Beiträge von dagmar007

    Weißt Du was, liebe Gotti,
    vor was ich "Angst" oder "Bedenken" habe ist etwas ganz anders .... Du sagst Du wolltest nie gehen und wirst abwarten. Was ich gut und richtig finde. Ich glaube noch nicht einmal, dass "er" Dich manipulieren will.

    Ich befürchte aber, dass alle die vergangene Hoffnung, die wieder enttäuscht wurde etwas in Dir hat "sterben" lassen. Ich kann mich täuschen, aber Du wirkst schon so abgeklärt, als wäre da sehr, sehr viel kaputt gegangen. Gerade deshalb, weil Dein Vertrauen langsam rückkehrte (wenn ich jetzt nur nichts falsches sagte .... ) und eigentlich immer dann, wenn es normal wirkte wieder so ein Hämmerchen niederprasselte.

    Ich kann falsch liegen, aber ich befürchte, irgendwann - oder jetzt - ist Dir Liebe, Zuneigung oder bereits geschafftes einfach egal weil Du einfach nur den Wunsch nach Ruhe und Kontinuität haben möchtest.

    Ich wünsch Dir ganz viel Kraft und alles Vertrauen der Welt in Dich und Deine Gefühle und Entscheidungen.

    Lieben Gruß von Daggi

    Ja, es kann weh tun, liebe Aurora
    und lt. meinem Psychotherapeuten sei das richtig :)

    Er sagte etwas über den Kopf verarbeiten ist eines, aber nicht gefangen zu bleiben gehe nur wenn der körperliche Schmerz nochmals zugelassen wird um zu verarbeiten.

    lieben Gruß von Dagmar

    Ja, liebe Kerstin,
    oft scheint es unterzugehen, dass es nicht reicht "nur nicht mehr zu trinken". War bei mir auch mal so....

    Die Psyche ist aber auch ohne Alkohol noch gestresst, es fehlt etwas oder nicht bewältigte Probleme sind immer noch da.

    Dazu kommt dann noch die Veränderungen durch die Zeit des Alks, die Entzugsprobleme evt. oder das Suchtgedächtnis: Gier und Gewöhnung.....

    Mal ganz ehrlich: nun nach 2 Jahren Trennung kann ich sagen egal ob Alkoholiker oder nicht, es passte so und so nicht. Früher dachte ich, ohne Alkohol wäre er so und so.... Stimmt doch bei mir alles nicht: er redete nicht, was mir wichtig ist - tauschte sich nicht aus - was ich benötige; ich gefühlsbetont, er verschlossen. Ich habe kleines Glück genossen - er kannte das gar nicht, weder Glück noch Zufriedenheit. Alk hin - Alk her - bei mir hatte es nicht gepasst, war aber unschön das sehen zu müssen, deshalb war der Alk für mich der "Grund" zu gehen, und das obwohl es noch viel, viel schwerwiegendere gegeben hätte.

    Darüber Gedanken machte ich mir nach 10 Jahren als mich jemand fragte "warum tust Du Dir das (ihn) an....."

    Erst da begann ich aufzuwachen.... es war jemand relativ fremder, kein zu tiefes an innerem Austausch und dennoch erkannte der Mensch das so klar....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Lieber Heinrich,
    nichts ist so schlimm, als dass es nicht auch seinen Nutzen hat.

    Deine Krankheiten sind übel und schwierig (war bei mir ebenso) und sie waren die Chance. Im Job finanzielles Mobbing daraus wurde eine Shiatsu-Arbeit meiner Freundin "Mobbing als Chance"

    Und ich sag Dir was: das Grauen der Alkbeziehung und das finanzielle Mobbig um mich durch eine billigere 400-Euro-Kraft zu ersetzen, diese Horrordinge waren meine Chance.

    Hatte ich doch schon alles verloren konnte es jetzt nur noch besser werden. Und Heinrich, wenn die ersten Zeiten überstanden sind und die Trauer langsam erträglich wird, dann kommt die Lebensfreude wieder. Immer wieder etwas mehr. Je mehr der Druck des "vorher" weicht, desto mehr Kraft haben wir das "jetzt" zu sehen.

