Beiträge von dagmar007

    Boah Crevette !!! Tritt vors Schienbein !!!! Weh getan, sorry, aber erinnere Dich dran....

    Warum hast Du etwas nicht geschafft oder falsch gemacht? Bist Du Gott oder Lebensretter von Gottes Gnaden, bist Du ein Schutzengel oder ein Heilspatron !!! ??? Ey Crevette, Du bist ein Mensch - ein eigenständiger Mensch, der nur für sich selber verantwortlich sein kann. Der nur sein eigenes Leben leben kann und darf!!!!

    Boahhh, traurig weil es keine Chance gibt es wieder richtig zu drehen - es besser zu machen??? Boah Crevette - ich würde jetzt gerne darauf sagen, Du willst also eine Chance, diesen ganzen Mist nochmal zu erleben??? Denn auch bei einen vermeintlich neuen Chance würde wieder Dein Einfluss auf die andere Person sehr gering sein.

    Ach liebe Crevette, löse Dich doch von Deinem Mutter Theresa Effekt. Hilfe nach Selbsthilfe jederzeit - aber jemanden mit Hilfe zu überrennen und quasi zu vergewaltigen Hilfe anzunehmen, das kann nur schief gehen.

    Guten Morgen liebe Crevette :)
    Du bist nicht hilflos - bist nicht hilflos was Dich selber betrifft!!!! Alles andere, was andere Menschen betrifft, wäre in meinen Augen Macht. Die Macht, ihnen ein anderes Leben zu diktieren! Crevette, ach Mädchen, Du hast Dir Deinen Mann als Partner genommen, nun benötigt er Schutzengel oder was auch immer - keinen Partner mehr.... Aber auch keine Macht, die über ihn entscheidet!!!!!

    Ich denke, Du weißt was ich Dir sagen will - ich weiß auch das Du es leben willst, dass das noch nicht so klappt, deshalb der Tritt vors "autsch-"Schienbein....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich will mir diese Frage nicht mehr stellen, weil ich dann wieder in die "was wäre wenn" Schiene zurückfallen könnte.

    Ich weiß, dass meine jetzige Situation unerträglich ist, deshalb muss ich sie ändern. Ihn in die "was wäre wenn Schiene" zu erziehen ist ja wohl weder möglich noch sinnvoll, weil ihm dadurch seine Autonomie genommen werden würde.

    Hat er früher gelogen, lügt er jetzt? Macht mich das wirklich weiser? Ändert das mein Unwohlgefühl? In meinem Fall nicht.

    Ich war geschockt über die Veränderungen, die innerhalb von ein paar Monaten vor sich gingen und musste feststellen, dass ist nicht mehr der Mensch, mit dem ich zusammen sein will.

    Ich habe viel verstanden was die Sucht verändert hat und dass, das ich keinen Einfluß auf ihn oder die Sucht habe. Keinen Einfluß auf seine Persönlichkeit - weder auf die, die er mal war, noch auf die, die er mal sein wird.

    Warum also, unnötige Energien für ein "was wäre wenn - Szenario" verschleudern? Egal, ob viel oder wenig Power - sie gehört mir und soll für mich genutzt werden.

    Du schreibst, liebe Dixi "ich habe keine Kraft mehr zu kämpfen". Nun gut, es gibt eine gewisse Zeit, in der ist man/frau kraftlos weil alles verkraftet und überwunden werden muss.
    Dann aber kommt irgendwann einmal der Moment wo man/frau sich entscheiden muss wie es weiter geht.

    Ich habe mich entschieden für ein "und jetzt erst recht ICH". Ich will mich wohlfühlen - geht auch wohl ohne ihm. Ich will das es mir gut geht - ich freue mich über meine Freunde - dazu gehört er nicht mehr. Ich will mein Leben, meine Kraft und meine Persönlichkeit.

    Jetzt nämlich erst recht!

    soll er sich doch aufgeben und dem Alk verschreiben, ich verschreibe mich MEINEM LEBEN! Diese Macht bekommt kein Mensch mich in den Dreck zu ziehen und am eigenständigen aufstehen zu hindern.

    Bereits über meinen Arbeitgeber musste ich sagen: sie konnten mir ins Kreuz treten, aber sie können es mir nicht brechen!

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach Liebe Karotte,
    es liegt an uns, uns so zu leben wir wir uns gerade fühlen. Mal fühle ich mich ausgesprochen feminin, dann lebe ich das auch, dann aber wieder kommt die lederlustige raus, die ja dann anders wirkt, aber die lebe ich auch.

    Mal fühle ich mich stark und kräftig, dann versuche ich es zu leben, dann aber bin ich wieder empfindsam oder habe am Wasser gebaut, auch das lebe ich.

