Beiträge von dagmar007

    Hey Emz
    als mit den Stubentigern gibt es kein Problem. Die im Hause sind so und so nicht - die dürfen nicht raus. Und meine Asylanten sind über die Jahre zu mir vertrauensvoll geworden. Es waren Wildtiere, die sich aber von mir einfangen lassen. Ich nehme erst die beiden Kater mit, die mir wie Hunde durch den Ort folgen. Wenn die dann heimisch sind kommen die beiden scheueren. Ach, und wenn das über ein paar Tage geht, das kriegen wir hin, meine Miezies und ich.

    Ich war auch beruhigt, dass die Nacht friedlich verlief.

    Vielleicht hast Du recht, liebe Skybird, dass er jetzt an seine Existenz denkt und nicht spielt. Er sollte aber daran denken, was seine Existenz ruiniert hat. Ich kann seine Existenz nicht stabilisieren, das müsste er schon selber mit Hilfe von Fachärzten und ohne Alkohol.
    Weißt Du, ich habe schon mehr als einmal gesagt, ich unterhalte mich nicht mit alkoholosierten Menschen, das ist vergeudete Zeit. Deshalb sind für mich auch alle Kontakte - auch die SMS-Nachrichten ein Witz. NULL Alkohol ist nicht und somit will ich nichts wissen und hören sondern einfach meine Ruhe haben.

    Er ist ein Mitglied der Gesellschaft, damit hast Du ganz sicher recht. Aber für mich gilt und galt schon früher: Menschen, die alkoholisiert sind, denen gehe ich aus dem Weg. Das muss jetzt ebenfalls für ihn gelten. Somit versuche ich tatsächlich ihm überhaupt nicht zu begegnen, damit sich mit die Frage des Respektes nicht stellt. Denn Du hast sicherlich recht - ich nehme ihn als Wesen der Gesellschaft wahr, nicht aber als Gesprächspartner geschweige denn dass ich es als möglich empfinde miteinander zu reden (da ja wie gesagt ein Gespräch ohne Alk nicht möglich ist). Somit ist es für mich persönlich schon so, dass er von mir "übersehen" wird. Auch der Grund, warum meine Tage so verflixt kurz sind - ich gehe vor ihm ins Bett und nach ihm raus, damit ich ihm nicht begegnen muss und keine Kommunikation (unter Promille) stattfindet.

    Lieben Gruß von Dagmar


    p.s.s Gruß an den Kiefer von EMZ, der hoffentlich ebenso artig ist wie der Ehemann ;)

    Ich glaube, es ist wichtig - wenn Hoffnung aufkeimt - ganz besonders bei sich zu bleiben um später nicht zu tief fallen zu müssen.

    Hoffnung ist o.k. solange Du Dich dabei nicht auf diese Hoffnung konzentriert. Ich würde es wohl für mich so halten, dass das Fenster mit dem Wort HOffnung in meinem Haus entweder im Keller oder im Speicher ist und mein Leben sich im Haupthaus abspielt.

    Nur hie und da gehe ich mal auf Speicher oder in den Keller um mich umzusehen ob noch Platz für neues ist.

    Ich würde es Euch wünschen Riverdance, dennoch ist es noch ein weiter Weg für ihn, den er noch nicht einmal real angetreten hat sondern nur verbal äußert. Es gibt für ihn also noch viel, viel Zeit ....

    Zum ersten denke ich halt es gibt überall Entzugsmöglichkeiten, die oft sofort wahrgenommen werden können, dort würde dann auch eine Therapie in die Wege geleitet werden können und zum zweiten heisst eine Therapie keinerlei Sicherheit - weder dass die Therapie durchgezogen wird, noch das der Kranke begreift was los ist, geschweige denn die Zukunft von kleinen Rückschritten verschont bleibt.

    In diesem Sinne,
    viel Kraft für Dich wünscht Dir Dagmar

    Skybirds Beitrag wird von mir gleich unterschrieben.

    Ach Pünkterl, mir geht es ebenso gut oder ebenso schlecht wie Euch - auch ich kämpfe immer wieder mit der Abgrenzung. Auch ich bin noch nicht los von meinem Ex.

    Aber: ich will leben
    und: ich will keinen süchtigen Partner
    und: ich will Zufriedenheit, die ich mir ermöglichen muss
    wenn: er mal blickt was mit ihm läuft und fachärztliche Hilfe zulässt, dann kann ich mir immer noch überlegen, ob ich ihn zurücknehmen wollte, derzeit habe ich nicht das Gefühl.

    Ich lasse mir und meinem Herzen und meinem Schmerz alle Türen offen, aber ich stelle meine Bedürfnisse voran: Zufriedenheit, Harmonie und kein Terror im eigenen Haus.

    Ich persönlich für mich höre auch ständig dass er mich liebt. Muss aber für mich sagen, diese Art der Liebe entspricht nicht der meinen - und somit passen wir in Sachen Liebe nicht zueinander. Ich für mich weiß dass ich keine Lust habe mich nach den vom Alk verursachten Gefühlen oder Launen zu richten damit mein Wohlfühlgefühl stimmt.

    Mein Wohlfühlgefühl - habe mir auch Wohlfühlblumen angepflanzt - ist von mir abhängig, oder von meinem "grünen Daumen", da beginnt mein Abgrenzen.