    Ja, das Leid hat Wege getrennt und mich von einem Morast auf einen Gehweg geführt. Allen anderen wünsche ich selbiges. Wieder einmal den festen Boden spüren - wieder einmal auch in leichten Sandalen laufen zu dürfen ohne gleich aus den "Latschen" kippen zu müssen weil wieder etwas unvorhergesehens passiert ist.

    Das Leben wird jeden Tag neues bringen, mal schönes, mal schweres - aber die Kraft nicht verschleudert zu wissen für Dinge, die ich nicht ändern kann, ist schon die halbe Bewältigung meines Lebens.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach, liebe Gotti,
    laß Dir was zum Thema Geduld erzählen: wenn bei mir am Auto etwas kaputt ist bekomme ich die Kriese, leerer Geldbeutel, technisch selber keine Ahnung und alles .....

    So, super, die Autoantenne abgebrochen - keine Verkehrsinformationen gerade wo ich zu meiner Mutter fahren sollte (die hatte den Telefonhörer nicht richtig aufgelegt "der Anschluss ist derzeit nicht erreichbar" klasse, beim letzten Mal war das halbe Haus abgebrannt als diese Durchsage kam).

    Also gestern alle Kraft zusammengenommen und so getan, als ob alles bestens wäre..... ungutes Gefühl aber "Panik weg, ich kann Dich nicht brauchen".

    So, Brot für meine Mutter gekauft, gleich mal spontan zum Autoersatzteilhandel ob diese Antenne bestellt werden kann "habe ich Ihnen da, mache ich Ihnen gleich rein". Genial: kleines Trinkgeld an den Verkäufer, der sich tierisch gefreut hat und ich mich über den Radioempfang.

    Zuvor bin ich gemächlich gefahren, weil ich wusste, die Panik steckt in mir. Das hat einem süßen kleinen Rehlein das Leben gerettet.

    Apropos Panik, gestern morgen, 6.30 Uhr beim sichten meiner Pflanzen hörte ich in den Kürbissen komische Atemgeräusche. Es war ein Lebewesen da in der Dämmerung, aber durch diese Blätter wollte ich mich ohne Schutz nicht tiefer durcharbeiten. Heute hat sich das Rätsel als lieber kleiner Igel entpuppt, mal aufpassen ob er mich braucht - das Katzenfutter, welches ich ihm hinstellte wohl nicht ;)

    So weiter zur Geduld: In Esslingen fand ich zwei rote 10 l Gießkannen für mein Brunnenwasser für kanppe 4 Euro. Hatte ich ewig gesucht, hätte auch mehr ausgegeben, aber nirgends bekommen oder nicht ersteigert weil zu niedrig geboten.

    Ebenfalls erstanden eine günstige Echinacea, die ich mir sonst nicht leisten konnte zu den normalen Preisen.

    Nein, Geduld ist alles andere als meine starke Seite, aber das Leben zwingt mich zu ihr und belohnt micht dann wohl an Tagen wie gestern. Das wichtigste war das Reh für mich, da konnte ich während der ganzen Fahrt nur "danke" sagen, ein Tier zu töten, hätte mich total abrutschen lassen, traurig aber wahr....

    Nun, hatte ich mit der beruflichen Schiene recht ;) Ich kenne das so gut und biete mich dann auch als Blitzableiter an - kriege also die Energien ab und muss sie verarbeiten. Das geht zu guten Zeiten locker, zu schwereren eben nicht und da gebe ich dann eben etwas zurück :) Eben so, wie es mir gut tut oder eben nicht schadet. Die Folge - nun ja, wir werden sehen ob es eine Verlängerung gibt auch als nicht dauerhafter Blitzableiter.

    Ja Gotti, der Spruch hilft, auch ihn vor Augen zu haben, das ist immer ein Innehalten und mitnehmen des Gedankens. Mir hilft das sehr.

