Beiträge von dagmar007

    Sag Kaleu,
    ist es wirklich unmöglich dem anderen zu sagen oder zu schreiben was Dich bewegte und jetzt bewegt?

    Ich habe mal als Teenager einen Menschen sehr verletzt. Einige Jahre nach meiner "Schandtat" habe ich allen Mut zusammen genommen um mich noch mal mit ihm auseinander zusetzen.

    Er meinte wohl "es wäre alles nicht so schlimm gewesen" (hätte ich an seiner Stelle auch gesagt ;) aber mir war es wichtig ihm zu sagen, hey, ich habe einen Bock geschossen, ich wollte es nicht, denn ich achte Dich sehr und wollte Dich nicht verletzen....

    Anders wäre die Sache Kaleu, wenn Du damit Hoffnungen verbindest, dann wäre es natürlich nicht ganz ungefährlich sich in solche "Gespräche" zu werfen. Denn dann käme vielleicht eine Sieg/Niederlage-Mentalität, die bei Aussprachen (so glaube ich) nichts zu suchen hat.

    Es gibt in meinem Leben manch einen Menschen, dem ich so manches positive gerne sagen würde, es aber hinter dem Berg halte. Aber dennoch konnte ich bemerken, die Gegenseite bekommt wenn auch nicht die Details, so aber doch die Grundstimmung überdeutlich mit.

    In diesem Sinne,
    viel Kraft wünscht Dir
    Dagmar - Co

    Mensch Monty,
    ich war arbeitslos als ich das Haus hier bekam, allerdings noch nebenbei freiberuflich (aber ohne Einkommen ;) tätig.

    Ich verdiene sauwenig, so wenig, dass auch ich das Anrecht habe auch Mietzuschuss, aber Monty, ich arbeite (Du arbeitest). Wir sind stolz auf uns und die anderen müssen uns das nicht sagen (die meisten werden es trotzdem denken, auch wenn sie es uns nicht sagen).

    Könntest Du überhaupt sehen, wenn andere das was Du tust hoch achten? Denn nicht jeder kann das in Worte packen? Machst vielleicht DU DICH klein, viel kleiner, als es je ein anderer Mensch mit Dir machen würde???

    Nicht, dass ich Deine Gefühle nicht nachvollziehen könnte, aber ich neigte damals zu masslosen Übertreibungen. Jedes Gefühl - ob gut oder schlecht - war jenseits aller Realität. Ich litt extrem, ich freute mich extrem ... und der Normalzustand danach glich einer "Watschen"....

    Nunmehr ist ziemlich Normallinie, oft mal Freude (manchmal um die Welt zu umarmen) manchmal etwas Traurigkeit, aber immer so, dass ich beide noch realistisch betrachten kann und darf.

    LIeben Gruß von Dagmar

    In Sachen Kurklinik kann ich Dir leider nicht helfen, liebe Susanni, aber ein Psychotherapeut wäre ja auch schon ein Ansatz und eine Person, die Dich längerfristig begleiten kann.

    Weißt Du, ich denke, die meisten von uns haben gelitten und nach der Trennung nur Stück für Stück losgelassen. Das ist auch legitim, denn es waren ja doch ein paar Jahre enger Verbundenheit.

    Trauer braucht ihre Zeit - nur fand ich es schlimm, dass ich persönlich betrauert habe was aus dem anderen geworden ist und dabei lange nicht gesehen habe, was aus mir geworden war....

    Es ist eine harte Zeit, und ich kann von mir sagen, sie war nicht gerade kurz bis ich da stand wo ich jetzt bin, die ersten Monate waren der Horror, nach dem ersten halben Jahr ging es gut und nun bin ich zufrieden.

    Immer aber hatte ich besonders schöne Momente, liebevolle Menschen, die ich kennenlernte und stetige Aufwärtsbewegungen. Ich habe mich beständig weiterentwickelt; auch wenn ich durch den Schmerz dieses nicht richtig registrieren konnte.

    Jetzt so langsam bekomme ich das Level mir geht es gut, ich mag mein Leben und mich und die Belastung der letzten 10 Jahre schiebt sich ganz weit nach hinten.

    Dir Gutes zu tun kann ganz einfach beginnen: mit dem Vollband, mit gesunder - oder ab und zu mal einfach leckerer Kost (auch der Sünde zwischendurch) mit der Bettwäsche in Farben die man/frau liebt, mit Pflanzen oder oder oder.... Das ist dann der Anfang.

    Gott sei Dank wurde mein Grundfundament so geschaffen dass mich viele Dinge interessierten und somit immer das da war, was ich schön fand - nur konnte ich es nicht so wertschätzen wie es mir heute gelingt.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Monty,
    hm, gut dass Du nicht in meiner Nähe bist, sonst würde ich Dich "knuffen".

    Du siehst was Dir alles nicht gelingt, kannst aber nicht hoch genug einschätzen wie viel es wert ist, dass Du in der Lage warst zu reagieren.

