Beiträge von dagmar007

    Richtig Kadipp! Ja und liebes Schneggsche das mit dem kurzen Leben ist etwas, das mir erst heute so richtig klar wird. Als mein Drama anfing erschien mir mein Leben sinnlos, es tat so unwahrscheinlich weh, alle Illusionen und Wünsche (wenn auch utopisch, aber meine Begleiter) waren wie Seifenblasen zerplatzt, mein Leben noch ein paar Tropfen.

    Warum? Es ist doch MEIN Leben und nicht sein. ICH selber bin nun gezwungen zu versuchen mir ein lebenswertes Leben aufzubauen. NIcht ganz einfach gleichzeit Job, Partner und Haus zu verlieren. Aber vielleicht die einzige Chance aufzuwachen.

    Weißt Du Schneggsche, du bist die Böse. Auch ich habe das nun zum ersten Mal gehört (wegen mir seien die Stromkosten zu hoch, weil ich den Streunerkatzen im Winter ein Schweinelicht stundenweise anschalte). Es traf mich sehr wohl diese Vohaltung! Aber: ich zahle die Hälfte der Stromkosten - auch seine HOchdruckgeräte sind wohl in einem ähnlichen Stromverbrauch angesiedelt. Eigentlich ganz einfach: wenn ich ausgezogen bin soll er nach 3 Monaten den Zählerstand vergleichen und um eine neue Aufrechnung bitten.

    Wir sind die bösen, natürlich - müssen wir sein, denn ohne Gegner und fiese Menschen würde offensichtlich werden dass die Flucht in Alkohol nur Ausrede ist. Glaub mir, am schlimmsten sind diejenigen dran, die sich verzweifelt diese Schuldzuweisungen suchen müssen. Versuch es mit Humor zu sehen: wieviel Zeit wird benötigt um solche netten Unterstellungen oder kränkenden Äußerungen zu finden? Zeit, die wir für unser glückliches Leben nutzen können.

    Mir geht es wir Dir Schneggsche, oft frage ich mich ist das ein bewußt durchdachtes Handeln oder einfach nur Zufall. Ich denke, es wird beides sein. Denn ich denke, es gibt Momente, in denen diese Menschen spüren sie verlieren den Boden unter den Füssen. Auf die Idee, dass sie nun selber gefordert sind, dürften sie in den seltensten Fällen kommen - es ist ja alles normal....

    MEIN EGOISMUS - oder der von Kaddip oder der von DIR ist wichtig - dieser Egoismus ist nämlich unser eigener Wille zu UNSEREM Leben! Nicht runterziehen oder anstecken lassen von einem Suchtmittel, welches wir nicht wollen - von Begleithandlungen, die wir nicht ertragen wollen.

    Jeder Mensch ist ein Individuum und für sich selber verantwortlich: wir für unser Glück die Suchtkranken für ihren Lebensstil. Jeder von uns kann sein Leben ändern - wenn er/sie will, die Kraft haben wir alle - wir müssen sie nur aus dem Keller holen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach Crevette,
    das ist doch nur logisch, dass es uns immer mal wieder umhaut. Mal sind wir stark, dann wieder schwächer, auch da sind wir bei uns. Nur versuche ich für mich zu realisieren, warum ich gerade jetzt schwach und traurig bin, was diese Wirkung hervorrief und oftmals komme ich dann wieder auf den Kern "ich hätte doch so gerne...."

    Crevette, ich kann nur von mir sprechen und davon, wie rasend schnell es gehen kann bis die Person, von der man meinte man liebe sie, in einen schon ekelerregenden Zustand gerät. Trotz Zahnbehandlung kein Zähneputzen, duschen, nur dann wenn er mich um den Finger wickeln will, mir haben Nachbarn erzählt er würde in der einen Hand eine Flasche Bier halten, in der anderen das Schweißgerät. In der einen Hand die Farbdose, in der anderen die Flasche Bier. Nie hätte ich das noch vor zwei Monaten für möglich gehalten. Aber es scheint rasend zu laufen, dass Prinzessin Alk die Kontrolle über ihn erlangt hat.

    Ich habe einfach ein bischen Angst, liebe Crevette, dass Du ebenso blind bist wie ich. Wohl ist das alles für mich heilsam. Aber ehrlich gesagt, schön finde ich nicht, dass meine "Sehnsucht" nun umgewandelt wird in Ekel und fast Abscheu. Sicher ist es für mich heilsam. Aber Crevette, alle die Lügen, die einfach für einen Suchtkranken an der Tagesordnung sind, die tun uns nicht gut. Vermutlich entdecken wir sie schneller als der Suchtkranke. Denn in meinem Fall muss ich sagen, diese Lügen sind recht leicht als solche zu überführen. Aber genau das lässt mich dann in gewissen Momenten an allen Menschen zweifeln. Und das ist so unfair! Die meisten Menschen sind nämlich ehrlich und das schlimmste, was ich mir antun könnte wäre sein Verhalten auf andere Menschen zu projezieren.

    Mein Leben wurde und wird begleitet von ganz vielen wunderbaren Menschen. Alle Verletzungen eines Suchtkranken kommen aber in meinem Herzen an und es ist für mich persönlich höchste Eisenbahn mich nicht mehr solchen Geschichten auszusetzen um nicht so zu werden, wie ich nicht sein will.

    Glaub mir, ich kann mich nur zu gut in Dich reinversetzen. "Ich bin einfach noch nicht so weit" wirst Du sagen oder "es tut mir einfach noch zu weh" oder "ich kann ihn noch nicht loslassen" oder "wenn er doch nur ...." Alles auch meine Gedanken, die ich mal hatte. Eingebunden in Trauer, Wut und Enttäuschung. Vor 6 Wochen war noch jeder Tag von Tränen durchzogen und ich dachte das Leben ist sinnlos. Heute, nach 6 Wochen gibt es keine Tränen mehr, vermutlich kaum mehr Wut oder Enttäuschung (so hoffe ich) weil ich keine Erwartungen mehr an ihn habe.

    Ich habe Erwartungen an mich und mein Leben, und die gilt es zu erfüllen so gut ICH Kann. Nur dadurch ist es mir gelungen zu ihm den Abstand zu bekommen, der meinen Tränen verhindert. Nur dadurch ist es mir gelungen klarer zu sehen und mich durch Lügen nicht mehr einlullen zu lassen. Auch bei mir gibt es Rückschritte, keine Frage - aber alles stehe auf einem Level, welches mir ein Überleben möglich macht. Noch vor 6 wochen wollte ich nicht mehr leben, weil ich dachte alles bricht zusammen. Job weg, Haus weg, Partner weg - alles in Asche...

    Jetzt aber will ich es dem Phönix gleichtun, aus der Asche neue Welten bauen - meine Welten!

    Pass gut auf Dich auf! Sei schneller als ich.....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, liebe Cerevette,
    es macht Spaß sich Gedanken zu machen was nachher wie wird wenn man sich sein eigenes Nest schaffen kann. Natürlich habe ich auch manche Nachteile dadurch - auch ich habe über Jahre das ausgehalten, was durch Alkohol begleitet ein HOrror war. Ich wollte meine Streuner nicht alleine lassen, meine Pflanzen und einfach den Horror des Umzuges - zusätzlich bin ich beruflich aufs Internet angewiesen, hier auf dem Lande ist noch nicht mal das überall richtig möglich. Ganz zu schweigen vom vernetzten PC.

