Beiträge von dagmar007

    Hallo Ihr Lieben,
    ich habe nun also meinen Schlafplatz aus dem gemeinsamen Schlafzimmer ins Gästezimmer verlegt und meinem Promillefreund auf Mailbox die Nachricht hinterlassen dass ich ihn bitte mit mir keine Diskussionen über die Beziehung/Neuversuche oder ähnliches zu führen. Was er davon hält weiß ich selbstredend nicht.

    Ich bin mir relativ sicher, dass er in den nächsten Tagen dennoch versucht diverses anzusprechen, zu beschwichtigen oder einfach nur sein Selbstbild in ein besseres Licht zu rücken. Ich habe mir vorgenommen dieses in die Richtung zu beantworten "Ich will den Streß nicht mehr, mir ist das mit Dir zu anstrengend".

    In seinen Alkoholkonsum hat er weder Einsicht noch ist sich der Gefahren bewußt bzw. seines veränderten Verhaltens beim Anblick dieses "Glücklichmachers". Ist es in solchen Fällen überhaupt sinnvoll dieses Thema nochmal auf den Tisch zu bringen?

    Ich persönlich denke, dass das nur Aggressionen mit sich bringt und keinesfalls ein Nachdenken anregt, da er sich ja bereits vor seiner Familie und Freunden ausreichend zu dem Thema äußert "Ich bin kein Alkoholiker, ich kann jederzeit ohne Alkohol leben". Zwar wäre es für ihn selber gesünder Einsicht zu erlangen, aber ich persönlich denke, dass ich dadurch nur noch mehr in die Schiene "böse, nichtsgönnende Frau" geschoben werde und genau das Gegenteil erreicht wird.

    Grundsätzliche Frage also:
    ist es überhaupt irgendwie/irgendwann sinnvoll das Thema nochmals aufzurollen? Oder ist es sinnvoller für mich einfach nur zu versuchen aus der Beziehung raus zu kommen ohne weitere Erklärungen?

    Lieben Gruß von Dagmar

    eigentlich derselbige, den ein Alkoholiker gehen muss, oder?

    Ich für mich sage mir jetzt gerade über den Kopf: schitt Du hast ihn geliebt, aber das war einmal - er ist nicht mehr derjenige, in den ich mich verliebt habe.

    Ich will mit dieser Person, die er jetzt ist, nicht zusammensein und alles das ertragen, was seit Jahren läuft. Also muss erst mal ich von ihm als Suchtmittel lassen.

    Sollte er die Finger von seinem Suchtmittel lassen können, könnte man sehen, ob es wirklich einmal Liebe war. Das wird nach Lage der Dinge nicht der Fall sein.

    Toi toi toi für Deine Entscheidung!!! Vor allen Dingen eine Entscheidung zu Dirselber (die ich selber noch finden muss(.

    Lieben Gruß Dagmar edit elocin:bitte keine realen Nachnamen, danke

    ich dachte auch so wie Du, das ist jetzt 8 Jahre her....

    Mittlerweile stehe ich an den Scherben meiner Existenz, an Schutt und Asche von meiner Beziehung und habe selber sehr viel Kraft verloren, die ich mir erst langsam wieder erarbeiten muss.

    Ich für mich muss sagen, ich war am Anfang der Beziehung die Starke, die meinte jederzeit aus einer schädlichen Beziehung rauszukommen. In den Jahren wurde ich schwach und die schädliche Beziehung immer gefährlicher für mich - rausgekommen bin ich nicht mehr.....

    Liebe - das dachte ich bei meinem Ex-Partner auch einmal. Ab einem gewissen Level konnte er nicht mehr lieben (falls ihm das zuvor überhaupt möglich war, erzählen kann er viel) sondern nur voller Sehnsucht in seinen Hobbykeller gehen um Flasche für Flasche in sich hereinzuschütten. Nur ein "Feierabendbier" ...... allerdings liegt die Menge nun wohl eher im zweistelligen Bereich.

    Ich selber habe es nicht geschafft ihn zur Einsciht zu bewegen und kann nun nur versuchen mich selber vor noch mehr Schaden zu bewahren, ob es klappt, das weiss ich noch nicht.

    Lieben Gruß von Dagmar

    ich denke, wir beide sind in einer ähnlichen Situation: wir wissen es geht so nicht weiter, haben uns aber noch nicht abgenabelt, wollen es, aber können es noch nicht. Also müssen wir einen bewußten Weg finden mit unserem Leben umzugehen. Wir können uns für das Leid entscheiden, welches unübersehbar in den Folgen ist, oder für ein Leid, welches wir selber regulieren bzw. beeinflussen können. Du stehtst nicht am Anfang, denn Du beginnst Dir Gedanken zu machen oder diese zu verfestigen - sei fair zu Dir und erlaube Dir die Entwicklung, die Du selber benötigst.

    Mir geht es wie Dir, ich bin ständig am Umfallen und ständig am erneuten Leiden, aber auch ständig am Lernen, ständig versucht für mich andere Welten aufzubauen und für mich selber Überlebensstrategien aufzubauen. Ob die nun immer gut oder passend sind, kann ich noch nicht sagen, aber es macht mir klar dass ich um mein Leben kämpfe. Vielleicht falsch, vielleicht wieder manipulierbar. Aber ich will als Stehaufmännchen so lange und so oft wieder aufstehen, bis es dann einmal auf eigenen Füßen ist. Und das wünsche ich ebenso Dir und all jenen, die gerade an sich arbeiten.