    Die Wohnung wird nicht gezahlt - so - Du marschierst aufs Amt. Bombig!
    Du kriegst einen Weinkrampf, was Dir peinlich zu sein scheint! Nööö - warum denn? Du bist in keiner schönen Lage, machst kein Theater sondern gehst offen damit um!

    Hallo, junge Frau .... natürlich gibt es Dinge, die das Ziel sind, aber der Weg dahin ist viel, viel wichtiger (war er zumindest für mich). Ohne den Weg (Gang zum Amt ect.) hätte ich nämlich mein Ziel nicht erreichen können.... Somit wäre die nicht erhaltene Wohnung für mich kein Rückschlag sondern der Gang zum Amt zukunftweisend! Ein Schritt in meine Zukunft!

    Zeit ... Geduld .... Fairness sich selber gegenüber .... sehr schwer zu lernen, aber sooooo wichtig.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Monty: Wasser ist stärker als Fels! Wenn Wasser nur lange genug den Fels umspült, so wird der Fels weicher, runder und auch kleiner. Das kleine bischen Wasser - angefangen von einem Wassertropfen - kann so viel Kraft, Macht und Gewalt haben.....

    Oh je, Ihr Lieben,
    Teilweise haben mich Eure Zeilen erschrocken. Ich gebe Monty absolut recht, dann hängt noch etwas an einem selber, welches bearbeitet werden sollte.

    Egal, wie fähig oder unfähig war die Beziehung zu beenden, ich wusste es ist schlimm, es kann schlimmes passieren und es könnte extrem werden. Ich wusste immer dass ich eventuell leiden würde bis ich es geschafft habe, wusste aber auch immer dass es mir nur besser gehen kann, sollte ich diese Schritte wagen.

    Wenn nun aber schon Angst besteht wieder eine Sehnsucht nach dem anderen zu bekommen, mit dem das Leben qualitativ beeinträchtigt ist, dann finde ich das schon bedenklich.

    Was ist denn Sehnsucht? Was ist denn der Wunsch "geschützt" zu sein? Ist der Wunsch nach Sicherheit nicht etwas, was ich mir selber geben kann.

    Ich kann Euch sagen, früher bin ich recht schnell in Beziehungen gestolpert. Mal, weil ich das Gefühl von in den Arm genommen werden spüren wollte, mal weil ich angenommen sein wollte, mal weil ich dachte verliebt zu sein. mal weil, mal hier, mal da - am Schluss war ich 10 Jahre in einer Beziehung mit einem Alkoholiker.

    Da musste ich mir die Frage stellen was will ich, was will ich nicht und was ist erforderlich, dass ich meinen "Willen" leben kann.

    Heute geht es mir gut - wenn auch nicht finanziell - heute habe ich keine Sehnsucht nach einer Partnerschaft, heute aber habe ich Menschen um mich herum die liebenswürdig und pur sind. Heute muss ich mich nicht verstecken weil ich jemanden an meiner Seite habe von dem ich weiß er könnte den einen oder anderen Fettnapf auf seiner Reise mitnehmen.

    Heute erfreue ich mich an Männern (die früher sofort als Partner in Betracht gekommen wären) nur am Gespräch, an gegenseitiges Blicken in die Augen und wissen man/frau mag sich. Nicht mehr und nicht weniger. Ich kann mich nunmehr genau in diesem Moment des wohlfühlens "fallen und gehen lassen" ohne eine Partnerschaft auch nur ansatzweise in Betracht zu ziehen.

    Sehnsucht .... nach dem ehemaligen Partner .... Um Gottes willen, nachdem ich einmal dieses Gefühl hatte liebevoll in Augen blicken zu können die nur Akzeptanz und Freundschaft zeigten so muss ich sagen, das ist so viel mehr wert als alles promillehaltige Gerede von Liebe ect.

    Jeder liebevolle Knuff eines solchen Menschen ist mehr wert als die vermeintliche zärtliche Berührung, die lediglich dem Zweck diente mich als Co nicht vergessen zu lassen, was ich meinte was Liebe sein müsste.....

    Neee..... wenn es Euch gut geht, mit Euch und Eurem Leben, dann wird ein "schlechter" Partner nicht fehlen. Wenn ein Mensch, der Euch bewegt hat hier nach Rat zu suchen, dennoch fehlt - dann wäre es vielleicht hilfreich mit Euch selber Frieden zu schließen und Euch in den Arm zu nehmen, die eigene Persönlichkeit annehmen wie sie ist - mit allen Ecken und Kanten.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Monty,
    eigentlich ist es viel einfacher :)

    Es fehlt der "Streß" im Leben - es fehlt die Angst dessen, was passieren könnte. Alles das, was zuvor unser Tagesablauf war ist nun weg.

    Nein, wir wollten diese Unruhe nicht, aber sie hielt uns auf Trab - das nun aber ist weggefallen; hat sich zumindest verändert. Eine gewisse Leere also - daraus resultierend auch ein Gefühl "nicht mehr so wichtig" zu sein oder oder oder und und und...