    Um mich nicht zu verlieben - das währe noch nicht passend - habe ich mir (damit niemand merkt um was es geht) ein Deo "Harley Davidson" hingestellt. Die Marke des Schwarms, um täglich daran erinnert zu werden, dass es nicht passt. Weder der Zeitpunkt noch die Konstellation. Hat geholfen...

    Lieben Gruß von Daggi,
    die Dir die Daumen drückt und sich fragt wohin Dein Weg führen wird. Irgendwie klingst Du tatsächlich danach, was ich nicht vermutet hätte, nach extremem Abstand....

    Hallo Waldliebende,
    vor zig Jahren hat mir mal ein Angehöriger einer SHG gesagt, "da, wo es weh tut, bist Du richtig"

    Ich für mich kann das nur bestätigen. Ich denke es ist nur logisch, wenn jede-/r nur so viel Schmerz zulassen kann, wie er /sie verträgt. Ich habe mich damals dem Schmerz "geöffnet" ihn zugelassen um einfach mehr über mich zu erfahren (und das gilt noch heute) warum tut was weh?? Was kann ich gegen Schmerz machen ohne die Augen vor ihm zu schließen?

    In diesem Sinne wünsche ich Dir ein gutes "sortieren".

    Lieben Gruß von Dagmar

    Guten Morgen, liebe Gotti,
    laß Deinen Tränen ihren Raum - sie müssen raus. Was meinst Du, wie schön hinterher Deine Augen strahlen (wenn mal die Augenringe verschwunden sind ;)

    Nein, im Ernst Gotti, bei mir kam beruflicher Burnout und das dortige Hinschmeissen (finanzielles Mobbing um mich durch eine 400 Euro Kraft billiger zu ersetzen) kurz vor der Zeit der Trennung. Als ich blickte, was am Arbeitsplatz los ist, da wurde nach 8 Jahren duldsamer Dagmar plötzlich die Dagmar 007. Ruckizucki Arbeitsamt, Anwalt und Therapeutin und den Schreibtisch habe ich nie mehr aufgesucht (so sollst Du es natürlich nicht machen ;)

    Vom Exxi habe ich mich getrennt (was auch nicht sein muss, aber zumindest ein auf großen Abstand gehen).

    Diese beiden Dinge zogen mir den Boden unter den Füßen weg, der ein Morast war. Nunmehr habe ich erdigen Landboden auf dem zuweilen mehr wächst als ich möchte ;) aber Unkraut ist ja auch kein Unkraut sonder sind Wildkräuter ;)

    Arbeitsplatz : viele Stunden am Tag und wenn da Mißtöne sind, dann spüren wir das noch viel mehr als andere. Darin lag mein Problem .... viel zu viel gespürt, viel zu viel auf mich projeziert und zwar gut abgeblockt... aber es doch für mich nach Hause mitgenommen.

    Ich habe jetzt zum ersten Mal Krallen gezeigt und mich klar geäußert wo Fehler liegen, die sonst gerne bei mir landen. Mal sehen, ob der Vertrag verlängert wird oder nicht .... vielleicht nicht, dann aber nicht wegen meiner Krallen sondern weil Personalkosten höher sind, mein Arbeitsplatz anders verlagert werden kann oder oder oder. Ich habe es langsam gelernt, dass Probleme oft nicht an mir liegen sondern der Bequemlichkeit in mich projeziert werden.

    Und Gotti: wie oft haben Menschen Streß, Ärger und Probleme wo einfach eine sich anbietet es dort abzulassen??? Natürlich bringt jemand Neid oder den Versuch ihn aus der Ruhe zu bringen, der ruhig wirkt. Ist doch logisch, wenn ich mich aufrege und der andere cool bleibt, dann ärgert der mich doch noch zusätzlich ;) wenn ich so drauf bin.....

    Mir geben ruhige Menschen Ruhe, aber ich denke früher war das anders: da war ich nervös, genervt und gestresst und ich wollte mich "abreagieren". Ich denke mal, da hätte die Ruhe eines anderen mich wütend gemacht weil ich sie selber nicht habe.