    Nur: sicher sind das alle Gründe und ganz sicher beschert mir jedes dieser Themen graue Haare. Aber ich habe gesehen, was sich innerhalb von wenigen Wochen tut wenn ein Alkoholkranker quasi beginnt den Boden zu verlieren.

    Mein Ex erzählte mir ganz stolz, dass er verbotene Pornos aus dem INternet runter geladen hat. Ist mir grundsätzlich egal - da das aber verboten ist, so könnte mein Rechner ebenso konfiziert werden wie seiner. Und das ist nur ein Ding, welches ich zufällig weiß.

    Die beständigen Wechsel der Gefühlsverfassung, die könnten von heute auf morgen in Gewalt umschlagen und ehrlich gesagt, ich bin mir keinesfalls sicher ob der weitere Abfall meines Ex nicht innerhalb der nächsten 6 wochen passiert und quasi noch Gewaltaktionen gegen meine Möbel oder mich laufen - einfach im Sinne von Durchdrehen.

    Liebe Crevette, solange man "denkt" es ist alles überschaubar macht man sich wohl weniger Gedanken über den Umzug. Wie der Alkoholkranke dachte ich doch auch ich habe es "im Griff". Nichts hatte ich im Griff - im Gegenteil, ich habe weder tägliches Level noch effektiven Stand und Agression gekannt.

    Ich verstehe Dich gut, weil auch ich alles hinausgeschoben habe. Nun aber stehe ich in den letzten Wochen noch da mit der Angst, dass die wenigen Habseligkeiten die ich habe evtl. noch zerstört werden. Du weißt und wirst für Dich spüren wann es soweit ist gehen zu müssen, aber warte nicht solange wie ich es getan habe.

    Weißt Du Crevette, ich glaube auch dass der Tapetenwechsel mir das loslassen von meinem Suchtmittel "Ex" leichter macht. in dem neuen Wohnraum gibt es ihn nicht. Er teilte dort nicht das Leben mit mir oder es gibt dort keine Stücke oder Bastelarbeiten, die massgeblich an ihn erinnern.
    In meinem Fall muss es sein um mich selber frei zu schwimmen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hihi, ja das dachte ich auch schon - eigentlich dürften sie froh sein, wenn sie nun endlich in Ruhe ihrer Prinzessin Alk den Vortritt geben dürfen. Das ganze hat nur einen klitzekleinen Nachteil, die Nachbarn registrieren das ... das Ego manch eines Mannes leidet darunter dann doch etwas.

    Tja Fish, da will ich Dir was zu meinen Umzugsvorbereitungen erzählen. Seit rund 6 Monaten ziehe ich einen Umzug in Erwägung, spreche davon, habe nie gedroht aber auch keine Schritte unternommen.

    Als es sich zuspitzte schaltete ich Anzeigen, mein Ex hat es wohl irgendwie registriert aber doch nicht beachtet. Auch als ich sagte in 10 Wochen bin ich weg (ist schon früher, aber etwas Sicherheitsgefühl darf er ruhig noch haben) kam keine Neugier kein Interesse.

    Da meine Wohnung direkt in der Nähe seines Arbetisplatzes liegt, er also täglich vorbeifährt mache ich noch ein friedliches Spiel daraus und sage ungefähr wo ich wohnen werde. Letztendlich kommt auch das nicht so richtig bei ihm an, auch nicht der Rest, dass er alleine Miete zahlen muss ect.

    Letztendlich behauptet er sich ebenfalls umzusehen, aber irgendwie sind da ziemliche Widersprüche. Ebenfalls behauptet er sich auf eine neue Anstellung zu bewerben, da der alte Job ja so schlimm ist und nun Nachtschicht droht.

    Du Fish, warum soll er sich Gedanken machen? Wie Tihasso schreibt, wir sind doch noch da, zumindest als ruhige Insel im stürmischen Meer. Und wenn wir ihnen nur mal kurz und nicht mal richtig zuhören, so haben sie doch immer noch das Gefühl so wichtig zu sein, dass wir zuhören, oder?

    Ich habe die Teppiche zusammengerollt, sieht mein Ex nicht oder will es nicht sehen. Die Schränke werden zunehmend leerer, sieht er nicht oder will er nicht sehen.
    Warum auch? Da wäre er doch evtl gezwungen sich Gedanken zu machen - "also warten wir doch erst mal ab, ob sie wirklich geht. Sagen kann sie viel, packen kann sie viel, noch ist sie da, und wenn sie weg ist, nun dann habe ich ja meine Ruhe".

    Glaubst Du im Ernst Fish, dass diese Gefühle von Trauer und Schmerz die wir spüren auch von ihnen gespürt werden können? Bei meinem Ex habe ich persönlich das Gefühl es geht nur um heute - den Spiegel und dann sehen wir weiter. Da kann ich mich täuschen und auch jeder dürfte da anders schalten. Aber wie gesagt, noch sind wir da und ob wir wirklich ernst machen, das steht in den Sternen. Warum jetzt schon Gedanken darüber machen?

    .... und außerdem ist bis dahin ja noch Zeit um gewisse Spiele zu spielen und es auszuprobieren, falls es dann doch Ernst werden sollte.....

    Genau da dürfte der Unterschied liegen zwischen einem Kranken und einem der versucht gesund zu werden: Schmerz spüren, wahr haben, annehmen und dann versuchen ihn zu bearbeiten in der puren Variante. Dinge nicht wahrhaben wollen und einfach immer nur für den Moment oder das Suchtmittel leben der Weg von manchen Co's und manchen Alkoholikern.

    Lieben Gruß
    Dagmar

    Tja, liebe Lebensmelodie,
    auch ich habe mir Deinen Frage- und Antwortkatalog reingezogen. Hätte ich ? Könnte ich? Was wäre wenn???

    Nichts, wäre anders gewesen, oder? In meinem Fall habe ich gewußt er säuft, wollte es nicht sehen und bin nicht in seine Alk-Stätte, habe also die Mengen nicht registriert. Aber spielen die wirklich eine Rolle?
    Jetzt ist mein Ex bei einem Sixpack pro Abend, früher waren es "nur" täglich 2 Bier. Widerlich gerochen hat er mit 2 und mit 6 Bier. Zum Zahnarzt ist er weder mit 2 noch mit 6 Bier. Problemen aus dem Weg ging er mit 2 und mit 6 Bier. Was also hätte sich geändert hätten wir früher die Augen aufgemacht?

    Auch ich bin weg von Freunden und Familie, weil ich zu ihm zog. Auch ich hasse Umzüge. Aber das dahinsiechen, welchem ich vor einiger Zeit hier erelgen bin, hasse ich noch mehr und will es beenden.

    Auch ich wollte am Anfang verstehen, habe hier wohl viel gelernt - vor allen Dingen durch die Offenheit der trockenen Alkoholiker. Nun beginnt in mir langsam das Verstehen uninteressant zu werden. Ich sehe seinen Weg, der so gar nichts mit meinem zu tun hat. Ich sehe Lügengerüste, die zusammenbrechen, was in mir nur noch Mitleid hervorruft. Was will ich jetzt noch verstehen und begreifen wo ich beginne mich selber zu "begreifen" zu erfahren was ich will und was ich nicht will. Spielt "er" da noch eine Rolle? Für mich nur in sofern, dass das was die letzten Jahre geschah für mich nicht mehr nachvollziehbar ist und ich keine Verlängerung mehr brauche.

