich, dann wieder stark, mal aggresiv, dann wieder depressiv - ähnelt so írgendwie uns Co's. Traurig, aber fast zum lachen - wäre es nicht so traurig.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Tja Ihr Lieben,
    ich kann mir vorstellen, dass die meisten "Gespräche" mit Suchtkranken recht ergebnislos enden. In meinem Fall sah ich mich einem Gesicht gegenüber, welches ausdruckslos murmelte "Ich weiß selber nicht was ich will.".

    Nun, in meinem Fall muss ich dann entscheiden was ich will. Denn wie, bitteschön, soll jemand der selber für sein Leben keine Verantwortung mehr übernehmen kann, die Mitentscheidung für eine Beziehung tragen. Mein Ex versuchte sich alle Türen und Möglichkeiten offen zu halten, die für ihn von Vorteil hätten sein können. Nicht mehr und nicht weniger.

    Wie soll es weitergehen? Soll es, Deiner Meinung nach, weitergehen? Denn eigentlich wäre es vermutlich Deine Verantwortung Dir gegenüber ihm zu sagen wie es in Deinen Augen weitergehen kann (wenn es denn tatsächlich soll......) und was Du erwartest.

    Kann es überhaupt weitergehen, wenn Vertrauen erschüttert ist? Kann ein normales Leben überhaupt geführt werden wo zuvor Lüge und Skrupellosigkeit zu finden waren. Bei mir wohl nicht ....

    ***Du schreibst: die positiven beziehen sich natürlich auf seine liebenswerten, nüchternen seiten (wie im letzten thread beschrieben). hier emfinde ich für ihn nach wie vor liebe, freude, zärtlichkeit, zuneigung...
    für seine alkoholisierte seite empfinde ich mittlerweile nur noch resignation, wut, zorn, ja fast schon hass, ignoranz... ***

    Und was ist im hier und jetzt??? Was ist heute, gestern, die letzte Woche, der letzte Monat?? Wie oft gibt es da noch Deine Traumvorstellung? Bei mir gab es die schon lange nicht mehr ... ich wollte nur einfach die Dinge, die ich mal vor vielen Jahren erlebt hatte "wieder haben" aber es gibt sie bei ihm für mich nicht mehr ....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Sind sie wirklich so gute Schauspieler, oder wollen wir nur zu gerne glauben, was sie uns da kurzzeitig vorspielen?

    Ist es nicht so, dass diese Schauspieler genau unsere Knöpfe betätigen und uns genau die Rolle vorspielen, die wir ihnen schon über Jahre oftmals an den Kopf geworfen haben?

    "Warum bist Du nicht so oder so? Warum ziehst Du nicht normale Kleidung an? Warum putzt Du Dir nicht die Zähne? Warum bist Du so lieblos?"

    Wir selber haben ihnen doch das Regiebuch in die Hand gedrückt, oder? Nun spielen sie die Rolle, die wir ihnen als Regiseur zugedacht hatten ;)

    Einfach nur klug sind sie.... im Überlebenskampf um die Droge.....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Bleib so stark Claudi, auch wenn es schwer ist. Du wirst es Dir selber danken :)

    Einige heftige Tage liegen hinter mir und das dreifache dessen steht mir noch bevor. Aufgrund der Kündigung von Telefon und Internet meines Ex-Lovers und Alkoholkranken bin ich jenseits von "Gut und Böse" im Tal der Ahnungslosen. Keine Kontakte (Handytelefonate sind dann doch etwas teuer) und somit brutalst gezwungen bei mir selber zu bleiben - bzw. wieder zu mir zu kommen.

    Nachdem es jetzt zur Auszugsphase kommen wird bedeutet das die entgültige Trennung (mein Ex will nach Würzburg ziehen und ist somit auch räumlich weit weg von mir, Arbeitsplatz will oder wird er hier aufgeben) vor mir steht jede Menge Trauerarbeit.