    Gotti, Du bist immer ein Vorbild - ganz unabhängig von Deinen Randproblemen. Du bist nämlich pur, ehrlich und Du selber! Du machst Dein Ding - Dein Mann seines, ob es wieder oder noch EURES ist, dass wird sich zeigen. Zeigen muss sich nicht wer DU bist!

    An meinem Schlafzimmer hing ein Bild-Schild

    Gute Nacht Ihr Lieben Sorgen,
    Ihr könnt mich mal,
    zumindest bis morgen!

    und an der Tür:
    Du bist selber schuld wenn Du Dich ärgern lässt.

    Das habe ich dann immer mitgenommen, weil mir nur merken nicht reichte.

    Lieben Gruß von Daggi

    Hallo, liebe Gotti,
    ich bin mir ganz sicher, dass Du viel mehr schaffen wirst, als es jetzt gerade erscheint. Du bist jemand, von dem ich lernen durfte dass manches anders kommt, als es zuvor gedacht war. Hier denke ich jetzt an positive Wendungen.

    Leer und enttäuscht, aber Du klingst sehr sachlich, liegt das daran, dass tatsächlich diese Ruhe und das Leben mit der "Gefahr" Dich hat so gefasst werden lassen oder ist es einfach so viel Trauer, dass etwas anderes schon gar nicht mehr geht?

    Ich weiß nun nicht so genau, was ich sagen soll, denn wir wissen ja, dass es eine Ausrutscher-Krankheit sein kann, wir wissen leider auch, dass wir irgendwann in Mitleidenschaft gezogen werden als Partner und dann reagieren müssen. Egal wie...

    Ich drücke Dir ganz doll Daumen und Zehen (obwohl das nicht nötig ist) da Du bei Dir geblieben bist in der ganzen Zeit und an Stärke gewonnen hast. Du hast Freunde, die Liebe zur Natur und Deine Kiddies, und wart mal ab, Dein Knie funktioniert früher oder später auch wieder...

    Halt Dich wacker,
    kleines "Steh-auf-Frauchen"

    Gruß von Dagmar

    Ich habe schon Probleme damit klar zu kommen, auch wenn ich weiß, daß genau das jagen ja auch eine Katze ausmacht.

    Mensch, meine Racker kriegen die edelsten Marken, die sicher besser schmecken als die Mäuse, die dann noch erbrochen werden, dennoch: der Jagdinstinkt ist da... siehst Du ja am Schnürsenkel-Baby :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hey Matthias,
    und erst mein Frühstück :)

    Kaum lasse ich Schneeeulchen morgens raus, so kommt er im Regelfall nach 10 Minuten mit meinem Frühstück wieder. Kann ich mir doch selber nicht mein Frühstück jagen, so muss doch er mir Mäuse erjagen.

    Und mir tun diese kleinen Dinger doch so leid, aber da ist an und für sich ein Rettungsversuch nicht möglich, weil die schon durchs apportieren so geschädigt sind, dass sie kaum mehr eine Chance haben.

    Viel geschickter sind die Echsen: werfen den Schwanz ab oder stellen sich tot :)

    Früher hatte ich die ganze Bude immer offen: türen und Fenster. Nach diesen Liebeserklärungen gibt es nun aber bei mir eine Gesichts-, pardon Mäulchenkontrolle wer ins Haus darf und wer eben erst mal die Beute woanders los werden soll.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Danke für Deine gedrückten Daumen, lieber Matthias,

    es hat sich heraus gestellt, dass Max schneller ist als mein "Eulchen". Kater Schneeulchen hat Max erblickt und war sofort on the "run". Max voraus, Kater Schneeulchen hinterher ... mein Herz schlug Kapriolen :( aber Max war schneller. Was mich faszinierte, das war um 13.oo Uhr als bei hellichtem Mittag.