    Nun Monty, ganz davon abgesehen - ist doch klar, dass derjenige mit dem man/frau Jahre verbracht hat fehlt. Egal ob Alk oder nicht - es entspricht Liebeskummer. Das Leben ist anders, derzeit wirkt es leerer und erst sehr viel später können wir bemerken wie "voller" es doch geworden ist.

    Bei mir hat es viele Monate gedauert bis die Schwere weg war. Ganz weg war.... denn es wurde immer etwas leichter, war aber immer noch schwer....

    Halt Dich wacker, Du wirst irgendwann darüber staunen können überhaupt so "leer" gewesen zu sein wie Du Dich jetzt vielleicht fühlst.

    Mensch, oftmals hatte ich keine Kraft für nichts - keine Lust zu gar nichts.... Boah.... und seit längerer Zeit hätte ich gerne, dass ein Tag 36 Stunden hat. Ich frage mich ob es ein Segen oder eine Plage ist, dass ich so viele Interessen habe - relaxen ist fast nicht weil mich so viel interessiert und mir Spaß macht....

    Erlaube Dir einfach diese Veränderung. Bei mir war es so. jede positve Veränderung wirkte zuvor sehr schwer und brachte Tiefs.... Aber die Entwicklung aus einem Tief war schön, groß und stabil. Es ging nie rückwärts. Mal ein stehen bleiben und Luft holen aber niemals ein zurück.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Nun, Welia, Schuld gibt es für mich nicht. Ich war ich und mein Partner war mein Partner. Es ergab sich eine Alkoholabhängigkeit und eine Abhängigkeit vom Partner bei mir.

    So gut - so schlecht .... irgendwann einmal begann ich mich zu fragen: will ich so weiterleben? Nein - was muss dann anders werden? Wie lerne ich mit alten Situationen neu umzugehen? Wie lerne ich es Menschen nicht in Schubladen zu stecken? Wie lerne ich es Hilfe nur zur Selbsthilfe zu geben und niemanden retten zu wollen.... Dazu gehörte auch dass ich meinen Expartner weder retten wollte noch eine Partnerschaft aufrecht erhalten, die keine Substanz oder Gemeinsamkeit hatte (egal, ob mit oder ohne Alk).

    Und und und ... alle diese Fragestellungen brachten mich zu mir und zu der Erkenntniss, dass ich mein Leben alleine planen und verantworten möchte.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Nun Welia,
    Du schreibst "Wenn man bereit ist, die Lektion zu lernen, ist das Leben mit einem kranken Mensch eine sehr wertvolle Lektion, um sich zu entwickeln.

    Hm, kann ich klar bejaen. Allerdings in meinem Fall nur mit der Konsequenz zu wissen, dass ich nicht bereit bin mit einem kranken Menschen zu Leben und mein Leben (als Folge seines Lebens) erkranken zu lassen.

    Es war eine schmerzvolle Lektion, die mich zu mir gebracht hat und dazu mir selber so viel wert zu sein, dass ich keinesfalls in "schlechten" Lebensumständen leben möchte, keinesfalls ständig bangen was passiert und keinesfalls mühevoll darum kämpfen zu müssen irgendwelches Vertrauen zu entwickeln, zu jemandem, zu dem ich es bereits verloren habe.

    Deine Zeilen klingen fast "verklärt" als benötige man/frau ein Leben mit einem solch kranken Menschen um sich selber zu finden. Nun, Gott sei Dank muss das nicht jeder Mensch mitmachen um sich selber zu finden.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Nun, liebes Julchen, bei mir kam noch viel oder kommt wohl derzeit noch manches.

    Während in der ersten Zeit nach der Trennung so manch ein Mann interessant für mich war, hat sich das dann geändert weil ich ja keine Beziehung wollte und will. Das aber musste ich erst mal richtig auf die Reihe bekommen. Das ist mir wohl nun gelungen.

    Es gibt viele geschätzte, nette Herren, mit denen ich soooo gerne plaudere und flirte - und das nun ohne Gedanken dazu, darüber, warum, wieso, weshalb, denn nunmehr geht es einfach nur um das pure nette Miteinander. Egal, wer was wo wie erwartet.

    Ein neuer Kollege meint für mich schwärmen zu müssen, nett, lustig, ist zwar nicht mein Typ, aber tut einer Teenager-Spätlese wie mir gut, zumal ja so und so derzeit nichts näheres in Frage kommt.

    Die menschlichen Kontakte sind viel intensiver und purer, menschlicher, näher geworden. Wohl war ich schon immer so ein Typ, aber die Gegenstücke, die mir jetzt an Arbeitsplatz und Co. begegnen sind einfach so viel harmonischer als jene Menschen, die ich früher anzog.

