Dank Dir, liebe Crevette,
ich weiß gar nicht ob sich das jemand vorstellen kann, der nicht unter Druck steht, wie einen das befreit. Auch wenn es noch ein paar Wochen sind, ich merke das aktuelle Leiden wird sich ändern. Ich sage ändern, weil mir klar ist, dass nach oder während dem Umzug Down's kommen könnten.
Ja, das Daumendrücken scheint geholfen zu haben
Vor allen Dingen ist das Häuschen im Grünen und hat Rasenflächen und Obstbäume. Ich liebe doch Pflanzen und kann sie nun dort in Mengen setzen.
Mal ganz erhlich, das Haus hier hat mich depressiv gemacht - überall nur Beton, kleine Fenster - alte Bruchbude halt und nun auch noch rundherum eingezäunt weil alle Außenbereiche abgebaggert werden. Ich habe mir schon oft gedacht, in diesem Haus muss man depressiv werden oder sich betäuben, weil man es anders nicht aushält. Es waren halt immer meine Tiere.
Die dürfen nun mit. Zwar wird es mit dem Einrichten schwer, weil es alles kleiner ist und ich riesen Schränke habe. Aber da muss ich einfach testen und Notlösungen wählen. Hauptsache hier raus.
Ich sage auch derzeit nichts, packe und stelle die Kartons in einen Raum, den er im Regelfall nicht betritt. Je später er es erfährt, desto länger kann ich mich in Ruhe freuen. Denn wie bei Euch anderen wird auch er nun wieder Druck ausüben wollen.
Das Haus ist für meinen Ex alleine auch nicht finanzierbar. Während aber für mich ein Umzug "nur" eine Belastung ist erscheint es mir fraglich wie er eine Wohnung bekommen soll, die finanzierbar ist (ist auch nicht ganz so einfach) und seine schweren Dinge wie Boot ect. wegschaffen will. Mein Ex hatte sich für viele Dinge begeistert, die aber nie fertig gestellt wurden. Somit ist im Haus - Garage - ein Boot, welches nun total vermüllt ist. Werkzeuge ohne Ende, die ihn wohl nicht mehr richtig interessieren, die aber bei einer Wohnungsauflösung doch weg müssen.
Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie froh ich bin nur Untermieter zu sein. Ich kann gehen zu meinem Termin und das Haus hier nebst allen Geschehnissen betrifft mich (auch finanziell) nicht mehr.
Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus bringen solche Auszüge nämlich immer viel, viel Arbeit und viele Gespräche und Verhandlungen mit dem Vermieter. In dieser alten Bruchbude ist mein Ex jetzt wohl um die 12 Jahre, in den letzten Jahren wurde nichts mehr gemacht, gestrichen oder renoviert. Als er noch bastelte hat er viel Schaden angerichtet, den er zum Auszug wieder in den Ursprungszustand versetzen muss.
Ich freue mich wie ein kleines Kind auf die Ruhe, habe etwas Angst vor dem erneuten Down, weil es dann ja wieder ein Schritt weiter ist - so eher der endgültige. Denn das es aus ist ist eine Sache - aber noch leben wir ja unter einem Dach (mein Suchtmittel ist also noch in der Nähe).
Lieben Gruß von Dagmar