    Um eine solche Entscheidung zu finden benötigt es zuweilen Zeit. Mein Druck ist auch schon lange Zeit groß, aber immer nur scheibchenweise gehe ich ein Stückchen weiter. Bin noch lange nicht dort angekommen, wo ich hinsoll, aber bin auf dem Weg .... Ich erlaube mir Umfaller, ich erlaube mir Rückfälle, aber ich fordere von mir alles das bewußt zu tun. Ich habe für mich angefangen im Internet ein Tagebuch zu führen über diese Suchbeziehung und die Auswirkungen auf mich. Eigentlich mehr für mich selber, um mich daran zu erinnern was alles schon passiert ist. Ich selber muss nämlich sagen, nach einer Horrorphase habe ich gerne diese Horrorgeschichten auf die Seite gelegt wenn er nett und freundlich war. Das darf mir nicht wieder passieren. Somit habe ich einiges an fotos auf der Seite, die mir klar machen was ich sehen kann und was nicht.

    Selbsthilfegruppen gibt es hier nicht - muss ich halt das Forum hier totquatschen ;) Eine Psychotherapeutin kenne ich oder habe ich, mit der ich das Thema angehen will. Sie kennt eventuell Gedankenwege die es mir leichter machen, auf die ich selber nicht komme.

    Lieben Gruß von Dagmar

    ich hoffe für mich selber einfach dass er mir aus dem Weg geht und das auf Mailbox gesprochene akzeptiert. Denn wenn wir uns weitergehende Erklärungen und Diskussionen ersparen nötigen wir uns beide nicht uns immer und immer wieder selbiges zu versprechen, was wir als Paar nicht halten können.

    Ich hoffe einfach ihm durch die Aussage, ihn in "Liebe" freizulassen und seine Freiheiten zurückzugeben ihm das zu ermöglichen, was er als einziges will: in Ruhe trinken.

    Wo geht mich nichts mehr an, ob beim Seitensprung oder im heimischen Keller interessiert mich nicht - hat mich nicht zu interessieren. Wichtig ist einfach (und da hoffe ich, dass er mir keinen Strich durch die Rechnung macht) das keine Themen über uns als Paar im Raum stehen.

    Vermutlich hat Dir Deine Frau das Leben und den Job gerettet, wer weiß, vielleicht findet Ihr beide wieder zueinander da DU zu DIR gefunden hast. Ich denke, dass ist der Dreh- und Angelpunkt in vielen Dingen oder Verhaltensweisen. Ich habe meinen noch nicht gefunden, weil mein Leben quasi in Scherben liegt - dennoch auch eine Chance alles neu aufzubauen. Noch weiß ich nicht genau wie ich diesen Berg wegschaffen soll, aber ich habe in meinem Leben schon so viel schaffen und ertragen müssen, dass ich es hier auch mit kleinen Schritten hoffentlich schaffe.

    In jedem Fall tut mir der Austausch gut. Allein und verlassen fühle ich mich ja, aber weil es anderen ähnlich geht hat man nicht mehr ganz so das Gefühl soooo alleine zu sein. Vor allen Dingen zu sehen, dass es co wie auch Alkoholiker schaffen sich selber zu befreien zeigt mir, dass wohl auch ich es schaffen kann.... so hoffe ich .... wie gesagt, derzeit weiß ich noch nicht so ganz wie, denke aber die ersten Schritte von mir (Bettzeug weg, Nachricht auf Mailbox) sind für mich persönlich schon viel. In der Vergangenheit habe ich Vorwürfe auf die Mailbox gesprochen oder bei seiner Ankunft Terror gemacht. Das entfällt nun zwangsläufig, da ja ich die Aussage getroffen habe "ich akzeptiere Deine Entscheidung und entlasse Dich von meiner Seite in die gewünschte Freiheit - was alle Sektoren seines Lebens betrifft".

    Lieben Gruß von Dagmar

    haha, was meinst Du, warum ich diese Streuenr hier habe. Genau deshalb, weil kein Tierheim sie aufnahm. Ich denke aber dennoch, ich werde zumindest für meine Hauskatzen und mich etwas finden.

    Eigentlich bin ich ein Mensch, der gut mit anderen ins Gespräch kommt, ich habe wie gesagt derzeit noch zwei Häuser am Laufen, deren Chancen bzw. die Fertigstellung des Hauses leider noch dauern. Nächste Woche laufen zwei Anzeigen und dann werde ich Woche für Woche weiterschalten.

    Ich war hier regelmässig in der Presse und mit viel Glück, bekomme ich auch etwas bei einem Vermieter, der ebenfalls Tiere mag. Denn ich bin schon über die Grenzen des Landkreises bekannt, was mir aber derzeit leider nicht hilft.

    LIeben Gruß von Dagmar

    für die offenen Worte. Es schmerzt schon sehr, wenn man/frau sich gefühlmässig abgeschossen oder einfach nur benutzt vorkommt - quasi als Mittel zum Zweck bzw. in meinem Fall "nur" als Mietanteilzahler, da ich eine Kälte spüre, die für mich "eiskalt ist" trotzt gegenteiliger Worte. Ich denke auch, er ist in einem Zustand, in dem er Liebe nicht mehr empfinden kann - einfach weil der Wunsch nach dem Stoff so stark da ist. Er bemüht sich über Tage "sauber" zu bleiben, der erste ersehnte Schluck an einem fremden Ort sorgt dann vermutlich für ein haltloses Nachschütten.

