Beiträge von dagmar007

    Liebe Lori,
    wie wäre es damit, Dir mal Deine Wünsche und Vorstellungen aufzuschreiben. Das was Du willst, oder auch das was Du nicht willst. Einfach Dir über Dich selber klar werden.

    Ich mche es für mich so dass ich speziell wenn es mir schlecht geht mich frage "warum geht es mir jetzt schlecht". Sehr oft komme ich dann auf zentrale Themen, die in der Vergangenheit untergegangen waren, Verhaltensweisen, die nicht ins Bewußtsein vorrücken sollten oder durften. Und so kommt dann Schritt für Schritt.

    Ich wüsste Dir tausend Fragen zu stellen, die ein Leben mit Alk einem Leben ohne Alk gegenüber stellen. Aber das ist ja das Problem: ich bin Co, Du hast Probleme mit der Sucht.

    Das was für mich klar "scheint" sind meine Ziele und Wünsche. Vielleicht ist es eines der Dinge, die Du für Dich noch erfahren willst, von Dir selber lernen willst oder kannst oder Dich auch selber befragen musst.

    Weißt Du, das was Du sagst habe ich vor ein paar Tagen gehört - ich höre es seit Wochen : "ich weiß nicht was ich will" Eine Aussage, die ich nicht verstehe - deshalb bin ich co.... weil ich sie mir erklären will. Denn da denke ich schwarz/weiß - ich weiß was ich will, was ich nicht will und kenne (vielleicht den Weg dahin über) die Grauzone.

    Am Anfang bist Du!

    Du willst....

    Du magst gerne ....

    Du magst nicht .....

    alle diese Fragen habe ich mir gestellt als ich mein Leben neu sortieren musste. Und zwar komplett neu!!!! Mit allem Partnerschaft, Wohnort, Job - ich bin im MOment nichts - und doch viel, viel mehr als ich die letzten Jahre war:

    ein Mensch, der für sich selber sagen kann was er / sie will.

    Viel Glück wünscht Dir Dagmar

    Hey Lori,

    und DU kannst auch TROCKEN bleiben!!!! Du willst es - also tu es!

    Ich habe meine Psychtherapeuting gefragt ob sie mir Eselsbrücken nennen kann, damit ich selber mit meiner Co-Abhängigkeit besser umgehen kann. Konnte / Wollte sie nicht! Logisch oder?

    Denn wir müssen uns entscheiden ob wir es wollen, aus freuen Strücken. Wir sollen kein Nachschlagewerk in die Hand bekommen sondern uns auf uns selbst besinnen. Darauf was wir wollen, können und tun werden.

    Mir wären Raschläge schon lieb gewesen, wie ich mich selber besser am Riemen reisse, aber ich kann gut verstehen, dass es genau diese Ratschläge nicht gibt!

    DU WILLST TROCEKN BLEIBEN - ist doch bestens!!! Dann bleib dran und so drauf!!!

    Lieben Gruß und viel Kraft wünscht Dagmar

    Stell mal Dein Kraut auf, liebe Karotte :)

    Noch vor 8 wochen war für mich nicht denkbar wohnlich eine Trennung von meinem Ex durchzuführen, weil ich hier ein privates Katzenasyl betreibe - die Tiere liegen mir am Herzen und gehören zu mir. Ich hatte Angst vor dem Alleinsein, vor einem Umzug und vor vielem anderen. Auch jetzt habe ich Bedenken, was auf mich zukommt aber....

    Ich habe Anzeigen geschaltet um ein Haus für die Tiere und mich zu bekommen!
    Meine Freunde, nicht viele - aber gute - sagen alle Unterstützung zu, dann geht es halt langsamer aber es wird gehen.
    Du sprichst von Einsamkeit - sind wir nicht an der Seite eines Alkoholikers schon einsam genug? Haben wir nicht bereits in der Vergangenheit alle Last alleine tragen müssen - oder zumindest manche von uns, ich gehöre dazu?

    Was habe ich nicht alles an Gründen gehört, warum es aus ist, was ich schlimmes mache, oder was sein Ego verletzt hat. Zwar kam so was erst in der Phase als ich sagte "nicht mit Alk" aber es kam. Haben wir das nötig? Haben wir es nötig um seine Gesundheit zu kämpfen statt um unsere?

    Ich habe mir heute den Luxus erlaubt eine neue Brille zu kaufen, geht finanziell eigentlich nicht - aber : wenn nicht ich, wer sieht dann nach mir??? Wenn nicht Du, wer sieht dann nach Dir???

    Wir werden es doch schaffen UNS frei zu schwimmen! Wir sind wer - wir arbeiten an Problemen und zwar ohne Substanzen, schon alleine deshalb sind wir es wert uns ein besseres Leben zu erkämpfen.
    Platz für "ihn" ist dann immer noch, wenn "er" er selber ist und nicht mehr Prinz-von-und-zu-Alk", oder? So lange sie den Alkohol als Nr. 1 betrachten sind wir Stinkerliesen - und weisst Du was :
    DARAUF bin ich stolz ! Stolz deshalb weil ich bei Menschen die mir nahestehen lieber auch einmal eine unschöne Wahrheit sage als ihnen nach dem Mund zu reden! Egal, ob sie es erkennen wollen oder können - ich bin mir das selber schuldig. Und möchte es auch für mich in Anspruch nehmen kritisiert zu werden wenn ich auf dem Holzweg bin. Denn nur so ist ein Betrachten von mehreren Seiten möglich.

