Beiträge von dagmar007

    Ja Sternenglitzer,
    genau das war mein Leben früher, nein Leben, das war es keines... ich habe durchgehalten und mitgespielt.

    Ich beginne nun zu leben! Das gehen war schwer, viel Leid, Unverständnis und Trauer war am Anfang mein täglicher Begleiter. Ich wollte damals nur drin bleiben in der Beziehung, egal wie schlecht sie war. Ich hatte Angst vor neuem, Angst vorm Alleinesein und und und.

    Ich bin seit dem Single, liebe Sternenglitzer - und zwar ein glücklicher :) Ich denke, ich muss noch an mir arbeiten und ich denke ich bin alleine glücklich. Sollte ich so glücklich wie ich bin einen ebenso glücklichen treffen, dann können wir ja mal gemeinsam "glückstrahlen" wenn nicht, dann eben nicht.

    Eine Beziehung ist nicht das was die Zufriedenheit bei mir ausmacht. Allerdings habe ich das erst nach diesen horror-Jahren-(10 an der Zahl) merken können. Erst da, als ich ganz am Ende war.... erst an meinem Tiefpunkt, erst als die Frage im Raum stand "überleben" oder untergehen...

    Sternenglitzer, du bist noch ein paar Jahr jünger als ich - Du hättest also noch ein paar Jahre länger ein zufriedeneres Leben, wenn Du es willst und den Mut für diesen steinigen Weg aufbringst. Ja, umfallen, die Gefahr ist so groß, gerade im ersten halben Jahr, es braucht urwüchsige Kräfte nicht wieder "rückfällig" zu werden. Aber es wird leichter und irgendwann ist sogar einmal klar "nie wieder". Ebenso wie beim Alkoholiker, der Tage zählt oder froh ist über jeden Monat, so ging und geht es mir!

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich persönlich finde nur richtig was Du machst, lieber Heinrich! Du kannst so den Kindern nämlich vorleben was ein gerader Weg ist. Die Kiddies sind nicht mehr so klein, wenn ich mich richtig erinnern kann, und können sich jederzeit an Dich wenden!
    Von sich aus - wenn sie wollen und auch einen direkten Weg gehen können und wollen!

    Die Kinder können ebenso freie Entscheidungen treffen wie Du und ich. Wenn sie dahinter stehen ist alles o.k. und eine Basis kann geschaffen sein. Werden sie manipuliert, lassen sich manipulieren oder oder oder so gibt es eben derzeit keine Basis sondern erst dann wenn sie "bei sich selber sind".

    Richtig: runter mit dem Deckmantel, runter mit dem Vertuschen für andere und sich selber dadurch belasten! DEIN LEBEN - DEINE CHANCE und natürlich auch DEIN Weg. So wie meiner, der am Anfang so was von steinig erschien.... aber nur erschien.... es war einfach ungewohnt und es waren neue Dinge, die mir Angst bereiteten.... Genau das war der Lernweg der zu Resultaten führte und dazu nun keine Wut in mir zu spüren.

    Ich habe keine Wut mehr gegen mich selber, wenn etwas schief läuft. Ich bin in der Lage nicht mehr durchzudrehen wenn ein Problem mich droht ins Eck zu drängen. Ich bin in der Lage damit umzugehen wenn mein befristeter Arbeitsvertrag nicht verlängert werden sollte. Dinge, die früher Groll und Unzufriedenheit in mir auslösten und mich vom alltäglichen kleinen Glück zurück hielten. Dinge, die durch die Unzufriedenheit einer unglücklichen Alk-Beziehung die ich nicht beendete mein Leben in eine ganz falsche Richtung lenkten.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Guten Morgen, lieber Heinrich,
    schön, wie Du es für Dich und Deine Kinder siehst: DU und DEINE Kinder ganz weit weg vom Alkoholismus!

    Ebenso sehe ich es. Was mir einfach rein rechnerisch auffällt war für mich - und wohl für alle anderen hier, egal ob Co oder ehemaliger-Alkoholiker die Tatsache, dass einige Jahre in der Sucht verbracht wurden. Danach der Lehrweg begann und eigentlich erst danach das wirkliche Leben begann.

    Ich kann für mich sagen mit 48 Jahren Glück und Zufriedenheit zu finden. Ich kann für mich sagen, es bleiben mir noch ein paar dieser Jahre - egal, wie viele.