    Er wird vermutlich nicht zu der Erkenntnis kommen dass er anders mit seinem Leben umgeht als die Menschen um ihn herum. Auch er wird aggressiv, klar, er hat in seinem Leben nie gelernt Probleme zu bewältigen. Hat sie immer verschleift und im Notfall hat ihn Papi - der seit vier Wochen nicht mehr lebt - rausgehauen.

    Ich denke oder kann von mir sagen, ich habe ihm nicht geholfen weil mir einfach klar war, das Entschuldigungen für den Arbeitgeber ebenso wenig meine Aufgabe sind wie die Tatsache, ihn vor dem Gerichtsvollzieher oder dem Verlust der Arbeit durch Unpünktlichkeit zu bewahren. Dennoch habe ich die Co-Abhängigkeit in mir - und er ist das Suchtmittel -

    Ich habe vorhin mein Bettzeug ins Gästezimmer geschleift nebst dem wichtigen Wecker und ihm auf Mailbox gesprochen dass ich seine Entscheidung akzeptiere und ihn einfach bitte keine Diskussionen und Gespräche mit mir über die Beziehung zu führen. Ich lasse ihn in Liebe frei und wünsche ihm alles gute für seine Freiheit, aber auch er möge mich in Ruhe lassen, damit ich meinen Frieden bekomme.

    Ich gehe mal davon aus, das er das tun wird. Denn so hat er ja die gewünschte Freiheit zu konsumieen was er will und ich vielleicht die Chance mich selber zu finden, wieder zu finden besser gesagt.

    Danke für Deinen Wunsch nach Kraft, die ich brauche über alle Maße. Es geht mir beschissen, aber ich weiß daß ich es mir und auch meiner Familie schuldig bin nicht so aufzugeben. Nicht einfach - auch wenn ich es gerne täte - im Boden versinken kann um den Schmerz nicht mehr zu erleben.

    Natürlich hat "er" es leichter, er kann seinen Schmerz wegpumpen, ich kann das nicht. Aber helfen kann ich ihm auch nicht, denn ich denke mal, mengenmässig ist er schon in der Rubrik dass körperliche Schäden anstehen. 25 Jahre Alkoholmissbrauch dürften zu Buche schlagen, denn die Vernachlässigung des Äusseren ist nicht zu übernehmen. Wobei letzte Woche nahm er sich zusammen, aber wie lange er das für sich halten kann weiß der Geier.

    Lieben Dank für Deine Erklärungen, die mir etwas helfen mich nicht als schlechter zu sehen als ich war. Denn vielleicht haben die "Du böse Frau bringst mich dazu zu trinken, aggressiv zu sein ect." Worte doch nachgewirkt.

    Lieben Gruß von Dagmar

    und Dir ganz viel Glück auf Deinem weiteren Weg, wo auch immer er Dich hinführen soll!

    Liebe Ettena,
    nur das Herz spielt noch nicht mit.

    Meine Koffer würde ich gerne packen, hätte ich eine passende Bleibe, dann nämlich wäre mein Suchtmittel verschwunden. Nächste Woche erscheinen zwei Anzeigen zwecks Haussuche und ich verhandle noch mit den Zeitungen hier zwecks Rabatt für mehrere Schaltungen.

    Dass ich so schnell wie möglich gehen muss ist mir klar - was noch auf ihn zukommen wird auch - und vor allen Dingen auch die Tatsache, dass ich nicht dabei sein möchte!

    Tja liebe Ettena: Hoffnung habe ich keine berechtigte - sondern nur als Zufallstreffer. Er ist meines Erachtens (allerdings kann ich das als Nichttrinker seiner Meinung nach nicht beurteilen) tiefer drin als man tief bezeichnen kann und an Einsicht ist ebenfalls nicht zu denken. Da mache ich mir nichts, aber auch absolut nichts vor! Sollte es eine Person wie er überhaupt jemals begreifen, dann nur wenn er ein paar Wochen in der tiefsten sch..... sitzt die im Umkreis von 50 km auffindbar ist. In diesen Zusammenhang muss ich auch klar sagen, dass mir bewußt ist, dass ich ihn nicht retten kann. NOch nicht einmal die Augen öffnen, denn sonst wäre das bereits geschehen, vor dem Seitensprung. Dieser Seitensprung ist lediglich ein Austausch der Partner die er benötigt um die notwendige Selbstsicherheit zu haben. IN meinem Fall war es noch das Aussehen nach außen zu kaschieren.

    Liebe? Das kann er meiner Meinung nach nicht, er liebt den Alkohol und sich selbst, was ihn dazu bewegt den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen.

    Du hast das lieb geschrieben mit dem "Du bist stark". Allerdings fühle ich mich im Moment alles andere als stark, sondern sehr sehr zerbrechlich. Zumal ich neben der neuen Bleibe einen neuen Arbeitsplatz suchen muss, weil der meinige wegrationalisiert wurde, mit 46 nicht gerade ein Kinderspiel. Wobei ich mit der Arbeitssuche bzw. der Arbeitslosigkeit nicht so das Problem habe da ich doch regelmässig wenigstens Vorstellungsgespräche habe. Aber alles zusammen ist eigentlich zu viel für die Kraft, die ich noch habe.