    Viel Glück und gute Neven wünscht Dir
    Dagmar

    Lilly schreibt so schön: bei unserer Krankheit hilft nur Klartext!

    Ich selber habe - als die Beziehung noch bestand - ein Foto meines Ex gemacht, der besinnungslos zu Boden gefallen war und dort dann weiterpennte. Natürlich ließ ich ihn liegen, aber der Anblick war ekelerregend.

    Da sprach ich Klartext: das will ich nicht weiterhin miterleben. Auch bisher spreche ich Klartext und zwar ohne Vorwürfe oder den Alkoholismus hervorzuheben. Was ich aber seit dieser Aussage spüre ist eine ganz große Überheblichkeit und Arroganz. Diese, meine damaligen Worte, haben ja dazu geführt, dass er die Beziehung abbrach.

    Ich denke, es gibt diejenigen, die für sich selber noch ein Fundament besitzen obwohl sie alkoholkrank sind, die auch unbewußt merken dass etwas nicht stimmt und die dann den Weg der Gesundung gehen. Ich denke fast, das kann jeder sein - egal, wie "fertig" er/sie zuvor wirkte.

    Fish sagt ja so richtig "was da noch kommt" - ich denke, dass ist genau das, wovor wir Angst haben und wodurch wir ein gutes Werkzeug sind. Ich glaube bei mir selber, dass genau diese Angst, vor dem was noch kommt ein gottverdammtes Band zwischen Alkoholiker und Co ist. Selbst dann, wenn der Co das nicht will.

    Denn dieses "suchkranke Galber" welches Jenny anspricht, scheint bei mir persönlich eine Gefahr zu sein. Wisst Ihr, was mich am meisten ankotzt: ich will raus, ich will endlich räumlich weg und ich kann nicht weil ich noch hier leben muss. Ich habe Anzeigen laufen und am Freitag geht es um ein Haus, welches mir gefallen könnte (habe es mir gestern von außen angesehen) und wo meine Karten ausgesprochen gut zu sein scheinen - keine Mitkonkurenten.

    So lange wir, die wir mit Süchtigen zusammenleben, in deren Nähe sind glaube ich wir sind gefährdet in alte Muster zu fallen, selbst wenn wir an uns arbeiten und "wissen" was Sache ist. Ich sehe die Gefahr auch bei Dir, liebe Fish, denn es scheint sehr ähnlich meiner Story zu sein. Zwar wollen wir sie so nicht (wie sie aber sind) aber dennoch wünschen, hoffen und trauern wir. Das kann nicht normal sein - ist nicht gesund - und wir müssten wohl mehr direkte Worte hören um zu begreifen dass wir nur Spielzeuge sind, nur Hilfsmittel für eine Droge - nur Hilfsmittel die Zeit ohne Droge heil zu überstehen.

    Seit ich das Thema beim Namen genannt habe und per Abstand lebe, der immer größer wird, trifft mich Tag für Tag Arroganz und Überheblichkeit. Genau das trifft mich - alles andere habe ich geschafft zu bearbeiten und nicht mehr zu reagieren, aber diese tödliche Überlegenheit, dieses ich bin der "King" das macht mich immer klein, und später würde ich mich selber am liebsten in den Hintern beissen: weiss ich doch genau das oft Hochmut vor dem Fall kommt. Aber ich habe immer das Gefühl nur wir Co's fallen.

    Wir lassen uns fallen. Ich stehe mein Ding so gut durch, kann mir so oft selber auf die Schulter klopfen wie ich damit umgehe und wie ich es zumeist schaffe mit Abstand und Abgrenzung umzugehen, dann kommt Überheblichkeit und ich bin wie ein kleines Kind. Verdammt Leute, wo oder wie schalte ich das aus...

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach Liebe Karotte,
    mach Dich doch nicht selber klein - Du bist nicht blöde, Du hast einfach noch Gefühle, die eben erst mit der Zeit anders bzw. verarbeitet werden können.

    Auch wir wohnen noch zusammen in einem Haus - aber ich habe mir das Gästezimmer als Schlafzimmer gerichtet, damit ich etwas Abstand habe. Was meinst Du, wie schwer mir der Abstand fällt, wie oft es glingt mich in alte Muster zu pressen. Wie oft ich einfach nur traurig bin und innerlich am überlegen bin ob ich um ihn kämpfen soll.

    Nur für was? Denn wenn ich mir gegenüber ehrlich bin, so waren wir uns nie wirklich nah. Nie habe ich an seinem Leben teilgenommen und eigentlich war es wie bei Euch : motzen, motzen, motzen...

    Was weine ich nach? Wofür vergeudest Du Deine Kraft? Du, ich weiß genau wie schmerzlich es ist - ich lebe es gerade in allen Variationen! Nur: ich will einmal anders leben. Dazu muss ich diesen Mist wohl gerade durchmachen. Dazu muss ich wohl jetzt leiden wie Schwein um in Zukunft entweder keinen Partner mehr zu wählen, oder aber einen, der dann tatsächlich ein Partner sein könnte.