    Aber hat das wirklich etwas damit zu tun ob ich Mann oder Frau bin? Sollte nicht jede-/r sich selber erlauben alle Seiten in sich auszuleben, die starken und die weichen, die männlichen und die weiblichen? Besteht nicht die Gefahr, wenn ich mich selber in eine zu männliche oder zu weibliche Rolle drängen will, dass ich andere Seiten von mir eliminiere.

    Bischen blöde geschrieben ich weiß, denn ich verstehe schon was Du ausdrücken willst. Bei mir war es eigentlich ähnlich weil ich der Macher war. In der Zeit meiner Wandlung war ich immer noch der Macher - aber mein Macher für mein Leben - dabei hat sich auch meine weibliche Seite eher gezeigt, in Wahl von Kleidung, Brille ect. Aber in Einklang mit der männlichen Macherseite.

    Boaaahh, ob jemand meine vielen Worte kapiert, die ich rüberbringen möchte.....

    Stark und weich zu gleich - männlich und weiblich - und das als eine Person :)

    Wenn diese Person eine eben solche trifft, dann könnten sie sich doch toll ergänzen, oder?

    Lieben Gruß von Dagmar

    Tja, liebe Crevette,
    ich würde mal sagen es gibt Empfindunge von außen - positiv wie negativ - es liegt an uns - Dir und mir alleine!!! - in wieweit diese auf uns wirken dürfen.

    Ich erlaube es mir mich über einen BLumenstrauß zu freuen. Ich erlaube es mir mich über meine Tiere zu freuen. Ich will es meinem Ex nicht erlauben mich durch seine Aggressinen anstecken oder aus der Fassung bringen zu lassen.

    Unter gesunden Menschen gilt für mich: alles gegebene kommt zurück! Freundschaft, Zuneigung oder Freundlichkeit und Ehrlichkeit.

    Bei einem Alkoholkranken - oder auch manchen anderen Menschen - kommt das was Du gibst nicht an, sie können es nicht spüren, leben es anders oder können es nicht zurückgeben. Deshalb ist es also unmöglich, meine ich, diesen Menschen etwas (von Deiner Sicht aus....) Gutes zu tun - vielleicht sehen sie das gar nicht als "Gut" an. Vielleicht verstehen sie es nicht.

    Mein Ex will trinken, mein Ex will sich wohl die Finger am Schweißgerät verbrennen und/oder den Führerschein verlieren. Was soll ich bitteschön für ihn beten, ihn versuchen umzustimmen in seinem Verhalten oder oder oder .... Ich halte es für richtig den Führerschein zu behalten und deshalb am Steuer nicht zu trinken, aber es ist vermessen ihn in diese Richtung bringen zu wollen weil er das nicht will. Wie also sollte ich ihn beeinflussen.

    Nein, liebe Crevette, nur jemanden zu lieben und zu hoffen es macht "peng" das funktioniert nicht. Nur durch Deine Liebe muss nicht zwangsläufig Gegenliebe auf Dich zukommen.

    Nein, Du kannst nicht massgeblich das Glück des anderen beeinflussen, Du kannst dem anderen - wenn er sie annimmt - Glücksmomente schicken, aber für die Zufriedenheit ist jeder selber zuständig. Für die Stabilität, sich von anderen Menschen nicht aus der Bahn werfen zu lassen, ebenfalls.

    Du bist glaube ich, noch ganz dolle bei ihm. Liebe Crevette, unsere romantischen Wünsche oder Erwartungen lassen sich nicht erfüllen, zumindest nicht mit jemandem der nicht auf unserer Wellenlänge funkt. Wenn einer morst und der andere funkt, dann werden die beiden nie in Kommunikation treten können und sich über ihre Gefühle, Wünsche oder Erwartungen austauschen können.

    Versuche einfach nur mal, das was Du ihm gutes wünschst, Dir zu wünschen!!!! Vielleicht solltest Du einfach versuchen ab dem Moment wo du an ihn denkst zu sagen "Halt, ich bin nicht bei mir, womit kann ich mich jetzt erfreuen".

    Ich versuche mich und meinen Frieden selber zu finden, ich bemühe mich, mir Glück und Gesundheit zu vermitteln. Ich nehme Freuden aus meinem Umfeld gerne an und versuche schlechte Energien von aussen nicht zu mir durchdringen zu lassen. Denen erteile ich Hausverbot.

    Es liegt also an mir, was ich zu mir durchlasse - es liegt an mir, welche äußeren Strömungen ich zulasse und wie ich letztendlich darauf reagiere.