    Wie gesagt, die ersten vier Wochen war ich nur am Versuch des "verstehens" habe dabei aber übersehen, dass er sich selber wohl am wenigsten versteht. Es kommt immer wieder "ich weiß nicht was ich will" Vor kurzem konnte ich ihm antworten: "Aber ich, schlafen" und habe die Diskussion beendet.

    Alles Dinge, die noch vor 6 Wochen nicht denkbar gewesen wären, da wäre ich in Tränen ausgebrochen weil ich ja hätte hören wollen "Ich will Dich". Quatsch mit Soße: Mein Ex will sein Leben leben - derzeit mit Alk - und das so bequem wie möglich und mit dem bestmöglichen Ansehen nach außen. Ob mit mir, mit einer anderen Co, oder nur in Saufgesellschaften außerhalb ist doch egal.

    Es hat mich viele Tränen und Nervenzusammenbrüche gekostet an den Punkt zu gelangen, an dem ich derzeit stehe - immer wieder gibt es ein Schrittchen zurück - aber solange es auch wieder vorwärts geht, so lange kämpfe ich für mich weiter hier raus zu kommen. So schnell wie möglich und so unbeschadet wir möglich.

    Denn auch mich werden noch gewisse Dinge erwarten, die sicherlich nicht von schlechten Eltern sind, einfach auf Grund der stündlich wechselnden Launen. Aber alles was erfolgt hat eine absehbare Zeit.

    Trauer, Schmerzen und alle unsere Arten des Verhaltens sind vielleicht auch ein Weg zu uns selber. Wir können nicht von heute auf morgen einen Menschen aus der Erinnerung streichen - somit auch nicht unsere Mechanismen. Aber die Zeit arbeitet mit uns, wenn wir wollen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hey Franke,
    hallo..... aufwachen "Du bist noch nicht so tief reingerutscht wie ich" GILT NICHT !!!!!

    Du kannst ebenso aussteigen wie Sandra! Ihr beide könnte aussteigen und für Euch entscheiden ob Ihr weiterhin auf Euch rumtreten lassen wollt. Mensch Ihr beiden, mir geht es auch nicht viel besser als Euch, aber ich bin mir zu gut Sandsack zu spielen!

    Hallo Ihr - Aufwachen - Besinnung - wie denn - warum denn - Ihr umsorgt sie doch, schützt sie vor all dem Bösen um sie herum durch Eure Liebe, die ihnen zeigt dass sie doch liebenswert und begehrt werden.

    Im Gegenzug begehrt mein Ex-Partner Alk - Eine Rechnung, die ich mit mir nicht machen lasse. Hey Ihr, habt Ihr nicht mehr, besseres und anderes verdient?????

    Der Weg ist hart, steinig, tut weh und oft will man umkehren. Aber ist das nicht auch früher in der Schule an den Wandertagen so gewesen? Und alle haben wir die Schule mit den Wandertagen überlebt, oder?

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Fish,
    ich glaube, ich habe Dir ja auch geschrieben, dass auch mich dieses Kopf ./. Herz begleitet. Ich stelle nunmehr aber fest, dass das was mal im Kopf war mittlerweile beim Herzen angekommen ist. Mein Herz sagt mir nun nämlich das oder das will ich nicht, das oder das betrifft mich nicht.

    Mir geht es noch nicht gut - ich habe es noch lange nicht überstanden - aber ICH spüre MEIN ICH - meine Wünsche und meine Reflektionen, die nicht mehr von Hass, Enttäuschung und Wut begleitet zu sein scheinen sondern einfach vom ICH.

    Ich denke liebe Fish, bei jedem/jeder wird sich ein solches Gefühl einstellen können. Jeder Schritt Abstand von ihm ist ein Schritt zu sich selber. Jeder Schmerz über sein Verhalten ist ein Kennenlernen von sich selbst.

    Kontrolliertes Trinken .... nun ja, dachte ich ja bei meinem Ex auch, hey, ich war sogar so naiv zu denken, an gewissen Tagen gäbe es nichts. Hat sich aber als falsch herausgestellt. Der Spiegel stimmt, somit sieht er ganz "normal" aus. Denn die Fahne konnte ich gestern wieder registrieren, seine Werkstatt schreit vom täglichen Sixpack-Verbrauch. Alles Dinge, die mir sagen, Mädchen, Du hast eigentlich gar keine Ahnung was abläuft. In der Folge kommt dann der Gedanke: Wenn das schon unerträglich ist, was ist dann die Steigerung? Wenn ich bei dem Level jetzt schon Ekel empfinde, was wäre dann bei einer Steigerung??

    Liebe Fish, freu Dich auf Deine Wohnung, plane überlege und arbeite vor. Ich packe und räume, freue mich auf mein Schlafzimmer in blau/gelb mit Sonne-MOnd-Sterne, die für mich auch symbolischen Gehalt haben.

    Ich überlege, wie ich es nun mit den kleinen Räumen oder meinen vielen Katzen mache - ob so oder so. Und schwupps, bin ich über Stunden nicht mehr bei ihm sondern bei mir, meinem neuen Heim und meinen geliebten Tieren.

    Ich ziehe erst in einigen Wochen um. Wohl ist aber schon die Hälfte an Schrankinhalten gepackt und die Gläser rauschen durch die Spülmaschine. Die Vasen sind jetzt gerade dran, Gläser (und das sind nicht wenige) sind fertig. Meine Kiefernmöbel werden eingeölt, riechen nun toll und geben mir einen Vorgeschmack auf das was auf mich wartet.

    Mit jedem Karton spüre ich mehr "MEINE Wohnung" meinen FREIDEN MIT MIR...

    Auf ans frohe Packen liebe Fish :)

    LIeben Gruß von Dagmar

    Ja Kadip,
    ich befürchte da ist ganz viel dran was Du schreibst über die Pläne und Strategien. Vielleich sind diese wie Schnegsche schreibt wirklich nicht gut durchdacht oder geplant. Aber durch unser Verhalten der letzten Jahre innerhalb der Beziehung scheinen Alkoholiker ein feines Gespür zu bekommen wo sie entlang gehen müssen.

    Ich selber bin gestern fast auch wieder aus der Spur gekommen. Eine fast übliche Art von Spiel veränderte er leicht und schon, ging mein Verhalten wieder ähnlich alter Muster ab. NIcht gleich nicht unreflektiert - aber dennoch unterschwellig.

    Mal ganz erhlich Ihr LIeben, auch wenn ich noch gerade mittendrin stecke und es mir nicht gut geht, so stellt sich mir doch die Frage ob mein Schmerz und meine Bewältigung nicht einfacher zu ertragen sind als Stückwerke aus Lügen, Halbwahrheiten und Überlebensstrategien, zu denen ein Abhängiger quasi greifen muss um das Gefühl zu haben noch alles im Griff zu haben.

    Ich habe nämlich das Gefühl, welches auch falsch sein könnte, dass mein Ex große Probleme damit zu haben scheint dass das Machtgefüge nicht mehr für ihn stimmt, eine Rücknahme immer unwahrscheinlicher wird, da ich mir beginne mein Leben zu zimmern. Und das auch sage - auch in Bezug auf die Beziehung habe ich einen Abstand gewonnen den er zu spüren scheint und den er - so habe ich den Eindruck - beständig versucht zu verkürzen.