    Viel Glück dabei Euch und mir
    von Dagmar

    Tja liebe Angel,
    ich befürchte aber, die Sache hat noch ein ganz anderes Problem: der Arzt kann nur das verschreiben, wozu der Alkoholiker oder Kranke bereit ist zur Einnahme.

    Wenn ein Arzt versucht auf Entzug oder Therapie zu plädieren, aber keinerlei Einsicht zu finden ist, so muss er letztendlich versuchen den Kranken so gut wie möglich zu behandeln. Die Verordnung Alk und Tabletten, glaube ich, ist nicht vom Arzt gekommen.

    Vor allen Dingen denke ich mir, die Sucht - körperlich - ist das kleinere Problem. Die Aha-Effekte sind doch viel schlimmer, oder? An dem Ort habe ich immer getrunken, da dürfte es wieder vorkommen. IN der Situation habe ich öfters getrunken, warum nicht auch jetzt Erleichterung. IN und an diesen Orten ging ich so mit Gesellschaft um - warum nicht wieder ebenso.

    Sucht ist eben nicht nur körperlich sondern, so meine wieder nur ich für mich, seelisch. Diese ganzen Verhaltensmechanismen - die ja auch wir co - haben müssen doch ver- und bearbeitet und dann - was am schlimmsten sein dürfte - durch andere Lösungswege bewältigt werden. Oftmals gehört dazu wohl auch ein Verabschieden von Freunden, Bekannten oder Partnern um nicht wieder in alte Verhaltensmuster der Süchtigkeit zu verfallen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    In skybirds Worten erkenne ich mich seit vielen Jahren. Mag ich einen Menschen nicht, dann frage ich mich - sobald ich das Gefühl spüre - warum? Sehr häufig haben diese Menschen Charakterprägungen, die auch ich besitze - mir zuweilen einfach zu ähnlich sind.

    Deshalb tun diese Menschen mir dennoch nicht gut, weil vermutlich noch etwas anderes bei meiner Abneigung zu finden ist. Aber ich versuche die Person dann einfach als für mich unpassend in keinen engen KOntakt zu mir kommen zu lassen.

    War mir speziell aufgefallen beim Vater meines Ex, der zwar ein Tyrann war, gleichzeitig aber eine gute Seele hatte, in jedem Fall haben wir uns absolut nicht verstanden. Einige Charakterzüge von uns waren jedoch ähnlich gestrickt.

    Kein schlechter Mensch - aber er und ich das war einfach nur nicht mögen....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach Punkterl,
    versuch ihn mit seinen Schmerzen alleine zu lassen.

    Mir ist es glücklicherweise gelungen die letzten SMS zu irnorieren und mich auf keine weitere Märchenstunde einzulassen. Schau Punkterl, unsere (Ex-)Herren wüssten - wenn sie denn wollten - wo sie Hilfe bekämen.

    Sie wollen aber keine fachkundige Hilfe, die nämlich ans eigene Ich und die Sucht ginge sondern sie wollen unsere Hilfe als Helferlein. Wir sollen das Deckmäntelchen von einer heilen Familie oder Beziehung nach außen decken. Wir sollen die helfende und stützende Hand sein, die bei Bedarf weggestoßen oder herangeholt wird. Wie bei einer Marionette sollen wir dann an Fäden ziehen, wenn die Süchtigen es wollen, ihnen aber wie Pinochio ihre Freiheiten lassen wenn sie es wollen. Nur leider wächst IHnen keine Pinochio-Nase beim lügen ;)

    Spielen wir doch lieber den Guiseppe in der Geschichte des Pinochio, obwohl auch diese Rolle ihre Tücken hat und vielleicht ganz gut zu uns Co's passt. Wir haben nämlich unsere Pinochios auch unterstützt. Härter will ich es nicht ausdrücken, denn geschaffen haben vermutlich nur ein paar von Co's ihre Pinochios....

    Fühl dich nicht fies - auch ich würde jeden Nachbarn ins Krankenhaus fahren. Vermutlich aber hat der Nachbar sich nicht selber geschädigt und nicht bewußt den Körper und das Hirn ramponiert. Schütteln hilft nichts, aufwachen werden sie durch unser Schütteln ganz sicher nicht und in den Arm nehmen hieße sie noch belohnen für ihre Schauspielerleistungen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, liebe Claudi,
    wir leben noch im selben Haus. Alles was sich über Jahre in seiner Räuberhöhle abspielte wollte ich nicht sehen und ab April/Mai diesen Jahres spitzte sich alles zu. Innerhalb von kürzester Zeit waren seine Eltern und der Vater gestorben, vielleicht ein Punkt, der es ihm nun erlaubte ungehemmt alle Züge (die bis dato verborgen waren) ungehemmt ans Tageslicht zu lassen.

    Natürlich ist es für uns beide eine Belastung zusammen zu leben. Ich kann in den nächsten Wochen in mein eigenes kleines Minihaus ziehen. Ganz sicher nicht das Optimum, aber einfach weg von hier. Bis dahin müssen wir beide uns noch ertragen, was alles andere als leicht ist. Für mich ist auch sehr schwer, dass der Tagesablauf wie duschen komplett von seiner Abwesenheit abhängig gemacht werden muss. Aber warum sollte ich irgendwas provuzieren. Ich gehe ihm aus dem Weg, das bedeutet auch nicht im Bad zu sein wenn er im Hause ist. Viele Kompromisse natürlich, aber jedes verhinderte Streitgespräch ist ein gewonnener PUnkt zu mir selber.