    Ich erwische mich des öfteren in den von vielen von Euch geschilderten "Ach wie schön Momenten". Und dann kommt mein kopftechnischer Gegenzug in Form der Frage: "Ist Deine Sehnsucht/Erinnerung aus dem Hier-und-jetzt?"

    Letzteres muss ich klar mit nein beantworten. Immer wenn es wirklich im Bauch weh tat, so waren uralte Erinnerungen an meiner Seite, die schon lange, lange nicht mehr der Realität entsprachen. Gerade so, als würde ein Verdrängungsmechanismus versuchen immer wieder durch uralte, gespeicherte Glücksmomente auf mein Verhalten zugreifen wollen.

    Wenn ich den Kopf und das Herz einschalte, so sagen mir beide zeitgleich: "Nein, das alles sind nicht die neuesten Erlebnisse, vergiss nicht, was aktuell geschieht. Trenne dich mal bitte schnell von den wenigen Traummomenten, die du gerade verzweifelt versuchst ans Licht zu zerren."

    Ich treffe mich hier immer wieder mit Euren Gedanken und frage mich wirklich - bitte nicht böse sein - sind Eure Sehnsüchte, Erinnerungen, Gefühle und Wünsche wirklich aus dem hier und jetzt??? Meine nämlich nicht!

    Auch spüre ich, dass dieses endgültige voneinander gehen - wir haben keine Chance mehr a) auf Grund von mangelnder Einsicht und b) seiner räumlichen Distanz bzw. seines neuen Wirkungskreises, der ihn nicht mehr hierher ziehen wird - ist Trauerarbeit pur; aber auch Bewältigung. Vielleicht auch die Chance, dass durch diese Distanz mein endgültiges Abnabeln leichter fällt weil er als mein Suchtmittel den Gefallen tun wird und nicht mehr in meiner Nähe ist, den Zugriff von mir auf sich als Suchtmittel selber verhindert.

    Mich erschreckt zutiefst, wie groß das Gewicht der kleinen paar Erinnerungen und schönen Momente ist im Gegensatz zum Leichtgewicht dessen was mir in den letzten Monaten an Ignoranz, Aggression, Überheblichkeit, Lügen und Betrügereien serviert wurde. Diese realitätsfremde Betrachtungs-/Gefühlsweise ist alles andere als schön und sehr, sehr anstrengend ihr entgegen zu wirken.

    Diese Situation wird mit absoluter Sicherheit noch genährt durch die Zukunftsängste, die mich begleiten. Arbeitslos, Autoreparaturen, der Umzug ect. pp.

    So und nun stellt sich die logische Frage, in wieweit schüren die Ängste diese wenigen Gramm positiver Erinnerung und lassen dadurch diesen Selbstbetrug zu?

    Ebenfalls musste ich für mich im Sinne dessen was zukünftig für mich nicht mehr will unser Sexualleben neutral betrachten, von dem ich ebenfalls sagen würde, dass es nicht gesund war.
    Vom normalen Beginn der Beziehung, nach Jahren des Alkoholkonsums zur Abflachung und dem Alltag, zu seinem ständig steigenden Porno- und Alkoholkonsum und den Vorliebe sich doppelt so alte Frauen bevorzugt auf diesen Pornos anzusehen.
    Von der Steigerung der Experimente in eine Fetischrichtung von Fesselung und Knebelung, evtl. als Machtgebahren. Bis hin zu einer meiner Meinung nach fordernden Fantasievorstellung von ihm.

    Somit sind alle die partnerschaftlichen Seiten extrem geworden. Während die gegenseitige Verantwortung bzw. Pflichterfüllung von seiner Seite auf NULL ging.