    Nicht verstehen kann ich Menschen, die in ihrer Situation hängen und seit Jahr und Tag "dazulernen" aber nicht den Absprung schaffen. Wissentlich ihr Leben abgebend und verkürzen. Wohl weil es ebenso ist Abhängig vom Angehörigen zu sein wie vom Alk! Wieso verlangt manch ein Co dass der Partner sich ändert und bleibt selber im Hamsterrrad, macht also selbiges wie der Alkoholiker???

    Ja Karsten, wir können uns unsere Wünsche und unser Leben selber erfüllen, bei mir hat es sehr lange gedauert und ist nun wohl soweit, von kleinen Pannen wirtschaftlicher Art mal abgesehen.

    Wir haben sogar die Pflicht uns selber gegenüber das zu tun, wenn wir gesund sind und selbstbewußt! Was nichts mit Ego zu tun hat, lieber Heinrich, sondern einfach mit bewußtem Leben. Gleich und gleich - Respekt geben und Respekt bekommen. Das ist für mich gesundes Leben.

    Glaubt mir, ich bin jeden Tag (sogar an meinen schlechten) dankbar wie das Leben mit mir gespielt hat um mich nun auf meinen richtigen Spielplatz des Lebens zu bringen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, lieber Daniel,
    da sprichst Du mir aus der Seele. Ich habe meinen Absprung geschafft und bin einfach nur glücklich darüber. In dem Bewutsein, wie mein Leben jetzt ist und den Erinnerungen an das, was früher einmal war, bekomme ich das Grausen. Deshalb frage ich mich wie es möglich ist in dem Wissen wie schlecht es einem geht noch auszuharren und sich selber zu belügen (denn zuweilen reden sich manche selber glücklich).

    Weißt Du, das verrückteste scheint mir zu sein, je mehr ich gegangen bin, desto mehr fand ich mich. Desto weiter ich weg war aus der kranken Beziehung desto mehr Zufriedenheit kehrte ein. Je mehr Zufriedenheit da war, desto mehr versuchte ich auf andere Lebewesen (die ich vorher mehr übersah) Rücksicht zu nehmen.

    Heute versuche ich keine Schnecke zu zertreten und habe heute einen (vermutlichen) Buntspecht aus den Klauen meiner Katzen retten können. Ein Wespennest über dem Eingang wird wohl nicht mehr gebaut. Mir taten die Tiere nichts weil ich ihnen nichts tat und auf die Schwalben, die daneben ihr Nest haben baute.

    Was ich mit tausend blöden Worten versuche zu erklären ist die Ruhe, Zufriedenheit, das Bewußtseins der eigenen Endlichkeit und doch das Bewußte Leben der Zeit zuvor ist so kurz. Viel zu kurz, als dass man/frau es sich zerstört durch die Qualen einer Suchtbeziehung.

    Mein Gott, was habe ich gelitten, was hat mein Körper durchgedreht, wie stand ich unter Strom und wie wenig lebte ich. Der Nachfolger meiner Psychotherapeutin (die in Rente ging) meinte mal eine Suchtbeziehung ist eine Qual und ich möge diese und mein Leid bitte nicht "runterspielen". Ich konnte ihm nur antworten dass mir Groll und Wut auf die Vergangenheit nicht helfen weil ich in meine Zukunft sehen möchte.

    Ich selber habe lange zugesehen und dachte es gibt niemanden, der ähnlich lange wie ich vergeblich hofft. Dennoch werde ich hier tag-ein-tag-aus eines anderen belehrt. Ich würde so gerne manchen entgegenschreien "wann beginnt ihr zu leben". Nun gut, ist aber sinnlos, denn jede-/r ist seines eigenen Glückes Schmid.

    In diesem Sinne, eine gute geruhsame Nacht, mit schönen Träumen :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Nun, liebe iks,
    ich denke kaum, dass ihm da irgendwas zu direkt ist.

    Es geht ihm doch nicht anders als zuvor, oder? Im Gegenteil, er hat nun zwei "Wohnungen" und zwei Gespielinnen. Zumindest wirkt es nach außen so - und er denkt das wohl auch. Wie auch sollte er das Gegenteil denken? Du gehst davon aus, dass der Geburtstag seines Kindes ihn interessiert oder der Urlaub der Eltern. Das aber ist seine Verantwortung, von der wir alle nicht wissen was oder wie er darüber denkt, was auch - ausser ihm - niemanden etwas angeht.

    Wieso zu feige? Es interessiert ihn derzeit einfach nicht mit seinen Eltern über Euch zu reden oder wie deren Urlaub war. Wohl nicht schön, aber ganz einfach seine Sache.