    Ich fühle mich hilflos und leer, wenn ich an meinen Ex im Gespräch nicht rankomme. Er merkt genau, dass das genau seine Waffe ist. Er redet NULL über sich, schmeisst Bemerkungen in den Raum und lässt mich dann quasi stehen. Es ist also nicht einmal möglich wie nahezu Fremde miteinander zu reden, denn da gelingt es oft besser. Wobei ich für mich das Gefühl gewinne, mein Ex-Partner weiß genau dass ich Dinge aus der Welt schaffen will - dadurch dass er nichts spricht bleiben diese Dinge für mich Bestand, die ich ja klären will, und somit ist wieder ein Band zwischen uns, welches ich nicht möchte - dem ich aber dennoch subtil unterliege.
    Ich fühle mich in diesen Momenten hilflos, schwach und empfinde mich selber als erbärmlich. Ich jammere ja quasi um Worte? Warum denn? Dennoch tue ich es.

    Nun gut, Haussuche aktiv, am Freitag die Sache sieht sehr gut aus - jeder Tag früher hier weg wäre ein Tag mehr Lebensqualität. Ein Tag mehr, den ich seiner Arroganz entgehen kann. Genau diese überheblichkeit ist für mich nicht zu ertragen - ich weiß nicht, warum ich so darunter leide - aber er findet genau die Punkte die mir weh tun, durch die ich mich selber an diese unleidvolle Beziehung kette, aus der ich doch gleichzeitig versuche mich abzunabeln.

    Bäähh - noch mehr, noch voller, noch direkter, dann begreife ich es schneller....

    Dir liebe Karotte wünsche ich einen schmerzloseren Verlauf als er bei mir gerade ist. Finde dich selber schneller als ich es tat. Denn mein Weg zu mir zurück ist gerade sehr, sehr steinig und schwer. Und ich bete nur um die Wohnung um alles das nicht mehr ertragen zu müssen, was wohl zu meinem eigenen Entwicklungsweg gehört.

    Dagmar

    ich glaube, von Lilly's deutlicher und offener Art können wir beide eine ganze Menge lernen. Dadurch, dass sie klar und deutlich sagt, Princess Alk hat Rang 1 können wir vielleicht umsetzen, was wirklich läuft.

    Genau dieses "bewahren" vor Schaden ist es nämlich, wofür wir uns eigentlich selber schämen und wodurch dann evtl. eine Kettenreaktion entsteht. Ich dachte immer ich bin nicht Co: rufe nicht beim Arbeitgeber an, lasse ihn besoffen liegen, besorge keinen Sprit ect. Aber: alleine das morgendliche Wecken machte ihm das Leben leichter. Alleine der Einkauf von Waschmittel oder das versorgen des Haushaltes nahm ihm Verantwortung ab. Co hat viele Seiten muss ich Tag für Tag bemerken - nicht nur die, die offensichtlich sind....

    Ich denke auch, was für uns ganz wichtig ist anzuerkennen dass er den Alk will (bzw. braucht) und wir es so stehen lassen. Fällt mir persönlich noch schwer, aber ich will versuchen das einfach so im Raum stehen zu lassen ohne Wertung - aber als Ansage: Dir den Alk - aber keine gemeinsame Freizeit mehr, da diese nur unter Alk erfolgen würde.

    Ein Auszug ist denke ich mal der erste Schritt der Trennung, dann kommt wohl ein Loch - noch die eine oder andere Runde ;) zumindest für mich bis es sich richtig bei mir eingebrannt hat was passiert und wo ich mich selber hin katapultiert habe. Ich denke bei Dir ist es sehr ähnlich - wir verstehen nicht, was der böse Alk macht ... aber ist es nur der Alk.... Ich stelle das mittlerweile im Rahmen meiner Ex-Beziehung in Frage. Ein Auslöser - ein Verstärker - aber nicht nur der Alk sorgte dafür, dass es keine Beziehung mehr war ....

    Genau das was Lilly sagt mit der Entgiftung denke ich auch für mich wenn ich wieder höre: "Ich will Dich nicht verlieren" Auch Du wirst das wohl häufig hören - aber wo sind die Schritte auf diesem Weg? Selbsthilfegruppen gibt es in meiner Region leider nicht, somit kann er sich hier gut eigene Erklärungen schaffen - aber es gibt stationäre Entzugsmöglichkeiten, wo er/sie einfach vor der Türe stehen könn(t)en - wäre es ihnen ernst .....

    Also Fish, mach Deine ersten Schwimmzüge und geh in Richtung freies Meer. Ich versuche es doch auch - mal mehr, mal weniger erfolgreich; aber immer einen Schritt weiter. Weißt Du, ich glaube Du und ich können mehr als um Schmerzen betteln, oder?

    Ich beginne nun für mich, nach nunmehr einigen Wochen Eigenarbeit, mich wieder in mir wohl zu fühlen, frische Farben zu tragen, die Haare haben schon vor der Trennung neue Farbe und Styling bekommen, und plötzlich habe ich auch den Haushalt (meinen Bereich in Schuß) zu seinem schließe ich die Türe wenn er nicht da ist. MEIN Leben - MEINE Gesundung und MEINE Zukunft.

    Wie sieht es mit DEINER aus.

    Lieben Gruß und viel Kraft an Fish und ein Danke an Lilly

    Hey Fish,
    Monika Rennert schreibt in ihrem Buch "Co-Abhängigkeit" etwas ganz interessantes über die Scham. Und ich denke, da kommen wir unseren Knöpfen näher, die betätigt werden um uns wieder zu Co's zu machen.

    Ich selber weiß von mir, dass ich mit meinem Ex nicht mehr weggegangen bin weil es einige oberpeinliche Auftritte gab, die zuweilen auch böse Folgen hatten. Nun ist es ja nicht normal, dass man mit jemandem zusammen ist, für den man sich schämt. Außerdem hat man/frau ja hinter dem Partner zu stehen....