    Na ja, Dein Sohn, das ist wohl so ähnlich wie mein Vermieter bzw. Scheunennachbar. Sie können einen zuweilen nicht nur Nerven kosten, sondern zuweilen ein wahres Versteckspiel auslösen: siehst Du mich nicht, so bequatscht/nervst du mich auch nicht....

    Aber das gibt es halt im Leben, liebes Julchen.

    Ich denke, ja Julchen, es kommt noch so manches, was wir zuvor nicht kannten. Das beginnt bei mir schon damit, dass ich gerne alleine in mein Schlafzimmer gehe. Herrlich, schalfen, ausruhen.

    Mein ganzes Leben lang habe ich im Bett nur die rechtes Seite benutzt. Seit kurzem nehme ich auch die linke oder das ganze Bett und sehe glücklich auf meine Blumenanzucht im Schlafzimmer, die da auf Fensterbrett und Teewägen steht.

    Kleine Änderungen, vielleicht große - innere - Wirkung oder Veränderung ;)

    p.s.s Schwarzgemalt habe ich früher mehr als der Partner - erziehungssache - aber ich versuche dagegen anzugehen, weil ich eben das schwarze nicht vertreiben kann, aber anziehen, wenn ich zu sehr unke und somit selber für das Eintreten des schlimmsten sorge.

    LIeben Gruß von Daggi

    Und ob es richtig ist alles zu verändern!! Für mich war sogar "gold"richtig. Aber: kein Druck und keine Erwartungshaltung oder Enttäuschung, manches kommt im Leben wie es soll und nicht, wie es uns richtig erscheint :)

    Allerdings eine Gefahr barg mein "neues"Leben. Ich hatte mich freigestrampelt, mir ging es gut und habe Kollegen und Nachbarn, die mich schätzen. Nun wollte ich meine Vergangenheit am liebsten auch "vergessen". Das aber gelang nicht weil der Ex Terror machte. Mich quasi so unter Druck setzte und hoffte, dass die Nachbarn das alles mitbekommen.

    Ebenfalls entdeckte ich zwischen einem lieben Kollegen von mir und dem Ex - sowie anderen Menschen - Querverbindungen, auf Grund derer ich mich anfänglich zurückzog. Ich schämte mich, mit dieser aggressiven Person bekannt gewesen zu sein.

    Fast gar wäre das nach hinten los gegangen. Wohl nur fast, aber der Grad zwischen unentdeckt bleiben und der Wahrheit ist ganz, ganz fein.

    Erst ganz viel später durfte ich bemerken, dass jene (vor denen ich den peinlichen Lover verstecken meinte zu müssen) wohl schon genau wussten, was sich hinter dem versteckt. Aber genau da war meine Co-Scham wieder am rollieren - und das ohne dass der Anlaß auch nur in der Nähe war....

    Sprich: der Anlaß ist weg aber ein Umdenken ist immer noch bei anderen Menschen von Nöten.

    Lieben Gruß und toi toi toi von Dagmar

    So paßt es, liebes Julchen :) Gerade so, als würde die Sonne "nur" für Dich scheinen. In Deine kleine Welt.

    Dachte ich mir gestern abend auch, als ein paar Sonnenstrahlen durch die Fenster kamen und mein Grün rund ums Haus von mir betrachtet wurde.

    Ja Julchen, was sind da für Welten gegenüber "früher" .? Nur weiter so, liebes Julchen, da kommt noch so viel nach :)

    Lieben Gruß von Daggi

    Hallo Ladies,
    das Thema des Forumtitels asoziert für mich die Gegenfrage "warum lässt man/frau sich "kaputt" machen?

    Ladies, auch ich kenne ekelhafte Menschen (mit oder ohne Alk / auch in Richtung Schwiegervater) ich habe irgendwann einmal beschlossen, dass es an mir liegt Menschen in mein Leben zu lassen, die mir nicht gut tun und konsequent diesen Menschen aus meinem Leben verbannt. Wenn nämlich ich diesen Menschen in mein Leben lasse und mir Gedanken über ihn mache oder mich ärgere, dann habe ich es selber verursacht dass es mir nicht gut geht. Der Alk spielt da für mich keine Rolle, würde er das nämlich, dann bin ich ja schon Co weil ich mein Verhalten durch den Alk bestimmen lasse.

    Wer hat Recht(er)? Wer kann das beurteilen? Zumal dann, wenn die Fronten dermaßen verhärtet sind, dass keine Seite willens und in der Lage ist sich der anderen Seite neutral zu nähern. Auch das ist ein Problem, dass meiner Meinung erst zweitrangig mit dem Alk in Verbindung zu bringen ist.

    Auch ich kann nur sagen: den Amtsarzt einschalten, der nun eben neutral ist und Fachkenntnisse besitzt, der dann eben sich eine Meinung bildet.