    Ich denke, Du bist immer noch so bei ihm wie je zuvor. vielleicht negativ, vielleicht voller Wut und Enttäuschung - aber bei ihm. Dein Prozentsatz vom Denken an den Partner wird nun jetzt vielleicht anders sein, aber vermutlich mindestens genausoviele (wenn nicht sogar mehr) Zeit in Anspruch nehmen. Somit - hat er Dich einfach nur "voll im Griff" und Du funktionierst bestens ;)
    zweifelst, fühlst Dich widersprüchlich .... von ihm alle Deine Knöpfe gedrückt und alle haben bei Dir den Tauglichkeitstest bestanden ...

    lieben Gruß von Dagmar

    Diese Frage stelle ich mir seit ich hier über den Zeitraum von rund 2 Jahren aktiv bin.

    Viele die ich damals "las" sind heute immer noch so im Zwiespalt einer Trennung/Änderung wie damals, bei ebenso vielen starb die Hoffnung nicht und Rückfälle des Partners sind heute an der Tagesordnung. Andere sind kürzer dabei und haben ihn geschafft, den Sprung in die Selbstverantwortlichkeit und beginnen sich zu leben.

    Diejenigen, die noch immer überlegen, hoffen oder träumen, von denen würde ich gerne wissen, wie sie sich ihre Zukunft vorstellen....

    Wie ich darauf komme:
    meine Psychotherapeutin meinte einmal "gehen sie von dem Partner, denken Sie an Ihre Zukunft, denn mit ihm haben sie keine"

    Korrekt:
    Ich bin nun 48 Jahre, habe rund 2 Jahre fürs abnabeln aus der ungesunden Partnerschaft benötigt und stecke noch im Lernprozeß. Gesundheitlich mit gewissen Problemen behaftet wie in der Jugend Krebs gehe ich davon aus, nicht allzu alt zu werden (ich lasse mich aber gerne positiv überraschen ;-). Ich gehe mal davon aus, noch 10 Jahre zu haben, in denen ich l e b e n kann.

    Wie bitte, stellen sich das - ihre Zukunft - ihr Leben und ihr Alter(n) jene vor, die den/die Partner-/in von Rückfall zu Rückfall begleiten, die dulden und ausharren in einer trügerischen Hoffnung oder meinen sich persönlich distanziert zu haben? Liegt es daran, dass die Hoffenden wesentlich jünger sind und noch mehr Zeit zu "vergeuden" haben oder ist einfach deren Tief- und Schmerzpunkt um ein so vieles höher angesiedelt als der meinige??

    Vielleicht eine dumme Frage - vielleicht zu weit vorgreifende Gedanken, aber ein Menschenleben ist nicht unendlich - jedes Jahr, welches wir verschenken ist vorbei. Bei jedem verschenkten Jahr in einer ungesunden Partnerschaft reduziert sich das Selbstbewußtsein und steigern sich die persönlichen Zweifel. Im dümmsten Fall so lange, bis nichts mehr da ist ....

    Oder?

    Fragender Gruß von Dagmar

    Kinder und Tiere: sie können nicht entscheiden, ob sie in diese Welt geboren werden und/oder wo sie leben müssen. Und wieder sind es diese Kreaturen, die leiden müssen ... wieder müssen sie ausbaden was im Unverstand "angerichtet" wurde.

    Ich selber habe mich um zig kranke Tiere gekümmert, auch Exxi brachte einige ins Haus - die somit ans Haus und an die Menschen gebunden waren. Allerdings - für mich war klar, was dahin kommt wo ich lebe dafür bin ich verantwortlich. Schon alleine deshalb weil mir immer klar war, ein anderer Mensch kann sich ändern und trägt evtl. nicht die Verantwortung, die einem Lebewesen gerecht werden würde.

    Du ärgerst Dich gnadenlos über ihn, klasse: er hat also sehr viel Macht über Dein Leben und Wohlbefinden. Diese Menschen werden nicht von einen Tag auf den anderen "anders". Ein schleichender Prozeß, den wir Angehörige nicht sehen wollen/können. Früher aber, als es unser Partner war, da haben wir das "gedeckt".

    Hintertürchen - ja ich würde aus meiner persönlichen Erfahrung sagen ein Suchkranker wie mein Ex, der so tief gefallen war, der hält sich alle Türen und Möglichkeiten offen, der schwimmt mit jeder Bewegung und jedem Windchen mit um sich dann dort zu lagern wo es eben gerade geht. Geliebt hat mein Ex wohl weder mich noch meine Nachfolgerin, er musste einfach irgendwie sein Image wahren. Wenn es nach ihm gegangen wäre, dann hätte er sie und mich behalten, diesen Versuch startete er nämlich beständig. Nicht aus Liebe :) nee, in dem Wissen falls eine Türe zu ist, sollte noch eine nächste in der Nähe sein.