    Allerdings habe ich mir die Freiheit heraus genaommen am Samstag ein Gespräch mit einer Psychotherapeutin zu führen. Ich weiß über den Kopf genau was abläuft, leider springt mein Glasherz in immer mehr Scherben. Vielleicht kann Sie mir helfen eine bessere Mitte mit mir selber zu finden. Einfach dadurch, dass sie (die mich ja kennt) vielleicht Gefühle anstoßen kann, die ich selber nicht in Wallung bringe.

    Zumindest habe ich vorhin mein Bettzeug und den Wecker ins Schlafzimmer gebracht, damit wir nicht mehr zusammen schlafen. Seiner Mailbox habe ich erzählt dass ich akzeptiere, dass er nicht mehr da ist und ihn in Liebe in seine persönliche Freiheit entlasse. Somit also keine weiteren Gespräche oder Diskussionen zwischen uns mehr nötig sind.

    Dadurch möchte ich mir selber ersparen Gespräche führen zu müssen, die so und so zu nichts führen können. Aber zerreißen tut es mich doch fast....

    Lieben Gruß von Dagmar

    dann kennst Du vermutlich die meisten der von mir geschilderten Gefühle nur zu gut. Über den Kopf weiß ich, dass es keine Rettung gibt. Aber vielleicht macht es mir genau diese Hoffnung leichter zu gehen, gehen zu müssen!

    Denn Elocin: bis vor einem Jahr waren hier ständig Polizei oder Gerichtsvollzieher (Dinge, die mich um den Verstand bringen) hat er aus Nachlässigkeit die Miete nicht überwiesen obwohl das Geld da war, hat sich mit allen Bewohnern hier verkracht weil er durch den Alk aggressiv wurde. Das sind Gefahren für mich und für mein Wohlfühlgefühl. Dadurch, dass derzeit keine Gerichtsvollzieher und Polizisten hier sind dachte ich, naiv wie ich bin, er hat diese Sachen in Ordnung gebracht und schafft es nun auch noch mit den anderen. Denn ich bin mir sicher, das war für ihn entweder harte Arbeit - oder was ich eher vermute: ein Scheck von den damals noch lebenden Angehörigen.

    Davon einmal abgesehen hat er bereits zwei mal den Führerschein verloren, ein drittes Mal könnte auch leicht der Fall sein weil es hier Nachbarn gibt, die grundsätzlich wenn er am Steuer ist bei der Polizei anrufen. Einfach weil er sich so unbeliebt gemacht hat.

    Alles also Gefahren, die seine Verhaltensweise für mich mitbringen: ist er ohne Job kann er den Mietanteil nicht zahlen (Zeit also für mich auszuziehen, nächste Woche erscheinen Suchanzeigen in der Presse). Ohne PKW gibt es in dieser ländlichen Region keine Chance zum Arbeitsplatz zu kommen.

    Einfach gesagt ist er ein Feuerball, der jeden Moment zünden kann und aus dessem Umfeld ich mich ganz schnell befreien muss. Alles das weiß ich, und dennoch tut es weh...

    LIeben Gruß von Dagmar

    vor allem wird es schwierig für mich mit meinen Katzen ein Heim zu finden und die von mir über Jahre liebevoll gepflegten Streuner haben auch kein Zuhause mehr, aber da muss ich mich selber vorne an stellen.

    ja, ich glaube Du konnstest mir ein bischen etwas erklären. Vor allen Dingen habe ich begriffen, dass ich zwar einen liebenswerten Menschen zum Partner gewählt hatte, er das aber nun nicht mehr ist. Ich habe auch wirklich an meiner Auswahl gezweifelt und mich gefragt ob ich mir von Anfang an etwas eingebildet hatte.

    Das aber, was Du schilderst, scheint mir genau in die Richtung zu gehen was bei uns gerade passiert.

    Ich kann ihm nicht helfen - weder jetzt noch später - denn er hat keinerlei Einsicht und wird sich immer daran orientieren, wo oder wie er den meisten Stoff herkriegt und das ohne Probleme. Mein Ex-Partner kann nicht kommunizieren und gleich gar nicht über seine Gefühle, somit kann er auch nichts verarbeiten oder im Gespräch mit anderen realisieren.

    Somit rennt auch er vor Problemen davon: vor mir weil ich den Alkohol unterbinden will. Vor seiner neuen Freundin wohl weil diese auch sehr viele Probleme habe (ich habe ihn jedoch in der Schilderung unterbrochen weil mich das weder etwas angeht noch interessiert). Durch seine vorhandenen Ängste und dem Zusammenspiel mit dem Alkohol ist ein Mensch entstanden, der nichts mehr zu tun hat mit demjenigen den ich leider noch oft sehe. Es sind die Erinnerungen an einen ganz anderen Menschen - Betonung auf Mensch: denn ich bitte um Entschuldigung. Aber trotz aller vermeintlicher Liebesbekundungen wirkte mein Expartner in den letzten Tagen als gefühllos. Eher einstudiert, im Sinne von "ich spiele Dein Spiel mit" Warum ich noch immer leide obwohl ich weiß wie er mit mir umgeht frage ich mich selber .... und bei jeder der Fragen tut es wieder weh.

    Super, dass Du es geschafft hast und keinen Menschen so verletzt wie er mich!!!! Es wäre toll, wenn Du dabei bleiben kannst!!!! Toi toi toi!!!