    Hier Jules,
    "Ich habe das versucht auch meinen Mann zu sagen, Geh ans Telefon, sag ihm, dass unter diesen Umständen kein Kontakt möglich ist, dass wir so nicht mit ihm umgehen wollen. Aber ich stoße da auf taube Ohren, er meint, er soll selber darauf kommen.",
    denke ich, nur Du kannst das für Dich sagen und Dein Mann kann Worte oder Verhalten für sich selber finden. Einer sollte - speziell in Schwieger-Beziehungen, die auch noch angespannt sind - vielleicht nicht unbedingt das Sprachrohr des anderen sein.... oder ... ich weiß es nicht so genau: auf der einen Seite sollten die Partner zu einander stehen, auf der anderen Seite aber autonom sein....

    Fakt ist, liebe Jules, es ist Deine Chance Dich aus den wütenden Gedanken zu befreien, die Dich langsam vergiften könnten und evtl. Deiner Ehe nicht gerade förderlich sein dürften. Es ist die Verantwortung des Trinkers zu trinken bis zum umfallen und die der Angehörigen dabei zu sein oder zu gehen, ein dazwischen gibt es wohl kaum.

    Selbiges gilt für mich für Stories von Dritten. Auch wenn diese ihr Herz ausschütten müssen, so gibt es Fälle da bin ich nicht der richtige Ansprechpartner. Auch das kann man Menschen sagen, selbst dann, wenn diese im ersten Moment "grantig" sein sollten, aber nur so kann man/frau sich selber schützen und Abstand wahren.

    Viel Kraft wünscht Dagmar

    Liebe Monty,
    wenn ich Deine Zeilen/Geschehnisse so lesen darf, dann möchte ich eigentlich gar nicht messen am "klappt es oder klappt es nicht" sondern ich möchte Dich fragen:

    Wann hast Du die letzte Wohnung besichtigt?
    Wann wurdest Du das letzte Mal aufgefordert (wohlwollend) Dich zu bewerben, quasi auf Grund Deiner Person als geeignet betrachtet?

    Wenn Erfolg dann super - wenn nicht, dann doch ein Meilenstein, oder? Ach Monty, ich zog hier ein, ohne Job, aber der Einzug war der Anfang, neue Kraft für Bewerbungen, andere Ausstrahlung als Person, somit anderer Bewerbungsstil (alles zufällige Entwicklung ;)

    Nun, jetzt verdiene ich sauwenig, aber ich verdiene, habe ein eigenes Hexenhäuschen im Grünen. Bevor ich ging war ich quasi eine arbeitslose Person in einem Haus, welches man/ex mir über dem Kopf anzünden wollte.

    Bei Dir scheint doch der Weg ähnlich zu laufen. Ob es gleich den sichtbaren Erfolg gibt oder nicht ist nicht nur entscheident, auch der Weg dahin - und der stimmt ja wohl.

    Angst, ach Gott, die habe ich immer noch ab und zu. Jetzt um meine Mutter, oft um meine Tiere und mein Auto riecht wie eine ganze Tankstelle, das versprochene andere ist vom KFZ-Mechaniker nicht wie versprochen fertig gestellt worden. Meine Mutter ist ohne Kontakt nach außen (Telefon) weil das Nachbarhaus halb abgebrannt ist und Telefon/Schüssel über einen Zusammenschluss laufen, ich kann nicht hinfahren wegen meiner gefährlichen Autos, oder der, die ich nicht habe. Aber Monty, damit mus ich leben, auch mir Scheiß-Gefühl, auch mit Angst, gehört nun mal zu unserem Leben.

    Schöner Vergleich von Marha, ich bin mal von einem 10er gesprungen und kann Dir sagen, das gibt gehörigen Tiefgang :)
    Ich hatte noch Pech und eine Bikinihose, die rechts und links nur mit Ketten verbunden war. Sah super aus .... aber, die Spannung beim Aufprall ließ die Ketten krachen..... Das Gelächter der anderen Springer war mir sicher.....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Und wieder eine Chance :) auch wenn es irre klingt! Die Nerven sind am Ende und führten Dich zum Hausarzt .... verständniss .... Geschichte offen erzählt .... Freundliche Hilfe bekommen ....

    Hallo Röschen! Ist das vielleicht nicht mehr als auf einmal möglich erschien???

    Schau, ich kann verstehen, dass Du enttäuscht bist über die SHG, aber halt auch hier sitzen nur Menschen, die teilweise über Gebühr strapaziert werden, deren Akku zuweilen auch leer wird.

    Genau deshalb, weil jeder andere Mensch plötzlich Kraft verlieren kann ist es so wichtig dass wir in uns ruhen, versuchen selber Kräfte für uns zu sammeln und die Kraft haben uns zu besinnen, wer ebenfalls noch eine Hilfe für uns sein kann, wenn es Not am Mann, pardon der Frau tut.

    Genau das ist das, was ich mir immer ins Hirn "gezogen" habe: ich bin abhängig von meinem Partner, was aber, wenn er krank wird und stirbt? Dann muss ich ebenso wie bei oder nach einer Trennung versuchen auf die Beine zu kommen (hätte aber bis dahin evtl. noch viele Jahre verspielt und evtl. weiteren Schaden genommen).

