Beiträge von dagmar007

    Hallo Monty,
    ja oftmals sind es zwischen 3 und 6 Monaten je Therapeuten, es sei denn, es geht um einen für Privatpatienten.

    Oftmals kannst Du Deine Tel.-Nr./Adresse hinterlassen so dass Du schneller als Nachrücker dabei sein kannst.

    Warum keine Selbsthilfegruppe? Wenn es in Deiner Nähe welche gibt, so schau sie Dir an - vielleicht ist es nicht die erste, in der Du Dich wohl fühlst, vielleicht aber doch. In meiner Nähe gibt es hier nichts, sonst wäre ich ebenfalls hingegangen. Alleine die Tatsache, dass neutrale Menschen Dir gegenüber sitzen kann Dir schon helfen. Sie können - falls Du über Dich reden kannst, und das denke ich schon - schon den einen oder anderen Anstoß und Denkhilfe geben.

    Schön, daß es um Dich herum ruhig ist. Nun, zu sagen "es geht mir gut" hat bei mir etwas länger gedauert. Aber es gab immer mehr Momente, in denen es mir gut ging und irgendwann mal konnte ich sagen, ich bin rundum zufrieden.

    Ich war da für mich auch anspruchslos. Ich wollte erst einmal mit meinen Tieren in Frieden leben. Lange dauerte es bis mal Möbel und Ofen da waren, so manche Frierperiode und schlafen auf zu kurzem Bett hat es mir schwer gemacht. Aber mit jedem freien Atmen mehr und jedem Möbelstück ging es besser. Mit jedem Tag in Ruhe und Frieden konnte ich mehr um mich herum wahrnehmen. Aber ich stellte mich nie unter Erfolgsdruck. Ich verlangte/wünschte mir nicht einmal glücklich zu sein. Ich wollte nur Frieden ... den hatte ich, daraus hat sich dann Zufriedenheit und kleines Glück ergeben.

    Noch etwas möchte ich Dir sagen: Ich finde, Du kannst sehr stolz darauf sein, daß Du Dein Leben in eigene Hände nimmst und munter darauf los marschierst!

    Wie oft liest man/frau von unglücklichen Menschen, die aber selber nichts ändern wollen oder es nicht schaffen, die sich aber wünschen, dass alles "ander" wird. Wie oft wird vollmundig geschrieben was alles unternommen wird und dann ist die große Stille da .... keine Feedbacks mehr ... eventuell mehr Worte als Taten oder einfach die Mega-Heilung? Ich weiß es nicht - aber ich weiß, daß Du zu denjenigen (meiner Meinung nach wenigen) gehörst, die sagt "Mein Leben, ich muss, ich kann, ich gehe". Meiner Meinung nach, ist das sehr, sehr viel. Egal, ob die gefühlsmäßige Abnabelung vom Partner auch noch etwas dauern wird, aber Du hast es geschafft ihm seine Verantwortung zurück zu geben. Vielen hier will das nicht gelingen und somit blockieren sie die eigene Entwicklung. Du erlaubst sie Dir und nimmst Kummer ebenso in Kauf wie das daraus resultierende Wachstum.

    Ich bin mir sicher, daß Du irgendwann auf eine ganz neue Monty blicken kannst.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Salue, Ihr Lieben,
    ich denke Hartmuts Anregung zum Nachdenken ist o.k. Es gelang mit persönlich nur langsam und schleifend an mich zu denken. Ich entdeckte schönes, begann mich bewußt zu ernähren und mein Leben bekam andere Farben.

    Aber es gab auch ein Loch - in diesem Loch drehte sich alles um geschehenes, um Verletzungen um Fragen nach meiner Zukunft (die zwangsläufig auch die Vergangenheit betrafen, und da dann wieder im Hamsterrad der erste Gang eingelegt wurde).

    Ich müsste mal in meinem Thread "stochern" um zu sehen, wie lange es dauerte bis ich mehr bei mir als in der Beziehung war. Durch Hilfe von Arzt und Therapeuten wird das wohl ganz gut gelingen. Ich weiß noch, ich stelle meiner Therapeutin die Frage wie schaffe ich es weniger an das gewesene zu denken. Sie antwortete lapidar - aber absolut richtig - "Denken Sie an Ihre Zukunft, mit ihm haben sie keine".

    Eine Antwort, mit der ich im Moment nicht arbeiten konnte, die mir aber immer wieder durch den Kopf spuckte. Die dann immer wieder von mir hochgezogen wurde wenn ich an das gewesene dachte. Bei mir ein langer, schwerer Weg.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Monty,
    es gibt keinen Grund Dich zu entschuldigen dafür was passiert oder was Du schreibst. Jede-/r von uns ist erwachsen genug sich selber zuzumuten etwas zu lesen oder es sein zu lassen.

    Was meinst Du wieviele Beiträge in mir einen kleinen Reiz besonderer Natur ;) auslösen.... aber es ist meine Sache ob ich darauf antworte oder nicht. Somit lasse ich manche Dinge/Themen einfach links liegen und andere nicht. Das ist meine Verantwortung. Wie bereits zu vor so schön gesagt, die kann man/frau auch gut tragen und möchte gar nicht diese Verantwortung abgenommen haben.

    Ich denke, es ist ein guter Weg die Justiz einzuschalten, auf dem laufenden zu halten und sich als Hilfestellung an sie zu wenden. Manche Beamte sind anders als andere ... jeder reagiert anders, aber wichtig ist die protekollarische Erfassung.

    Arzt/Therapeut ist eine gute Lösung - und eine die auch in Anspruch genommen werden kann bevor ein Mensch so ausgebrannt ist wie Du. Niemand verlangt von uns vollkommen zu sein und wenn wir mit Dingen nicht fertig werden, dazu gibt es genau Ärzte/Therapeuten ect.