    Was mich ein bischen traurig macht, hier wurde ein Marder beerdigt und ich hoffe es ist keiner von meinen dreien. Ich sehe ja zumeist nur einen der Youngster.

    Einen Buntspecht konnte ich letztens vor meinen Katzen retten, war aber ein Chaos und glich den Anfängen eines Umzuges. Erst mal meine Katzen wegschaffen und dann versuchen den Buntspecht so zu beruhigen dass er nach dem wegstellen des Apothekerschrankes nicht durch das Zimmer tobt. Aber es klappte gut, er hielt sich gut an mir fest ;) blieb dann noch 15 Minuten geschockt in einem Strauch sitzen und flog seiner Wege :)

    ups, Blattläuse Thimian.... hmm, ich selber mache bei jeder Art von Schädlinigsbefall (hilft sogar bei Pilzen, also pflanzlichem Pilzbefall) ein Nikotinbad. Stummel 24 Stunden aufbrühen und dann vergießen.

    Weißt Du Nici, es ist immer schwer in den Balkonkästen, die dann auch Wasser stauen ect. Aber vermutlich hast Du Dir bereits "Nachschub" besorgt.... sorry, war lange nicht mehr bei mir :) Öfters bei Dir :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Weißt Du Sternchen,
    Du erinnerst mich sehr an mich, "nein, bevor.... gehe ich" Ich ging nicht .... erst nache einem Jahrzehnt.

    Du willst nicht coabhängig werden. Bist Du Dir sicher ob Du es nicht bereits bist? Lassen wir das Wort coabhängig weg und frag Dich einfach:
    Du lebst in Ungewißheit, die Dir nicht gut tut
    (machst Dich also vom Verhalten eines anderen abhängig)

    Kann allerdings nicht sagen, wie viele Tetra-Packs er an einem Tag trinkt sagst Du, Du machst Dir also Gedanken, es scheint Dich zu belasten.

    Du sagst "dann streitet er ab etwas getrunken zu haben. Aber hallo... ich bin doch nicht blöd, wofür hält er mich." stellst Du dir so Vertrauen und Offenheit - die Basis einer funktionierenden Beziehung vor?

    Du machst Dir einen Kopf über ihn "Er selber sieht es wohl nicht ein, dass er professionelle Hilfe benötigt und sagt mir auch, dass es rein psychisch ist" und was ist mit den Gedanken über Dich selber? Über Deine Duldung dieser Dinge, die Dich wohl belasten.

    Du sagst "sein Studium und vielleicht ist das für ihn eine Chance vom Alkohl loszukommen". Ja, die Hoffnung stirbt zuletzt .... War auch bei mir so....
    Nur: es wird immer (tausend) Gründe geben (wieder) zu trinken .....

    Ich drücke Dir die Daumen für Dich und Deine Zukunft

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Ihr Lieben,
    mir geht es nach wie vor gut - zumindest wenn die Sonne scheint - gefrustet war ich schon sehr über den kurzen Sommer und meine vom Wind zerstörte Botanik, aber nun ja, Natur hat ihre eigenen Regeln.

    Ich hoffe auf die weitere Verlängerung meines Arbeitsvertrages, der im September endet, aber auch da sehe ich weiter.

    Mir ist über die letzten Tage aufgefallen, dass der Abstand zur Chaoszeit immer größer wird. Ich kann wohl noch das Haus und die Möbel ect. ganz genau in meine Erinnerung zurückrufen, nicht aber - oder selten - die alkoholbedingten Verhaltensweisen. Mittlerweile bin ich auf dem Level zu sagen, egal, ob es damals der Alk war oder einfach eine Entfremdung: gut, dass es vorbei ist.

    Anderes, worüber ich mir nie Gedanken gemacht hatte, kommt nun bewußter in den Kopf wenn ich hier so manches von Silberkralle und anderen lese (sinngemäß: Alkoholiker lügen immer).