    So, bei mir ist das ganz sicher einer der Punkte, die Scham als solches - übrigens egal in welchem Zusammenhang - um mich bereiter zu machen in meine Co-Maschen zu fliegen.

    Und genau das hat ja wohl auch Deiner versucht. Schäm Dich, mich wegen einem Bier, und überhaupt. Ja, auch ich zweifle ständig in Situationen wie Du schreibst. Mein Ex hielt sich letzte Woche bedenklich gut und schon fing ich an in Frage zu stellen ob ich vielleicht falsches interpretiert habe, ob ich gar jemandem eine Krankheit unterschiebe, die er nicht hat.

    Dann habe ich mich mal kurz gesammelt und dann fiel mir ganz viel ein, was eine Bezeihung zwischen uns unerträglich war. Diese Dinge könnten die Folgen von Alk gewesen sein, müssen es aber nicht. Aber egal, durch was ausgelöst, wir hatten dadurch massive Probleme im Zusammenleben. Und die hätten wir immer noch - auch wenn er nicht tränke...

    Unterstützen - dankbar sein - Anerkennen - alles so Dinge. Sie sind wichtig und jeder freut sich darüber, aber sie sollten nicht maßlos eingefordert werden. Dein Mann scheint gerade auf dem Forderungs-Tripp zu sein.

    Kannst Du auch :) Ich versuche das so, dass ich für mich - innerlich - meine Ruhe einfordere. Nun, ich bekomme sie leider nicht geschenkt, muss dabei viel Traurigkeit ertragen. Aber mit jeder Stunde wo mein Ex weg ist - an den Wochenenden bspw. - komme ich zu mir und merke wie einsam ich zwar bin, aber in welcher Ruhe ich leben kann - ohne auf und ab. Und diese jetzt noch verspürte Einsamkeit, die dürfte dann langsam schwinden wenn frau sich ein neues, getrenntes Leben aufgebaut hat. Auch wenn es anfänglich nur im Kopf ist.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Skye,
    so arg viel kann ich zu Deinen Zeilen nicht sagen, da ich es etwas anders sehe, als Du meine Aussagen umsetzt. Was jedoch nicht heißen muss dass Du Unrecht hast, sondern es ist jederzeit möglich daß unbewußt von meinem Denken ich mir ein subtiles Verhalten "kristallisiert".

    Nein, in der Situation, in der wir uns derzeit befinden kann es kein zusammen leben geben. Da es ja nicht nur das Problem Alkoholismus gibt sondern auch grundsätzliche, den Alltag betreffende, Bewältigungsweisen die sich nicht treffen.

    Retten - hatte ich nie bewußt versucht - ich habe ja sogar übersehen was nun daraus geworden ist weil ich mich schon vor Jahren aus der Beziehung zurück gezogen hatte, obwohl wir sie noch lebten. Vielleicht macht mir das zu schaffen, ich weiß es nicht.

    Mein Nutzen an der "Freiezitgestaltung" wäre vom Grundprinzip, dass ich lieber zu zweit Fahrrad fahre als alleine, aber ich hatte gestern bereits (allerdings nach diesem Thread) für mich selber beschlossen dass mir das nicht gut tut und ich deshalb auf diese Art des neuen Kontaktes verzichte. Mein Egoismus ist für mich persönlich sehr wichtig, damit ich mich abgrenzen kann. Damit ich mir überlegen kann ob seine Wünsche mit meinen sich treffen und wo ich aussteigen muss, weil ich darunter leide oder in unterstützendes Verhalten zur Sucht ausschweife.

    Bestätigung, nein, die muss ich mir selber erarbeiten, durch das Gefühl es geht mir gut oder es geht mir schlecht. Oder durch das Wissen es klappt mit dem Haus - am Freitag steht die Entscheidung an. Ich denke Bestätigungen sind nicht mehr notwendig was ich richtig oder falsch mache, denn es klappte ja nicht innerhalb der Beziehung, da dürfte das wieso, warum, weshalb nur eine untergeordnete Rolle spielen.

    Wo Du ganz sicher recht hast ist das analysieren, welches ich praktiziere! Für mich selber ist das vermutlich der Weg zu begreifen, warum ich die Sucht nicht begriffen habe. Dadurch habe ich nicht begriffen wo er jetzt steht - ebenso wenig wie er bemerken konnte, dass meine INteressen und Freizeitgestaltungen sich im letzten halben Jahr (bevor die Beziehung beendet war) ganz massiv geändert hatte und ich mir ein anderes Umfeld aufgebaut hatte. Nein, ich selber begreife vieles nicht was abläuft. Und es macht mich traurig, dass nicht so freundschaftlich zu Ende geht wie ich das in meinem Leben zuvor kannte, es macht mich traurig immer wieder zu hören "ich will Dich und dabei zu wissen, es geht hier nicht wirklich um mich", es macht mich traurig nicht auseinander gehen zu können als Menschen, die kein Paar mehr sind, die aber gewisse Gemeinsamkeiten hatten und schöne Momente.

    Dann drück mir mal die Daumen, dass es am Freitag klappt und ich durch die räumliche Distanz auch den notwendigen Abstand bekommen kann um mir dann zu überlegen ob oder was an Deinen Worten stimmt.