    Lieben Gruß von Dagmar

    Elocin,
    ich musste viel lernen in den Jahren, in denen ich mit ihm zusammen war. Vor allen Dingen die einzelnen Spiele zu ändern, nicht mehr mit zu spielen. Du hast schon recht, dass das Lernen in kleinen Schritten geht, nur ist es für mich so, dass ich das Gefühl habe, nach jedem Schritt, den ich lernte und der mich weiter weg brachte gelang es ihm mir noch mehr Schmerz zu bereiten. Besser gesagt ich erlaubte es ihm mir diesen Schmerz zu bereiten.

    Zwar weiß ich, welche Wege ich gehen muss um mich selber am Leben zu erhalten (ich sehe bereits Wohnungen an und habe die finanziellen Hintergründe ansatzweise geregelt) und dennoch ist die Hoffnung nicht tot zu kriegen dass er es begreifen wird. Wobei mir hier eigentlich klar ist, sollte er mal clean werden, was ich nicht glaube, dann bin ich vielleicht als Helfer uninteressant.... Das war ja auch das, was ich zu ihm sagte, als es um eine Partnerschaftsberatung geht "es kann sein, dass wir uns dann ganz verlieren, aber dann ist es bewußt". Damit hätte ich weniger ein Problem als mit dem Verlust dadurch, dass die Partnerwahl davon abhängig gemacht wird wer die meiste Toleranz für den Stoff mitbringt.

    Lieben Gruß von Dagmar

    ich kenne sie - vielleicht kenne ich auch die Knöpfe, aber scheinbar bin ich nicht in der Lage selber Sicherheitsmechanismen zu entwickeln.

    Über den Verlauf meiner Beziehung habe ich den Eindruck gewonnen, der Alkoholiker ist wandlungsfähig und findet super schnell raus wie er es jetzt schaffen kann den Co zu treffen, und zwar ins Herz mit jeder Menge Schmerz.

    Ich hatte oft gedroht in den letzten Monaten, aber nichts umgesetzt.

    Dann ging ich einen Schritt weiter und suchte aktiv nach Wohnungen. Plötzlich fand er den nächsten Knopf der bei mir wieder alles über den Haufen warf: durch einen Seitensprung (eine also für mich komplett neue Situation) brachte er mich wieder in das Schema des kleinen hilflosen und liebesuchenden Mädchens.

    Komischerweise, immer dann, wenn ich mich mit einer Situation scheinbar abgefunden hatte, kehrte er wieder den hilfsbereichten und kommunikationsfreudigen Menschen hervor (der er nur zu Beginn unserer Freundschaft war). Und jedesmal habe ich darauf reagiert. Jedes Mal war das der Moment wo ich die Freundschaft zurück bekommen wollte.... Jedes Mal tat es jetzt wieder so weh, dass ich dachte der Himmel fällt über mir zusammen.

    Nun, wie stelle ich aber eben dieses Gefühl ab. Mein Kopf realisiert das, mein Hirn wird versuchen darauf nicht zu reagieren, und dennoch tut es weh, vielleicht dann wieder so weh, dass ich mich rückwärts drehe....

    Die normalen Spiele hatte ich geschafft zu verändern. Sprich: Vorhaltungen nach Sauforgien, habe ich gelassen. Ich habe ihn nicht mehr als Alki bezeichnet sondern gesagt "Es ist Deine Sache, wie Du mit Alk umgehst, ich muss mich darum kümmern selber gesund zu werden und mich von meiner Abhängigkeit von Dir zu befreien".

    Immer wieder findet er einen Weg neues zu finden, worauf ich reagiere. Habe ich eines gelernt und umgestellt, dann hat er garantiert schon wieder den nächsten Schalter gefunden. Natürlich, die Schalter werden weniger, sind aber immer noch zu viele, als dass ich das alles verkraften kann.

    Wie habt Ihr das mit den Mechanismen abstellen können?

    Lieben Gruß von Dagmar

    sind wir vermutlich weil wir erst gerade beginnen aufzuwachen.

    Mir geht es ebenso wie Dir liebes Glöckchen, vielleicht bin ich noch auf einem viel wackligeren Podest, welches unterschwellig nur so nach einer Notlösung schreit, die es nicht geben kann.

    Ich befürchte, wenn wir noch co sind - ich bin das in jedem Fall - bin ich so lange wacklig, wie meine Suchtsubstanz in der Nähe ist. Nun muss ich leider mit meinem Expartner zusammenleben bis ich etwas anderes habe. Da er mein Suchtmittel kann er mich steuern, einfach weil ich noch nicht gegenügend abstinent bin. Das ist genau das, was mir persönlich panische Angst macht: im Kopf alles zu wissen und durch das zersprungene Glasherz wieder umzufallen, sich wieder selber zu erniedrigen, wieder fallen und fallen....

    LIeben Gruß von Dagmar

    Das mit dem Stolz ist es nicht, ich habe mich schon so erniedrigt, dass da nichts mehr von Stolz übrig geblieben ist.

    Nein, es war die Umsicht mit den von mir geliebten Tieren, die Hilfsbereitschaft mir gegenüber und das was es schon lange nicht mehr gibt - eine gelebte und geliebte - Zärtlichkeit. Ich weine nach dem Menschen, von dem ich meinte er könne sich in meine Richtung entwickeln und nicht weg von mir. Und eben das ist nicht der Fall: wir beide haben uns entwickelt aber voneinander weg.