    Tja Schneggsche, das mit dem Ändern ist so eine Sache. Ich denke mal, wenn wir solche Beziehungen betrachten, die uns nicht gut tun, so verändern wir uns automatisch. Wohl aber nicht unbedingt in die Richtung, die der (Ex-)Partner gerne hätte. In meinem Fall muss es für ihn ein tolles Gefühl gewesen sein als ich versuchte um den Bestand der Bezeihung zu kämpfen. Eine Gefühl von Macht und Größe, das Gefühl, ein besonderer LIebhaber zu sein.

    Nunmehr gehe ich und sage "das habe ich nicht nötig" ich kämpfe nicht mehr, keine Tränen, keine offensichtliche Wut, alles das scheint nicht in das Schema zu passen, welches einmal von mir angefertigt wurde.

    Ja, auch ich stelle fest, ich komme wieder viel schneller auf die Beine, die Trauer ist ganz ganz anders und die bodenlose Traurigkeit weicht bei mir der Gewißheit, dass ich das so nicht wollte, was alles war - und bleiben würde.....

    Viel Kraft also auf diesem Wege,
    lieben Gruß von Dagmar

    Ach liebe Lebensmelodie,
    mir geht es ähnlich. Aber ich akzeptiere, dass meine Melodie der Trauer einfach noch ein bischen nachklingt und dass von heute auf morgen ein verändern der jahrelang gepflegten Sehnsüchte, Hoffnungen oder Ängste nicht möglich ist.

    Ich bin für mich selber glücklich, dass sich eigentlich fast jeden Tag eine weitere Entwicklung zeigt. Ich bin Co - ich sehe aufs Handy und ich höre nach dem Geräusch seines Fahrzeuges. Und eben weil ich Co bin versuche ich das für mich gedanklich zu erfassen. Ebenso wie Du jetzt: Mensch, wenn ich das mache, dann bin ich co.

    Bei mir persönlich geht der Weg über das eigene bemerken von Fehlverhalten, hin zur kopflichen Bearbeitung - dann dauert der Weg ins Herz noch etwas. Aber er kam eigentlich immer, bei jeder unbewußten Handlung, die ich mir bewußt gemacht hatte.

    Ha, meine Marmelade ist fertig - und gelungen :)
    1 Glas bekommt meine Mum, 2 werden aufbewahrt und eine geht gleich in den Proviantkorb für den Umzug.

    Ich will versuchen als erstes Esstisch ect. aufzubauen, damit die armen, die mir beim Umzug helfen einfach mal zwischendurch zur Ruhe kommen. Da ich jede Menge funktionierende Brotbackautomaten besitze werde ich morgens vom Bäcker Brezeln und Brötchen holen und bei der ersten Fuhre zwei Brotbackautomaten anwerfen. Dann kommen die Helfer und Helferinnen gleich in eine toll duftende Wohnung :)

    Und dazu dann meine Marmeladen aus dem BBA, Wurst, Käse und der Tag beginnt hoffentlich mit Kraft und guter Laune.

    Ja, Lebensmelodie, schon komisch: noch vor 8 Wochen wäre das alles für mich nicht denkbar gewesen. Ich wollte einfach eine Wunschsituation haben: "Er" bitte ohne Alk und bitte die große Liebe. Mann Gottes, was habe ich mir vorgemacht. Ich wusste noch nicht einmal wo er stand mit seiner Abhängigkeit, war noch so naiv zu denken er würde sich selber ab und zu von 3 auf NULL Bier reduzieren. Boaahhh., was für ein Blödsinn, jeden Tag Brötchen oder Waschmittel holen und nebenbei ein Sixpack oder die Flasche Asbach, die wandert.

    Große Liebe? Wer, wo, wann? Es gab mal ein Gefühl, aber kann ich heute noch sagen ob es "Liebe" war oder Einsamkeit oder einfach ein Gefühl Sucht findet Co. Ich weiß es nicht, liebe Lebensmelodie, aber ich weiß, dass ich so was von krachnaiv war, dass es eigentlich nicht vorstellbar ist.

    Juups, mein Ex ohne Alk? Ein Narzist wie er im Buche steht und ich eine Co, die zuweilen super manipulierbar ist, das wäre mein Untergang. Habe ich nur jetzt langsam angefangen zu begreifen. Alle die glückseligen Wünsche, die ich hatte sind so fern von aller Realität und auch von allen den Wünschen und Vorstellungen, die ich über mein Leben habe daß ich fast beginne dankbar zu sein, wie grausam das Schicksal zugeschlagen hat - gleichzeitig Job, Haus und Partnerschaft zu verlieren.

    Ja, Lebensmelodie DU DU DU, genau so soll es beginnen. Darüber, dass Du DIR Gedanken über DICH machts, wie geht es DIR gut und wann nicht? Was bedeutet DIR etwas im Leben und was ihm?

    Ich hatte mit meinem Ex gestern längere Gespräche, wobei mir auffiel wir sprechen unter einer Überschrift über total andere Dinge. Wir leben nicht in derselben Erlebensebene. Kein Problem für Freunde, nicht denkbar in der engen Partnerschaft für mich.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Mit jeder Beständigkeit zu derer ich fähig war bin ich ein Stück gewachsen. Mittlerweile kann ich aus Gesprächen oder anderem aussteigen und sagen "das habe ich nicht nötig" ohne Groll, ohne Wut, und schlafe danach dennoch ruhig ein. Das wäre früher nicht denkbar gewesen. Mir geht es immer noch nicht gut, aber ich spüre mit jeder Faser meines Herzens dass der Verstand langsam auch mein Herz erreicht. Das ich spüre und sage "das oder so will ich es nicht". Dabei aber nicht mal mehr Wutgefühle empfinde so wie früher. Einfach nur neutral feststelle, das will ich nicht. Nicht mehr und nicht weniger.

    Denn ich denke wirklich damit beginnt alles. Sich selber nah zu sein und für sich zu entscheiden was akzeptabel ist und was nicht. Das, was nicht akzeptabel ist, dem muss ich persönlich aus dem Weg gehen. Und zwar bevor eine Verletzung an mir erfolgt. Ich muss gehen, ich muss für mich entscheiden, ich muss mich dabei spüren - denn durch genau das spüren kann ich bei mir selber manche Eskalation verhindern. Und dadurch auch meinen Schmerz.

    Es geht alles sehr langsam, mir selber auch viel zu langsam, aber es geht.... langsam Stück für Stück. Immer mal wieder stellt sich Trauer ein, immer mal wieder leuchtet ein HOffnungsfunke auf, aber immer versuche ich bei mir selber zu sein und zu allerst (vor vermeintlicher HOffnung oder Trauer) auf mich selber zu achten.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach lieber Franke,
    wie soll sie denn zugeben dass sie Alkohol getrunken hat? Ich bin mir nicht einmal sicher, ob dieses konsumieren so ganz bewußt passiert. Ich frage mich ob, ob es nicht ganz automatisierte Handlungen sind, die erfolgen.

    Mein Herr Ex ist derzeit auf einem Durchschnitt von 6 Bieren täglich, ab und zu noch Asbach dazu. Er ist von sich - so glaube ich der Meinung - er hat "nichts" getrunken. Oder definieren wir es als für ihn normal.