    Ich werde auch nie Alkoholiker, die sich verhalten wie mein Exxi, verstehen können. Einfach deshalb, weil ich andere Moral und Grundfundamente habe. Ich lebe mich - er lebte seine Sucht und den Halt an dieser, die Umstände wurden dann eben gerade gebogen. Ist eben so....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach, das mit den Klamotten fand ich einfach: habe dann seine in seine Waschtonne gepackt. Irgendwann hatte er halt mal Probleme als keine Klamotten mehr da waren. Ich wusch halt nur noch meine....

    Also ich war meinem Lover sehr dankbar, dass er sich eine neue Co gesucht hat. Ich habe ihm damals gesagt, dass ich sehr froh darüber bin, denn freiwillig wäre ich nicht gegangen. Nun müsse ich mich erstmal darum kümmern wie krank ich bin weil ich bei so jemandem bleibe und wünsche ihm alles gute.

    Ehrlich gesagt, ich finde es genial, wenn es dann gleich wieder in eine Beziehung reingeht. Mein Exxi hat einfach nur das Gesicht ausgetauscht und eben eine Rotweindrossel (ich trinke nicht) ansonsten lebt er wie mit mir, eheähnlich, Verpflichtung gegenüber ihren Eltern und und und.

    Sprich: ich ging den schweren Weg und habe nun Lebensqualität gewonnen, während der Expartner nicht verändert hat, ausser wohl das Gesicht an seiner Seite und die Konsummenge.

    Darüber Iks würde ich mir keine Gedanken machen. Wohl aber, wie ich schnell aus der Gegenwart /Nähe von ihm wegkomme. Seine Familie, nun eigentlich egal auf wessen Seite sie ist weil es ja eine Sache zwischen ihm und dem Alk, maximal noch Dir ist. Die Meinung der anderen könnte sich ändern wenn andere Schilderungen von anderen Menschen kommen. Wie auch immer, das Umfeld war mir egal, mir war mein persönlicher und ureigner Seelenfriede wichtig.

    Lass das Kätzchen bei Dir, kümmere Dich um Dein Kind und wechsle am Besten das Schloss aus - falls juristisch möglich - wenn nicht gehe und lasse ihn mit seinem neuen Glück alleine .... Such Dir Deines in Dir selber....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Guten Morgen Iks,
    es hört auf ... aber dazu bist Du gefragt und nicht der "Trinkende".

    Bei mir hörte es auf als ich ging.

    Denn angefangen beim Trinkenden hatte es nun richtig: Wertverlust, keine Moral mehr, Straftaten, das Leben in einer selbstgeschaffenen Welt - die nichts mit der Realität zu tun hattte. Das Wachsen von Gewaltbereitschaft - alles das steigerte sich stetig.

    Für mich kann so etwas nur enden wenn ich gehe.

    Selbst wenn der Alk weg ist werden Verhaltensweisen und angenommene Charaktereigenschaften nicht von heute auf morgen verschwinden - um genau zu sein: ohne fachliche Hilfe gar nicht verschwinden....

    Der Kreisel dreht sich immer schnelle, die Arroganz wird immer größer und die Realitätseinschätzungen gehen gegen NULL...

    Lieben Gruß von Dagmar

    Vielen Dank Stone74 für Deine Schilderungen, sie machten mir einiges verständlicher. Gerade den Hochmut konnte ich nie verstehen, das Gefühl besonders zu sein (nun war er ja auch :( und dabei meinte er leider besonders "toll"....

    Wer das mitmacht als Angehöriger bestätigt dieses Gefühl noch - denn erst dann wenn andere sich abwenden haben manche die Chance zu begreifen sie sind bald alleine.... aber auch eben nur manche....

    Nici, spricht mir aus dem Herzen!

    Einer meiner Gründe zu gehen war: was ist, wenn er mal wieder betrunken stürzt, wie ist meine gesetzliche Haftung??? Wann muss ich wie auf ein kleines Kind aufpassen, damit ich nicht wegen unterlassener Hilfeleistung drankomme???

    Aud der einen Seite jemanden liegen lassen, der sich ganz bewußt in die Bewußtlosigkeit gesoffen hat, sich also von der Verantwortung lösen und doch nicht angreifbar zu sein.