    Ich bin etwas grogy, weil ich keinen Jahresurlaub hatte (aufgrund der Befristung gehe ich dann lieber am Stück) und habe mir einfach mal zwei freie Tage genehmigt. Der Ofen prasselt, weil es doch kalt ist und die Sonne sagt hallo, besser kann man/frau es doch nicht haben. Auch wenn Sommer anders ist....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Egal, ob aus Not oder einfach nur so: mir imponiert das. Ich habe vor Kurzem eine Sendung gesehen, da ging es gerade um die Leute, die aus Not auf dem Campingplatz leben. Und mal ehrlich: die haben sich schöne Reiche gebaut, leben mit der Dusche vor Ort ganz gut und es ist ein Zusammenhalt gegeben. Wohl nur ein Paradebeispiel, aber mir imponiert das gehörig.

    Selbst dann, wenn es aus der Not ist finde ich es toll - vielleicht sogar noch toller :) Einfach weil da jemand sein Bündel schnappt und es probiert ... nicht in einer "schlechten" Situation verharrt sondern einfach startet.

    Also in jedem Fall: Respekt für die Lady.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Martha,
    und liebe Ette, deren Thread wir "missbrauchen",

    ich höre gerne Heavy Metal (diese Bands haben die schönsten Balladen) und Klassik :) Ich selber glaube auch nicht, dass ich mein Leben umstellen wollte. Auch weil mir die Zeit fehlt mir selber meine Wünsche zu erfüllen. Aber das Thema steht nicht zur Diskussion. Ich fühle mich wohl in meinem Hexenhaus, mir geht es gut, es gibt Menschen die ich mag aber nichts, was nach Partnerschaft aussieht. Also muss ich mir darüber keine Gedanken machen. Ist es mal soweit, dann sehe ich schon, ob ich überhaupt jemanden in Herz, Räumlichkeiten und Zeitplan lassen kann oder will...

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach Ladies,
    das alleinsein ist doch herrlich :) und wir können es doch auch ändern wenn wir wollen indem wir Freunde besuchen oder uns besuchen lassen.

    Ein Partner steht ja nicht für das Ende der "Einsamkeit oder des Alleinseins" zuweilen leider sogar das Gegenteil :( Oftmals habe ich mich mit Partner (auch ohne Alk) einsamer gefühlt als alleine.

    Ich habe heute morgen (wer weiß, wieviele Sonnentage es noch gibt) alle Terassenmöbel rausgepackt, die Hollywoodschaukel bestückt, Wäsche gewaschen, das Auto am Brunnen gewaschen, die Bude versorgt ect. pp. bin jetzt todmüde weil es schon in den sehr frühen Morgenstunden begann. Somit nehme ich jetzt eine Mütze Schlaf und freue mich dann wieder einiges kreatives zu tun. Allein .... mit meinen Katzen .... und es ist herrlich.... meine Kürbisse gedeihen, die Sonnenblumen sind prächtig, die Dahlen kommen wie auch die Gladiolen, die Kräuter sind da und sagen hallo und es freut sich jedes Stück, welches aufgeräumt aus Holzlager oder Keller verräumt wird.

    Ladies: wir sind doch bei und in uns zu Hause :) Schön wenn jemand da ist, ebenso schön wenn wir uns haben, oder?????

    Lieben Gruß von Dagmar

    Es zeigt sich ja schon über Jahre, liebe Ette, dass es einfacher ist wenn man/frau sich verstanden fühlt von jemandem, der gerade auf selbiger Stufe steht, bzw. in selbigem Gemütszustand.

    Ein bischen schade weil man/frau sich dadurch zumeist selber Perspektiven nimmt. Ich denke aber, dass es oftmals so ist, dass so tief im Hinterkopf der Gedanke sitzt "bei mir ist es ja ganz anders, das versteht Ihr nicht". Nur: dass es bei fast jedem von uns identisch war (da der Verlauf von Sucht nahezu gleich ist bei uns als Co wie auch beim Alkoholiker) das erscheint nicht denkbar.