    Es klappt natürlich nicht weil er natürlich noch trinkt und ich natürlich auch noch co bin. Zwar habe ich mich ganz gut im Griff, dennoch gibt es Ausrutscher und ich könnte mein "Schandmaul" zuweilen selber totschlagen weil mir immer wieder etwas rausrutscht, was nicht sein muss.

    Alkohol macht Birne hohl bedeutet für mich, dass ab einem gewissen Zeitpunkt alles gelernte verschwindet (mag aber nicht bei jeder Person so sein). Vielleicht zwangsläufig verschwinden muss da der Alkohol ja die Gehirnzellen angreift. Und das Verhalten eines Alkoholikers im täglichen Berufsleben oder Partnerschaften ist zuweilen für mich sehr, sehr hohl .. nicht immer wohl, aber in meinem Fall immer öfter ....

    Ach Claudi, letztendlich ist mir schnurze was ich bin oder was er über mich verbreitet. Ob ich nun die Furie bin oder die Egozentrikerin, dass ist sein Problem. Ich muss mit mir klar kommen und mit den Menschen, mit denen ich mich zusammenfinde - das klappt ganz gut.

    Schuld, nun gut schuld sein kann ein Alkoholiker vermutlich selten weil das ja schon ein Eingeständniss wäre dass etwas schief läuft. Vermutlich ist aber genau das, was eben sehr, sehr spät erkannt oder zugegeben werden kann. Das erscheint mir auch das grausame an dieser Krankheit zu sein. Das was Du mit der Toilette schreibst ist schlimm und brennt sich ins Gedächtnis. Macht uns aber auch den Weg des eigenen Überlebens ein vielfaches leichter, denke ich.

    Diese Dramen scheinen hier auch grade zu beginnen und mit schauspielerischem Talent vertuscht zu werden. Aber weißt Du, dieses Talent muss vermutlich entwickelt werden um eben nicht der Selbsterkenntniss die Türe zu öffnen.

    Und egal, wie schlimm wir uns fühlen oder was wir erleben müssen, wir haben den Schlüssel zu gehen. Vielleicht so wie ich erst in ein paar Wochen, aber wir können gehen. Ein Alkoholiker kann nicht einfach seine Sucht vor der Türe lassen und sie aussperren. Der Punkt, von dem ich meine dass wir weder eine Opferrolle benötigen noch das Gefühl ungerecht behandelt zu werden. Wie gesagt, bei mir dauerte das Gehen, denn die Häuser oder Wohnungen liegen nicht rum - aber mich auf den Weg zu machen ein solches zu finden bleibt mir überlassen.

    Wenn unsere Gegenstücke nicht in der Lage sind sich auf ihren Weg zu machen, dann ist es nur bedauerlich für sie selber - nicht für uns, da unser Weg ja zu uns führen und vom Alkoholiker weg führen sollte.

    Ein einfacher Weg wird das nie für uns sein, aber wir haben den freien Willen ihn zu gehen. Unsere Gegenstücke haben sich selber des freien Willens beraubt und diesen den schön gerundeten Flaschen spendiert. Somit also schnurz was wer von uns hält, wir können unseren eigenen Weg gehen.

    LIeben Gruß von Dagmar

    Hihi,
    leider verfüge ich nicht über die Geberqualitäten von James Bond, die Ursache liegt mehr daran, dass ich im Regelfall schon mit richtigem Namen unterwegs sein will, der aber zumeist schon "ausverkauft" ist. Deshalb meine Dagmar 007 - aber vielleicht sollte ich tatsächlich denken "Nomen est omen" und mich entgegen aller Bösewichte a la James Bond stellen :)

    Ja, leider mehr lebendig geworden, diese Geschichte, als ich dachte - und leider auch mit allen Facetten, die eine schlechte Horrorkomödie bieten kann. Ich hoffe einfach, dass das ein Beispiel sein kann, wie aus einer Mücke ein Elefant werden kann. Am Anfang war ich traurig, hilflos und verlassen - keinesfalls bedroht, der Alk schien ein Problemchen zu sein. Innerhalb kürzester Zeit ist alles eskaliert, aber auch meine persönliche Entwicklung mit Riesenschritten vorangeeilt. Immer mal wieder einer zurück, aber ansonsten wohl straight vorwärts.

    Oh ja Laurina, ich denke mal, wenn der Umzugsstress vorbei ist, dann wird mir die Ruhe tödlich vorkommen. So ungewohnt - ja anfänglich vermutlich fast feindlich. So als würde das Leben (welches der Horror war) sich jenseits von mir abspielen. Aber ich habe meine Tiere und meine Botanik und natürlich das Netz, durch welches viel Leben enstehen kann.