    Auch ich habe nicht mehr geredet. Wenn täglich eine Alkoholfahne da ist und das sprechen nunmehr lalleld ist, dann ist mir das zu viel. Diskutieren wollte er angetrunken gerne - ich halte aber von Diskussionen in einer solchen Verfassung nichts. Und keiner unserer alkoholfreudigen Partner kann wirklich erwarten dass wir, wenn sie ausnahmsweise noch nicht den totalen Alk-Spiegel haben aufnahmebereit sind.

    Bei mir war es auch so, dass die Liebe langsam aber sicher unter den Tisch gesoffen wurde. Als es dann aus war kam plötzlich wieder der alte und liebenswerte Partner ans LIcht. Gut gespielt von ihm, wenn auch nicht lange. Genau das tat weh.... genau um das trauere ich noch .... weil es noch da ist.... oder einfach nur gute schauspielerische Leistung ...

    Was auch immer er da in sich hat - Verantwortung nicht und auch keine reale Selbsteinschätzung. Er ist in diesem Dorf die gehassteste Person, zu der schon gesagt wurde er solle endlich ausziehen dass wieder Ruhe einkehrt. (Alkoholisiert wollte er den Maibaum absägen, oder hat im wohnwagen ein Gegenfest natürlich mit Alk zum Dorffest veranstaltet). Alles Dinge, die ich nicht verstehen kann, alles Dinge, die ihn von mir entfernt haben. Leider Dinge, die bei mir leichter wiegen, als das liebenswürdige Verhalten, welches er spielen kann.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich selber trinke keinen Alkohol und kann auch nicht verstehen, wie es einen Menschen verändert. Ich habe nur mal gemerkt dass alles lockerer und leichter wird - vielleicht ist der Alk deshalb nichts für mich weil er verändert.

    8 Jahre war ich in einer Beziehung mit jemandem, der viel trank.
    Seit 2 Jahren wurde es extrem und persönlicher wie auch sexueller Kontakt wurden von mir nahezu eliminiert. Ich war auch kein guter Partner mehr, zumal ich sagte: im angetrunkenen Zustand müssen wir uns über nichts unterhalten.

    Vor 2 Monaten erklärte ich ihm, dass ich nicht mit der Person weiterleben möchte, die er durch Alkohol aus sich gemacht hat. Ich gab ihm ein Foto wo er mal wieder zu Boden gefallen war in seinem Tran, um dann bewußtlos liegen zu bleiben und dort weiter zu schlafen. Geholt hatte er sich den Rausch bei einem Weihnachtsmarkt wo er bereits einige der Besucher unschön angerempelt hatte.

    Nun gut, nachdem ich das von Auszug ausgesprochen hatte nahm er sich flugs eine Ersatzbiene, die den Alk besser akzeptiert als ich und machte Schluß. Mir brach es das Herz, ich machte daraus keinen Hehl und er zog in Erwägung einen Fehler gemacht zu haben.
    Nach endlosen Gesprächen - Selbsterniedrigungen von mir, die ihm wieder Macht gaben - stellte er fest er wolle die Beziehung fortsetzen, weil er mich wolle.... hahah....

    Das war am Freitag, am Samstag wollte er mit dem Seitensprung Schlußmachen, tat es aber nicht weil es der Lady schlecht ging. Welche Rücksichtnahme, die gab es mir gegenüber nicht ;)
    Zwischen Sonntag und Freitag gabe es bei uns viele Gespräche, er gab sich Mühen ohne Ende an meinem Auto, im Haushalt (was Jahre zuvor nicht der Fall war) und ich meinte zu fühlen er will wirklich etwas ändern. Große Hoffnung setzte ich auf eine Paartherapie, zu der er laut seiner Aussage bereit gewesen wäre (kaum aber bereit sich selber als Alkoholiker zu titulieren).

    Nun, am Samstag - also gestern - kaufte er Material für das Abendessen ein, und wollte noch kurz zum Seitensprung (die er lt. eigener Aussage eine Woche nicht am Telefon gehört hatte, gesehen auch nicht, denn wir waren zusammen) weil er dort noch Werkzeuge liegen hätte.

    So.... wo er ist weiß ich nicht, vermutlich noch immer beim Seitensprung.

    Entfallen durch Alkohol wirklich alle Hemmungen, ist es tatsächlich nicht möglich einen Entschluss zu fassen und an der Umsetzung zu arbeiten. Diese Feigheit sich Problemen zu stellen hatte er schon immer, immer wenn es kritisch wurde bei uns rannte er davon. Ich denke mal, so hat er auch den Seitensprung als neue Partnerin gewählt bevor ich Schluss mache wie seine anderen Freundinnen zuvor.

    Auch denke ich, er spürt sehr gut wo meine Knöpfe sind, über die er wieder meinen Schmerz auslösen kann und er irgendwelche Ziele verfolgen kann. Ist es tatsächlich so, dass der Alkohol definitiv die Birne vernebelt, aber im passenden Zeitrahmen - als Druckmittel - doch so klug eingesetzt werden kann.

    Kann man so einfach 8 Jahre wegwerfen um ein Problem wieder im Rennen hinter sich zu lassen? Stirbt wirklich alles an Gefühl und Herz nur weil die nächste Ration nicht erreichbar ist oder beobachtet werden kann.