    Ihr glaubt doch nicht, dass das Gerede über die mitleidenden Partner besser wäre, wenn ihm in unserer Gegenwart was passiert wäre??? Nein Ladies, ich danke dem lieben Gott dass nun zwei Jahre vergangen sind und wenn meinem Exxi etwas passiert, dann habe ich damit nichts mehr zu tun.

    Gleichzeitig wird sein Ableben mir wohl Gedanken machen, mein Leben aber keinesfalls verändern. Ich hoffe, "ihn" losgelassen zu haben mit aller seiner Zukunft und mich freigestrampelt zu haben für meine. Denn eines ist ganz, ganz sicher: wäre mir früher etwas passiert, so wäre er nicht in der Lage gewesen irgendwie zu helfen. Somit also ein hilfloses Wesen - also auch die Kehrseite wenn es dem co schlechtgeht, die würde bei mir nicht denkbar sein.

    Lieben Gruß von Dagmar

    So wie Ihr dachte ich mal vor Jahren, hatte auch immer begonnen die Schritte anzugehen. Irgendwann bin ich im Laufen eingeschlafen, weil die Situation sich wieder entschärfte.

    Von heute auf morgen - durch den Vater des Exxis - drehte der durch und von jetzt auf nachher musste ich alles umsetzen was ich zuvor wieder eingestellt hatte.....

    Also Vorsicht, der Weg ist korrekt, aber er birgt viele Gefahren in sich ..... nämlich in erster Linie den, dass dieser Weg sich im Sande verläuft und plötzlich von einer Planierraupe namens SUCHT einfach überrollt wird.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Guten Morgen Freyi,
    wenn Du Dich "wohl fühlst" und zufrieden bist, dann gibt es natürlich für Dich keinen Grund etwas zu ändern. Auch ich würde Dir alles Gute wünschen, dass es so bleibt.

    Wenn Du Dich allerdings durch die Themen hier lesen würdest, so würdest Du die von Dir geschilderte Situation wohl bei jedem Schreiber-/in finden. Einige Monate Ruhe, Mengenreduzierung und dann???

    Nun gut, vielleicht nicht bei Dir....

    Unabhängig von der Sucht zum Alk, Deiner Abhängigkeit von ihm die vorhanden oder nicht vorhanden ist kann ich nur feststellen, dass Dein Leben auf den Partner fixiert ist. Selbst wenn er keinerlei Probleme hat kann das Leben plötzlich für Krankheit oder Tod sorgen und Du müsstest alleine mit dem Leben und der Verantwortung klar kommen. Ich bin froh für mich diese Verantwortung übernommen zu haben.

    Ganz sicher geht keine-/r zu früh vom Partner - sonst nämlich wären diese Menschen nicht hier um sich Hilfe zu holen, speziell beim Losläsungsprozeß. Wieviele gehen nicht dafür aber deren Gesundheit?? Dein Apell - ein Apell - ist für mich kein Apell sondern Dein Wunschgedanke. Jeder muss für sich selber entscheiden was gut oder schlecht ist - unabhängig vom Alk oder Nicht-Alk. Ist eine Partnerschaft (speziell für Kinder) gefährdend, dann bin ich froh über jeden der den Mut findet sein Leben alleine und selbstverantwortlich zu leben. Das muss noch nicht mal eine Trennung der Beziehung bedeuten - zur Gesundheits- und Eigentumssicherung jedeoch eine Trennung der Wohnmöglichkeiten und Finanzen.

    In diesem Sinne, viel Glück wünscht Dagmar

    Meine Wünsche, Claudi (an denen ich nicht viel beitragen kann außer das Beste zu hoffen und da zu sein) sind das Wohlergehen meiner Mutter (77) und meiner Tiere.

    Ich hoffe auf eine Verlängerung meines Arbeitsvertrages, wünsche mir weiterhin so tolle Kollegen und Menschen in meinem Umfeld.

    Ich würde hoffen, dass irgendwann einmal Ruhe einkehrt und keine ständigen Garantiefälle, Autoprobleme, Arbeitsamtsbesuche wegen befristetem Arbeitsvertrag ect. pp auf der Reihe stehen. Ich würde mir wünschen, Tage für mich verplanen zu dürfen, einfach mal gammeln zu dürfen ohne dass eine Aufgabe die nächste jagt.

    Ich erfreue mich an meiner Pflanzenwelt und hoffe, da noch viel zu sehen zu bekommen in diesem Sommer und ich hoffe daraus Samen für das nächste Jahr gewinnen zu können.