    Nun, nach guter alter Erfahrung von Euch - meine waren bisher noch nicht vorhanden - ist nun das Spielchen von Agression in "ich würde so gerne" und blabla per SMS gewandelt. Natürlich im hochalkoholisierten Zustand. Da ich "aber nicht mehr gerne" würde denke ich antworten sind für die Katz weil ein nüchternes Gespräch eh nicht möglich ist. Also spare ich mir das mühsame Hack-Such-System auf dem Handy und nutze lieber die große Tastatur um mich hier, bei Euch, auszustoben :)

    Heute abend gehe ich zu einem Bekannten um den neuen Internetzugang und Telefonflat zu bestellen. Mittlerweile laufen ja viele Verträge auf 24 Monate und da finde ich es besser einen Profi zu haben, der mir auf die Finger sieht. Mir geht es zwar gut, aber top in Sachen Kopf bin ich nicht. Wie heißt es so schön: man muss nicht alles wissen, aber wissen wo man fragen kann.

    Am Samstag schauen wir dann was wie am PC gesichert oder gespiegelt werden muss, damit es nach dem Umzug so wenig böse Erwacher wie möglich gibt.

    So, und nun gönne ich mir ein Frühstück und vielleicht noch eine Runde packen .... bäähh langsam weiß ich nicht mehr wo ich Kartons stellen soll, alles ist im Weg, nichts ist fertig - alles fast fertig, böahhh.... nicht gerade meine Liebelingsbeschäftigung.

    Wenn ich an mein Katzenasyl zum ausräumen denke und alle die hunderte von Spielzeugen, Futtern, Aufbaupräparaten Medizinen und und und ... oh je.... Da habe ich mich noch gar nicht rangetraut, da ich mich sonst verzwiesele.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach Mupfel,
    da denke ich an Urmel aus dem Eis, der immer sagte "Geh aus meiner Mupfel" meinte damit wohl seine Muschel.

    Tja Mupfel, leider habe ich auch kein gutes Gefühl bei Deiner Geschichte. Zwar würde ich Deinem Partner einen gewissen guten Willen vorausschicken, aber wie heißt es so schön: "Das Fleisch ist schwach".

    Es ist halt die Sucht und kein Heuschnupfen mit entsprechenden medizinischen Gegenmaßnahmen. Es ist halt der Kopf und der Körper, die gemeinsam zu Grunde gehen - wenn nichts gegen die Sucht getan wird.

    Wobei ich persönlich bei den Worten "bevormunde mich nicht" dieses auch wirklich einstellen würde. Besser kann mir jemand nicht sagen dass er für sich selber verantwortlich sein will. Dann natürlich mit allen Konsequenzen. Er hat es Dir gesagt - er hat Dich aus der Verantwortung entlassen, versuch Dich darüber zu freuen.

    Einfach nur Verantwortung tragen für Dich und diejenigen, die derzeit zuverlässig sind und Stützen für Dich - nicht mehr und nicht weniger.

    Viel Kraft wünscht Dir Dagmar

    Ach Crevette,
    Mensch, warum machst Du es Dir selber schwer? Alle Deine Gedanken sind o.k. und entsprechen Deinen derzeitigen Gefühlen - Aus !

    Indem Du Sätze und Wort für andere formulierst, weißt Du ja schon was Sache ist - im Kopf - gibt Dir doch --- Tritt ans Schienbein ---- die Zeit es auch im Herzen ankommen zu lassen. Setz Dich nicht unter Druck, mach Dich nicht schlecht und verleugne nicht Deine Gefühle. Selbst wenn diese Gefühle für Dich schädlich sind, so sind sie Deine und müssen aufgearbeitet werden.

    Viel schlimmer wäre es, würdest Du Dich selber anlügen. Du bist doch bei Dir, indem Du merkst Du hast Schmerzgefühle. Der kleine Schritt der noch kommen muss, der kommt dann wenn die Zeit reif ist. Allerdings, klar, Du musst auf die Richtung zuarbeiten. Das tust Du ja schon mit der Ver- und Bearbeitung.

    Mensch Crevette, es dauert halt? Und wurde Rom an einem Tag erbaut? Waren unsere Beziehungen von heute auf morgen schlecht? Nein - wie also soll unsere Trennung von heute auf morgen schmerzlos sein - wie der Verlust von heute auf morgen nicht mehr spürbar.

    Es sind halt nunmal tausend Schritte und wir haben den Eindruck gerade mal bei Schritt 100 angekommen zu sein. Du siehst meine Story, und sie bringt mich mit jedem weiteren Horrorszenarie weiter weg von ihm - so ist eben mein Tiefpunkt. Wer weiß, wo Deiner liegt oder lag - gib Dir einfach Zeit und Raum um abzuschließen. Es muss nicht heute oder morgen sein, aber Du solltest vielleicht einfach nur auf dem Weg bleiben, den Du gerade läufst. Nicht mehr und nicht weniger - denn es ist Deine derzeitiges Gehtempo. Betrachte uns als die Walking-Stöcke, die versuchen Dir dabei etwas Stand zu geben :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    So, liebe Skybird, haben wir die Chance uns langsam an die Ruhe zu gewöhnen, die anfänglich sicher befremdlich ist. So ist es der ideale Weg nicht mehr den Horror zu vermissen. Stellt dieser sich nämlich irgendwann einmal wieder ein, so könnte ich mir gut vorstellen, dass wir nur noch die Tür zuschlagen und sagen "Hau ab Du Unruhestifter". Ob damit nun der Alkohol oder der Mensch gemeint ist, dass lasse ich mal außen vor.