    Halt Dich wacker, liebe Crevette,
    Du kommst nämlich, glaube ich dem wieso-warum-Punkt, näher :)

    Dagmar

    Ja, liebes Schneggsche,
    ein sehr zweischneidiges Schwert,

    diese Annäherungen sind bei mir nicht gut gegangen, im Gegenteil, am Schluss führten sie in ein schlimmeres Chaos. Er nämlich versprache sie eine Fortführung meiner Hilfestellung und einfach meine Schauspielkunst unter seiner Regie.

    Ich selber wollte nur ein sauberes Ende ohne Eskalation. Auch sah ich bei mir die Gefahr, mir etwas vormachen zu lassen und mich belügen zu lassen von jemandem, der gezwungen ist zu lügen um sein Selbstbild aufrecht zu halten.

    Ich für mich muss ganz klar sagen, eine Annäherung ist bei mir erst nach der endgültigen wohnlichen Trennung möglich. Wobei ich persönlich nicht den Eindruck habe, daran Interesse zu haben. Aber so lange ich noch da bin, solange noch keine richtige Pause und Abstandhalten da war, ist eigentlich noch vieles der alten Strukturen da. Auch wenn ich sie nicht mehr liebe, sie sind exsistent.

    Liebes Schneggsche, achte auch Dich, denn ich muss Dir sagen bei mir war es ebenso - verbunden mit der Erwartung dass ich so mitspiele wie er es möchte. Da dem so nicht der Fall war kamen dennoch weitere, gesteigerte, Aggressionen.....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach liebe Skybird,
    diese Rückschläge sind einfach bääh. Weil man/frau sich fragt "ups, wieso haut es mich jetzt um?". Aber liebe Skybird und Ihr anderen, ich denke nach wie vor, dass ein Alkoholiker sich zwar in seinen Rausch flüchten kann - aber nicht 365 Tage im Jahr abstellen kann welche Menschen zuvor in seinem Leben war oder wie sein Leben einmal war.

    Eigentlich - aber so weit bin ich auch noch lange nicht - sollten uns solche Versuche der Kontaktaufnahme oder lästige Telefonate oder ähnliches eigentlich nur zeigen dass wir keinesfalls vergessen sind (auch wenn uns das egal sein muss) egal ob als Co oder Partner. Wir sollten froh sein, dass wir es anders bewältigen und solche Dinge einfach nur stehen lassen können. Alle Aggressionen, alle Wut und alle Traurigkeit, die wir empfangen, sind weniger auf uns gemünzt als mehr Ausdrücke des Kranken von sich selber, scheint mir.

    Mach es gut lieber Himmelsvogel auf Deiner Alm. Genieße Blumen, Tiere und den blauen Himmel, das leichte Lüftlein um die Nase und die wiedergewonnene Freiheit.

    LIeben Gruß von Dagmar

    Hallo Ihr Lieben,
    ich denke schon, ich habe alle die Postings richtig verstanden, in denen es um meine Bewältigung geht. Ach nein, ich brauche keinen Trost, den bietet ihr mich schon ;) oder denke es wird falsch betrachtet. Mir ist eigentlich nur wichtig rüberzubringen, dass ich ebenso kämpfe wie jeder andere, auch wenn es zuweilen lässiger oder kaltschnäutziger wirkt. Nicht, dass jemand denkt, uups, so lässig kriege ich das nicht hin, lasse ich es doch lieber ganz.

    Aber danke dafür, dass Ihr den Eindruck habt, ich gehe damit souverän um. Ich habe gestern gefehlt weil ich ab dem Eintreffen meines Ex zu einer Freundin bin um Eskalationen (die nach Wochenenden üblich sind) zu vermeiden.

    Weißt Du Skybird, ich sehe es auch so - mein Hexenhaus, meine Ruhe und nach 1 kommt 2. Wieder für mich dekorieren, wieder jahreszeitlich das Heim verwandeln. Wieder Blumen und Pflanzen, die mir zeigen hier bist Du zuhause, es ist Dein Heim - welches von niemandem in den Dreck getreten wird. Meine Verantwortung für meine Sauberkeit oder meine mangelnde Lust am putzen oder aufräumen. Mein Termin mit dem Schornsteinfeger, nicht willkürlich.

    Ja, ich habe Respekt vor den ersten Wochen - aber auch eine unbändige Freude.