    Mir war auch wichtig dass eine neutrale Person mich im Auge behält. Kritische Fragen, auf die ich vielleicht nicht sofort eine Antwort habe, die vielleicht auch entgegengesetzt der Vermutung des Fragenden ausfällt. Aber einfach Gedankenansätze, denen ich nachgehen kann.

    Ich hoffe, bei Dir ist das Wetter ebenso schön wie bei mir und wir können ein paar Sonnenstrahlen einfangen. Jede-/r für sich.

    Mich hat nun gleich wieder das Reallife in Sachen Garten richten und und und

    Lieben Gruß von Dagmar

    Lieber Wolfgang,
    zum ersten finde ich es klasse, dass Du selber in der Lage bist Dich klar zu beleuchten. Ich befürchte auch ein bischen, dass das was Du "betreibst" einfach auch ein Ding wie Erfolgszwang und Ehrgeiz ist, was die Gesellschaft uns von Kindesbeinen an aufdoktriert hat. Besser, schneller, perfekter.

    Ich hatte diesen Touch lange Jahre, dass alles was ich tat in einer sehr extremen Form verfolgt wurde. Ob das mein Kampfsport,mein Musikmanagement oder meine Jobs waren. Auch in Beziehungen - deshalb wohl Co - gab es wohl nur ein alles-oder-nichts-Prinzip.

    Mittlerweile ist das anders geworden, durch harte Arbeit an mir selbst, die Du ja auch bereit bist Dir für Dich zu "gestatten".

    Ich kenne das, was Du schreibst: mein Körper muss funktionieren, muss wach sein, sollte 24 Stunden am Tag aufnahmefähig sein und und und

    Ich denke mit dem Wissen um diesen "utopischen" Wunsch sind wir in der Lage ein normales, gesundes Level für uns zu erarbeiten und zu leben.

    Mir hat beispielsweise geholfen nach meinem Arbeitstag eine Stunde zu schlafen, manchmal auch länger. So gibt mir der Schlaf das abschalten vom Job und etwas Frische zurück. Ich wache quasi auf und bin zuhause. Früher habe ich mein Programm ohne Pause durchgezogen und bin eigentlich nie runter gekommen vom eigenen Erfolgsdruck, was noch alles gemacht werden muss, ich noch schaffen muss und und und...

    .... allerdings muss ich da noch viel lernen .....

    toi toi toi von Dagmar

    Hallo, liebe Crevette,
    hallo Ihr anderen,

    mir geht es sehr gut. Es scheint so zu sein, daß ein weiteres Kapitel der Bearbeitung abgeschlossen werden wird.

    Vor einem starken Monat hatte ich etwas wie einen Flashback. Alte krankmachende Gefühle in der Bauchgegen, ohne jeglichen Auslöser. Es war einfach wieder der alte Schmerz da. Mein Psychotherapeut stellte fest ich gehe damit richtig um, müsse aber auf mich achten und sehr gut zu mir sein. Aufarbeiten wäre tatsächlich nur möglich mit dem gefühlten Schmerz, Kopf alleine ginge nicht. Aber ich müsse darauf achten, dass die Gedanken rund um den Schmerz mich nicht überrennen.

    Nach diesem Gespräch und meinem "Verstehen" dieser bisher nicht verständlichen Schmerzen ging es auf einen Schlag besser. Tag für Tag.

    Bis zu dieser Erkenntnis war es so, dass tagtäglich Geschehnisse aus der schlimmen Zeit durch meinen Kopf gingen. Emotionslos, aber beständig. Das ist nach meinem "Aha" Effekt nicht mehr der Fall. Es verschwindet gerade ganz viel, was Erinnerung war, was Belastung war.

    Deutlich gezeigt hat es sich dadurch, dass ich am Arbeitsplatz belastbarer und leistungsfähiger wurde. In meinem Garten kreativer und meine eigenen Bedürfnisse in den Tagesablauf integriert habe (nach der Arbeit lege ich mich 1 1/2 Stunden hin, egal, wann das ist und egal, wer was von mir will). Diese Zeit hilft mir nicht nur am Abend länger und anders frisch zu sein, sondern sie hilft mir den Arbeitstag vor dem Schlaf zu lassen und nach dem Schlaf mir selber zu gehören.

    Liebe Menschen um mich rum :) viele ... Lover und Liebe oder Verliebtheit? Nein danke, nicht notwendig, mir geht es gut und ich bin glücklicher in der Gegenwart von lieben Menschen als dem Gedanken das was ich hier lebe ändern zu müssen.

    Ja, mein Samstag beginnt um 5.00 Uhr morgens, damit ich etwas vom Tag habe, die Hausarbeit mache, eine Stunde schlafe und dann kreativ im Garten bin.

    Heute wird es wieder eine Teppichveränderung geben, die Wintermodelle verschwinden ;) Ich habe mir günstigst neue, hochwertige Teppiche erstanden. Ich machte mir schon Gedanken, ob ich in einen Kaufrausch verfallen wäre...

    Nein, war ich nicht! Ich liebte schon immer Teppiche, Velour, Baumwolle handgetufftet ect. pp in verschiedenen Farben und Arten. Da diese aber während der Beziehung "im Weg lagen" und mit Öl ect. unbrauchbar gemacht wurden, habe ich sie entsorgen müssen. Nunmehr liegt es an mir, ob eine Person mit Ölspur ins Haus kommt oder nicht.