    Ach Leute, wenn mir das jemand erklären könnte, vielleicht käme ich dann mit mir selber weiter. Mir zerreißt es das Herz wenn ich an die Person denke, die ich mal kennen und lieben gelernt habe. von der ich jedoch damals nicht wahr haben wollte, dass der Alkohol eigentlich schon die Stelle von mir (der Freundin) übernommen hatte.

    Ich weiß, daß ich gehen muß - ich weiß, daß ich den Menschen, den ich mal liebte verloren habe weil es ihn nicht mehr gibt .... aber ich weiß nicht, wie so etwas mental bei einem Alkoholiker vor sich geht....

    Es wäre schön, wenn Ihr - die Ihr vielleicht mehr wisst als ich - mir da einfach beim verstehen helfen könnten, denn vielleicht schaffe ich so den Trennenungsschmerz besser, der im Moment einfach überdimensional ist.

    Lieben Gruß von Dagmar

    es gibt sich alles ...

    er ist ja nur ein gemütlicher Trinker .....

    ach, ich schaff das schon .....


    geschafft hat er mich! Ich war einmal eine starke Persönlichkeit, mittlerweile habe ich es geschafft, mich durch ihn klein, niedrig und minderwertig zu machen. NIcht er macht es, ich selber mache das! Ich bettelte quasi um den Erhalt der Beziehung vor lauter Verlustangst. Und das bei einem Menschen, der einen Seitensprung genommen hat um mich quasi zu esetzen, mit einer Frau, die nichts gegen sein Trinken hat.

    Er erzählte mir irgendwann er wolle doch eine Lösung mit mir finden, das ging dann eine Woche gut, zur Paarberatung kamen wir gar nicht mehr, und das nächste Wochenende beim Seitensprung war wieder da. Obwohl er vorher noch das Essen besorgt hatte für den Samstag abend.

    Seitdem ist er verschollen, wo auch immer - wie auch immer.

    Willst Du Dir ähnliches antun? Nein, er ist kein Typ für Seitensprügen, aber durch mein Mäkeln am Alkohol habe ich ihm die Lust an mir vergehen lassen. Schaffst Du es, zu dem Thema den Mund zu halten wenn der Gerichtsvollzieher vor der Türe steht oder wieder mal die Polizei? So war es bei meinem Ex-Partner.

    Mein Trennungsschmerz ist von mir derzeit nicht in den Griff zu bekommen, eigentlich fühle ich mit tot - willst Du das für Dich? Ich habe 8 Jahre mitgespielt, und nun spielt er mit mir - willst auch Du das für Dich?

    Seid klüger als ich!!!

    Lieben Gruß von Dagmar

    Wo finde ich meinen Ausschaltknopf für Herzschmerz und für die Spiele, die Coalkohliker und Alkholiker spielen?

    Es ist zum verzweifeln:
    8 Jahre Beziehung
    seit 2 Jahren klinke ich mich aus weil ich seinen Alkohol nicht ertrage (Sexuell aber auch in Gesprächen ging nicht mehr viel).
    Vor zwei Monaten sagte ich ihm dass ich nicht mit dem Menschen zusammensein will, den der Alk aus ihm gemacht hat.

    Bingo: er nahm sich einen Seitensprung

    Wir versuchten in Gesprächen alles auf die Reihe zu bringen und uns zu überlegen ob wir die Beziehung retten wollen und beschlossen einen Besuch zumindest mal in einer Eheberatung um allen Themen näher zu kommen. Als Alkoholiker betrachtet er sich zwar nicht, war aber bereit das eine Eheberatung entscheiden zu lassen. Dazu gekommen ist es nicht....

    Wir fanden am Freitag eine "Lösung" am Samstag war er beim Seitensprung um mit diesem Schluß zu machen (was er nicht tat) Ab Sonntag war bis Freitag alles einigermaßen o.k. und durch viele Gespräche (wohl zu viele) überlagert. Mit dem Seitensprung hatte er nicht Schluß gemacht weil es ihr nciht gut gegangen war, und er dafür den richtigen Zeitpunkt suchen müsse.... (räusper).

    Am Samstag, nachdem es 5 Tage nach Einigung aussah, bemerkte er daß er noch Werkzeuge beim Seitensprung hat und die nun wohl holen möchte. Zuvor besorgte er noch die Speisen für das Abendessen und ward nicht mehr gesehen, dass ist nun seit gestern. Ans Handy geht niemand, logisch....

    Ein paar Tage schaffte er es den Alkohol zu reduzieren, wohl um mir zu beweisen, dass er es "ernst" meint, aber bereits am 6 Tag dürfte er bei seinem Seitensprung wieder am Fläschchen genippelt haben. Vielleicht nicht nur am Bierfläschchen ;)

    Ich habe Probleme das alles zu verstehen, ich würde so gerne begreifen, warum ich diesen Schmerz empfinde. Denn verloren habe ich mit einem Menschen der so handelt keinen Partner sondern nur einen Schmerzverursacher. Was soll eine solche Handlungsweise? Bei dem ich bin, dessen Lied spiel ich, oder was ist das?

    Sind also alle diese vermeintlichen "Aussagen"der Form "ich habe mich für Dich entschieden weil ich Dich liebe" weniger wert als die Pfandgelder, die er im Keller stehen hat?

    Kann tatsächlich ein Mensch 8 Jahre - die auch schön waren bevor der Alk seine Freudin Nr. 1 wurde - einfach für den nächsten Spaß mit Alk eintauschen?

    Scheinbar kann er ....