    Du Skybird, ich habe das schonmal von einem männlichen Alki gehört mit der Bisexualität. Ich frage mich da (weil ja auch mein Ex sich veränderte) ob das nicht vielleicht wirklich mit dem "das normale nicht mehr fühlen" zu tun hat. Ich habe kein Problem mit Bisexualität oder Homosexualität. Entwickelt sich das aber unter Drogen oder Alk, dann bekommt es für mich eine andere Note. Der Fall meiner Nachbarin, denn ich da kenne, ist nämlich auch so ein komisches Ding gewesen....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hier im Haus sieht alles viel zu normal aus.... Am PC konnte ich keine Bisspuren entdecken - Vielleicht hat er sich, entgegen meinen Erwartungen, doch nicht verbissen oder es noch nicht gemerkt dass er KEIN ADMINISTRATOR mehr ist und an meinem PC wurschteln kann. Vielleicht hat er auch noch nicht bemerkt, dass ein Passwortschutz draufliegt. Seine Zähne - sein Gebiß, aber meine Beruhigung :)

    Nicht vergessen werden sollten eventuell Anlaufstellen, die Hilfe geben können.

    - wie oft ist Depression ein Begleiter des Co's und wie oft kann ein Besuch beim Therapeuten oder Hausarzt helfen.

    - wie oft ist häusliche Gewalt, oder Androhung im Raum, hier sollte unbedingt ein Gespräch mit der örtlichen Polizeidienststelle geführt werden. Es muss keine Anzeige erfolgen! Aber ein Gespräch um zu informieren.

    - wie oft können Situationen eskalieren! Einen Nachbarn ins Vertrauen ziehen, damit im Notfall eine nächtliche Flucht mit bekanntem Ziel enden kann.

    - bei Eskalationen tägliche Standardinformationen zur selben Zeit täglich an eine Kontaktperson geben, damit diese im Notfall handeln kann (genau deshalb ist es auch sinnvoll bereits im Vorfeld mit der örtlichen Polizei zu reden).

    - Eventuell im häuslichen Bereich Fluchtmöglichlkeiten anlegen oder recherchieren - Gewalt kann schnell von statten gehen.

    - die wichtigsten Papiere heraussuchen und an einem fremden Ort deponieren. Besonders wichtig Ausweis, Führerschein, Autopapiere, Krankenversicherungskarte, EC-Karten und Versicherungspolicen (gerade wenn etwas passieren sollte liegen die Nerven brach und jedes Detail zu recherchieren kostet Kraft).

    - Möbel, Details oder Besitztümer fotografieren. Falls es zu Gewalt kommt ist so der weitere Weg einfacher zu gehen.

    - Handy besitzen - mein Ex hat von heute auf morgen Telefonzugang und Internet gekündigt. Ohne Handy kein Hilferuf möglich.

    So, während Skybird bei der Psyche war muss ich meinem Ruf - oder Nich - als 007 nachkommen ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Dir was schönes zu gönnen :) Ja, liebe Crevette, eigentlich ganz einfach :) Dir zu überlegen, woran Du Dich erfreust, was Dein Herz höher schlagen lässt. Unabhängig von ihm - Dir überlegen, was Du gerne machst, was Dir Spass bereitet - und auch wenn es anfänglich traurig ist, weil Du immer wieder bei ihm landest - zurück zu Dir kommen, zu Deinem Bauchgefühl.

    Welche Lebensmittel liebst Du? Welches Kleidungsstück würde Dich erfreuen? Welche Pflanze oder welches Tier könnte Dir eine Freude bereiten, indem Du es siehst. Vielleicht hast Du auch mal - wie ich zuweilen - den Wunsch nur spazieren zu gehen und zu laufen bis zur Erschöpfung. Egal was, wenn man beginnt zu spüren was einem gut tut, so beginnt man auf sich zu achten. Langsam, unmerklich, aber beständig.

    Gut und schlecht - LIcht und Schatten -was überwiegt. Grundsätzlich kann ich Dich verstehen, aber es gibt hier ein aber, liebe Crevette: nämlich den schleichenden Prozeß der Sucht. Alleine diese Tatsache wiegt für mich so schwer, dass sie schwerer wiegt als alle ehemals vorhandenen guten Seiten.

    Jede Sucht und jeder Verlauf ist anders geartet. Bei mir war es der HOrror weil wohl innerhalb weniger Wochen vom Stadium des Trinkers zum haltlosen, aggressiven Alkoholiker alles erreicht war. So schnell kann es gehen... und alleine dieses was sein kann, wiegt viel schwerer für mich als alles jemals gelebte gute.

    Die Gefahren, die ein Alkoholiker mit sich bringt, sind nicht von schlechten Eltern! Nicht weil er uns weh tun will, sondern weil Gesetz, Anstand, Moral nicht mehr vorhanden sind.

    Ich kann heute nicht sagen, weil ich mich sonst selber einer Gefahr aussetze, was mein Ex in seiner mangelnden Überlegung hier macht - ich sage es später mal wenn wir getrent leben, alles das birgt auch für mich Gefahren "mitgehangen mitgefahgen". Nee danke...