    Meine Holywoodschaukel und die Gartenstühle bekommen ihre farbenfrohen Auflagen und 12 wunderschöne Christrosen, teilweise gefüllt und Sonderzüchtungen werden mit einer Freundin in die Erde versenkt.

    Am Dienstag darf ich mit Kolleginnen eine Kaffeerösterei besuchen und dort auch fotografieren. Genial, hochwertiger Kaffee, zumeist in Cafes serviert, wird dort geröstet und ich darf einen Blick darauf werfen.

    Wenn die grausame Alk-Beziehung die Basis für dieses Leben liefern musste, dann wird es das wohl wert gewesen sein. Soviel Glück und Zufriedenheit (außer die Angst um die Gesundheit meiner Mutter, die ja älter wird und nun 76 ist) hat noch nie mein Leben begleitet.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Ihr Lieben,
    ein interessantes Thema: Rücksicht oder Eigenverantwortung.

    Ich für meinen Teil würde einmal sagen wer die Kraft und den Mut hat über sich zu reden oder seine Handlungen so durchzuführen wie er/sie es richtig empfindet handelt eigenverantwortlich.

    Rücksicht ist etwas, das im engen Zusammenleben/arbeiten ect. sinnvoll ist. Rücksicht heißt für mich "niemanden zu überrennen" aber am wenigsten mich selber zum stolpern zu bringen. Vielleicht egoistisch, aber zuerst muss ich für mich nach einem stabilen Stand sehen, habe ich den, dan kann ich mich aus diesem Stand rücksichtsvoll beugen, neigen oder bewegen gegenüber anderen Menschen.

    Rücksicht heißt sicher nicht Co. Aber Co bedeutet oft zu wenig Rücksicht auf sich selber. Die eigenen Grundbedürfnisse unter die anderer zu stellen. Du bist der Kern Deines Lebens - das wichtigste - darum herum kommen die Mitmenschen, alle wichtig, aber eben nicht der Mittelpunkt. Und nur, wenn der Mittelpunkt stabil und stark ist, kann er sich gegen und mit dem Umfeld in einer sozialen Form wohlfühlen.

    Mir persönlich hat Deine offene und vollständige Art der Schilderung mit Sicherheit geholfen mit meinem Flashback klarzukommen.

    Vor über einem Monat verspürte ich plötzlich körperlich selbige Schmerzen wie noch in der Beziehung - ohne Anlaß. Sprach mit meinem Therapeuten, alles klar und kein Grund zur Aufregung aber Beobachtung. Deine Geschichte ließ mich alles mit dem Abstand betrachten, die der Therapeut mir zur Aufarbeitung empfohlen hatte. Ein Zufall, für mich ein hilfreicher: ich konnte Deine Geschehnisse lesen und mit meinem Kopf überlegen was für mich in Deiner Situation als Aussteiger hilfreich wäre. Das aber mit dem Abstand, dass es eben nicht mein Leben ist (Gott sei Dank, wer weiß vielleicht wäre meines ohne Trennung ebenso gelaufen).

    Ich persönlich habe hier viel von anderen gelernt. Eigentlich meinen Weg nur dadurch gefunden dass ich mich in den Geschichten fragte würde ich das auch so tun oder anders? Wie würde ich mich am wohlsten fühlen....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Regina,
    im Kampfsport habe ich gelernt "jeder verhinderte Kampf ist ein gewonnener Kampf" - ich denke, das hat auch im alltäglichen Leben Sinn und nicht nur in meinem damaligen Vollkontakt Sport wo es zur Sache ging ohne Tabus und ausgenommene Körperzonen, die nicht angegriffen werden durften.

    Kampf bedeutet immer Sieger und Verlierer, meines Erachtens aber nie eine Lösung.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Und wieder ein Stückchen weiter auf dem Lernweg, liebe Monty ;) Wenn Dir das schreiben und austauschen mit anderen gut tut, dann darfst Du es, sollst es meiner Meinung sogar! Nämlich für Dich! Du hast das Recht, das zu tun, was Dir gut tut.

    Die anderen müssen auf sich selber achten - Julchen macht das sehr richtig und weiß wann sie selber Abstand nehmen muss. Genau darin liegt unsere Aufgabe: sich auf der einen Seite wert genug zu schätzen das zu tun, was wir möchten und auf der anderen Seite uns abzugrenzen gegenüber dem, was wir nicht möchten.

    Was tut Dir leid? Es gibt (meiner Meinung nach) nicht, aber auch absolut nichts, was Dir leid tun muss! Mein persönlicher Lernweg ist ja der, mich nicht nur von einem alkohlkranken Menschen zu entfernen und zu sagen "der schadet mir" sondern auch grundsätzlich nach meinem Gut-Gehen selber zu forschen und es herbei zu holen. Das betrifft ja auch Arbeitsplatz ect.

    In meiner Alk-Beziehung musste ich sagen: nicht er war schuld, weil er trank, sondern ich, weil ich diesen Weg begleitet habe - ich hätte jederzeit gehen können. Das betrifft auch dieses Thema hier: jeder Leser ist für sich selber verantwortlich und jeder Schreiber - wie ich auch - ebenso.

    Mir ging es auch so, dass ich offen zu allem stand. Sei es direkt am Wohnort, Arbeitsplatz oder dann beim Neustart. Mittlerweile wird das Thema uninteressanter, weil ich immer mehr ich selber bin und die Alk-Vergangenheit immer weiter verschwindet. Aber mein Ansatz war zu sagen "ich war in einer Beziehung mit einem Alkoholiker". Das, was ich nie wahrhaben wollte musste ich nun zugeben. Und auch das, dass ich fehlbar bin und keinesfalls alles unter Kontrolle habe. Das war der Anfang meines Lernweges. Auch sehr offen auch mit der Gefahr erkannt zu werden (die aber tatsächlich nicht von der Hand zu weisen ist!)