    Schau, wenn ich merke ein Mann bedeutet mir mehr als Otto-Normalverbraucher, dann erfreue ich mich an seiner Gegenwart, suche und nutze das Gespräch und dennoch ist es mir egal wenn er plötzlich in einer Beziehung ist - denn ich wäre noch nicht beziehungsfähig und ihm soll es gut gehen. Ob das mit mir als Partnerin der Fall wäre wüßte ich nicht, als Freund ja!

    Warum suchen wir uns Partner die nicht passen? Vielleicht weil wir denken, sie haben ein Manko, wir haben eines - vielleicht passt es.... Wir würden endlich mal gerne erleben wollen dass wenn wir um Liebe kämpfen diese erwidert wird, endlich mal den Kampf ums vergebliche zu gewinnen?!?
    Oder sehen wir vielleicht gar nicht die normalen Menschen, die uns gutes wollen und Partner sind? Fühlen wir uns ihnen vielleicht nicht gewachsen oder wirken sie "langweilig"?
    Tausende von Möglichkeiten, liebe Claudia, ich kenne die Lösungen (noch) nicht, denn wenn es mal sein soll, dass eine Partnerschaft entsteht, dann wird es kommen, wenn nicht dann eben nicht.

    Das früher gekannte Gefühl als Single wenn ich ein LIebespaar sah, das weh tat weil mir etwas fehlte, gibt es nicht mehr. Ich denke "hoppla, schön wie glücklich die sind, hoffentlich bleibt es" aus - basta - ende... Keine Sehnsucht selbiges zu erleben, kein Gefühl alleine zu sein.

    Menschen und Freundschaften bedürfen Zeit zum Wachsen und Zeit des Abstandes. Wenn Deine Bekannte sich zurückzieht, dann braucht sie das vielleicht. Sie hat vielleicht gelernt für sich zu sorgen und sich dann Ruhe zu gönnen, die sie braucht. Genau das ist die Akzeptanz des anderen, ihn so - mit allen Pausen und aktiven Zeiten - annehmen zu können, ohne verändern zu wollen oder ohne aktiv etwas als Ergebniss abpressen zu wollen.

    Für mich hat ganz viel Sinn, liebe Claudia, wenn ich es sehen kann. Natürlich frage ich mich auch so manches als alleinsthehender Single in der "Fremde", aber warum heute darüber verrückt machen? Wer weiß denn wirklich was morgen ist?

    Lieben Gruß von Dagmar,
    die Dir positive und zukunftsgerichtete Gedanken auf Dich wünscht.

    Guten Morgen, liebe Rosa Lie,
    ich weiß sehr genau, wovon Du in Sachen Kindheit sprichst.

    So ... für mich war der Punkt dieses Kindsein und meine Erwachsenenauswahl zu betrachten zu sagen "Vergangenheit WAR - ich kann sie nicht ändern - aber meine Zukunft".

    Ich habe gelernt zu verzeihen was in meiner Kindheit schief lief, was mich klein machte und mir mein Vertrauen in mich selber nahm. Nur durch das Verzeihen, annehmen und auch mal traurig sein war ich in der Lage zu sagen "DAS bin ich und ich bin viel wert und ich will das leben was ich bin und entwickeln was ich kann".

    Mal ganz ehrlich Rosa Lie, so viele von uns haben aus der Kindheit grausame Wunden, wurden verkorkst oder in der Seele zerstümmelt, aber wir müssen an unser heute denken - und handeln für uns denn nun sind wir erwachsen und "dürfen" selber etwas für uns tun.

    Ja, Rosa Lie, wir erkennen sehr wohl, da stimmt etwas nicht.... fühlen wir uns vielleicht so wertlos dass wir der Meinung sind, genau deshalb könnte es nun klappen??? Vielleicht wenn wir uns hier gut beweisen, dann werden wir geliebt??? vielleicht jetzt "endlich"??? Dabei aber suchen wir den Partner der ebenso wenig Liebe leben kann wie das Elternhaus.

    So - für mich Fakt - Liebe durch den Partner geht nicht durch eine falsche Auswahl meinerseits. Somit keine Partnerschaft aber mein Weg in mich über Freunde, die neutral sind und in keinem intimen Zusammenhang. Pro-/Kontra und Streitgespräche mit fairen, ehrlichen und manchmal überdeutlichen Menschen. Kritiken, die weh taten - die ich wirken ließ und an- und umsetzen konnte.