    Natürlich will auch er diskutieren, natürlich aber ist mir das - und war es schon immer - zu nervig und ich sage dann klar und deutlich: in diesem Zustand, in dem Du Dich befindest habe ich keine Lust auf Gespräche.

    Nun, nicht provuzieren ist schon eine Aussage, die ihre Berechtigung hat. Jetzt muss ich Dich aber fragen (das habe ich mich auch selber gefragt) bin ich willens mich immer von seinem Alkzustand zu überzeugen bevor ich das sage, was mir auf der Zunge liegt? Aus welchem Grund muss ich mich "kontrollieren" um hier keine Agressionen zu provuzieren. Gut, ich mache es auch für die paar Wochen, die ich noch mit ihm zusammen leben muss. Aber auch das war eine Entscheidung, die massgeblich zum Umzug beitrug.

    Rosarote Brille: sie ist Deine Frau, ja, aber Du hast auch Kinder, wie sie leiden beschreibst Du selber am Besten.

    Weißt Du, Rat und Tat können wir Dir vermutlich nicht schicken, auch wenn wir es wollten, weil Du ja für Dich das Beste herausfinden musst. Den Weg, mit dem Du selber klarkommst. Aber ich für meinen Teil habe für mich erfahren, dass ich langsam starker werde (durch jede Abgrenzung und Tage, die er nicht in meiner Nähe ist), ich spüre langsam wie meine Kopfgedanken auch das Herz erreichen, ich spüre wie ich mich auf ein Haus freue, in welchem es kein Gelalle mehr gibt oder geben soll.

    Mein Ex bot mir wieder heute nacht geschichten zum Besten (da ist Grimms Märchen nix), darauf habe ich keine Lust mehr. Ich bin irgendwann gegangen ohne großartigen Aufstand, weil es das alles gar nicht wert ist. Mir sind die Diskussionen einfach zu blöde und zu zeitraubend, mit NULL Ergebnis. Und bei Dir scheint es nicht gerade besser zu sein.

    Mein Ex benötigt sein Sprit-Level, somit hat er schon einen Zacken und eine Diskussion ist einfach sinnlos. Auch er fährt alkoholisiert Auto, was hier keinen juckt - auch nicht wenn die Flasche am Schoß liegt. Anzeigen der Nachbarn wurden von der Polizei ignoriert. Das ist hier auf dem Lande einfach so und ich hoffe, kein anderer Mensch kommt zu Schaden. Aber warum sollen wir uns darüber Gedanken machen? Ändern können wir ja wohl nichts. Zusehen müssen wir jedoch auch nicht. Sind wir konzentriert auf unser eigenes Leben, so lassen diese Gedanken nach (zumindest bei mir persönlich).

    Du scheinst Krankheitseinsicht zu erwarten. Ich befürchte, das ist zu viel verlangt von einem Kranken. Einen Eiterzahn spüren sie und tun glücklichstenfalls etwas dagegen, den Alk spüren sie nicht negativ. Wenn das Umfeld sich zurückzieht, dann sind diese vielleicht doof oder kleinkariert oder was auch immer. Ich glaube, da wird schon von den Betroffenen ein eigener Schutzwall gebaut, der nicht durchbrochen werden kann.

    Und weder Du noch ich sind Abbruchunternehmer, die sich gegen diese Schutzwälle stürzen und sie zum Einbruch bringen, oder? Alles das, was von ehemaligen Alkoholkranken bisher gesagt wurde kann oder muss ich als Co unterstreichen. So lange alles noch funktioniert gibt es keinen Grund etwas zu ändern, ein paar flotte Lügengeschichten zwischendurch vielleicht, die zeigen wie sehr man noch Herr oder Frau seiner Handlungen ist und schon hat sich der Alkoholkranke selber beruhigt. Zumindst in meinem persönlichen Fall hier.

    Herr Nachbar aus der Region Würzburg - ich komme aus Hohenlohe - deshalb Herr Nachbar: lass los ... fasse Deine Kinder an und lebt .... Lebt für Euch Euer Leben .... Ihr müsst Euch nicht trennen wenn Dir das (noch) nicht gelingt, aber erlaube Deinen Kindern ein normales Aufwachsen. Tu Ihnen das nicht an, was wir erleiden. Tu es Dir nicht an ergebnislos zu hoffen - geh statt dessen lieber ein paar Stunden mit den Kiddies spazieren und freut Euch über die Natur.

    Ich weiß, das sagt sich so leicht und ist es nicht. Aber ich gehe gerade selbigen Mist durch und merke immer wieder: den Mensch, der jetzt vor mir steht, den hätte ich nicht gewählt. Dieser Mensch ist keine Ergänzung für mich und tut mir gut, sondern ich selber schädige mich durch oder in seiner Gegenwart. Ich habe noch lange nicht alles überstanden, bin auch zuweilen traurig, enttäuscht oder was auch immer. Aber ich weiß einfach, dass so mein Leben nicht lebenswert ist. Lieber Franke, ist unser Leben nicht lebenswert? Das Leben der Kinder? Aber genau für dieses "lebenswert" müssen wir leider selber sorgen. Ich weiß bestens wie schwer das ist, aber ich weiß auch was ich hier täglich stehe ekelt mich an....

    Ich für mich will nicht tagtäglich Ekelgefühle spüren müssen, tagtäglich überlegen was ich gerade sagen darf oder mir überlegen was ich im NOtfall arzttechnisch mache wenn er mal wieder auf dem Boden liegt. Ich für meinen Teil weiß dass ein erwachsener Mensch für sich selber verantwortlich handeln muss, genau das habe ich meinem Ex übergeben und von Tag zu Tag werde ich stärker und mir wird bewußt was ich selber will und was nicht.

    ... auch wenn es zuweilen weh tut....

    Lieben Gruß von Dagmar

    oder wieder mit eigener Naivität meinem Ex auf dem Leim gegangen und dabei den Abstand bemerkt.

    Das hätte so schiefgehen können, obwohl ich mehr als Glück gehabt habe. Ich habe mich auf ein Gespräch eingelassen, welches auf fast neutraler Ebene stattgefunden hat. Zuweilen habe ich Kommentare von mir gelassen, die ich mir hätte sparen sollen, da ich solche Zweideutigkeiten nicht nötig habe. Rückfall also im Prinzip, aber in meinem Fall ein absolutes "auf".

    Ich habe nach dem üblichen Standardsatz "ich weiß nicht was ich will" seinen Schlafraum verlassen mit den Worten "solche Gespräche bzw. diese Spiele habe ich nicht nötig". Ich bin gottfroh, dass ich Glück im Unglück hatte. Wäre n mir nun wirkliche Einsichten entgegengekommen, wer weiß, ob ich nicht vielleicht weich geworden wäre.

    So aber konnte ich nur für mich feststellen, das will ich nicht und das geht meilenweit daran vorbei, was ich mir unter einer gemeinsamen Beziehung vorstelle. Wir reden miteinander, aber ich habe den Eindruck, wir sprechen von ganz unterschiedlichen Dingen. Während er mir erklären will, dass er sich über zwei Tage im Haushalt gebessert habe versuche ich darüber zu reden, dass wir uns gegenseitig allein gelassen haben. Ich ihn beim Holz machen, er mich im Haushalt - das es also kein gemeinsames "an einem Strang ziehen gab". Es ging also nicht darum, wer was macht sondern darum, dass wir nie miteinander geredet hatten.