    Ich denke, für mich wird die Ruhe nach dem Auszug befremdlich werden - habe natürlich noch große Fragezeichen vor mir, da seine Strecke zum Arbeitsplatz direkt an meinem Haus vorbeiführt. Dennoch: in der Ruhe liegt die Kraft...

    In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Ruhe und Kraft

    Lieben Gruß von Dagmar

    Erlaubt es mir, die Bitte,
    in Eurem Bund zu sein die Dritte -

    Die Euch aber ans Schienbein tritt, obwohl sie auch ausgetauscht wurde!!!

    So Mädels, nun lasst mal eine Teenagerspätlese zu Wort kommen: ja, es wirkt als wären wir gefühllos ausgetauscht worden! Ja sie sind kaltschnäutzig und übeheblich! Aber sie sind krank - sie können diese Gefühle doch nicht mehr leben wie Verlust, oder Liebeskummer oder Schmerz.

    Mädels, es ging hier ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr darum dass wir Parterinnen sind oder sein sollten sondern darum das Deckmäntelchen für die Sucht zu stricken. Wir waren Alibi und Maske - sie haben uns nciht bewußt dazu gemacht, sondern ihre Krankheit und unser nicht Loslassen hat es erlaubt, dass dieses Mäntelchen ihnen nun passt.

    Ach Ihr Lieben, verdrängt ganz schnell den Gedanken diese Lover zurückbekommen zu wollen. Zum ersten liegt es an unserem verletzen Ego, weil sie jemanden neuen haben und das einfach schmerzt aber das zweite, das finde ich wichtiger, glaubt nicht, dass es eine Person ist mit höherem Niveau. Aber ganz sicher mit ebensolchen, vielleicht auch besseren Helferqualitäten. Oder, wie in meinem Fall, selber eine aktive Alkoholikerin.

    Mir ging oder geht es keinen Deut besser als Euch, wenn ich aber ehrlich überlege was ich verloren habe, so ist das Resultat mager: nämlich nur ne Menge Ärger. Ich weiß nicht ob sich ein Alkoholiker wirklich rausredet (denn mal ehrlich, selber zu sagen ich bin Alkoholiker ist schon der Anfang der Ehrlichkeit - die ich bei meinem Ex nicht sehe). Alkoholiker sind weniger belastbar, deshalb brauchen sie ja uns und unsere Strickkunst für das Deckmäntelchen. Bereitwillig haben wir die Sticknadeln ausgepackt und noch selber die Wolle gekauft.

    Zeit wird es Mädels, diesen Herren Stricknadeln und Wolle hinzulegen, damit sie ihr Leben selber in die richtigen Maschen und Muster bringen.

    Zieht Euch den Schuh nicht an Ihr seid schlechter, austauschbar oder oder oder. Ihr habt als Co nicht mehr funktioniert! Ihr wart nicht mehr gegengleich krank wie Eure Alkoholiker - somit kein ädequater Partner mehr.

    Ich bin mittlerweile stolz darauf abgesägt worden zu sein. Ich bin stolz darauf, dass mein Ex mir vor einigen Monaten sagte er habe Angst davor, wie ich mich verändert habe. Nämlich eigentlich genau so wie ich ihm gefallen hätte, er aber denkt, dass da noch andere Änderungen möglich wäre.

    Herzlichen Dank für dieses Kompliment, lieber Ex, damit hast Du mir nämlich gezeigt, dass meine Veränderungen sogar bei Dir ankommen! Meine Veränderungen für mich und mein Leben.

    Gut, derzeit bin ich etwas zurückgeschlagen, weil meiner ja durchdreht. Sprich ich muss früh ins Bett und morgens spät raus um ihm nicht zu begegnen. Aber das sind noch Wochen, die werde ich wohl überleben.

    Ich kann es mir selber nicht oft genug sagen: Alkohol macht den Menschen kaputt - der Spruch: "Alkohol macht Birne" hohl kommt schon irgendwo her.

    Haltet Euch wacker Mädels :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Guten Morgen Ihr Lieben,
    genial Eure Zeilen zu lesen, da freue ich mich schon auf den Kaffee. Aber noch muss ich mich mucksmäuschenstill verhalten, da er in der Etage unter mir - trotz Wecker - noch pennt. Und es gibt ja keinen Sinn ihn durch meine Bewegungen noch pünktlich zum Arbeitsplatz zu bringen.

    Die Nacht war ruhig, weil ich ganz, ganz früh ins Bett ging. Keine Minute zu früh und er war im Haus und fragte mich hackezu ob ich einen Backcamembert mitesse. Nein danke, ich will nur schlafen....

    Ich kann hier nicht so schreiben wie ich will, da er mir vor zwei Wochen hier im Forum hinterherschnüffelte. Aber in Sachen "Gewalt" habe ich eine Berichterstattung hinterlegt, bei entsprechender Stelle, damit im Notfall alles schnell geht. Derzeit will ich es noch ohne Zinober versuchen, aber wenn es doch nicht ohne dem geht, dann muss dann alles schnell gehen - und ist vorbereitet.