    Eine Bekannte schrieb hier mal kurz und sagte später "kann es sein, dass Du ..... Deinen SChreibstil erkenne ich unter 1000enden" Also wie gesagt, die warnen Worte der Mods sind schon hieb- und stichfest.

    Natur.... ja, sie gibt mir Kraft ohne Ende. Morgens gibt es bei mir - bevor ich zum Arbeitsplatz düse - eine Runde durch den Garten. Sehen, was aus der Erde kommt. Die Kraft selber aufnehmen. Kleine Pflänzchen bekommen plötzlich durch die Sonne eine Urkraft. Ein gutes Beispiel für mich. Zugegeben, meine Kräfte lassen im Laufe des Arbeitstages gehörig nach, aber der Start ist somit schon mal "blumig".

    Also, liebe Monty, auf zur nächsten Lektion :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    und scheue Dich nicht zu erzählen wie es Dir geht und was passiert - es ist nicht Deine Verantwortung, was einer von uns falsch, richtig oder co-abhängig macht.

    Liebe Monty,
    ich fände es nicht gut, wenn Du Dich zurück ziehen würdest, zumindest dann nicht, wenn Du dich bisher wohl gefühlt hast und Dir der eine oder Anstroß gegeben werden konnte.

    Ich denke, manch einer von uns kann ganz gut mit der Situation umgehen ohne daß ein Knöpfchen "Rrrrrrrrring" Alarm schlagen muss.

    Wenn Dir bisher der Austausch geholfen hat, dann solltest Du ihn auch nicht beenden (ich zumindest werde gerne weiterhin sehen wie es Dir geht und Dich auf Deinem Weg aufwärts "begleiten".) Davon mal abgesehen, liebe Monty, sind wir Co's ja auch gefragt zu lernen. Warum nicht auch in einer solchen Situation ;)

    Sodele, nun wünsche ich Dir einen schönen Abend, welcher bei mir mich gleich zum TV bringt, nachdem ich mich an wunderschönen Sonderzüchtungen von Christrosen "hungrig" gesehen habe.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe bin ich machtlos,
    dem möchte ich extrem entschieden entgegentreten.

    Halb angewndetes und unerfahrenes Halbwissen kann tödlich enden! Hast Du schon mal einen Menschen "angestochen" ihm also Schmerz zugefügt?

    Entweder Du schaffst es ihn schachmatt zu legen oder er dreht im Schmerz durch wie ein wundes Tier.

    Da ich selber Vollkontakt-Kung-Fu als Ausbilder betrieben habe weiß ich sehr wohl wovon ich spreche. Ich habe auch speziell für Frauen angebotene Kurse/Wochenenden besucht und befinde sie was Kampftechniken betrifft für gefahrlich.

    Als dauerhaften Sport jederzeit - nichts besseres!!!! Aber nicht ein paar Stunden um sich selbstsicher zu fühlen und dann so was von auf die Nase zu bekommen, dass es schlimmer ist als zuvor.

    Sorry, in dem Punkt möchte und muss ich zur Vorsicht raten!!!!

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Kate,
    mit solchen Dingen habe ich keine Erfahrung kann Dir da also nicht weiterhelfen.

    Nur denke ich für mich, wenn es ein Bedürfnis ist mit einem Elternteil (die uns ja geboren haben und Entbehrungen auf sich genommen haben) in Verbindung zu bleiben so wird das notwendig sein um mit sich selber heute und in Zukunft klar zu kommen. Niemals sagen müssen "hätte ich nur".

    Ich denke, wenn Dir bewußt ist, daß Gefahren für Dich im Kontakt bestehen, wenn Dir klar ist, dass Du nicht helfen kannst und Dir evtl. Hilfe einer Selbsthilfegruppe oder eines Therapeuten holst wäre das förderlich.

    Ich selber finde einen Therapeuten, neutralen Betrachter, schon in dem Punkt wichtig Veränderungen an mir zu sehen, die ich selber oder Freunde, die mich häufig sehen, nicht bemerken.

    Als mich meine Co-Abhängigkeit sehr im Griff hatte, durch den Partner, da habe ich mich äußerlich wie innerlich verändert. Ein geschulter Therapeut wird diese Veränderungen bemerken, ich selber vielleicht nicht. Auch innerhalb einer Selbsthilfegruppe dürfte das möglich sein.

    Gefährlich ist Dein Wunsch, aber nachvollziehbar und ich würde es wohl ebenso machen. Es gibt nichts schlimmeres, als jemanden zu verlieren und noch viele ungesagte Dinge stehen im Raum.

    Toi toi toi wünscht Dagmar

    Hallo Pantherina,
    mal ganz abgesehen von den Regeln würde mich mal interessieren warum Du den Text eingestellt hast.

    Du zeigst Dich als Frau, die weiß was sie will; die quasi ihre Entscheidungen bereits getroffen hat oder trifft, weil zuweilen Informationen oder Anregungen anderer für Dich lt. Deiner Meinung nicht anwendbar sind.

    Du schreibst klar, Du hast kein Helfersyndrom und kannst aussteigen wenn es Dich überlastet. Dem zu Folge ist Dein Schritt o.k. mit der Mail (weil es Dein Wunsch war oder ist) und es ist o.k. wenn Du Dich dann nach Deinem Gutdünken weiter entscheidest.