    Lieben Gruß von Dagmar
    die weiß, dass auch Du das für Dich umsetzen wirst.

    Ach, liebe Crevette,
    mir geht es nicht besser als Euch, auch ich habe Probleme mit dem endgültigen Loslassen, auch mehr geht es manchmal nicht gut - das aber ist ein paar Stiefel.

    Das andere ist meine blanke Existenz, meine Interessen und mein Wunsch nach einem friedlichen Leben. Mit genau dem Wissen kann ich alle die Schritte unternehmen, die wichtig sind und mich rausführen aus der Situation.

    Wißt Ihr, ich merke während dieser Zeit und dieser Situation dass es eigentlich ganz einfach ist diese Probleme zu lösen.

    Beginnend mit der realen Abhängigkeit - wer macht mir nun meinen PC? Ich selber bin zu doof für die Einrichtung. Einfach rumhören, so oft ist im trockenen Bekanntenkreis jemand der gerne unterstützt und hilft - ohne dem Wunsch nach Gegenleistung.
    Sich also kümmern um die eigene Existens, das ist dann nämlich die sachliche Seite. Den Umzug organisieren, unzählige Anrufe mit Providern und und und

    Die Beziehung zum alkoholkranken Partner steht auf einer anderen Seite - nämlich der gefühlsmässigen Abhängigkeit. Durch die langsam verschwindende sachliche Abhängigkeit mindert sich auch die gefühlsbezogene Abhängigkeit, zumindest bei mir.

    Mir als Co hatten viele Dinge Angst gemacht. Dinge für mein Leben, die ich nicht kann - wie eben Computerwissen der höheren Generation. Aber das muss ich nicht wissen, ich muss nur den Mut haben zu fragen wer mir helfen kann. So gehe ich wieder einen Schritt aus einer selbst gezimmerten Abhängigkeit.

    Natürlich habe ich Angst vor dem Umzug und hoffe, dass wenigstens ein Teil derer da ist, die ihre Hilfe versprochen haben. Aber das wird wohl so sein - wenn es langsamer geht als geplant, dann geht es eben langsamer.

    Wenn mir am Anfang des Umzuges noch viel fehlt wie Waschmaschine, Couch, Fernseher ect. dann fehlt es halt und wird später besorgt - im Notfall über "kostenlos abzugeben". Es wird sich alles machen lassen - eben Stück für Stück.

    Ja, liebe Crevette, es geht mir wirklich zunehmend besser, mein Köfferchen für die kurze Nacht ausserhalb ist fast gepackt. Natürlich hoffe ich nach jedem km Autofahrt, das mein altes Auto heil zurückkommt und ich nicht irgendwo stehen bleibe, denn auch dafür war mein Ex der Ansprechpartner Nr. 1.
    Wer aber nicht erreichbar ist - Handy Sms ect - wer aber geistig zurückschraubt, der kann kaum mehr der Helfer sein, den man einmal so bewunderte. Eigentlich darf so jemand gar kein Helfer sein - wer weiß denn, ob er eine Bremse noch so reparieren könnte, dass sie mich nicht in den Tod bremst... Nicht absichtlich, sondern einfach durch das Unkonzentrierte.

    Je mehr wir logisch betrachten - je mehr Wege wir finden aus dem "was eben immer so war" desto selbständiger und autonomer werden wir. Also über die sachliche Basis und reales Tagesgeschehen die Schritte weg von einer gefühlsmässigen Abhängigkeit.

    Die Tage waren ruhig, voller Abstand und voller Schränke reinigen. Es ist schon viel getan, der Großteil der Umzugsvorbereitung ist in sauberen Tüchern. Und jeden Tag kommt eine erledigte KLeinigkeit dazu.

    Lieben Gruß von Dagmar

    eben, liebes Kaltblut,
    Du sagst es : 20 Sekunden - wenn es passt, dann paßts.

    In 20 Sekunden kann keine Märchenprinzessin umworben werden oder alle Sterne vom Himmel geholt werden. 20 Sekunden könnten sich aber verlängern, wenn es eben passt.

    Na, der Kerl macht der Prinzessin Feuer unter dem Hintern, na, dass der arme Kerl sich dabei aber nicht die Finger verbrennt ;) Kennst Du auch Menschen, liebes Kaltblut, die als stärkerer in eine Beziehung gegangen sind, selbständig, selbstbewußt und autonom, die dann aber innerhalb einer Beziehung Stück für Stück der Schwächere wurden.... die haben sich beispielsweise die Finger verbrannt ;)

    p.s.: da sind dann vielleicht auch Männchens Ohren rot wie beim tasmanischen Teufel, der übrigens in Gefahr steht ausgerottet zu werden....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Genau deshalb wäre es interessant Deine Meinung zu hören :) Also, nach dem Tai und der verdauten Schärfe sind ein paar Zeilen von einem starken Mann, der Du ja bist, willkommen !