    Heute kann ich nicht nur verzeihen, nein, ich bin auch in der Lage gar nicht mehr verzeihen zu müssen weil ich das annehme was mir das Leben präsentiert. Ich bin in der Lage zu warten oder sogar zu "verlieren". Aber nicht durch nichts tun sondern Aktivität dann zu leben, wenn das Leben einen passenden Schritt für mich gelegt hat. Nein, ich provuziere keine Treffen, keine Bekenntniss zu mir (Betrifft mich gerade am Arbeitsplatz, befristetes Arbeitsverhältnis). Behält mich der Arbeitgeber schön, wenn nicht, dann bin ich deshalb keinesfalls schlecht sondern muss eben versuchen woanders meinen Platz zu finden, auch wenn es traurig wäre und schwer in heutiger Zeit.

    Ich habe keine Erwartungen, die enttäuscht werden können sondern Hoffnungen und Wünsche, die ich aktiv verfolge. Oft erfüllen diese sich über Umwege, die ich annehme und als "der Weg ist das Ziel" betrachte.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe claudia,
    erst dann, wenn Du beginnst Dich selber wert zu schätzen und mit Dir selber alleine klar kommst erst dann kannst Du einen gleichwertigen Partner "anziehen". So lange für Dich "Normalität" dadurch gegeben wird, das Mann/Frau in einer Partnerschaft ist, so lange wirst Du wohl auf die Nase fallen. Kein Mensch kann Dir geben (Liebe) was Du Dir nicht selber geben kannst. Davon mal abgesehen, wenn Du Dich selber nicht so annehmen kannst wie Du bist, so kannst Du auch Deine Mitmenschen nicht so annehmen wie sie sind und wirst immer versuche diese zu verändern, statt Dich selber.

    DU schreibst schon richtig "Du stürzt Dich in eine Enttäuschung". Deine Erwartungen werden/wurden nicht erfüllt. Warum Erwartungen? Warum nicht einfach mit dem Strudel des Lebens gehen?

    So .. und jetzt???
    Gibt es Trost vom Ex.....

    Gruß von Dagmar

    Nun, ihr Lieben,
    mein persönliches "Nähkäschen" sagt in Sachen Nähe (tstst, lieber Matthias ;) so ein bischen etwas "männliches".

    Mein Ex Lover - wollte er jemals weg von den Fläschchen, ich denke nicht... - war lange durch körperliche Nähe, Berührungen ect. vom Alk "fernzuhalten". Es war eben ein einfaches Tauschgeschäft, welches zur Zeit des Hormonstaus half: Körperlichkeit gegen Stoffabhängigkeit....

    Irgendwann mal, ziemlich spät, bekam aber Lady Alk wieder die Oberhand, sie ist nämlich viel leichter und schneller zu bekommen, käuflich zu erwerben und allzeit "bereit".

    Ich persönlich kann für mein Nähkästchen sagen, bei einem Alkoholabhängigen wie meinem Exlover (der ganz sicher auch einen Touch - und keinen zu kleinen - Sexsucht in sich trägt) wirkt es ... ja ... aber eben nur eine Zeit lang...

    Übnerhaupt kann alles, jedes und jeder wirken - eine Zeitlang - ein Einfluss von Aussen, der es so erscheinen lässt als wäre die Welt plötzlich anders. Wird die Welt aber wieder so grau wie zuvor (auch wenn es erst nach Jahren ist) kommt wieder der Griff zur Flasche wenn nicht die innere Überzeugung gelebt wird.

    Damit meine ich nicht unbedingt ohne Rückfälle, denn daran würde ich den Willen nicht festmachen - ganz sicher aber nicht an Worten, die Schall, Rauch und einfach Vertröstungen sind, wenn ihnen keine Taten folgen...

    Lieben Gruß von dagmar

    Ist es wirklich interessant, warum, wieso, weshalb? Ganz speziell dann, wenn das Verhalten des Partners "egal" zu sein scheint.

    Ist der Arzt glaubwürdig oder nicht? Wirst Du angelogen oder nicht? Ist doch Jacke wie Hose, hätte im Normalfall nichts mit Deinem Leben zu tun...

    Ist "sein" Zeitschinden nicht auch Dein Zeitschinden in Form von (ab)warten?

    LIeben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Nici,
    gerade warst Du bei mir in der Küche mit dabei, als ich mir einen Obstsalat richtete.

    So ganz stolz konnte ich mir sagen, nicht gut, aber immer besser - Vitamine, für sich sorgen, auch sich selber achten und für sich Sorge tragen. Du fielst mir gleich ein, weil Du das ebenso hinkriegst. Du gehst Deinen Weg, konzentrierst Dich auf Dich und deine Mama-Pflichten und das war es mal fürs Erste.