    Genau du hast es - ohne wohl zu wollen: auf den Punkt gebracht "Hilf Dir selbst, sonst hilft Dir keiner" Klar kann Hilfe dazu kommen, aber der Start, der muss von Dir erfolgen! Und ist erfolgreich erfolgt,.... auch wenn es für Dich gerade anders wirkt.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Nun, liebes Skihaserl, da wünsche ich Dir nur wetterfeste Kleidung, wenn Dein Partner bereits nach Stunden von Dir die Erlaubnis versucht zu erhalten, "wenigstens" ein Radler konsumieren zu dürfen.

    Nun, mit dem dezenten "Holzhammer-Hinweis" daß Du Dir das alles nicht mehr lange ansiehst kann natürlich sein, dass er sich ein paar Tage zurück hält oder eben versteckt seinen Spiegel versucht zu erreichen.

    Der innere Friede, von dem Linde spricht, der bedeutet für mich dass ich meinen Frieden in mir habe - unabhängig vom Umfeld. Mir selber genug zu sein, mich selber wert zu schätzen und mich aber auch wirklich NULL von jemandem um mich herum beeinflussen oder benachteiligen zu lassen. Ich denke mal, das hat nichts mit dem Alk zu tun, sondern nur mit mir und meinem Frieden.... Habe ich meinen Frieden, dann stört mich auch der Alk nicht, ich habe ja mich ;)

    "Wenn er wirklich Alkoholiker ist".... und wenn eben nicht, dann schreibst Du ja dennoch "Die Antwort ist ganz einfach, mit allem kann ich mich arrangieren, nur nicht mit dem Alkohol. Der stört meinen inneren Frieden ungemein." Demnach wäre egal, was er ist oder nicht ist - es stört Dich und Du könntest Dein Leben so stuktureiren dass es nicht mehr gestört ist und ein innerer Friede (den Du vielleicht nicht möchtest) einkehrt.

    Interessant fand ich, woran Du einen Alkoholiker festmachst und mit der Aussage "alleine wird nicht mehr zuhause getrunken" umgehst. Nun, mein Ex hätte das dann als Grund gesehen Saufkumpane zu besuchen, wäre dabei keinesfalls wortbrüchig geworden und hätte sich auch nicht als alkoholkrank gesehen nein, nicht sehen müssen, denn er hätte ja seine Worte eingehalten.

    Nun, Du möchtest nicht diejenige sein, die weniger Arbeit in die Beziehung gesteckt hat..... Hast Du Angst "zu wenig" gegeben zu haben? Wer sollte Dir Vorwürfe machen, die schwerer wiegen als Deine eigene Meinung. Für mich darf Partnerschaft nicht nur "Arbeit" sein. Das aber, was Du über Deine Beziehung schreibst ist für mich "Schwerstarbeit" mit Nachtstundenzuschlag.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Rosalie,
    sorry, wenn mir jetzt ein paar "patzige" Kommentare entspringen, die ich mir bisher "verkniffen habe", aber Dein Satz: denken "wir doch alle an Trennung und können es dann doch wieder nicht umsetzen?????" läßt nun meine Finger schnell über die Tastatur gleiten ;)

    Nun, es wollen manche - aber nicht alle sich vom Partner zu trennen. Du wohl nicht, was mir persönlich schon die Themenwahl Deines Threads angezeigt hat.

    Mir scheint, Du willst für Dich eine gute Situation schaffen, aber bitte nichts verändern. Halt, doch, der Partner, sollte das Trinken lassen und dann könnte, ja "könnte" alles so schön sein.

    Erinnert das nicht so ein bischen an Grimm's Märchen?

    Ja, er hat sich verändert, sagst Du, Du grenzt Dich ab und und und. Ich spüre nur viele von Worte von Deiner Seite, während Deine Inhalte beständig beim Partner sind.

    Trost in schweren Stunden..... Klingt für mich wie "ach wir armen, haben einen alkoholkranken Partner und können nichts ändern".

    Sei mir bitte nicht böse, aber ich denke mal, wenn DU nicht für Dich etwas erreichen willst, selber Änderungen in die Wege führen wirst ect. pp, dann wird dieser Inhalte bis Seite 10, x - mal dupliziert werden können aber an der Grundsituation dürfte sich nichts geändert haben.

    Lieben Gruß von Dagmar,
    die Du bestimmt gerade gerne in der Luft zerreißen würdest ;)

    Hallo Röschen,
    bei allem dem was Du schilderst stellt(e) sich mir die Frage warum Du nicht auf Dich geachtest hast sondern jemanden anderen durchgezogen hast, statt Dir! Jetzt wird es aber Zeit, dass DU Dir mehr wert wirst!

    Brauchst Du tatsächlich einen Menschen, der eine "Last" darstellt, also ich nicht! Ich bin für den Partner da - aber das war er als Alkoholiker für Dich ganz sicher nicht.