    Damit will ich nur das Kompliment der starken Frauen zurückgeben :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Ihr Lieben,
    es geht unweigerlich auf den Umzug zu. Es lässt sich weder über die Kisten verbergen, noch über die ersten Schränke, die geschrubbt werden.

    Nun wurde gestern meine Festplatte gesichert und wir haben jetzt gerade ein Kennwort für meinen PC vergeben. Mein "ehemaliger Lebensabschnittsgefährte" (blödes Wort, finde ich) fand nämlich die Inhalt auf meinem PC in den letzten Tagen sehr interessant.

    All die Jahre hatte ich nie Kennwort oder Sicherung weil ich nichts zu verbergen habe. Nun haben wir mal kurz ihn als Administater (der er zuvor war) gesperrt und mich mit einem Passwort belegt.

    So kann ich zukünftig in Ruhe Tage wie die Montage, an denen die Gewalt immer eskalierte, außer Haus verbringen ohne den Bedenken dass er in meinen Dateien rumwurstelt. Vorsichtig gesagt wird er nämlich wieder leicht rotieren wenn er das bemerkt bzw. das an meinem PC einiges an Festplatten verschwunden ist.

    Somit ist nämlich auch diese Aufgabe, mit der ich früher zu ihm ging, von jemandem anderen übernommen worden bzw. auch in diesem Abschnitt ist sein Zutun nicht mehr notwendig. Ein sehr schönes Gefühl wieder eine Portion Abhängigkeit verloren zu haben.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Dann wünsche ich Dir im Krankenhaus einen Nachmittag, der nicht zu schwer ist. Ich kannte mal einen Musiker, der immer Flash Backs von LSD bekam, was er erzählte rund um die Drogenkariere war entsetzlich. Er musste damals alles neue lernen, sogar auf die Toilette zu gehen. Auch er hat starke Depressionen zurückbehalten und das Glück, gut situierte Eltern zu haben, weil er nicht mehr am Arbeitsprozeß teilnehmen konnte. Ach Mensch, warum hat die Natur die suchtmachenden Stoffe - oder deren Erforschung ermöglicht .... Wohl weil diese Stoffe auch heilende Wirkung haben können, aber die Gegenseite ist halt brutal.

    Weißt Du Laurina, vielleicht begegnet uns mal der passende Mann. Vielleicht ist uns das bald aber auch gar nicht mehr wichtig, weil wir mit uns selber zufrieden sind und uns selber genug sind. Ich war immer mal wieder über Jahre solo und es ging mir in dieser Zeit eigentlich nicht schlecht. Ich sehnte mich wohl etwas nach einem Partner, was aber daran gelegen haben könnte dass ich mich partout um jemanden sorgen "wollte". Wenn ich dieses Gefühl in mir abstellen kann, vielleicht ist mir dann eine folgende Partnerschaft egal.

    Hm, neue Beziehung kann ich mir wohl derzeit nicht vorstellen, aber ich bin mir sicher, dass ist dann ein weiterer harter Weg. Denn dann gilt es nicht wieder gleich in die vollständige Aufgabe von sich selber zu verfallen. Ich mag da gar nicht dran denken, was da noch für Schritte auf mich zukommen würden.....

    Ach nee, bleib ich doch im Moment lieber alleine :) wäre doch viel zu viel Stress, derzeit ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hm, liebe Karotte,
    jetzt gehen wir aber in eine heisse Diskussionsrunde :)

    Hm, Frau sein, fallen lassen, Prinzessin - die auch mal inaktiv sein darf. Aber ist das nicht einfach Frau oder Mensch: sich mal fallen zu lassen, mal aktiv, mal inaktiv zu sein? Als Mensch oder als Frau darfst Du ja auch weiblich gemütlich sein und abwarten.

    Ich verstehe schon, was Du meinst - weil diese Prinzessing einfach für ein Bild Synonym steht.

    Ich habe schon als 13jährige die Krise bekommen wenn es um Emanzipation ging, war in meiner Jugend wohl ein Hauptthema. Wir alle sind Menschen - Männer wie Frauen - wir alle sollten mal stark und mal schwach sein. Wenn ein Geschlecht von uns sich emanzipieren muss, dann finde ich es schlecht weil dann eine Gruppe - egal welche - sich vorankämpfen muss.