    Ich denke einfach, diese Zeilen, die Du uns lesen liesest, die hat jede-/r zweite von uns bereits seinem Partner-/in geschrieben. Vielleicht hat jeder 10 dieser angeschrieben Kranken den Text bis zu Ende gelesen. Verstanden vielleicht jeder 100 von diesen 10 Personen. Geändert hat sich vermutlich bei einem Promill der Fälle die Situation. Davon vermutlich bei 25% durch tatsächliche Trockenheit / Trennung und bei 75% dadurch dass der/die Partnerin entweder gegangen ist - oder das Drama schlimmer wurde und beide gemeinsam untergingen.

    Diese Zeilen und Gedanken von dir dürften uns allen nicht fremd sein. Deshalb sind die meisten von uns hier um uns mit uns zu beschäftigen und nicht mehr mit denjenigen, denen wir viele - ungehörte - Worte gesagt oder geschrieben haben.

    Wir interessieren uns wie es Dir geht, was Du für Dich in Deiner Situation machst, wie Du Deine Freizeit gestaltest ect. pp. Aber ich für meinen Teil interessiere mich nicht für die Reaktionen von Alkoholikern oder anderen Menschen, mit denen ich nicht in Kommunikation stehen kann.

    Ich denke einfach, Du hast einen starken Willen, hast für Dich Deine Meinung und gehst Deinen Weg so, wie Du es für passend empfindest. Was mehr als o.k. ist, weil es ja Dein Leben ist. Entscheidungshilfen sind, meiner Meinung nach, da nicht mehr von Nöten.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Für mich wäre die Frage, liebe Monty, ob Du eine Woche Urlaub nehmen könntest um Dir eben diesen Weg zur Arbeit zu ersparen.

    Bisher läuft alles nach Muster ab. Ich vermute zum selben Zeitpunkt gehst du aus dem Haus und kehrst zur selbigen Zeit zurück. Also kann er seine Erfahrungen und Routine in diesem Spiel weiterspielen.

    Wenn nun aber das Spiel sich ändert, so müsste auch er umdenken - ob er diese Fähigkeit noch hat, das weiß ich nicht. Für Dich hätte es den Vorteil zur Ruhe zu kommen. Eine Krankmeldung würdest Du sicher auch bekommen, nur wäre da wohl ein Gespräch mit dem Arbeitgeber fair.

    Gibt es Möglichkeiten den Rhytmus in Deinem Leben - ohne negative Folgen für Dich - zu ändern, damit er etwas verunsichert wird?

    Natürlich hast Du Angst! Ich hatte sie auch. Fuhr der Ex in mein Gelände löschte ich die Lichter und schmiss mich unter den Schreibtisch.

    Monty, wenn die Verfügung da ist, dann heisst es für ihn Geld zahlen wenn er sich nicht daran hält. Eine Chance für den Staat ihn zur Kasse zu bitten. Es gibt genügend Fälle, wo das sehr, sehr teuer wurde. Wart nur mal ab, :) es ist nicht alles so schwarz, wie es jetzt in der Nacht erscheint !!!!

    Wenn er sauer auf Dich ist... dann nimmst Du allen Mut zusammen, siehst im ins Gesicht und brüllst alle Wut aus Dir raus.... vermutlich rennt er dann wie ein Schneehase ;)

    Die Angst ist da, das Herzrasen auch, jedes Geräusch bringt einen an den Rand des Wahnsinns. Leider kann Dir niemand helfen außer Dir sagen: es geht wirklich vorbei .... Schau, würde ich meinen Ex-Knaller jetzt sehen, dann würde er keine Angst mehr spüren .... (aber auch ich hatte sie bis vor kurzem), es ist ein Prozeß des Ablösens von ihm und des Finden von sich --- in Deinem Fall leider eine Phase der Verfolgung ---

    Halt Dich gut, schlafe schön und vertraue darauf dass es anders wird. Auch wenn es nicht wie durch ein Wunder morgen schon so weit sein wird.

    Lieben Gruß von Dagmar

    DU wirst DEIN Leben beginnen, liebe Monty, auch wenn das noch ein paar Ticks Zeit benötigt! Denn auch seine Energie scheinen nur noch ein paar panische Züge zu sein, die früher oder später wohl in einer Einrichtung enden werden.

    So, liebe Monty: Deine Angst können wir Dir leider nicht nehmen, Gott sei Dank ist Dein Sohnemann da.

    Schau, er spürt vielleicht dass seine Aktionen auf Dich sehr wohl eine angstmachende Wirkung haben. Du rufst die Polizei und handelst dadurch richtig! Du zeigst ihm die Grenze auf. Vielleicht gelingt es Dir für Dich ihm das auch nach außen zu zeigen. Die Angst für ihn nicht sichtbar oder spürbar zu machen. Er reagiert wie ein trotziges kleines Kind, macht sich dabei selber alles kaputt und schafft es Dich fast um den Verstand zu bringen. War bei mir ebenso.

    Ich habe für mich selber geübt stark zu sein. Meine Angst anzunehmen als Schutz, der mich vor Leichtsinn schützt, aber gleichzeitig in ein gesundes Maß zu reduzieren. Ganz schön schwer am Anfang. Aber mir war es einfach wichtig mich selber zu beruhigen.

    Der Opferschutzbeauftragte ist über die Polizei zu erreichen. Es ist eine Person innerhalb der Polizei! Also genau die richtige Stelle.

    Monty, ich kann Dich nicht trösten und leider auch nicht sagen es wird da und da besser - aber es wird besser .... Wie stehen Deine Arbeitskollegen/Chefs zu der Situation. Stärken sie Dich`?

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Monty,
    und jetzt hältst Du erst recht durch! Jetzt ist einfach klar und deutlich, wie hoch der Preis der Vergangenheit war und wie schön der Lohn eines freien, selbstbestimmten Lebens sein kann.