    Da ich das was Du sagst ja auch als evtl. richtig stehen lassen muss werde ich mal für mich den Weg der gemeinsamen Freizeitgestaltung außen vor lassen und nicht wahrnehmen, vielleicht treffe ichmich selber dann besser. Mal sehen, man soll ja nie "nie" sagen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    ich komme aus Baden-Württemberg, aber fast an der Ecke zu Bayer, wo ist Dein Heimathafen?

    Tja, Haus - am Freitag kann ich ein altes Bauernhaus besichtigen, welches ich wohl mit Müh und Not finanzieren könnte, wo es viel Rasen gibt - also Platz für meine geliebten Pflanzen und auch die MÖglichkeit für die Katzen.

    Ich hoffe nun mal, dass es mit den Vermietern klappt (gerade war wieder ein Anruf aber mitten im Ort ganz ohne grün, da bekomme ich Depressionen - das habe ich in dem Haus hier eerlebt, nein bitte nicht das werde ich doch wohl auch anders schaffen).

    Es ist für mich ganz ganz wichtig, dass das mit dem Haus klappt und wir voneinander entfernt sind. Es tut immer noch wahnsinnig weh und da er derzeit bemüht ist auf fast NULL Promille zu fahren (was sicher nicht lange hält) kommt der Schmerz wieder ziemlich hoch. Natürlich gibt er sich MÜhe im KOntakt und ich muss schon sehr um meine innere Mitte bedacht sein um mich schnell genug abzugrenzen.

    Ja Glöckchen, so müssen wir in unseren Orten nicht nur zusehen was passiert, sondern gehen evtl. auch in die Gefahr ein Außenseiter zu sein, weil wir ja nicht so munter die Gläser heben. Und die Kiddies, für die ist das ganz schlimm - haste kein Geld für Bier oder schmeckt es dir nicht - so gehörtst Du nicht dazu. Das aber wird die neue Generation ... nur wenn schon mit 13 die erste Räusche Standard sind und nahezu alle Erwachsenen breit sind. Schlimmer noch, mir erzählte gestern ein 16jähriger, die Eltern seines Freundes hätten ihn beide abgefüllt. Lieber Gott, diese Droge zerstört Menschen und am schlimmsten ist dabei, dass diese Menschen das nicht spüren können weil der Übergang schleppend ist - und die Droge sozial anerkannt.

    Leute, manchmal könnte ich nur heulen....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Erst zig km weiter, was ich mir sprittechnisch nicht mehr leisten kann, gäbe es Selbsthilfegruppen, die nächsten mindestens 30 km ist nichts.

    Das ist wirklich das Problem auch bei mir auf dem Land. Die Kiddies sind schon mit 13 im Jugendraum (einzige Möglichkeit) mit dem Köpfen der Bierflaschen beschäftigt, Wer als Kiddy keinen Geschmack daran findet ist out.

    Ein klassisches Dorffest läuft hier so dass morgens die Ladies ihre Männer suchen - zumeist finden sie erst einen Schuh und dann den Mann. Wäre es nicht so traurig, dann wäre es zum lachen. Denn weil das hier üblich ist "Prost, Prost, Prost" hast Du als jemand wie ich der nicht trinkt Probleme. Jemand der aufhören möchte aber ebenso. Er findet weder eine SHG noch im Regelfall Verständnis, weil nahezu alles säuft - nicht alles, bitte nicht falsch verstehen, aber doch nahezu. Ein Teil kann damit umgehen und stellt das dann wieder für Monate ein - andere kommen ins rutschen und dann ins abstürzen.... und zwar bodenlos.

    Auch wäre gerne in eine SHG gegangen auch einfach um besser zu begreifen wann ich mich mal wieder selbst zum Mittel zum Zweck mache und einfach in Realzeit andere Menschen und Gesichter sehen, die ebenso an sich arbeiten wie ich selber, aber keine Chance....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Es gibt hier 20 kim entfernt eine Einrichtung für suchtabhängige Frauen - man wollte mir einen 9monatigen Aufenthalt einsugerieren, aber offene Gesprächsabende ect. gibt es nicht ....

    meinem Gewicht täte es saugut noch mehr Rad zu fahren und noch längere Spaziergänge zu machen als ich das jetzt tue. Die letzen 8 Jahre war ich ja nicht nur in einer coabhängigen Beziehung, sondern habe innerhalb eines Pflegeheims, wenn auch nur Verwaltung, einem typischen Co-Beruf gefröhnt. Den Oldies geholfen, mal ne Wohnung ausräumen, mal dies mal das.... Zugenommen habe ich in der Zeit, dass es dem Teufel graut.... Kriege ich aber derzeit ganz langsam wieder runter.... aber das wird auch immer besser .... Seit der Trennung gehe ich regelmässig spazieren und fahre mit dem Rad.

    Aber - ich denke doch ich mache das besser alleine, wobei Deine Erklärung gut war, ich sie eigentlich so umsetzen wollte. Dann habe ich in mich hineingehört und merkte poch_poch_Herzalarm. Grundsätzlich hast Du recht mit Couchpotato!!!!

    Bewegung tut mir gut - Bewegung tut ihm gut - gemeinsame Unternehmungen dürften für ihn der Versuch der Ablenkung sein ohne Rücksicht auf meine Person bzw. meine körperliche Belastbarkeit zu nehmen. Denn mir fällt beim Schreiben mit Dir hier auf, dass er bei den bisherigen gemeinsamen Touren auch keinerlei Absprachen oder Rücksicht mit mir gemacht bzw. genommen hat wo es hingeht oder wie lange die Tour wird, also wie im Leben zuvor: Lonely Wolf entscheidet! Wird mir aber erst jetzt durch Deine Anregungen klar.