    Schau, ich bin eigentlich recht stark und pfiffig, manchmal will ich mich auch fallenlassen. Aber ebenso wird es den meisten Männern gehen, mal stark - mal schwacht. Ich finde es schön, wenn Menschen (oder Paare) sich gegenseitig fallen lassen können ohne geschlechtsspezifische Rollen übernehmen zu müssen.

    Ich kann diese Rollen, zuweilen sind sie bei Behörden ect. von Vorteil ;) Aber schöner finde ich den respektvollen und schätzenden Kontakt unter gleichwertigen Menschen.

    Mein Ex hatte sich dargestellt als starke Person, bei der ich mich fallen lassen sollte. In seinem Fall war es so, dass er meinte es würde von ihm verlangt werden, so schätze ich. Vielleicht ein weiterer Punkt um "Mann" zu sein, dabei aber doch innerlich ein verängstigtes Kind? Vielleicht verängstigt weil zu sehr von einem extremen Vaterbild geprägt? Vielleicht deshalb verängstigt und nicht in der Lage über Gefühle zu sprechen "weil Männer nicht weinen"?

    Ach Karotte, auch wenn ich verstehe was Du meinst, freue ich mich einfach in meinem Umfeld über Menschen, die einfach nur Mensch geblieben sind :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Haha,
    liebe Karotte,
    so ist das also, Dein Ego ist getroffen ;) hihi, erlaube mir bitte diesen Zynismus :)

    Vermutlich ist das genau der Grund, warum mir die Bezeichnung Prinzessin Alk einfiel. Weil ich selber keine Prinzessin sein möchte :) Ich will ein Mensch sein und bleiben mit Ecken und Kanten, geschätzt und respektiert .... und ohne einer anerzogenen Arroganz mit Diener hofiert zu werden.

    Denn genau mit Arroganz hofiert wird die Prinzesin Alk: sie wird auf vorsichtigen Händen in ihr Gemach getragen, sie hat ihren Bodygard, der dafür sorgt, dass sie immer in guter Gesellschaft ist und ihr Hofnarr immer in der Nähe ist.

    Personifizieren .... doch, ich für meinen Teil habe es zumindest anfänglich getan weil es einen höheren Rang einnahm als Menschen aus Fleisch und Blut - gleichzeitig aber so abgehoben, dass dieses Teufelzeug schon einen Titel bekommen musste.

    Nein, liebe Karotte, wir müssen nicht konkurieren mit einer vererbten Rolle, die nur auf Grund von Familie da ist ... oder auf Grund von Sucht ... es gibt Menschen die schätzen uns so wie wir sind, auch ohne Titel und Ehrenämter.

    Deshalb darf mein Ex gerne mit seiner Prinzessin Alk den Eröffnungstanz führen und sich an die Hofregeln halten müssen. Während ich mit Otto-Normalverbraucher über das Parkett (kann ich leicht sagen, ich kann nicht tanzen) fege und mich nur meinen persönlichen Regeln unterwerfen muss.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach Laurina,
    das ist einfach schlimm, ein schöner Abend, plötzlich der Schalter und "wuups, schon sitzt die Ohrfeige".

    Mir persönlich hat geholfen, mich bewußt an die Dinge zu erinnern, die entgegen meinem Lebensgefühl sind. Nicht als Aufrechnung von gut oder böse, sondern einfach nur in der Fragestellung: Will ich das in meinem Leben - einfach mal nur die persönlichen Eigenheiten betrachtet ohne Gefühl von Sehnsucht, "Liebe" oder oder oder.

    Es gab bei mir so viele Dinge, von denen ich merke wir haben unterschiedliche Wertigkeiten, dass diese nicht auf einen Nenner zu bringen sind. Erst viel nach diesen PUnkten kommt der Alkohol.

    Ich glaube, dieses "loslassen" gelingt nur Schritt für Schritt. Jeder Schritt, den wir auf uns selber zu gehen, der bringt uns einen Meter vom Partner weg. Weil oder wenn unsere Wege unterschiedlich sind.

    Ich liebe meine Tiere - er registriert sie in den Hochalkphasen nicht einmal - die Tiere haben sich ganz einfach - und ohne Wut - von ihm abgewandt. Sie sind nunmehr nur noch auf meiner Etage oder im Haus unterwegs, wenn er nicht da ist. Sie gehen den besten und einfachsten Weg!

    Dadurch aber, dass er keinen Bezug mehr zu ihnen hat ist dieser Part unseres Leben nun massgeblich anders. Ich hatte ihn geliebt, weil er den Tieren viel gutes tat, wie gesagt "tat" er kennt sie eigentlich nicht mal mehr - es sei denn, er will mich umstimmen.