    So, die Lügen pflastern vermeintlich schon die Wege innerhalb der Therapie. Herzlichen Glückwunsch, da muss wohl noch viel gelernt werden. Nun, trocken sein heißt eben noch lange nicht ein toller, verantwortlicher Mensch zu sein.

    Sei froh über die Chance die Du hast! Nun ja, wobei ich mir vorstellen kann wie es in der brodelt und kocht und das "hätte ich nur doch schon früher" vielleicht hochkommt. Das ist neben genau die Gefahr einer Beziehung mit einem Kranken (wie mit uns Co's eben auch) Beziehungen können enden oder es werden andere Helfers'Helfer gesucht - oder Menschen, die im selbigen Boot sitzen.

    Ich kann Dir nur sagen als mein Lover damals einen Ersatz für mich suchte war ich ihm und ihr sehr, sehr dankbar, weil ich den Absprung sonst nicht geschafft hätte. Ich habe mir nichts mehr gewünscht, als dass die Beziehung der beiden mindestens ein Jahr hält und sie die Chance hat ihn "pur" zu erleben. Das durfte sie wohl ;)

    Nachdem ich so schnell ersetzt wurde war klar, dass keine Liebe im Spiel war sondern einfach nur ein Wechselspiel des "Brauchens" Schön, dass ich heute so nicht mehr lebe. Herrlich heute ungebunden und frei zu sein. Herrlich, liebe Männer zu kennen, mit ihnen zu sprechen, zu flirten - ohne auch nur den Ansatz von Interesse an einer Beziehung.

    In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Kraft.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Guten Morgen Monty,
    hallo Ihr lieben,
    ist es denn nicht nur logisch, dass es längere Zeit dauert bis die "wirkliche Erleichterung" und die "Zufriedenheit" sich einstellen kann??

    Ist es nicht so, dass wir uns erst einmal an Ruhe gewöhnen müssen, während wir zuvor immer unter Hochspannung standen? Ist es nicht logisch, dass wir traurig sind wenn eine Beziehung zu Ende geht, Alk hin - Alk her, da waren Gefühle, gemeinsame Zeiten und andere Gemeinsamkeiten die nun nicht mehr da sind (selbst wenn es Streitereien waren)? Alle diese Änderungen müssen doch erst einmal vollzogen werden und durch andere, gesündere, Dinge ersetzt werden.

    Ich habe mich immer gefragt "wann hört der Schmerz endlich auf". Ich habe mich viele Monate gefragt und fast unmerklich ließ er nach (aber diese Monate musste ich durch).

    Sogar mein Psychotherapeut hat erklärt dass es nur normal ist - nein, notwendig - dass alles ins Gedächtnis zurückkommt und auch die schweren Gefühle da sind. Denn nur durch Kopf und spüren der Gefühle ist eine Verarbeitung möglich.

    Das Lachen, ach Monty.... Das war bei mir (zumal ich eher eine ernstere Natur bin) lange, lange nicht mehr spontan. Erst nach vielen Monaten habe ich mich "erwischt" als ich vor dem Fernseher lachen konnte: lauthals und spontan. Für mich neu und unbekannt. Aber auch das dauerte sehr, sehr lange! Es ist geblieben, das spontane Lachen - aber es dauerte eben lang.

    Ist es denn nicht nur logisch, dass wir kurz nach der Trennung erstmal kraftlose "Stromerzeuger" sind, die erst mal versuchen die eigenen Standardbedürfnisse an Strom zu erzeugen? Und das ist der Punkt, an dem Gotti mehr als Recht hat: Du hast einiges einstecken müssen und (neutrale) Hilfe ist wichtig. Eben auch deshalb, weil der Prozeß der Genesung langsam und schleichend ist und oftmals ein Gefühl entsteht, als käme man/frau nicht weiter.

    Über alle die Jahre wurde Druck ausgeübt, von uns Angehörigen dem Druck widerstanden bzw. er ausgeglichen da ist es wohl alles andere als sinnvoll wenn wir uns jetzt selber unter Druck setzen (setzen lassen) "glücklich sein zu müssen".

    Ich persönlich musste erst einmal den über ein Jahrzehnt erhaltenen Druck loswerden - mit einem normalen "Luftdruck" mein Leben auf ein Standardniveau bringen um danach dann langsam an Zufriedenheit und Glück zu gelangen.

    Setz Dich nur nicht selber unter Druck Monty, sonst bist Du ja wieder im selbigen Verhalten wie in der Suchtbeziehung, oder? Ich habe es einfach zugelassen dass es mir nicht bombig ging. Wenn ich mal über längere Zeit im Loch hing "dann trat ich mich selber in den Hintern und sagte zu mir, so, jetzt reicht es jetzt hast Du viel zu lange nachgedacht und dem Ex viel zu viel Macht über Deine Zeit und Gefühle gegeben... Schluss, ein heißes Bad muss her, oder Unkraut zupfen, oder oder oder.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Guten Morgen, liebe Claudia,
    oh ja, der Co ist abhängig vom Partner und dieser vom Alk. Du fragst, wie sollst Du Dich lösen vom Partner, stellst aber gleichzeitig den Wunsch Dein Partner soll sich vom Alk lösen. Dir fällt ebenso schwer, was Du von ihm verlangst.