    Menschen wie ich, die ausgebrochen sind, die einfach nur froh sind dieses Drama nicht zu erleben wirken dann leicht wie von "oben herab". Das aber selbiges Leiden und selbiger Leidensweg hinter den vermeintlich "oben herab" schreibenden Menschen liegt wird vergessen.

    Übrigens - ich vergesse auch weil es das gestern war, vieles interessiert mich nicht mehr, es ist vorbei. Somit kann ich mich in manches nicht mehr einfühlen, weil ich es überstanden habe. Vieles aber ist noch da (wenn ich mich erinnern "muss") und zeigt mir wie es ist, wenn ich selber auf mich "herab sehe". Und zwar sehr, sehr glücklich.

    Weißt Du Habibi, zu vielem kann man/frau auch nichts mehr sagen, entweder weil Du es bereits gesagt hast oder man/frau/ich so ganz anderer Meinung ist, die aber nicht richtig sein muss. Denn Gott sei Dank kann ja jede-/r denken und tun was er/sie selber will.

    Weißt Du, der Tellerrand, von dem Du sprichst ist mir für mein Leben wichtig und meine Einstellung, da ich aber für mich gelernt habe nie wieder in Abhängigkeit leben zu wollen oder diese in meinem Umfeld zu spüren ist vieles an der von Dir genannten Empathie einfach nur für die Menschen da, die selber pur sind und die nicht unter Abhängigkeiten stehen (die zwangsläufig die Person verändern). Was meinst Du, wie verändert ich als Partnerin eines Trinkers war???? Buaääähhhh, 20 Jahre älter ausgesehen, freudlos, sorgenvoll und abgekapselt.... nie mehr, bitte.... bitte....

    lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Ette,
    mir geht es ebenso, und auch so manch einer anderen (wie ich lese). Am Anfang war ich traurig, dass ich so viel Kraft verloren habe .... besser gesagt, gedacht verloren zu haben....

    Nunmehr zeigt sich mir ein anderes Bild: was ich früher tat weil es niemand tat und ich sonst Probleme bekommen hätte, tat ich mechanisch, auch wenn die Kräfte schon lange erschöpft waren. Ich funktionierte nur noch in den alltäglichen Problemen und Anforderungen.

    Nun aber versuche ich mit mir selber gnädiger und fairer zu sein. Wenn ich müde bin, das zuzulassen, wenn ich grogy bin das auch zu erlauben und auch eine Pflicht wie die Steuer zu vernachlässigen, weil ich nicht kann, auch dann, wenn mich eine "Strafe" erwartet.

    Jetzt nämlich haushalte ich mit meinen Kräften und alles passiert bewußter. Es gibt Zeiten, da habe ich zuweilen mehr Kraft als vermutet und andere, da scheint alle Kraft zu fehlen. Schön, dass wir das nun merken dürfen oder? Schön, dass wir uns nicht mehr "vergewaltigen" dennoch unsere "Pflicht" zu tun.

    Denn: heute ist alles übersichtlich und das eine oder andere herausgeschobene Ding bringt uns nicht um die Existenz - in der Zeit meiner Alk-Partnerschaft hätte das sehr wohl sein können, weil viele Gefahren über allem lagen (vom Gerichtsvollzieher "seines" Gutes, über Polizei vor der Türe wegen Fahren mit Alk/Unfall, seine Wutausbrüche und und und.

    Haben wir wirklich weniger Kraft oder gehen wir nur besser und fairer damit um? So vieles, liebe Ette, schreit bei mir schon seit dem Einzug. Nun, aber es schreit halt vieles und nicht alles kann getätigt werden, oder? Müssen wir uns wirklich unter Druck setzen? Sind wir nicht eher verpflichtet unsere Batterie durch Pausen genau dann aufzuladen wenn wir sie brauchen??? Meine Batterie wurde früher nicht aufgeladen und war dann ganz vor dem Aus ... der Akku hinüber.... Nunmehr ist mein Akku gepflegt und versorgt und hält vielleicht, klopfen auf Holz, länger durch.

    lieben Gruß von Dagmar