    Ich hatte bereits mit den Vormietern geredet, die kommen aber nicht zu Schlage, d. h. den Schlüssel bekomme ich leider erst zum 31. Aber Herrgott, was mich 8 Jahre nur härter gemacht hat, wird doch wohl nun nicht an ein paar Wochen scheitern. Das kriege ich schon irgendwie hin. Wegen der Tiere würde ich nur flüchten wenn es nicht anders geht.

    Natürlich ist alles dass unschön und erinnert mich an das Kuckucksnest. Nur mit dem Unterschied, dass ich "mitten im Kuckucksnest sitze" statt lässig darüberfliegen zu können. Dennoch: ich schaffe meinen Part.

    Die Atemübungen kommen noch, das ist nämlich eine super gute Idee, gleich positives in die Lungen pumpen und das ärgerliche rauspumpen. Danke, liebes Kaltblut.

    Skybird, derzeit darf die Pfanne noch ihrem normalen Zweck dienen, aber die Vorstellung ist einfach nur genial :)

    Lieben Gruß bis später
    Dagmar

    Liebe Ette,
    meine komplette Kleidung ist leider in seinem Schlafzimmer da der Ort an dem ich schlafe keine 4 qm besitzt. Somit ließ sich das nicht umgehen, ach Ette, ich habe Euch die anderen Dinge erspart - oder beser gesagt mir, die heute noch liefen, da er diese schon gerade für sich selber in die Öffentlichkeit trägt.

    Davon mal abgesehen, nein Ette, so was ist für mich nicht normal, und hat für mich etwas damit zu stun, dass ich so was nicht verstehen kann bei einem erwachsenen Mann. Gut, dass muss ich auch nicht.

    Deshalb werde ich jetzt, obwohl ich absolut nicht müde bin, im Jogginganzug neben Handy, Taschenlampe und Co. ins Bett gehen, meine Samtpfoten "rausschmeissen" damit ich die Türe schließen kann, da härtere Sachen gut sichtbar in der Öffentlichkeit unseres Dorfes in großen Mengen fließen. Mein Problem ist gerade, dass er das Hausabfackeln will und noch ein paar andere Dinge, da kommen die "nassen Dinger" zum löschen ja leider nicht in Frage ;)

    In diesem Sinne wünsche ich Euch eine gute Nacht,
    und mir auch - nämlich eine, in der ich mich in keine Diskussion verwickeln lasse :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich würde dieses gerne als separates Thema aufmachen, weil mir persönlich aufgefallen ist, wie betroffen jeder Co-Partner ist er einen Alkoholiker hat. Jede-/r von uns kämpft mit der Situation, jede-/r versucht sich anfänglich an Hoffnungen zu klammern. Habe ich vielleicht am Anfang auch, ich weiß es nicht.

    Ich muss jedoch sagen, wir vergessen dabei eines mit und bei aller Hoffnung: innerhalb von kurzer Zeit, je nach Person oder Stadium erhöhen sich die Trinkmengen und wird sich zuweilen das Aggressionspotential erhöhen. Nicht jede-/ ist wütend, aggressiv und geladen - aber in jedem Fall kann irgendwann eine Verhaltensänderung auftreten, mit der Ihr als Angehörige nicht mehr klarkommt, das können auch Depressionen sein.

    In meinem Fall bedeutet das: Mit der Hoffnung versehen bin ich nicht gleich gegangen. Innerhalb von zwei Monaten hat sich eine Person entwickelt, die droht das Haus in Schutt und Asche zu legen.

    Wenn Ihr die jetzige Situation betrachtet und noch Probleme habt mit dem Loslassen, dann zieht in Erwägung, dass es innerhalb von Monaten so schlimm kommen kann, dass Ihr nicht mehr heil rauskommt und eventuell, wie aktuell ja bei uns hier der Fall, nur noch die Polizei helfen kann. Dann aber habt ihr keine Umzugsmöglichkeit in Ruhe, dann aber setzt Ihr Euch wie ich, einem Riesenhorror aus.

    Also zieht mal einfach für Euer Leben, Eure Zukunft in Betracht das die Trinkmengen sich steigern, das Verhalten noch weiter asozial wird und dass es oftmals Steigerungen bis zum Tod gibt. Evtl. Pflegefall - Pflegeheim und Eure Kostenfrage.

    Denkt nicht wie ich nur an heute - bedenkt, was bis morgen alles geschehen kann.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Und noch etwas erscheint mir - nach meiner Geschichte wichtig - im Regelfall werden die Konsummengen höher, dadurch das Aggressionspotential noch größer. Was mein Ex gerade abzieht, hätte ich ihm - als wir zusammenkamen niemals zugetraut.

    Nun sind wir mehrfach bei den Aussagen von Haus abbrennen. Internet und Telefon hat er gekündigt, ohne Rückfrage mit mir und weitere Aktionen sind jederzeit möglich. Alles Resultate von gesteigerten Mengen und dem verlieren alles eigenen Haltes. Einfach nur Stärke beweisen zu wollen.

    Jetzt gerade stand ich 1 m neben ihm, Leute ich dachte, ich bin selber besoffen.... Meine Nachbarin meinte, er könne fast nicht mehr stehen. So wird das wieder ein paar Tage laufen, dann evtl. der Versuch sich zu stabilisieren und dann wieder kaum mehr stehen. Liebe Leute, hätte ich annähernd geahnt, was da auf mich zukommt ich wäre schreiend zu Fuß zurück in meine alte, 120 km entfernte Heimat gerannt - und wenn es Wochen gedauert hätte.