    Wie oft haben wir uns die Frage gestellt: "Tun wir ihm/ihr Unrecht oder schätzen wir den Alkoholmissbrauch falsch ein?". Ich selber stelle fest, dass es mir Stiche verpasst wenn er plötzlich positive Veränderungen zeigt. Plötzlich werden die Zähne geputzt und ab und zu auch normale Kleidung angelegt. Es trifft mich und der kleine Gnom in meinem Hirn sagt "Siehst Du es geht doch, was Du wolltest, nur Du hast es nicht erreicht.". Nein, ich habe es nicht erreicht, weil ich diese Themen ein oder zwei Mal ansprach und dann sein ließ weil ich nicht an Mutters Stelle Erziehungsmassnahmen durchführe.
    Es trifft mich, aber vergesse ich vielleicht, dass diese Änderungen nicht von innen heraus sind, sondern der Situation dienen könnten vom wahren Verlauf und Stadium der Sucht abzulenken? Warum sticht es der kleine Gnom mir einhämmmern will "Für eine andere tut er das?". Denn mein Kopf ist darüber informiert, dass diese Gesellschaftstrinkerin grundsätzlich andere erzieht und nach ihrem Willen versucht zu formen. Jetzt aber kommt der Moment, wo ich neben den Stichen des Gnoms stolz bin auch mich :) Ich habe nicht erzogen, ich habe nicht nach meinen Wünschen verändert und eine Änderung die jetzt quasi erfolgt durch Umerziehungsmassnahmen dürfte nur so lange gut gehen, wie diese Zwangsmassnahmen Nutzen bringen.

    Dennoch, alle diese Dinge treffen, geben Grund zum Nachdenken und zur Eigenbetrachtung.

    Ich denke, konstant in meinen Entscheidungen zu sein und Konsequenz an den Tag zu legen liegt an meiner Kopfbetontheit. Würde nur das Gefühl entscheiden dürfen, so befürchte ich das schlimmste für mich. Gestern erwischte ich mich bei ein paar Gedanken, die absolut nicht meinem bewußten Willen entsprechen und nur der Kopf verhinderte Dummheiten, die mich alles an Konsequenz gekostet hätten, was ich mühsam aufgebaut hatte.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Einige heftige Tage liegen hinter mir und das dreifache dessen steht mir noch bevor. Aufgrund der Kündigung von Telefon und Internet meines Ex-Lovers und Alkoholkranken bin ich jenseits von "Gut und Böse" im Tal der Ahnungslosen. Keine Kontakte (Handytelefonate sind dann doch etwas teuer) und somit brutalst gezwungen bei mir selber zu bleiben - bzw. wieder zu mir zu kommen.

    Nachdem es jetzt zur Auszugsphase kommen wird bedeutet das die entgültige Trennung (mein Ex will nach Würzburg ziehen und ist somit auch räumlich weit weg von mir, Arbeitsplatz will oder wird er hier aufgeben) vor mir steht jede Menge Trauerarbeit.

    Ich erwische mich des öfteren in den von vielen von Euch geschilderten "Ach wie schön Momenten". Und dann kommt mein kopftechnischer Gegenzug in Form der Frage: "Ist Deine Sehnsucht/Erinnerung aus dem Hier-und-jetzt?"

    Letzteres muss ich klar mit nein beantworten. Immer wenn es wirklich im Bauch weh tat, so waren uralte Erinnerungen an meiner Seite, die schon lange, lange nicht mehr der Realität entsprachen. Gerade so, als würde ein Verdrängungsmechanismus versuchen immer wieder durch uralte, gespeicherte Glücksmomente auf mein Verhalten zugreifen wollen.

    Wenn ich den Kopf und das Herz einschalte, so sagen mir beide zeitgleich: "Nein, das alles sind nicht die neuesten Erlebnisse, vergiss nicht, was aktuell geschieht. Trenne dich mal bitte schnell von den wenigen Traummomenten, die du gerade verzweifelt versuchst ans Licht zu zerren."

    Ich treffe mich hier immer wieder mit Euren Gedanken und frage mich wirklich - bitte nicht böse sein - sind Eure Sehnsüchte, Erinnerungen, Gefühle und Wünsche wirklich aus dem hier und jetzt??? Meine nämlich nicht!