    Genial! Es ist eine Freude zu lesen, wie Du in Dir ruhst, das alles auf die Reihe bringst ohne Ablenkung in einer Partnerschaft suchen zu wollen oder zu müssen. Ach gibt es viele tolle Menschen um uns herum, als Freunde ja, super - vielleicht auch irgendwann mal als Partner. Aber erst dann, wenn uns niemand mehr aus den "Socken haut".

    Nici, Deine Kraft kommt wieder. Kannst du dich noch an meine Zeilen erinnern mit Steuer unerledigt, Zahnchaos, defekte Gerätschaften und und und. Zahnarzt ist erledigt und war nicht das von mir befürchtete, die Steuer bin ich am durcharbeiten, demnächst gibt es einen Brief mit der Bitte um Fristverlängerung, der Rest hat sich fast alleine erledigt. Das läuft bei Dir auch so .... Erst kriegen wir es ganz dicke.... dann aber löst ein Knoten sich nach dem anderen. Nur da müssen wir über den knotigen "Hubbel" drüberkommen.

    Ich war nach der Trennung auch komplett ausgebrannt. Auch deshalb weil es so viel Kraft kostete. Es dauerte auch lange die Batterie wieder zu beladen, aber ich merke jetzt (nach zwei Jahren) super wie schnell Kräfte zurück kehren, wie sich mein Verhalten verändert hat in weniger kraftraubend, aber das kostete Zeit. Und die Zeit, die hast Du :)

    Halt Dich wacker

    Hey Wiki,
    schönen guten Morgen. Nun, das Thema Scheidung ist eines für sich und kannst Du heute, morgen, übermorgen oder gar nicht in Angriff nehmen.

    Nun, Du schöpfst wieder Hoffnung - vielleicht berechtigt, vielleicht auch nicht... Wo liegt das Problem Dich weiter von ihm getrennt zu halten und seine Handlungen für sich sprechen zu lassen? Über die Monate wirst Du schon sehen was daraus resultiert.

    Nicht nachvollziehen kann ich - auch wenn noch so sachlichen - häufigen Kontakt, einfach weil Du an Deiner Stärke, Stabilität und Kraft arbeiten musst. Wenn Du einen "Spiegel" Deiner Droge in Dir hast - sei es auch nur durch Anrufe - so bist Du nicht pur und bei Dir.

    Tja, und Deine Schwiegermutter. Sie macht dem psycholigischen Begriff der Triangelkommunikation alle Ehre und sie würde von mir ein Zeugnis mit "Sehr gut" bekommen. Diese Worte und diese Kommentare von ihr schaffen es recht schnell Dein Herz zum Bersten zu bringen.

    Kommunikation zwischen zweien wird zur Triangel in der ein dritter "manipuliert". Genial, und wieder bist Du nicht bei Dir sondern wirst von zwei Seiten "belatschert".

    Wiki, wo ist Dein Kind in Deinem ganzen Chaos. Der Youngster bekommt genau Deine Stimmungen mit, leidet mit. Hätte er es nicht verdient, dass eine starke Wiki seine Mum ist, die die Stärke hat auch ohne Paps das Leben zu meistern. Wenn mit ihm, warum nicht .... aber erst dann, wenn er in Taten vorlebt, was derzeit nur Worte sind....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich würde mal sagen, liebe Wichtel mir ging es fast 6 Monate gnadenlos, traurig, schlecht und kraftlos.

    Ich habe mit dem Hausarzt Kontakt aufgenommen und eine Psychotherapie wahr genommen. Alles musste verarbeitet werden, die Trauer, die Umstellung auf das Alleinesein, die Bewältigung des Lebens auf alleinigen Beinen, es war nicht leicht und finanziell eine Katastrophe....

    Aber ich habe es geschafft, übrigens auch mit Hilfe von guten Antidepressiva, die keine Abhängigkeit mit sich bringen. Die Trauer und Schwermut, da musste ich durch, sie ist eigentlich erst jetzt richtig abgelegt..... Ein Jahrzehnt in der Beziehung gelitten und dann eben ein starkes Jahr zum Gesunden benötigt, ist halt so bei mir :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    was ich gemacht habe.... wenn ich ein paar Stunden da "hing" kam mein Trotzkopf und trat mir in den Hintern "Was schon wieder denkst Du an diese Typen?" Ey hallo, der Tag ist bald vorbei und vergeudet an unnötige Gedanken.... Schluss, Ende aus .... raus zum Unkraut hacken oder oder oder....