    Es gab dann doch erstmalig Vorhaltungen wegen meines Stromverbrauchs im Katzenasyl. Die Tiere bekommen bei strengen Wintertemperaturen ein Heizlicht an, welches natürlich Strom verbraucht.
    Nachdem auch ich die Hälfte der Nebenkoste trage hat mich das recht kalt gelassen, denn auch kaputte Nachtspeicherheizungen benötigen Geld oder Hochdruckgeräte in der Werkstatt. Aber es war so die Richtung von "weil Du die Heizkosten hochgeschraubt hast kann ich das Haus alleine nicht halten". Meine Argumentation nach der ersten Abrechnung (nachdem ich ausgezogen bin) eine neue Kalkulation vom Anbieter erstellen zu lassen ging per Durchzug durch die Ohren.

    Boah, ich so leicht besteht Gefahr im Haus Co. Ich bin verdammt glücklich, dass ich solches Glück hatte und mittlerweile im Kopf gedachte Richtlinien im Herz angekommen sind. Noch vor ein paar Wochen wäre das vermutlich anders ausgegangen.

    Ich will damit sagen, dass ein "Rückfall" nicht immer nur schlecht ist, wenn ein gewisser Abstand erreicht ist. Dennoch eine bodenlose Gefahr, der ich mich lieber nicht ausgesetzt hätte. Nun bin ich eben reingefallen und konnte rechtzeitig aussteigen und noch etwas mehr an Gewissheit gewinnen. Aber wie gesagt, ein Gefahrenmoment, der hätte ins Auge gehen können....

    Ich kann mir fast vorstellen, dass eine gewisse Ähnlichkeit besteht zu einem alkoholkranken, wobei da natürlich die Gefahr ist, dass es einfach "klick" machen kann. Aber es zeigt mir persönlich, wie wichtig die Psyche selber ist, einfach der eigene Weg zu sagen "ich will trocken werden" bzw. "mein Suchtmittel tut mir nicht gut".
    Keinesfalls sollte man das testen, einfach nur um seine Rückfallgfahr auszutesten. Aber in meinem Rückfall lag für mich eine Chance, vielleicht bei anderen auch - die das derzeit nur nicht so sehen können....


    Lieben Gruß von Dagmar

    Genau das ist es ICH, ICH, ICH


    und dann mal länger nichts!

    Du hast nur eine Batterie, die hilft Dir nur dann, wenn sie regelmässig geladen wird. Menschen, die Dir nicht gut tun und sie entladen sollten nicht zu beständig in Deiner Nähe sein.

    JA ICH - Genau das ist die Grundlage UNSERES Lebens und nur wenn ich weiß, was ich will kann ich MEIN Leben versuchen zu leben. Job und Wohnung ect. ist rational, aber was ich will, liegt tief in mir drin, muss ich vielleicht erst erfahren. Das geht nur - zumindest bei mir - wenn mich nichts anderes blockiert. Mein Ex hat dafür gesorgt dass ich selber mich blockiere....

    So, und nun mache ich Marmelade ein :)
    im Brotbackautomaten :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Na. siehst Du, da kommt doch wieder die Melody ins schwingen :)

    Nun aber ohne Witz: der liebe Gott, oder wer auch immer als Macht oben an steht, hat uns das Lächeln mitgegeben. Eine kostenlose Gabe, mit der wir anderen unsere Akzeptanz und unser Interesse zeigen können. Und auch sie können reagieren, unverfänglich ohne Absicht - einfach nur registrieren, da ist ein Mensch. Um mehr geht es eigentlich erst mal gar nicht, zumindest nicht für mich.

    Wie oft haben wir ein ganz, ganz falsches Selbstbild und bringen uns selber runter in den Keller. Warum, weil bei uns irgendwann einmal etwas falsch gelaufen ist, o.k. Es liegt an uns, wieder ins Erdgeschoss oder die höheren Etagen zu steigen. Uns den Weg zu erklimmen uns so zu sehen wie wir wirklich sind. Also ehrlich gesagt (außer meiner Mutter, die es nicht bös meinte) hat mich nie jemand klein gemacht - ich habe es getan!

    Also lass weiterhin fröhliche NOten erklingen, liebe Melodie.

    Lieben Gruß von Dagmar

    wurde zum Alptraum. Und ich habe ihm leider geholfen immer mehr eine der Horrorgestalten zu werden, die es in schlechten Filmen gibt. Ich habe ihn viel zu lange gestützt, mit Kleinigkeiten wie dem Wecken - nicht einmal mit Entschuldigungen am Arbeitsplatz oder den üblichen Dingen, nur mit Kleinigkeiten die ihm vorspiegelten alles ist normal und er hat alles im Griff. Klar - dadurch erlaubte ich ihm sogar noch die Überheblichkeiten gegenüber anderen, denn ich selber habe verhindert dass er auf die Nase fällt.

    Schau, Kindheit hin - Kindheit her - auch mir wurde damals gesagt ich bin dumm. Nun gut, egal was damals war: wir sind im heute und im jetzt. Wir haben etwas bewegen können und darauf sollten wir sehen. Wir werden die Wunden der Vergangenheit nur dann los, wenn wir uns selber gesund pflegen. Das macht nicht unser Traummann - denn der ist nur Mann und kein Arzt oder Wundpflaster.

    Tränen, Hoffnungen und alles andere sind doch o.k., aber wichtig ist das wir selbst überleben, wir uns überhaupt wahrnehmen als das was wir sind und darstellen. Nicht einseitig uns einbildern "wir sind nichts" denn das entsprich oft nicht dem was andere über uns denken. Ich bekam mal mit wie jemand der nicht wusste dass ich in der Umkleide daneben bin sagte "die kriegt alles hin und steht ihren Mann". Ich hätte heulen können, weil das absolut nicht so ist und ich sehr verletzlich bin und sehr erfolgsorientiert. Eine Orientierung die ich mir selber antue - niemand von aussen tut das! Also gehe ich nicht gut mit mir um, oder?

    Wenn ich das aber nicht tat, warum soll ein anderer - in meinem Fall der Ex-Freund, etwas anderes mit mir tun als ich selber es mir antue? Ich habe mein ganzes Geld für die Streunerkatzen ausgegeben und mir selber nichts gegönnt. So, nun sind die Tiere kastriert und gesund, jetzt wird es Zeit an mich zu denken. Die finanzielle Lage ist derzeit durch Ende der Partnerschaft und Wegrationalisierung des JObs mehr als angespannt - dennoch: einen Strauß Blumen gönne ich mir, den habe ich mir "verdient" durch meine Arbeit an mir selbst und dadurch, dass ich etwas für mich bewege.

    Eine Lederhose, für mich ein tolles Material, finanziell nicht drin - ist mir eine Freude, die ich mir gegönnt habe. Eigentlich nicht drin, aber mein Körper, der sich darin wohl fühlt. Die neue Brille ist eigentlich auch nicht drin - aber meine alten Brillenwerte stimmten schon lange nicht mehr und das sehen ermüdete mich imens - vorbei: nun brauche ich den Durchblick und habe mir wieder etwas geleistet, was ich darf aber muss. Nun gut, die nächsten Monate werden heftig in Sachen Finanzen aber: ich war gut zu meinen Augen, verschaffe meinem Körper ein Wohlfühlgefühl und erfreue mich an den BLumen!