    Auch spüre ich, dass dieses endgültige voneinander gehen - wir haben keine Chance mehr a) auf Grund von mangelnder Einsicht und b) seiner räumlichen Distanz bzw. seines neuen Wirkungskreises, der ihn nicht mehr hierher ziehen wird - ist Trauerarbeit pur; aber auch Bewältigung. Vielleicht auch die Chance, dass durch diese Distanz mein endgültiges Abnabeln leichter fällt weil er als mein Suchtmittel den Gefallen tun wird und nicht mehr in meiner Nähe ist, den Zugriff von mir auf sich als Suchtmittel selber verhindert.

    Mich erschreckt zutiefst, wie groß das Gewicht der kleinen paar Erinnerungen und schönen Momente ist im Gegensatz zum Leichtgewicht dessen was mir in den letzten Monaten an Ignoranz, Aggression, Überheblichkeit, Lügen und Betrügereien serviert wurde. Diese realitätsfremde Betrachtungs-/Gefühlsweise ist alles andere als schön und sehr, sehr anstrengend ihr entgegen zu wirken.

    Diese Situation wird mit absoluter Sicherheit noch genährt durch die Zukunftsängste, die mich begleiten. Arbeitslos, Autoreparaturen, der Umzug ect. pp.

    So und nun stellt sich die logische Frage, in wieweit schüren die Ängste diese wenigen Gramm positiver Erinnerung und lassen dadurch diesen Selbstbetrug zu?

    Ebenfalls musste ich für mich im Sinne dessen was zukünftig für mich nicht mehr will unser Sexualleben neutral betrachten, von dem ich ebenfalls sagen würde, dass es nicht gesund war.
    Vom normalen Beginn der Beziehung, nach Jahren des Alkoholkonsums zur Abflachung und dem Alltag, zu seinem ständig steigenden Porno- und Alkoholkonsum und den Vorliebe sich doppelt so alte Frauen bevorzugt auf diesen Pornos anzusehen.
    Von der Steigerung der Experimente in eine Fetischrichtung von Fesselung und Knebelung, evtl. als Machtgebahren. Bis hin zu einer meiner Meinung nach fordernden Fantasievorstellung von ihm.

    Somit sind alle die partnerschaftlichen Seiten extrem geworden. Während die gegenseitige Verantwortung bzw. Pflichterfüllung von seiner Seite auf NULL ging.

    Wie oft haben wir uns die Frage gestellt: "Tun wir ihm/ihr Unrecht oder schätzen wir den Alkoholmissbrauch falsch ein?". Ich selber stelle fest, dass es mir Stiche verpasst wenn er plötzlich positive Veränderungen zeigt. Plötzlich werden die Zähne geputzt und ab und zu auch normale Kleidung angelegt. Es trifft mich und der kleine Gnom in meinem Hirn sagt "Siehst Du es geht doch, was Du wolltest, nur Du hast es nicht erreicht.". Nein, ich habe es nicht erreicht, weil ich diese Themen ein oder zwei Mal ansprach und dann sein ließ weil ich nicht an Mutters Stelle Erziehungsmassnahmen durchführe.
    Es trifft mich, aber vergesse ich vielleicht, dass diese Änderungen nicht von innen heraus sind, sondern der Situation dienen könnten vom wahren Verlauf und Stadium der Sucht abzulenken? Warum sticht es der kleine Gnom mir einhämmmern will "Für eine andere tut er das?". Denn mein Kopf ist darüber informiert, dass diese Gesellschaftstrinkerin grundsätzlich andere erzieht und nach ihrem Willen versucht zu formen. Jetzt aber kommt der Moment, wo ich neben den Stichen des Gnoms stolz bin auch mich :) Ich habe nicht erzogen, ich habe nicht nach meinen Wünschen verändert und eine Änderung die jetzt quasi erfolgt durch Umerziehungsmassnahmen dürfte nur so lange gut gehen, wie diese Zwangsmassnahmen Nutzen bringen.

    Dennoch, alle diese Dinge treffen, geben Grund zum Nachdenken und zur Eigenbetrachtung.