    Aus guter Erfahrung: lass Dich nicht abwimmeln, hole immer wieder die Polizei.

    Auch mir ging es so wie Dir, wir können nicht... bevor er nicht .....

    Aber irgendwann, irgendeinem Zufall zufolge kam ein Team, welches das ganz anders sah. Ich sage Dir, die waren super in Manier von SEK-Einheiten sind die nachdem sie saehen was los war und zwei Fragen: ist er bewaffnet, wo ist er hingefahren, was hat er für ein Auto abgerauscht! Ich sage Dir, der Einsatz an seinem Haus wurde mir per Telefon übermittelt, da wa alles von Fassadenkletterei über Fenster ableuchten (weil er natürlich fast unsichtbar zuhause war) bis über Anruf beim Staatsanwalt alles drin.

    Viele Beamte denken ach ja, heute meldet die Frau den Vorfall, morgen verzeiht sie ihm. So läuft es hier ja auch ganz oft.... Dem haben wir (die wir in Panik sind) zu verdanken, dass eben erst etwas geschehen muss.

    Aber glaube mir Monty, irgendwann hat einer der Herren in Uniform die Nase voll und weiß was er mit ihm zu schaffen und zu tun hat.

    So, liebes Mädchen, nun aber zu Dir. Ich weiß, wie grausam die Zeit ist, wobei meine Geschehnisse harmloser waren. Dafür hatte ich keinen so tollen Sohn, der mir zur Seite stand!!! Halte durch, es bleibt nicht so schlimm, es wird besser, aber jetzt ist eben die Spitze des Eisberges erreicht und er merkt aus mit dem Deckmäntelchen. Monty "deckt" ihn nicht mehr. Nunmehr kannst Du nämlich Dein Leben beginnen zu leben und Dich nicht mehr auf andere zu konzentrieren.

    Geh bitte zum Arzt - Therapeuten - es ist Stalking, das ist eine Straftat und wenn nachweisbar ist, dass Dir nachhaltiger Schaden entsteht und Dein Leben massgeblich beeinträchtigt ist gibt es Folgen. Monty, es gibt bei der Polizei einen Opferschutzbeauftragten, nimm mit ihm/ihr Kontakt auf, dass sind dann Infos aus erster Quelle, da wird man Dir kompetent helfen!!!! Ich habe diesen Kontakt auch gesucht!

    Noch was Monty: ich schämte mich in Grund und Boden als mein Ex hier vor dem Haus Randale machte. Neu eingezogen, die Nachbarn und der Vermieter..... Diese Gedanken hätte ich mir sparen können: die Vermieter hatten sich vorab über mich erkundigt und wohl auch etwas über den Partner erfahren.
    Die anderen Nachbarn waren besorgt und passten nun auf mich auf. Von KEINER Seite kam etwas, was Scham hätte für uns bedeuten sollen. Wir sind nicht aus der Rolle gefallen! Hey Monty, Du bist eine Frau und stehst im Leben - Du hast Schutz verdient auch wenn es bedeutet, dass andere in Handschellen abgeführt werden!

    Es gibt am Arbeitsplatz nun kein Tabu mehr - auch das wird für Schutz sorgen. Wohl sogar für Respekt, denn viele kennen Schicksale wo von den Opfern der Mund gehalten wird oder sie in ein paar Tagen wieder an die Orte der Quälereien zurück kehren.

    Warte ab Monty, Deine Zeit kommt noch .... schöner und ruhiger und gelassener, als Du sie je erlebt hattest und Dir träumen kannst..... nun aber, musst Du (sorry, ich sage nicht gerne "musst") durchalten.

    LIeben Gruß von Dagmar


    An alle, die sich von Hoffnung zu Hoffnung schwingen sollte das eine Erfahrung sein, die sie sich mal in Herz, Kopf und Bauch gehen lassen sollten. So schnell nämlich entsteht ein Mega-Gau, und das "obwohl er doch eigentlich lieb und nicht aggressiv ist". .....

    Guten Morgen, liebe Monty,
    bei mir war es wohl nicht ganz "so schlimm" wie bei Dir, aber es gab auch so ziemlich alles Deiner Schilderungen in noch kleineren Dosen "Haus in Schutt und Asche legen wollen", nächtliche Übergriffe, Agression, Wut, hier im neuen Heim auftauchen und Randale schlagen ect. pp.

    Es ist einfach so, dass wir durch solche "Besuche" in ständiger Wachsamkeit sind und kaum abschalten können. Die Angst begleitet uns ständig - wenn auch mal mehr und mal weniger.

    Ich habe nun meine Ruhe. Die letzten Monate versuchte er zu SMS'en; worauf ich nicht reagiert habe (totaler Kontaktabbruch meinerseits nach den Wutanfällen nach meinem Auszug). Die SMS waren meines Erachtens auf Kontakt aus.

    Er wohnt nun Gott sei Dank weiter weg - arbeitet aber noch hier in der Nähe meines Hexenhäuschens.

    Aber Monty, wir werden durch Trennung und Bewältigung stabiler, die Ängste lassen nach. Tägliche Bedrohungenw werden seltener weil wir ja in keine Kommunikation treten. Die Expartner bemühen sich ja um ihr eigenes Leben und auch dort wird es bald Menschen geben, die unsere Rolle als Agressor einnehmen und dann "gepiesakt" werden.

    Mir geht es gut in meinem Leben - ich wollte nie mehr zurück. Ich weiß noch nicht einmal ob ich wieder jemals eine Beziehung will, einfach, weil ich mir selber genug bin.