    Auch habe ich den Eindruck es dient mehr dem sozialen Außenbild als einer wirklichen gemeinsamen Freizeitbeschäftigung.

    So schade, da hätten wir gemeinsame Interessen (die wir erst nach dem Ende der Beziehung entdecken), aber sie zu leben erscheint mir fast unmöglich, weil ich bisher mit so viel Lug und Trug umgeben war, dass ich nun nicht einmal mehr Fahrrad fahren will mit ihm... schon komisch und elend gleichzeitig....

    Lieben Gruß und Danke für Deine Hilfe,
    denn wer weiß, vielleicht kann ich das irgendwann anders sehen - auch Suchtkontakte können sich ja anders entwickeln - und ganz vom Tisch ist für mich der Gedanke der Freizeitbeschäftigung nicht ...

    und so lange fahre ich alleine :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    auch ich hatte mir jahrelang gewünscht, dass mein Ex und ich mehr Zeit miteinander verbringen und er nicht immer in seinem Bastelkeller seine Princess Alk im Arm hält.

    Nun gut, ich für meinen Teil habe das nicht deutlich genug und nicht mit genug Nachdruck gesagt und somit ist eigentlich nun alles im Eimer. Ich für meinen Teil muss mir persönlich eingestehen, dass das - was vielleicht mal - eine Partnerschaft war, irgendwann auf ein auseinanderleben hinauslief. Nun scheine ich nur noch als Legitimation für ein normales Leben hinhalten zu sollen.

    Ich glaube fast, wir sollten uns damit abfinden, dass Princess Alk, ihre Beschaffung, die damit zusammenhängenden Notlügen und der Versuch nach aussen alles stabil darzustellen mehr Zeit in Anspruch benötigen als dass es möglich wäre uns noch Nähe zu geben. Nähe... Zeit .... Ich empfand es nie so, als hätte ich von meinem Alkoholkranken Freund Nähe und Öffnung erhalten. Zeit, nun wenn ich um etwas bat ja .... wenn das aber mit Gefühl, Sehnsucht oder ähnlichem zusammenhing, dann eigentlich nicht.

    War es bei Dir anders - besser gesagt ist es anders in den Zeiten, in denen er "genießt". Die Freunde, die heben mit das Glas, war bei uns auch so. Ich war der Störenfried weil ich nicht trinke, ich habe mich selber aus diesen Gesellschaften ausgeschlossen und er sich in den Alk verschossen.

    Das Bild, welches er von Dir hat ist vermutlich einfach nur ein Feindbild, welches Du oder ich nicht ändern können. Denn Du und ich wir sind die Drachen, die etwas gegen Alkohol haben. Also sind wir nicht normal! Ich befürchte, da musst Du drüber hinwegkommen was oder wie er über Dich denkt.

    Ich glaube nicht dass Du es verdreht siehst sondern ich glaube, er dreht ganz geschickt an den Schrauben Deines schlechten Gewissens. Er kennt die richtigen Schraubschlüssel um bei Dir wieder einen Hochdruck entstehen zu lassen, daraus dann wieder einen Dampfabfall. Ein Hoch und Tief, wie ich es mir mir durch meinen Ex praktizieren lasse.

    Den Durchblick nach einem Streit - das dachte ich persönlich bei mir schon oft. Aber in meiner Beziehung war es nur Heißluft - um mich ruhig zu stellen und in Ruhe die nächsten alkolischen Abende oder Wochenenden vorzubereiten. Geografischer Ortswechsel sorgt dafür, dass ich nicht "kontrollieren" kann und niemand sein jetziges soziales Umfeld sieht. Siehst Du seins? Wenn er mit seinen Freunden unterwegs ist, so schmeckt ihm sicherlich ein Bierchen in guter wie in schlechter Gesellschaft - nur nicht in Deiner! Du wie nämlich auch ich haben wohl eine andere Meinung zum Alkoholvehr wie Dein oder mein Partner.

    Ich befürchte, liebe Karotte, wir müssen uns um uns kümmern und davon Abstand nehmen Liebe oder Zärtlichkeit bekommen zu können. Den dazu sind sie wohl im jetzigen Zustand nicht in der Lage. Nun bin ich 8 Jahre dem Gefühl nach "Liebe" nachgerannt. Ich bin nun müde und habe bei meinem Ex keine Lust mehr um etwas zu kämpfen, was er vielleicht nicht einmal kennt - geschweige denn kennenlernen möchte.

    Ich wünsche Dir viel, viel Kraft, mit allem fertig zu werden...

    Lieben Gruß von Dagmar

    und auch nachvollziehbar.

    Nun, für mich ist es nur schwer das richtige zu machen - ich habe bereits meinem Ex gesagt dass eine Partnerschaft unter zwei gleichwertigen Menschen wichtig ist - Menschen die einander vertrauen und miteinander sprechen, was uns beiden nicht gelang.

    Ich wäre nach wie vor daran interessiert, dass wir uns "nüchtern" und vom Suchtmittel Alk und Partner neu kennenlernen um dann zu befinden ob es tatsächlich etwas ausser Sucht zwischen uns gibt.