    Paarberatung ... Grundsätzlich eine gute Sache, wenn es vollen Herzens unter fähigem Therapeuten durchgezogen wird. Auch ich denke jedoch, daß ein Alkoholproblem bei einer Paarberatung nicht unbedingt an der richtigen Stelle ist. All mein Respekt gehört der Therapeutin dort die sagt, Hilfe bei Paarproblemen ja, aber Alkohol gehört in die Hände der Fachmänner und Frauen.

    Schau, keine Beratung löst Dein Problem oder macht bei ihm den Kick schlechthin. Das würde von ihm oder Dir nur von innen - von Dir selbst - kommen können. Du suchst Hilfe von außen, verständlich, aber Du selber musst es in Dir umsetzen, da kann Dir auf lange Sicht gesehen niemand etwas abnehmen.

    Ich halte absolut nichts davon zu denken Beziehungen mit anderen biegbar und so zu gestalten, wie ich es will! Das kann ich nur mit mir selber weil ich nur Herr meiner Gedanken, Gefühle und Entwicklung bin ... niemals derer eines anderen!

    Natürlich kann man/frau an sich arbeiten und sehr wohl partnerschaftsfähig werden. Aber das ist nunmal harte Arbeit, kommt über Jahre und bedarf schmerzvolle Einschränkungen und Lernwege, die jeder Betroffene "alleine" gehen muss. Ebenso wie der Alkoholiker.

    Aber: mein Leben ist nicht wertvoller durch eine Partnerschaft. Mein Leben ist meines und ich muss mich darin wohl und glücklich fühlen. Erst wenn ich alleine mein Leben im Griff habe, selbstverantwortlich mit mir umgehe und mich keinesfalls nur nach einem Partner richte bin ich in der Lage eine gesunde Beziehung zu führen.

    Für mich persönlich bedeutet das ersteinmal keine Beziehung. Verarbeiten was geschah, warum es geschah und vorsichtig neue Menschen kennenlernen und darauf achten anders mit den Situationen umzugehen.

    Mir geht es gut ohne Partner! Ich trage meine Verantwortung selber, schleppe Müll und HOlz selber und lasse mich von Freunden trösten oder beraten wenn es mir nicht gut geht. Ein Partner muss nicht sein wo wertvolle Menschen meinen Weg kreuzen und mit Rat und Tat zur Seite stehen.

    Ein Partner soll für mich Bereicherung sein aber keine Suche im anderen was ich für mich nicht finden kann (Zärtlichkeit, Liebe ect.).

    Lieben Gruß und viel Kraft wünscht Dir Dagmar

    Absolut richtig, was Du sagst, lieber Matthias,
    ich war damals geschockt ohne Ende, als plötzlich nach 1 1/2 Jahren just selbiges Gefühl den Magen zum Flattern brachte. Ohne Anlaß ohne Bezug zur Vergangenheit - einfach da ....

    Ich hätte es mir selber nicht erklären können woher, warum und wieso das so ist. Das sind eben die Punkte für mich, wo mein Hirn einfach nicht reicht und wo neutrale Beobachter oder Menschen, die es selber erfahren haben sagen können: "Halt, ist ganz normal, läuft so und so".

    Ich kann mir wie Du so schön schreibst, nämlich verdammt gut vorstellen, dass es einem stoffbezogenen Kranken ebenso geht und genau dann der Moment kommt "jetzt nehme ich wieder die Medizin, die früher half". Gar nicht bewußt, ebenso wenig bewußt, wie bei mir als nur Co der Schmerz da war, eben Abhilfe zu schaffen. Boahh, ich finde das erschreckend. Klar, auch eine Chance, wenn man/frau dann mal weiß was es ist und das es je "eigentlich" ein großer Schritt nach vorne ist.

    Mir wurde mal von einem Betroffenen gesagt "da wo der Schmerz ist, da bist Du richtig" aber an diesen Schmerz hatte ich nicht gedacht, für mich war immer nur das aktuelle, jetzt geschehene präsent.

    Erstaunlich nur, dass nun tatsächlich die anderen Anhängsel der vergangenen Monate weg sind. Nunmehr mache ich mir keine Gedanken mehr warum dies und das so war und ich so reagiert habe. Nunmehr ist es mir "egal" (zumindest heute und jetzt).

    Auch Dir einen schönen Tag, lieber Matthias, bei uns soll es sonnig sein und ich vermisse fast den Regen, der meiner Botanik mal sooo gut tun würde. Nun ja, dann wird eben meine körperliche Betätigung mir gut tun.... ;)

    Lieben Gruß von Dagmar