    So, wenn ich das also nicht für mich tue - warum soll es dann ein anderer machen? Freunde helfen - und zwar die, mit denen man ehrlich sprechen kann. Sie holen einen nämlich zurück in die Realität, wenn auch manchmal etwas hart.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Lebensmelodie,
    ist Dein Partner tatsächlich so weit für sich selber zu erkennen, in welcher Zwickmühle er steckt? Ich selber habe meinen Ex nie um eine Therapie gebeten, weil ich denke a) würde er es nicht tun und b) empfindet er sich selber so, als habe er das Leben unter Kontrolle - somit kein Druck eine Therapie zu machen.

    Ich nahm mir jedoch die Freiheit heraus, als er selber mal anklingen ließ, dass in seinem Körper etwas nicht stimmt dass es alleine seine Entscheidung ist ein längeres Leben zu führen und mit Hilfe von Fachleuten und Therapeuten seinen Problemen und gesundheitlichen Belastungen zu bearbeiten oder eben ein kürzeres Leben durch seine belastenden und nicht intakten "Funktionen" wie bspw. Suizidgedanken, Depression, Alk ect beizubehalten.

    Ich persönlich habe keine Lust auf Diskussionen, die sich im Kreis rumdrehen. Die hatte ich schon zuviele über andere Themen, wo dann immer kam "ich weiß nicht was ich will". Nun gut, in meinem Fall muss dann eben ich für mich entscheiden was ICH will.

    Ausgeliefert sein? Sich ausgeliefert fühlen? Das liegt an uns, liebe Lebensmelodie ob wir das erlauben! Ich war ausgeliefert so lange ich das Spiel nicht erkannte, bei dem ich aktiv mit spielte. Je mehr ich die einzelnen Rollenspiele erkannte, desto besser konnte ich gegenwirken. Alles nur mit dem Kopf - das Herz wollte dieses Spiel weiterspielen. Was aber vom Kopf langsam in mein Herz und mein Gefühl überging, weil ich immer mehr Mechanismen begriff und mein Fehlverhalten, welches für mich selber schädlich war. Er hat gehandelt und ich habe - im Rollenmuster - reagiert. Das geht aber nur so lange ich diese Rolle spiele, die der Alkoholkranke von mir verlangt. Ich selber versuche mein Leben zu leben. Mit meinen Freuden, meinen INteressen und meinen Notwendigkeiten (wie beispielsweise mein anstehender Umzug). Ich muss mein Leben im Griff haben nicht seines! Ich muss mich von meinem Suchtmittel trennen (das ist er) um zumindest räumlichen Abstand zu gewinnen.

    Die Ohnmacht schwindet ab dem Moment wo Du wieder Macht über Dich selber hast. Es ist ein Lernweg, der nicht einfach ist, gesamt gesehen aber schneller geht als ich bei mir gedacht hätte.
    Betrogen - nicht betrogen? Willst Du dieses Gefühl beibehalten?

    Oder willst Du vielleicht einfach zu Dir selber finden und Dich selber leben - ohne Rücksicht auf ihn, seine Gefühle oder Manipulationen. Also ich selber will es für mich lernen auf mich zu hören und in mir selber zuhause zu sein. Bin ich mit mir selber nicht einverstanden, wie soll ich es dann mit "ihm" sein - egal ob trocken oder nass!

    Verhaltensänderungen? DIe bekomme ich regelmässig - eventuell sogar mehrmals am Tag. Vielleicht sind es Reaktionen oder Test auf meine veränderte Handlungsweise. Ich weiß es nicht. Aber das ist auch nicht so wichtig (obwohl ich wie Du mir ständig darüber Gedanken mache warum, wieso, weshalb). Wichtig ist eigentlich nur was wir für uns wollen. Haben wir das mal auf der Reihe, dann können wir überlegen ob "er" dazu passt.

    Eine Partnerschaft sollte ja ergänzen und nicht behindern. Ich selber habe mich behindert weil ich meine Verfassung von seinem Verhalten und seinen Alkoholmengen abhängig machte. Ich muss es lernen für mich selber und meine Gefühle zu da zu sein. Ein langer Weg, der noch vor mir liegt, aber einer den ich persönlich gehen muss um nicht wieder - egal mit wem - auf die Nase zu fallen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, liebe Lilly, das mit dem Reden stimmt wohl und ich finde es schade. Jedoch muss ich der Ehrlichkeit halber sagen, dass ich dieses Problem tatsächlich nur beim alkoholnassen Ex kenne. Die Partner vor ihm konnten mal in ihrer Wut lossprudeln, oder wenn es gekracht hat. Das aber sind die Situationen wo mein alkbetroffener Freund die Flucht ergriffen hat und konsumiert hat. Ein Verhaltensmuster also, welches von Anfang an zugegen war - vielleicht auch um gerade klärenden Gesprächen aus dem Weg zu gehen.

    Schade nur, dass er scheinbar nicht umsetzen kann, dass nur über Spielchen und Muster kein Ergebnis erzielt werden kann. Gerne hätte ich hier ein friedliches Miteinander bis ich ausziehen kann, was ja in ein paar Wochen der Fall ist. Aber bei uns laufen nur Spiele ab, gegen die ich mich derzeit zwar wehren kann, die aber am Schluß kein Ergebnis präsentieren.

    Glöckchen auch mit dem Punkt ZEIT denke ich Lilly hat recht. Du willst ihn nicht loslassen - musst Du auch nicht - nutze die Zeit für Dich und lass ihn "werkeln". Denn ich fühle mich sehr an mich erinnert, die ich einfach schnell eine Lösung haben wollte - ein - bitte positives - Ergebniss vom Zaun brechen wollte. Einfach um damals nicht "alles zu verlieren". Dieses alles war er damals für mich.

    Nun sehe ich es anders: ich habe mich etwas distanziert, komme mit mir klar. Sorge für meine Gesundheit (neue Brille, ärztliche Untersuchungen) erfreue mich an Blumen (die ich mir trotz finanzieller Notlage selber kaufe) erlaube mir den einen oder anderen Freudeschauer durch ein neues Kleidungsstück oder ein schön duftendes Bad. Ich kaufe meine neuen Lampen und überlege wie ich mein Haus einrichte. Meine Gedanken sind nicht mehr auf ihn fixiert (auch wenn er noch da ist und die Gedanken an ihn). Dadurch komme ich erst einmal bei mir selber an. Bevor ich das nicht bin kann ich bei oder mit ihm auch nicht ankommen - weder nass noch trocken!

    GELASSENHEIT - das Wort Lilly! Ich selber musste 46 Jahre alt werden und mein Leben (job und partnerschaft) gleichzeitig verlieren um das zu lernen. Dabei bin ich gerade - das Leben bietet mir was es soll und ich kann zwar auf meine Wünsche hin arbeiten, aber jeder Versuch es zu verzwingen geht ins Leere.

    Und ich sag Euch was: mit der Einstellung gelingt es mir zu Leben - während ich zuvor von einer Aufgabe zur anderen hetzte, die ich mir selber gestellt habe. Ein Ergebnis ums andere wollte ich erzwingen, alles sollte geregelt sein. Zuweilen ist das aber nicht möglich. Zuweilen gibt es wirklich Baustellen, die erst langsam zum Wohnhaus wachsen müssen.....