    Wie ich aber nun seine Worte "ich weiß ich stürze ab, ich weiß ich bin krank, ich habe mir Hilfe noch nicht überlegt :( interpretieren soll weiß ich nicht. Hauptgedanke: Show - Hinterhoffnung: dass er sich Gedanken gemacht hat.

    Problem: zwar bin ich mittlerweile in der Lage mich abzugrenzen wenn es mir weh tut, möchte aber keinesfalls ihm helfen die Sucht zu überdecken. Hilfe zur Selbsthilfe gebe ich gerne, aber keine nach außen sichtbare Sozialisation. Wie gesagt, der Seitensprung spielt für mich hier keine Rolle weil auch ich am zu Grunde gehen der Beziehung gearbeitet habe. NIcht schlechter als er!

    Die Frage an mich ob ich ein neues Kennenlernen haben wollte wäre ja - nicht beantworten kann ich mir die Frage ob es dazu sinnvoll ist weiterhin in Kontakt zu bleiben oder nicht. Unabhängig davon geht meine alleinige Zukunftsplanung weiter, am folgenden Freitag kann ich ein Haus besichtigen, welches finanzierbar sein dürfte und auch ermöglichen würde die von mir betreuten Streunerkatzen mitzunehmen. Und das war für mich immer ein Punkt, der mich hier gehalten hat. Ich habe diese Tiere mühevoll sozialisiert und wollte sie nicht wieder dem Streunertum überlassen, nun sind sie gesund und kastriert - und können vielleicht mit mir zusammen ein neues Leben beginnen.

    Auch in diesem Leben wäre Platz für ihn, wenn nicht alkoholisiert - aber nur auf Kennenlernbasis. Ob das aber nun gut ist oder nicht, kann ich einfach nicht beantworten. Bin aber froh über Fragen, die Ihr mir stellt, die ich mir für mich beantworten muss um dadurch eine Lösung zu finden :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich würde hoffen, hier eine Frage stellen zu dürfen, die nichts mit der Suchtgeschichte meines Ex-Freundes zu tun hat sondern definitiv mit dem Freizeitverhalten, welches er (aktiv trinkend und bisher keine Schritte in Richtung Therapie) mit mir betreiben will.

    Grundsätzlich spräche von meiner Sicht nichts dagegen mit ihm Rad zu fahren oder spazieren zu gehen so lange, wie es mir persönlich gut tut und "er" nüchtern ist. Auf der anderen Seite frage ich mich ob es hier wirklich darum geht mit Sport, Wanderungen ect. vom Alk loszulassen und sich quasi über den Körper auszupowern oder zu spüren oder ob das einfach nur für die "Außenwelt" eine Show ist.

    Ich selber habe viele Jahre aktiv Kampfsport betrieben und weiß welche innerliche Zufriedenheit vom Sport aus einem selber gewonnen werden kann. Ich war einfach nur zufrieden danach, ausgepowert, den Körper spürend und einfach ich selber - und komplett bei mir selber.

    Gerne bin ich dabei ein "gesundes" Freizeitverhalten zu unterstützen - ungern möchte ich das als Alibi für die Außenwelt tun um dadurch weitere Alibis zu schaffen oder den drohenden Absturz künstlich herauszuzögern.

    Vielleicht eine dumme Frage, aber ich habe bei mir selber so viele suchtunterstützende Punkte entdecken müssen, dass ich in vielen Punkten selber nicht weiß, wo das wieder der Fall sein könnte.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Ihr Lieben,
    da sich das Rad ja beständig dreht und sich irgendwelche Dinge ereignen weiß ich derzeit nicht wie ich in einem Punkt die beste Lösung finden kann.

    Mein Herr Ex möchte wesentlich mehr Freizeit mit mir verbringen, schafft es dann auch auf NULL Alkohol zu fahren (zumindest was den für mich sicht- bzw. riechbaren Bereich betrifft) hat aber immer noch den Wochenendausflugspunkt, wo vermutlich dann eben die Promille nachgeschoben werden.
    Psychotherapeutische Beratung? Davon spricht er - aber Handlungen sind meines Wissens keine erfolgt. Ich denke, es sind kluge und gut überlegte Worte um Zeit zu schinden und um mich nicht als Ankerplatz zu verlieren.

    Ich habe kein Problem das solange zuzulassen wie es mir gut tut und selber Spaß macht um dann zu sagen ich will nun wieder Abstand von Dir. Auf der anderen Seite werde ich das Gefühl nicht los, dass er das als Möglichkeit nimmt nach außen hin so normal wie möglich zu wirken um das Thema Alk zu vertuschen. Ich möchte durch eine gemeinsame Freizeitgestaltung keine unbewußte Deckung übernehmen. Rein gefühlsmässig würde ich sagen es ist o.k. eine gewisse Zeit (klar) miteinander zu verbringen. Auf der anderen Seite habe ich von Euch gelernt, dass jemand alkoholkranker gar nicht mehr so einschätzbar ist, wie ich das in den vorgegangen Zeilen mache.

    Habt Ihr Eselsbrücken für mich ? Es besteht für mich immer wieder die Gefahr durch Nichtwissen in alte Co-Abhängigkeiten zu rutschen, die ich nicht bemerke und die uns beiden nicht gut tun.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Die Herren haben Ihre Mechanismen und ihr Alkproblem.
    Wir unsere Mechanismen und dazu passende Co-Problem.
    Würden wir uns sonst solche Geschichten überhaupt anhören?