    Bitte vergesst im jetzigen ist-Zustand nicht, dass dieser sich im Regelfall verstärken wird.

    Lieben Gruß von Dagmar

    ohoh, das hört sich bei weitem alles andere als gut an, les mal, was bei mir gerade läuft.... tappe am besten nicht auch in so was rein....

    Du bist Dir aber im klaren, dass Du ihn unter Druck setzt und das wohl eine innere Einsicht vielleicht schwer macht? Ich kann mir vorstellen, dass er es Dir zuliebe versucht, aber halt nur halbherzig, dann dürfte das hin und her noch stärker werden.

    Ich selber spreche das Thema Alk, Therapie, Arzt ect schon seit Wochen nicht mehr an. Ich habe es einmal in aller Deutlichkeit getan. Ich denke, wenn nicht selber der Groschen fällt, dass das Leben unüblich und zukunftslos abläuft, wie soll er das dann mit vollem Herzen durchziehen. Ein Verzicht der Substanz ist ganz sicher bodenhart und erfordert viel von den Menschen, aber das können sie sicherlich nur schaffen, wenn der eigene Egoismus das verlangt. Du oder ich - wir sind ersetzbar, austauschbar, ich denke nur die Situation dass es keine Helfer mehr gibt, dass es demjenigen selber saumies geht (vielleicht auch weil Du gegangen bist, das möchte ich nicht ausschließen) muss hart und unumstößlich sein.

    Eigentlich scheint es so zu sein, dass ganz, ganz viel passieren muss um selber als Alkoholkranker zu sagen stop(p) - und wenn es nur im eigenen Kopf ist....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ist schon alles ein bissel viel, was da auch mich losprasselt, nebst den scharfen Unterhosen, muss ich schon sagen.... Ein bisserl zu viel für mein kleines Hirn, welches einfach von Logik und Schadensbegrenzung ausgeht.

    Diese Situation stellt nun halt genau das Gegenteil dar, also alles, was für mich unlogisch ist, alles was für mich asozial ist und alles, was für mich eklig ist - und das bei jemandem, den ich mir mal rausgesucht habe. Gewiß zwischen damals und jetzt liegen 8 Jahre.

    Dennoch die Aggression, Wut und alles andere muss ja damals schon dagewesen sein. Nun gut, was weiß ich wie das weitergeht. Ist gerade hier eingeschlappt und ich konnte mir schon wieder, Pfui Daggi, nicht einen dämlichen Kommentar verkneifen. Herr gott noch mal - wenn man mal etwas weiter gekommen ist als zum Selbstmitleid, dann macht man halt den Schnabel auf, so wie er gewachsen ist.

    Bei uns ist rund ums Haus Baustelle und über den offiziellen Eingang kommt man eigentlich nicht rein, deshalb sagte er "ich gehe hinten raus" und ich blöde Kuh: "und, soll ich Dir beim laufen helfen".... So ein Quark, Klappe halten und gut.... aber nicht so die vorlaute Daggi, Mensch, so schaufle ich mir mein Grab grad selber, ich Dummerjan....

    Ob ich das mal lernen werde.... Auf Mona-Lisa, auf liebe Waldfee, ist doch nur noch ein paar Tage bis der am Freitag wieder abgurkt - raus mit Euch lächenden Damen....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Taschenlampe ist schon seit ein paar Tagen parat, es war ja schon länger mit diesem oder jenem zu rechnen.... nun weiss ich wenigstens dass die grandiose Überraschung da ist :) Genial, dabei ist noch so lange Zeit bis Weihnachten.....

    Hm Skybird,
    Wing-Tsung : Energie des anderen - aber gleichzeitig Abwehr und Angriff. Aber Du hast recht, Frauchen mag gar nicht so gerne Knastmanieren lernen. Frauchen stellt ein schnuckeliges Pfefferdöschen ans Bett. Und Frauchen hat gerade mit den Bauarbeitern, denen sie öftern Kaffee bringt, gesagt sie wolle ein Leiterchen, über das sie nachts rauskönne. Nein, nicht zum Fenstern für den Neuen, raus für die Alte, mämlich mich....

    Das Präventive Lächeln sitzt, ob Rom, New York, oder hier am Arsch der Welt :) Ist aber nur eine Kurzzeitgarantie, ich weiß nicht, wieviel ich schon von Euch gelernt habe, dass mich spätere Angriffe "cold as Ice" werden lassen.

    Nein im Ernst liebe Skybird, und ihr anderen, ich will wirklich versuchen es mit Humor - nein, natürlich nicht mit Zynusmus ihm gegenüber, wei käme ich dazu - zu nehmen. Alles das, was er in seiner blinden Wut verstreut, das ist genau das was sein Herz in der Vergangenheit vergiftet hat und zum Alkohol geführt hat. Genau diese Wut in sich selber, Gefühle, die nie gelebt wurden, weil sie immer ertränkt wurden.

    Alles was jetzt passiert ist schwer und macht es mir nicht leichter. Aber ich danke einfach nur dafür, dass ich eine andere Art von Problembewältigung gelernt habe. Ich danke dafür, nicht in Gewalt und Alkoholmissbrauch gefangen zu sein und mich selber zu blockieren etwas zu ändern.