    Nur kann ich nicht mit dem Schmerz umgehen, wobei der Kopf weiß dass es für mich höchste Zeit ist..... Aber es tut so weh....

    Über Eure Erfahrungen oder Hilfestellung wäre ich sehr dankbar, denn ich komme mir vor, als falle ich ins Bodenlose.

    Dagmar

    läuft bei mir auch gerade im Vorfeld.....

    Wenn ich lese, was Du erlebst, so weiß ich, daß auch ich aus meiner 8jährigen Beziehung raus muss. Und dennoch geht es mir wie Dir: man kann nicht loslassen.

    Vielleicht weil man sich das holen will, was man immer suchte: die Liebe des anderen. Ich habe sie nie bekommen weil immer seine Freundin, der Alkohol, dabei war. Nur wenn ich den Mund hielt war er ein "Freund und Partner".

    Vor ca. drei Monaten sagte ich ihm, dass ich nicht mehr bereit bin mir anzusehen wie er vor die Hunde geht (ich habe Fotos gemacht wie er nach dem Trinken besinnungslos im Flur lag) und ihm diese gegeben.

    Resultat: er tauschte mich mit einem Seitensprung aus, erklärte mir später er habe einen Fehler gemacht - und ist nun seit gestern bei Ihr (während er noch zuvor fürs Abendessen eingekauft hatte)

    Ist er nun bei ihr wegen der Liebe, oder weil er dort ungestört Alk konsumieren kann? Ich weiß es nicht! Aber ich bin ein Trottel weil ich Leide wie ein Schwein .... und bei Dir ist es vielleicht ähnlich....

    Auch mir geht es wie Dir, einen Tag gelassen, am nächsten traurig und durchgedreht. Eigentlich gebe ich ihm damit die vollste Macht, weiß es über den Kopf und dennoch, wenn er die richtigen Worte verwendet, dann bin ich so klein und so wenig, wie ich nie in meinem Leben war weil ich um eine "Liebe" kämpfe, die nie eine wirkliche war.

    Nur, wie kommt man raus aus dem Schlamassel wenn einem der Kopf die Lösung sagt und das Herz so bleiern auf diesem Kopf liegt.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Um Euch nicht tot zu quatschen.....

    Seit 8 Jahren führe ich etwas Beziehung genanntes. Entstanden im Internet stellte sich nach Jahren eine deutliche Vermehrung des Alkohols ein, die bei mir ein Entfremden auf den Weg brachte, welches nun nach quasi 8 Jahren zu einer Trennung führte. Liebevollerweise servierte er mir noch ein Fremdgehen, machte dann Schluß mit mir (ich hatte ihm zuvor gesagt, dass ich ihn nicht mit der Freundin Alkohol teilte, so suchte er sich vermutlich eine andere Frau, die diese "Nebenbuhlerin" akzeptierte.

    Vor rund einer Woche kamen wir überein es nochmals zu versuchen. Aus diesem Grund war er auch zu seinem Seitensprung gefahren um ihr das zu sagen. Er kam am nächsten Tag zurück - hatte Ihr nichts gesagt und sich auch in den kommenden Tagen wohl nicht bei ihr gemeldet.

    Wir waren über ein gekommen für Beziehung und Alkohol eine Paartherapie auf die Beine zu bringen um diese Beziehung zu retten. Er erzählte mir von Montag bis Freitag quasi wie wichtig ich ihm sei (dennoch hatte ich ein Gefühl der Kälte bei ihm, nicht immer - aber ab und zu).

    Gestern sagte er mir, er habe noch Werkzeuge bei seinem Seitensprung, die er nun holen wolle. Er kaufte für den Abend und das Abendessen ein. Ich sagte ihm bei der Abfahrt, er könne mir sagen ob er sich die Entscheidung anders überlegt habe "nein" ich will Dich.

    Und zwar so, dass er seit gestern fehlt.....

    Ich selber bin voll in der Falle der coabhängigkeit und kann den Schmerz fast nicht verwinden. Ich bin hier in einer Region, die der Großstadt aus der ich komme, um Meilen zurück liegt und muss nun einen neuen Job und eine neue Bleibe suchen. Erschwerend kommt hinzu, dass ich mich um Streunerkatzen kümmere, was nun vermutlich auch bald nicht mehr möglich sein wird.

    Ich fühle mich gerade haltlos in mir selbst: Ich selber frage mich, warum ich es mir von ihm antun lasse und warum ich überhaupt einem solchen Menschen nachweine. Das schlimmste ist, dass sobald er wieder da ist meine Trauer aufbricht und ich komplett in der hilflosen Situation bin und ihn "quasi" nicht loslassen kann.

    Er ist ein Mensch, der nicht über Gefühle reden kann und jegliches Problem durch davon rennen löst bzw. sich die "Kanne gibt". Ich löse Probleme gerne .... so und nun stehe ich da, fühle mich wirklich bodenlos und bin traurig. Wohl wissen, dass eine solche Beziehung für mich böse enden würde, aber nicht in der Lage mein Leben auf mich selber zu fixieren.

    Liebe Leute, noch nie im Leben war ich so hilflos und freue mich über jede Art der Hilfe. Das schlimmste ist für mich, dass mein Kopf genau weiß, wie gefährlich dieser Mensch für mein Leben und meine Existenz ist, das Herz aber vor Schmerz fast zerbricht.

    Lieben Gruß von Dagmar