    Wir müssen nur einfach aufpassen daß wir das alles aufarbeiten können was passiert ist ohne Traumas der Ängste oder der Verfolgung zu bekommen. Es sitzt einfach diese ständige Frage "kann ich aus dem Haus oder ist er hinter einem Eck". Das Telefon ruft aus dem Schlaf und das Herz schlägt Kapriolen.

    Es ging merklich aufwärts, mir ging und geht es immer besser. Aber ich merke nun eben das manches Aufarbeiten schmerzhaft läuft und nach Mustern, die für mich nicht vorstellbar waren und auch nicht erklärlich. Es war für mich hilfreich vom Psychotherapeuten zu erfahren wie Verarbeitung läuft.

    Ich nehme seit dem Zeitpunkt niedrig dosierte Antidepresiva, die mir sehr gut tun und dafür sorgen, dass die Gefühle nicht mehr die Oberhand bekommen sondern auch mein Kopf mitarbeiten darf. Jetzt erst bin ich eine Kombination aus Herz und Kopf, die rund läuft. Meine Angst war zuvor überdimensional durch alle die nächtlichen Besuche und Randale. Das brachte auch mit sich am Arbeitsplatz Versagensängste zu haben und und und....

    Du machst es schon richtig auch wenn die Zeit für Dich gerade der Horror sein wird. Aber glaub mir Deine Kräfte steigen - deine Widerstandskraft auch! Du musst eben sehr auf Dich achten und gut zu Dir sein! So komisch das auch klingt, aber für mich war dass das A und O.

    In diesem Sinne wünsche ich Dir einen wunderschönen Tag, an dem Dir nur nette Menschen den Weg kreuzen :)

    Dagmar

    Liebe Monty,
    ich lebte 1 1/2 Jahre in Angst, weil er an der Haustüre erschien und Randale machte. Ich habe es überstanden - wie auch Du es schaffen wirst. Aber wir müss(t) sehr gut auf uns Acht geben da ich ja nun mitbekommen habe was diese Angst bewirken kann.... nachträglich, auch wenn wir denken es ist alles vorbei.

    Es geht vorbei, Du schaffst es - egal, was aus ihm wird - das ist nämlich seine Entscheidung. Er will den bequemen Weg gehen in der Hoffnung alles erledigt sich von alleine. Das war und ist für Dich und mich auch nicht möglich, warum also bei einem ebenso Süchtigen wie bei uns. Jeder Süchtige muss selber sehen, wie er/sie auf die Beine kommt und sich fort bewegt.

    Ich weiß nun nicht, ob Du Deinen Arzt ins Vertrauen gezogen hast oder einen Psychotherapeuten kennst. Ich würde einfach mal anregen, Dich mit diesen in Verbindung zu setzen. Das was gerade auf Dich einhagelt ist grausam und wir unterschätzen oftmals den Beigeschmack und die Auswirkungen. Ich habe es unterschätzt!!! Für mich....

    Du bist nicht mehr gelähmt, du kannst handeln. Du kannst Dir dein kleines glückliches Reich schaffen, Du kannst Dir professionelle Hilfe holen damit nicht auch noch Spätschäden auftreten. DU beginnst JETZT zu leben!

    Hast Du vertrauensvolle Nachbarn??? Ich habe meinen ein Foto des Autos des EX gegeben. Wenn der hier auftauchen sollte wird sofort die Polizei gerufen. Sie achteten damals sehr darauf wer hier auf dem Gelände ist. Das half (ich lebe hier sehr alleine und auch die Nachbarn fahren hier nur täglich vorbei) aber es war eine große Hilfe und Sicherheit.

    Wenn Du wieder mit der Polizei kontakten musst, so könnte sein, dass sie auch in Zukunft ein bischen vor Deiner Haustüre die Augen aufmachen, oftmals denken die Jungs und Mädels mit.

    Ich habe nachts mit Handy und Pfefferdose (einfach nur Gewürzpfeffer, den ich nicht in die Augen bekommen möchte ;) geschlafen. Handy vor allen Dingen um schnell Hilfe holen zu können. War auch schon nötig....

    Ich wünsch Dir alle Kraft der Welt.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Ihr LIeben,
    mich würde mal ganz dolle interessieren, wie es Doro jetzt geht, denn das war ja ganz ähnlich was sich bei Ihr/Dir aufgezeigt hat.

    Für mich hat sich gezeigt, dass das ein ganz, ganz wichtiger - wenn auch schmerzvoller - weiterer Schritt war. Nachsorge ist also auch für uns das a und o! Zumindest bei mir....

    Nachdem ich mit Freundin und Therapeuten und hier darüber geredet habe wurde die Stimmung langsam ruhiger. Diese bisher gehabten täglichen Gedanken, die zwar emotionslos sich mit der Beziehung beschäftigten und mit dem was geschah, sind abgestellt. Bis dato dachte ich abend für abend was da alles passierte und wie froh ich bin dem entgagnen zu sein.

    Nunmehr bin ich einfach froh über mein Leben - ohne die Gegenüberstellung dessen wie schlimm, dieses Leben, eben zuvor war.

    Ganz komisch war eine plötzliche - wenn auch wieder emotionslose - Neugierde was der Expartner wohl treibt oder ob er noch lebt. Rund eine Stunde spürte ich eine unsagbare Neugier. Klar, ich selber habe ja alle Kontaktversuche von ihm abgeblockt, dem Umfeld gesagt, ich will nicht wissen was er treibt, diese haben das begriffen und ich habe nunmehr bald ein Jahr keine Infos mehr darüber.

    Diese Neugier war für mich (so hatte ich den Eindruck) der endgültige Durchblick in Sachen "es ist vorbei, er ist weg und geht Dich nichts mehr an". Komisch war diese Neugierde schon, denn vom Kopf her wollte und will ich auch nichts über den Menschen wissen.