    Ich denke, konstant in meinen Entscheidungen zu sein und Konsequenz an den Tag zu legen liegt an meiner Kopfbetontheit. Würde nur das Gefühl entscheiden dürfen, so befürchte ich das schlimmste für mich. Gestern erwischte ich mich bei ein paar Gedanken, die absolut nicht meinem bewußten Willen entsprechen und nur der Kopf verhinderte Dummheiten, die mich alles an Konsequenz gekostet hätten, was ich mühsam aufgebaut hatte.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Tja, ich würde sagen,
    die Sexsucht - oder den Wunsch nach Sexualtität, den lebte mein Ex auch. Allerdings habe ich den Eindruck dass derzeit bei ihm so viel in der Richtung nicht mehr geht und diese vermeintliche Sexsucht vielleicht auch das ist, dass er sich beweisen will, dass es "doch" noch geht.

    Ich empfand es anfänglich so, dass im Laufe unserer jahrelangen Beziehung von seiner Seite etwas mehr Aufregung ins Sexleben sollte, was ich an und für sich nicht schlimm fand.

    Irgendwann einmal wurden die Wünsche etwas komischer und für mich schwerer nachvollziehbar, dann konnte ich mich nicht mehr damit identifizieren und fand keinen Spaß mehr daran. Ich hatte den Eindruck : je mehr Alk desto Extremer. Durch den Alk konnte er sich wohl weniger spüren, deshalb musste es extremer werden. Demnach wäre in dem Fall durch den Alk eine andere Art von Sex/Erotik entstanden.

    Mitschuld??? Nee, sehe ich für mich nicht - solange es schön ist und Spaß macht o.k. Wenn es beginnt, dass ich mich nicht mehr wohlfühle, dann klappt es nicht mehr. Schuld oder Unschuld gibt es da nicht für mich sondern nur ein "nicht mehr passen".

    Verlieben? Vielleicht kann ich das irgendwann mal wieder. Derzeit muss ich für mich erstmal wieder den BOden unter den Füßen kriegen und richtig abschließen.

    Ich denke bei meinem Ex, dass sein wirkliches Selbstbewußtsein nicht das größte ist - auch wenn er überheblich nach außen wirkt. Die Sexualität und Potenz dürte er selber spüren ist nicht mehr selbige wie zuvor. Eventuell will er immer wieder beweisen welch toller Hecht er ist - das Ergebnis bekommt er nie und deshalb mehr und mehr und mehr, und exotischer und exotischer und exotischer....

    Ich weiß es nicht, aber ich weiß, dass ich das gar nicht mehr erspüren will.

    LIeben Gruß von Dagmar

    Vielleicht, liebe Philina stimmt keine seiner Aussagen? Vielleicht baut er sich diese Antworten je nach Situation und eventuellem Hintergrund? Ich für meinen Teil versuche mir keine Gedanken mehr zu machen was wirklich für Gefühle oder Absichten da sind.

    Meine persönliche Erfahrung ist Deiner ähnlich, von jetzt auf später werden unterschiedliche Antworten gegeben, was aber wirklich sich im inneren abspielt weiß ich nicht, wusste ich nie und werde es auch nie erfahren. Ich weiss nicht einmal ob Betroffene das selber wissen. Mein Ex sagte sehr oft, nahezu täglich "ich weiß selber nicht was ich will"....

    Aber ich weiß was ICH will, ein Leben in Ruhe....

    Sein wahres Ich? Gibt es das? Solange der Alk irgendwo in der Nähe ist oder im Fall von Trockenheit nicht bewältigt, so gibt es vermutlich kein ich sondern nur einen Ansatz dessen, was das Ich sein könnte, oder?

    Kein Verständnis finden? Nun findest Du das immer, oder ich? Wir müssen unseren Weg für uns gehen, ohne das andere dafür Verständnis haben, oder? Wir müssen unseren Weg gehen und auf unsere Unversehrtheit achten.

    Lieben Gruß und viel Kraft wünscht Dagmar