    Denn eines ist für mich als Mensch sicher - egal, wie es für einen Alkoholiker an Erkenntnis aussieht, sollte er mal nüchtern werden: ich will in meinen Spiegel sehen und dabei ein Mensch sein und keine hassverzerrte Fratze. Wie ich so gelesen habe wissen Alkoholiker oftmals am Tag später ich mehr, was sie am Tag zuvor angestellt oder zerstört haben. Also meine Fotos, wie alles jetzt aussieht, die sind gemacht ;)

    Nein Ihr Lieben, ich lasse mich nicht runterkriegen in die Demutsposition, ich halte vielleicht den Mund bis ich weg bin, das mag schon sein ;) aber demaskiert ist er dennoch .... seine Probleme hat er auch weiterhin .... aber auch noch die Angst, wer das wohl alles erfahren haben könnte was er so treibt....

    Und Angst ist ein schlechter Lebensbegleiter - das gilt sowohl für ihn als auch für mich....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Na, beim letzten Beitrag fragte ich mich noch "was wäre wenn" und nun steht die Situation so quasi vor der Türe. Irgendwelche Stories über irgendwelche Dinge die ihm gehören würden (zumeist habe ich noch Kassenbelege) und "das Haus in Schutt und Asche legen" weil er es später eh nicht mehr brauche könne ich mir Fernseher ect. nehmen und und und.

    Eigentlich habt Ihr Recht, die Ihr sagt: da tobt ein kleiner Wirbelwind, der einfach nur über solche falsche Aussagen streiten will und kann. So viele Punkte gibt es nicht, die Material für Gespräche sorgen, da ich mich doch ziemlich weit distanziert habe.

    Aber das Spielchen - meine Sachen - Deine Sachen, das gab es bei uns noch nie - also eine Premiere, bei der ich auch wieder richtiges Verhalten lernen muss um letztendlich nicht in der Eskalation zu landen. Telefon und Internet hat er eigenmächtig abgemeledet obwohl ich es ebenso zahle. Einfach nur Macht zeigen - die wenige, die noch da ist.

    Jetzt mal ehrlich, eigentlich doch schlimm, wenn im normalen Gespräch nichts erreicht wird. Doch wohl auch schlimm für den Alkoholiker, der es zwar nicht erfasst, aber auch nur sehr eingeschränkt zu seinem Ziel kommt. Letztendlich kann er wie ein Superkaster turnen und "nein, nein, nein" brüllen, die Gesamtsituation wird ja nicht anders für den Alkoholkranken der verlassen wird. Leider nur dürfte das in deren Gehirn nicht mehr ankommen.

    Vermutlich aber die Gier etwas nervenberuhigendes zu bekommen und es runterlaufen zu lassen.... Schon ziemlich wirr, diese ganzen Reaktionen einfach weil sie ja die betreffenden Personen nicht raus bringen aus deren Dilema. Klar kann man Gewalt säen, klar könnte ich klein bei geben um meinen Frieden zu haben, aber am Tag x wird dann ausgezogen und die Probleme des Alkoholkranken sind nicht anders geworden. Egal ob Schuldzuweisungen oder Gewaltandrohungen: sie alle ändern auch durch die Ausführung nichts an der Ausgangssituation des Trinkers.

    Einen Menschen durch Gewalt oder Ohnmacht zurück zu erobern dürfte ja wohl im Regelfall nicht funktionieren. Oder vielleicht doch??? Wenn ich so überlege, wieviele Frauen in Frauenhäuser flüchten um dann doch zu schlagenden Ehemännern zurück gehen.... Uuups, schon wieder etwas erkannt: ein Weg, der doch zum Ziel führen kann. Vielleicht nicht bei mir, aber bei manch einer anderen armen Seele...

    Oh Mensch, wie danke ich für die kleinen, wenigen Schritte, die ich gehen konnte, für das anfängliche Lernen für mich verantwortlich zu sein - für die Versuche des Loslassens und die langsam beginnende Einsicht einer Krankheit. Langsam zu verstehen, dass es zwar doof ist, aber ein Aspekt der Krankheit - die Unfähigkeit Probleme (die eigenen nämlich) zu lösen..... D. h. für mich persönlich, jeder Gewaltversuch meines Ex ist ein weiterer SChlag gegen seine persönliche Unzufriedenheit. Jedes böse Wort entspringt dem was er für sich empfinden muss. Denn das Böse Wort muss ja irgendwo "gelagert" sein bis es raus darf.

    Ich für mich versuche keine Angst vor diesen Wutanfällen aufkommen zu lassen. Gestrn habe ich leider falsch reagiert, als er von einer Bratpfanne anfing. Ich sagte nämlich, dass ich sie ihm bringe und gleich über den Schädel ziehe, dann wisse er wovon er spräche... Nicht gut, war jetzt mein Armutszeugnis, aber da ging bei mir halt einer meiner braven Gäule durch.

    Nun gut, ich werde mir mal alle bösen Unterstellungen anhören, in der Hoffnung, dass das Sprechen ihn durstig macht und in seine Räuberhöhle treibt.

    Lieben Gruß von Dagmar