    Fakt ist: Alles quasi in Kurzform nochmal durchlebt: den Schmerz, das "wissen wollen" und das kleben an dem Thema.

    Nunmehr ist aber alles leer was zuvor böse Erinnerungen waren. So als hätte ein Radierer durch den Schmerz ganze Arbeit geleistet. Das war wohl mein Schritt in die normale Realität mit dem Herzen und der Seele, die ich zuvor nur mit Körper und Alltagsbewältigung gegangen bin.

    N a c h s o r g e ....
    Ein Thema, von dem ich nicht gedacht hätte sie zu benötigen! Mir ging es auch zuvor gut und ich fühlte mich wohler in meinem Leben als je zuvor! Dennoch: es gibt Wunden und Verletzungen deren Heilvorgang ich nicht sehen und spüren kann. Da benötige ich neutrale Hilfe, mein Reden darüber und die neutrale Betrachtung von Freunden oder Fachleuten. Die normale Realität in meine Realtität einlassen und verschmelzen lassen.

    Die Energie, die ich zur Ver- und Bearbeitung benötigte steht mir nun wieder selber zur Verfügung weil ich (zumindest jetzt und heute) keinerlei Gedanken in über oder zu der Beziehung mehr habe. Heute zumindest habe ich mehr Energien für Job, Haushalt und Hexenhaus.

    Ich gehe davon aus, dass es auch in Zukunft den einen oder anderen Flashback geben wird, der dann auch aufgearbeitet werden muss bis ich irgendwann mal alles "los" habe.

    Ich habe, was mich betrifft, den Eindruck es geht Schritt für Schritt, sobald dann Schmerz eintritt, kommt die nächste Stufe. Wie lange das geht und wieviele "Schmerzen" vor mir stehen weiß ich nicht. Aber keiner dieser Schmerzen ist nur halb so schlimm, wie die, die ich innerhalb der Beziehung erlitt!

    Aber ... es zeigt wie lange mein Weg raus ist aus der Sucht ....

    LIeben Gruß von Dagmar

    Bleib auf Deinem Weg, liebe Monty :)

    Denn Dir geht es nun vielleicht ähnlich wie mir: nichts ist so schlecht, als dass es nicht doch für etwas gut ist.... In unserem Fall vielleicht einfach der Leidensdruck, der so hoch ist, dass ein Rückfall als Selbstschutz nahezu nicht möglich ist (wenn unser Gehirn noch funktioniert).

    Es ist grausam was da um Dich herum passiert. Und Du musst nun besonders gut zu Dir selber sein, damit Du Kraft für Dich hast - diese Kur wäre genial. Ganz toll ist auch Dein Großer Sohn - Kompliment! Schön, dass er so ist und schön, dass Du ihn dazu gemacht hast!!! Das sind wertvolle Menschen, die helfen und aufbauen und Dich nicht runterziehen. Genau solche Menschen brauchen wir um uns herum! Solche, die uns aufbauen und nicht solche, die drohen und toben weil ihnen das eigene Leben entgleitet und sie ganz gerne unseres mit in ihre Tiefen nehmen würden....

    Neee Monty, nicht mit uns, oder????

    Klar sind diese Dinge heftig, die wir durchleben mussten um diese krankhafte Nabelschnur abzuschneiden. Aber Monty, stell Dir mal vor, wir hätten noch ein paar Jahre weitergemacht. Die Aktionen der Gegenseite wäre dann auch noch steigerungsfähig. Jetzt, wo wir kämpfen um auszusteigen würden wir später vielleicht keine Kraft mehr haben....

    Halt Dich wacker, ich finde es super, wie Du zu Kräften kommst und Dein Hirnkasterl auch soweit möglich mit dem eigenen Herzen einher geht. Auch wenn es weh tut, Du sorgst für Dich!!!! Weiter so!!!

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Röschen,
    ich kann mir schon vorstellen, dass Du Dich verletzt fühlst.

    Aber schau mal, dass ist doch jetzt DIE Chance etwas für Dich zu tun, zur Ruhe zu kommen und Dich auf dich selber zu konzentrieren. Das dürfte nämlich nun für Euch beide das Grundfundament sein.

    Dein Partner hat, falls er wirklich gesunden will, einen harten Weg vor sich, auf dem er sich viel mit sich selber auseinander setzen muss. Er sagt was er will "er braucht seine Ruhe". Finde ich gut, dass er seine Wünsche artikulieren kann.

    Die Klinik ist seine Krücke und nicht Deine. Somit finde ich es o.k. dass diese keinen Kontakt mit Dir hegen. Deren Aufgabe ist es nicht Mittler zu spielen und Infos weiter zu geben.

    Aber auch Du kannst Dir Deine "Therapeuten'" suchen egal ob wirklich Therapeut oder Selbsthilfegruppe. Du schreibst, Du kannst mit niemandem reden, also gehe ich davon aus, dass Du bisher nicht daran gedacht hast für Dich selber Unterstützung zu suchen.

    So hättet ihr beide Hilfe an Eurer Seite und könntet quasi "neu gestärkt" sehen ob Eure Beziehung wieder eine gemeinsame wird. Denn Menschen, die ihre Sucht beenden wollen, die werfen nicht nur den Stoff weg sondern auch ein falsches Handeln. Dazu gehört bei ihm der Alk und bei uns als Co's die Konzentration auf den Partner. Es müssen quasi ganz neue Wege, von beiden!, gegangen werden.

    Akzeptiere einfach seinen Wunsch in Ruhe gelassen zu werden, denn das ist sein gutes Recht und derzeit vielleicht für ihn lebensnotwendig.

    Lieben Gruß von Dagmar