    Lieben Gruß von Dagmar

    ich glaube, Du solltest beginnen (was auch ich versuche) Dich wieder in die richtige Tonlage zu bringen. Denn Du für Dich hast die Chance Dein Leben in Ordnung zu bringen. Wenn das der Fall ist und Du stark bist,
    vielleicht wird dann auch er stark für sich .... weil Du es ihm vorlebst.

    Ich dachte immer, Mensch 8 Jahre Bezeihung, die angefangen hatten mir Liebe, das kann doch so nicht enden. Bei mir schon - denn es lagen 8 Jahre dazwischen, in denen wir uns beide verändert haben. Was es bei uns noch gibt ist die Macht der Gewohnheit. OB es bei meinem ex und mir überhaupt noch Liebe geben kann weiß ich ebenso wenig wie bei Dir. Denn geh mal davon aus, unsere (Ex-)Partner sind ja nicht autentisch. Sie sind derzeit zumindest in einem anderen Gefühlszustand als normal. Nun ich persönlich, will meinen Ex- so alkoholisiert nicht als Freund weil er kein Partner wäre. Ohne Alk, trocken durch Therapie könnte sein, es wäre nichts verbindendes mehr da.

    Psychotische Tendenz - uff, da bin ich überfragt. Aber ich würde mir an Deiner Stelle das Päckchen nicht ans Bein binden lassen. Ich wurde drauf gebracht, dass mein Ex wohl eine Narzistische Seite an sich hat, die wohl auch ins Krankhafte geht. Jede Menge googlen bestätigte das. Somit für mich also zwei Dinge, die mir entgegengesetzt sind. Dinge, mit denen ich nur fertig werde wenn ich mich um mich kümmere und mich stärke, egal was aus der Partnerschaft wird. Ich bilde mir ein, wenn ich mich stark mache, dann komme ich durch mein Leben und meine Probleme. Der/die Partner soll sich dann überlegen ob ich für ihn/sie noch so wichtig bin, dass er in sich selber hineinschaut.

    Zumeist wird das nicht der Fall sein weil es ein unbequemer Weg ist und ein neuer Weg. Ein Weg bei dem jeder selber sich kritisch betrachten muss und Kommunikation gelernt werden muss. NIcht jedem liegt das - aber ich brauche das. Somit glaube ich nicht die "Liebe" entscheidet sondern jeder Mensch entscheidet sich zuerst für sich und dann muss gesehen werden ob es gemeinsame Teilmengen gibt.

    Frohe Töne wünscht dir
    Dagmar

    Ich freue mich auch riesig auf das neue Haus, auch wenn es nicht das Ultimum ist. Einfach Ruhe, die mir am Anfang bestimmt schwer fallen wird. Aber Ruhe mit meinen Tieren - und das ist so wichtig für mich auf sie nicht verzichten zu müssen!

    Ein weiteres Verhaltensmuster bekämpft. Mein Herr Ex ist nach nunmehr vielen Monaten wieder bemüht (ob für sich oder zur Show) sich wieder seinen alten Hobbies zuzuwenden.

    Natürlich gehören dazu auch alte Verhaltensmuster, in die ich sehr gut hinein passte. Hatten wir Probleme, er wollte nur andeutungsweise darüber reden, sie aber lösen, so nahm er mich in den Arm und die paar Streicheleinheiten wollten mir Glauben machen alles ist im Lot.

    Gestern nun wollte er mir etwas sagen, sagte aber über Stunden nichts, nun gut, dann eben nicht. Irgendwann ging ich an seinem Schlafzimmer vorbei: "Darf ich Dich in den Arm nehmen" Hopsala, das kenne ich doch .... so gab es früher immer wieder ein paar Tage im Friedenszustand.

    Diesmal konnte ich ihm sagen: "wenn Du mir etwas sagen willst, so benötigst Du keinen Körperkontakt". Ich sehe es so - ich sehe aber ebenso, dass er nicht reden kann (evtl. nur eingeschränkt fühlen kann) und die alten Muster waren so bequem, weil sie eigentlich immer funktioniert hatten.

    Immer wieder erstaunlich, wie man/fau sich selber in Zwickmühlen bringt.

    LIeben Gruß von Dagmar

    Unser lieber Erdling, von dem ich immer wieder lerne. Gerade diese Überheblichkeit und Verschwendungssucht war mir nicht klar. Aber schon logisch, dass der Betroffene zeigen will wie gut er/sie im Rennen ist und wie er/sie das Leben doch meistern kann.

    Ich für meinen Teil mag das nicht - egal ob von nüchterner oder nassen Seite in Verschwendungssucht oder Großspurigkeit die eigene Person so hervorzustellen. Ich denke jeder Mensch, auch gerade die Stillen, haben ganz tolle Talente und die werden von großspurigen Menschen überrannt. Klar, wir brauchen alle - denn niemand ist unnütz, sondern immer noch als schlechtes Beispiel zu gebrauchen ;)

    Ein gesunder Egoismus, den wir alle (!) brauchen ist was ganz anderes. Tja, liebe Lebensmelodie, wer weiß ob wir es wirklich real sehen, dass wir im Leben immer um Beachtung kämpfen mussten. Ich dachte es von mir auch. Aber wenn ich fair bin, so stimmt das nur in Bezug auf meinen nassen Ex-Partner. Das andere Umfeld hat mich be- und geachtet. Ich war massig in Radio und Fernsen sowie der örtlichen Presse. Ich habe kein Problem mit Menschen, ausser mit Alkolikern, durch die ich in ein Co-Verhalten rutsche. Dadurch, und nur dadurch mache ich mich selber minderwertig.

    Ich habe Angst vor "großen Tieren". Es gab einige Promis, die Kontakt mit mir wollten, denen ich aus dem Weg gegangen bin. Mangelndes Selbstbewußtsein, welches nichts mit meinem Ex-Alkoholiker zu tun hat sondern mit mir alleine!

    Geh mal wach einkaufen liebe Lebensmelodie, lächle mal einfach nur die Menschen an, die Dir begegnen - der eine oder andere wird zurücklächeln und dich sehr wohl registrieren. OHne dass Du kämpfen musst, da bin ich mir ganz, ganz sicher. Zuweilen sind uns selber der größte Feind - ich zumindest mir selber!!! Nur das muss ich nicht sein - das kann ich auch anders - nur muss ich mir das beibringen, Schritt für Schritt. Und Du vielleicht auch!

    Schuld- oder Verantwortungsgefühl müssen wir ín erster Linie gegenüber uns haben - und dann erst mal nichts - dann Kinder oder andere, die von uns abhängig sind und erst dann (nach langer Pause) ein Partner. Der ist nämlich erwachsen wie wir - dieser Partner hat die Aufgabe sich um sich zu kümmern und mit selber gut umzugehen. Kann er/sie das durch den Alkohol nicht, so haben wir nicht das Recht ihn/sie "Kindesstatt" zu erziehen oder auf sie zu achten. Sie entscheiden dann über sich und ihr Leben - nicht wir....

    Was meinst Du, wie dumm ich immer aus der Wäsche sehe, wenn mein Ex klar aussieht, sich klar äußern kann und ich merken muss dass es daran liegt, dass er seinen Spiegel hat. Immer wieder gerate ich in Versuchung zu denken, na der hat sich doch im Griff..... Quark und Kartoffeln .... nur weil ich diese nassen Karieren nicht kenne sollte ich nicht das Beste denken, denn da dürfte nur ich mich betrügen .... um mein Leben!

    Ich wünsche Dir viel Kraft
    Dagmar