    Ich bin echt froh, dass Du Deine hier erzählt hast, denn auch ich war bereit etwas ganz komisches zu glauben, einfach wirr - eine Partnerin, die sich ein normal denkender Mensch auf Grund der damit verbundenen Probleme nie genommen hätte.

    Hey und wie ist die Realität? Du und ich machen uns nicht nur Gedanken über unsere Ex'en, sondern schenken sogar noch deren Seitensprüngen Aufmerksamkeit. Hey Crevette, die schenken wir doch lieber zukünftig uns, diese Aufmerksamkeit - die viele Zeit die wir uns Gedanken machen. Ich werde wie Du noch viele Stunden an dem Thema rummachen, aber langsam klingelt es immer mehr und mein Gefühl verdaut schneller und anders diese neuen Informationen. Ich freue mich über mich selber, dass ich mich in der Lage sehe (auch wenn es noch Zeit braucht) mir Gedanken zu machen wie ich das in Worte fasse und letztendlich feststelle, es lohnt sich gar nicht, überhaupt darüber zu reden....

    Egal, was sie erzählen über die Frauen - über ihre Sucht - über ihre Probleme ... sie sollen beginnen daran zu arbeiten, dann können wir Hilfe zur Selbsthilfe geben. Aber das was ich bei mir derzeit sehe sind coole Stories von meinem Ex, dessen Gefühlsleben so durcheinander ist, der Suizidgedanken ebenso wie Depression verstreut - mit dem vermeintlichen Bewußtsein abzustürzen.
    Hey sollte diese Story nicht nur individuelle für mich netten kleinen nachdenklichen Co gestaltet worden sein ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    und auf die Märchenstunden verzichten.

    Denn ich denke Beziehungen mit Suchtproblematik sind immer verworren weil oft nicht Klartext gesprochen wird, oder falsch interpretiert oder oder oder. Du, wenn ich mir überlege, meine wenns und abers in Worte zu packen, dann muss ich bemerken, dass mir das garnicht glückt. Also schon alleine Verbal alles das deutlich zu fixieren was ich will oder nicht will oder wie ich mir etwas vorstellen kann oder nicht.

    Haben wir es wirklich nötig diesen Typen noch Chancen zu bauen, damit sie in unser Nest der Sicherheit kriechen können. Du, mir geht es ebenso schlecht wie Dir - ich verkrafte das alles ebenso wenig wie Du - aber ich befürchte, die nun folgenden Stories werden es uns nicht leichter machen. Und ich selber merke dass ich aufgrund der vielen Lügen langsam die Lust verliere mir zu überlegen, wann mal zufälligst eine Geschichte von 1000 wahr sein kann. Mir wird das langsam zu anstrengend.

    Mal sehen, ob ich in der Lage bin das auch nächste Woche zu vermitteln. Ich hoffe es, bin mir aber echt nicht sicher - eingentlich müsste ich mich vor 1000 Dingen abgrenzen, die mein Ex-Alkoholiker tut, getan hat oder versucht zu beeinflussen. Und lohnt das wirklich der Mühen? Jemand, der schon diese 1000 Böcke geschossen hat - und nicht alle unter Alk .... Ich wage mal nein zu sagen - es umzusetzen muss ich noch lernen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Cravette,
    auch mein Ex bietet mir eine etwas komische Geschichte. So, nun muss ich mich fragen, ob es nicht einfach so ist, dass unsere besonders geliebten Ex'xen nicht einfach uns irgendeine Story auftischen um uns bei Laune und Hoffnung zu halten. Deine Geschichte klingt ebenso genial wie die, die ich serviert bekomme.

    Beide unsere Edelsten haben alkoholbetonten Hintergrund.

    Mein erster Gedanke war Seitensprung und Verliebtheit
    - mein zweiter Trinken unter Niveau und geografischer Wechsel, nicht vordergründig sexuell eingeordnet
    - der dritte begleitet mich nunmehr immer mehr: einfach mal mehrere Lager haben wenn es einem ans Zeug geht....

    Weißt Du was liebe Cravette, sollen die doch ihre Frauengeschichten für sich in Ordnung bringen und sich erst dann mit uns in Verbindung setzen bzw. ernsthafte Gespräche über Beziehungen mit uns führen. Wobei auch hier das Problem ist: Würdest Du ihm glauben dass er eine Beziehung abgebrochen hat? Ich meinem nämlich nicht! Seit ich an mir und dem Thema arbeite habe ich eines begriffen, wenn es eng wird für meinen Ex (egal bei was) ist er bereit zu lügen und zu betrügen. Warum denn dann nicht jetzt? Nur weil wir das nicht täten??

    Sorry, ich für meinen Teil muss feststellen einmal von mir vermutete Wertvorstellungen sind nicht mehr existent! So und was wollen wir nun? Die armen beiden Männer noch bemittleiden, die sich in "gefährliche" Situationen begeben? Sollen am besten unser schützendes Händchen noch über deren Seitensprünglein halten?

    Nee Du, nachdem Deine Story ebenso komisch - wenn auch ganz anders - als meine klingt gewinne ich den starken Verdacht, dass hier wieder eine Showeinlage aus der Sparte "Alk-Scatch" serviert wird. Denn nicht alle Alkoholiker betrügen - und nicht alle Menschen, die betrügen haben solche abenteuerlichen Stories. Ich befürchte w i r b e i d e sollten uns mal um u n s e r Seelenheil kümmern und nicht um unsere MÄrchenonkel.

    Lieben Gruß von Dagmar