    Seine Sache - die Tiere haben damit kein Problem - und ich weiß was Sache ist.

    Viel Kraft wünscht Dir Dagmar

    Ja, liebe Skybird,
    manchmal sind Worte auch störend. Ich denke, es gibt Momente, da stören Worte. Da hilft mehr die Stille und der Blick in die Augen oder eine körperliche Berührung im Sinne von "ich bin bei Dir" als Worte, die einfach nur aus unserem Hirn kommen.

    Ich vermeide auch grundsätzlich die Aussage "herzliches Beileid" ect. Weil es für mich eine Phrase ist. Ein ehrlicher Händedruck, in den Arm nehmen, ein schönes - kraftmachendes - Gedicht oder ein paar Zeilen sind mehr wert als abgedroschene Pharasen, die einfach als gelernt abgespult werden.

    xxx
    *Albert Schweitzer*

    Lieben Gruß von Dagmar

    edit summerdream: bitte keine zitate einfügen - thx

    Genial, die Rosinen im Kuchen - auch wenn wir zuweilen große Rosinen im Kopf haben, das mit dem "die guten in Tröpchen, die schlechten ins Töpfchen" haut so tatsächlich nicht hin.

    Auch die Erklärung der schlechten Eigenschaften die verstärkt durch verzerrte Wahrnehmung auftreten sind gut. So fair war ich bisher nicht eine "verzerrte Wahrnehmung" zu Grunde zu legen.

    In stillen Momenten erwische ich mich oft mit der Frage: "Wolltest Du tatsächlich diese oder jede Verhaltensweise weiterhin in deinem Leben haben?"
    Nein, ich will nicht - niemand ist perfekt und bei jedem Menschen gibt es die LIcht- und Schattenseiten. Aber der Schatten sollte nicht alles Tageslicht meiner Persönlichkeit überdecken. In meiner vergangenen Beziehung war das jedoch der Fall - und zwar sprichtwörtlich: der komplette Haushalt hing nicht nur an mir, sondern das war mir wichtig, schön und wertvoll war wurde im wortwörtlichen Sinne mit den ölverschmierten Füßen getreten. Unbeabsichtigt, aber es zeigt einfach die unterschiedlichen Wertigkeiten.

    Auch merke ich je tiefer er fällt, so sind auch die Tiere für ihn gestorben, die meine Familie sind. Die aber haben ein ganz deutliches Feeling und ziehen sich einfach nur von ihm zurück. Sie sind einfach weg. In den Jahren zuvor waren sie abends oder nachts auf die drei im Haus befindlichen Etagen verteilt.

    Nunmehr ist Ruhe und die Tiere sammeln sich in den Abendstunden in meinem Dachgeschoss und schlafen auch alle hier. Fast habe ich das Gefühl, dass nicht nur die Gemeinsamkeit von ihnen gezeigt wird sondern dass sie auch von mir eine Ruhe spüren, die sie untereinander festigt und die ganze Tierwelt dann im Verhältnis zu mir. Die fünf gehen jetzt viel beser miteinander um als noch vor zwei Monaten!

    Meine Asylanten, also Streuner, verfolgen mich durch den ganzen Ort. Gehen mit zur Nachbarin und warten bis ich wieder komme. So als würden sie sagen wollen, mensch, Du bist nun viel besser drauf als früher - wir wollen nicht mehr auf Dich verzichten und gehen jetzt mit....

    Haben die Schattenseiten des anderen nicht oft unser Licht überdeckt oder verlöschen lassen? Haben nicht oft diese Schattenseiten uns selber in den Schatten der Gesellschaft gestellt? Haben wir uns nicht selber das Lichtlein ausgeblasen glücklich sein zu können?

    Was meint Ihr, wieviel Angst ich vor dem Umzug habe, ob es in dem kleinen Kaff überhaupt mit der Internetanbindung klappt (weiß man erst nach Schaltung der Rufnummer) wie es finanziell gehen soll, wie die Suche nach einem Arbeitsplatz geht, ob das Arbeitsamt mich unter Druck setzt - was gerade für den Umzug schwer wäre. Es gibt so viele Steine auf dem Weg in ein normales Leben, aber zum ersten Mal beginne ich nicht bereits den Bagger zu mieten sondern zu versuchen mir diese aus dem Weg zu räumen, einfach Stück für Stück - statt wie früher einfach alles plattwalzen oder wegschieben zu wollen.

    Nein, liebe Crevette, ich glaube wir brauchen solche Schatten nicht, wie eine Sonnenfinsternis sie auslöst....

    Lieben Gruß von Dagmar