würde natürlich eine Alkoholkontrolle oder ein Unfall den dritten Verlust des Führerscheins ergeben, somit also fast unwiderbringlich. Eine Sache, die ich immer im Hinterkopf meiner Zeit mit ihm hatte. Ich habe nichts versucht ihn am fahren zu hindern odern sonstige Schutzmaßnahmen ergriffen. Aber in mir kam die bange Frage: wenn er den Führerschein verliert, dann vermutlich später den Job (hier gibt es keine Busverbindung) somit kann er seinen Mitanteil nicht mehr zahlen und dadurch werde ich wohnsitzlos.
Das Bewußtsein des Kopfes war immer da, aber die Realisierung wie nah die Gefahr ist - gerade in den letzten vier Wochen wo er das gesicherte Terrain hier ohne viel Polizei verlässt - für mich.
Da diese Gefahr auch sehr relevant ist werde ich mit den Sozialämtern Kontakt aufnehmen, die Situation schildern und um Vermittlung einer Wohnung bitten bzw. um die Möglichkeit falls hier alles zusammenknallt. Aufgrund meiner Tiere benötige ich eigentlich ein Haus, was auch mein Wunsch wäre. Für den Fall aber, daß es eskaliert muss ein Plan B her, selbst wenn der mir das Herz bricht wegen der Tiere; aber eine Notfall-Fürsorge-für mich ist angesagt.
Das schrittweise Absacken, welches Du bemerkt hast, habe ich in den Facetten nicht gemerkt. Es gab dann nur einen Tag, an dem ich sagte ich will mir nicht antun Dich so zu sehen, ich werde gehen wenn es die wohnlichen Möglichkeiten gibt. Ich habe wohl nie ein Ultimatum gestellt oder auf Besserung gehofft oder verlangt sondern "nur" festgestellt, dass ich diese Anblicke eines torkelnden und lallenden Menschen nicht mehr sehen möchte. Ist aber denke ich, in der Endkonsequenz selbiges. Einfach die Tatsache, daß der Co nicht mehr sein Spiel spielen will und ausgetauscht werden sollte.
Wenn wir nun den Abfall durch Alkohol bemerken bei anderen, dann sind wir auch in der Lage - wenn wir wollen - bei uns die Aufwärtstendenzen zu entdecken. Wenn nun langsam die Beobachtungsgabe wieder zurückkehrt, dann sollten wir sie für uns nutzen um in unserem Alltag Vorteile und Chancen zu nutzen. Das wird nicht immer gleich gehen und umsetzbar sein, aber einfach den Focus auf uns und unser Umfeld setzen, und den Freund oder Ex nicht in diesen Focus einbeziehen.
Nicht genau weiß ich was ich machen soll wenn wieder folgendes passiert, was ich gleich schildere. Ich möchte nämlich nicht wegen unterlassener Hilfeleistung vor Gericht stehen.
Im Dezember hat mein Ex sich an einem Weihnachtsmarkt so breit gesoffen, dass er die Treppe nicht mehr hochkam, bzw. die letzte Stufe übersah und breit stürzte. Besinnungslos lag er da und schlief. Ich hörte seinen Atem und ließ ihn nebst den Dingen, die er in der Hand hatte liegen.
Heute würde ich ihn gerne liegen lassen, sollte das passieren, habe jedoch Bedenken, dass ich dann wenn etwas passiert, was ja leicht möglich ist, vor dem Gesetz dumm dastehe. Rufe ich den Notarzt und er kommt bei denen zur Besinnung dann darf ich noch zahlen für die Anfahrt (10 Euro pro Notarzteinsatz sind es ja immer). Seine Versichertenkarte wäre nicht greifbar und ich wäre dann der "Zahler".
Was ist hier die juristisch richtige Handlungsweise damit ich nicht später Ärger bekomme. Meine persönliche Meinung ist, sein Pech was mit ihm passiert, aber die Justiz könnte das anders sehen.
Lieben Gruß von Dagmar